Niedergedrückter Rötling
Entoloma rhodopolium
Giftig; laut BLV-Pilzführer Erbrechen und Durchfall nach einer halben bis drei Stunden. Mit dem essbaren Schildrötling und weiteren Rötlingen verwechselbar. Keine Verzehrfreigabe.
Einordnung & Quellen
Ausführliche Einordnung
In Pilze der Schweiz (1995, nach VAPKO-Richtlinien) als giftig eingestuft; der BLV-Pilzführer nennt Erbrechen und Durchfall. Die DGfM-Listen 2026 nennen die Art nicht, ihre Giftpilzliste führt bei den Rötlingen nur Riesen- und Frühlingsrötling.
Laut BLV-Pilzführer folgen nach einer halben bis drei Stunden Erbrechen und Durchfall. Mit dem essbaren Schildrötling und anderen Rötlingen verwechselbar; Geruch, Begleitbäume, Jahreszeit und Mikromerkmale sind gemeinsam zu prüfen.
Ein mittelgroßer, brüchiger Rötling vor allem der Buchenwälder: Der hygrophane Hut ist feucht grau- bis ockerbraun, trocken hell beige und wird in der Mitte niedergedrückt; die Lamellen färben sich mit der Reife rosa. Das Porträt schließt die nitrös riechende Form, den Alkalischen Rötling, ein.

Vier Fruchtkörper in Buchenlaub: blasse, weißlich cremefarbene, wellig verbogene Hüte; zwei umgedrehte Exemplare zeigen die Lamellen – beim jüngeren noch weißlich, beim älteren rosa – und den weißen, längsfaserigen Stiel. Kalletal (Nordrhein-Westfalen), 18. Juli 2020.
Fund vom 18. Juli, früh in der Saison. Hüte sehr hell; die feucht grau- bis ockerbraune Färbung ist nicht zu sehen. Fruchtkörper zum Teil herausgenommen und umgelegt. Geruch nicht dokumentiert, daher keine Zuordnung zur Haupt- oder nitrösen Form. Laut Beobachter mikroskopisch nach Funga Nordica bestätigt, nicht unabhängig geprüft.
(c) Enrico Tomschke, some rights reserved (CC BY) · CC BY 4.0 · Original

Unterseite eines Fruchtkörpers: dichte, rosa getönte Lamellen mit Zwischenlamellen und weißer, längsfaseriger Stiel. Noordwijkerhout (Südholland), 30. Oktober 2024.
Für das Foto auf Totholz gelegt, nicht am Wuchsort; die Stielbasis ist vom Bildrand abgeschnitten. Niederländischer Fund; Begleitbäume und Geruch nicht dokumentiert. Bestimmung nach Foto, keine Mikroskopie vermerkt.
(c) Michel Langeveld, some rights reserved (CC BY) · CC BY 4.0 · Original

Zwei Hüte von oben zwischen Laub, Gras und Moos: blass rosabeige, glatt, mit kleiner, heller Mittelvertiefung und eingerissenem Rand. Noordwijkerhout (Südholland), 30. Oktober 2024.
Leicht unscharf (Smartphone-Aufnahme). Stiele nicht sichtbar. Dieselbe Beobachtung wie Bild 2. Laubstreu ohne erkennbares Buchenlaub; Begleitbäume und Geruch nicht dokumentiert.
(c) Michel Langeveld, some rights reserved (CC BY) · CC BY 4.0 · Original
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Hut 20–80 (100) mm breit, jung gewölbt, dann ausgebreitet mit eingedellter bis genabelter Mitte, im Alter niedergedrückt bis fast trichterig und wellig verbogen. , glatt, matt bis seidig glänzend; feucht grau bis ockerbraun, auch hell olivgrau, trocken hell beige, gelblich beige bis weißlich. Rand lange heruntergebogen, schwach gekerbt bis zart .
- Unterseite
mäßig dicht und breit, und breit , teils mit herablaufendem Zahn; jung weiß, später rosa-fleischfarben bis rosabräunlich. Schneiden in der Schweizer Beschreibung glatt bis etwas wellig, in Baden-Württemberg als mehr oder weniger stark gekerbt beschrieben.
- Stiel & Basis
Stiel 40–90 (110) × 3–8 (12) mm, zylindrisch, hohl, steif und brüchig. Weiß bis hellgelblich oder schmutzig weiß, stark längsfaserig bis seidig gerieft, Spitze weiß bepudert bis schwach mehlig-flockig. Die Basis ist in der Schweizer Beschreibung etwas erweitert, nach Krieglsteiner meist zugespitzt.
