Wiesenchampignon & Kegelhütiger Knollenblätterpilz im Vergleich.
Wiesenchampignon und Kegelhütiger Knollenblätterpilz: Hut, Unterseite, Stiel, Sporenpulver und Lebensraum im direkten Vergleich. Mit Artquellen und Grenzen der Bestimmung.
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| Merkmal | Wiesenchampignon Agaricus campestris | Kegelhütiger Knollenblätterpilz Amanita virosa |
|---|---|---|
| Hut | WiesenchampignonHut etwa 5–10 cm breit, jung halbkugelig, später gewölbt bis abgeflacht. Weiß bis grauweißlich, mit zunehmendem Alter besonders in der Mitte flach anliegend ockerbräunlich geschuppt.BelegeDie Großpilze Baden-Württembergs · Band 5 Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor. | Kegelhütiger KnollenblätterpilzWeiß, jung eiförmig bis kegelig, später glockig oder unregelmäßig gewölbt, oft mit breitem Buckel und etwas schief; Rand ungerieft.BelegeAmanita Section Phalloideae Species in the Mediterranean Basin: Destroying Angels Reviewed (2022) Funga Nordica (2008): Amanita Pilze der Schweiz · Band 4 (1995) Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor. |
| Unterseite | WiesenchampignonLamellen frei vom Stiel, jung deutlich rosa und bei Sporenreife schokoladenbraun. Die Farbfolge ist wichtiger als ein einzelner Farbton auf einem Foto.BelegeDie Großpilze Baden-Württembergs · Band 5 Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor. | Kegelhütiger KnollenblätterpilzWeiße, dicht stehende Lamellen, die den Stiel nicht direkt erreichen.BelegeAmanita Section Phalloideae Species in the Mediterranean Basin: Destroying Angels Reviewed (2022) Pilze der Schweiz · Band 4 (1995) Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor. |
| Stiel & Basis | WiesenchampignonStiel meist 4–7 × 1–2 cm, weißlich und relativ gedrungen, mit dünnem hängendem, oft vergänglichem Ring. Eine sackartige Scheide an der Basis fehlt.BelegeDie Großpilze Baden-Württembergs · Band 5 Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor. | Kegelhütiger KnollenblätterpilzWeiß, flockig bis schuppig, mit zerbrechlichem Ring; Basis in einer sackartigen Scheide, die tief im Boden verborgen sein kann.BelegeAmanita virosa – Artenporträt Poisonous mushrooms in Norway Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor. |
| Fleisch | WiesenchampignonWeiß, teils schwach rosa; nicht chromgelb verfärbend.BelegeFirst Nature · Agaricus campestris Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor. | Kegelhütiger KnollenblätterpilzFleisch weiß; Geruch frisch oft schwach, im Alter teils unangenehm. Geruch ist kein verlässliches Ausschlussmerkmal; keine Kostprobe.BelegeAmanita Section Phalloideae Species in the Mediterranean Basin: Destroying Angels Reviewed (2022) Pilze der Schweiz · Band 4 (1995) Funga Nordica (2008): Amanita Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor. |
| Sporenpulver | WiesenchampignonDunkel schokoladenbraun.BelegeFirst Nature · Agaricus campestris Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor. | Kegelhütiger KnollenblätterpilzSporenpulver weiß; Sporen meist annähernd kugelig, auch breit elliptisch, glatt und amyloid.BelegeAmanita Section Phalloideae Species in the Mediterranean Basin: Destroying Angels Reviewed (2022) Pilze der Schweiz · Band 4 (1995) Funga Nordica (2008): Amanita Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor. |
| Ökologie | WiesenchampignonZersetzer im Gras, auf Weiden, Wiesen und Rasenflächen.BelegeDie Großpilze Baden-Württembergs · Band 5 Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor. | Kegelhütiger KnollenblätterpilzWaldpilz bei Laub- und Nadelbäumen; in nördlichen Regionen auch verbreitet in Nadelwäldern, regional stärker in höheren Lagen.BelegeFunga Nordica (2008): Amanita Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 Pilze der Schweiz · Band 4 (1995) Amanita Section Phalloideae Species in the Mediterranean Basin: Destroying Angels Reviewed (2022) Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor. |
| Belege | Quellen zu Wiesenchampignon | Quellen zu Kegelhütiger Knollenblätterpilz |
Lamellenreifung, Sporenpulver und Scheide
Lamellen
Wiesenchampignon: Jung rosa, reif schokoladenbraun
Kegelhütiger Knollenblätterpilz: Bleibend weiß
Sporenpulver
Wiesenchampignon: Dunkel schokoladenbraun
Kegelhütiger Knollenblätterpilz: Weiß
Stielbasis
Wiesenchampignon: Ohne sackartige Scheide
Kegelhütiger Knollenblätterpilz: Sackartige Scheide, teils tief im Boden
Weiße Hüte haben beide, und der Ring kann bei beiden fehlen. Junge oder unvollständige Exemplare verlangen den gesamten Merkmalsvergleich – der Kegelhütige Knollenblätterpilz ist tödlich giftig.
Lamellenfarbe mit dem Reifezustand notieren, Sporenpulver prüfen und die Basis vollständig aus dem Boden lösen; keine Kostprobe.
Vergleichsquellen
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 5
- Amanita Section Phalloideae Species in the Mediterranean Basin: Destroying Angels Reviewed (2022)
- Pilze der Schweiz · Band 4 (1995)
- Amanita virosa – Artenporträt
- First Nature · Agaricus campestris
- Funga Nordica (2008): Amanita
- Poisonous mushrooms in Norway
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)