Rötlicher Mehlschirmling
Cystolepiota moelleri
Keine Verzehrfreigabe. Ähnliche kleine rosa Schirmlinge wie der Fleischrosa Schirmling und der Fleischbräunliche Giftschirmling enthalten Amatoxine und sind lebensgefährlich giftig.
Gefährliche Verwechslung. Ähnliche, lebensgefährlich giftige Arten: Fleischbräunlicher Giftschirmling und Rötender Mehlschirmling.
Einordnung & Quellen
Ausführliche Einordnung
Verwechslung mit amatoxinhaltigen Schirmlingen. Ähnelt dem Fleischrosa Schirmling und dem Fleischbräunlichen Giftschirmling, die Amatoxine enthalten und lebensgefährlich giftig sind; die DGfM hält kleine Lepiota-Arten mit bräunlichen und roten Pigmenten allgemein für amatoxinverdächtig. Zum Rötlichen Mehlschirmling selbst fehlen Giftstoffdaten – keine Verzehrfreigabe.
In keiner der drei DGfM-Listen (Speisepilze, Giftpilze, uneinheitlicher Speisewert; Stand 01.05.2026) geführt; Angaben zu Speisewert und Inhaltsstoffen fehlen in den gelesenen Quellen. Keine Verzehrfreigabe.
Ein kleiner, seltener Schirmling, dessen Hutmitte dicht mit niedrigen, spitzen, rosa bis rötlich braunen Pulverwärzchen besetzt ist; darunter liegen freie, cremeweiße Lamellen. Er erinnert an Stachelschirmlinge und an kleine rosa Giftschirmlinge; sicher bestimmt wird er über Mikromerkmale.

Frisch gesammelte Fruchtkörper eines Belegs auf hellem Grund: weißliche, fein körnige Hüte mit rosa bis fleischbräunlicher Mitte, dünne Stiele, oben hell und zur Basis bräunlich; rechts ein Maßstab.
Aufnahme nach dem Sammeln, nicht am Standort. Beleg aus Westsibirien, nicht aus Mitteleuropa. Ring- oder Gürtelzone und Hutrand sind in dieser Größe nicht beurteilbar.
Fungarium der Staatlichen Universität Jugra (Datensatz: N. Filippova, E. Zvyagina, T. Bulyonkova, E. Rudykina) · CC BY 4.0 · Original

Sporen desselben Belegs im Durchlicht, mit Maßstabsbalken 10 µm: zahlreiche kleine, ellipsoide Sporen, einzeln und in Gruppen; ein Teil ist rötlich angefärbt.
Einbettungsmedium und Färbung nennt der Datensatz nicht; der Maßstab stammt laut Datensatzbeschreibung aus der Mikroskopsoftware. Für eigene Messungen ist die Kalibrierung nicht unabhängig geprüft.
Fungarium der Staatlichen Universität Jugra (Datensatz: N. Filippova, E. Zvyagina, T. Bulyonkova, E. Rudykina) · CC BY 4.0 · Original
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Hut 8–40 mm breit (niederländische Beschreibung), jung halbkugelig mit eingebogenem Rand, später flach gewölbt; die Mitte flach, seicht vertieft oder mit stumpfem . Die Mitte ist dicht mit niedrigen, spitzen, rosa bis rötlich braunen Pulverwärzchen besetzt, zum Rand hin stehen sie lockerer auf sehr blassem, rosabräunlichem Grund. Jung hängen am Rand; der Belag verfärbt sich bei Berührung nicht, alte Hüte können in der Mitte verkahlen.
- Unterseite
, mäßig gedrängt bis gedrängt, schmal bis bauchig, bis 3,5 mm breit; weißlich creme, im Alter graucreme. Die Schneide ist gleichfarben bis rosa, glatt bis fein flockig.
- Stiel & Basis
Stiel 15–40 (–70) × 2–5 mm (niederländische Beschreibung), zylindrisch oder zur Basis leicht verbreitert, hohl. Spitze rosa-cremefarben und bereift, darunter auf blassrosa bis weinrötlichem Grund verstreute rosa bis rotbraune Flocken oder Bänder aus Wärzchen. Eine schwache, bald vergehende Ringzone kann vorhanden sein.
- Fleisch
Fleisch im Hut weiß bis creme, im Stiel weiß bis blassrosa; für italienische Funde ist die Stielbasis innen weinbräunlich beschrieben. Die Geruchsangaben gehen auseinander: schwach süßlich, angenehm oder wie beim Stinkschirmling (niederländische Beschreibung), schwach gasartig (nordischer Schlüssel) oder angenehm fruchtig (italienische Funde).
- Sporenpulver
weiß. Sporen länglich bis zylindrisch, farblos, nicht , 4,0–5,5 (–6,0) × 2,5–3,0 µm (niederländische Beschreibung). Zahlreiche schmal keulige bis verkehrt eiförmige Cheilozystiden, meist mit zylindrischem, perlschnurartigem oder verzweigtem Fortsatz an der Spitze; Pleurozystiden fehlen. Die Hutwärzchen bestehen aus kugeligen bis ellipsoidischen Zellen mit bräunlicher Wand.
