MitteleuropaDE

Gelbflockiger Hartbovist

Scleroderma bovista

SpeisewertGiftig

Giftig (ÖMG; DGfM: Hartboviste verdächtig): kann heftiges Erbrechen auslösen. Junge Fruchtkörper sind innen noch weißlich; bei Vergiftungen in Frankreich waren Stäublinge die häufigste Verwechslung.

Einordnung & Quellen

Ausführliche Einordnung

Die DGfM führt die Art nicht einzeln, hält aber alle Hartboviste für verdächtig (Scleroderma-Syndrom); die ÖMG führt sie als giftig. Eine französische Doktorarbeit nennt sie in 14 Vergiftungsfällen, darunter einen schweren (Zusammenhang dort als möglich eingestuft).

Giftig · Verwechslung mit Stäublingen. Kartoffelboviste können heftiges Erbrechen und Übelkeit auslösen, häufig mit Schwindel, Kopfschmerzen oder Sehstörungen, in einigen Fällen mit Blutdruckabfall (Scleroderma-Syndrom). Junge Fruchtkörper sind innen noch weißlich; bei französischen Vergiftungen durch Kartoffelboviste waren Stäublinge die häufigste Verwechslung.

Einzelner Fruchtkörper am Fundort auf Waldboden zwischen Gräsern, Kräutern und Falllaub, in einem alten Eichenwald im Rånaskauen bei Arendal (Agder, Norwegen), 28. Juli 2024: knollig-rundlich, die glatte Hülle blass gelblich bis cremefarben und stellenweise mit Erde verschmiert; unten verjüngt er sich zu einem kurzen Scheinstiel mit weißem Myzel, der in den Boden übergeht.

Fund aus Südnorwegen, außerhalb Mitteleuropas. Der Fruchtkörper liegt schräg, sein Scheinstiel ist freigelegt; ob er für die Aufnahme gelockert wurde, ist nicht bekannt. Die Oberfläche ist von Erde verschmiert, eine feine Felderung ist hier kaum zu sehen (dafür Bild 2, rechter Fruchtkörper). Das Bild ist etwas weich und kontrastarm. Inneres nicht sichtbar (dafür Bild 2 und 3). Die Mikroskopie ist nur als Text in der Fundmeldung angegeben, nicht bebildert, und der Fund ist nicht validiert.

Foto: Inger-Lise Fonneland · CC BY 4.0 · Original

Ein knolliger Kartoffelbovist mit dünner, glatter bis fein schuppiger Hülle in blassgelblichen bis graubraunen, mitunter rötlichen Tönen. Innen wird er früh dunkel; von den ähnlichen Arten trennen ihn sicher erst die vollständig genetzten Sporen und die Schnallen. Die DGfM hält alle Hartboviste für giftverdächtig, die ÖMG führt die Art als giftig.

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Form · Oberfläche · Aufbau

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Fruchtkörper

Kein Hut. Der Fruchtkörper ist unregelmäßig kugelig bis knollig, nach der baden-württembergischen Darstellung 2–6 cm breit. Die Hülle ist blassgelblich, ockerfarben bis graubraun, mitunter stellenweise weinrötlich oder fast rotbräunlich, glatt oder fein angedrückt schuppig. Leuchtend gelbe Töne und sehr grobe Schuppen wie beim Dickschaligen Kartoffelbovist fehlen.

Hülle & Öffnung

Keine oder ; die Sporen reifen im geschlossenen Fruchtkörper. Die einschichtige, lederig-zähe Hülle ist nach der baden-württembergischen Darstellung 1–1,5 mm dick und reißt bei Reife am Scheitel unregelmäßig auf. Der tschechische Myko-Atlas beschreibt eine bald feldrig aufreißende Oberfläche und eine Scheitelöffnung ähnlich wie bei manchen Stäublingen.

Basis

Kein echter Stiel. Meist ein kurzer Scheinstiel, der teilweise im Boden steckt; nach Pilze der Schweiz 10–20 mm lang, längsfurchig, cremefarben bis gelblich, mit anhaftenden Myzel- und Erdresten. Gerhardt beschreibt die Fruchtkörper als gewöhnlich stiellos aufsitzend, der Myko-Atlas den stielartigen Teil als schwach entwickelt oder fehlend.

Gleba

Die Sporenmasse () ist jung weißlich und fest, wird dann braun mit gelber Marmorierung, schließlich schwarz und pulverig; ein Capillitium fehlt. Schon unreife Fruchtkörper werden innen bald dunkel. Für die Gattung nennen Schlüssel und Feldführer sehr feste, schwere junge Fruchtkörper und einen metallischen Geruch; der Myko-Atlas beschreibt den Geruch dieser Art als unauffällig pilzartig.

Sporenpulver

olivgrün bis schwarzbraun. Sporen kugelig, braun, mit regelmäßigem, vollständig ausgebildetem Netz aus Graten (in KOH); im europäischen Schlüssel 9–13 µm ohne Ornament. Hyphen der Hülle mit .

Längsschnitt und Sporen

Hinweis zur Beobachtung

Längs halbieren: Die Hülle ist nur etwa 1–1,5 mm dick, die Sporenmasse bald braun bis schwarz, ein steriler Unterteil wie bei Stäublingen fehlt. Am Grund auf einen kurzen, oft im Boden steckenden Scheinstiel achten. Sicher trennen erst die Sporen mit vollständigem Netz (in KOH) und die Schnallen in der Hülle. Ein noch weißliches Inneres junger Stücke ist keine Verzehrfreigabe.

Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.

Quellen

Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Nr. 505 Scleroderma bovista, Netzsporiger Kartoffelbovist (mit Nr. 504 S. areolatum und Nr. 506 S. citrinum)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 386, PDF-S. 385 (Seitenbild der Vollausgabe geprüft): Nr. 505 – Standort (auf sandiger, kalkhaltiger Erde in Wiesen, Wäldern und Parkanlagen; Sommer–Herbst; nicht häufig), makroskopische Beschreibung (20–60 mm; stiellos oder mit kurzem, längsfurchigem Stiel 10–20 mm, fast vollständig im Boden; Peridie einfach, bis 1 mm, glatt bis fein angedrückt schuppig, Schuppen rotbräunlich auf gelblichem Grund, lederig, zäh, am Scheitel unregelmäßig aufreißend; Gleba jung weißlich, fest, dann braun mit gelber Marmorierung, schließlich schwarz, reif pulverig, ohne Capillitium), mikroskopische Beschreibung (Sporen rund, regelmäßig gratig-stachelig mit netzigem Ornament in KOH, 10–12,5 µm ohne Grate, Grate bis 2,5 µm; Glebahyphen mit Schnallen), Bemerkungen (wegen der dünnen Peridie lange als Varietät von S. verrucosum betrachtet; S. citrinum ebenfalls netzig-gratig, Peridie bis 5 mm), Fund Kaltbach-Knutwil/LU, Maisfeld, 17.9.1983. Gedruckte S. 384, PDF-S. 383: Nr. 504 S. areolatum, Getupfter Kartoffelbovist (Sporen spitzstachelig, ohne Netz; Septen ohne Schnallen; Fund ebenfalls Kaltbach-Knutwil, Maisfeld, 17.9.1983). Gedruckte S. 386, PDF-S. 385: Nr. 506 S. citrinum (Peridie bis ca. 5 mm, grob schuppig; Sporen meist unvollständig netzig; S. bovista mit dünnerer Peridie und gleichmäßiger, vollständiger Netzornamentierung). · eingesehen 18.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – 2.2 Scleroderma bovista, Netzsporiger Kartoffelbovist
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 174–176, PDF-S. 173–175 (Seitenbilder der Vollausgabe mit gleicher Seitenzählung geprüft): Synonym S. verrucosum var. bovista (Fries) Šebek in Pilát 1958; Morphologie (unregelmäßig kugelig, knollig, 2–6 cm breit, meist kurzer Scheinstiel, teilweise in den Boden eingesenkt; Peridie 1–1,5 mm, blassgelblich bis graubraun, mitunter stellenweise weinrötlich, glatt oder angedrückt feinschuppig; Sporenpulver olivgrün bis schwarzbraun; Hyphen mit Schnallen; Sporen kugelig, (8–)9–11 µm, braun, mit 1,5–2 µm hohem regelmäßigem netzartigem Ornament); Ökologie (Mykorrhizabildner mit Eichen, Linden, Kiefern, Zedern und vermutlich weiteren Baumarten; in Kiefernforsten, Eichen-Hainbuchen-, Auen- und Buchenwäldern; oft an Waldwegrändern; auch in Gärten, Parkanlagen, bei Alleebäumen; auf feuchten wie trockenen Sand- und Lehmböden); Phänologie (Hochsommer bis Herbst; Monatstabelle Jul 3, Aug 10, Sep 19, Okt 12, Nov 1); Verbreitung in Baden-Württemberg (in den meisten Naturräumen zerstreut, in Kalkgebieten und Oberschwaben anscheinend sehr selten; planar bis submontan, selten montan; höchster Fund ca. 950 m bei Kiefer); Bestand und Gefährdung (nicht gefährdet); allgemeine Verbreitung (fast weltweit; Europa vom Mittelmeergebiet bis Irland, Schottland, Norwegen, Schweden und Estland). · eingesehen 18.10.2026

Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel B: Scleroderma
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 819, PDF-S. 820 (Seitenbild geprüft): Key B – Scleroderma, Punkte 1–5. Punkt 3: S. bovista – Sporen mit vollständigem Netzornament, Schnallen in der Peridie; Schuppen unbedeutend bis recht deutlich; Peridie bis 1,5 mm dick; Sporen 9–13 µm; mit verschiedenen Laubbäumen, typisch auf tonigem Boden, aber auch in Sand, manchmal ganz unterirdisch; häufig. Punkt 1: S. citrinum (saure, torfige Böden; ± gelblich mit sehr groben Schuppen; Peridie frisch über 2 mm; Basis mit gelben Myzelsträngen; Netzsporen 10–11 µm; Schnallen; meist mit Betula, Fagus, Quercus) gegenüber ± tonigen, nicht torfigen Böden oder Sand, ohne leuchtend gelbliche Töne, kahl oder kleinschuppig. Punkt 3 zweite Alternative: Sporen mit langen Stacheln, nicht netzig; Schnallen fehlen. Punkte 4–5: S. cepa; S. areolatum (sehr regelmäßiges dunkles Schuppenmosaik, Fruchtkörper bis 40 mm hoch, kurze stielartige Basis mit Myzelsträngen, Stacheln bis ca. 1,5 µm, Sporen 11–13 µm, Fleisch manchmal rötend, meist mit Quercus); S. verrucosum (unregelmäßige Schuppen, bis 80 mm hoch, sehr gut entwickelte stielartige Basis, die in kräftige Myzelstränge übergeht, Sporen 9–11 µm, rötendes Fleisch, meist mit Quercus). · eingesehen 18.10.2026

Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Scleroderma, Gelbflockiger Kartoffelbovist und Vergleichsarten
Ewald Gerhardt · PDF-S. 1442: Gattung Scleroderma – Fruchtkörper derb und schwer, innen schon früh schiefergrau bis schwärzlich, Scheitel mit unregelmäßiger, großer Öffnung, Geruch unangenehm stechend-metallisch, Sporen isoliert-stachelig bis netzig, Mykorrhizapilze, ‚alle Arten giftig‘. PDF-S. 1443: Dickschaliger Kartoffelbovist (Peridie ca. 2–3 mm; giftig, erzeugt in größerer Menge Übelkeit, Erbrechen und Ohnmachtsanfälle, Latenz ½–3 Std.). PDF-S. 1444–1445: Dünnschaliger und Gefelderter Kartoffelbovist (Sporen isoliert-stachelig). PDF-S. 1446 (Seitenbild geprüft): Gelbflockiger Kartoffelbovist, S. bovista – Frkp. 3–5 cm, graubeige, ocker bis orangegelblich, sogar fast rotbräunlich, rundknollig, gewöhnlich stiellos aufsitzend; außen glatt bis fein flockig-schuppig; Peridie dünn (ca. 1 mm); Sp. grobnetzig, 8–11,5(13) µm; VIII–X; Laub- und Nadelwald, auch Parkanlagen, sandige bis lehmige Böden; zerstreut; Anmerkung: vom Dickschaligen durch glatte, dünnere Peridie und gröber und regelmäßiger genetzte Sporen verschieden, andere dünnschalige Arten mit stacheligen Sporen ohne Netz; ‚Giftig‘. PDF-S. 1428: Gattung Bovista – alle Arten jung essbar, solange innen weiß gefärbt (‚vgl. giftige Kartoffelboviste, S. 608‘). Register PDF-S. 1677: Kartoffelbovist, Gelbflockiger 610. · eingesehen 18.10.2026

Scleroderma bovista Fr. 1829 – pestřec prášivkovitý · Myko-Atlas
Česká mykologická společnost (Bilder: Tomáš Chaluš) · Abschnitte Synonyma (Scleroderma fuscum (Corda) E. Fisch. 1900, S. texense Berk. 1845, Tuber fuscum Corda 1837), Stručný popis (Fruchtkörper 10–50 mm, oval; Peridie eher dünn, bis 1 mm, braunocker, jung glatt, bald feldrig aufreißend; Sporen werden durch eine Scheitelöffnung frei, ähnlich wie bei manchen Stäublingen, für Kartoffelboviste untypisch; stielartiger Teil nur schwach entwickelt oder fehlend; Fleisch anfangs weißlich und fest, bald grauschwarz, schließlich pulverig; Geruch unauffällig pilzartig; Sporen fast kugelig, 11–15 µm, netzig ornamentiert), Výskyt (stellenweise häufig, Juni bis September, in und außerhalb von Wäldern, am häufigsten unter Eichen, Linden und Kiefern; eher humose Böden), Možná záměna (S. verrucosum, S. areolatum; sicher durch die netzigen Sporen getrennt); Giftsymbol ‚Jedovatá houba‘. · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Quellen zu den Merkmalen
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Merkliste & Sicherung

Standort · Substrat · Beziehungen

Lebensraum verstehen.

Lebensweise & Standort

Mykorrhizapilz; u. a. bei Eiche, Linde und Kiefer. Wälder, Parks & Alleen · Sand- und Lehmböden. Mykorrhizapilz. In Baden-Württemberg mit Eichen, Linden, Kiefern und Zedern beschrieben: in Kiefernforsten, Eichen-Hainbuchen-, Auen- und Buchenwäldern, oft an Waldwegrändern, auch in Gärten, Parks und bei Alleebäumen, auf feuchten wie trockenen Sand- und Lehmböden. Der europäische Schlüssel nennt verschiedene Laubbäume und typisch tonige Böden, auch Sand; manchmal wächst die Art ganz unterirdisch. Vom Hochsommer bis zum Herbst, in Baden-Württemberg von Juli bis November mit den meisten Funden im September.

Mykorrhizapartner · Beispiele

  • Eichen
  • Linden
  • Kiefern

Fundmeldungen im Jahreslauf

Die meisten Fundmeldungen: August bis September. Alle Monatswerte

Quellen zum Lebensraum
Gezielt gegenüberstellen

Ähnliche Arten.

Gefährliche Verwechslungen

Dickschaliger Kartoffelbovist

Scleroderma citrinum

Giftig

Ebenfalls mit Netzsporen und Schnallen, aber mit 2–5 mm dicker Hülle, die grob braun geschuppt ist auf blassgelbem bis braungelbem Grund; meist größer (bis 10 cm) und vor allem auf sauren Böden. Sein Sporennetz ist unregelmäßig und oft unvollständig, das des Gelbflockigen Hartbovists regelmäßig und vollständig. Die DGfM führt ihn mit Scleroderma-Syndrom.

Dünnschaliger Kartoffelbovist

Scleroderma verrucosum

Giftig

Ähnlich dünnhäutig, aber mit unregelmäßigen Schuppen und einem gut ausgebildeten, bis 5 cm langen Scheinstiel, der in kräftige Myzelstränge übergeht; das Fleisch rötet. Seine Sporen tragen isolierte Stacheln statt eines Netzes, Schnallen fehlen weitgehend. Der Gelbflockige Hartbovist wurde lange als Varietät dieser Art geführt; nach dem Myko-Atlas ist er meist kleiner.

Leopardenfell-Hartbovist

Scleroderma areolatum

Giftig

Nach den Großpilzen Baden-Württembergs nur 1,5–3,5 cm breit; die Hülle ist dicht mit kleinen dunklen Schuppen in regelmäßigem Muster auf hellerem Grund besetzt, die Basis ein kurzer Scheinstiel. Sporen mit 1,5–2,5 µm langen, isolierten Stacheln statt Netz, Hyphen ohne Schnallen. Pilze der Schweiz beschreibt beide Arten nach Funden vom selben Tag aus demselben Maisfeld.

Weitere ähnliche Arten

Flaschenstäubling

Lycoperdon perlatum

Essbar · gegart

Jung weiß, meist birnenförmig gestielt und mit kegelförmigen Warzen besetzt, die abfallen und eine Netzzeichnung hinterlassen; unter der Sporenmasse liegt ein steriler Unterteil, die Sporenmasse enthält Capillitium. Der Gelbflockige Hartbovist ist schon jung gelblich bis bräunlich, lederig-zäh, ohne sterilen Unterteil und innen bald dunkel. Der Flaschenstäubling steht auf der DGfM-Positivliste; bei französischen Vergiftungen durch Kartoffelboviste waren Stäublinge die häufigste Verwechslung.

Bleigrauer Zwergbovist

Bovista plumbea

Essbar mit Einschränkungen

Jung weiß, kaum über 5 cm, ohne sterilen Unterteil; die dünne Außenhülle blättert bei Reife eierschalenartig ab und legt eine matte, bleigraue Innenhülle frei, die Sporenmasse wird reif olivbraun. Der Gelbflockige Hartbovist hat eine lederige, schon jung gelbliche bis bräunliche Hülle und eine reif schwarze Sporenmasse. Gerhardt nennt Boviste jung essbar, solange sie innen weiß sind, und verweist dabei auf die giftigen Kartoffelboviste.

Sommer-Trüffel

Tuber aestivum

Essbar · gegart

Schwarzbraun bis schwarz, die Rinde dicht mit groben, pyramidenartigen Höckern besetzt; innen lange hell und von weißlichen und dunklen Adern durchzogen, die Sporen entstehen in Schläuchen. Der Gelbflockige Hartbovist kann ganz im Boden wachsen, hat aber eine glatte bis fein schuppige, hellere Hülle und eine früh dunkle, reif pulverige Sporenmasse. Bei französischen Vergiftungen durch Kartoffelboviste waren Trüffeln die zweithäufigste Verwechslung.

4 weitere Arten anzeigenWeniger Arten anzeigen

Wiesen-Stäubling

Lycoperdon pratense

Speisewert nicht gesichert
Artmerkmale

Ein kleiner, oft niedergedrückter Stäubling der Wiesen, Weiden und Rasen. Gut erkennbar ist er an einer pergamentartigen Trennhaut, die im Längsschnitt die Sporenmasse vom schwammigen Unterteil scheidet. Nach der Sporenreife zerfällt die Oberseite bis zu dieser Haut.

Riesenbovist

Calvatia gigantea

Essbar · gegart
Artmerkmale

Große weiße Kugeln oder Polster können auf nährstoffreichen Grasflächen auftauchen. Im Inneren entsteht die Sporenmasse. Ein reifer Riesenbovist besitzt weder Hut noch Lamellen; junge kugelige Pilze dürfen dennoch nicht allein nach ihrer Silhouette zugeordnet werden.

Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Beobachtung · Variation · Grenzen

Genau hinsehen, besser einordnen.

Netz statt Stacheln

Die Bestimmungsschlüssel teilen die Kartoffelboviste nach den Sporen in zwei Gruppen: Gelbflockiger Hartbovist und Dickschaliger Kartoffelbovist haben Sporen mit Netzornament und Schnallen, Leopardenfell-Hartbovist und Dünnschaliger Kartoffelbovist Sporen mit isolierten Stacheln und keine oder kaum Schnallen. Vom Dickschaligen trennen den Gelbflockigen die dünne Hülle und das regelmäßige, vollständige Netz.

