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Schwefelgelbe Koralle

Ramaria flava

SpeisewertNicht zum Verzehr empfohlen · Bestimmung anspruchsvoll

Nicht zum Verzehr empfohlen. Die DGfM führt Korallen mit Magen-Darm-Syndrom. Junge Fruchtkörper sind leicht mit giftigen Korallen zu verwechseln; gelbe Korallen sind oft nur mikroskopisch zu trennen.

Einordnung & Quellen

Ausführliche Einordnung

Pilze der Schweiz, die ÖMG und die Wiener Pilzberatung führen die Schwefelgelbe Koralle als essbar. Die DGfM nimmt keine Koralle in ihre Positivliste auf und führt Korallen (Ramaria spp.) mit gastrointestinalem Syndrom.

Verwechslung mit giftigen Korallen. Junge Fruchtkörper sind leicht mit der giftigen Blassen Koralle (Bauchwehkoralle) und der Dreifarbigen Koralle zu verwechseln. Gelbe Korallen sind oft nur mikroskopisch zu trennen; die Wiener Pilzberatung rät Laien vom Sammeln von Korallen zum Essen ab.

Großer, dicht verzweigter Fruchtkörper in Laubstreu, schräg von oben: Äste blass schwefelgelb, die Spitzen gleichfarbig und meist in zwei bis drei kurze Zähnchen geteilt; links ein Eichenblatt und am Rand ein zweiter Fruchtkörper, oben auf den Ästen eine Eichengalle. Fundort nicht angegeben, 15. September 2006.

Bestimmung nur durch den Fotografen (Bildtitel „Clavaria flava“), ohne Mikroskopie oder Beleg; gelbe Korallen sind meist nur mikroskopisch sicher zu trennen. Fundort nicht angegeben. Strunk und weiße Basis nicht sichtbar; der Fruchtkörper reicht rechts und unten über den Bildrand. Kompaktkamera von 2006, die Bildmitte ist bei voller Auflösung leicht weich. Bild 2 wurde eine Minute später aufgenommen, wohl am selben Fruchtkörper; Bild 3 stammt vom Vortag, vermutlich von derselben Stelle.

Foto: tomasz przechlewski · CC BY 2.0 · Original

Große, dicht verzweigte Bodenkoralle mit schwefel- bis hell dottergelben Ästen, gleichfarbigen Spitzen und weißer Strunkbasis; nach den meisten Angaben bei Rotbuche, nach Pilze der Schweiz meist bei Fichte. In Deutschland gilt sie als gefährdet; sie ist leicht mit anderen gelben, teils giftigen Korallen zu verwechseln, sicher trennen meist erst Mikromerkmale wie Schnallen und Sporen.

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Form · Oberfläche · Aufbau

Merkmale erkennen.

Fruchtkörper

Kein Hut: großer, korallenförmiger Fruchtkörper, aus einem kräftigen Strunk wiederholt verzweigt; nach Pilze der Schweiz 100–150 (200) mm breit und 60–150 mm hoch, die Hauptäste 15–30 mm dick. Äste schwefelgelb bis hell dottergelb, im Alter an den Enden gelbbraun; ganz reif vom zimtocker überpudert.

Äste & Spitzen

Fruchtschicht auf den Ästen. Astgabelungen U- bis V-förmig, Enden meist mit zwei kurzen Spitzen, teils mit dornenartigen Auswüchsen. Spitzen den Ästen gleichfarbig gelb, nicht rosa, rot oder lila; deutlich lachsfarbene oder rosa Äste führen im europäischen Schlüssel zu anderen Arten. Die Großpilze Baden-Württembergs beschreiben die Zweige allerdings als blass ocker- bis fleischfarben-zitronengelb.

Strunk & Basis

Kräftiger, gedrungener, knollenartiger Strunk, nach Pilze der Schweiz bis etwa 70 mm dick, mit weißer Basis, oben oft schwefelgelb überhaucht, ohne verkümmerte Ästchen. Nach Pilze der Schweiz auf Druck nicht verfärbend; die Großpilze Baden-Württembergs beschreiben ihn dagegen als oft rot gefleckt.

Fleisch

Fleisch weißlich, weich, fest, im Strunk brüchig, in Ästen und Spitzen wässrig durchzogen. Geschmack im Strunk mild, gegen die Spitzen bitterlich; die Spitzen enthalten nach den Großpilzen Baden-Württembergs einen starken Bitterstoff. Der Geruch wird unterschiedlich beschrieben: schwach unangenehm, würzig oder mild nach Gummi.

Sporenpulver

Sporenpulver gelb. Sporen nach dem europäischen Schlüssel 10–15,5 × 4–5,5 µm, Q 2,5–3,2 (Mittel etwa 2,8), in Baumwollblau im Umriss fast glatt mit dichtem, cyanophilem Ornament aus Längsflecken und -streifen; andere Beschreibungen nennen warzige Sporen mit teils verbundenen Warzen oder kleine Warzen und gewundene Grate ohne erkennbare Ausrichtung. Basidien viersporig mit Basalschnalle; Hyphen mit , nach Pilze der Schweiz nur an einem Teil der Septen, nach Petersen in der Trama nur gelegentlich. Eine Nebenbemerkung der Großpilze Baden-Württembergs nennt die Hyphen schnallenlos – im Widerspruch zum Gattungsschlüssel desselben Bandes.

Farbe, Strunkbasis, Mikroskop

Hinweis zur Beobachtung

Den ganzen Fruchtkörper mit Strunkbasis ansehen: Äste und Spitzen gleichmäßig schwefel- bis hell dottergelb, ohne deutlich lachsfarbene oder rosa Äste. Weinrote Flecken an der Strunkbasis weisen nach den Schlüsseln auf die Blutrotfleckende Koralle; zur Verfärbung der Schwefelgelben Koralle selbst sind die Angaben uneinheitlich. Den Baumpartner notieren. Entscheidend ist das Mikroskop: Schnallen vorhanden, aber nicht an allen Septen; Sporen nach dem europäischen Schlüssel in Baumwollblau im Umriss fast glatt mit Längsflecken und -streifen, nach anderen Beschreibungen warzig. Ganz reife, vom Sporenpulver überpuderte Fruchtkörper lassen sich nicht bestimmen. Keine Verzehrfreigabe.

Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.

Quellen

Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel C: Phaeoclavulina und Ramaria
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 752–758, PDF-S. 753–759. Weg zu Ramaria flava: Punkte 2 (Ramaria), 14, 19 (Spitzen nicht rosa bis rot), 22 (Fleisch unveränderlich), 25 (ohne Violett), 27, 34 und 42 (Fruchtkörper blass gelb bis gelb), 47 (ohne karmin- bis weinrote Flecken), 48 (Schnallen vorhanden), 53, 54, 55 (Sporen im Umriss fast glatt, mit dichtem cyanophilem Ornament aus Längsflecken und -streifen) und 56 (R. flava: mit Laubbäumen, meist Fagus; Q 2,5–3,2, Mittel ca. 2,8; bis 250 mm hoch; Sporen 10–15,5 × 4–5,5 µm; wahrscheinlich kalkliebend; selten, aber weit verbreitet – gegenüber R. edwinii mit Nadelbäumen, meist Pinus). Vergleichsarten: Punkt 21 (R. botrytis: Schnallen, Sporen mit cyanophilen Längsstreifen, fast nur bei Fagus), 28 (R. pallida: ohne Schnallen), 34/35/39/40 (R. formosa: Äste deutlich rosa, Schnallen, Sporen mit cyanophilen Warzen), 41 (R. flavescens: Sporen im Umriss deutlich rau, mit kugeligen bis gestreckten, gewundenen Warzen; mit Nadel- und Laubbäumen), 43 (R. aurea: ohne Schnallen, warme ± orange Farben; Verbreitung wegen Verwechslungen unbekannt), 47 (R. sanguinea: karmin- bis weinrote Flecken meist an der Strunkbasis, ohne Schnallen). Fußnoten 6 (Farbspiel Spitzen/Äste; reife, von Sporen zimtocker gefärbte Fruchtkörper nicht bestimmbar), 12 (R. largentii = R. luteoaurantica, fast nur bei Picea), 13 (R. eosanguinea mit Schnallen), 15 (gelbere R. obtusissima var. scandinavica, glattsporig, in Bergnadelwäldern) und 16 (R. flavobrunnescens). Außerdem Clavarioide-Einleitung gedruckte S. 740, PDF-S. 741 (Textlayer: ‚Amongst the larger clavarioids the genera Ramaria, Clavariadelphus and Thelephora are ectomycorrhizals‘). Seitenbilder PDF-S. 753, 755, 756, 757, 758 und 759 geprüft. · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986) – Nr. 464 Ramaria flava
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Nr. 464 Ramaria flava (Schaeff.: Fr.) Quél., ‚Gelbe Koralle‘, gedruckte S. 358, PDF-S. 357 (Seitenbild der Vollausgabe geprüft): Standort (Erdboden in Laub- und Nadelwäldern sowie an Waldrändern in Alpweiden, collin bis alpin, Sommer–Herbst, verbreitet), makroskopische Beschreibung (100–150 (200) mm breit, 60–150 mm hoch, Strunk bis ca. 70 mm dick, Äste 15–30 mm dick, Enden meist mit 2 kurzen Spitzen, Astgabelungen U- bis V-förmig, Strunk knollenartig mit weißer Basis, oben oft schwefelgelb überhaucht, auf Druck nicht verfärbend, Äste schwefelgelb bis hell dottergelb, Spitzen gleichfarbig; Fleisch weißlich, weich, fest, im Strunk brüchig; Geruch schwach unangenehm, nach Schild 1978 nach Hypholoma fasciculare; Geschmack im Strunk mild, gegen die Spitzen bitterlich; bisweilen in Hexenringen), Mikroskopie (Sporen zylindrisch-elliptisch, warzig, Warzen teilweise verbunden, Sporenpulver gelb, 12–14 × 4,5–5 µm, nach Schild 10–15,2 × 4–6,4 µm, cyanophil; Basidien 4-sporig mit Basalschnalle; Septen teilweise mit Schnallen), Bemerkungen (viel verwechselt; nach Petersen 1974 neu typifiziert; Verwechslungen mit R. aurea, R. flavescens, R. obtusissima, R. flavobrunnescens, R. lutea), Fund (Sörenberg/LU, 1200 m, Bachufer unter Picea und Alnus incana, 23.8.1982). Zeichen □ = essbar nach der Zeichenerklärung gedruckte S. 21, PDF-S. 20 (Textlayer). · eingesehen 18.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Nr. 1.13 Ramaria flava
A. Gminder, G. J. Krieglsteiner & W. Winterhoff; G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Nr. 1.13 Ramaria flava (Schaeffer 1774: Fries 1821) Quélet 1888, ‚Schwefelgelbe Koralle‘, gedruckte S. 75–76, PDF-S. 74–75 (Seitenbilder der Vollausgabe geprüft): Morphologie (bis 20 cm hoch, derber, weißlicher, oft rot gefleckter Strunk; Zweige blass ocker- bis fleischfarben-zitronengelb [gedruckt ‚zironengelb‘], alt an den Enden gelbbraun; Endästchen meist zweiteilig; Trama weißlich, brüchig, in Ästen und Spitzen wässrig durchzogen; Geruch und Geschmack würzig, Astspitzen mit starkem Bitterstoff), Ökologie (mesophile Buchen-, Tannen-Buchen- und Fichten-Tannenwälder auf gut mit Basen, namentlich Kalzium versorgten, nährstoffarmen, großenteils verlehmten Braunerden über Kalken, Mergeln und Silikaten), Substrate (vorzugsweise Rotbuche: Fagus sylvatica 9, indet. Laubbaum 1, Picea abies 1), Phänologie (August bis Oktober; Diagramm Juli 1, August 6, September 15, Oktober 8), Verbreitung in Baden-Württemberg (selten bis sehr zerstreut; (planar bis) kollin bis eumontan; Höhenstufen 2/7/29/11/2), Bestand und Bedrohung (allgemein stark zurückgehend, in vielen Gebieten sehr selten geworden oder verschollen; G 2), allgemeine Verbreitung (in Deutschland sehr zerstreut, fehlt in Hessen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt; deutliche Rückgangstendenz). · eingesehen 18.10.2026

Contributions toward a monograph of Ramaria – VIII. Some taxa sheltered under the name Ramaria flava. Persoonia 14(1): 23–42 (1989)
R. H. Petersen · S. 25–27 (PDF-S. 3–5, Seitenbilder gelesen): Ramaria flava (Schaeff.: Fr.) Quél. 1888, Fl. mycol. p. 466 = Clavaria flava Schaeff. 1774, Fung. Bavar. Index 118 (Taf. 175) – Fruchtkörper bis 14 × 8 cm; Strunk bis 4 × 3 cm, ohne verkümmerte Ästchen, wo angefasst unverändert oder schwach bräunend, über dem Substrat blass klar zitronengelb; Fleisch weiß, nicht gelatinös; Äste jung gelb, im Alter buffgelb, Fleisch der Äste oft blass fleischzimtfarben getönt; Spitzen klar gelb bis ockergelb; Geruch mild, nach Gummi; Geschmack schwach bohnenartig oder nach Blumenkohl; Hyphen mit Schnallen, Basidien 4-sporig mit Schnalle; Sporen (9,7–)10,7–14,8 × 4,3–5,9 µm (Em 2,36; Lm 11,9 µm), Ornament stark cyanophil aus sehr kleinen, zerstreuten Warzen und schmalen, gewundenen Graten ohne erkennbare Ausrichtung. Petersen behält den 1974 zitierten Beleg als ‚representative specimen‘ statt als Neotypus. R. flavescens (S. 27): Strunk mit häufigen Büscheln verkümmerter Ästchen; Äste blass ausgebleicht lachsfarben; nur die äußersten 2 mm der Spitzen anfangs klar gelb; Sporen (9,4–)10,4–12,5 × 4,3–5,9 µm. · eingesehen 18.10.2026

DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · Stand 01.05.2026, PDF-S. 7 (9 S.): Gattungszeile ‚Ramaria – Korallen‘; ‚Ramaria formosa – Dreifarbige Koralle – Gastrointestinales Syndrom‘; ‚Ramaria pallida – Bauchwehkoralle – Gastrointestinales Syndrom‘; ‚Ramaria spp. – Korallen – Gastrointestinales Syndrom‘. Ramaria flava nicht einzeln genannt. · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Quellen zu den Merkmalen
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Merkliste & Sicherung

Standort · Substrat · Beziehungen

Lebensraum verstehen.

