MitteleuropaDE

Niedergedrückter Rötling

Entoloma rhodopolium

SpeisewertGiftig

Giftig; laut BLV-Pilzführer Erbrechen und Durchfall nach einer halben bis drei Stunden. Mit dem essbaren Schildrötling und weiteren Rötlingen verwechselbar. Keine Verzehrfreigabe.

Einordnung & Quellen

Ausführliche Einordnung

In Pilze der Schweiz (1995, nach VAPKO-Richtlinien) als giftig eingestuft; der BLV-Pilzführer nennt Erbrechen und Durchfall. Die DGfM-Listen 2026 nennen die Art nicht, ihre Giftpilzliste führt bei den Rötlingen nur Riesen- und Frühlingsrötling.

Laut BLV-Pilzführer folgen nach einer halben bis drei Stunden Erbrechen und Durchfall. Mit dem essbaren Schildrötling und anderen Rötlingen verwechselbar; Geruch, Begleitbäume, Jahreszeit und Mikromerkmale sind gemeinsam zu prüfen.

Vier Fruchtkörper in Buchenlaub: blasse, weißlich cremefarbene, wellig verbogene Hüte; zwei umgedrehte Exemplare zeigen die Lamellen – beim jüngeren noch weißlich, beim älteren rosa – und den weißen, längsfaserigen Stiel. Kalletal (Nordrhein-Westfalen), 18. Juli 2020.

Fund vom 18. Juli, früh in der Saison. Hüte sehr hell; die feucht grau- bis ockerbraune Färbung ist nicht zu sehen. Fruchtkörper zum Teil herausgenommen und umgelegt. Geruch nicht dokumentiert, daher keine Zuordnung zur Haupt- oder nitrösen Form. Laut Beobachter mikroskopisch nach Funga Nordica bestätigt, nicht unabhängig geprüft.

Foto: Enrico Tomschke · CC BY 4.0 · Original

Ein mittelgroßer, brüchiger Rötling vor allem der Buchenwälder: Der hygrophane Hut ist feucht grau- bis ockerbraun, trocken hell beige und wird in der Mitte niedergedrückt; die Lamellen färben sich mit der Reife rosa. Das Porträt schließt die nitrös riechende Form, den Alkalischen Rötling, ein.

Fundzettel drucken
Registereintrag
Abschnitte

Form · Oberfläche · Aufbau

Merkmale erkennen.

Hut

Hut 20–80 (100) mm breit, jung gewölbt, dann ausgebreitet mit eingedellter bis genabelter Mitte, im Alter niedergedrückt bis fast trichterig und wellig verbogen. , glatt, matt bis seidig glänzend; feucht grau bis ockerbraun, auch hell olivgrau, trocken hell beige, gelblich beige bis weißlich. Rand lange heruntergebogen, schwach gekerbt bis zart .

Unterseite

mäßig dicht und breit, und breit , teils mit herablaufendem Zahn; jung weiß, später rosa-fleischfarben bis rosabräunlich. Schneiden in der Schweizer Beschreibung glatt bis etwas wellig, in Baden-Württemberg als mehr oder weniger stark gekerbt beschrieben.

Stiel & Basis

Stiel 40–90 (110) × 3–8 (12) mm, zylindrisch, hohl, steif und brüchig. Weiß bis hellgelblich oder schmutzig weiß, stark längsfaserig bis seidig gerieft, Spitze weiß bepudert bis schwach mehlig-flockig. Die Basis ist in der Schweizer Beschreibung etwas erweitert, nach Krieglsteiner meist zugespitzt.

Fleisch

Fleisch weiß, dünn. Geruch der Hauptform fehlend bis schwach, gelegentlich leicht mehlig; bei der Form nidorosum deutlich nitrös, nach salpetriger Säure oder an Chlorwasser erinnernd. Ein deutlicher Mehlgeruch fehlt meist.

Sporenpulver

für die Rötlinge allgemein bräunlich rosa angegeben, in der Schweizer Monografie für beide Formen als rostbraun bezeichnet. Sporen 5–7-eckig, 7–10,1 × 6,7–9,3 µm, Q 1,0–1,2 (Schweizer Kollektion der Hauptform); die nitröse Form hat dort etwas schmalere Sporen mit Q bis 1,4. Die Maße überschneiden sich mit nah verwandten Rötlingen.

Geruch am frischen Fund festhalten

Hinweis zur Beobachtung

Den Geruch gleich beim Sammeln am unverletzten Fruchtkörper und nach dem Durchschneiden notieren: deutlich nitrös (an Chlorwasser erinnernd), schwach oder mehlartig. Dazu Hutfarbe feucht und trocken, die Lamellenfarbe junger Exemplare und die Begleitbäume festhalten. Diese Angaben helfen, Formen und Doppelgänger zu trennen, ersetzen aber keine mikroskopische Prüfung und sind keine Verzehrprüfung.

Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.

Quellen

Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 96, PDF-S. 95 (Mikrozeichnung gedruckte S. 97, PDF-S. 96): Nr. 70 Entoloma rhodopolium (Fr.: Fr.) Kumm. forma rhodopolium „Niedergedrückter Rötling“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung (Sporen 5–7eckig, 7–10,1 × 6,7–9,3 µm, Q 1,0–1,2, Sporenpulver rostbraun), Bemerkungen; Bewertungssymbol „giftiger Pilz“. · eingesehen 17.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 94, PDF-S. 93: Nr. 69 Entoloma rhodopolium (Fr.) Kumm. forma nidorosum (Fr.) Noordel. (= E. nidorosum) „Alkalischer Rötling“ – Standort, Makro- und Mikrobeschreibung (Sporen 6,4–9,4 × 5,5–7,8 µm, Q 1,0–1,4), Bemerkungen zur Rückstufung von E. nidorosum und zum Q-Wert (Typusform nicht über 1,25); Bewertungssymbol „giftiger Pilz“. · eingesehen 17.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.); Entolomataceae bearbeitet von G. J. Krieglsteiner · Gedruckte S. 191–192, PDF-S. 190–191: Nr. 2.60 Entoloma rhodopolium mit var. nidorosum („Alkalischer Rötling“) – Morphologie, Variabilität (Geruch nach salpetriger Säure, ökologische Bedingungen identisch), Ökologie mit Gesellschafts- und Baumzahlen (z. B. Fagus sylvatica 147/115, Abies alba 3/1, Picea abies 1/1), Symbionten (Mykorrhiza: Laubbäume, überwiegend Rotbuche, selten Nadelbäume), Phänologietabelle (Mai–Dezember), Höhenstufen, Bestand, Allgemeine Verbreitung. · eingesehen 17.10.2026

