Dreifarbige Koralle
Ramaria formosa
Giftig; beschrieben sind Bauchschmerzen und Durchfall. Historische Verwechslungen innerhalb der Korallen erschweren die Zuordnung einzelner Speisewertberichte.
Quellen zum Speisewert
Rosafarbene Äste, gelbliche Spitzen und eine helle Basis bilden das namensgebende Farbbild. Alterung und historische Verwechslungen machen die Bestimmung anspruchsvoller, als dieses Bild vermuten lässt.

Verzweigter Fruchtkörper mit rosa Ästen und helleren Spitzen.
Das Referenzfoto ersetzt keine Untersuchung der Mikromerkmale.
Jerzy Opioła · CC BY-SA 4.0 · Original

Freigelegte helle Basis unter dicht verzweigten, rosaorangefarbenen Ästen.
Artzuordnung nach der verlinkten Bildquelle; keine unabhängige mikroskopische Prüfung. Die Quelle benennt die Art; ähnliche Arten des Artkomplexes lassen sich anhand dieses Fotos allein nicht sicher ausschließen.
Alan Rockefeller · CC BY-SA 3.0 · Original
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Korallenartig, meist 8–20 cm hoch und bis etwa 15 cm breit; kräftige Äste, jung rosa bis lachsfarben, später stärker ocker.
- Unterseite
Sporenbildende Oberfläche auf den Ästen; Endzweige mit gelblichen Spitzen, im Alter verblassend.
- Stiel & Basis
Kräftige gemeinsame Basis, unten weißlich, nach oben oft rosa; keine getrennten Hüte.
- Fleisch
Hell und brüchig. Starke weinrote oder schwarze Verfärbung wird nicht als gesichertes Pflichtmerkmal dieses engen Artkonzepts übernommen.
- Sporenpulver
Ockerfarben; längliche, ornamentierte Sporen. Die tschechische Beschreibung nennt überwiegend 8,5–13 × 4–6,5 µm; Messwerte und Artkonzept zusammen beachten.
Entscheidende Merkmalskombination
Farben an frischen Ästen, Spitzen und Basis getrennt festhalten; Sporen und Schnallen ergänzen den schwierigen Artvergleich.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Ramaria formosa · Myko atlas
Česká mykologická společnost · Artbeschreibung einschließlich Mikro- und Standortmerkmalen sowie Verwechslungen gelesen. Speisewertsymbol getrennt von Bestimmungsdaten ausgewertet. · eingesehen 05.10.2026
De clavarioide fungi (1976)
R. A. Maas Geesteranus · S. 64–66: Artbeschreibung und ausdrückliche Diskussion widersprüchlicher Verfärbungsangaben. Artpassage gelesen; historische Konzepte ausdrücklich begrenzt. · eingesehen 05.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Fleisch
Sporenpulver
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Lebensweise & Standort
Mykorrhiza – Symbiose mit Bäumen. Überwiegend bei Laubbäumen, besonders Buche und Eiche; Sommer bis Herbst. Eine Bodenaufnahme ohne Baumbezug reicht nicht aus.
Mykorrhizapartner · Beispiele
- Buchen
- Eichen
Quellen zum Lebensraum
Ökologie & Lebensraum
Ramaria formosa · Myko atlas · Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2
Die Auswahl ist keine vollständige Wirtsliste. Ein Fund neben einem Baum beweist allein keine Partnerschaft. Die Blattformen stehen beispielhaft für die beschriftete Baumgruppe.
Icons: Blatt & NadelÄhnliche Arten.
Gefährliche Verwechslung
Blasse Koralle: ebenfalls giftige, große Bodenkoralle, aber weißlich bis milchkaffeefarben mit gleichfarbigen oder lila getönten Spitzen statt lachsfarbener Äste mit gelben Enden; Fleisch nicht verfärbend, Hyphen ohne Schnallen.
Quellen
- Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
- Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Bestimmungsschlüssel der Keulen- und Korallenpilze
- Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel C: Phaeoclavulina und Ramaria
- DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
Weitere ähnliche Arten
verfügbar
Formosaähnliche Koralle
Ramaria neoformosa
Noch kein ArtporträtÄhnliches Farbbild, aber ohne Schnallen; mikroskopischer Vergleich nötig.
Schlankere aufrechte Äste und Holzbezug; die Substratverbindung mitprüfen.
Hahnenkamm: Kräftige helle Korallenäste mit rosa bis purpurfarbenen Spitzen. Die Farben verblassen; längsgestreifte Sporen gehören zur sorgfältigen Absicherung.
Dreifarbige Koralle: Anders verteilte Farben mit rosa Ästen und gelblichen Spitzen; mikroskopisch vergleichen.