Lebensweise & Standort

Mykorrhizapilz; meist bei Rotbuche, nach Schweizer Angaben meist bei Fichte. Buchen- und Bergmischwälder, auch Nadelwälder; meist auf basenreichen Böden. Mykorrhizapilz auf Erdboden. Nach dem europäischen Schlüssel mit Laubbäumen, meist Rotbuche, wahrscheinlich kalkliebend; in Baden-Württemberg in mesophilen Buchen-, Tannen-Buchen- und Fichten-Tannenwäldern auf basen-, namentlich kalziumreichen, nährstoffarmen Braunerden, vorzugsweise bei Rotbuche (9 von 11 Substratangaben, einmal Fichte). Pilze der Schweiz nennt Laub- und Nadelwälder und Waldränder in Alpweiden von der kollinen bis in die alpine Stufe, im Schlüssel ‚meistens unter Picea‘. Sommer bis Herbst, in Baden-Württemberg August bis Oktober mit Schwerpunkt im September. Nach dem europäischen Schlüssel selten, aber weit verbreitet; Rote Liste Deutschlands 2016 (var. flava): gefährdet.

Mykorrhizapartner · Beispiele

  • Rotbuche
  • Fichten

Fundmeldungen im Jahreslauf

Die meisten Fundmeldungen: August bis September. Alle Monatswerte

Quellen zum Lebensraum
Gezielt gegenüberstellen

Ähnliche Arten.

Gefährliche Verwechslungen

Dreifarbige Koralle

Ramaria formosa

Giftig

Giftig. Äste jung lachsgelb, dann lachsorange, Spitzen lange gelb, Basis weiß; das Fleisch läuft im Schnitt nach Pilze der Schweiz leicht rosabräunlich an. Wie die Schwefelgelbe Koralle mit Schnallen; nach dem europäischen Schlüssel sind ihre Sporen warzig, die der Schwefelgelben Koralle im Umriss fast glatt mit Längsflecken – Pilze der Schweiz beschreibt allerdings beide als warzig. Die Wiener Pilzberatung nennt sie als giftigen Doppelgänger junger Schwefelgelber Korallen; ältere Korallen verlieren nach Gerhardt ihre typischen Farben und sind dann nur noch mikroskopisch zu trennen.

Blasse Koralle

Ramaria pallida

Giftig

Giftig (Bauchwehkoralle). Jung weißlich bis blass milchkaffeefarben statt schwefelgelb, Spitzen meist gleichfarbig oder lila getönt; Hyphen ohne Schnallen, Sporen fein warzig mit teils schräg-reihig verbundenen Warzen. Die Wiener Pilzberatung nennt sie als giftigen Doppelgänger junger Schwefelgelber Korallen; die Unterscheidung sei oft nur mikroskopisch möglich.

Weitere ähnliche Arten

Gelbliche Koralle

Ramaria flavescens

Nicht zum Verzehr empfohlen

Die ÖMG führt sie als giftig, Pilze der Schweiz und Gerhardt als (jung) essbar. Äste hell- bis aprikosengelb oder lachsfarben, nur die äußersten Spitzen anfangs klar gelb, bald den Ästen gleichfarbig; der Strunk trägt über dem Substrat Büschel verkümmerter, cremefarbener Ästchen, die der Schwefelgelben Koralle fehlen. Ebenfalls mit Schnallen; die Sporen sind nach dem europäischen Schlüssel im Umriss deutlich rau mit gewundenen Warzen, Pilze der Schweiz beschreibt sie aber fast gleichlautend wie bei der Schwefelgelben Koralle.

Kein Bild
verfügbar

Goldgelbe Koralle

Ramaria aurea

Noch kein Artporträt

Satt goldgelb, in den Ästen oft mit lachsrosa Hauch, Spitzen gleichfarbig oder intensiver gelb; Hyphen und Basidien ohne Schnallen. Nach Pilze der Schweiz gerne unter Buche, nach Schild (1978) bisher nur dort beobachtet. Der Name wurde früher für mehrere gelbe Arten gebraucht; für die sichere Bestimmung ist nach Gerhardt das Fehlen von Schnallen ausschlaggebend.

Blutrotfleckende Koralle

Ramaria sanguinea

Ungenießbar

Äste gegen oben schwefel- bis primelgelb, der Strunk rötet aber auf Druck und bei Verletzung und trägt vor allem im Alter wein- bis blutrote Flecken; Hyphen ohne Schnallen. Nach Gerhardt unterscheidet sich die Schwefelgelbe Koralle durch Schnallen und fehlendes Röten.

Kein Bild
verfügbar

Abgestutzte Koralle

Ramaria obtusissima

Noch kein Artporträt

Gelbe Koralle der Bergfichtenwälder mit glatten Sporen und Schnallen; Äste jung leuchtend hellgelb, im Alter besonders auf Druck mitunter weinbräunlich anlaufend; im Feld kaum zu bestimmen. Die deutsche Checkliste führt R. flava var. scandinavica; Index Fungorum und der europäische Schlüssel stellen diese Sippe zu R. obtusissima.

Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Beobachtung · Variation · Grenzen

Genau hinsehen, besser einordnen.

Gelb ist kein Artmerkmal

Nach Pilze der Schweiz werden Korallen bei volkstümlichen Bestimmungen oft nur nach der Farbe bestimmt: goldgelbe Funde bei Fichten in montanen Lagen als ‚aurea‘, blassere aus Tallagen als ‚flava‘. Die Rote Liste 2016 hält die deutschen Nachweise der Schwefelgelben Koralle für wahrscheinlich zu zahlreich, weil die Art früher mit anderen gelben Arten vermengt wurde, und der europäische Schlüssel nennt die Verbreitung der Goldgelben Koralle wegen Verwechslungen unbekannt.

Quellen

Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Nr. 459 Ramaria aurea
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Nr. 459 Ramaria aurea, ‚Goldgelbe Koralle‘, gedruckte S. 354, PDF-S. 353: in Laubwäldern, gerne unter Fagus, nach Schild (1978) bisher nur unter Fagus; Äste goldgelb mit einem Hauch Lachsrosa, Spitzen gleichfarbig bis etwas intensiver gelb; Basidien ohne Basalschnalle, Septen ohne Schnallen. Bemerkungen: Korallen würden häufig nur nach der Farbe bestimmt – goldgelbe Pilze bei Fichten in montanen Lagen als ‚aurea‘ (meist R. largentii), blassere Formen in Tallagen als ‚flava‘, solche mit Lachsrosa als ‚formosa‘. · eingesehen 18.10.2026

Rote Liste der Großpilze Deutschlands (2016) · Ramaria flava var. flava – Schwefelgelbe Koralle
F. Dämmrich et al. (2016), Datensatz beim Rote-Liste-Zentrum · Detailseite var. flava (UUID 74840a81-…): Rote-Liste-Kategorie Gefährdet; Verantwortlichkeit nicht bewertet; aktuelle Bestandssituation mäßig häufig; langfristiger Trend Rückgang, Ausmaß unbekannt; kurzfristiger Trend starke Abnahme; Kommentar zur Taxonomie: ‚Die Anzahl der angeblichen Nachweise ist wahrscheinlich zu hoch, da Ramaria flava früher mit anderen gelben Arten vermengt wurde.‘ Detailseite var. scandinavica (UUID 9c5a0230-…): Daten unzureichend. Quelle: Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (8): 31–433. Die Detailseite zur Art-UUID 2b63dca8-… zeigt keinen Datensatz. · eingesehen 18.10.2026

Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel C: Phaeoclavulina und Ramaria
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 752–758, PDF-S. 753–759. Weg zu Ramaria flava: Punkte 2 (Ramaria), 14, 19 (Spitzen nicht rosa bis rot), 22 (Fleisch unveränderlich), 25 (ohne Violett), 27, 34 und 42 (Fruchtkörper blass gelb bis gelb), 47 (ohne karmin- bis weinrote Flecken), 48 (Schnallen vorhanden), 53, 54, 55 (Sporen im Umriss fast glatt, mit dichtem cyanophilem Ornament aus Längsflecken und -streifen) und 56 (R. flava: mit Laubbäumen, meist Fagus; Q 2,5–3,2, Mittel ca. 2,8; bis 250 mm hoch; Sporen 10–15,5 × 4–5,5 µm; wahrscheinlich kalkliebend; selten, aber weit verbreitet – gegenüber R. edwinii mit Nadelbäumen, meist Pinus). Vergleichsarten: Punkt 21 (R. botrytis: Schnallen, Sporen mit cyanophilen Längsstreifen, fast nur bei Fagus), 28 (R. pallida: ohne Schnallen), 34/35/39/40 (R. formosa: Äste deutlich rosa, Schnallen, Sporen mit cyanophilen Warzen), 41 (R. flavescens: Sporen im Umriss deutlich rau, mit kugeligen bis gestreckten, gewundenen Warzen; mit Nadel- und Laubbäumen), 43 (R. aurea: ohne Schnallen, warme ± orange Farben; Verbreitung wegen Verwechslungen unbekannt), 47 (R. sanguinea: karmin- bis weinrote Flecken meist an der Strunkbasis, ohne Schnallen). Fußnoten 6 (Farbspiel Spitzen/Äste; reife, von Sporen zimtocker gefärbte Fruchtkörper nicht bestimmbar), 12 (R. largentii = R. luteoaurantica, fast nur bei Picea), 13 (R. eosanguinea mit Schnallen), 15 (gelbere R. obtusissima var. scandinavica, glattsporig, in Bergnadelwäldern) und 16 (R. flavobrunnescens). Außerdem Clavarioide-Einleitung gedruckte S. 740, PDF-S. 741 (Textlayer: ‚Amongst the larger clavarioids the genera Ramaria, Clavariadelphus and Thelephora are ectomycorrhizals‘). Seitenbilder PDF-S. 753, 755, 756, 757, 758 und 759 geprüft. · eingesehen 18.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Nr. 1.3 Ramaria aurea
A. Gminder, G. J. Krieglsteiner & W. Winterhoff; G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Nr. 1.3 Ramaria aurea ss. str., ‚Goldgelbe Koralle‘, gedruckte S. 67, PDF-S. 66 (Textlayer): Strunk oben bis über die ersten Hauptäste zitronengelb, Äste lachsorange bis lachsfarben, Spitzen satt maisgelb; ‚In Laub- und Mischwäldern am Boden unter Rotbuche‘; die Art wurde früher sehr weit aufgefasst (vgl. Schild 1978), sodass nach heutigem Konzept R. flava und R. flavescens, eventuell auch R. sanguinea eingeschlossen waren. · eingesehen 18.10.2026

Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, 2014)
Ewald Gerhardt · PDF-S. 1382: Gattung Ramaria – ‚Hyphen mit oder ohne Schnallen … einige Arten giftig‘. PDF-S. 1385: Goldgelbe Koralle R. aurea – Hyphen ohne Schnallen; früher mit mehreren goldgelb gefärbten Arten verwechselt; für die exakte Bestimmung ist das Fehlen von Schnallen ausschlaggebend. PDF-S. 1387: Gelbwerdende Koralle R. flavescens – Hyphen mit Schnallen; ‚Jung eßbar‘. PDF-S. 1389: Blutrotfleckende Koralle R. sanguinea – Strunk mit wein- oder blutroten Flecken, Hyphen ohne Schnallen; Verwechslung ‚Hyphen mit Schnallen … nicht rötend: Schwefelgelbe Koralle (R. flava)‘. PDF-S. 1392: Dreifarbige Koralle – ältere Korallen verlieren bald die typischen Farben, sind nur noch mikroskopisch zu trennen und deshalb ‚für Speisezwecke sehr kritisch‘. PDF-S. 1395: Sattgelbe Koralle R. lutea – Verwechslung ‚mit Schnallen, Sporen größer: Schwefelgelbe Koralle (R. flava)‘. · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Schnallen und Sporen

Unter den gelben Korallen trennen vor allem Mikromerkmale: Die Schwefelgelbe Koralle hat Schnallen, nach Pilze der Schweiz und Petersen allerdings nicht an allen Septen; Goldgelbe und Blutrotfleckende Koralle haben keine. Gelbliche und Dreifarbige Koralle tragen ebenfalls Schnallen; nach dem europäischen Schlüssel sind ihre Sporen warzig, die der Schwefelgelben Koralle in Baumwollblau im Umriss fast glatt mit Längsflecken und -streifen. Pilze der Schweiz beschreibt dagegen auch die Sporen der Schwefelgelben Koralle als warzig mit teils verbundenen Warzen, fast gleichlautend wie bei der Gelblichen Koralle. Ganz reife, vom Sporenpulver überpuderte Fruchtkörper lassen sich nach dem europäischen Schlüssel nicht bestimmen.

