Steife Koralle
Ramaria stricta
Quellen zum Speisewert
Bitter und zäh; die ÖMG führt die Steife Koralle als ungenießbar. Die DGfM führt Korallen (Ramaria spp.) allgemein mit gastrointestinalem Syndrom.
Aufrechte, annähernd parallele Äste mit helleren Spitzen und zähen weißen Myzelsträngen an der Basis. Die Holzverbindung ist wichtig; das historische stricta-Konzept war teilweise weiter gefasst.

Korallenartiger Fruchtkörper mit steilen Ästen und sichtbarer gemeinsamer Basis.
Quellenbestimmung im weiteren Artumfeld; eine enge Zuordnung ist aus diesem Foto allein nicht abgesichert.
Jerzy Opioła: „Ramaria stricta G28.jpg“, Wikimedia Commons. · CC BY-SA 4.0 · Original

Dicht stehende aufrechte Äste mit hellen Spitzen über einer kräftigen Basis.
Quellenbestimmung im weiteren Artumfeld; eine enge Zuordnung ist aus diesem Foto allein nicht abgesichert.
Bj.schoenmakers: „Ramaria stricta (strict-branch coral fungus), Reichswald, Germany.jpg“, Wikimedia Commons. · CC0 1.0 · Original
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Korallenartig, etwa 4–10 cm hoch, mit zahlreichen steil aufrechten Ästen; creme bis ockerbräunlich, Spitzen oft heller gelblich.
- Unterseite
Fruchtschicht auf den glatten Astoberflächen; bei Druck rötlichbraune bis weinrötliche Verfärbung möglich.
- Stiel & Basis
Kurzer gemeinsamer Basalteil mit weißlichem Filz und kräftigen , häufig an verborgenem Holz.
- Fleisch
Zählich, hell; Geruch schwach bis anisartig, in Beschreibungen teils bitter.
- Sporenpulver
Ocker- bis zimtbraun; fein warzige, länglich elliptische Sporen, aktuelle Artbeschreibung etwa 7–10 × 3,5–5,5 µm.
Entscheidende Merkmalskombination
Basis, Myzelstränge und tatsächliches Substrat untersuchen; aufrechte Äste allein schließen andere Korallen nicht aus.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
De clavarioide fungi (1976), Wetenschappelijke Mededelingen 113
R. A. Maas Geesteranus · S. 70–71, Ramaria stricta s.l.; ausdrückliche Zusammenfassung mehrerer diskutierter Konzepte im historischen Werk. · eingesehen 05.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Stiel & Basis
Sporenpulver
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Lebensweise & Standort
Holzabbau. Morsches Holz, auch verborgen. Vor allem morsches Laubholz, Holzreste und Hackschnitzel; Sommer bis Herbst. Ein scheinbarer Bodenfund kann zu vergrabenem Holz gehören.
Holz & besiedelte Gehölze · Beispiele
- Laubholz
Quellen zum Lebensraum
Ökologie & Lebensraum
Ramaria stricta · Myko atlas · Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2
Die Symbole zeigen Beispiele besiedelten Holzes. Sie stehen nicht für Mykorrhizapartner; die Auswahl ist keine vollständige Substratliste.
Icons: Blatt & NadelÄhnliche Arten.
Gefährliche Verwechslungen
Dreifarbige Koralle: Rosafarbene Äste, gelbliche Spitzen und eine helle Basis bilden das namensgebende Farbbild. Alterung und historische Verwechslungen machen die Bestimmung anspruchsvoller, als dieses Bild vermuten lässt.
Steife Koralle: Schlankere aufrechte Äste und Holzbezug; die Substratverbindung mitprüfen.
Blasse Koralle (giftig): kräftige, weißliche bis milchkaffeefarbene Koralle auf Erdboden, ohne strangartige Rhizomorphen; Fleisch weich und spröde, nicht verfärbend; Hyphen ohne Schnallen. Ältere, kräftige Steife Korallen können ihr ähnlich sehen.
Weitere ähnliche Arten
Die Becherkoralle trägt kleine kronenartig vertiefte Astenden. Die Steife Koralle besitzt aufrechte Äste mit einfachen zugespitzten Enden. Beide besiedeln Holz; die allgemeine Korallenform reicht zur Trennung nicht.
verfügbar
Schöne Koralle
Noch kein ArtporträtAnderes rosa-gelbliches Farbprofil und keine entsprechende typische Holzbindung; ein wichtiger giftiger Vergleichspartner.