- Fleisch
Fleisch weiß, dünn. Geruch der Hauptform fehlend bis schwach, gelegentlich leicht mehlig; bei der Form nidorosum deutlich nitrös, nach salpetriger Säure oder an Chlorwasser erinnernd. Ein deutlicher Mehlgeruch fehlt meist.
- Sporenpulver
für die Rötlinge allgemein bräunlich rosa angegeben, in der Schweizer Monografie für beide Formen als rostbraun bezeichnet. Sporen 5–7-eckig, 7–10,1 × 6,7–9,3 µm, Q 1,0–1,2 (Schweizer Kollektion der Hauptform); die nitröse Form hat dort etwas schmalere Sporen mit Q bis 1,4. Die Maße überschneiden sich mit nah verwandten Rötlingen.
Geruch am frischen Fund festhalten
Den Geruch gleich beim Sammeln am unverletzten Fruchtkörper und nach dem Durchschneiden notieren: deutlich nitrös (an Chlorwasser erinnernd), schwach oder mehlartig. Dazu Hutfarbe feucht und trocken, die Lamellenfarbe junger Exemplare und die Begleitbäume festhalten. Diese Angaben helfen, Formen und Doppelgänger zu trennen, ersetzen aber keine mikroskopische Prüfung und sind keine Verzehrprüfung.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 96, PDF-S. 95 (Mikrozeichnung gedruckte S. 97, PDF-S. 96): Nr. 70 Entoloma rhodopolium (Fr.: Fr.) Kumm. forma rhodopolium „Niedergedrückter Rötling“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung (Sporen 5–7eckig, 7–10,1 × 6,7–9,3 µm, Q 1,0–1,2, Sporenpulver rostbraun), Bemerkungen; Bewertungssymbol „giftiger Pilz“. · eingesehen 17.10.2026
Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 94, PDF-S. 93: Nr. 69 Entoloma rhodopolium (Fr.) Kumm. forma nidorosum (Fr.) Noordel. (= E. nidorosum) „Alkalischer Rötling“ – Standort, Makro- und Mikrobeschreibung (Sporen 6,4–9,4 × 5,5–7,8 µm, Q 1,0–1,4), Bemerkungen zur Rückstufung von E. nidorosum und zum Q-Wert (Typusform nicht über 1,25); Bewertungssymbol „giftiger Pilz“. · eingesehen 17.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.); Entolomataceae bearbeitet von G. J. Krieglsteiner · Gedruckte S. 191–192, PDF-S. 190–191: Nr. 2.60 Entoloma rhodopolium mit var. nidorosum („Alkalischer Rötling“) – Morphologie, Variabilität (Geruch nach salpetriger Säure, ökologische Bedingungen identisch), Ökologie mit Gesellschafts- und Baumzahlen (z. B. Fagus sylvatica 147/115, Abies alba 3/1, Picea abies 1/1), Symbionten (Mykorrhiza: Laubbäume, überwiegend Rotbuche, selten Nadelbäume), Phänologietabelle (Mai–Dezember), Höhenstufen, Bestand, Allgemeine Verbreitung. · eingesehen 17.10.2026
Funga Nordica (2008) · Entoloma
M. E. Noordeloos, in H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.) · Noordeloos 2008, Entoloma, Funga Nordica S. 433–491 (MycoKey-PDF-Fassung). Gedruckte S. 473, PDF-S. 338: Punkt 36, E. rhodopolium var. rhodopolium mit E. nidorosum als Synonym (Hut 40–120 mm, Geruch fehlend oder nitrös, Sporen 7,5–10 × 7–8,5 µm, in großen Gruppen in Laub- und Mischwäldern, selten Nadelwald). Gedruckte S. 455, PDF-S. 320: Punkt 7, var. pseudopolitum (nitrös, tief gerieft, feuchte Auwälder). · eingesehen 17.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Schlüssel E
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 255–259, PDF-S. 256–260: Schlüssel E (tricholomatoide Rötlinge), Punkte 11–17 (Frühjahrsarten mit Rosaceen: E. clypeatum s. l., E. sepium s. l.), 18–19 (E. sinuatum), 27–30 (nitrös riechende Arten; „mostly with Fagus on dry soils, see E. rhodopolium“; E. uvidicola, E. sericatum), 43 (E. lividoalbum), 46–47 (E. quercetorum; E. rhodopolium: Hut 20–120 mm, Stiel 5–15 (–20) mm dick, Geruch schwach, manchmal leicht mehlig oder nitrös, Sporen 7,5–9,5 × 6–8 µm, meist mit Corylus und Fagus); Fußnoten 6–7. · eingesehen 17.10.2026