Quellen

Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel C: Phaeoclavulina und Ramaria
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 752–758, PDF-S. 753–759. Weg zu Ramaria flava: Punkte 2 (Ramaria), 14, 19 (Spitzen nicht rosa bis rot), 22 (Fleisch unveränderlich), 25 (ohne Violett), 27, 34 und 42 (Fruchtkörper blass gelb bis gelb), 47 (ohne karmin- bis weinrote Flecken), 48 (Schnallen vorhanden), 53, 54, 55 (Sporen im Umriss fast glatt, mit dichtem cyanophilem Ornament aus Längsflecken und -streifen) und 56 (R. flava: mit Laubbäumen, meist Fagus; Q 2,5–3,2, Mittel ca. 2,8; bis 250 mm hoch; Sporen 10–15,5 × 4–5,5 µm; wahrscheinlich kalkliebend; selten, aber weit verbreitet – gegenüber R. edwinii mit Nadelbäumen, meist Pinus). Vergleichsarten: Punkt 21 (R. botrytis: Schnallen, Sporen mit cyanophilen Längsstreifen, fast nur bei Fagus), 28 (R. pallida: ohne Schnallen), 34/35/39/40 (R. formosa: Äste deutlich rosa, Schnallen, Sporen mit cyanophilen Warzen), 41 (R. flavescens: Sporen im Umriss deutlich rau, mit kugeligen bis gestreckten, gewundenen Warzen; mit Nadel- und Laubbäumen), 43 (R. aurea: ohne Schnallen, warme ± orange Farben; Verbreitung wegen Verwechslungen unbekannt), 47 (R. sanguinea: karmin- bis weinrote Flecken meist an der Strunkbasis, ohne Schnallen). Fußnoten 6 (Farbspiel Spitzen/Äste; reife, von Sporen zimtocker gefärbte Fruchtkörper nicht bestimmbar), 12 (R. largentii = R. luteoaurantica, fast nur bei Picea), 13 (R. eosanguinea mit Schnallen), 15 (gelbere R. obtusissima var. scandinavica, glattsporig, in Bergnadelwäldern) und 16 (R. flavobrunnescens). Außerdem Clavarioide-Einleitung gedruckte S. 740, PDF-S. 741 (Textlayer: ‚Amongst the larger clavarioids the genera Ramaria, Clavariadelphus and Thelephora are ectomycorrhizals‘). Seitenbilder PDF-S. 753, 755, 756, 757, 758 und 759 geprüft. · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986) – Nr. 464 Ramaria flava
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Nr. 464 Ramaria flava (Schaeff.: Fr.) Quél., ‚Gelbe Koralle‘, gedruckte S. 358, PDF-S. 357 (Seitenbild der Vollausgabe geprüft): Standort (Erdboden in Laub- und Nadelwäldern sowie an Waldrändern in Alpweiden, collin bis alpin, Sommer–Herbst, verbreitet), makroskopische Beschreibung (100–150 (200) mm breit, 60–150 mm hoch, Strunk bis ca. 70 mm dick, Äste 15–30 mm dick, Enden meist mit 2 kurzen Spitzen, Astgabelungen U- bis V-förmig, Strunk knollenartig mit weißer Basis, oben oft schwefelgelb überhaucht, auf Druck nicht verfärbend, Äste schwefelgelb bis hell dottergelb, Spitzen gleichfarbig; Fleisch weißlich, weich, fest, im Strunk brüchig; Geruch schwach unangenehm, nach Schild 1978 nach Hypholoma fasciculare; Geschmack im Strunk mild, gegen die Spitzen bitterlich; bisweilen in Hexenringen), Mikroskopie (Sporen zylindrisch-elliptisch, warzig, Warzen teilweise verbunden, Sporenpulver gelb, 12–14 × 4,5–5 µm, nach Schild 10–15,2 × 4–6,4 µm, cyanophil; Basidien 4-sporig mit Basalschnalle; Septen teilweise mit Schnallen), Bemerkungen (viel verwechselt; nach Petersen 1974 neu typifiziert; Verwechslungen mit R. aurea, R. flavescens, R. obtusissima, R. flavobrunnescens, R. lutea), Fund (Sörenberg/LU, 1200 m, Bachufer unter Picea und Alnus incana, 23.8.1982). Zeichen □ = essbar nach der Zeichenerklärung gedruckte S. 21, PDF-S. 20 (Textlayer). · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Nr. 459 Ramaria aurea
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Nr. 459 Ramaria aurea, ‚Goldgelbe Koralle‘, gedruckte S. 354, PDF-S. 353: in Laubwäldern, gerne unter Fagus, nach Schild (1978) bisher nur unter Fagus; Äste goldgelb mit einem Hauch Lachsrosa, Spitzen gleichfarbig bis etwas intensiver gelb; Basidien ohne Basalschnalle, Septen ohne Schnallen. Bemerkungen: Korallen würden häufig nur nach der Farbe bestimmt – goldgelbe Pilze bei Fichten in montanen Lagen als ‚aurea‘ (meist R. largentii), blassere Formen in Tallagen als ‚flava‘, solche mit Lachsrosa als ‚formosa‘. · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Nr. 465 Ramaria flavescens
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Nr. 465 Ramaria flavescens, ‚Gelbliche Koralle‘, gedruckte S. 358, PDF-S. 357: in Laubwäldern, vor allem bei Fagus; Strunk über dem Substrat mit rudimentären, cremefarbenen Astauswüchsen; Äste hell- bis aprikosengelb oder lachsfarben, jung dottergelb; Septen mit Schnallen; Bemerkung: Verwechslungen mit allen orange-gelben Arten möglich, mikroskopische Untersuchung unentbehrlich. · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Nr. 467 Ramaria formosa
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Nr. 467 Ramaria formosa, ‚Dreifarbige Koralle‘, gedruckte S. 360, PDF-S. 359: Basis weiß, gegen die Äste lachsfarben, Äste jung lachsgelb, dann lachsorange, Spitzen lange gelb; Fleisch im Schnitt leicht rosabräunlich anlaufend; Septen mit Schnallen; Sporen warzig. Bemerkungen: Verwechslungen u. a. mit den ebenfalls schnallentragenden R. flava (Nr. 464) und R. flavescens (Nr. 465); Ramarien seien oft schwierig zu bestimmen, die Mikromerkmale müssten auf alle Fälle herangezogen werden. · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Nr. 472 R. obtusissima, Nr. 473 R. pallida, Nr. 474 R. sanguinea
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 364, PDF-S. 363: Nr. 472 R. obtusissima, ‚Abgestutzte Koralle‘ (Fichtenwälder, montan; Äste jung leuchtend hellgelb, im Alter besonders auf Druck bisweilen weinbräunlich anlaufend; Sporen glatt; Septen mit Schnallen; im Felde kaum bestimmbar; einzige glattsporige gelbe Koralle Europas); Nr. 473 R. pallida, ‚Bauchwehkoralle‘ (Äste jung weißlich, dann blass milchkaffeefarbig, Spitzen gleichfarbig und bisweilen lila getönt; Sporen fein warzig mit teilweise schräg-reihig verbundenen Warzen; Septen ohne Schnallen); Nr. 474 R. sanguinea, ‚Blutrotfleckende Koralle‘ (Strunk auf Druck und bei Verletzung ± rötend, besonders bei älteren Fruchtkörpern; Äste gegen oben schwefel- bis hell primelgelb; Septen ohne Schnallen; bisher nur mit Fagus beobachtet; einzige gelbe Koralle, die bei Verletzung von der Basis aus rot verfärbt). · eingesehen 18.10.2026

Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, 2014)
Ewald Gerhardt · PDF-S. 1382: Gattung Ramaria – ‚Hyphen mit oder ohne Schnallen … einige Arten giftig‘. PDF-S. 1385: Goldgelbe Koralle R. aurea – Hyphen ohne Schnallen; früher mit mehreren goldgelb gefärbten Arten verwechselt; für die exakte Bestimmung ist das Fehlen von Schnallen ausschlaggebend. PDF-S. 1387: Gelbwerdende Koralle R. flavescens – Hyphen mit Schnallen; ‚Jung eßbar‘. PDF-S. 1389: Blutrotfleckende Koralle R. sanguinea – Strunk mit wein- oder blutroten Flecken, Hyphen ohne Schnallen; Verwechslung ‚Hyphen mit Schnallen … nicht rötend: Schwefelgelbe Koralle (R. flava)‘. PDF-S. 1392: Dreifarbige Koralle – ältere Korallen verlieren bald die typischen Farben, sind nur noch mikroskopisch zu trennen und deshalb ‚für Speisezwecke sehr kritisch‘. PDF-S. 1395: Sattgelbe Koralle R. lutea – Verwechslung ‚mit Schnallen, Sporen größer: Schwefelgelbe Koralle (R. flava)‘. · eingesehen 18.10.2026

Key to the species of Ramaria known from Fennoscandia (1999)
J. H. Petersen / Borgsjö, MycoKey (Universität Aarhus) · Schlüssel subgen. Ramaria, S. 4–6: Punkt 11 (R.-flava-Gruppe: alle Teile ± klar gelb; Äste oft langsam dunkelnd bei Verletzung, eventuell über Nacht), 14 (R. sanguinea: braunrote Flecken an der Basis, ohne Schnallen), 15 (R. flava: Schnallen vorhanden; Äste bei Verletzung dunkel weinrötlich verfärbend; Sporen 10–13,2–16,5 × 3,7–4,6–6,0 µm, Q 2,8–2,9), 16 (R. lutea ohne Schnallen); S. 7: Punkt 23/24 (R. aurea: ohne Schnallen, gelborange bis lachsfarbene Äste mit klar gelbem Farbband am Strunkansatz, Sporen 10,0–13,0 × 4,0–6,0 µm). · eingesehen 18.10.2026

Contributions toward a monograph of Ramaria – VIII. Some taxa sheltered under the name Ramaria flava. Persoonia 14(1): 23–42 (1989)
R. H. Petersen · S. 25–27 (PDF-S. 3–5, Seitenbilder gelesen): Ramaria flava (Schaeff.: Fr.) Quél. 1888, Fl. mycol. p. 466 = Clavaria flava Schaeff. 1774, Fung. Bavar. Index 118 (Taf. 175) – Fruchtkörper bis 14 × 8 cm; Strunk bis 4 × 3 cm, ohne verkümmerte Ästchen, wo angefasst unverändert oder schwach bräunend, über dem Substrat blass klar zitronengelb; Fleisch weiß, nicht gelatinös; Äste jung gelb, im Alter buffgelb, Fleisch der Äste oft blass fleischzimtfarben getönt; Spitzen klar gelb bis ockergelb; Geruch mild, nach Gummi; Geschmack schwach bohnenartig oder nach Blumenkohl; Hyphen mit Schnallen, Basidien 4-sporig mit Schnalle; Sporen (9,7–)10,7–14,8 × 4,3–5,9 µm (Em 2,36; Lm 11,9 µm), Ornament stark cyanophil aus sehr kleinen, zerstreuten Warzen und schmalen, gewundenen Graten ohne erkennbare Ausrichtung. Petersen behält den 1974 zitierten Beleg als ‚representative specimen‘ statt als Neotypus. R. flavescens (S. 27): Strunk mit häufigen Büscheln verkümmerter Ästchen; Äste blass ausgebleicht lachsfarben; nur die äußersten 2 mm der Spitzen anfangs klar gelb; Sporen (9,4–)10,4–12,5 × 4,3–5,9 µm. · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Buche oder Fichte?