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Unten entscheidet sich oft der Vergleich
Die zähen hellen Stränge führen zur Unterlage. Eine Aufnahme nur der Spitzen verliert den Zusammenhang mit dem Holz. Auch ein auf dem Boden stehender Fruchtkörper kann ein Holzbewohner sein.
Quellen
Ramaria stricta · Myko atlas
Karel Tejkal & Oldřich Jindřich · Česká mykologická společnost · Artbeschreibung, Ökologie und Vergleich gelesen; Speisewert nur soweit ausdrücklich angegeben. Keine Übernahme der dortigen Fotos. · eingesehen 05.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Das alte Artkonzept war ausdrücklich weiter
Die Monografie von 1976 fasst diskutierte Abspaltungen vorläufig unter R. stricta s.l. zusammen. Ihre historischen Funde sind daher nicht ohne erneute Belegprüfung einer engen heutigen Artauffassung zuzurechnen.
Quellen
De clavarioide fungi (1976), Wetenschappelijke Mededelingen 113
R. A. Maas Geesteranus · S. 70–71, Ramaria stricta s.l.; ausdrückliche Zusammenfassung mehrerer diskutierter Konzepte im historischen Werk. · eingesehen 05.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Kronen und Spitzen sind nicht dasselbe
Bei der Becherkoralle enden die Äste in kleinen kronenartigen Bechern. Steife aufrechte Äste mit einfachen Spitzen ergeben ein anderes Bild. Der Vergleich ist am frischen, unbeschädigten Astende am leichtesten.
Quellen
Ramaria stricta · Myko atlas
Karel Tejkal & Oldřich Jindřich · Česká mykologická společnost · Artbeschreibung, Ökologie und Vergleich gelesen; Speisewert nur soweit ausdrücklich angegeben. Keine Übernahme der dortigen Fotos. · eingesehen 05.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Ramaria stricta
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschSteife Koralle
Namensbeleg
Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur · Abgerufen: 05.10.2026
EnglischUpright Coral
Namensbeleg
United Kingdom Species Inventory (UKSI) · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
NiederländischRechte koraalzwam
Namensbeleg
Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
FranzösischClavaire dressée
Namensbeleg
TAXREF · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
DänischRank koralsvamp
Namensbeleg
National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
NorwegischRank korallsopp
Namensbeleg
Nortaxa (Artsnavnebasen) · über GBIF · Nortaxa (Artsnavnebasen) · CC BY 4.0 · Abgerufen: 06.10.2026
Sprachform: Bokmål.
SchwedischRak fingersvamp
Namensbeleg
Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
FinnischSuorahaarakas
Namensbeleg
The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
PolnischKoralówka sztywna
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
TschechischKuřátka přímá
Namensbeleg
Česká mykologická společnost · Myko atlas · Abgerufen: 05.10.2026
SlowenischČopičasta griva
Namensbeleg
Gobarsko društvo Lisička Maribor · Latinsko kazalo · Abgerufen: 06.10.2026
Ramaria stricta, čopičasta griva
KroatischTijesna capica
Namensbeleg
CROmushrooms · Ramaria stricta · Abgerufen: 06.10.2026
TIJESNA CAPICA / Ramaria stricta (Pers.) Quél.
UngarischMerev korallgombaFésűs korallgombaEinige Namen werden auch für andere Arten verwendet.
Namensbeleg
Magyar Mikológiai Társaság · Gombanévjegyzék (2017) · Abgerufen: 06.10.2026
PDF-Seite 28: Ramaria stricta | merev korallgomba (fésűs korallgomba)
RussischРамария прямаяРогатик прямой
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
Chinesisch密枝瑚菌Sinngemäß: Dichtästiger Korallenpilz
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026
Übersetzungshilfe · redaktionelle Wortdeutung
Die Worterklärungen erläutern den belegten Namen. Sie bestätigen weder seine Artzuordnung noch die historische Namensherkunft. Teildeutungen lassen ungeklärte Bestandteile stehen; eine unabhängige sprachwissenschaftliche Prüfung steht aus.
密枝瑚菌: Redaktionelle Wiedergabe der Namensbestandteile im Pilzkontext; die historische Motivation der Benennung ist damit nicht belegt.
Wortschatz und ergänzende Einordnung: CC-CEDICT · MDBG. Wörterbuchabgleich: 14.10.2026.
Lexikalische Grundlage: CC-CEDICT (MDBG und Mitwirkende); deutsche Bearbeitung: Mykolog. Worterklärungen: CC BY-SA 4.0.
Redaktionelle Übersetzungshilfe. Keine etablierte deutsche Artbezeichnung und kein gesicherter Herkunftsnachweis. Redaktionelle Wiedergabe der Namensbestandteile im Pilzkontext; die historische Motivation der Benennung ist damit nicht belegt.