Der große BLV Pilzführer für unterwegs
Ewald Gerhardt · Druckausgabe S. 230 (Seitenzahl aus den Querverweisen der E-Book-Fassung): Niedergedrückter Rötling (E-Book-PDF-S. 534), Alkalischer Rötling E. rhodopolium fm. nidorosum (PDF-S. 536), Riesen-Rötling (PDF-S. 533); S. 228: Schild-Rötling und Schlehen-Rötling (PDF-S. 531–532); Gattungseinleitung Entoloma (PDF-S. 530). · eingesehen 17.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Hut
Unterseite
Stiel & Basis
Fleisch
- Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
- Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
- Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995) – Schlüssel Entoloma
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Schlüssel E
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Entolomatoids, Geruchsglossar
- Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
Sporenpulver
- Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
- Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Entolomatoids, Geruchsglossar
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Schlüssel E
Eigene Beobachtung notieren Notiz vorhanden
Ausschließlich lokal auf deinem Gerät gespeichert.
Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Lebensweise & Standort
Vermutlich Mykorrhizapilz, überwiegend mit Rotbuche. Laubwälder, vor allem Buchenwälder. Einzeln bis gesellig, auch in Reihen und Kreisen, auf Erde und in Laubstreu von Laub- und Laub-Nadel-Mischwäldern, vor allem Buchenwäldern; ferner in Hainbuchen-Eichen- und Auwäldern, Parks und an Waldwegen. In Baden-Württemberg überwiegend bei Rotbuche, selten bei Tanne oder Fichte, auf frischen bis feuchten, meist neutralen bis basischen, nährstoffreichen Böden; für E. rhodopolium im engen Sinn nennt die neuere Literatur vor allem Hasel und Buche. Ende Juli bis November mit Schwerpunkt September und Oktober, vereinzelt schon ab Mai.
Mykorrhizapartner · Beispiele
- Buchen
- Haseln
- Laubbäume
Fundmeldungen im Jahreslauf
Die meisten Fundmeldungen: September bis Oktober. Alle Monatswerte
Quellen zum Lebensraum
Ökologie & Lebensraum
Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995) · Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003) · Der große BLV Pilzführer für unterwegs · Funga Nordica (2008) · Entoloma · Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Schlüssel E · New northern records of Entoloma with three new species of subgenus Rhodopolia and typification of E. nidorosum (2021) · GBIF Backbone Taxonomy · Entoloma rhodopolium (Fr.) P.Kumm. (2539657) · Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Entolomatoids, Geruchsglossar
Die Auswahl ist keine vollständige Wirtsliste. Ein Fund neben einem Baum beweist allein keine Partnerschaft. Die Blattformen stehen beispielhaft für die beschriftete Baumgruppe.
Icons: Blatt & NadelÄhnliche Arten.
Gefährliche Verwechslung
Größer und fleischiger, Hut in der Schweizer Beschreibung 60–110 (200) mm, Stiel 12–25 mm dick; Hut nicht hygrophan, eingewachsen radialfaserig, Lamellen jung hellgelb, Geruch mehlartig; bei Buche und Eiche auf basenreichen Lehmböden. Der Niedergedrückte Rötling ist hygrophan, schlanker, jung weißblättrig und riecht meist nicht mehlig. Eine seltene Form des Riesenrötlings mit jung weißen Lamellen ist beschrieben, die Lamellenfarbe allein trennt daher nicht. Beide gelten als giftig, der Riesenrötling als stark giftig.