Funga Nordica (2008) · Entoloma
M. E. Noordeloos, in H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.) · Noordeloos 2008, Entoloma, Funga Nordica S. 433–491 (MycoKey-PDF-Fassung). Gedruckte S. 473, PDF-S. 338: Punkt 36, E. rhodopolium var. rhodopolium mit E. nidorosum als Synonym (Hut 40–120 mm, Geruch fehlend oder nitrös, Sporen 7,5–10 × 7–8,5 µm, in großen Gruppen in Laub- und Mischwäldern, selten Nadelwald). Gedruckte S. 455, PDF-S. 320: Punkt 7, var. pseudopolitum (nitrös, tief gerieft, feuchte Auwälder). · eingesehen 17.10.2026

Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Schlüssel E
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 255–259, PDF-S. 256–260: Schlüssel E (tricholomatoide Rötlinge), Punkte 11–17 (Frühjahrsarten mit Rosaceen: E. clypeatum s. l., E. sepium s. l.), 18–19 (E. sinuatum), 27–30 (nitrös riechende Arten; „mostly with Fagus on dry soils, see E. rhodopolium“; E. uvidicola, E. sericatum), 43 (E. lividoalbum), 46–47 (E. quercetorum; E. rhodopolium: Hut 20–120 mm, Stiel 5–15 (–20) mm dick, Geruch schwach, manchmal leicht mehlig oder nitrös, Sporen 7,5–9,5 × 6–8 µm, meist mit Corylus und Fagus); Fußnoten 6–7. · eingesehen 17.10.2026

Der große BLV Pilzführer für unterwegs
Ewald Gerhardt · Druckausgabe S. 230 (Seitenzahl aus den Querverweisen der E-Book-Fassung): Niedergedrückter Rötling (E-Book-PDF-S. 534), Alkalischer Rötling E. rhodopolium fm. nidorosum (PDF-S. 536), Riesen-Rötling (PDF-S. 533); S. 228: Schild-Rötling und Schlehen-Rötling (PDF-S. 531–532); Gattungseinleitung Entoloma (PDF-S. 530). · eingesehen 17.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Quellen zu den Merkmalen
Eigene Beobachtung notieren

Ausschließlich lokal auf deinem Gerät gespeichert.

Merkliste & Sicherung

Standort · Substrat · Beziehungen

Lebensraum verstehen.

Lebensweise & Standort

Vermutlich Mykorrhizapilz, überwiegend mit Rotbuche. Laubwälder, vor allem Buchenwälder. Einzeln bis gesellig, auch in Reihen und Kreisen, auf Erde und in Laubstreu von Laub- und Laub-Nadel-Mischwäldern, vor allem Buchenwäldern; ferner in Hainbuchen-Eichen- und Auwäldern, Parks und an Waldwegen. In Baden-Württemberg überwiegend bei Rotbuche, selten bei Tanne oder Fichte, auf frischen bis feuchten, meist neutralen bis basischen, nährstoffreichen Böden; für E. rhodopolium im engen Sinn nennt die neuere Literatur vor allem Hasel und Buche. Ende Juli bis November mit Schwerpunkt September und Oktober, vereinzelt schon ab Mai.

Mykorrhizapartner · Beispiele

  • Buchen
  • Haseln
  • Laubbäume

Fundmeldungen im Jahreslauf

Die meisten Fundmeldungen: September bis Oktober. Alle Monatswerte

Quellen zum Lebensraum
Gezielt gegenüberstellen

Ähnliche Arten.

Gefährliche Verwechslung

Riesenrötling

Entoloma sinuatum

Giftig

Größer und fleischiger, Hut in der Schweizer Beschreibung 60–110 (200) mm, Stiel 12–25 mm dick; Hut nicht hygrophan, eingewachsen radialfaserig, Lamellen jung hellgelb, Geruch mehlartig; bei Buche und Eiche auf basenreichen Lehmböden. Der Niedergedrückte Rötling ist hygrophan, schlanker, jung weißblättrig und riecht meist nicht mehlig. Eine seltene Form des Riesenrötlings mit jung weißen Lamellen ist beschrieben, die Lamellenfarbe allein trennt daher nicht. Beide gelten als giftig, der Riesenrötling als stark giftig.

Weitere ähnliche Arten

Schildrötling

Entoloma clypeatum

Essbar · gegart

Frühjahrsart, vor allem April und Mai, unter Rosengewächsen wie Weißdorn oder Apfel; Hutmitte oft gebuckelt, Geruch mehlartig, Sporen etwas größer (9–11 statt 7,5–9,5 µm lang). Der Niedergedrückte Rötling erscheint überwiegend von Spätsommer bis Herbst in Buchen- und anderen Laubwäldern ohne Bindung an Rosengewächse, seine Hutmitte ist meist eingedellt bis niedergedrückt, und er riecht meist nicht mehlig. Junge Hüte können aber gebuckelt sein, und einzelne Funde im Mai und Juni sind belegt; Jahreszeit oder Hutform allein trennen daher nicht. Der Schildrötling steht auf der DGfM-Positivliste, der Niedergedrückte Rötling gilt als giftig.

Blassbrauner Schlehen-Rötling

Entoloma sepium

Nicht zum Verzehr empfohlen

Ebenfalls eine Frühjahrsart, an Rosengewächse wie Prunus gebunden; Hut weiß bis sehr blass, nicht hygrophan, Fleisch an Fraßstellen gilbend bis rötend, Geruch mehlartig. Der Niedergedrückte Rötling ist feucht grau- bis ockerbraun und hygrophan und erscheint vor allem im Spätsommer und Herbst; trockene, ausgeblasste Hüte können aber ähnlich hell wirken.

Kein Bild
verfügbar

Weißstieliger Rötling

Entoloma lividoalbum

Noch kein Artporträt

Zur selben Jahreszeit in Laubwäldern, Parks und Wiesen unter Laubbäumen; Hut feucht dunkler graubraun, Fruchtkörper gedrungener, Fleisch fest, Geruch mehlartig. Der Niedergedrückte Rötling hat hellere Hüte, im Verhältnis zum Hut längere Stiele, brüchiges Fleisch und meist keinen Mehlgeruch. Der Schlüssel der Großpilze Baden-Württembergs trennt beide zuerst über festes bzw. brüchiges Fleisch; Einzelmerkmale können überlappen.

Glänzender Rötling

Entoloma politum

Ungenießbar

Riecht frisch ebenfalls nitrös, der Geruch verfliegt aber bald; Hut glänzend, durchscheinend gerieft und meist kleiner; vor allem bei Weide, Erle oder Birke in feuchten Laubwäldern und Gebüschen. Die nitröse Form des Niedergedrückten Rötlings ist nach der Schweizer Monografie heller, behält den Geruch länger und wächst eher in Buchenwäldern.

Mehl-Rötling

Entoloma prunuloides

Nicht zum Verzehr empfohlen

Mehl-Rötling: Hut nicht hygrophan, weißlich bis blass gelbbraun; riecht deutlich mehlartig, nie nitrös; wächst in ungedüngten Mager- und Bergwiesen statt in Laubwäldern bei Buche oder Hasel. Sporen 6,5–8 × 6,5–8 µm.

Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Beobachtung · Variation · Grenzen

Genau hinsehen, besser einordnen.

Nitrös oder fast geruchlos

Die mitteleuropäischen Werke unterscheiden die nitrös riechende Form nidorosum, den Alkalischen Rötling, von der fast geruchlosen Hauptform. Der Geruch erinnert an Chlorwasser oder Salpetersäure und hält länger an als beim ähnlich riechenden, dunkleren Glänzenden Rötling. Nach der Schweizer Monografie hat die nitröse Form zudem etwas schmalere Sporen; Standort und Fundzeit beider Formen gleichen sich in den baden-württembergischen Daten.

Quellen

Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995) – Schlüssel Entoloma
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 35–36, PDF-S. 34–35: Gattungsschlüssel Entoloma, Punkte 58–59 (E. lividoalbum: Hut hygrophan; E. sinuatum: Hut nicht hygrophan, radialfaserig, Lamellen jung hellgelb) und 64–69 (E. politum bei Salix, Alnus, Betula; E. rhodopolium f. nidorosum „Geruch auffallend nitrös“; f. rhodopolium „fast geruchlos, keinesfalls nitrös“). · eingesehen 17.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 94, PDF-S. 93: Nr. 69 Entoloma rhodopolium (Fr.) Kumm. forma nidorosum (Fr.) Noordel. (= E. nidorosum) „Alkalischer Rötling“ – Standort, Makro- und Mikrobeschreibung (Sporen 6,4–9,4 × 5,5–7,8 µm, Q 1,0–1,4), Bemerkungen zur Rückstufung von E. nidorosum und zum Q-Wert (Typusform nicht über 1,25); Bewertungssymbol „giftiger Pilz“. · eingesehen 17.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 92, PDF-S. 91: Nr. 64 Entoloma politum „Glänzender Rötling“ – Standort (bei Salix, Alnus oder Betula, auch außerhalb von Wäldern), Makrobeschreibung (Hut dunkelbraun bis hell graubraun, gerieft; Geruch ganz frisch nitrös, bald geruchlos), Bemerkungen zur Abgrenzung von E. rhodopolium var. nidorosum (Geruch länger anhaltend, Fruchtkörper heller, eher in Buchenwäldern). · eingesehen 17.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.); Entolomataceae bearbeitet von G. J. Krieglsteiner · Gedruckte S. 191–192, PDF-S. 190–191: Nr. 2.60 Entoloma rhodopolium mit var. nidorosum („Alkalischer Rötling“) – Morphologie, Variabilität (Geruch nach salpetriger Säure, ökologische Bedingungen identisch), Ökologie mit Gesellschafts- und Baumzahlen (z. B. Fagus sylvatica 147/115, Abies alba 3/1, Picea abies 1/1), Symbionten (Mykorrhiza: Laubbäume, überwiegend Rotbuche, selten Nadelbäume), Phänologietabelle (Mai–Dezember), Höhenstufen, Bestand, Allgemeine Verbreitung. · eingesehen 17.10.2026

Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Entolomatoids, Geruchsglossar
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 242, PDF-S. 243: Formgruppe Entolomatoids (Sporenpulver ± bräunlich rosa; Arten um E. rhodopolium gelten als Ektomykorrhizapilze). Gedruckte S. 29, PDF-S. 30: Geruchsglossar „Chlorine-like/nitrous“ (Chlorwasser bzw. Salpetersäure; Beispiel u. a. Entoloma nidorosum). · eingesehen 17.10.2026

Der große BLV Pilzführer für unterwegs
Ewald Gerhardt · Druckausgabe S. 230 (Seitenzahl aus den Querverweisen der E-Book-Fassung): Niedergedrückter Rötling (E-Book-PDF-S. 534), Alkalischer Rötling E. rhodopolium fm. nidorosum (PDF-S. 536), Riesen-Rötling (PDF-S. 533); S. 228: Schild-Rötling und Schlehen-Rötling (PDF-S. 531–532); Gattungseinleitung Entoloma (PDF-S. 530). · eingesehen 17.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Ein Name, mehrere Arten

Gensequenzen haben in dieser Verwandtschaft mehr Arten ergeben als angenommen. E. rhodopolium wurde 2015 und E. nidorosum 2021 durch Neotypen festgelegt, letzterer aus Schweden. E. nidorosum wächst danach in Nordeuropa vor allem bei Birke, oft an feuchten Stellen, E. rhodopolium im engen Sinn im Süden meist bei Hasel oder Buche. Nahe verwandte Arten wie E. quercetorum bei Eichen sind morphologisch schwer zu unterscheiden, etwa nur über Partnerbaum, schwachen Duft und mikroskopische Huthautmerkmale.

Quellen

New northern records of Entoloma with three new species of subgenus Rhodopolia and typification of E. nidorosum (2021)
Katri Kokkonen · Karstenia 59(1–2): 55–69. Abstract; Introduction (Neotypisierung von E. rhodopolium 2015); Abschnitt E. nidorosum (Neotypus Schweden, Uppland, Knivsta, Nysätra, UPS F-790006; Kommentare zu Birke, feuchten Standorten, nitrösem Geruch, Verbreitung); E. uvidicola (Kommentare); E. quercetorum (Habitat mit Quercus, Abgrenzung gegen E. rhodopolium und E. nidorosum); Neufund E. rhodopolium; Diskussion (E. rhodopolium im Süden meist bei Corylus oder Fagus). · eingesehen 17.10.2026

Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Schlüssel E
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 255–259, PDF-S. 256–260: Schlüssel E (tricholomatoide Rötlinge), Punkte 11–17 (Frühjahrsarten mit Rosaceen: E. clypeatum s. l., E. sepium s. l.), 18–19 (E. sinuatum), 27–30 (nitrös riechende Arten; „mostly with Fagus on dry soils, see E. rhodopolium“; E. uvidicola, E. sericatum), 43 (E. lividoalbum), 46–47 (E. quercetorum; E. rhodopolium: Hut 20–120 mm, Stiel 5–15 (–20) mm dick, Geruch schwach, manchmal leicht mehlig oder nitrös, Sporen 7,5–9,5 × 6–8 µm, meist mit Corylus und Fagus); Fußnoten 6–7. · eingesehen 17.10.2026

Index Fungorum · Entoloma rhodopolium (Record 196225) und verbundene Namen
Index Fungorum Partnership · Webservice NameSearch/NameByKey: E. rhodopolium (Fr.) P. Kumm. 1871 (196225, aktueller Name); E. nidorosum (Fr.) Quél. 1872 (158696), f. nidorosum (133706), var. nidorosum Krieglst. 1991 (354839), var. pseudopolitum (500394) und var. fragrans (548557) mit aktuellem Namen E. rhodopolium; Basionym Agaricus rhodopolius Fr. 1818 (455907); Typisierungsdatensatz 593959 „Neotype TUR, Kokkonen 213/14“. · eingesehen 17.10.2026