Quellen

Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel B: Scleroderma
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 819, PDF-S. 820 (Seitenbild geprüft): Key B – Scleroderma, Punkte 1–5. Punkt 3: S. bovista – Sporen mit vollständigem Netzornament, Schnallen in der Peridie; Schuppen unbedeutend bis recht deutlich; Peridie bis 1,5 mm dick; Sporen 9–13 µm; mit verschiedenen Laubbäumen, typisch auf tonigem Boden, aber auch in Sand, manchmal ganz unterirdisch; häufig. Punkt 1: S. citrinum (saure, torfige Böden; ± gelblich mit sehr groben Schuppen; Peridie frisch über 2 mm; Basis mit gelben Myzelsträngen; Netzsporen 10–11 µm; Schnallen; meist mit Betula, Fagus, Quercus) gegenüber ± tonigen, nicht torfigen Böden oder Sand, ohne leuchtend gelbliche Töne, kahl oder kleinschuppig. Punkt 3 zweite Alternative: Sporen mit langen Stacheln, nicht netzig; Schnallen fehlen. Punkte 4–5: S. cepa; S. areolatum (sehr regelmäßiges dunkles Schuppenmosaik, Fruchtkörper bis 40 mm hoch, kurze stielartige Basis mit Myzelsträngen, Stacheln bis ca. 1,5 µm, Sporen 11–13 µm, Fleisch manchmal rötend, meist mit Quercus); S. verrucosum (unregelmäßige Schuppen, bis 80 mm hoch, sehr gut entwickelte stielartige Basis, die in kräftige Myzelstränge übergeht, Sporen 9–11 µm, rötendes Fleisch, meist mit Quercus). · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Bestimmungsschlüssel Gruppe H (Bauchpilze)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 46–47, PDF-S. 45–46 (S. 47 am Seitenbild der Vollausgabe geprüft): Punkt 7–11 – Lycoperdon perlatum (auf Erde, Subgleba reif wie Gleba gefärbt; Endoperidie warzig-stachelig, nach Abfallen der Stacheln mit Netzzeichnung; FK jung weiß, birnenförmig gestielt, mit kegelförmigen Warzen). Punkt 8*–11 – ohne Subgleba: 9 Peridie dünn, reif papierartig, FK jung weiß, Gleba reif olivbraun (Langermannia gigantea; Bovista plumbea: FK kaum über 50 mm, Exoperidie bei Reife eierschalenartig abblätternd, Endoperidie blei- bis grauweiß, matt) gegenüber 9* Peridie dick, lederig, FK schon jung gelblich, mit bräunlichen Schüppchen, Gleba reif schwarz (Scleroderma); 10 Peridie nicht über 1 mm dick, Sporen gratig-stachelig mit vollständig ausgebildeter Netzzeichnung (in KOH), Septen mit Schnallen → S. bovista Nr. 505; 10* Peridie dicker, bis 5 mm → S. areolatum (Sporen stachelig ohne Netz, meiste Septen ohne Schnallen) bzw. S. citrinum (Sporen stachelig-gratig mit unvollständiger Netzzeichnung, alle Septen mit Schnallen). · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Nr. 505 Scleroderma bovista, Netzsporiger Kartoffelbovist (mit Nr. 504 S. areolatum und Nr. 506 S. citrinum)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 386, PDF-S. 385 (Seitenbild der Vollausgabe geprüft): Nr. 505 – Standort (auf sandiger, kalkhaltiger Erde in Wiesen, Wäldern und Parkanlagen; Sommer–Herbst; nicht häufig), makroskopische Beschreibung (20–60 mm; stiellos oder mit kurzem, längsfurchigem Stiel 10–20 mm, fast vollständig im Boden; Peridie einfach, bis 1 mm, glatt bis fein angedrückt schuppig, Schuppen rotbräunlich auf gelblichem Grund, lederig, zäh, am Scheitel unregelmäßig aufreißend; Gleba jung weißlich, fest, dann braun mit gelber Marmorierung, schließlich schwarz, reif pulverig, ohne Capillitium), mikroskopische Beschreibung (Sporen rund, regelmäßig gratig-stachelig mit netzigem Ornament in KOH, 10–12,5 µm ohne Grate, Grate bis 2,5 µm; Glebahyphen mit Schnallen), Bemerkungen (wegen der dünnen Peridie lange als Varietät von S. verrucosum betrachtet; S. citrinum ebenfalls netzig-gratig, Peridie bis 5 mm), Fund Kaltbach-Knutwil/LU, Maisfeld, 17.9.1983. Gedruckte S. 384, PDF-S. 383: Nr. 504 S. areolatum, Getupfter Kartoffelbovist (Sporen spitzstachelig, ohne Netz; Septen ohne Schnallen; Fund ebenfalls Kaltbach-Knutwil, Maisfeld, 17.9.1983). Gedruckte S. 386, PDF-S. 385: Nr. 506 S. citrinum (Peridie bis ca. 5 mm, grob schuppig; Sporen meist unvollständig netzig; S. bovista mit dünnerer Peridie und gleichmäßiger, vollständiger Netzornamentierung). · eingesehen 18.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – 2 Scleroderma: Gattung und Schlüssel; 2.1 S. areolatum; 2.4 S. citrinum
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 173, PDF-S. 172 (Seitenbild geprüft): Gattung Scleroderma – Peridie einfach, lederig-zäh, glatt oder anliegend schuppig, gelb oder braun, am Scheitel aufreißend; Gleba schon unreif bald dunkel gefärbt; Capillitium fehlend; Sporen von Nährhyphen versorgt, die das Ornament aufbauen; Mykorrhizabildner mit Laub- und Nadelbäumen. Schlüssel: 1 Sporen mit ± netzartigem Ornament, Hyphen der Peridie mit Schnallen; 2 S. citrinum (Peridie bis 4 mm, meist schuppig, Sporen unregelmäßig netzig) / 2* S. bovista (Peridie dünn, oft glatt, Sporen regelmäßig netzig); 1* Sporen mit isolierten Stacheln, Peridie ohne oder mit sehr wenigen Schnallen; 4 S. verrucosum (Scheinstiel gut ausgebildet, bis 5 cm, Sporen 8–11,5 µm, Stacheln 1–1,4 µm) / 4* S. areolatum (Scheinstiel kurz, bis 1,5 cm, Sporen 9,2–14 µm). Gedruckte S. 174, PDF-S. 173: 2.1 S. areolatum, Getupfter Kartoffelbovist (1,5–3,5 cm, Peridie dünn, kleine braune Schuppen auf gelblichem Grund, areolenartig umgeben; Hyphen ohne Schnallen; Sporen (8–)9–12(–14) µm mit 1,5–2,5 µm langen Stacheln). Gedruckte S. 176, PDF-S. 175 (Seitenbild geprüft): 2.4 S. citrinum, Gemeiner Kartoffelbovist (bis 10 cm; Peridie 2–5 mm, blassgelb bis braungelb, mit anliegenden braunen Schuppen; Gleba jung weißlich, sehr bald dunkelblaugrau bis schwarz; Schnallen; Sporen unvollständig netzig; auf sauren Böden; manchenorts von Xerocomus parasiticus befallen). · eingesehen 18.10.2026

Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Scleroderma, Gelbflockiger Kartoffelbovist und Vergleichsarten
Ewald Gerhardt · PDF-S. 1442: Gattung Scleroderma – Fruchtkörper derb und schwer, innen schon früh schiefergrau bis schwärzlich, Scheitel mit unregelmäßiger, großer Öffnung, Geruch unangenehm stechend-metallisch, Sporen isoliert-stachelig bis netzig, Mykorrhizapilze, ‚alle Arten giftig‘. PDF-S. 1443: Dickschaliger Kartoffelbovist (Peridie ca. 2–3 mm; giftig, erzeugt in größerer Menge Übelkeit, Erbrechen und Ohnmachtsanfälle, Latenz ½–3 Std.). PDF-S. 1444–1445: Dünnschaliger und Gefelderter Kartoffelbovist (Sporen isoliert-stachelig). PDF-S. 1446 (Seitenbild geprüft): Gelbflockiger Kartoffelbovist, S. bovista – Frkp. 3–5 cm, graubeige, ocker bis orangegelblich, sogar fast rotbräunlich, rundknollig, gewöhnlich stiellos aufsitzend; außen glatt bis fein flockig-schuppig; Peridie dünn (ca. 1 mm); Sp. grobnetzig, 8–11,5(13) µm; VIII–X; Laub- und Nadelwald, auch Parkanlagen, sandige bis lehmige Böden; zerstreut; Anmerkung: vom Dickschaligen durch glatte, dünnere Peridie und gröber und regelmäßiger genetzte Sporen verschieden, andere dünnschalige Arten mit stacheligen Sporen ohne Netz; ‚Giftig‘. PDF-S. 1428: Gattung Bovista – alle Arten jung essbar, solange innen weiß gefärbt (‚vgl. giftige Kartoffelboviste, S. 608‘). Register PDF-S. 1677: Kartoffelbovist, Gelbflockiger 610. · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Vergiftungen in Frankreich

Eine pharmazeutische Doktorarbeit (Angers 2025) wertet 134 Vergiftungsfälle durch Kartoffelboviste aus französischen Giftinformationszentren (2000–2022) aus; bestimmt wurde meist nach Foto oder Beschreibung. Die Art wird in 14 Fällen genannt. Im schwersten Fall hielt eine Frau Gartenpilze für Stäublinge: nach etwa einer Stunde Erbrechen, starker Blutdruckabfall, Halluzinationen und Schwindel; Bestimmung nach Foto, Zusammenhang als möglich eingestuft. Drei weitere Fälle verliefen mittelschwer, einer mit molekular bestätigter Bestimmung. Alle Fälle heilten aus. Bis vor Kurzem galt die Art als essbar, aber wertlos.

Quellen

Etude rétrospective des cas d’intoxication après ingestion de champignons du genre Scleroderma (Thèse d’exercice Pharmacie, Université d’Angers, 2024–2025)
Emilie Arnaud (Leitung: Anne Landreau, Jérémy Lecot); verteidigt am 12.09.2025 · Volltext-PDF (https://dune.univ-angers.fr/fichiers/16005752/2024PPHA20320/fichier/20320F.pdf): gedruckte S. 6 (Gattung, ‚vesses de loup‘), S. 8 (früher als mittelmäßige Speisepilze, jetzt als giftig betrachtet), S. 17–18 (Tab. 5–6: 134 Fälle 2000–2022 in Frankreich; 57 Verwechslungen, davon 34 mit ‚vesse de loup‘ und 14 mit Trüffeln), S. 18–19 (Bestimmungen überwiegend nach Foto oder Beschreibung; Tab. 8: S. bovista in 14 Fällen; früher als essbar ‚sans intérêt‘ beschrieben), S. 21–23 (13 Monoexpositionen S. bovista; Schweregrade: S. bovista 5× PSS0, 4× PSS1, 3× PSS2, 1× PSS3; alle Fälle ohne Tod oder Folgeschäden), S. 36–38 (schwerer Fall Nr. 1: Frau, 63 J., hielt Gartenpilze für Stäublinge; nach 60 min Erbrechen, Bauchschmerzen, Blutdruck 70/40 mmHg, optische Halluzinationen, Schwindel; Bestimmung als S. bovista nach Foto über die Mycoliste; Kausalität I2), S. 40–41 (Tab. 27: drei mittelschwere Fälle mit S. bovista, Fall 7 makro- und mikroskopisch sowie molekular bestätigt), S. 45 (je ein Fall von Brady- und Tachykardie mit S. bovista), S. 50 (Schlussfolgerung). · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Manchmal im Boden wie eine Trüffel

Der europäische Schlüssel vermerkt, dass die Art manchmal ganz unterirdisch wächst. Im dortigen Trüffelschlüssel führen eine reif pulverige Sporenmasse und über 9 µm breite, stachelige oder genetzte Sporen zu Scleroderma; echte Trüffeln bilden ihre Sporen in Schläuchen und sind innen meist geädert. Bei den französischen Vergiftungen durch Kartoffelboviste waren Trüffeln nach Stäublingen die zweithäufigste Verwechslung.