Der europäische Schlüssel und die Großpilze Baden-Württembergs nennen vor allem die Rotbuche als Partner, Pilze der Schweiz im Schlüssel dagegen ‚meistens unter Picea‘; der dort abgebildete Fund stammt von einem Bachufer unter Fichte und Grauerle. Nach Pilze der Schweiz können in Bergfichtenwäldern an denselben Stellen wie Largents Koralle auch die Schwefelgelbe und die Abgestutzte Koralle wachsen; der europäische Schlüssel stellt der Schwefelgelben Koralle zudem die bei Nadelbäumen, meist Kiefer, wachsende R. edwinii gegenüber.

Quellen

Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel C: Phaeoclavulina und Ramaria
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 752–758, PDF-S. 753–759. Weg zu Ramaria flava: Punkte 2 (Ramaria), 14, 19 (Spitzen nicht rosa bis rot), 22 (Fleisch unveränderlich), 25 (ohne Violett), 27, 34 und 42 (Fruchtkörper blass gelb bis gelb), 47 (ohne karmin- bis weinrote Flecken), 48 (Schnallen vorhanden), 53, 54, 55 (Sporen im Umriss fast glatt, mit dichtem cyanophilem Ornament aus Längsflecken und -streifen) und 56 (R. flava: mit Laubbäumen, meist Fagus; Q 2,5–3,2, Mittel ca. 2,8; bis 250 mm hoch; Sporen 10–15,5 × 4–5,5 µm; wahrscheinlich kalkliebend; selten, aber weit verbreitet – gegenüber R. edwinii mit Nadelbäumen, meist Pinus). Vergleichsarten: Punkt 21 (R. botrytis: Schnallen, Sporen mit cyanophilen Längsstreifen, fast nur bei Fagus), 28 (R. pallida: ohne Schnallen), 34/35/39/40 (R. formosa: Äste deutlich rosa, Schnallen, Sporen mit cyanophilen Warzen), 41 (R. flavescens: Sporen im Umriss deutlich rau, mit kugeligen bis gestreckten, gewundenen Warzen; mit Nadel- und Laubbäumen), 43 (R. aurea: ohne Schnallen, warme ± orange Farben; Verbreitung wegen Verwechslungen unbekannt), 47 (R. sanguinea: karmin- bis weinrote Flecken meist an der Strunkbasis, ohne Schnallen). Fußnoten 6 (Farbspiel Spitzen/Äste; reife, von Sporen zimtocker gefärbte Fruchtkörper nicht bestimmbar), 12 (R. largentii = R. luteoaurantica, fast nur bei Picea), 13 (R. eosanguinea mit Schnallen), 15 (gelbere R. obtusissima var. scandinavica, glattsporig, in Bergnadelwäldern) und 16 (R. flavobrunnescens). Außerdem Clavarioide-Einleitung gedruckte S. 740, PDF-S. 741 (Textlayer: ‚Amongst the larger clavarioids the genera Ramaria, Clavariadelphus and Thelephora are ectomycorrhizals‘). Seitenbilder PDF-S. 753, 755, 756, 757, 758 und 759 geprüft. · eingesehen 18.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Nr. 1.13 Ramaria flava
A. Gminder, G. J. Krieglsteiner & W. Winterhoff; G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Nr. 1.13 Ramaria flava (Schaeffer 1774: Fries 1821) Quélet 1888, ‚Schwefelgelbe Koralle‘, gedruckte S. 75–76, PDF-S. 74–75 (Seitenbilder der Vollausgabe geprüft): Morphologie (bis 20 cm hoch, derber, weißlicher, oft rot gefleckter Strunk; Zweige blass ocker- bis fleischfarben-zitronengelb [gedruckt ‚zironengelb‘], alt an den Enden gelbbraun; Endästchen meist zweiteilig; Trama weißlich, brüchig, in Ästen und Spitzen wässrig durchzogen; Geruch und Geschmack würzig, Astspitzen mit starkem Bitterstoff), Ökologie (mesophile Buchen-, Tannen-Buchen- und Fichten-Tannenwälder auf gut mit Basen, namentlich Kalzium versorgten, nährstoffarmen, großenteils verlehmten Braunerden über Kalken, Mergeln und Silikaten), Substrate (vorzugsweise Rotbuche: Fagus sylvatica 9, indet. Laubbaum 1, Picea abies 1), Phänologie (August bis Oktober; Diagramm Juli 1, August 6, September 15, Oktober 8), Verbreitung in Baden-Württemberg (selten bis sehr zerstreut; (planar bis) kollin bis eumontan; Höhenstufen 2/7/29/11/2), Bestand und Bedrohung (allgemein stark zurückgehend, in vielen Gebieten sehr selten geworden oder verschollen; G 2), allgemeine Verbreitung (in Deutschland sehr zerstreut, fehlt in Hessen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt; deutliche Rückgangstendenz). · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986) – Nr. 464 Ramaria flava
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Nr. 464 Ramaria flava (Schaeff.: Fr.) Quél., ‚Gelbe Koralle‘, gedruckte S. 358, PDF-S. 357 (Seitenbild der Vollausgabe geprüft): Standort (Erdboden in Laub- und Nadelwäldern sowie an Waldrändern in Alpweiden, collin bis alpin, Sommer–Herbst, verbreitet), makroskopische Beschreibung (100–150 (200) mm breit, 60–150 mm hoch, Strunk bis ca. 70 mm dick, Äste 15–30 mm dick, Enden meist mit 2 kurzen Spitzen, Astgabelungen U- bis V-förmig, Strunk knollenartig mit weißer Basis, oben oft schwefelgelb überhaucht, auf Druck nicht verfärbend, Äste schwefelgelb bis hell dottergelb, Spitzen gleichfarbig; Fleisch weißlich, weich, fest, im Strunk brüchig; Geruch schwach unangenehm, nach Schild 1978 nach Hypholoma fasciculare; Geschmack im Strunk mild, gegen die Spitzen bitterlich; bisweilen in Hexenringen), Mikroskopie (Sporen zylindrisch-elliptisch, warzig, Warzen teilweise verbunden, Sporenpulver gelb, 12–14 × 4,5–5 µm, nach Schild 10–15,2 × 4–6,4 µm, cyanophil; Basidien 4-sporig mit Basalschnalle; Septen teilweise mit Schnallen), Bemerkungen (viel verwechselt; nach Petersen 1974 neu typifiziert; Verwechslungen mit R. aurea, R. flavescens, R. obtusissima, R. flavobrunnescens, R. lutea), Fund (Sörenberg/LU, 1200 m, Bachufer unter Picea und Alnus incana, 23.8.1982). Zeichen □ = essbar nach der Zeichenerklärung gedruckte S. 21, PDF-S. 20 (Textlayer). · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Bestimmungsschlüssel der Keulen- und Korallenpilze
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 43–44, PDF-S. 42–43: Punkt 9/10 (Clavulinopsis corniculata klein, 15–50 mm, in Magerwiesen, Sporen rundlich); Zweig ‚die meisten Septen ohne Schnallen‘: 8 R. sanguinea (an der Basis weinrot fleckend), 10 R. aurea (satt goldgelb, Spitzen gleichfarbig bis intensiver, unter Fagus), 10* R. flava (schwefelgelb bis hell dottergelb, Spitzen gleichfarbig, meistens unter Picea, Sp. 10–15 × 4–6,4 µm); Zweig ‚die meisten Septen mit Schnallen‘: 8* R. formosa (Fleisch meistens in einigen Minuten ± rosa-bräunlich verfärbend, weiße Basis, lachsorange Äste mit gelben Spitzen), 12 R. flava (Septen nur teilweise mit Schnallen, meistens unter Picea), 14 R. flavescens. PDF-S. 43 am Seitenbild der Vollausgabe geprüft. · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Nr. 469 Ramaria largentii und Nr. 470 R. lutea
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 362, PDF-S. 361: Nr. 469 R. largentii (in Nadelwäldern unter Picea, montan bis alpin; Äste gelb-orange; Bemerkung: an den gleichen Standorten auch R. flava, R. obtusissima und seltener R. flavescens; gesicherte Bestimmung nur mikroskopisch); Nr. 470 R. lutea (‚sieht aus wie eine kleine, blasse Ramaria flava‘, unterscheidet sich durch kleinere Sporen und schnallenlose Septen). · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Rote Flecken am Strunk

Weinrote Flecken oder Rötung an der Strunkbasis sprechen nach Pilze der Schweiz und dem europäischen Schlüssel für die schnallenlose Blutrotfleckende Koralle; die sehr ähnliche R. eosanguinea hat nach dem Schlüssel Schnallen. Für die Schwefelgelbe Koralle selbst sind die Angaben uneinheitlich: Pilze der Schweiz nennt den Strunk auf Druck nicht verfärbend, Petersen (1989) unverändert oder schwach bräunend, ein fennoskandischer Schlüssel bei Verletzung dunkel weinrötlich werdende Äste, die Großpilze Baden-Württembergs einen oft rot gefleckten Strunk – ihr eigener Schlüssel führt die Art aber als stets ohne weinrote Flecken.

Quellen

Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986) – Nr. 464 Ramaria flava
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Nr. 464 Ramaria flava (Schaeff.: Fr.) Quél., ‚Gelbe Koralle‘, gedruckte S. 358, PDF-S. 357 (Seitenbild der Vollausgabe geprüft): Standort (Erdboden in Laub- und Nadelwäldern sowie an Waldrändern in Alpweiden, collin bis alpin, Sommer–Herbst, verbreitet), makroskopische Beschreibung (100–150 (200) mm breit, 60–150 mm hoch, Strunk bis ca. 70 mm dick, Äste 15–30 mm dick, Enden meist mit 2 kurzen Spitzen, Astgabelungen U- bis V-förmig, Strunk knollenartig mit weißer Basis, oben oft schwefelgelb überhaucht, auf Druck nicht verfärbend, Äste schwefelgelb bis hell dottergelb, Spitzen gleichfarbig; Fleisch weißlich, weich, fest, im Strunk brüchig; Geruch schwach unangenehm, nach Schild 1978 nach Hypholoma fasciculare; Geschmack im Strunk mild, gegen die Spitzen bitterlich; bisweilen in Hexenringen), Mikroskopie (Sporen zylindrisch-elliptisch, warzig, Warzen teilweise verbunden, Sporenpulver gelb, 12–14 × 4,5–5 µm, nach Schild 10–15,2 × 4–6,4 µm, cyanophil; Basidien 4-sporig mit Basalschnalle; Septen teilweise mit Schnallen), Bemerkungen (viel verwechselt; nach Petersen 1974 neu typifiziert; Verwechslungen mit R. aurea, R. flavescens, R. obtusissima, R. flavobrunnescens, R. lutea), Fund (Sörenberg/LU, 1200 m, Bachufer unter Picea und Alnus incana, 23.8.1982). Zeichen □ = essbar nach der Zeichenerklärung gedruckte S. 21, PDF-S. 20 (Textlayer). · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Nr. 472 R. obtusissima, Nr. 473 R. pallida, Nr. 474 R. sanguinea
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 364, PDF-S. 363: Nr. 472 R. obtusissima, ‚Abgestutzte Koralle‘ (Fichtenwälder, montan; Äste jung leuchtend hellgelb, im Alter besonders auf Druck bisweilen weinbräunlich anlaufend; Sporen glatt; Septen mit Schnallen; im Felde kaum bestimmbar; einzige glattsporige gelbe Koralle Europas); Nr. 473 R. pallida, ‚Bauchwehkoralle‘ (Äste jung weißlich, dann blass milchkaffeefarbig, Spitzen gleichfarbig und bisweilen lila getönt; Sporen fein warzig mit teilweise schräg-reihig verbundenen Warzen; Septen ohne Schnallen); Nr. 474 R. sanguinea, ‚Blutrotfleckende Koralle‘ (Strunk auf Druck und bei Verletzung ± rötend, besonders bei älteren Fruchtkörpern; Äste gegen oben schwefel- bis hell primelgelb; Septen ohne Schnallen; bisher nur mit Fagus beobachtet; einzige gelbe Koralle, die bei Verletzung von der Basis aus rot verfärbt). · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Bestimmungsschlüssel der Keulen- und Korallenpilze
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 43–44, PDF-S. 42–43: Punkt 9/10 (Clavulinopsis corniculata klein, 15–50 mm, in Magerwiesen, Sporen rundlich); Zweig ‚die meisten Septen ohne Schnallen‘: 8 R. sanguinea (an der Basis weinrot fleckend), 10 R. aurea (satt goldgelb, Spitzen gleichfarbig bis intensiver, unter Fagus), 10* R. flava (schwefelgelb bis hell dottergelb, Spitzen gleichfarbig, meistens unter Picea, Sp. 10–15 × 4–6,4 µm); Zweig ‚die meisten Septen mit Schnallen‘: 8* R. formosa (Fleisch meistens in einigen Minuten ± rosa-bräunlich verfärbend, weiße Basis, lachsorange Äste mit gelben Spitzen), 12 R. flava (Septen nur teilweise mit Schnallen, meistens unter Picea), 14 R. flavescens. PDF-S. 43 am Seitenbild der Vollausgabe geprüft. · eingesehen 18.10.2026

Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel C: Phaeoclavulina und Ramaria
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 752–758, PDF-S. 753–759. Weg zu Ramaria flava: Punkte 2 (Ramaria), 14, 19 (Spitzen nicht rosa bis rot), 22 (Fleisch unveränderlich), 25 (ohne Violett), 27, 34 und 42 (Fruchtkörper blass gelb bis gelb), 47 (ohne karmin- bis weinrote Flecken), 48 (Schnallen vorhanden), 53, 54, 55 (Sporen im Umriss fast glatt, mit dichtem cyanophilem Ornament aus Längsflecken und -streifen) und 56 (R. flava: mit Laubbäumen, meist Fagus; Q 2,5–3,2, Mittel ca. 2,8; bis 250 mm hoch; Sporen 10–15,5 × 4–5,5 µm; wahrscheinlich kalkliebend; selten, aber weit verbreitet – gegenüber R. edwinii mit Nadelbäumen, meist Pinus). Vergleichsarten: Punkt 21 (R. botrytis: Schnallen, Sporen mit cyanophilen Längsstreifen, fast nur bei Fagus), 28 (R. pallida: ohne Schnallen), 34/35/39/40 (R. formosa: Äste deutlich rosa, Schnallen, Sporen mit cyanophilen Warzen), 41 (R. flavescens: Sporen im Umriss deutlich rau, mit kugeligen bis gestreckten, gewundenen Warzen; mit Nadel- und Laubbäumen), 43 (R. aurea: ohne Schnallen, warme ± orange Farben; Verbreitung wegen Verwechslungen unbekannt), 47 (R. sanguinea: karmin- bis weinrote Flecken meist an der Strunkbasis, ohne Schnallen). Fußnoten 6 (Farbspiel Spitzen/Äste; reife, von Sporen zimtocker gefärbte Fruchtkörper nicht bestimmbar), 12 (R. largentii = R. luteoaurantica, fast nur bei Picea), 13 (R. eosanguinea mit Schnallen), 15 (gelbere R. obtusissima var. scandinavica, glattsporig, in Bergnadelwäldern) und 16 (R. flavobrunnescens). Außerdem Clavarioide-Einleitung gedruckte S. 740, PDF-S. 741 (Textlayer: ‚Amongst the larger clavarioids the genera Ramaria, Clavariadelphus and Thelephora are ectomycorrhizals‘). Seitenbilder PDF-S. 753, 755, 756, 757, 758 und 759 geprüft. · eingesehen 18.10.2026

Key to the species of Ramaria known from Fennoscandia (1999)
J. H. Petersen / Borgsjö, MycoKey (Universität Aarhus) · Schlüssel subgen. Ramaria, S. 4–6: Punkt 11 (R.-flava-Gruppe: alle Teile ± klar gelb; Äste oft langsam dunkelnd bei Verletzung, eventuell über Nacht), 14 (R. sanguinea: braunrote Flecken an der Basis, ohne Schnallen), 15 (R. flava: Schnallen vorhanden; Äste bei Verletzung dunkel weinrötlich verfärbend; Sporen 10–13,2–16,5 × 3,7–4,6–6,0 µm, Q 2,8–2,9), 16 (R. lutea ohne Schnallen); S. 7: Punkt 23/24 (R. aurea: ohne Schnallen, gelborange bis lachsfarbene Äste mit klar gelbem Farbband am Strunkansatz, Sporen 10,0–13,0 × 4,0–6,0 µm). · eingesehen 18.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Nr. 1.13 Ramaria flava
A. Gminder, G. J. Krieglsteiner & W. Winterhoff; G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Nr. 1.13 Ramaria flava (Schaeffer 1774: Fries 1821) Quélet 1888, ‚Schwefelgelbe Koralle‘, gedruckte S. 75–76, PDF-S. 74–75 (Seitenbilder der Vollausgabe geprüft): Morphologie (bis 20 cm hoch, derber, weißlicher, oft rot gefleckter Strunk; Zweige blass ocker- bis fleischfarben-zitronengelb [gedruckt ‚zironengelb‘], alt an den Enden gelbbraun; Endästchen meist zweiteilig; Trama weißlich, brüchig, in Ästen und Spitzen wässrig durchzogen; Geruch und Geschmack würzig, Astspitzen mit starkem Bitterstoff), Ökologie (mesophile Buchen-, Tannen-Buchen- und Fichten-Tannenwälder auf gut mit Basen, namentlich Kalzium versorgten, nährstoffarmen, großenteils verlehmten Braunerden über Kalken, Mergeln und Silikaten), Substrate (vorzugsweise Rotbuche: Fagus sylvatica 9, indet. Laubbaum 1, Picea abies 1), Phänologie (August bis Oktober; Diagramm Juli 1, August 6, September 15, Oktober 8), Verbreitung in Baden-Württemberg (selten bis sehr zerstreut; (planar bis) kollin bis eumontan; Höhenstufen 2/7/29/11/2), Bestand und Bedrohung (allgemein stark zurückgehend, in vielen Gebieten sehr selten geworden oder verschollen; G 2), allgemeine Verbreitung (in Deutschland sehr zerstreut, fehlt in Hessen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt; deutliche Rückgangstendenz). · eingesehen 18.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Gattungsschlüssel Ramaria und Nr. 1.34 R. subtilis
A. Gminder, G. J. Krieglsteiner & W. Winterhoff; G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gattungsschlüssel gedruckte S. 63–64, PDF-S. 62–63 (Seitenbild PDF-S. 63 geprüft): 16 Sporen gestreift (R. botrytis, R. rubripermanens) gegenüber 16* glatt, runzelig, warzig; 24 Bcarp. gelb, teils mit weinroten bis bräunlichen Flecken → 25 mit Schnallen → 26* stets ohne weinrote oder bräunliche Flecken → 13 R. flava; 25* ohne Schnallen → 28 leuchtend schwefelgelb mit weinroten Flecken → R. sanguinea; 33 R. aurea (ohne Schnallen, goldgelb). Nr. 1.34 R. subtilis, gedruckte S. 91, PDF-S. 90 (Textlayer): ‚Die größere R. flava weist zwar fast dieselben Sporen auf, aber Hyphen ohne Schnallen.‘ · eingesehen 18.10.2026

Contributions toward a monograph of Ramaria – VIII. Some taxa sheltered under the name Ramaria flava. Persoonia 14(1): 23–42 (1989)
R. H. Petersen · S. 25–27 (PDF-S. 3–5, Seitenbilder gelesen): Ramaria flava (Schaeff.: Fr.) Quél. 1888, Fl. mycol. p. 466 = Clavaria flava Schaeff. 1774, Fung. Bavar. Index 118 (Taf. 175) – Fruchtkörper bis 14 × 8 cm; Strunk bis 4 × 3 cm, ohne verkümmerte Ästchen, wo angefasst unverändert oder schwach bräunend, über dem Substrat blass klar zitronengelb; Fleisch weiß, nicht gelatinös; Äste jung gelb, im Alter buffgelb, Fleisch der Äste oft blass fleischzimtfarben getönt; Spitzen klar gelb bis ockergelb; Geruch mild, nach Gummi; Geschmack schwach bohnenartig oder nach Blumenkohl; Hyphen mit Schnallen, Basidien 4-sporig mit Schnalle; Sporen (9,7–)10,7–14,8 × 4,3–5,9 µm (Em 2,36; Lm 11,9 µm), Ornament stark cyanophil aus sehr kleinen, zerstreuten Warzen und schmalen, gewundenen Graten ohne erkennbare Ausrichtung. Petersen behält den 1974 zitierten Beleg als ‚representative specimen‘ statt als Neotypus. R. flavescens (S. 27): Strunk mit häufigen Büscheln verkümmerter Ästchen; Äste blass ausgebleicht lachsfarben; nur die äußersten 2 mm der Spitzen anfangs klar gelb; Sporen (9,4–)10,4–12,5 × 4,3–5,9 µm. · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Volksnamen · Sprachen · Belege

Namen & Sprachen.

Bezugsart: Ramaria flava

Sprache öffnen, um die Belege zu sehen

DeutschSchwefelgelbe KoralleGelbe KoralleZitronengelbe Koralle

Namensbeleg

Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur (Rote-Liste-Zentrum, DGfM-Taxonliste über GBIF, Großpilze Baden-Württembergs 2, Pilze der Schweiz 2, ÖMG, Stadt Wien) · Abgerufen: 18.10.2026

NiederländischGele koraalzwam

Namensbeleg

Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

FranzösischClavaire jaune

Namensbeleg

TAXREF · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

SpanischRamaria amarillaPie de galloQuelltaxon ‚Ramaria flava (Schaeff.:Fr.) Quélet‘ (akzeptiert) mit dem Eintrag ‚ramaria amarilla, pie de gallo, bosquecillo‘; ‚ramaria amarilla‘ und ‚pie de gallo‘ auch als Einzeleinträge (Quelltaxa 100271529, 100271524). Weitere regionale Namen desselben Datensatzes (barba de chivo, Barba de Dios) und des Catalogue of Life (Chandi, Changle, Escobetilla, teils chilenisch) nicht übernommen. Regionale Namen, keine landesweit einheitliche Benennung.

Namensbeleg

Vernacular names of Iberian fungi in Spain · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

ItalienischManine gialleRegionaler bzw. dialektaler Name; keine landesweit einheitliche Benennung.

Namensbeleg

Micologia Messinese · Nomi comuni e dialettali · Abgerufen: 18.10.2026

Manine gialle | Ramaria flava

PolnischKoralówka żółta

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

TschechischKuřátka žlutá

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

SlowenischRumena griva

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

KroatischŽuta capica

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

UngarischSárga korallgomba

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

RussischРогатик жёлтый

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

Japanischキホウキタケ

Namensbeleg

List of local names of fungi in based on Katsumoto (2010) · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026

Noch ohne geprüften Namensbeleg

  • Englisch
  • Rumänisch
  • Dänisch
  • Norwegisch
  • Schwedisch
3 weitereWeniger anzeigen
  • Finnisch
  • Serbisch
  • Chinesisch

Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 18.10.2026.

Regionale Beobachtungsdaten · 2015–2025

Fundmeldungen im Jahresverlauf.

65GBIF-Datensätze

Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.

Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.

Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.

Einordnung & Datengrundlage

Meldungen sind keine Prognose.

Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.

Was wurde ausgewählt?

Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 18.10.2026.

Exakte GBIF-Abfrage
Monats- und Länderwerte ansehen
Monat · alle zehn Länder zusammen
MonatDatensätze
Jan0
Feb0
Mär0
Apr0
Mai0
Jun4
Jul1
Aug17
Sep31
Okt12
Nov0
Dez0
Land · alle Monate zusammen
LandDatensätze
Deutschland8
Österreich15
Schweiz41
Tschechien0
Polen1
Slowakei0
Ungarn0
Slowenien0
Liechtenstein0
Luxemburg0

Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.

Aggregierte Werte als CSV herunterladen
Herkunft & Lizenzen · 5 beitragende Datensätze

Daten über GBIF.org. 0 Meldungen unter CC0 1.0, 65 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.

  1. Swiss National Fungi Databank · 41 Datensätze
    Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  2. Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 13 Datensätze
    Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  3. NABU|naturgucker · 8 Datensätze
    naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  4. Biodiversitätsdatenbank Nationalpark Kalkalpen · 2 Datensätze
    National Park Kalkalpen (2026). Biodiversitätsdatenbank Nationalpark Kalkalpen. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/tgezgw accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  5. Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ) · 1 Datensatz
    Kujawa A (2022). Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ). Version 1.4. Polish Mycological Society. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/4a38vf accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Recherchefassung · 17 Fachquellen

Quellen & Prüfstand.

Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellenabgleich · 19.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich

Ergebnis dieser Runde: Speisewert wie beim Hahnenkamm (0.39): nicht zum Verzehr empfohlen, weil die DGfM Korallen (Ramaria spp.) mit gastrointestinalem Syndrom führt und keine Koralle in die Positivliste aufnimmt, obwohl Pilze der Schweiz, ÖMG und Stadt Wien die Art als essbar führen (ÖMG und Wien teilen Textzeilen mit derselben Hobbyseite). Quellenwidersprüche offengelegt: Baumpartner (Rotbuche nach FTE und GPBW, ‚meistens unter Picea‘ nach PdS), Verfärbung des Strunks (nicht verfärbend bis oft rot gefleckt), Schnallen (vorhanden, nach PdS und Petersen nicht an allen Septen; GPBW Nr. 1.34 widersprüchlich ‚ohne Schnallen‘), Sporenornament (Längsflecken nach FTE, Warzen und gewundene Grate nach PdS und Petersen – als Trennmerkmal gegen Dreifarbige und Gelbliche Koralle daher nur nach FTE) sowie Geruch und Geschmack. Keine menschliche Endredaktion.