MycoBank · Entoloma rhodopolium (MB 196225) und Entoloma nidorosum (MB 158696)
Westerdijk Fungal Biodiversity Institute / International Mycological Association · MB 196225: E. rhodopolium (Fr.) P. Kumm. 1871, sanktioniert, aktueller Name, Status „Unchecked“. MB 158696: E. nidorosum (Fr.) Quél. 1872 als eigener aktueller Name, Status „Verified“, mit f./var. nidorosum als homotypischen Synonymen und Neotypus UPS F-790006 (Kokkonen 2021). · eingesehen 17.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Giftig – die Daten aus Japan gelten anderen Arten

Der BLV-Pilzführer nennt Erbrechen und Durchfall nach einer halben bis drei Stunden und bezeichnet die Giftstoffe als unbekannt. In Japan zählt der dort E. rhodopolium genannte Pilz zu den am häufigsten irrtümlich gegessenen Arten; das Gesundheitsministerium nennt unter anderem Muskarin. Nach Kondo et al. (2017) gehören die untersuchten japanischen Funde aber zu drei anderen Arten, Vergiftungsproben von 2015 zu zweien davon, und Berichte über Vergiftungen durch das echte E. rhodopolium gibt es nach den Autoren nicht. Die japanischen Giftstoffangaben gelten daher nicht für europäische Funde.

Quellen

Der große BLV Pilzführer für unterwegs
Ewald Gerhardt · Druckausgabe S. 230 (Seitenzahl aus den Querverweisen der E-Book-Fassung): Niedergedrückter Rötling (E-Book-PDF-S. 534), Alkalischer Rötling E. rhodopolium fm. nidorosum (PDF-S. 536), Riesen-Rötling (PDF-S. 533); S. 228: Schild-Rötling und Schlehen-Rötling (PDF-S. 531–532); Gattungseinleitung Entoloma (PDF-S. 530). · eingesehen 17.10.2026

自然毒のリスクプロファイル:クサウラベニタケ (Risikoprofil natürliche Gifte: Kusaurabenitake)
Ministry of Health, Labour and Welfare (Japan) · Abschnitte Giftstoffe (Muskarin, Muskaridin, Cholin; ein Protein), Symptome (Bauchschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall; 10 Minuten bis einige Stunden nach dem Verzehr), Fallstatistik 2000–2015, Hinweis auf zweithäufigste Fehlbestimmung in Japan, essbare Doppelgänger. · eingesehen 17.10.2026

Molecular phylogenetic analysis of new Entoloma rhodopolium-related species in Japan and its identification method using PCR-RFLP (2017)
K. Kondo, K. Nakamura, T. Ishigaki, K. Sakata, S. Obitsu, A. Noguchi, N. Fukuda, E. Nagasawa, R. Teshima & T. Nishimaki-Mogami · Scientific Reports 7: 14942 (PMC5668239, CC BY). Abstract; Introduction; Results (Phylogenie: japanisches „E. rhodopolium“ in drei Kladen, keine davon das europäische E. rhodopolium; E. nidorosum genetisch nahe am europäischen E. rhodopolium; Vergiftungsproben 2015 als E. pseudorhodopolium und E. subrhodopolium bestimmt); Discussion: in Japan bisher kein echtes europäisches E. rhodopolium gesammelt, keine Berichte über Vergiftungen durch das echte E. rhodopolium; Giftigkeit von E. lacus offen. Die Arbeit selbst nennt kein Muskarin. · eingesehen 17.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Volksnamen · Sprachen · Belege

Namen & Sprachen.

Bezugsart: Entoloma rhodopolium

Sprache öffnen, um die Belege zu sehen

DeutschNiedergedrückter RötlingAlkalischer Rötling

Namensbeleg

Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur · Abgerufen: 17.10.2026

EnglischWood Pinkgill

Namensbeleg

United Kingdom Species Inventory (UKSI) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

NiederländischGrauwe bossatijnzwam

Namensbeleg

Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

FranzösischEntolome rose-gris

Namensbeleg

TAXREF · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

DänischSkov-rødbladStinkende rødblad

Namensbeleg

National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

NorwegischLutrødsporeLutrødskivesoppLumsk rødskivesopp

Namensbeleg

Nortaxa (Artsnavnebasen) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

Sprachform: Bokmål.

SchwedischTvålrödling

Namensbeleg

Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

FinnischSuoparusokas

Namensbeleg

The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

PolnischDzwonkówka szara

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

TschechischZávojenka vmáčklá

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

SlowenischNizka rdečelistka

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

UngarischZöldesszürke döggomba

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

RussischЭнтолома продавленная

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

Japanischクサウラベニタケ

Namensbeleg

List of local names of fungi in based on Katsumoto (2010) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

Noch ohne geprüften Namensbeleg

  • Spanisch
  • Italienisch
  • Rumänisch
  • Kroatisch
  • Serbisch
1 weitereWeniger anzeigen
  • Chinesisch

Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 17.10.2026.

Regionale Beobachtungsdaten · 2015–2025

Fundmeldungen im Jahresverlauf.

502GBIF-Datensätze

Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.

Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.

Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.

Einordnung & Datengrundlage

Meldungen sind keine Prognose.

Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.

Was wurde ausgewählt?

Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 18.10.2026.

Exakte GBIF-Abfrage
Monats- und Länderwerte ansehen
Monat · alle zehn Länder zusammen
MonatDatensätze
Jan0
Feb0
Mär0
Apr0
Mai7
Jun18
Jul15
Aug51
Sep146
Okt211
Nov53
Dez1
Land · alle Monate zusammen
LandDatensätze
Deutschland21
Österreich138
Schweiz343
Tschechien0
Polen0
Slowakei0
Ungarn0
Slowenien0
Liechtenstein0
Luxemburg0

Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.

Aggregierte Werte als CSV herunterladen
Herkunft & Lizenzen · 5 beitragende Datensätze

Daten über GBIF.org. 0 Meldungen unter CC0 1.0, 502 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.

  1. Swiss National Fungi Databank · 342 Datensätze
    Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  2. Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 134 Datensätze
    Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  3. NABU|naturgucker · 19 Datensätze
    naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  4. Biodiversitätsdatenbank Nationalpark Kalkalpen · 4 Datensätze
    National Park Kalkalpen (2026). Biodiversitätsdatenbank Nationalpark Kalkalpen. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/tgezgw accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  5. iNaturalist Research-grade Observations · 3 Datensätze
    iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Recherchefassung · 14 Fachquellen

Quellen & Prüfstand.

Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellenabgleich · 18.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich

Ergebnis dieser Runde: Porträt im weiten Sinn angelegt; das nordische Artkonzept (E. nidorosum als eigene Art) offen dargestellt. Die DGfM-Listen 2026 führen die Art nicht; die Giftigkeit stützt sich auf Pilze der Schweiz (VAPKO-Bewertung 1995) und den BLV-Pilzführer. Abweichende Größen-, Stiel- und Sporenangaben sowie die Sporenpulverfarbe als Quellenkonflikte offengelegt. Keine menschliche Endredaktion. Zweite, unabhängige Lesung Satz für Satz am 18.10.2026: 95 Teilsätze geprüft, 10 Befunde, im Entwurf korrigiert.

Umfang: Artpassagen Pilze der Schweiz 4 (Nr. 48, 64, 69, 70, 83, Schlüssel, Bewertungslegende) und Großpilze Baden-Württembergs 4 (Nr. 2.60, Schlüssel 4) am Seitenbild gelesen; Funga Nordica 2008, Fungi of Temperate Europe (2026) und BLV-Pilzführer gezielt; Kokkonen 2021 und Kondo et al. 2017 in ausgewählten Volltextabschnitten. Toxikologie: DGfM-Listen 2026 vollständig bzw. gezielt, japanisches Gesundheitsministerium. Nomenklatur über Index Fungorum (Webservice), MycoBank und GBIF.

Erneut herangezogene Quellen

Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 96, PDF-S. 95 (Mikrozeichnung gedruckte S. 97, PDF-S. 96): Nr. 70 Entoloma rhodopolium (Fr.: Fr.) Kumm. forma rhodopolium „Niedergedrückter Rötling“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung (Sporen 5–7eckig, 7–10,1 × 6,7–9,3 µm, Q 1,0–1,2, Sporenpulver rostbraun), Bemerkungen; Bewertungssymbol „giftiger Pilz“. · eingesehen 17.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.); Entolomataceae bearbeitet von G. J. Krieglsteiner · Gedruckte S. 191–192, PDF-S. 190–191: Nr. 2.60 Entoloma rhodopolium mit var. nidorosum („Alkalischer Rötling“) – Morphologie, Variabilität (Geruch nach salpetriger Säure, ökologische Bedingungen identisch), Ökologie mit Gesellschafts- und Baumzahlen (z. B. Fagus sylvatica 147/115, Abies alba 3/1, Picea abies 1/1), Symbionten (Mykorrhiza: Laubbäume, überwiegend Rotbuche, selten Nadelbäume), Phänologietabelle (Mai–Dezember), Höhenstufen, Bestand, Allgemeine Verbreitung. · eingesehen 17.10.2026

Funga Nordica (2008) · Entoloma
M. E. Noordeloos, in H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.) · Noordeloos 2008, Entoloma, Funga Nordica S. 433–491 (MycoKey-PDF-Fassung). Gedruckte S. 473, PDF-S. 338: Punkt 36, E. rhodopolium var. rhodopolium mit E. nidorosum als Synonym (Hut 40–120 mm, Geruch fehlend oder nitrös, Sporen 7,5–10 × 7–8,5 µm, in großen Gruppen in Laub- und Mischwäldern, selten Nadelwald). Gedruckte S. 455, PDF-S. 320: Punkt 7, var. pseudopolitum (nitrös, tief gerieft, feuchte Auwälder). · eingesehen 17.10.2026

New northern records of Entoloma with three new species of subgenus Rhodopolia and typification of E. nidorosum (2021)
Katri Kokkonen · Karstenia 59(1–2): 55–69. Abstract; Introduction (Neotypisierung von E. rhodopolium 2015); Abschnitt E. nidorosum (Neotypus Schweden, Uppland, Knivsta, Nysätra, UPS F-790006; Kommentare zu Birke, feuchten Standorten, nitrösem Geruch, Verbreitung); E. uvidicola (Kommentare); E. quercetorum (Habitat mit Quercus, Abgrenzung gegen E. rhodopolium und E. nidorosum); Neufund E. rhodopolium; Diskussion (E. rhodopolium im Süden meist bei Corylus oder Fagus). · eingesehen 17.10.2026

DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · Stand 01.05.2026, 9 Seiten: Gattung Entoloma nur mit E. sinuatum (Riesenrötling) und E. vernum (Frühlingsrötling), jeweils Gastrointestinales Syndrom; kein Sammeleintrag „Entoloma spp.“; E. rhodopolium und E. nidorosum nicht aufgeführt (Volltext, im Review am 18.10.2026 erneut geprüft). · eingesehen 17.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)

Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise

Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.

Quellenname: Entoloma rhodopolium · abgeglichen am 18.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

  1. Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)

    Seiten: S. 96 · S. 94 · S. 35–36 · S. 104 · S. 80 · S. 92 · S. 23

    Bibliografie

    J. Breitenbach & F. Kränzlin

    Monografie · Artpassage gelesen · Schlüsselseiten gelesen · Einleitungsseite gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 95 (Mikrozeichnung gedruckte S. 97, PDF-S. 96): Nr. 70 Entoloma rhodopolium (Fr.: Fr.) Kumm. forma rhodopolium „Niedergedrückter Rötling“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung (Sporen 5–7eckig, 7–10,1 × 6,7–9,3 µm, Q 1,0–1,2, Sporenpulver rostbraun), Bemerkungen; Bewertungssymbol „giftiger Pilz“; PDF-S. 93: Nr. 69 Entoloma rhodopolium (Fr.) Kumm. forma nidorosum (Fr.) Noordel. (= E. nidorosum) „Alkalischer Rötling“ – Standort, Makro- und Mikrobeschreibung (Sporen 6,4–9,4 × 5,5–7,8 µm, Q 1,0–1,4), Bemerkungen zur Rückstufung von E. nidorosum und zum Q-Wert (Typusform nicht über 1,25); PDF-S. 34–35: Gattungsschlüssel Entoloma, Punkte 58–59 (E. lividoalbum: Hut hygrophan; E. sinuatum: Hut nicht hygrophan, radialfaserig, Lamellen jung hellgelb) und 64–69 (E. politum bei Salix, Alnus, Betula; E. rhodopolium f. nidorosum „Geruch auffallend nitrös“; f. rhodopolium „fast geruchlos, keinesfalls nitrös“); PDF-S. 103: Nr. 83 Entoloma sinuatum „Riesen-Rötling“ – Standort (Laubwälder, besonders Fagus und Quercus, basenreiche Lehmböden), Makrobeschreibung (Hut 60–110 (200) mm, Lamellen jung hellgelb, Stiel 50–120 × 12–25 mm, Geruch mehlartig), Bemerkungen (Noordeloos: seltene Form mit jung weißen Lamellen); Symbol „tödlich giftiger Pilz“; PDF-S. 79: Nr. 48 Entoloma lividoalbum „Weissstieliger Rötling“ – Standort (Laubwälder, Parkanlagen, Wiesen bei Laubbäumen), Makrobeschreibung (Hut feucht dunkel graubraun, Geruch mehlartig), Bemerkungen zur Abgrenzung von E. clypeatum (Frühjahr, Rosaceen, etwas größere Sporen) und E. rhodopolium (hellere Hüte, relativ längere Stiele, kein Mehlgeruch); PDF-S. 91: Nr. 64 Entoloma politum „Glänzender Rötling“ – Standort (bei Salix, Alnus oder Betula, auch außerhalb von Wäldern), Makrobeschreibung (Hut dunkelbraun bis hell graubraun, gerieft; Geruch ganz frisch nitrös, bald geruchlos), Bemerkungen zur Abgrenzung von E. rhodopolium var. nidorosum (Geruch länger anhaltend, Fruchtkörper heller, eher in Buchenwäldern); PDF-S. 22: „Bewertung der Geniessbarkeit“ – Bewertung nach den Richtlinien der VAPKO; Symbole: weißes Quadrat essbar, schwarzes Quadrat kein Speisepilz, Umrisskreuz „giftiger Pilz, verursacht ernsthafte Gesundheitsstörungen“, Vollkreuz „tödlich giftiger Pilz“. Symbolform am Seitenbild geprüft