Schwefelgelbe Koralle: Äste und Spitzen schwefel- bis hell dottergelb über weißer Strunkbasis statt lachsfarbener Äste mit abgesetzt gelben Spitzen. Beide Arten tragen Schnallen; nach dem europäischen Schlüssel sind die Sporen der Schwefelgelben Koralle im Umriss fast glatt mit Längsflecken, die der Dreifarbigen warzig. Die Wiener Pilzberatung nennt die Dreifarbige Koralle als giftigen Doppelgänger junger Schwefelgelber Korallen.
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Drei Farben sind altersabhängig
Die Spitzen verlieren ihre gelbe Betonung, Äste werden ockerfarbener. Ein alter Fund kann deshalb erheblich vom Idealbild abweichen. Die genaue Lage der Farben ist informativer als eine einzelne Farbangabe für den ganzen Pilz.
Quellen
Ramaria formosa · Myko atlas
Česká mykologická společnost · Artbeschreibung einschließlich Mikro- und Standortmerkmalen sowie Verwechslungen gelesen. Speisewertsymbol getrennt von Bestimmungsdaten ausgewertet. · eingesehen 05.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Warum widersprüchliche Verfärbungen nicht gemittelt werden
Die niederländische Monografie diskutiert Beschreibungen, in denen stark nachdunkelndes Fleisch offenbar mit einem anderen Konzept vermischt wurde. Sie beschreibt R. formosa ohne entsprechende Luftverfärbung. Das erklärt, weshalb eine pauschale Schwarzfärbungsregel hier irreführend wäre.
Quellen
De clavarioide fungi (1976)
R. A. Maas Geesteranus · S. 64–66: Artbeschreibung und ausdrückliche Diskussion widersprüchlicher Verfärbungsangaben. Artpassage gelesen; historische Konzepte ausdrücklich begrenzt. · eingesehen 05.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Auch alte Herbarbelege können offenbleiben
Bei Korallen gehen Farben und andere Frischmerkmale im Trockenmaterial verloren. Die Monografie verwirft unzureichend dokumentierte Bestimmungen. Ein Name auf einem alten Beleg ist daher nicht automatisch eine nach heutigen Kriterien bestätigte Artzuordnung.
Quellen
De clavarioide fungi (1976)
R. A. Maas Geesteranus · S. 64–66: Artbeschreibung und ausdrückliche Diskussion widersprüchlicher Verfärbungsangaben. Artpassage gelesen; historische Konzepte ausdrücklich begrenzt. · eingesehen 05.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Ramaria formosa
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschDreifarbige Koralle
Namensbeleg
Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur · Abgerufen: 05.10.2026
EnglischSalmon Coral
Namensbeleg
United Kingdom Species Inventory (UKSI) · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
NiederländischFraaie koraalzwam
Namensbeleg
Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
FranzösischClavaire jolieRamaire élégante
Namensbeleg
TAXREF · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
ItalienischDitola eleganteManina rossaRegionaler bzw. dialektaler Name; keine landesweit einheitliche Benennung. Regionaler bzw. dialektaler Name aus Italien; keine landesweit einheitliche Benennung.
Namensbeleg
Micologia Messinese · Nomi comuni e dialettali · Abgerufen: 06.10.2026
Ditola elegante | Ramaria formosa
DänischSmuk koralsvamp
Namensbeleg
National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
NorwegischGiftkorallsopp
Namensbeleg
Nortaxa (Artsnavnebasen) · über GBIF · Nortaxa (Artsnavnebasen) · CC BY 4.0 · Abgerufen: 06.10.2026
Sprachform: Bokmål.
SchwedischLömsk fingersvamp
Namensbeleg
Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
PolnischKoralówka strojna
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
TschechischKuřátka bezpřeskatáKuřátka bezpřezkatáKuřátka sličná
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
SlowenischLepa griva
Namensbeleg
Gobarsko društvo Lisička Maribor · Latinsko kazalo · Abgerufen: 06.10.2026
Ramaria formosa, lepa griva
KroatischOtrovna capica
Namensbeleg
CROmushrooms · Ramaria formosa · Abgerufen: 06.10.2026
OTROVNA CAPICA / Ramaria formosa (Pers.) Quél.
UngarischCifra korallgombaHáromszínű korallgomba
Namensbeleg
Magyar Mikológiai Társaság · Gombanévjegyzék (2017) · Abgerufen: 06.10.2026
PDF-Seite 27: Ramaria formosa (Corallium formosum) | cifra korallgomba (háromszínű korallgomba)
JapanischハナホウキタケSinngemäß: Blumen-Besenpilz
Namensbeleg
List of local names of fungi in based on Katsumoto (2010) · über GBIF · Hosoya (2026) · National Museum of Nature and Science, Japan · CC BY 4.0 · Abgerufen: 05.10.2026
Übersetzungshilfe · redaktionelle Wortdeutung
Die Worterklärungen erläutern den belegten Namen. Sie bestätigen weder seine Artzuordnung noch die historische Namensherkunft. Teildeutungen lassen ungeklärte Bestandteile stehen; eine unabhängige sprachwissenschaftliche Prüfung steht aus.