Umfang: Fungi of Temperate Europe – Keys (Schlüssel C; Seitenbilder geprüft), Pilze der Schweiz 2 (Nr. 459, 464, 465, 467, 469–474 und Schlüssel; Nr. 464 und Schlüsselseite am Seitenbild der Vollausgabe geprüft), Großpilze Baden-Württembergs 2 (Nr. 1.13 und Gattungsschlüssel am Seitenbild, Nr. 1.3 und 1.34 im Textlayer), Gerhardt (BLV, E-Book 2014; Verwechslungshinweise), Petersen 1989 (Persoonia, Open Access), fennoskandischer MycoKey-Schlüssel (1999), First Nature; DGfM-Giftpilzliste, Positivliste, Liste uneinheitlicher Speisewert und Syndromseite; VAPKO-Empfehlungs- und Giftpilzliste; ÖMG-Speisewerttabelle; Stadt Wien; Rote Liste 2016 und Checkliste (Rote-Liste-Zentrum), Index Fungorum, GBIF. Funga Nordica: die vorliegende Ausgabe behandelt Ramaria nicht (Textauszug ohne Treffer). MycoBank nicht lesbar. Fotos nur nach Metadaten.

Erneut herangezogene Quellen

Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel C: Phaeoclavulina und Ramaria
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 752–758, PDF-S. 753–759. Weg zu Ramaria flava: Punkte 2 (Ramaria), 14, 19 (Spitzen nicht rosa bis rot), 22 (Fleisch unveränderlich), 25 (ohne Violett), 27, 34 und 42 (Fruchtkörper blass gelb bis gelb), 47 (ohne karmin- bis weinrote Flecken), 48 (Schnallen vorhanden), 53, 54, 55 (Sporen im Umriss fast glatt, mit dichtem cyanophilem Ornament aus Längsflecken und -streifen) und 56 (R. flava: mit Laubbäumen, meist Fagus; Q 2,5–3,2, Mittel ca. 2,8; bis 250 mm hoch; Sporen 10–15,5 × 4–5,5 µm; wahrscheinlich kalkliebend; selten, aber weit verbreitet – gegenüber R. edwinii mit Nadelbäumen, meist Pinus). Vergleichsarten: Punkt 21 (R. botrytis: Schnallen, Sporen mit cyanophilen Längsstreifen, fast nur bei Fagus), 28 (R. pallida: ohne Schnallen), 34/35/39/40 (R. formosa: Äste deutlich rosa, Schnallen, Sporen mit cyanophilen Warzen), 41 (R. flavescens: Sporen im Umriss deutlich rau, mit kugeligen bis gestreckten, gewundenen Warzen; mit Nadel- und Laubbäumen), 43 (R. aurea: ohne Schnallen, warme ± orange Farben; Verbreitung wegen Verwechslungen unbekannt), 47 (R. sanguinea: karmin- bis weinrote Flecken meist an der Strunkbasis, ohne Schnallen). Fußnoten 6 (Farbspiel Spitzen/Äste; reife, von Sporen zimtocker gefärbte Fruchtkörper nicht bestimmbar), 12 (R. largentii = R. luteoaurantica, fast nur bei Picea), 13 (R. eosanguinea mit Schnallen), 15 (gelbere R. obtusissima var. scandinavica, glattsporig, in Bergnadelwäldern) und 16 (R. flavobrunnescens). Außerdem Clavarioide-Einleitung gedruckte S. 740, PDF-S. 741 (Textlayer: ‚Amongst the larger clavarioids the genera Ramaria, Clavariadelphus and Thelephora are ectomycorrhizals‘). Seitenbilder PDF-S. 753, 755, 756, 757, 758 und 759 geprüft. · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986) – Nr. 464 Ramaria flava
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Nr. 464 Ramaria flava (Schaeff.: Fr.) Quél., ‚Gelbe Koralle‘, gedruckte S. 358, PDF-S. 357 (Seitenbild der Vollausgabe geprüft): Standort (Erdboden in Laub- und Nadelwäldern sowie an Waldrändern in Alpweiden, collin bis alpin, Sommer–Herbst, verbreitet), makroskopische Beschreibung (100–150 (200) mm breit, 60–150 mm hoch, Strunk bis ca. 70 mm dick, Äste 15–30 mm dick, Enden meist mit 2 kurzen Spitzen, Astgabelungen U- bis V-förmig, Strunk knollenartig mit weißer Basis, oben oft schwefelgelb überhaucht, auf Druck nicht verfärbend, Äste schwefelgelb bis hell dottergelb, Spitzen gleichfarbig; Fleisch weißlich, weich, fest, im Strunk brüchig; Geruch schwach unangenehm, nach Schild 1978 nach Hypholoma fasciculare; Geschmack im Strunk mild, gegen die Spitzen bitterlich; bisweilen in Hexenringen), Mikroskopie (Sporen zylindrisch-elliptisch, warzig, Warzen teilweise verbunden, Sporenpulver gelb, 12–14 × 4,5–5 µm, nach Schild 10–15,2 × 4–6,4 µm, cyanophil; Basidien 4-sporig mit Basalschnalle; Septen teilweise mit Schnallen), Bemerkungen (viel verwechselt; nach Petersen 1974 neu typifiziert; Verwechslungen mit R. aurea, R. flavescens, R. obtusissima, R. flavobrunnescens, R. lutea), Fund (Sörenberg/LU, 1200 m, Bachufer unter Picea und Alnus incana, 23.8.1982). Zeichen □ = essbar nach der Zeichenerklärung gedruckte S. 21, PDF-S. 20 (Textlayer). · eingesehen 18.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Nr. 1.13 Ramaria flava
A. Gminder, G. J. Krieglsteiner & W. Winterhoff; G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Nr. 1.13 Ramaria flava (Schaeffer 1774: Fries 1821) Quélet 1888, ‚Schwefelgelbe Koralle‘, gedruckte S. 75–76, PDF-S. 74–75 (Seitenbilder der Vollausgabe geprüft): Morphologie (bis 20 cm hoch, derber, weißlicher, oft rot gefleckter Strunk; Zweige blass ocker- bis fleischfarben-zitronengelb [gedruckt ‚zironengelb‘], alt an den Enden gelbbraun; Endästchen meist zweiteilig; Trama weißlich, brüchig, in Ästen und Spitzen wässrig durchzogen; Geruch und Geschmack würzig, Astspitzen mit starkem Bitterstoff), Ökologie (mesophile Buchen-, Tannen-Buchen- und Fichten-Tannenwälder auf gut mit Basen, namentlich Kalzium versorgten, nährstoffarmen, großenteils verlehmten Braunerden über Kalken, Mergeln und Silikaten), Substrate (vorzugsweise Rotbuche: Fagus sylvatica 9, indet. Laubbaum 1, Picea abies 1), Phänologie (August bis Oktober; Diagramm Juli 1, August 6, September 15, Oktober 8), Verbreitung in Baden-Württemberg (selten bis sehr zerstreut; (planar bis) kollin bis eumontan; Höhenstufen 2/7/29/11/2), Bestand und Bedrohung (allgemein stark zurückgehend, in vielen Gebieten sehr selten geworden oder verschollen; G 2), allgemeine Verbreitung (in Deutschland sehr zerstreut, fehlt in Hessen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt; deutliche Rückgangstendenz). · eingesehen 18.10.2026

Contributions toward a monograph of Ramaria – VIII. Some taxa sheltered under the name Ramaria flava. Persoonia 14(1): 23–42 (1989)
R. H. Petersen · S. 25–27 (PDF-S. 3–5, Seitenbilder gelesen): Ramaria flava (Schaeff.: Fr.) Quél. 1888, Fl. mycol. p. 466 = Clavaria flava Schaeff. 1774, Fung. Bavar. Index 118 (Taf. 175) – Fruchtkörper bis 14 × 8 cm; Strunk bis 4 × 3 cm, ohne verkümmerte Ästchen, wo angefasst unverändert oder schwach bräunend, über dem Substrat blass klar zitronengelb; Fleisch weiß, nicht gelatinös; Äste jung gelb, im Alter buffgelb, Fleisch der Äste oft blass fleischzimtfarben getönt; Spitzen klar gelb bis ockergelb; Geruch mild, nach Gummi; Geschmack schwach bohnenartig oder nach Blumenkohl; Hyphen mit Schnallen, Basidien 4-sporig mit Schnalle; Sporen (9,7–)10,7–14,8 × 4,3–5,9 µm (Em 2,36; Lm 11,9 µm), Ornament stark cyanophil aus sehr kleinen, zerstreuten Warzen und schmalen, gewundenen Graten ohne erkennbare Ausrichtung. Petersen behält den 1974 zitierten Beleg als ‚representative specimen‘ statt als Neotypus. R. flavescens (S. 27): Strunk mit häufigen Büscheln verkümmerter Ästchen; Äste blass ausgebleicht lachsfarben; nur die äußersten 2 mm der Spitzen anfangs klar gelb; Sporen (9,4–)10,4–12,5 × 4,3–5,9 µm. · eingesehen 18.10.2026

DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · Stand 01.05.2026, PDF-S. 7 (9 S.): Gattungszeile ‚Ramaria – Korallen‘; ‚Ramaria formosa – Dreifarbige Koralle – Gastrointestinales Syndrom‘; ‚Ramaria pallida – Bauchwehkoralle – Gastrointestinales Syndrom‘; ‚Ramaria spp. – Korallen – Gastrointestinales Syndrom‘. Ramaria flava nicht einzeln genannt. · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)

Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise

Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.

Quellenname: Ramaria flava · abgeglichen am 18.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

  1. Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel C: Phaeoclavulina und Ramaria

    Seite: S. 752–758

    Bibliografie

    T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen

    Bestimmungsschlüssel · Schlüsselseiten gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 753–759. Weg zu Ramaria flava: Punkte 2 (Ramaria), 14, 19 (Spitzen nicht rosa bis rot), 22 (Fleisch unveränderlich), 25 (ohne Violett), 27, 34 und 42 (Fruchtkörper blass gelb bis gelb), 47 (ohne karmin- bis weinrote Flecken), 48 (Schnallen vorhanden), 53, 54, 55 (Sporen im Umriss fast glatt, mit dichtem cyanophilem Ornament aus Längsflecken und -streifen) und 56 (R. flava: mit Laubbäumen, meist Fagus; Q 2,5–3,2, Mittel ca. 2,8; bis 250 mm hoch; Sporen 10–15,5 × 4–5,5 µm; wahrscheinlich kalkliebend; selten, aber weit verbreitet – gegenüber R. edwinii mit Nadelbäumen, meist Pinus). Vergleichsarten: Punkt 21 (R. botrytis: Schnallen, Sporen mit cyanophilen Längsstreifen, fast nur bei Fagus), 28 (R. pallida: ohne Schnallen), 34/35/39/40 (R. formosa: Äste deutlich rosa, Schnallen, Sporen mit cyanophilen Warzen), 41 (R. flavescens: Sporen im Umriss deutlich rau, mit kugeligen bis gestreckten, gewundenen Warzen; mit Nadel- und Laubbäumen), 43 (R. aurea: ohne Schnallen, warme ± orange Farben; Verbreitung wegen Verwechslungen unbekannt), 47 (R. sanguinea: karmin- bis weinrote Flecken meist an der Strunkbasis, ohne Schnallen). Fußnoten 6 (Farbspiel Spitzen/Äste; reife, von Sporen zimtocker gefärbte Fruchtkörper nicht bestimmbar), 12 (R. largentii = R. luteoaurantica, fast nur bei Picea), 13 (R. eosanguinea mit Schnallen), 15 (gelbere R. obtusissima var. scandinavica, glattsporig, in Bergnadelwäldern) und 16 (R. flavobrunnescens). Außerdem Clavarioide-Einleitung gedruckte S. 740, PDF-S. 741 (Textlayer: ‚Amongst the larger clavarioids the genera Ramaria, Clavariadelphus and Thelephora are ectomycorrhizals‘). Seitenbilder PDF-S. 753, 755, 756, 757, 758 und 759 geprüft

  2. Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986) – Nr. 464 Ramaria flava

    Seiten: PDF-S. 357 · S. 43–44 · PDF-S. 353 · PDF-S. 357 · PDF-S. 359 · S. 362 · S. 364