Quellen
- Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
- Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995) – Schlüssel Entoloma
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003) – Schlüssel 4 (Entoloma)
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Schlüssel E
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs
- DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
Weitere ähnliche Arten
Frühjahrsart, vor allem April und Mai, unter Rosengewächsen wie Weißdorn oder Apfel; Hutmitte oft gebuckelt, Geruch mehlartig, Sporen etwas größer (9–11 statt 7,5–9,5 µm lang). Der Niedergedrückte Rötling erscheint überwiegend von Spätsommer bis Herbst in Buchen- und anderen Laubwäldern ohne Bindung an Rosengewächse, seine Hutmitte ist meist eingedellt bis niedergedrückt, und er riecht meist nicht mehlig. Junge Hüte können aber gebuckelt sein, und einzelne Funde im Mai und Juni sind belegt; Jahreszeit oder Hutform allein trennen daher nicht. Der Schildrötling steht auf der DGfM-Positivliste, der Niedergedrückte Rötling gilt als giftig.
Quellen
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Schlüssel E
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003) – Schlüssel 4 (Entoloma)
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
- Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
- Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
- DGfM · Positivliste der Speisepilze
Ebenfalls eine Frühjahrsart, an Rosengewächse wie Prunus gebunden; Hut weiß bis sehr blass, nicht hygrophan, Fleisch an Fraßstellen gilbend bis rötend, Geruch mehlartig. Der Niedergedrückte Rötling ist feucht grau- bis ockerbraun und hygrophan und erscheint vor allem im Spätsommer und Herbst; trockene, ausgeblasste Hüte können aber ähnlich hell wirken.
verfügbar
Weißstieliger Rötling
Entoloma lividoalbum
Noch kein ArtporträtZur selben Jahreszeit in Laubwäldern, Parks und Wiesen unter Laubbäumen; Hut feucht dunkler graubraun, Fruchtkörper gedrungener, Fleisch fest, Geruch mehlartig. Der Niedergedrückte Rötling hat hellere Hüte, im Verhältnis zum Hut längere Stiele, brüchiges Fleisch und meist keinen Mehlgeruch. Der Schlüssel der Großpilze Baden-Württembergs trennt beide zuerst über festes bzw. brüchiges Fleisch; Einzelmerkmale können überlappen.
Riecht frisch ebenfalls nitrös, der Geruch verfliegt aber bald; Hut glänzend, durchscheinend gerieft und meist kleiner; vor allem bei Weide, Erle oder Birke in feuchten Laubwäldern und Gebüschen. Die nitröse Form des Niedergedrückten Rötlings ist nach der Schweizer Monografie heller, behält den Geruch länger und wächst eher in Buchenwäldern.
Mehl-Rötling: Hut nicht hygrophan, weißlich bis blass gelbbraun; riecht deutlich mehlartig, nie nitrös; wächst in ungedüngten Mager- und Bergwiesen statt in Laubwäldern bei Buche oder Hasel. Sporen 6,5–8 × 6,5–8 µm.
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Nitrös oder fast geruchlos
Die mitteleuropäischen Werke unterscheiden die nitrös riechende Form nidorosum, den Alkalischen Rötling, von der fast geruchlosen Hauptform. Der Geruch erinnert an Chlorwasser oder Salpetersäure und hält länger an als beim ähnlich riechenden, dunkleren Glänzenden Rötling. Nach der Schweizer Monografie hat die nitröse Form zudem etwas schmalere Sporen; Standort und Fundzeit beider Formen gleichen sich in den baden-württembergischen Daten.
Quellen
Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995) – Schlüssel Entoloma
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 35–36, PDF-S. 34–35: Gattungsschlüssel Entoloma, Punkte 58–59 (E. lividoalbum: Hut hygrophan; E. sinuatum: Hut nicht hygrophan, radialfaserig, Lamellen jung hellgelb) und 64–69 (E. politum bei Salix, Alnus, Betula; E. rhodopolium f. nidorosum „Geruch auffallend nitrös“; f. rhodopolium „fast geruchlos, keinesfalls nitrös“). · eingesehen 17.10.2026
Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 94, PDF-S. 93: Nr. 69 Entoloma rhodopolium (Fr.) Kumm. forma nidorosum (Fr.) Noordel. (= E. nidorosum) „Alkalischer Rötling“ – Standort, Makro- und Mikrobeschreibung (Sporen 6,4–9,4 × 5,5–7,8 µm, Q 1,0–1,4), Bemerkungen zur Rückstufung von E. nidorosum und zum Q-Wert (Typusform nicht über 1,25); Bewertungssymbol „giftiger Pilz“. · eingesehen 17.10.2026
Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 92, PDF-S. 91: Nr. 64 Entoloma politum „Glänzender Rötling“ – Standort (bei Salix, Alnus oder Betula, auch außerhalb von Wäldern), Makrobeschreibung (Hut dunkelbraun bis hell graubraun, gerieft; Geruch ganz frisch nitrös, bald geruchlos), Bemerkungen zur Abgrenzung von E. rhodopolium var. nidorosum (Geruch länger anhaltend, Fruchtkörper heller, eher in Buchenwäldern). · eingesehen 17.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.); Entolomataceae bearbeitet von G. J. Krieglsteiner · Gedruckte S. 191–192, PDF-S. 190–191: Nr. 2.60 Entoloma rhodopolium mit var. nidorosum („Alkalischer Rötling“) – Morphologie, Variabilität (Geruch nach salpetriger Säure, ökologische Bedingungen identisch), Ökologie mit Gesellschafts- und Baumzahlen (z. B. Fagus sylvatica 147/115, Abies alba 3/1, Picea abies 1/1), Symbionten (Mykorrhiza: Laubbäume, überwiegend Rotbuche, selten Nadelbäume), Phänologietabelle (Mai–Dezember), Höhenstufen, Bestand, Allgemeine Verbreitung. · eingesehen 17.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Entolomatoids, Geruchsglossar
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 242, PDF-S. 243: Formgruppe Entolomatoids (Sporenpulver ± bräunlich rosa; Arten um E. rhodopolium gelten als Ektomykorrhizapilze). Gedruckte S. 29, PDF-S. 30: Geruchsglossar „Chlorine-like/nitrous“ (Chlorwasser bzw. Salpetersäure; Beispiel u. a. Entoloma nidorosum). · eingesehen 17.10.2026
Der große BLV Pilzführer für unterwegs
Ewald Gerhardt · Druckausgabe S. 230 (Seitenzahl aus den Querverweisen der E-Book-Fassung): Niedergedrückter Rötling (E-Book-PDF-S. 534), Alkalischer Rötling E. rhodopolium fm. nidorosum (PDF-S. 536), Riesen-Rötling (PDF-S. 533); S. 228: Schild-Rötling und Schlehen-Rötling (PDF-S. 531–532); Gattungseinleitung Entoloma (PDF-S. 530). · eingesehen 17.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Ein Name, mehrere Arten
Gensequenzen haben in dieser Verwandtschaft mehr Arten ergeben als angenommen. E. rhodopolium wurde 2015 und E. nidorosum 2021 durch Neotypen festgelegt, letzterer aus Schweden. E. nidorosum wächst danach in Nordeuropa vor allem bei Birke, oft an feuchten Stellen, E. rhodopolium im engen Sinn im Süden meist bei Hasel oder Buche. Nahe verwandte Arten wie E. quercetorum bei Eichen sind morphologisch schwer zu unterscheiden, etwa nur über Partnerbaum, schwachen Duft und mikroskopische Huthautmerkmale.
Quellen
New northern records of Entoloma with three new species of subgenus Rhodopolia and typification of E. nidorosum (2021)
Katri Kokkonen · Karstenia 59(1–2): 55–69. Abstract; Introduction (Neotypisierung von E. rhodopolium 2015); Abschnitt E. nidorosum (Neotypus Schweden, Uppland, Knivsta, Nysätra, UPS F-790006; Kommentare zu Birke, feuchten Standorten, nitrösem Geruch, Verbreitung); E. uvidicola (Kommentare); E. quercetorum (Habitat mit Quercus, Abgrenzung gegen E. rhodopolium und E. nidorosum); Neufund E. rhodopolium; Diskussion (E. rhodopolium im Süden meist bei Corylus oder Fagus). · eingesehen 17.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Schlüssel E
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 255–259, PDF-S. 256–260: Schlüssel E (tricholomatoide Rötlinge), Punkte 11–17 (Frühjahrsarten mit Rosaceen: E. clypeatum s. l., E. sepium s. l.), 18–19 (E. sinuatum), 27–30 (nitrös riechende Arten; „mostly with Fagus on dry soils, see E. rhodopolium“; E. uvidicola, E. sericatum), 43 (E. lividoalbum), 46–47 (E. quercetorum; E. rhodopolium: Hut 20–120 mm, Stiel 5–15 (–20) mm dick, Geruch schwach, manchmal leicht mehlig oder nitrös, Sporen 7,5–9,5 × 6–8 µm, meist mit Corylus und Fagus); Fußnoten 6–7. · eingesehen 17.10.2026
Index Fungorum · Entoloma rhodopolium (Record 196225) und verbundene Namen
Index Fungorum Partnership · Webservice NameSearch/NameByKey: E. rhodopolium (Fr.) P. Kumm. 1871 (196225, aktueller Name); E. nidorosum (Fr.) Quél. 1872 (158696), f. nidorosum (133706), var. nidorosum Krieglst. 1991 (354839), var. pseudopolitum (500394) und var. fragrans (548557) mit aktuellem Namen E. rhodopolium; Basionym Agaricus rhodopolius Fr. 1818 (455907); Typisierungsdatensatz 593959 „Neotype TUR, Kokkonen 213/14“. · eingesehen 17.10.2026
MycoBank · Entoloma rhodopolium (MB 196225) und Entoloma nidorosum (MB 158696)