  2. Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)

    Seiten: S. 191–192 · S. 145 · S. 145 · S. 189–190

    Bibliografie

    G. J. Krieglsteiner (Hrsg.); Entolomataceae bearbeitet von G. J. Krieglsteiner

    Monografie · Artpassage gelesen · Schlüsselseite gelesen · Eingesehen 17.10. bis 18.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 190–191: Nr. 2.60 Entoloma rhodopolium mit var. nidorosum („Alkalischer Rötling“) – Morphologie, Variabilität (Geruch nach salpetriger Säure, ökologische Bedingungen identisch), Ökologie mit Gesellschafts- und Baumzahlen (z. B. Fagus sylvatica 147/115, Abies alba 3/1, Picea abies 1/1), Symbionten (Mykorrhiza: Laubbäume, überwiegend Rotbuche, selten Nadelbäume), Phänologietabelle (Mai–Dezember), Höhenstufen, Bestand, Allgemeine Verbreitung; PDF-S. 144: Schlüssel 4 (Arten 46–71), Punkte 1–23: Frühlingsarten mit Rosaceen (E. clypeatum, E. sepium), Punkt 14/16 (Hut nicht hygrophan; Hut bis 20 cm, Lamellen gelblich → E. sinuatum), 22 (Trama fest → E. lividoalbum), 23* (Huthautpigment nur intrazellulär → E. rhodopolium). Am Seitenbild gelesen; PDF-S. 144: Schlüssel 4, Punkte 1/1* (Frühlingsarten mit Rosaceen oder Ulmus gegenüber Spätfrühling bis Herbst ohne strenge Bindung), 2–5 (E. clypeatum, E. sepium), 6*, 9*, 14 (Hut nicht hygrophan, nicht durchscheinend gerieft) gegenüber 14* (hygrophan, u. a. E. rhodopolium über 23*), 16 (E. sinuatum: Hut bis 20 cm, Lamellen gelblich, zuletzt lachsfarben), 16* (kleiner, Lamellen jung weiß oder graulich), 17* (bei Verletzung nicht gelblich-orange; ohne Cheilozystiden → E. prunuloides). Am Seitenbild (Vollscan) gelesen; PDF-S. 188–189: Nr. 2.58 Entoloma prunuloides „Mehl-Rötling“ mit E. autumnale, E. inocybeforme und E. inopiliforme als Synonymen – Morphologie (Hut 3–7 cm, elfenbeinweißlich oder blass grau, kahl, matt, feucht schmierig, kegelig-glockig, dann flach gewölbt, oft mit rundlichem Buckel, Rand anfangs eingerollt; Lamellen gedrängt, breit, bauchig, ausgebuchtet angeheftet, fast frei, Schneide schartig; Stiel 3–7 × 0,7–1,5 cm, weißlich, faserig, voll; Geruch und Geschmack stark gurken- bis mehlartig), Variabilität, Ökologie (Halbtrockenrasen, Wacholderheiden, extensiv genutzte, nährstoffarme Bergwiesen und -weiden, grasige Wald- und Wegränder; basen- und kalkversorgte, nährstoffarme Böden), Phänologie (September bis Anfang November, manchmal ab Ende Mai; Mai 1, Jun 2, Jul 2, Aug 1, Sep 7, Okt 6, Nov 2), Verbreitung (selten, vorzugsweise Schwäbische Alb; sub- bis eumontan, keine Fundstelle unter 400 m; Höhenstufen 401–600 m: 8, 601–800 m: 11, 801–1000 m: 3), Bestand und Bedrohung (gefährdet, G 3), Allgemeine Verbreitung (in Deutschland im Wesentlichen entlang der Jura-Mittelgebirge). Zahlen am hochaufgelösten Scan derselben Paginierung geprüft

  3. Funga Nordica (2008) · Entoloma

    Seiten: PDF-S. 338 · PDF-S. 332–335

    Bibliografie

    M. E. Noordeloos, in H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.)

    Bestimmungswerk · Schlüsselpassagen gelesen · Eingesehen 17.10. bis 18.10.2026

    Herangezogen: Noordeloos 2008, Entoloma, Funga Nordica S. 433–491 (MycoKey-PDF-Fassung). Gedruckte S. 473, PDF-S. 338: Punkt 36, E. rhodopolium var. rhodopolium mit E. nidorosum als Synonym (Hut 40–120 mm, Geruch fehlend oder nitrös, Sporen 7,5–10 × 7–8,5 µm, in großen Gruppen in Laub- und Mischwäldern, selten Nadelwald). Gedruckte S. 455, PDF-S. 320: Punkt 7, var. pseudopolitum (nitrös, tief gerieft, feuchte Auwälder); Noordeloos 2008, Entoloma, Funga Nordica S. 433–491 (MycoKey-PDF-Fassung). Gedruckte S. 467–470, PDF-S. 332–335: Schlüssel J, Punkt 3 (gedr. S. 467–468), E. prunuloides (Sporen isodiametrisch, dünnwandig, 6,5–8(–9) × 6,5–8 µm; Hut 20–70 mm, gewölbt oder flach, gebuckelt, kahl bis eingewachsen faserig, nicht hygrophan, nicht durchscheinend gerieft, weiß bis blass creme oder ockerbraun; Lamellen ausgebuchtet angewachsen, entfernt, weiß, dann rosa; Stiel 30–80 × 3–12 mm, faserig gestreift, weiß, zur Basis gelblich getönt; Geruch und Geschmack mehlig; ohne Cheilozystiden; Huthaut eine Cutis aus zylindrischen, 2–7 µm breiten Hyphen mit intrazellulärem Pigment; Schnallen reichlich; in wenig gedüngten, extensiv beweideten Wiesen, besonders auf Kalk in montanen bis (sub)alpinen Lagen, gelegentlich im Tiefland und auf saurerem Boden; Sommer bis Herbst; Rote-Liste-Angaben DK VU, FI EN, NO NT, SE NT). Punkte 4–8 (Frühjahrsarten mit Rosaceen oder Ulmus, u. a. E. sepium, E. clypeatum; gedr. S. 468), 11 (E. sinuatum, „Poisonous“; gedr. S. 469), 13 (E. luteobasis) und 15 (helle Hüte → E. prunuloides; beide gedr. S. 470). Seitenbild PDF-S. 332–333 geprüft (in der zweiten Lesung erneut, Punkt 3)