Quellen

Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel B: Scleroderma
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 819, PDF-S. 820 (Seitenbild geprüft): Key B – Scleroderma, Punkte 1–5. Punkt 3: S. bovista – Sporen mit vollständigem Netzornament, Schnallen in der Peridie; Schuppen unbedeutend bis recht deutlich; Peridie bis 1,5 mm dick; Sporen 9–13 µm; mit verschiedenen Laubbäumen, typisch auf tonigem Boden, aber auch in Sand, manchmal ganz unterirdisch; häufig. Punkt 1: S. citrinum (saure, torfige Böden; ± gelblich mit sehr groben Schuppen; Peridie frisch über 2 mm; Basis mit gelben Myzelsträngen; Netzsporen 10–11 µm; Schnallen; meist mit Betula, Fagus, Quercus) gegenüber ± tonigen, nicht torfigen Böden oder Sand, ohne leuchtend gelbliche Töne, kahl oder kleinschuppig. Punkt 3 zweite Alternative: Sporen mit langen Stacheln, nicht netzig; Schnallen fehlen. Punkte 4–5: S. cepa; S. areolatum (sehr regelmäßiges dunkles Schuppenmosaik, Fruchtkörper bis 40 mm hoch, kurze stielartige Basis mit Myzelsträngen, Stacheln bis ca. 1,5 µm, Sporen 11–13 µm, Fleisch manchmal rötend, meist mit Quercus); S. verrucosum (unregelmäßige Schuppen, bis 80 mm hoch, sehr gut entwickelte stielartige Basis, die in kräftige Myzelstränge übergeht, Sporen 9–11 µm, rötendes Fleisch, meist mit Quercus). · eingesehen 18.10.2026

Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026): Trüffel-Übersicht und Schlüssel zu Gruppen der Basidiomyceten-Trüffeln
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 830, PDF-S. 831: Trüffeln bilden knollenförmige Fruchtkörper ± unterirdisch. Gedruckte S. 833, PDF-S. 834: Ascomyceten-Trüffeln innen typisch gefaltet bzw. geädert. Gedruckte S. 834, PDF-S. 835 (Seitenbild geprüft): Punkt 2 – Sporen in Asci, Fruchtkörper innen meist stark gefaltet → Ascomyceten-Trüffeln; Punkt 3–5 – Sporenmasse reif pulverig; Sporen über 9 µm breit mit stacheligem oder netzigem Ornament → ‚see Scleroderma, p. 819‘. · eingesehen 18.10.2026

Etude rétrospective des cas d’intoxication après ingestion de champignons du genre Scleroderma (Thèse d’exercice Pharmacie, Université d’Angers, 2024–2025)
Emilie Arnaud (Leitung: Anne Landreau, Jérémy Lecot); verteidigt am 12.09.2025 · Volltext-PDF (https://dune.univ-angers.fr/fichiers/16005752/2024PPHA20320/fichier/20320F.pdf): gedruckte S. 6 (Gattung, ‚vesses de loup‘), S. 8 (früher als mittelmäßige Speisepilze, jetzt als giftig betrachtet), S. 17–18 (Tab. 5–6: 134 Fälle 2000–2022 in Frankreich; 57 Verwechslungen, davon 34 mit ‚vesse de loup‘ und 14 mit Trüffeln), S. 18–19 (Bestimmungen überwiegend nach Foto oder Beschreibung; Tab. 8: S. bovista in 14 Fällen; früher als essbar ‚sans intérêt‘ beschrieben), S. 21–23 (13 Monoexpositionen S. bovista; Schweregrade: S. bovista 5× PSS0, 4× PSS1, 3× PSS2, 1× PSS3; alle Fälle ohne Tod oder Folgeschäden), S. 36–38 (schwerer Fall Nr. 1: Frau, 63 J., hielt Gartenpilze für Stäublinge; nach 60 min Erbrechen, Bauchschmerzen, Blutdruck 70/40 mmHg, optische Halluzinationen, Schwindel; Bestimmung als S. bovista nach Foto über die Mycoliste; Kausalität I2), S. 40–41 (Tab. 27: drei mittelschwere Fälle mit S. bovista, Fall 7 makro- und mikroskopisch sowie molekular bestätigt), S. 45 (je ein Fall von Brady- und Tachykardie mit S. bovista), S. 50 (Schlussfolgerung). · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Der Schmarotzerröhrling sitzt woanders

Der Schmarotzerröhrling wächst nach den gelesenen Schlüsseln auf dem Dickschaligen Kartoffelbovist. Die Großpilze Baden-Württembergs kennen im Land keinen anderen Wirt; Literaturberichte über seltene Funde auf anderen Kartoffelbovisten ließen sich dort nicht bestätigen.

Quellen

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – 13.1 Xerocomus parasiticus
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 318, PDF-S. 317 (Seitenbild geprüft): ‚Der einzige bekannt gewordene Wirt im Gebiet ist Scleroderma citrinum. Literaturberichte von einigen seltenen Funden auf anderen Scleroderma-Arten können für Baden-Württemberg bisher nicht bestätigt werden.‘ · eingesehen 18.10.2026

Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026): Röhrlinge, Pseudoboletus parasiticus
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 564, PDF-S. 565: Einführung Röhrlinge – ‚Pseudoboletus parasitizes Scleroderma‘. Gedruckte S. 576, PDF-S. 577: Key C, Punkt 55 – an Fruchtkörpern von Scleroderma citrinum → Pseudoboletus parasiticus; meist in feuchten Birkenwäldern; zerstreut. · eingesehen 18.10.2026

Funga Nordica (2008) – Xerocomus (inkl. Pseudoboletus)
H. Knudsen & A. Taylor, in H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.) · Kapitel S. 174–179 (MycoKey-PDF-Fassung), PDF-S. 896–897: Gattungstext – X. parasiticus fruktifiziert auf Scleroderma citrinum; Schlüssel Punkt 2 – ‚Growing from the base of Scleroderma citrinum‘ (X. parasiticus = Pseudoboletus parasiticus). · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Volksnamen · Sprachen · Belege

Namen & Sprachen.

Bezugsart: Scleroderma bovista

Sprache öffnen, um die Belege zu sehen

DeutschGelbflockiger HartbovistGelbflockiger KartoffelbovistNetzsporiger KartoffelbovistRotbräunlicher Kartoffelbovist

Namensbeleg

Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur · Abgerufen: 18.10.2026

EnglischPotato Earthball

Namensbeleg

United Kingdom Species Inventory (UKSI) · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

NiederländischKale aardappelbovist

Namensbeleg

Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

FranzösischScléroderme boviste

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

DänischBovist-bruskbold

Namensbeleg

National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

NorwegischGlatt potetrøyksopp

Namensbeleg

Nortaxa (Artsnavnebasen) · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

Sprachform: Bokmål.

SchwedischPotatisrottryffel

Namensbeleg

Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

FinnischTarhamukulakuukunen

Namensbeleg

The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

PolnischTęgoskór kurzawkowy

Namensbeleg

Marek Snowarski · grzyby.pl · Abgerufen: 18.10.2026

TschechischPestřec prášivkovitý

Namensbeleg

Česká mykologická společnost · Myko atlas · Abgerufen: 18.10.2026

SlowenischKroglasta trdokožnica

Namensbeleg

Gobarsko društvo Lisička Maribor · Scleroderma bovista · Abgerufen: 18.10.2026

UngarischFakó áltrifla

Namensbeleg

Magyar Mikológiai Társaság · Gombanévjegyzék (2017) · Abgerufen: 18.10.2026

PDF-Seite 30: Scleroderma bovista (Phlyactospora fusca) | fakó áltrifla

RussischЛожнодождевик порховковый

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

Chinesisch大孢硬皮马勃

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

Japanischハマニセショウロ

Namensbeleg

List of local names of fungi in based on Katsumoto (2010) · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

Noch ohne geprüften Namensbeleg

  • Spanisch
  • Italienisch
  • Rumänisch
  • Kroatisch
  • Serbisch

Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 18.10.2026.

Regionale Beobachtungsdaten · 2015–2025

Fundmeldungen im Jahresverlauf.

109GBIF-Datensätze

Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.

Zusammengefasster GBIF-Schlüssel. GBIF führt unter diesem Schlüssel 2 Konzepte des Artenregisters zusammen; die Meldungen können deshalb auch Funde dieser anderen Konzepte umfassen. Registereintrag & Datenherkunft

Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.

Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.

Einordnung & Datengrundlage

Meldungen sind keine Prognose.

Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.

Was wurde ausgewählt?

Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 18.10.2026.

Exakte GBIF-Abfrage
Monats- und Länderwerte ansehen
Monat · alle zehn Länder zusammen
MonatDatensätze
Jan0
Feb1
Mär0
Apr0
Mai0
Jun2
Jul10
Aug42
Sep26
Okt18
Nov8
Dez2
Land · alle Monate zusammen
LandDatensätze
Deutschland17
Österreich22
Schweiz50
Tschechien1
Polen16
Slowakei0
Ungarn0
Slowenien0
Liechtenstein0
Luxemburg3

Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.

Aggregierte Werte als CSV herunterladen
Herkunft & Lizenzen · 6 beitragende Datensätze

Daten über GBIF.org. 3 Meldungen unter CC0 1.0, 106 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.

  1. Swiss National Fungi Databank · 51 Datensätze
    Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  2. Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 22 Datensätze
    Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  3. Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ) · 16 Datensätze
    Kujawa A (2022). Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ). Version 1.4. Polish Mycological Society. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/4a38vf accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  4. NABU|naturgucker · 14 Datensätze
    naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  5. iNaturalist Research-grade Observations · 3 Datensätze
    iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  6. Collections and observation data National Museum of Natural History Luxembourg · 3 Datensätze
    National Museum of Natural History, Luxembourg (2026). Collections and observation data National Museum of Natural History Luxembourg. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/s2iu7d accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Recherchefassung · 23 Fachquellen

Quellen & Prüfstand.

Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellenabgleich · 19.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich

Ergebnis dieser Runde: Netzsporen und dünne Peridie (bis 1–1,5 mm) als Hauptmerkmale von vier Buchfamilien bestätigt, Schnallen von dreien (Gerhardt nennt keine). Größen-, Sporen-, Boden- und Saisonangaben weichen zwischen den Quellen ab und sind nicht zusammengeführt. Giftig nach ÖMG; die DGfM erfasst die Art nur über ‚Scleroderma spp. – alle Arten verdächtig‘. Scleroderma fuscum ist eingeschlossen, die deutsche Checkliste trennt es. Keine menschliche Endredaktion.

Umfang: Pilze der Schweiz 2 (Nr. 504–506, Schlüssel Gruppe H), Großpilze Baden-Württembergs 2 (Gattung Scleroderma mit Schlüssel, 2.1, 2.2, 2.4; Xerocomus parasiticus), Fungi of Temperate Europe – Keys (Schlüssel B, Gruppenschlüssel, Schlüssel C, Trüffelschlüssel, Pseudoboletus), Gerhardt (BLV) und Funga Nordica (Xerocomus) gelesen, Zahlen am Seitenbild geprüft; Myko-Atlas; Speisewert nach DGfM-Listen 2026, VAPKO-Listen und ÖMG-Tabelle; Vergiftungsfälle nach Arnaud (Thèse Angers 2024/25); Taxonomie über Index Fungorum, Species Fungorum, MycoBank, GBIF, Rote-Liste-Zentrum und Guzmán et al. 2013. Bilder, Sprachdaten und Fundkurve gesondert. Zweite Lesung 19.10.2026: alle Buchstellen (FTE, PdS 2, GPBW 2, Gerhardt, Funga Nordica) erneut geöffnet, Zahlen von FTE Key B, PdS Nr. 505 und GPBW 2.2/2.4/Schlüssel am Seitenbild; DGfM-, VAPKO- und ÖMG-Listen, Syndromseite, Arnaud (Volltext), Myko-Atlas, Index Fungorum, Species Fungorum, GBIF, RLZ, Guzmán et al. 2013, Kuo und Namensquellen neu geprüft; Zielporträts der Vergleiche und Rücklinks gelesen.