Westerdijk Fungal Biodiversity Institute / International Mycological Association · MB 196225: E. rhodopolium (Fr.) P. Kumm. 1871, sanktioniert, aktueller Name, Status „Unchecked“. MB 158696: E. nidorosum (Fr.) Quél. 1872 als eigener aktueller Name, Status „Verified“, mit f./var. nidorosum als homotypischen Synonymen und Neotypus UPS F-790006 (Kokkonen 2021). · eingesehen 17.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Giftig – die Daten aus Japan gelten anderen Arten
Der BLV-Pilzführer nennt Erbrechen und Durchfall nach einer halben bis drei Stunden und bezeichnet die Giftstoffe als unbekannt. In Japan zählt der dort E. rhodopolium genannte Pilz zu den am häufigsten irrtümlich gegessenen Arten; das Gesundheitsministerium nennt unter anderem Muskarin. Nach Kondo et al. (2017) gehören die untersuchten japanischen Funde aber zu drei anderen Arten, Vergiftungsproben von 2015 zu zweien davon, und Berichte über Vergiftungen durch das echte E. rhodopolium gibt es nach den Autoren nicht. Die japanischen Giftstoffangaben gelten daher nicht für europäische Funde.
Quellen
Der große BLV Pilzführer für unterwegs
Ewald Gerhardt · Druckausgabe S. 230 (Seitenzahl aus den Querverweisen der E-Book-Fassung): Niedergedrückter Rötling (E-Book-PDF-S. 534), Alkalischer Rötling E. rhodopolium fm. nidorosum (PDF-S. 536), Riesen-Rötling (PDF-S. 533); S. 228: Schild-Rötling und Schlehen-Rötling (PDF-S. 531–532); Gattungseinleitung Entoloma (PDF-S. 530). · eingesehen 17.10.2026
自然毒のリスクプロファイル:クサウラベニタケ (Risikoprofil natürliche Gifte: Kusaurabenitake)
Ministry of Health, Labour and Welfare (Japan) · Abschnitte Giftstoffe (Muskarin, Muskaridin, Cholin; ein Protein), Symptome (Bauchschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall; 10 Minuten bis einige Stunden nach dem Verzehr), Fallstatistik 2000–2015, Hinweis auf zweithäufigste Fehlbestimmung in Japan, essbare Doppelgänger. · eingesehen 17.10.2026
Molecular phylogenetic analysis of new Entoloma rhodopolium-related species in Japan and its identification method using PCR-RFLP (2017)
K. Kondo, K. Nakamura, T. Ishigaki, K. Sakata, S. Obitsu, A. Noguchi, N. Fukuda, E. Nagasawa, R. Teshima & T. Nishimaki-Mogami · Scientific Reports 7: 14942 (PMC5668239, CC BY). Abstract; Introduction; Results (Phylogenie: japanisches „E. rhodopolium“ in drei Kladen, keine davon das europäische E. rhodopolium; E. nidorosum genetisch nahe am europäischen E. rhodopolium; Vergiftungsproben 2015 als E. pseudorhodopolium und E. subrhodopolium bestimmt); Discussion: in Japan bisher kein echtes europäisches E. rhodopolium gesammelt, keine Berichte über Vergiftungen durch das echte E. rhodopolium; Giftigkeit von E. lacus offen. Die Arbeit selbst nennt kein Muskarin. · eingesehen 17.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Entoloma rhodopolium
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschNiedergedrückter RötlingAlkalischer Rötling
Namensbeleg
Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur · Abgerufen: 17.10.2026
EnglischWood Pinkgill
Namensbeleg
United Kingdom Species Inventory (UKSI) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
NiederländischGrauwe bossatijnzwam
Namensbeleg
Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
FranzösischEntolome rose-gris
Namensbeleg
TAXREF · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
DänischSkov-rødbladStinkende rødblad
Namensbeleg
National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
NorwegischLutrødsporeLutrødskivesoppLumsk rødskivesopp
SchwedischTvålrödling
Namensbeleg
Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
FinnischSuoparusokas
Namensbeleg
The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
PolnischDzwonkówka szara
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
TschechischZávojenka vmáčklá
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
SlowenischNizka rdečelistka
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
UngarischZöldesszürke döggomba
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
RussischЭнтолома продавленная
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
Japanischクサウラベニタケ
Namensbeleg
List of local names of fungi in based on Katsumoto (2010) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Spanisch
- Italienisch
- Rumänisch
- Kroatisch
- Serbisch
Weniger anzeigen
- Chinesisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 17.10.2026.