  4. Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Schlüssel E

    Seiten: S. 255–259 · S. 242 · S. 253 · S. 254–260

    Bibliografie

    Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen

    Bestimmungsschlüssel · Schlüsselpassagen gelesen · Einleitungspassagen gelesen · Schlüsselpassage gelesen · Schlüsselseiten gelesen · Eingesehen 17.10. bis 18.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 256–260: Schlüssel E (tricholomatoide Rötlinge), Punkte 11–17 (Frühjahrsarten mit Rosaceen: E. clypeatum s. l., E. sepium s. l.), 18–19 (E. sinuatum), 27–30 (nitrös riechende Arten; „mostly with Fagus on dry soils, see E. rhodopolium“; E. uvidicola, E. sericatum), 43 (E. lividoalbum), 46–47 (E. quercetorum; E. rhodopolium: Hut 20–120 mm, Stiel 5–15 (–20) mm dick, Geruch schwach, manchmal leicht mehlig oder nitrös, Sporen 7,5–9,5 × 6–8 µm, meist mit Corylus und Fagus); Fußnoten 6–7; PDF-S. 243: Formgruppe Entolomatoids (Sporenpulver ± bräunlich rosa; Arten um E. rhodopolium gelten als Ektomykorrhizapilze). Gedruckte S. 29, PDF-S. 30: Geruchsglossar „Chlorine-like/nitrous“ (Chlorwasser bzw. Salpetersäure; Beispiel u. a. Entoloma nidorosum); PDF-S. 254: Schlüssel D, Punkt 22 – Entoloma politum (nitröser Geruch, Hut 5–50 mm, durchscheinend gerieft, Stiel kahl glänzend, feuchte Laubwälder und Gebüsche); PDF-S. 255–261: Punkte 1, 11 (Frühjahrsarten mit Ulmus, Crataegus, Prunus, Malus u. a. gegenüber später im Jahr erscheinenden Arten ohne Bindung an diese Gehölze), 17 (E. clypeatum s. l., E. sepium s. l.), 18–19 (E. sinuatum: Hut 45–200 mm, Stiel 7–32 mm dick, Lamellen jung gelblich creme, Geruch mehlig bis säuerlich, Sporen 8–11 × 7–9,5 µm, Laubwald, meist bei Quercus auf reichen Böden), 20, 27 (nie nitröser Geruch), 29, 31–34 (Hut weißlich bis sehr blass lehmfarben; nicht gilbend; im Grasland, Stiel über 4 mm, Hut nicht hygrophan), 35 (E. prunuloides: Sporen 6,5–8 × 6,5–8 µm, ohne Cheilozystiden, Hut 25–70 mm, blass gelbbraun bis gelblich grau, nicht durchscheinend gerieft, Lamellen anfangs weiß, Stiel 5–12 mm, weißlich, grob längsfaserig, Geruch mehlig, Huthautpigment intrazellulär, mit Schnallen, in mageren, ungedüngten Grasländern, zerstreut), 47 (E. rhodopolium), 51 (E. luteobasis), 52 (E. inopiliforme); Fußnoten 5 (E. ochreoprunuloides heute E. luteobasis) und 6. Seitenbilder PDF-S. 256, 257, 258, 259 und 261 geprüft

  5. Der große BLV Pilzführer für unterwegs

    Seite: PDF-S. 534

    Bibliografie

    Ewald Gerhardt

    Bestimmungsbuch · Artpassagen gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Druckausgabe S. 230 (Seitenzahl aus den Querverweisen der E-Book-Fassung): Niedergedrückter Rötling (E-Book-PDF-S. 534), Alkalischer Rötling E. rhodopolium fm. nidorosum (PDF-S. 536), Riesen-Rötling (PDF-S. 533); S. 228: Schild-Rötling und Schlehen-Rötling (PDF-S. 531–532); Gattungseinleitung Entoloma (PDF-S. 530)

Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen9 weitere Fachquellen · 2 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
  1. New northern records of Entoloma with three new species of subgenus Rhodopolia and typification of E. nidorosum (2021)
    Bibliografie

    Katri Kokkonen

    Primärquelle · Volltext gezielt gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Karstenia 59(1–2): 55–69. Abstract; Introduction (Neotypisierung von E. rhodopolium 2015); Abschnitt E. nidorosum (Neotypus Schweden, Uppland, Knivsta, Nysätra, UPS F-790006; Kommentare zu Birke, feuchten Standorten, nitrösem Geruch, Verbreitung); E. uvidicola (Kommentare); E. quercetorum (Habitat mit Quercus, Abgrenzung gegen E. rhodopolium und E. nidorosum); Neufund E. rhodopolium; Diskussion (E. rhodopolium im Süden meist bei Corylus oder Fagus)

  2. Molecular phylogenetic analysis of new Entoloma rhodopolium-related species in Japan and its identification method using PCR-RFLP (2017)
    Bibliografie

    K. Kondo, K. Nakamura, T. Ishigaki, K. Sakata, S. Obitsu, A. Noguchi, N. Fukuda, E. Nagasawa, R. Teshima & T. Nishimaki-Mogami

    Primärquelle · Volltext gezielt gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Scientific Reports 7: 14942 (PMC5668239, CC BY). Abstract; Introduction; Results (Phylogenie: japanisches „E. rhodopolium“ in drei Kladen, keine davon das europäische E. rhodopolium; E. nidorosum genetisch nahe am europäischen E. rhodopolium; Vergiftungsproben 2015 als E. pseudorhodopolium und E. subrhodopolium bestimmt); Discussion: in Japan bisher kein echtes europäisches E. rhodopolium gesammelt, keine Berichte über Vergiftungen durch das echte E. rhodopolium; Giftigkeit von E. lacus offen. Die Arbeit selbst nennt kein Muskarin

  3. 自然毒のリスクプロファイル:クサウラベニタケ (Risikoprofil natürliche Gifte: Kusaurabenitake)
    Bibliografie

    Ministry of Health, Labour and Welfare (Japan)

    Behörde · Artseite gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Abschnitte Giftstoffe (Muskarin, Muskaridin, Cholin; ein Protein), Symptome (Bauchschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall; 10 Minuten bis einige Stunden nach dem Verzehr), Fallstatistik 2000–2015, Hinweis auf zweithäufigste Fehlbestimmung in Japan, essbare Doppelgänger