Erneut herangezogene Quellen

Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Nr. 505 Scleroderma bovista, Netzsporiger Kartoffelbovist (mit Nr. 504 S. areolatum und Nr. 506 S. citrinum)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 386, PDF-S. 385 (Seitenbild der Vollausgabe geprüft): Nr. 505 – Standort (auf sandiger, kalkhaltiger Erde in Wiesen, Wäldern und Parkanlagen; Sommer–Herbst; nicht häufig), makroskopische Beschreibung (20–60 mm; stiellos oder mit kurzem, längsfurchigem Stiel 10–20 mm, fast vollständig im Boden; Peridie einfach, bis 1 mm, glatt bis fein angedrückt schuppig, Schuppen rotbräunlich auf gelblichem Grund, lederig, zäh, am Scheitel unregelmäßig aufreißend; Gleba jung weißlich, fest, dann braun mit gelber Marmorierung, schließlich schwarz, reif pulverig, ohne Capillitium), mikroskopische Beschreibung (Sporen rund, regelmäßig gratig-stachelig mit netzigem Ornament in KOH, 10–12,5 µm ohne Grate, Grate bis 2,5 µm; Glebahyphen mit Schnallen), Bemerkungen (wegen der dünnen Peridie lange als Varietät von S. verrucosum betrachtet; S. citrinum ebenfalls netzig-gratig, Peridie bis 5 mm), Fund Kaltbach-Knutwil/LU, Maisfeld, 17.9.1983. Gedruckte S. 384, PDF-S. 383: Nr. 504 S. areolatum, Getupfter Kartoffelbovist (Sporen spitzstachelig, ohne Netz; Septen ohne Schnallen; Fund ebenfalls Kaltbach-Knutwil, Maisfeld, 17.9.1983). Gedruckte S. 386, PDF-S. 385: Nr. 506 S. citrinum (Peridie bis ca. 5 mm, grob schuppig; Sporen meist unvollständig netzig; S. bovista mit dünnerer Peridie und gleichmäßiger, vollständiger Netzornamentierung). · eingesehen 18.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – 2.2 Scleroderma bovista, Netzsporiger Kartoffelbovist
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 174–176, PDF-S. 173–175 (Seitenbilder der Vollausgabe mit gleicher Seitenzählung geprüft): Synonym S. verrucosum var. bovista (Fries) Šebek in Pilát 1958; Morphologie (unregelmäßig kugelig, knollig, 2–6 cm breit, meist kurzer Scheinstiel, teilweise in den Boden eingesenkt; Peridie 1–1,5 mm, blassgelblich bis graubraun, mitunter stellenweise weinrötlich, glatt oder angedrückt feinschuppig; Sporenpulver olivgrün bis schwarzbraun; Hyphen mit Schnallen; Sporen kugelig, (8–)9–11 µm, braun, mit 1,5–2 µm hohem regelmäßigem netzartigem Ornament); Ökologie (Mykorrhizabildner mit Eichen, Linden, Kiefern, Zedern und vermutlich weiteren Baumarten; in Kiefernforsten, Eichen-Hainbuchen-, Auen- und Buchenwäldern; oft an Waldwegrändern; auch in Gärten, Parkanlagen, bei Alleebäumen; auf feuchten wie trockenen Sand- und Lehmböden); Phänologie (Hochsommer bis Herbst; Monatstabelle Jul 3, Aug 10, Sep 19, Okt 12, Nov 1); Verbreitung in Baden-Württemberg (in den meisten Naturräumen zerstreut, in Kalkgebieten und Oberschwaben anscheinend sehr selten; planar bis submontan, selten montan; höchster Fund ca. 950 m bei Kiefer); Bestand und Gefährdung (nicht gefährdet); allgemeine Verbreitung (fast weltweit; Europa vom Mittelmeergebiet bis Irland, Schottland, Norwegen, Schweden und Estland). · eingesehen 18.10.2026

Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel B: Scleroderma
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 819, PDF-S. 820 (Seitenbild geprüft): Key B – Scleroderma, Punkte 1–5. Punkt 3: S. bovista – Sporen mit vollständigem Netzornament, Schnallen in der Peridie; Schuppen unbedeutend bis recht deutlich; Peridie bis 1,5 mm dick; Sporen 9–13 µm; mit verschiedenen Laubbäumen, typisch auf tonigem Boden, aber auch in Sand, manchmal ganz unterirdisch; häufig. Punkt 1: S. citrinum (saure, torfige Böden; ± gelblich mit sehr groben Schuppen; Peridie frisch über 2 mm; Basis mit gelben Myzelsträngen; Netzsporen 10–11 µm; Schnallen; meist mit Betula, Fagus, Quercus) gegenüber ± tonigen, nicht torfigen Böden oder Sand, ohne leuchtend gelbliche Töne, kahl oder kleinschuppig. Punkt 3 zweite Alternative: Sporen mit langen Stacheln, nicht netzig; Schnallen fehlen. Punkte 4–5: S. cepa; S. areolatum (sehr regelmäßiges dunkles Schuppenmosaik, Fruchtkörper bis 40 mm hoch, kurze stielartige Basis mit Myzelsträngen, Stacheln bis ca. 1,5 µm, Sporen 11–13 µm, Fleisch manchmal rötend, meist mit Quercus); S. verrucosum (unregelmäßige Schuppen, bis 80 mm hoch, sehr gut entwickelte stielartige Basis, die in kräftige Myzelstränge übergeht, Sporen 9–11 µm, rötendes Fleisch, meist mit Quercus). · eingesehen 18.10.2026

Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Scleroderma, Gelbflockiger Kartoffelbovist und Vergleichsarten
Ewald Gerhardt · PDF-S. 1442: Gattung Scleroderma – Fruchtkörper derb und schwer, innen schon früh schiefergrau bis schwärzlich, Scheitel mit unregelmäßiger, großer Öffnung, Geruch unangenehm stechend-metallisch, Sporen isoliert-stachelig bis netzig, Mykorrhizapilze, ‚alle Arten giftig‘. PDF-S. 1443: Dickschaliger Kartoffelbovist (Peridie ca. 2–3 mm; giftig, erzeugt in größerer Menge Übelkeit, Erbrechen und Ohnmachtsanfälle, Latenz ½–3 Std.). PDF-S. 1444–1445: Dünnschaliger und Gefelderter Kartoffelbovist (Sporen isoliert-stachelig). PDF-S. 1446 (Seitenbild geprüft): Gelbflockiger Kartoffelbovist, S. bovista – Frkp. 3–5 cm, graubeige, ocker bis orangegelblich, sogar fast rotbräunlich, rundknollig, gewöhnlich stiellos aufsitzend; außen glatt bis fein flockig-schuppig; Peridie dünn (ca. 1 mm); Sp. grobnetzig, 8–11,5(13) µm; VIII–X; Laub- und Nadelwald, auch Parkanlagen, sandige bis lehmige Böden; zerstreut; Anmerkung: vom Dickschaligen durch glatte, dünnere Peridie und gröber und regelmäßiger genetzte Sporen verschieden, andere dünnschalige Arten mit stacheligen Sporen ohne Netz; ‚Giftig‘. PDF-S. 1428: Gattung Bovista – alle Arten jung essbar, solange innen weiß gefärbt (‚vgl. giftige Kartoffelboviste, S. 608‘). Register PDF-S. 1677: Kartoffelbovist, Gelbflockiger 610. · eingesehen 18.10.2026

DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa (Stand 01.05.2026, Datei vom 01.06.2026)
DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · S. 8: Gattungszeile Scleroderma – Kartoffelboviste; S. areolatum (Getupfter Kartoffelbovist), S. cepa (Zwiebelhartbovist, Rötender Kartoffelbovist), S. citrinum (Dickschaliger Kartoffelbovist), S. verrucosum (Dünnschaliger Kartoffelbovist) – je Scleroderma-Syndrom; Scleroderma spp. – Hartboviste – Bemerkung ‚Alle Arten sind verdächtig‘ – Scleroderma-Syndrom. Kein eigener Eintrag für S. bovista; kein Eintrag für Lycoperdon, Bovista, Calvatia, Langermannia oder Tuber. · eingesehen 18.10.2026

ÖMG · Speisewert von Pilzen (interaktive Tabelle; Excel-Datei ‚Liste-Pilze-gesamt_fertig-2020-07-29‘)
Österreichische Mykologische Gesellschaft · Zeile Scleroderma bovista: Synonyme S. verrucosum subsp. bovista, S. verrucosum var. bovista, S. fuscum; deutsche Namen ‚Gelbflockiger Kartoffelbovist, Rotbräunliche Kartoffelbovist‘; Speisewert ‚giftig‘; Verwechslung ‚Dickschaligen Kartoffelbovist‘. Vergleichszeilen: S. citrinum, S. areolatum, S. verrucosum, S. meridionale je ‚giftig‘ (in deren Verwechslungsspalten ‚Gelbflockiger Hartbovist‘); Lycoperdon perlatum, Bovista plumbea, Calvatia gigantea je ‚essbar‘. · eingesehen 18.10.2026

Index Fungorum / Species Fungorum · Scleroderma bovista Fr. (Record 186199) mit Synonymen
Index Fungorum Partnership · Royal Botanic Gardens, Kew · Webservice NameSearch: S. bovista Fr., Syst. Mycol. 3(1): 48 (1829), sanktionierender Autor Fr., legitim, aktueller Name, Taxonomic referee Kew Mycology (2020); S. fuscum (Corda) E. Fisch. 1898 [1900], Engler & Prantl, Nat. Pflanzenfam. 1(1**): 336 (Record 414482), Basionym Tuber fuscum Corda (230528), aktueller Name S. bovista; Phlyctospora fusca Corda 1841 (236182) als eigener aktueller Name. Species Fungorum Synonymie: S. verrucosum subsp. bovista (Fr.) Šebek 1953, S. verrucosum var. bovista (Fr.) Šebek 1958, Tuber fuscum Corda 1837, S. fuscum, S. lycoperdoides var. reticulatum Coker & Couch 1928, S. citrinum var. reticulatum (Coker & Couch) Guzmán 1967; Stellung Sclerodermataceae, Boletales. Webservice NameByKey 186199: Typification ‚Fig. s.n. (Bocc, Plant. rar.); Tab. 99, fig. 2 (Micheli, Gen.); Fig. 229 (Batsch, Cont. 2)‘. · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)

Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise

Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.