Fundmeldungen im Jahresverlauf.
Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.
Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.
Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.
Einordnung & Datengrundlage
Meldungen sind keine Prognose.
Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.
Was wurde ausgewählt?
Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 18.10.2026.
Exakte GBIF-AbfrageMonats- und Länderwerte ansehen
| Monat | Datensätze |
|---|---|
| Jan | 0 |
| Feb | 0 |
| Mär | 0 |
| Apr | 0 |
| Mai | 7 |
| Jun | 18 |
| Jul | 15 |
| Aug | 51 |
| Sep | 146 |
| Okt | 211 |
| Nov | 53 |
| Dez | 1 |
| Land | Datensätze |
|---|---|
| Deutschland | 21 |
| Österreich | 138 |
| Schweiz | 343 |
| Tschechien | 0 |
| Polen | 0 |
| Slowakei | 0 |
| Ungarn | 0 |
| Slowenien | 0 |
| Liechtenstein | 0 |
| Luxemburg | 0 |
Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.
Aggregierte Werte als CSV herunterladenHerkunft & Lizenzen · 5 beitragende Datensätze
Daten über GBIF.org. 0 Meldungen unter CC0 1.0, 502 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.
- Swiss National Fungi Databank · 342 Datensätze
Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 134 Datensätze
Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - NABU|naturgucker · 19 Datensätze
naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Biodiversitätsdatenbank Nationalpark Kalkalpen · 4 Datensätze
National Park Kalkalpen (2026). Biodiversitätsdatenbank Nationalpark Kalkalpen. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/tgezgw accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - iNaturalist Research-grade Observations · 3 Datensätze
iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 18.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich
Ergebnis dieser Runde: Porträt im weiten Sinn angelegt; das nordische Artkonzept (E. nidorosum als eigene Art) offen dargestellt. Die DGfM-Listen 2026 führen die Art nicht; die Giftigkeit stützt sich auf Pilze der Schweiz (VAPKO-Bewertung 1995) und den BLV-Pilzführer. Abweichende Größen-, Stiel- und Sporenangaben sowie die Sporenpulverfarbe als Quellenkonflikte offengelegt. Keine menschliche Endredaktion. Zweite, unabhängige Lesung Satz für Satz am 18.10.2026: 95 Teilsätze geprüft, 10 Befunde, im Entwurf korrigiert.
Umfang: Artpassagen Pilze der Schweiz 4 (Nr. 48, 64, 69, 70, 83, Schlüssel, Bewertungslegende) und Großpilze Baden-Württembergs 4 (Nr. 2.60, Schlüssel 4) am Seitenbild gelesen; Funga Nordica 2008, Fungi of Temperate Europe (2026) und BLV-Pilzführer gezielt; Kokkonen 2021 und Kondo et al. 2017 in ausgewählten Volltextabschnitten. Toxikologie: DGfM-Listen 2026 vollständig bzw. gezielt, japanisches Gesundheitsministerium. Nomenklatur über Index Fungorum (Webservice), MycoBank und GBIF.