    Bibliografie

    J. Breitenbach & F. Kränzlin

    Monografie · Artpassage gelesen · Schlüsselseiten gelesen · Vergleichsart gelesen · Vergleichsarten gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Nr. 464 Ramaria flava (Schaeff.: Fr.) Quél., ‚Gelbe Koralle‘, gedruckte S. 358, PDF-S. 357 (Seitenbild der Vollausgabe geprüft): Standort (Erdboden in Laub- und Nadelwäldern sowie an Waldrändern in Alpweiden, collin bis alpin, Sommer–Herbst, verbreitet), makroskopische Beschreibung (100–150 (200) mm breit, 60–150 mm hoch, Strunk bis ca. 70 mm dick, Äste 15–30 mm dick, Enden meist mit 2 kurzen Spitzen, Astgabelungen U- bis V-förmig, Strunk knollenartig mit weißer Basis, oben oft schwefelgelb überhaucht, auf Druck nicht verfärbend, Äste schwefelgelb bis hell dottergelb, Spitzen gleichfarbig; Fleisch weißlich, weich, fest, im Strunk brüchig; Geruch schwach unangenehm, nach Schild 1978 nach Hypholoma fasciculare; Geschmack im Strunk mild, gegen die Spitzen bitterlich; bisweilen in Hexenringen), Mikroskopie (Sporen zylindrisch-elliptisch, warzig, Warzen teilweise verbunden, Sporenpulver gelb, 12–14 × 4,5–5 µm, nach Schild 10–15,2 × 4–6,4 µm, cyanophil; Basidien 4-sporig mit Basalschnalle; Septen teilweise mit Schnallen), Bemerkungen (viel verwechselt; nach Petersen 1974 neu typifiziert; Verwechslungen mit R. aurea, R. flavescens, R. obtusissima, R. flavobrunnescens, R. lutea), Fund (Sörenberg/LU, 1200 m, Bachufer unter Picea und Alnus incana, 23.8.1982). Zeichen □ = essbar nach der Zeichenerklärung gedruckte S. 21, PDF-S. 20 (Textlayer); PDF-S. 42–43: Punkt 9/10 (Clavulinopsis corniculata klein, 15–50 mm, in Magerwiesen, Sporen rundlich); Zweig ‚die meisten Septen ohne Schnallen‘: 8 R. sanguinea (an der Basis weinrot fleckend), 10 R. aurea (satt goldgelb, Spitzen gleichfarbig bis intensiver, unter Fagus), 10* R. flava (schwefelgelb bis hell dottergelb, Spitzen gleichfarbig, meistens unter Picea, Sp. 10–15 × 4–6,4 µm); Zweig ‚die meisten Septen mit Schnallen‘: 8* R. formosa (Fleisch meistens in einigen Minuten ± rosa-bräunlich verfärbend, weiße Basis, lachsorange Äste mit gelben Spitzen), 12 R. flava (Septen nur teilweise mit Schnallen, meistens unter Picea), 14 R. flavescens. PDF-S. 43 am Seitenbild der Vollausgabe geprüft; Nr. 459 Ramaria aurea, ‚Goldgelbe Koralle‘, gedruckte S. 354, PDF-S. 353: in Laubwäldern, gerne unter Fagus, nach Schild (1978) bisher nur unter Fagus; Äste goldgelb mit einem Hauch Lachsrosa, Spitzen gleichfarbig bis etwas intensiver gelb; Basidien ohne Basalschnalle, Septen ohne Schnallen. Bemerkungen: Korallen würden häufig nur nach der Farbe bestimmt – goldgelbe Pilze bei Fichten in montanen Lagen als ‚aurea‘ (meist R. largentii), blassere Formen in Tallagen als ‚flava‘, solche mit Lachsrosa als ‚formosa‘; Nr. 465 Ramaria flavescens, ‚Gelbliche Koralle‘, gedruckte S. 358, PDF-S. 357: in Laubwäldern, vor allem bei Fagus; Strunk über dem Substrat mit rudimentären, cremefarbenen Astauswüchsen; Äste hell- bis aprikosengelb oder lachsfarben, jung dottergelb; Septen mit Schnallen; Bemerkung: Verwechslungen mit allen orange-gelben Arten möglich, mikroskopische Untersuchung unentbehrlich; Nr. 467 Ramaria formosa, ‚Dreifarbige Koralle‘, gedruckte S. 360, PDF-S. 359: Basis weiß, gegen die Äste lachsfarben, Äste jung lachsgelb, dann lachsorange, Spitzen lange gelb; Fleisch im Schnitt leicht rosabräunlich anlaufend; Sporen warzig. Bemerkungen: Verwechslungen u. a. mit den ebenfalls schnallentragenden R. flava (Nr. 464) und R. flavescens (Nr. 465); Ramarien seien oft schwierig zu bestimmen, die Mikromerkmale müssten auf alle Fälle herangezogen werden; PDF-S. 361: Nr. 469 R. largentii (in Nadelwäldern unter Picea, montan bis alpin; Äste gelb-orange; Bemerkung: an den gleichen Standorten auch R. flava, R. obtusissima und seltener R. flavescens; gesicherte Bestimmung nur mikroskopisch); Nr. 470 R. lutea (‚sieht aus wie eine kleine, blasse Ramaria flava‘, unterscheidet sich durch kleinere Sporen und schnallenlose Septen); PDF-S. 363: Nr. 472 R. obtusissima, ‚Abgestutzte Koralle‘ (Fichtenwälder, montan; Äste jung leuchtend hellgelb, im Alter besonders auf Druck bisweilen weinbräunlich anlaufend; Sporen glatt; im Felde kaum bestimmbar; einzige glattsporige gelbe Koralle Europas); Nr. 473 R. pallida, ‚Bauchwehkoralle‘ (Äste jung weißlich, dann blass milchkaffeefarbig, Spitzen gleichfarbig und bisweilen lila getönt; Sporen fein warzig mit teilweise schräg-reihig verbundenen Warzen; Septen ohne Schnallen); Nr. 474 R. sanguinea, ‚Blutrotfleckende Koralle‘ (Strunk auf Druck und bei Verletzung ± rötend, besonders bei älteren Fruchtkörpern; Äste gegen oben schwefel- bis hell primelgelb; Septen ohne Schnallen; bisher nur mit Fagus beobachtet; einzige gelbe Koralle, die bei Verletzung von der Basis aus rot verfärbt)

  3. Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Nr. 1.13 Ramaria flava

    Seiten: PDF-S. 74–75 · PDF-S. 62–63 · PDF-S. 66

    Bibliografie

    A. Gminder, G. J. Krieglsteiner & W. Winterhoff; G. J. Krieglsteiner (Hrsg.)

    Monografie · Artpassage gelesen · Schlüsselseiten gelesen · Vergleichsart gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Nr. 1.13 Ramaria flava (Schaeffer 1774: Fries 1821) Quélet 1888, ‚Schwefelgelbe Koralle‘, gedruckte S. 75–76, PDF-S. 74–75 (Seitenbilder der Vollausgabe geprüft): Morphologie (bis 20 cm hoch, derber, weißlicher, oft rot gefleckter Strunk; Zweige blass ocker- bis fleischfarben-zitronengelb [gedruckt ‚zironengelb‘], alt an den Enden gelbbraun; Endästchen meist zweiteilig; Trama weißlich, brüchig, in Ästen und Spitzen wässrig durchzogen; Geruch und Geschmack würzig, Astspitzen mit starkem Bitterstoff), Ökologie (mesophile Buchen-, Tannen-Buchen- und Fichten-Tannenwälder auf gut mit Basen, namentlich Kalzium versorgten, nährstoffarmen, großenteils verlehmten Braunerden über Kalken, Mergeln und Silikaten), Substrate (vorzugsweise Rotbuche: Fagus sylvatica 9, indet. Laubbaum 1, Picea abies 1), Phänologie (August bis Oktober; Diagramm Juli 1, August 6, September 15, Oktober 8), Verbreitung in Baden-Württemberg (selten bis sehr zerstreut; (planar bis) kollin bis eumontan; Höhenstufen 2/7/29/11/2), Bestand und Bedrohung (allgemein stark zurückgehend, in vielen Gebieten sehr selten geworden oder verschollen; G 2), allgemeine Verbreitung (in Deutschland sehr zerstreut, fehlt in Hessen, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt; deutliche Rückgangstendenz); Gattungsschlüssel gedruckte S. 63–64, PDF-S. 62–63 (Seitenbild PDF-S. 63 geprüft): 16 Sporen gestreift (R. botrytis, R. rubripermanens) gegenüber 16* glatt, runzelig, warzig; 24 Bcarp. gelb, teils mit weinroten bis bräunlichen Flecken → 25 mit Schnallen → 26* stets ohne weinrote oder bräunliche Flecken → 13 R. flava; 25* ohne Schnallen → 28 leuchtend schwefelgelb mit weinroten Flecken → R. sanguinea; 33 R. aurea (ohne Schnallen, goldgelb). Nr. 1.34 R. subtilis, gedruckte S. 91, PDF-S. 90 (Textlayer): ‚Die größere R. flava weist zwar fast dieselben Sporen auf, aber Hyphen ohne Schnallen.‘; Nr. 1.3 Ramaria aurea ss. str., ‚Goldgelbe Koralle‘, gedruckte S. 67, PDF-S. 66 (Textlayer): Strunk oben bis über die ersten Hauptäste zitronengelb, Äste lachsorange bis lachsfarben, Spitzen satt maisgelb; ‚In Laub- und Mischwäldern am Boden unter Rotbuche‘; die Art wurde früher sehr weit aufgefasst (vgl. Schild 1978), sodass nach heutigem Konzept R. flava und R. flavescens, eventuell auch R. sanguinea eingeschlossen waren

  4. Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, 2014)

    Seite: PDF-S. 1382

    Bibliografie

    Ewald Gerhardt

    Bestimmungsbuch · Artpassagen gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 1382: Gattung Ramaria – ‚Hyphen mit oder ohne Schnallen … einige Arten giftig‘. PDF-S. 1385: Goldgelbe Koralle R. aurea – Hyphen ohne Schnallen; früher mit mehreren goldgelb gefärbten Arten verwechselt; für die exakte Bestimmung ist das Fehlen von Schnallen ausschlaggebend. PDF-S. 1387: Gelbwerdende Koralle R. flavescens – Hyphen mit Schnallen; ‚Jung eßbar‘. PDF-S. 1389: Blutrotfleckende Koralle R. sanguinea – Strunk mit wein- oder blutroten Flecken, Hyphen ohne Schnallen; Verwechslung ‚Hyphen mit Schnallen … nicht rötend: Schwefelgelbe Koralle (R. flava)‘. PDF-S. 1392: Dreifarbige Koralle – ältere Korallen verlieren bald die typischen Farben, sind nur noch mikroskopisch zu trennen und deshalb ‚für Speisezwecke sehr kritisch‘. PDF-S. 1395: Sattgelbe Koralle R. lutea – Verwechslung ‚mit Schnallen, Sporen größer: Schwefelgelbe Koralle (R. flava)‘

  5. Contributions toward a monograph of Ramaria – VIII. Some taxa sheltered under the name Ramaria flava. Persoonia 14(1): 23–42 (1989)

    Seite: S. 25–27

    Bibliografie

    R. H. Petersen

    Fachartikel (Open Access, CC BY 4.0) · Artabschnitte gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: (PDF-S. 3–5, Seitenbilder gelesen): Ramaria flava (Schaeff.: Fr.) Quél. 1888, Fl. mycol. p. 466 = Clavaria flava Schaeff. 1774, Fung. Bavar. Index 118 (Taf. 175) – Fruchtkörper bis 14 × 8 cm; Strunk bis 4 × 3 cm, ohne verkümmerte Ästchen, wo angefasst unverändert oder schwach bräunend, über dem Substrat blass klar zitronengelb; Fleisch weiß, nicht gelatinös; Äste jung gelb, im Alter buffgelb, Fleisch der Äste oft blass fleischzimtfarben getönt; Spitzen klar gelb bis ockergelb; Geruch mild, nach Gummi; Geschmack schwach bohnenartig oder nach Blumenkohl; Hyphen mit Schnallen, Basidien 4-sporig mit Schnalle; Sporen (9,7–)10,7–14,8 × 4,3–5,9 µm (Em 2,36; Lm 11,9 µm), Ornament stark cyanophil aus sehr kleinen, zerstreuten Warzen und schmalen, gewundenen Graten ohne erkennbare Ausrichtung. Petersen behält den 1974 zitierten Beleg als ‚representative specimen‘ statt als Neotypus. R. flavescens: Strunk mit häufigen Büscheln verkümmerter Ästchen; Äste blass ausgebleicht lachsfarben; nur die äußersten 2 mm der Spitzen anfangs klar gelb; Sporen (9,4–)10,4–12,5 × 4,3–5,9 µm

Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen12 weitere Fachquellen · 2 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
  1. Key to the species of Ramaria known from Fennoscandia (1999)
    Bibliografie