Quellenname: Scleroderma bovista (DGfM: Scleroderma spp.) · abgeglichen am 18.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

  1. Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel B: Scleroderma

    Seiten: S. 819 · S. 816 · S. 820 · S. 830 · S. 564

    Bibliografie

    T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen

    Bestimmungsschlüssel · Schlüsselseite gelesen · Abschnitte gelesen · Schlüsselpassagen gelesen · Schlüsselstelle gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 820 (Seitenbild geprüft): Key B – Scleroderma, Punkte 1–5. Punkt 3: S. bovista – Sporen mit vollständigem Netzornament, Schnallen in der Peridie; Schuppen unbedeutend bis recht deutlich; Peridie bis 1,5 mm dick; Sporen 9–13 µm; mit verschiedenen Laubbäumen, typisch auf tonigem Boden, aber auch in Sand, manchmal ganz unterirdisch; häufig. Punkt 1: S. citrinum (saure, torfige Böden; ± gelblich mit sehr groben Schuppen; Peridie frisch über 2 mm; Basis mit gelben Myzelsträngen; Netzsporen 10–11 µm; Schnallen; meist mit Betula, Fagus, Quercus) gegenüber ± tonigen, nicht torfigen Böden oder Sand, ohne leuchtend gelbliche Töne, kahl oder kleinschuppig. Punkt 3 zweite Alternative: Sporen mit langen Stacheln, nicht netzig; Schnallen fehlen. Punkte 4–5: S. cepa; S. areolatum (sehr regelmäßiges dunkles Schuppenmosaik, Fruchtkörper bis 40 mm hoch, kurze stielartige Basis mit Myzelsträngen, Stacheln bis ca. 1,5 µm, Sporen 11–13 µm, Fleisch manchmal rötend, meist mit Quercus); S. verrucosum (unregelmäßige Schuppen, bis 80 mm hoch, sehr gut entwickelte stielartige Basis, die in kräftige Myzelstränge übergeht, Sporen 9–11 µm, rötendes Fleisch, meist mit Quercus); PDF-S. 817 (Seitenbild geprüft): Einführung ‚Puffballs and similar gasteroid fungi‘ – Scleroderma mit dicker Peridie und schwarzer, marmorierter Sporenmasse; Astraeus, Pisolithus und Scleroderma gehören zu den Boletales; Trüffeln entwickeln sich unterirdisch. Gedruckte S. 818, PDF-S. 819: Gruppenschlüssel Punkt 4 – Sporenmasse ± schwarz, junge Fruchtkörper meist sehr fest und schwer, Sporenmasse ohne Capillitium, metallischer Geruch, Ektomykorrhiza mit Laubbäumen → Scleroderma (Schlüssel B); dagegen Sporenmasse braun bis violett, nicht auffallend schwer, mit Capillitium, Geruch meist anders oder fehlend, Zersetzer → Stäublinge u. a. (Schlüssel C). Gedruckte S. 36, PDF-S. 37: Sporenornament wird nur mitgemessen, wenn der Schlüssel es angibt; PDF-S. 821: Punkt 2 – ohne sterilen Teil unter der Sporenmasse, Außenhülle meist in Flocken abgehend (Bovista u. a.) gegenüber sterilem Gewebe in einem ± entwickelten Stiel unter der Sporenmasse (Lycoperdon u. a.). Gedruckte S. 821, PDF-S. 822: Punkt 10 – Bovista plumbea (reif ± blass mausgrau bis bläulichgrau, kahl; auf Boden in Grasland). Gedruckte S. 823, PDF-S. 824: Punkt 28 – Lycoperdon perlatum (Gruppen kegeliger, teils verwachsener Stacheln, von kleineren Körnchen umgeben; meist deutlicher Stiel; im Wald und auf offeneren Flächen); PDF-S. 831: Trüffeln bilden knollenförmige Fruchtkörper ± unterirdisch. Gedruckte S. 833, PDF-S. 834: Ascomyceten-Trüffeln innen typisch gefaltet bzw. geädert. Gedruckte S. 834, PDF-S. 835 (Seitenbild geprüft): Punkt 2 – Sporen in Asci, Fruchtkörper innen meist stark gefaltet → Ascomyceten-Trüffeln; Punkt 3–5 – Sporenmasse reif pulverig; Sporen über 9 µm breit mit stacheligem oder netzigem Ornament → ‚see Scleroderma, p. 819‘; PDF-S. 565: Einführung Röhrlinge – ‚Pseudoboletus parasitizes Scleroderma‘. Gedruckte S. 576, PDF-S. 577: Key C, Punkt 55 – an Fruchtkörpern von Scleroderma citrinum → Pseudoboletus parasiticus; meist in feuchten Birkenwäldern; zerstreut

  2. Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Nr. 505 Scleroderma bovista, Netzsporiger Kartoffelbovist (mit Nr. 504 S. areolatum und Nr. 506 S. citrinum)

    Seiten: S. 386 · S. 46–47

    Bibliografie

    J. Breitenbach & F. Kränzlin

    Monografie · Artpassagen gelesen · Schlüsselseiten gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 385 (Seitenbild der Vollausgabe geprüft): Nr. 505 – Standort (auf sandiger, kalkhaltiger Erde in Wiesen, Wäldern und Parkanlagen; Sommer–Herbst; nicht häufig), makroskopische Beschreibung (20–60 mm; stiellos oder mit kurzem, längsfurchigem Stiel 10–20 mm, fast vollständig im Boden; Peridie einfach, bis 1 mm, glatt bis fein angedrückt schuppig, Schuppen rotbräunlich auf gelblichem Grund, lederig, zäh, am Scheitel unregelmäßig aufreißend; Gleba jung weißlich, fest, dann braun mit gelber Marmorierung, schließlich schwarz, reif pulverig, ohne Capillitium), mikroskopische Beschreibung (Sporen rund, regelmäßig gratig-stachelig mit netzigem Ornament in KOH, 10–12,5 µm ohne Grate, Grate bis 2,5 µm; Glebahyphen mit Schnallen), Bemerkungen (wegen der dünnen Peridie lange als Varietät von S. verrucosum betrachtet; S. citrinum ebenfalls netzig-gratig, Peridie bis 5 mm), Fund Kaltbach-Knutwil/LU, Maisfeld, 17.9.1983. Gedruckte S. 384, PDF-S. 383: Nr. 504 S. areolatum, Getupfter Kartoffelbovist (Sporen spitzstachelig, ohne Netz; Septen ohne Schnallen; Fund ebenfalls Kaltbach-Knutwil, Maisfeld, 17.9.1983). Gedruckte S. 386, PDF-S. 385: Nr. 506 S. citrinum (Peridie bis ca. 5 mm, grob schuppig; Sporen meist unvollständig netzig; S. bovista mit dünnerer Peridie und gleichmäßiger, vollständiger Netzornamentierung); PDF-S. 45–46: Punkt 7–11 – Lycoperdon perlatum (auf Erde, Subgleba reif wie Gleba gefärbt; Endoperidie warzig-stachelig, nach Abfallen der Stacheln mit Netzzeichnung; FK jung weiß, birnenförmig gestielt, mit kegelförmigen Warzen). Punkt 8*–11 – ohne Subgleba: 9 Peridie dünn, reif papierartig, FK jung weiß, Gleba reif olivbraun (Langermannia gigantea; Bovista plumbea: FK kaum über 50 mm, Exoperidie bei Reife eierschalenartig abblätternd, Endoperidie blei- bis grauweiß, matt) gegenüber 9* Peridie dick, lederig, FK schon jung gelblich, mit bräunlichen Schüppchen, Gleba reif schwarz (Scleroderma); 10 Peridie nicht über 1 mm dick, Sporen gratig-stachelig mit vollständig ausgebildeter Netzzeichnung (in KOH), Septen mit Schnallen → S. bovista Nr. 505; 10* Peridie dicker, bis 5 mm → S. areolatum (Sporen stachelig ohne Netz, meiste Septen ohne Schnallen) bzw. S. citrinum (Sporen stachelig-gratig mit unvollständiger Netzzeichnung, alle Septen mit Schnallen)

  3. Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – 2.2 Scleroderma bovista, Netzsporiger Kartoffelbovist

    Seiten: S. 174–176 · S. 173 · S. 318

    Bibliografie

    G. J. Krieglsteiner (Hrsg.)

    Regionalmonografie · Artpassage gelesen · Schlüssel und Vergleichsarten gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 173–175 (Seitenbilder der Vollausgabe mit gleicher Seitenzählung geprüft): Synonym S. verrucosum var. bovista (Fries) Šebek in Pilát 1958; Morphologie (unregelmäßig kugelig, knollig, 2–6 cm breit, meist kurzer Scheinstiel, teilweise in den Boden eingesenkt; Peridie 1–1,5 mm, blassgelblich bis graubraun, mitunter stellenweise weinrötlich, glatt oder angedrückt feinschuppig; Sporenpulver olivgrün bis schwarzbraun; Hyphen mit Schnallen; Sporen kugelig, (8–)9–11 µm, braun, mit 1,5–2 µm hohem regelmäßigem netzartigem Ornament); Ökologie (Mykorrhizabildner mit Eichen, Linden, Kiefern, Zedern und vermutlich weiteren Baumarten; in Kiefernforsten, Eichen-Hainbuchen-, Auen- und Buchenwäldern; oft an Waldwegrändern; auch in Gärten, Parkanlagen, bei Alleebäumen; auf feuchten wie trockenen Sand- und Lehmböden); Phänologie (Hochsommer bis Herbst; Monatstabelle Jul 3, Aug 10, Sep 19, Okt 12, Nov 1); Verbreitung in Baden-Württemberg (in den meisten Naturräumen zerstreut, in Kalkgebieten und Oberschwaben anscheinend sehr selten; planar bis submontan, selten montan; höchster Fund ca. 950 m bei Kiefer); Bestand und Gefährdung (nicht gefährdet); allgemeine Verbreitung (fast weltweit; Europa vom Mittelmeergebiet bis Irland, Schottland, Norwegen, Schweden und Estland); PDF-S. 172 (Seitenbild geprüft): Gattung Scleroderma – Peridie einfach, lederig-zäh, glatt oder anliegend schuppig, gelb oder braun, am Scheitel aufreißend; Gleba schon unreif bald dunkel gefärbt; Capillitium fehlend; Sporen von Nährhyphen versorgt, die das Ornament aufbauen; Mykorrhizabildner mit Laub- und Nadelbäumen. Schlüssel: 1 Sporen mit ± netzartigem Ornament, Hyphen der Peridie mit Schnallen; 2 S. citrinum (Peridie bis 4 mm, meist schuppig, Sporen unregelmäßig netzig) / 2* S. bovista (Peridie dünn, oft glatt, Sporen regelmäßig netzig); 1* Sporen mit isolierten Stacheln, Peridie ohne oder mit sehr wenigen Schnallen; 4 S. verrucosum (Scheinstiel gut ausgebildet, bis 5 cm, Sporen 8–11,5 µm, Stacheln 1–1,4 µm) / 4* S. areolatum (Scheinstiel kurz, bis 1,5 cm, Sporen 9,2–14 µm). Gedruckte S. 174, PDF-S. 173: 2.1 S. areolatum, Getupfter Kartoffelbovist (1,5–3,5 cm, Peridie dünn, kleine braune Schuppen auf gelblichem Grund, areolenartig umgeben; Hyphen ohne Schnallen; Sporen (8–)9–12(–14) µm mit 1,5–2,5 µm langen Stacheln). Gedruckte S. 176, PDF-S. 175 (Seitenbild geprüft): 2.4 S. citrinum, Gemeiner Kartoffelbovist (bis 10 cm; Peridie 2–5 mm, blassgelb bis braungelb, mit anliegenden braunen Schuppen; Gleba jung weißlich, sehr bald dunkelblaugrau bis schwarz; Schnallen; Sporen unvollständig netzig; auf sauren Böden; manchenorts von Xerocomus parasiticus befallen); PDF-S. 317 (Seitenbild geprüft): ‚Der einzige bekannt gewordene Wirt im Gebiet ist Scleroderma citrinum. Literaturberichte von einigen seltenen Funden auf anderen Scleroderma-Arten können für Baden-Württemberg bisher nicht bestätigt werden.‘

  4. Funga Nordica (2008) – Xerocomus (inkl. Pseudoboletus)

    Seite: PDF-S. 896–897

    Bibliografie

    H. Knudsen & A. Taylor, in H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.)

    Bestimmungswerk · Gattungstext und Schlüssel gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Kapitel S. 174–179 (MycoKey-PDF-Fassung), PDF-S. 896–897: Gattungstext – X. parasiticus fruktifiziert auf Scleroderma citrinum; Schlüssel Punkt 2 – ‚Growing from the base of Scleroderma citrinum‘ (X. parasiticus = Pseudoboletus parasiticus)