  4. Entoloma rhodopolium, Wood Pinkgill – identification
    Bibliografie

    First Nature / Pat O’Reilly

    Fachportal · Artseite gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Abschnitte zu Toxizität („reported to be poisonous“, Magenbeschwerden), Sporenpulver (rosa), Sporen 8–10,5 × 7–8 µm, Habitat (Laubwald, große Gruppen), Saison, nitröse Form (früher E. nidorosum). Ökologie dort als „Saprobic“ angegeben

  5. DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Liste vollständig gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Stand 01.05.2026, 9 Seiten: Gattung Entoloma nur mit E. sinuatum (Riesenrötling) und E. vernum (Frühlingsrötling), jeweils Gastrointestinales Syndrom; kein Sammeleintrag „Entoloma spp.“; E. rhodopolium und E. nidorosum nicht aufgeführt (Volltext, im Review am 18.10.2026 erneut geprüft)

  6. DGfM · Positivliste der Speisepilze
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Liste gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Stand 01.05.2026: Vorwort (Aufnahmekriterium: nach ausreichendem Erhitzen in angemessener Menge problemlos essbar); Gattung Entoloma mit E. clypeatum (RL V) und E. sepium (RL V); E. rhodopolium nicht enthalten (Textsuche)

  7. DGfM · Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Liste vollständig gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Stand 01.05.2026, 3 Seiten: keine Entoloma-Art aufgeführt

  8. Index Fungorum · Entoloma rhodopolium (Record 196225) und verbundene Namen
    Bibliografie

    Index Fungorum Partnership

    Nomenklaturdatenbank · Webservice gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Webservice NameSearch/NameByKey: E. rhodopolium (Fr.) P. Kumm. 1871 (196225, aktueller Name); E. nidorosum (Fr.) Quél. 1872 (158696), f. nidorosum (133706), var. nidorosum Krieglst. 1991 (354839), var. pseudopolitum (500394) und var. fragrans (548557) mit aktuellem Namen E. rhodopolium; Basionym Agaricus rhodopolius Fr. 1818 (455907); Typisierungsdatensatz 593959 „Neotype TUR, Kokkonen 213/14“

  9. MycoBank · Entoloma rhodopolium (MB 196225) und Entoloma nidorosum (MB 158696)
    Bibliografie

    Westerdijk Fungal Biodiversity Institute / International Mycological Association

    Nomenklaturdatenbank · Datensätze gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: MB 196225: E. rhodopolium (Fr.) P. Kumm. 1871, sanktioniert, aktueller Name, Status „Unchecked“. MB 158696: E. nidorosum (Fr.) Quél. 1872 als eigener aktueller Name, Status „Verified“, mit f./var. nidorosum als homotypischen Synonymen und Neotypus UPS F-790006 (Kokkonen 2021)

Datenabgleich

Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.

  1. GBIF Backbone Taxonomy · Entoloma rhodopolium (Fr.) P.Kumm. (2539657)
    Bibliografie

    GBIF Secretariat

    Taxonomie-Register · API gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: API species/2539657 mit Synonymen (u. a. Entoloma nidorosum, f./var. nidorosum, var. pseudopolitum); species/match „Entoloma nidorosum“ → 2539883, Synonym von 2539657; Volksnamen und Quelltaxa (vernacularNames); Fundfacetten 2015–2025 (Faktenpaket, retrievedAt 2026-10-17T21:13Z)

  2. Checkliste der Pilze Deutschlands · Entoloma rhodopolium
    Bibliografie

    Rote-Liste-Zentrum / Bundesamt für Naturschutz, Checkliste 155

    Behördliche Checkliste · Datensatz gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Taxondatensatz 33134a92-22bc-4d4a-9214-40d2e8a9a641: akzeptiert, Vorkommen sicher; Zitat Dämmrich et al. 2016; deutscher Name „Niedergedrückter Rötling“ im Mykolog-Registerabzug

  • Fotografien
    Bildnachweise & Lizenzen

    Habitus mit Lamellen
    Foto: Enrico Tomschke (iNaturalist) · CC BY 4.0 · Original
    Vollständiger Bildausschnitt; Originalgröße 2048 × 1365 px beibehalten (nicht skaliert, Original der Quelle), als WebP gespeichert (cwebp -q 82 -m 6 -metadata none). Kein Beschnitt, keine Drehung, keine Retusche.

    Lamellen und Stiel
    Foto: Michel Langeveld (iNaturalist) · CC BY 4.0 · Original
    Vollständiger Bildausschnitt; Originalgröße 2048 × 1152 px beibehalten (nicht skaliert, Original der Quelle), als WebP gespeichert (cwebp -q 82 -m 6 -metadata none). Kein Beschnitt, keine Drehung, keine Retusche.

    Hutoberseite am Standort
    Foto: Michel Langeveld (iNaturalist) · CC BY 4.0 · Original
    Vollständiger Bildausschnitt; Originalgröße 2048 × 1152 px beibehalten (nicht skaliert, Original der Quelle), als WebP gespeichert (cwebp -q 82 -m 6 -metadata none). Kein Beschnitt, keine Drehung, keine Retusche.

  • Taxonomischer Namensabgleich
    Datenbank & StandEntoloma rhodopolium im GBIF-Backbone · API-Abgleich
    Snapshot 18.10.2026. Artkonzept und Familienzuordnung nach den ergänzend ausgewiesenen Literaturquellen. Weites Konzept (s. l.): E. rhodopolium einschließlich der nitrös riechenden f./var. nidorosum (= E. nidorosum (Fr.) Quél.), wie in Pilze der Schweiz 4, Großpilze Baden-Württembergs 4, Funga Nordica 2008 und im BLV-Pilzführer behandelt; Fungi of Temperate Europe (2026) führt nitröse Buchenfunde zu E. rhodopolium und schlüsselt E. nidorosum nicht eigens. Index Fungorum und GBIF führen E. nidorosum als Synonym, MycoBank als eigenen aktuellen Namen mit Neotypus UPS F-790006 (Kokkonen 2021). Fennoskandische Sequenzdaten trennen E. nidorosum s. str. (Birke, feuchte Standorte) sowie weitere Arten (E. quercetorum, E. uvidicola) von E. rhodopolium s. str. (Neotypus TUR, Kokkonen 2015). Var. pseudopolitum (Funga Nordica: nitrös, tief gerieft, Auwälder) ist nicht gesondert behandelt. In Japan als E. rhodopolium bezeichnete Pilze gehören nach Kondo et al. 2017 zu anderen Arten. Gewählt wurde s. l., weil die Fundkurve (GBIF), die Registereinträge und die mitteleuropäische Bestimmungsliteratur dieses Konzept verwenden und Fotos keine Zuordnung zu den Sequenzarten erlauben. Ein Namensabgleich bestätigt keine fotografierte Artidentität.
Wissenschaftlich weiterrecherchieren

Die Literatur hinter der Gattung.

6 erschlossene Quellen mit Bezug zu Entoloma. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.

Monografien und Studien zu Entoloma

Fotoansicht