    J. H. Petersen / Borgsjö, MycoKey (Universität Aarhus)

    Bestimmungsschlüssel (PDF) · Schlüsselstellen gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Schlüssel subgen. Ramaria, S. 4–6: Punkt 11 (R.-flava-Gruppe: alle Teile ± klar gelb; Äste oft langsam dunkelnd bei Verletzung, eventuell über Nacht), 14 (R. sanguinea: braunrote Flecken an der Basis, ohne Schnallen), 15 (R. flava: Schnallen vorhanden; Äste bei Verletzung dunkel weinrötlich verfärbend; Sporen 10–13,2–16,5 × 3,7–4,6–6,0 µm, Q 2,8–2,9), 16 (R. lutea ohne Schnallen); S. 7: Punkt 23/24 (R. aurea: ohne Schnallen, gelborange bis lachsfarbene Äste mit klar gelbem Farbband am Strunkansatz, Sporen 10,0–13,0 × 4,0–6,0 µm)

  2. Ramaria flava, a coral fungus
    Bibliografie

    Pat O’Reilly · First Nature

    Artseite · gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Abschnitte Identification guide (10–20 cm hoch, bis 15 cm breit; zitronen- bis schwefelgelb; kurzer Strunk 5–8 × 4–5 cm; Spitzen bei Verletzung rötlich; im Alter von den Spitzen her ocker; Sporen var. flava 11–18 × 4–6,5 µm, rau; Sporenpulver orangegelb/ocker; Geruch unauffällig, Geschmack mild), Habitat (Mykorrhiza mit Laubbäumen, in Misch- oder Buchenwäldern), Season (Juli bis November in Großbritannien und Irland), Similar species (gelbe Clavaria-Korallen mit weißem Sporenpulver; Ramaria-Sporen in Masse gelb oder ocker), Culinary Notes (als essbar, aber von mäßiger Qualität berichtet; leicht mit der giftigen R. formosa zu verwechseln)

  3. Schwefelgelbe Koralle · Pilzberatung
    Bibliografie

    Stadt Wien – Marktamt

    Behörde · Artseite gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Kopf: ‚Dieser Pilz gehört zu den Speisepilzen beziehungsweise zu den essbaren Pilzen‘; Wert: essbar. Beschreibung: Fruchtkörper gelb, ganz jung etwas weißlich, später goldgelb, schwefelgelb ausblassend, aus einem weißen Strunk ästig verzweigt; Astspitzen gleichfarbig, Basis weißlich; Fleisch schmutzig-weiß, im Strunk marmoriert, nicht verfärbend auf Druck, brüchig, weich; Geruch grasartig-holzig; Geschmack bitter. Giftige Doppelgänger: Bauchwehkoralle, Dreifarbige Koralle. Hinweis: junge Fruchtkörper essbar, aber leicht mit der giftigen Bauchwehkoralle und der Dreifarbigen Koralle zu verwechseln; Unterscheidung ‚sehr schwierig und oft nur mikroskopisch möglich‘; ‚Laien sollten keine Korallenpilze zu Speisezwecken sammeln.‘ Letzte Aktualisierung 23.06.2026

  4. Speisewert von Pilzen · ÖMG
    Bibliografie

    Österreichische Mykologische Gesellschaft

    Fachgesellschaft · Tabellenzeilen gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Zeile Ramaria flava (Synonyme Clavaria botrys, Corallium flavum, Coralloides flavus; ‚Zitronengelbe Koralle, Gelbe Koralle, Schwefelgelbe Koralle‘) – essbar; Verwechslung mit Gelbwerdender, Goldgelber, Blasser, Gelbrußiger und Blutrotfleckender Koralle. Weitere Zeilen: Ramaria flavescens – giftig; Ramaria aurea – essbar; Ramaria formosa – giftig; Ramaria mairei (Syn. R. pallida) – giftig; Calocera viscosa – ungenießbar, Verwechslung u. a. mit ‚Gelbe Korallen‘

  5. DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Liste gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Stand 01.05.2026, PDF-S. 7 (9 S.): Gattungszeile ‚Ramaria – Korallen‘; ‚Ramaria formosa – Dreifarbige Koralle – Gastrointestinales Syndrom‘; ‚Ramaria pallida – Bauchwehkoralle – Gastrointestinales Syndrom‘; ‚Ramaria spp. – Korallen – Gastrointestinales Syndrom‘. Ramaria flava nicht einzeln genannt

  6. DGfM · Positivliste der Speisepilze
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Liste durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Stand 01.05.2026 (Datei vom 11.08.2026), 13 S.: Volltext nach Ramaria, Koralle, flava, Schwefelgelb, Clavaria und Clavulin durchsucht – kein Eintrag (einziger Treffer ‚flava‘: Russula claroflava). Einleitung S. 1: aufgenommen sind nur Arten, die nach ausreichendem Erhitzen und in angemessener Menge als problemlos essbar gelten

  7. DGfM · Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Liste durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Stand 01.05.2026, 3 S.: Volltext nach Ramaria, Koralle und flava durchsucht – kein Eintrag. Einleitung: Arten, die nur bitter oder unangenehm schmecken, unbedeutend sind oder mit Giftpilzen verwechselt werden können, wurden meist nicht aufgenommen

  8. DGfM · Vergiftungssyndrome – Beschreibung, Symptome und Karenzzeiten
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Abschnitt gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Abschnitt Gastrointestinales Syndrom: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall; Latenzzeit 15 Minuten bis 4 Stunden; Beispielarten u. a. Bauchwehkoralle (Ramaria pallida); verschiedene, z. T. unbekannte Giftstoffe. Stand 04.12.2015, aktualisiert 22.01.2023

  9. VAPKO · Empfehlungsliste Speisepilze (Version 09.2023)
    Bibliografie

    Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane der Schweiz

    Fachorganisation · Liste durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Version/Stand 09.2023, 7 S.: Volltext nach Ramaria, Koralle, flava, Clavaria, Clavulin, corail und clavaire durchsucht – kein Ramaria-Eintrag (nur Sparassis brevipes und S. crispa als ‚Clavaire‘)

  10. VAPKO · Giftpilzliste (2022)
    Bibliografie

    K. Schenk in Zusammenarbeit mit der VAPKO

    Fachorganisation · Liste gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: 1 S.: eliminatorische Pilze, Pilze mit 5 Punkten Abzug und Gruppen – kein Ramaria-Eintrag

  11. Rote Liste der Großpilze Deutschlands (2016) · Ramaria flava var. flava – Schwefelgelbe Koralle
    Bibliografie

    F. Dämmrich et al. (2016), Datensatz beim Rote-Liste-Zentrum

    Rote Liste · Datensatz gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Detailseite var. flava (UUID 74840a81-…): Rote-Liste-Kategorie Gefährdet; Verantwortlichkeit nicht bewertet; aktuelle Bestandssituation mäßig häufig; langfristiger Trend Rückgang, Ausmaß unbekannt; kurzfristiger Trend starke Abnahme; Kommentar zur Taxonomie: ‚Die Anzahl der angeblichen Nachweise ist wahrscheinlich zu hoch, da Ramaria flava früher mit anderen gelben Arten vermengt wurde.‘ Detailseite var. scandinavica (UUID 9c5a0230-…): Daten unzureichend. Quelle: Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (8): 31–433. Die Detailseite zur Art-UUID 2b63dca8-… zeigt keinen Datensatz

  12. Index Fungorum · Ramaria flava (Schaeff.) Quél. (Record 356923) und verwandte Namen
    Bibliografie

    Index Fungorum Partnership

    Nomenklaturdatenbank · Datensätze gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Webservice NameSearch/NameByKey: R. flava (Schaeff.) Quél. 1888, Fl. mycol. France: 466, sanktionierender Autor Fr., aktueller Name (356923); Basionym Clavaria flava Schaeff. 1774, Fung. bavar. palat. nasc. 4: 118, Typisierung Taf. CLXXV, Deutschland (241472); R. flava var. scandinavica (R.H. Petersen) Christan 2008 (Die Gattung Ramaria in Deutschland) mit Basionym R. obtusissima var. scandinavica R.H. Petersen 1989, Persoonia 14(1): 34 – aktueller Name R. obtusissima (586493, 136758, 304988); R. flava var. pinicola Schild – aktueller Name R. edwinii Franchi & M. Marchetti 2019 (355410, 556236); R. flava var. aurea (Coker) R.H. Petersen – aktueller Name R. flava (117047)

Datenabgleich

Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.

  1. Checkliste der Pilze Deutschlands · Ramaria flava (Schaeff. : Fr.) Quél.
    Bibliografie

    Rote-Liste-Zentrum / BfN, Checkliste 155

    Behördliche Checkliste · Datensätze gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: API-Datensätze 2b63dca8-2ea7-431b-a302-e60b31b9e6f1 (Art, accepted, occurs), 74840a81-4f45-4555-899c-5e6164f4cc48 (var. flava, accepted, mit dem Taxonomie-Kommentar zur Vermengung) und 9c5a0230-2863-4295-b949-ec46305e24c7 (var. scandinavica (R. H. Petersen) Christan, accepted). Deutscher Name ‚Schwefelgelbe Koralle‘ nach Mykolog-Registerabzug vom 01.10.2026 und RLZ-Suchdienst

  2. GBIF Backbone Taxonomy · Ramaria flava (Schaeff.) Quél. (5238654)
    Bibliografie

    GBIF Secretariat

    Taxonomie-Register · API gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: API species/5238654 (akzeptiert; Synonyme u. a. Clavaria flava Schaeff., R. flava var. aurea (Coker) R.H. Petersen, var. parvispora, var. sanguinea Corner) und vernacularNames (abgerufen 2026-10-18T21:21:56Z); Belegfacetten 2015–2025 für DE, AT, CH, CZ, PL, SK, HU, SI, LI, LU, nur CC0/CC BY (Faktenpaket 2026-10-18T21:07Z, am 18.10.2026 erneut abgefragt): 65 Meldungen, CH 41, AT 15, DE 8, PL 1; Juni 4, Juli 1, August 17, September 31, Oktober 12

  • Fotografien
    Bildnachweise & Lizenzen

    Habitus am Standort
    Foto: tomasz przechlewski via Flickr, CC BY 2.0 · CC BY 2.0 · Original
    Keine Bildbearbeitung: nicht beschnitten, nicht gedreht, nicht skaliert (Original 2048 × 1536 px ≤ 2560 px); nur WebP-Kodierung mit cwebp -q 82 -m 6 -metadata none.

    Astenden
    Foto: tomasz przechlewski via Flickr, CC BY 2.0 · CC BY 2.0 · Original
    Keine Bildbearbeitung: nicht beschnitten, nicht gedreht, nicht skaliert (Original 2048 × 1536 px ≤ 2560 px); nur WebP-Kodierung mit cwebp -q 82 -m 6 -metadata none.

    Standort im Buchenlaub
    Foto: tomasz przechlewski via Flickr, CC BY 2.0 · CC BY 2.0 · Original
    Keine Bildbearbeitung: nicht beschnitten, nicht gedreht, nicht skaliert (Original 2048 × 1536 px ≤ 2560 px); nur WebP-Kodierung mit cwebp -q 82 -m 6 -metadata none.

  • Taxonomischer Namensabgleich
    Datenbank & StandRamaria flava im GBIF-Backbone · API-Abgleich
    Snapshot 18.10.2026. Artkonzept und Familienzuordnung nach den ergänzend ausgewiesenen Literaturquellen. Ramaria flava (Schaeff.) Quél. 1888, Fl. mycol. France: 466; Basionym Clavaria flava Schaeff. 1774 (Taf. 175), von Fries sanktioniert (Index Fungorum; Rote-Liste-Checkliste schreibt ‚(Schaeff. : Fr.)‘). Enges Konzept nach Petersen (1989, aufbauend auf 1974) und dem europäischen Schlüssel: gelb, mit Schnallen, Strunk ohne verkümmerte Ästchen; nach dem europäischen Schlüssel Sporen im Umriss fast glatt mit Längsflecken und -streifen, meist bei Rotbuche; nach Petersen (1989) Sporen mit kleinen Warzen und gewundenen Graten ohne erkennbare Ausrichtung (ohne Standortangaben). Petersen (1989) behält seinen 1974 zitierten Beleg ausdrücklich als ‚representative specimen‘ und nicht als Neotypus; Pilze der Schweiz schreibt dagegen, die Art sei von Petersen (1974) neu typifiziert worden. Die deutsche Checkliste und die Rote Liste 2016 führen var. flava (gefährdet) und var. scandinavica (R.H. Petersen) Christan (Daten unzureichend); Letztere gehört nach Index Fungorum zu R. obtusissima. R. flava var. pinicola Schild heißt nach Index Fungorum heute R. edwinii Franchi & M. Marchetti. Das GBIF-Backbone führt R. flava var. aurea (Coker) R.H. Petersen als Synonym von R. flava; das ist nicht R. aurea (Schaeff.) Quél., die Goldgelbe Koralle. MycoBank konnte in dieser Sitzung nicht gelesen werden. Ein Namensabgleich bestätigt keine fotografierte Artidentität.
Wissenschaftlich weiterrecherchieren

Die Literatur hinter der Gattung.

1 erschlossene Quelle mit Bezug zu Ramaria. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.

Monografien und Studien zu Ramaria

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