  5. Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Scleroderma, Gelbflockiger Kartoffelbovist und Vergleichsarten

    Seiten: PDF-S. 1442 · PDF-S. 1575

    Bibliografie

    Ewald Gerhardt

    Feldführer · Artpassagen gelesen · Artpassage gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 1442: Gattung Scleroderma – Fruchtkörper derb und schwer, innen schon früh schiefergrau bis schwärzlich, Scheitel mit unregelmäßiger, großer Öffnung, Geruch unangenehm stechend-metallisch, Sporen isoliert-stachelig bis netzig, Mykorrhizapilze, ‚alle Arten giftig‘. PDF-S. 1443: Dickschaliger Kartoffelbovist (Peridie ca. 2–3 mm; giftig, erzeugt in größerer Menge Übelkeit, Erbrechen und Ohnmachtsanfälle, Latenz ½–3 Std.). PDF-S. 1444–1445: Dünnschaliger und Gefelderter Kartoffelbovist (Sporen isoliert-stachelig). PDF-S. 1446 (Seitenbild geprüft): Gelbflockiger Kartoffelbovist, S. bovista – Frkp. 3–5 cm, graubeige, ocker bis orangegelblich, sogar fast rotbräunlich, rundknollig, gewöhnlich stiellos aufsitzend; außen glatt bis fein flockig-schuppig; Peridie dünn (ca. 1 mm); Sp. grobnetzig, 8–11,5(13) µm; VIII–X; Laub- und Nadelwald, auch Parkanlagen, sandige bis lehmige Böden; zerstreut; Anmerkung: vom Dickschaligen durch glatte, dünnere Peridie und gröber und regelmäßiger genetzte Sporen verschieden, andere dünnschalige Arten mit stacheligen Sporen ohne Netz; ‚Giftig‘. PDF-S. 1428: Gattung Bovista – alle Arten jung essbar, solange innen weiß gefärbt (‚vgl. giftige Kartoffelboviste, S. 608‘). Register PDF-S. 1677: Kartoffelbovist, Gelbflockiger 610; PDF-S. 1575: Sommer-Trüffel, Tuber aestivum – Frkp. schwarzbraun bis schwarz; Rinde mit groben, 5- bis 6-eckigen, pyramidenartig zusammengesetzten Höckern dicht besetzt; Inneres lange relativ hell bleibend, mit grauen bis dunkelbraunen und weißlichen Adern; Sporen elliptisch, grobnetzig; VIII–XII; besonders unter Rotbuchen oder Eichen, auf Kalkböden

Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen18 weitere Fachquellen · 2 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
  1. Scleroderma bovista Fr. 1829 – pestřec prášivkovitý · Myko-Atlas
    Bibliografie

    Česká mykologická společnost (Bilder: Tomáš Chaluš)

    Fachgesellschaft · Artseite gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Abschnitte Synonyma (Scleroderma fuscum (Corda) E. Fisch. 1900, S. texense Berk. 1845, Tuber fuscum Corda 1837), Stručný popis (Fruchtkörper 10–50 mm, oval; Peridie eher dünn, bis 1 mm, braunocker, jung glatt, bald feldrig aufreißend; Sporen werden durch eine Scheitelöffnung frei, ähnlich wie bei manchen Stäublingen, für Kartoffelboviste untypisch; stielartiger Teil nur schwach entwickelt oder fehlend; Fleisch anfangs weißlich und fest, bald grauschwarz, schließlich pulverig; Geruch unauffällig pilzartig; Sporen fast kugelig, 11–15 µm, netzig ornamentiert), Výskyt (stellenweise häufig, Juni bis September, in und außerhalb von Wäldern, am häufigsten unter Eichen, Linden und Kiefern; eher humose Böden), Možná záměna; Giftsymbol ‚Jedovatá houba‘

  2. Scleroderma verrucosum – pestřec bradavčitý · Myko-Atlas
    Bibliografie

    Karel Tejkal · Česká mykologická společnost

    Fachgesellschaft · Artseite gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Popis (kurzer, gefurchter Stiel, aus dem Myzelstränge laufen; Peridie bis 1 mm, bei Verletzung rötlich; Sporen 8–12 µm, isoliert stachelig), Možná záměna (‚Plodnice pestřce prášivkovitého (Scleroderma bovista) jsou obvykle menší. Má síťnaté výtrusy.‘), Kuchyňské využití (giftig)

  3. DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa (Stand 01.05.2026, Datei vom 01.06.2026)
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Liste gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: S. 8: Gattungszeile Scleroderma – Kartoffelboviste; S. areolatum (Getupfter Kartoffelbovist), S. cepa (Zwiebelhartbovist, Rötender Kartoffelbovist), S. citrinum (Dickschaliger Kartoffelbovist), S. verrucosum (Dünnschaliger Kartoffelbovist) – je Scleroderma-Syndrom; Scleroderma spp. – Hartboviste – Bemerkung ‚Alle Arten sind verdächtig‘ – Scleroderma-Syndrom. Kein eigener Eintrag für S. bovista; kein Eintrag für Lycoperdon, Bovista, Calvatia, Langermannia oder Tuber

  4. DGfM · Vergiftungssyndrome – Beschreibung, Symptome und Karenzzeiten
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Abschnitte gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Abschnitt Scleroderma-Syndrom: wiederholt heftiges Erbrechen und Übelkeit, seltener Durchfall; häufig zusätzlich ZNS-Symptome (Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen möglich – verschwommenes Sehen bis reversible Erblindung oder Farbsehstörungen), in einigen Fällen Blutdruck- und Herzfrequenzerniedrigung, evtl. Kollaps, Abfall der Körpertemperatur; Latenz (20–)30 min bis 1,2(–5) h; Pilzarten ‚vermutlich alle Scleroderma-Arten‘, nachweislich S. citrinum, S. areolatum, S. cepa, S. verrucosum, S. polyrhizum; Gifte unbekannt. Abschnitt Gastrointestinales Syndrom: Kartoffelboviste (Scleroderma spp., siehe auch Scleroderma-Syndrom). Einleitung: Stand 04.12.2015, aktualisiert 22.01.2023

  5. DGfM · Positivliste der Speisepilze (Stand 01.05.2026, Datei vom 11.08.2026)
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Liste durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: 13 S., Textebene nach Scleroderma, Bovist und Stäubling durchsucht: kein Scleroderma-Eintrag. S. 8: Langermannia gigantea (Riesenbovist); S. 9: Lycoperdon perlatum (Flaschen-Stäubling), L. utriformis (Hasen-Stäubling); S. 12: Gattung Tuber (Trüffeln, §§) mit Sommer-, Winter- und Großsporiger Trüffel. Kein Bovista-Eintrag

  6. DGfM · Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert (Stand 01.05.2026)
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Liste durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Gesamte Liste (3 S.) durchsucht: kein Eintrag für Scleroderma, Boviste oder Stäublinge

  7. VAPKO · Empfehlungsliste (Version/Stand 09.2023)
    Bibliografie

    VAPKO – Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane der Schweiz, Zentralrat

    Fachorganisation · Liste durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Gesamte Liste (7 S.) durchsucht: kein Scleroderma-Eintrag. Geführt u. a. Apioperdon pyriforme, Bovistella utriformis, Calvatia gigantea, Lycoperdon excipuliforme, L. perlatum, Tuber aestivum, T. brumale, T. magnatum, T. melanosporum, T. uncinatum; kein Bovista-Eintrag

  8. VAPKO · Giftpilzliste (Prüfungsliste; Version 10.01.2024)
    Bibliografie

    Dr. Katharina Schenk in Zusammenarbeit mit der VAPKO

    Fachorganisation · Liste gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: 1 S.: eliminatorische Pilze, Pilze mit 5 Punkten Abzug, Gruppen (Clitocybe, Inocybe, Lepiota, Agaricus sect. Xanthodermatei, Dermocybe, Cortinarius) – kein Scleroderma-Eintrag

  9. ÖMG · Speisewert von Pilzen (interaktive Tabelle; Excel-Datei ‚Liste-Pilze-gesamt_fertig-2020-07-29‘)
    Bibliografie

    Österreichische Mykologische Gesellschaft

    Fachgesellschaft · Tabellenzeilen gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Zeile Scleroderma bovista: Synonyme S. verrucosum subsp. bovista, S. verrucosum var. bovista, S. fuscum; deutsche Namen ‚Gelbflockiger Kartoffelbovist, Rotbräunliche Kartoffelbovist‘; Speisewert ‚giftig‘; Verwechslung ‚Dickschaligen Kartoffelbovist‘. Vergleichszeilen: S. citrinum, S. areolatum, S. verrucosum, S. meridionale je ‚giftig‘ (in deren Verwechslungsspalten ‚Gelbflockiger Hartbovist‘); Lycoperdon perlatum, Bovista plumbea, Calvatia gigantea je ‚essbar‘

  10. Etude rétrospective des cas d’intoxication après ingestion de champignons du genre Scleroderma (Thèse d’exercice Pharmacie, Université d’Angers, 2024–2025)
    Bibliografie

    Emilie Arnaud (Leitung: Anne Landreau, Jérémy Lecot); verteidigt am 12.09.2025

    Hochschulschrift · ausgewählte Kapitel gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Volltext-PDF (https://dune.univ-angers.fr/fichiers/16005752/2024PPHA20320/fichier/20320F.pdf): gedruckte S. 6 (Gattung, ‚vesses de loup‘), S. 8 (früher als mittelmäßige Speisepilze, jetzt als giftig betrachtet), S. 17–18 (Tab. 5–6: 134 Fälle 2000–2022 in Frankreich; 57 Verwechslungen, davon 34 mit ‚vesse de loup‘ und 14 mit Trüffeln), S. 18–19 (Bestimmungen überwiegend nach Foto oder Beschreibung; Tab. 8: S. bovista in 14 Fällen; früher als essbar ‚sans intérêt‘ beschrieben), S. 21–23 (13 Monoexpositionen S. bovista; Schweregrade: S. bovista 5× PSS0, 4× PSS1, 3× PSS2, 1× PSS3; alle Fälle ohne Tod oder Folgeschäden), S. 36–38 (schwerer Fall Nr. 1: Frau, 63 J., hielt Gartenpilze für Stäublinge; nach 60 min Erbrechen, Bauchschmerzen, Blutdruck 70/40 mmHg, optische Halluzinationen, Schwindel; Bestimmung als S. bovista nach Foto über die Mycoliste; Kausalität I2), S. 40–41 (Tab. 27: drei mittelschwere Fälle mit S. bovista, Fall 7 makro- und mikroskopisch sowie molekular bestätigt), S. 45 (je ein Fall von Brady- und Tachykardie mit S. bovista), S. 50 (Schlussfolgerung)