JapanischチャホウキタケSinngemäß: Brauner Besenpilz
Namensbeleg
List of local names of fungi in based on Katsumoto (2010) · über GBIF · Hosoya (2026) · National Museum of Nature and Science, Japan · CC BY 4.0 · Abgerufen: 05.10.2026
Übersetzungshilfe · redaktionelle Wortdeutung
Die Worterklärungen erläutern den belegten Namen. Sie bestätigen weder seine Artzuordnung noch die historische Namensherkunft. Teildeutungen lassen ungeklärte Bestandteile stehen; eine unabhängige sprachwissenschaftliche Prüfung steht aus.
チャホウキタケ: Redaktionelle Wiedergabe der Namensbestandteile im Pilzkontext; die historische Motivation der Benennung ist damit nicht belegt.
Wortschatz und ergänzende Einordnung: JMdict · EDRDG. Wörterbuchabgleich: 14.10.2026.
Lexikalische Grundlage: JMdict (James William Breen / EDRDG); deutsche Bearbeitung: Mykolog. Worterklärungen: CC BY-SA 4.0. Wörterbuchlizenz · Dokumentation.
Redaktionelle Übersetzungshilfe. Keine etablierte deutsche Artbezeichnung und kein gesicherter Herkunftsnachweis. Redaktionelle Wiedergabe der Namensbestandteile im Pilzkontext; die historische Motivation der Benennung ist damit nicht belegt.
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Spanisch
- Italienisch
- Rumänisch
- Serbisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 06.10.2026.
Name & Veröffentlichung
Registerangaben abgeglichen · Erfasst 18.10.2026. Der Status beschreibt den Datenbankabgleich, keine unabhängige Prüfung der Originalpublikation oder des Artkonzepts.
- Name im Porträt
- Ramaria stricta
- Mykolog-Autorzitat bei der Erfassung
- (Pers. : Fr.) Quél.
- Herkunft des erfassten Zitats
- Verknüpfter Registereintrag gleichen Namens
- Autorzitat laut Index Fungorum
- (Pers.) Quél. · Namensdatensatz 355674
- Veröffentlichung des Basionyms laut Register
- Clavaria stricta Pers.
Ann. Bot. (Usteri) 15: 33 (1795) · Veröffentlichungsangabe im Namensregister - Sanktionierungsautor laut Register
- Fr.
Autorenabkürzungen
Publikationsangaben nach Index Fungorum; Autorenauflösungen nach IPNI. Originalseiten wurden für diese Darstellung nicht unabhängig geprüft.
Warum hier keine Kurve steht.
Die historische monografische Bearbeitung verwendet ausdrücklich ein weiteres stricta-Konzept. Ungeprüfte Meldungen liefern keine durchgehend eng bestimmte Fundreihe.
Das bedeutet weder null Fundmeldungen noch fehlendes Vorkommen.
De clavarioide fungi (1976), Wetenschappelijke Mededelingen 113
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 05.10.2026 · Neues Literaturporträt
Ergebnis dieser Runde: Basis, Myzelstränge und tatsächliches Substrat untersuchen; aufrechte Äste allein schließen andere Korallen nicht aus.
Umfang: Eigenständige Synthese der angegebenen Artpassagen; historische Konzepte und Abstract-Lesestand ausdrücklich begrenzt. Keine unabhängige Neubestimmung der Fotos und kein vollständiger systematischer Review.
Erneut herangezogene Quellen
De clavarioide fungi (1976), Wetenschappelijke Mededelingen 113
R. A. Maas Geesteranus · S. 70–71, Ramaria stricta s.l.; ausdrückliche Zusammenfassung mehrerer diskutierter Konzepte im historischen Werk. · eingesehen 05.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Ramaria stricta · abgeglichen am 18.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Ramaria stricta · Myko atlas
- Ramaria stricta · Bestimmungsbeschreibung
- De clavarioide fungi (1976), Wetenschappelijke Mededelingen 113
Seiten: S. 70–71 · S. 64–66
- Artomyces pyxidatus · Myko atlas
- Ramaria formosa · Myko atlas
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen4 weitere Fachquellen · 1 Datenabgleich · Bildnachweise · Namensabgleich
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2
Seite: S. 88, 89, 90
- Speisewert von Pilzen · ÖMG
- Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
Seiten: PDF-S. 20 · PDF-S. 363 · S. 43–44
- DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich
Wie wir recherchieren und prüfen
Die Literatur hinter der Gattung.
1 erschlossene Quelle mit Bezug zu Ramaria. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.
Monografien und Studien zu Ramaria