Erneut herangezogene Quellen
Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 96, PDF-S. 95 (Mikrozeichnung gedruckte S. 97, PDF-S. 96): Nr. 70 Entoloma rhodopolium (Fr.: Fr.) Kumm. forma rhodopolium „Niedergedrückter Rötling“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung (Sporen 5–7eckig, 7–10,1 × 6,7–9,3 µm, Q 1,0–1,2, Sporenpulver rostbraun), Bemerkungen; Bewertungssymbol „giftiger Pilz“. · eingesehen 17.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.); Entolomataceae bearbeitet von G. J. Krieglsteiner · Gedruckte S. 191–192, PDF-S. 190–191: Nr. 2.60 Entoloma rhodopolium mit var. nidorosum („Alkalischer Rötling“) – Morphologie, Variabilität (Geruch nach salpetriger Säure, ökologische Bedingungen identisch), Ökologie mit Gesellschafts- und Baumzahlen (z. B. Fagus sylvatica 147/115, Abies alba 3/1, Picea abies 1/1), Symbionten (Mykorrhiza: Laubbäume, überwiegend Rotbuche, selten Nadelbäume), Phänologietabelle (Mai–Dezember), Höhenstufen, Bestand, Allgemeine Verbreitung. · eingesehen 17.10.2026
Funga Nordica (2008) · Entoloma
M. E. Noordeloos, in H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.) · Noordeloos 2008, Entoloma, Funga Nordica S. 433–491 (MycoKey-PDF-Fassung). Gedruckte S. 473, PDF-S. 338: Punkt 36, E. rhodopolium var. rhodopolium mit E. nidorosum als Synonym (Hut 40–120 mm, Geruch fehlend oder nitrös, Sporen 7,5–10 × 7–8,5 µm, in großen Gruppen in Laub- und Mischwäldern, selten Nadelwald). Gedruckte S. 455, PDF-S. 320: Punkt 7, var. pseudopolitum (nitrös, tief gerieft, feuchte Auwälder). · eingesehen 17.10.2026
New northern records of Entoloma with three new species of subgenus Rhodopolia and typification of E. nidorosum (2021)
Katri Kokkonen · Karstenia 59(1–2): 55–69. Abstract; Introduction (Neotypisierung von E. rhodopolium 2015); Abschnitt E. nidorosum (Neotypus Schweden, Uppland, Knivsta, Nysätra, UPS F-790006; Kommentare zu Birke, feuchten Standorten, nitrösem Geruch, Verbreitung); E. uvidicola (Kommentare); E. quercetorum (Habitat mit Quercus, Abgrenzung gegen E. rhodopolium und E. nidorosum); Neufund E. rhodopolium; Diskussion (E. rhodopolium im Süden meist bei Corylus oder Fagus). · eingesehen 17.10.2026
DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · Stand 01.05.2026, 9 Seiten: Gattung Entoloma nur mit E. sinuatum (Riesenrötling) und E. vernum (Frühlingsrötling), jeweils Gastrointestinales Syndrom; kein Sammeleintrag „Entoloma spp.“; E. rhodopolium und E. nidorosum nicht aufgeführt (Volltext, im Review am 18.10.2026 erneut geprüft). · eingesehen 17.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Entoloma rhodopolium · abgeglichen am 18.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
Seiten: S. 96 · S. 94 · S. 35–36 · S. 104 · S. 80 · S. 92 · S. 23
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
Seiten: S. 191–192 · S. 145 · S. 145 · S. 189–190
- Funga Nordica (2008) · Entoloma
Seiten: PDF-S. 338 · PDF-S. 332–335
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Schlüssel E
Seiten: S. 255–259 · S. 242 · S. 253 · S. 254–260
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs
Seite: PDF-S. 534
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen9 weitere Fachquellen · 2 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
- New northern records of Entoloma with three new species of subgenus Rhodopolia and typification of E. nidorosum (2021)
- Molecular phylogenetic analysis of new Entoloma rhodopolium-related species in Japan and its identification method using PCR-RFLP (2017)
- 自然毒のリスクプロファイル:クサウラベニタケ (Risikoprofil natürliche Gifte: Kusaurabenitake)
- Entoloma rhodopolium, Wood Pinkgill – identification
- DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
- DGfM · Positivliste der Speisepilze
- DGfM · Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert
- Index Fungorum · Entoloma rhodopolium (Record 196225) und verbundene Namen
- MycoBank · Entoloma rhodopolium (MB 196225) und Entoloma nidorosum (MB 158696)
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- GBIF Backbone Taxonomy · Entoloma rhodopolium (Fr.) P.Kumm. (2539657)
- Checkliste der Pilze Deutschlands · Entoloma rhodopolium
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich
Wie wir recherchieren und prüfen
Die Literatur hinter der Gattung.
6 erschlossene Quellen mit Bezug zu Entoloma. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.
Monografien und Studien zu Entoloma