  11. Index Fungorum / Species Fungorum · Scleroderma bovista Fr. (Record 186199) mit Synonymen
    Bibliografie

    Index Fungorum Partnership · Royal Botanic Gardens, Kew

    Nomenklaturdatenbank · Datensätze gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Webservice NameSearch: S. bovista Fr., Syst. Mycol. 3(1): 48 (1829), sanktionierender Autor Fr., legitim, aktueller Name, Taxonomic referee Kew Mycology (2020); S. fuscum (Corda) E. Fisch. 1898 [1900], Engler & Prantl, Nat. Pflanzenfam. 1(1**): 336 (Record 414482), Basionym Tuber fuscum Corda (230528), aktueller Name S. bovista; Phlyctospora fusca Corda 1841 (236182) als eigener aktueller Name. Species Fungorum Synonymie: S. verrucosum subsp. bovista (Fr.) Šebek 1953, S. verrucosum var. bovista (Fr.) Šebek 1958, Tuber fuscum Corda 1837, S. fuscum, S. lycoperdoides var. reticulatum Coker & Couch 1928, S. citrinum var. reticulatum (Coker & Couch) Guzmán 1967; Stellung Sclerodermataceae, Boletales. Webservice NameByKey 186199: Typification ‚Fig. s.n. (Bocc, Plant. rar.); Tab. 99, fig. 2 (Micheli, Gen.); Fig. 229 (Batsch, Cont. 2)‘

  12. MycoBank · Scleroderma bovista Fr. (MB#186199)
    Bibliografie

    MycoBank / Westerdijk Fungal Biodiversity Institute (Kurator K. Bensch)

    Nomenklaturdatenbank · Datensatz gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Namensseite im Browser gelesen (als ‚Unchecked‘ markiert): S. bovista Fr., Syst. Mycol. 3(1): 48 (1829), legitim, aktueller Name; Bemerkung ‚or nom. nov. for Lycoperdon defossum Batsch (exoletum)‘; homotypische Synonyme S. verrucosum var. bovista und subsp. bovista (Šebek, Sydowia 7: 177, 1953); heterotypische Synonyme u. a. S. texense, Phlyctospora fusca Corda 1841, S. fuscum (Corda) E. Fisch., S. lycoperdoides var. reticulatum, S. citrinum var. reticulatum, S. verrucosum var. fascirhizum, S. vulgare var. macrorhizum, S. macrorrhizon, S. griseobrunneum Ke Wang et al. 2024; Literatur: Yang et al. 2025, Phytotaxa 706(3): 209–254

  13. mycopedia.ch · Scleroderma bovista, Netzsporiger Kartoffelbovist (Datenblatt 8632, aktualisiert 22.07.2024)
    Bibliografie

    mycopedia.ch (Datenbank mit MycoDB-Abgleich; Bilder T. Flammer)

    Fachportal · Seite gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Deutscher Name ‚Netzsporiger Kartoffelbovist‘; ‚Aktueller Name gem. MycoDB‘: Scleroderma bovista Fr. [MB#186199] mit taxonomischen Synonymen u. a. S. verrucosum var. bovista [MB#352494], S. texense [MB#204308], Phlyctospora fusca [MB#236182] mit S. fuscum [MB#414482], S. verrucosum subsp. bovista, S. lycoperdoides var. reticulatum, S. vulgare var. macrorhizum, S. macrorrhizon, S. griseobrunneum Ke Wang et al. 2024 [MB#571995]. Gattungsseite 3966: deutsche Gattungsnamen Harthaut, Hartbovist, Kartoffelbovist

  14. Lexikon der Biologie: Kartoffelboviste
    Bibliografie

    Spektrum Akademischer Verlag (Copyright 1999), Redaktion R. Sauermost & D. Freudig

    Fachlexikon · Eintrag gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Eintrag ‚Kartoffelboviste‘: einige Hartboviste, z. B. Scleroderma citrinum, der Dickschalige Kartoffelbovist, oder Scleroderma bovista Fr., der Netzsporige Kartoffelbovist

  15. Rote Liste der Großpilze Deutschlands (Dämmrich et al. 2016) · Artensteckbriefe Scleroderma bovista und S. fuscum
    Bibliografie

    Rote-Liste-Zentrum; Dämmrich, F. et al. (2016), Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (8): 31–433

    Behördliche Rote Liste · Artensteckbriefe gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: S. bovista, Gelbflockiger Hartbovist: Kategorie Ungefährdet; aktuelle Bestandssituation häufig; lang- und kurzfristiger Trend gleich bleibend. S. fuscum (Detailseite species_uuid=afa2f24f-ab5c-4e80-a910-36b693466e63), ohne deutschen Namen: Daten unzureichend; Bestandssituation unbekannt

  16. An emendation of Scleroderma, new records, and review of the known species in Mexico (2013)
    Bibliografie

    G. Guzmán, A. Cortés-Pérez, L. Guzmán-Dávalos, F. Ramírez-Guillén & M. R. Sánchez-Jácome

    Primärquelle · Artabschnitte gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Revista Mexicana de Biodiversidad 84 (Suppl.): S173–S191 (Open Access). S. S177 (Tab. 1): S. fuscum – Synonym von S. bovista. S. S182–S183: S. bovista mit Synonymen (u. a. Phlyctospora fusca Corda 1841, S. fuscum (Corda) E. Fisch., S. verrucosum subsp. bovista, S. verrucosum var. fascirhizum, S. citrinum var. reticulatum); Bemerkung: S. fuscum sensu Fischer (1900) ist S. bovista; Cordas Pilz beruhte auf unreifen Fruchtkörpern (Holotypus K, Isotypus PC); S. bovista ist ein europäischer und nordamerikanischer Pilz, in Mexiko sehr selten

  17. The Genus Scleroderma (MushroomExpert.Com, Stand Juli 2025)
    Bibliografie

    Michael Kuo

    Fachportal · Seite gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Einleitung (Netzornament schwer zu beurteilen; Messkonvention angeben) und ‚Key to 15 Scleroderma Species in North America‘, Punkte 11–14: S. fuscum – mit Nadelbäumen, nicht unterirdisch; Verbreitung unsicher, ‚possibly not present in North America and confused with S. bovista‘; S. bovista – mit Laubbäumen, Scheinstiel meist fehlend oder schwach, Sporen unter 12 µm ohne Ornament, netzig

  18. grzyby.pl · Scleroderma bovista Fr. (tęgoskór kurzawkowy)
    Bibliografie

    Marek Snowarski

    Fachportal · Seite gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Namenszeile: tęgoskór kurzawkowy · tęgoskór brązowy; Synonyme Phlyctospora fusca Corda, Scleroderma fuscum (Corda) E. Fisch; Anmerkung (MS 2024-1-12): in der polnischen Checkliste [105] wird S. fuscum als eigene Art ‚tęgoskór brązowy‘ geführt

Datenabgleich

Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.

  1. GBIF Backbone Taxonomy · Scleroderma bovista Fr. (5239977)
    Bibliografie

    GBIF Secretariat

    Taxonomie-Register · API gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Faktenpaket (species/match EXACT, ACCEPTED; species/5239977: Syst. Mycol. 3(1): 48, 1829; 8 Synonyme u. a. S. fuscum 5239980, Tuber fuscum, Phlyctospora fusca, S. verrucosum var./subsp. bovista; Vernakularnamen) und Abfragen am 18.10.2026: species/5239980, species/119289600 und 119289611 (DGfM-Taxonliste: S. bovista und S. fuscum je ACCEPTED); Vernakular-Quelltaxa einzeln über species/{key} geprüft; Fundfacette 2015–2025 (109 Meldungen, davon 108 als S. bovista und 1 als S. fuscum)

  2. Checkliste der Pilze Deutschlands (Checkliste 155) · Scleroderma bovista Fr. und Scleroderma fuscum (Corda) E. Fisch.
    Bibliografie

    Rote-Liste-Zentrum / Bundesamt für Naturschutz

    Behördliche Checkliste · Datensätze gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: API-Datensatz dc36b278-9179-4384-bfda-373da670453f: S. bovista Fr., akzeptiert, Vorkommen sicher, Zitat Dämmrich et al. 2016. API-Datensatz afa2f24f-ab5c-4e80-a910-36b693466e63: S. fuscum (Corda) E. Fisch., ebenfalls akzeptiert, Vorkommen sicher. Deutscher Name ‚Gelbflockiger Hartbovist‘ laut Mykolog-Register (DGfM-Taxonliste)

  • Fotografien
    Bildnachweise & Lizenzen

    Habitus am Standort
    Foto: © Inger-Lise Fonneland, CC BY 4.0, via Artsobservasjoner (Artsdatabanken) · CC BY 4.0 · Original
    Keine Bildbearbeitung: nicht beschnitten, nicht gedreht, nicht skaliert (Original 1600 × 1200 px, größte von Artsobservasjoner ausgelieferte Fassung, ≤ 2560 px); nur WebP-Kodierung mit cwebp -q 82 -m 6 -metadata none.

    Längsschnitt
    Foto: © Bente Rian, CC BY 4.0, via Artsobservasjoner (Artsdatabanken) · CC BY 4.0 · Original
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    Wurzelartiger Grund, Schnitt und Altersstadien
    Foto: © Gaute Mohn Jenssen, CC BY 4.0, via Artsobservasjoner (Artsdatabanken) · CC BY 4.0 · Original
    Keine Bildbearbeitung: nicht beschnitten, nicht gedreht, nicht skaliert (Original 1600 × 1200 px, größte von Artsobservasjoner ausgelieferte Fassung, ≤ 2560 px); nur WebP-Kodierung mit cwebp -q 82 -m 6 -metadata none.

  • Taxonomischer Namensabgleich
    Datenbank & StandScleroderma bovista im GBIF-Backbone · API-Abgleich
    Snapshot 18.10.2026. Artkonzept und Familienzuordnung nach den ergänzend ausgewiesenen Literaturquellen. Art im Sinne von Fries 1829 (Syst. Mycol. 3(1): 48; sanktionierter Name, Typisierung nach Index Fungorum über Abbildungen bei Boccone, Micheli und Batsch). Šebek führte sie 1953 als Unterart und 1958 als Varietät von S. verrucosum. Eingeschlossen ist Scleroderma fuscum (Corda) E. Fisch. 1898 [1900], das Index Fungorum, GBIF, MycoBank (Datensatz ‚Unchecked‘), der Myko-Atlas, die ÖMG und Guzmán et al. (2013) als Synonym führen; Guzmán et al. werten S. fuscum sensu Fischer als S. bovista und vermerken, dass Cordas Typusmaterial unreif ist. Abweichend führen die deutsche Checkliste/Rote Liste 2016 (Daten unzureichend) und nach grzyby.pl die polnische Checkliste S. fuscum als eigene Art; Kuo (2025) schlüsselt S. fuscum in seinem nordamerikanischen Schlüssel als eigene, mit Nadelbäumen assoziierte Art unsicherer Verbreitung aus (in Nordamerika möglicherweise fehlend und mit S. bovista verwechselt). Zum Basionym von S. fuscum weichen die Datenbanken ab: Index Fungorum nennt Tuber fuscum Corda 1837 und führt Phlyctospora fusca Corda 1841 als eigenen Namen, GBIF und MycoBank stellen auch Phlyctospora fusca als heterotypisches Synonym zu S. bovista; MycoBank führt außerdem S. griseobrunneum Ke Wang et al. 2024 als Synonym (nicht übernommen). Weitere heterotypische Synonyme nach Species Fungorum: S. lycoperdoides var. reticulatum Coker & Couch und S. citrinum var. reticulatum (Coker & Couch) Guzmán (nordamerikanische Namen). Ein Namensabgleich bestätigt keine fotografierte Artidentität.

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