ハナホウキタケ: Redaktionelle Wiedergabe der Namensbestandteile im Pilzkontext; die historische Motivation der Benennung ist damit nicht belegt.
Wortschatz und ergänzende Einordnung: JMdict · EDRDG. Wörterbuchabgleich: 14.10.2026.
Lexikalische Grundlage: JMdict (James William Breen / EDRDG); deutsche Bearbeitung: Mykolog. Worterklärungen: CC BY-SA 4.0. Wörterbuchlizenz · Dokumentation.
Redaktionelle Übersetzungshilfe. Keine etablierte deutsche Artbezeichnung und kein gesicherter Herkunftsnachweis. Redaktionelle Wiedergabe der Namensbestandteile im Pilzkontext; die historische Motivation der Benennung ist damit nicht belegt.
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Spanisch
- Rumänisch
- Finnisch
- Serbisch
- Russisch
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- Chinesisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 06.10.2026.
Name & Veröffentlichung
Registerangaben abgeglichen · Erfasst 18.10.2026. Der Status beschreibt den Datenbankabgleich, keine unabhängige Prüfung der Originalpublikation oder des Artkonzepts.
- Name im Porträt
- Ramaria formosa
- Mykolog-Autorzitat bei der Erfassung
- (Pers. : Fr.) Quél.
- Herkunft des erfassten Zitats
- Verknüpfter Registereintrag gleichen Namens
- Autorzitat laut Index Fungorum
- (Pers.) Quél. · Namensdatensatz 355626
- Veröffentlichung des Basionyms laut Register
- Clavaria formosa Pers.
Comm. fung. clav.: 41 (1797) · Veröffentlichungsangabe im Namensregister - Sanktionierungsangabe laut Register
- Fr., Systema Mycologicum 1: 466 (1821)
Autorenabkürzungen
Publikationsangaben nach Index Fungorum; Autorenauflösungen nach IPNI. Originalseiten wurden für diese Darstellung nicht unabhängig geprüft.
Warum hier keine Kurve steht.
Historisch unterschiedlich verwendete Artkonzepte und widersprüchliche Angaben zur Fleischverfärbung sind dokumentiert. Der Namensschlüssel belegt keine Nachprüfung einzelner Korallenfunde; daher keine scheinbar eng artspezifische Fundkurve.
Das bedeutet weder null Fundmeldungen noch fehlendes Vorkommen.
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 05.10.2026 · Neues Literaturporträt
Ergebnis dieser Runde: Farben an frischen Ästen, Spitzen und Basis getrennt festhalten; Sporen und Schnallen ergänzen den schwierigen Artvergleich.
Umfang: Originale Synthese konkret gelesener Artpassagen und ausgewiesener Abstracts; keine unabhängige Neubestimmung von Fotos, kein vollständiger systematischer Review.
Erneut herangezogene Quellen
Ramaria formosa · Myko atlas
Česká mykologická společnost · Artbeschreibung einschließlich Mikro- und Standortmerkmalen sowie Verwechslungen gelesen. Speisewertsymbol getrennt von Bestimmungsdaten ausgewertet. · eingesehen 05.10.2026
De clavarioide fungi (1976)
R. A. Maas Geesteranus · S. 64–66: Artbeschreibung und ausdrückliche Diskussion widersprüchlicher Verfärbungsangaben. Artpassage gelesen; historische Konzepte ausdrücklich begrenzt. · eingesehen 05.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Ramaria formosa · abgeglichen am 18.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Ramaria formosa · Myko atlas
- Ramaria formosa · Artbeschreibung
- De clavarioide fungi (1976)
Seiten: S. 64–66 · S. 70–71
- Ramaria botrytis · Myko atlas
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2
Seite: S. 77, 78, 79
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen6 weitere Fachquellen · Bildnachweise · Namensabgleich
- DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
- Speisewert von Pilzen · ÖMG
- Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
Seiten: PDF-S. 20 · PDF-S. 363 · S. 43–44 · PDF-S. 357 · PDF-S. 359
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, 2014)
Seite: PDF-S. 1382
- Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel C: Phaeoclavulina und Ramaria
Seiten: S. 752–756 · S. 752–758
- Schwefelgelbe Koralle · Pilzberatung
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich
Wie wir recherchieren und prüfen
Die Literatur hinter der Gattung.
1 erschlossene Quelle mit Bezug zu Ramaria. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.
Monografien und Studien zu Ramaria