Lupe: Pulverwärzchen statt Faserschuppen
Mit der Lupe die Hutmitte ansehen: Die rosa Wärzchen sind pulvrig-körnig und ohne faserige Struktur; mikroskopisch bestehen sie aus kugeligen Zellen, die sich leicht lösen. Lepiota-Arten tragen angedrückte, mehr oder weniger faserige Hüllreste, Stachelschirmlinge verklebte, pyramidenförmige Schüppchen. Gesichert wird die Bestimmung mikroskopisch – Sporen nicht dextrinoid, Cheilozystiden meist mit Fortsatz, keine Pleurozystiden; eine Verzehrfreigabe ergibt sich daraus nicht.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Notes on Cystolepiota: sections Cystolepiota and Pulverolepiota (1998)
Else C. Vellinga & Henk A. Huijser · Persoonia 16(4): 513–526. S. 513: Zusammenfassung; S. 524–525: Cystolepiota moelleri Knudsen – Synonymie (Lepiota rosea Rea; C. rosea (Rea) M. Bon non Sing. 1969; C. rosella Mos. als überflüssige Namensänderung), Fehlanwendungen (C. adulterina f. reidii sensu Bon 1981, Lanzoni & Zecchin 1988, Candusso & Lanzoni 1990; Lepiota pseudoasperula sensu Enderle & Krieglst. 1989), makro- und mikroskopische Beschreibung, Habitat & Verbreitung, untersuchte Kollektionen (u. a. Deutschland: Nerenstetten 1984, Kissendorf 1988, Sauerland 1974, Mönchengladbach 1984, Müllenborn 1990, Nohn 1987), Neotypus (Somerset, Higher Merridge, 15.9.1960, D. A. Reid, K), Anmerkungen zu Singer 1969 und zu L. pseudoasperula. · eingesehen 18.10.2026
Flora Agaricina Neerlandica · Band 5 (2001) – Cystolepiota, Lepiota
E. C. Vellinga (Gattungsbearbeitungen) in M. E. Noordeloos, Th. W. Kuyper & E. C. Vellinga (Hrsg.) · Gedruckte S. 154–155, PDF-S. 155–156: Gattung Cystolepiota (Abgrenzung von Melanophyllum und Lepiota sect. Echinatae über den Bau der Hülle) und Artenschlüssel (Punkt 8: C. moelleri). Gedruckte S. 156, PDF-S. 157: Nr. 2 C. hetieri (u. a. Hinweis auf Amanitin-Test von Gérault & Girre 1966). Gedruckte S. 157–158, PDF-S. 158–159: Nr. 4 C. moelleri (Synonymie, Beschreibung, Habitat, Anmerkungen) und Nr. 5 C. seminuda. Gedruckte S. 109, PDF-S. 110: Lepiota-Gattungstext (Hüllbau). Gedruckte S. 114, PDF-S. 115: Lepiota-Schlüssel 5 mit Abzweig zu C. moelleri. Gedruckte S. 150, PDF-S. 151: Nr. 45 L. pseudoasperula (Verwechslung mit C. moelleri) und Nr. 46 L. boertmannii. · eingesehen 18.10.2026
Funga Nordica (2008) · Cystolepiota und Echinoderma
Christian Lange (Cystolepiota, Echinoderma) in H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.) · Gedruckte S. 533–535 (Lange 2008, Cystolepiota; MycoKey-PDF S. 288–289): Gattungstext Cystolepiota und Schlüssel; Punkt 4 C. moelleri (Hut, Stiel, Fleisch, Geruch, Sporen 4–6 × 2,5–3 µm, Cheilozystiden, keine Pleurozystiden, Standort, nordische Rote-Liste-Angaben, „ZM 55:96 (as Lepiota pseudoasperula)“), daneben C. cystidiosa, C. seminuda, C. hetieri, C. adulterina. Gedruckte S. 535–539 (Lange 2008, Echinoderma), darin S. 536 und 538 (PDF-S. 295 und 297): Echinoderma boertmannii und E. pseudoasperula; Gattungstext PDF-S. 294 (enge Verwandtschaft mit Cystolepiota und Melanophyllum nach Vellinga 2003). · eingesehen 18.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 180, PDF-S. 181: Schlüssel zu den Schirmlings-Gruppen (Punkte 1–5: Melanophyllum, Echinoderma, Cystolepiota mit pulvriger Hülle ohne Faserstruktur, Lepiota mit angedrückten, ± faserigen Hüllresten) und Key A Melanophyllum. Gedruckte S. 181, PDF-S. 182: Key B Echinoderma (Punkt 4: Verweis auf C. moelleri; Punkt 8: E. pseudoasperulum; Fußnote 3 zu E. boertmannii). Gedruckte S. 182, PDF-S. 183: Key C Cystolepiota (Punkt 4: C. moelleri; Punkte 5–8: C. seminuda, C. hetieri, C. adulterina). Gedruckte S. 183–184, PDF-S. 184–185: Key D Lepiota (Punkte 13–14: L. brunneoincarnata, L. subincarnata). · eingesehen 18.10.2026
Fungi Europaei 4: Lepiota s.l. (1990) · Cystolepiota moelleri
M. Candusso & G. Lanzoni · Gedruckte S. 98–100, PDF-S. 99–101, Taf. 5/a: Synonymie; wiedergegebene Originaldiagnose von Lepiota rosea Rea 1918 mit Übersetzung; Beschreibung italienischer Kollektionen (Bregazzana VA 1986; Pieve di Campi PR 1987, Quercus cerris); Mikroskopie (Sporen (4,2–)4,5–6 × 2,5–3 µm, nicht dextrinoid; Cheilozystiden 20–35(–40) × 7–11(–14) µm); taxonomische Anmerkungen (Homonym Singer 1969, Benennung nach dem dänischen Mykologen Møller, Bon 1976). · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.); Gattung Cystolepiota · Gedruckte S. 51, PDF-S. 50: Gattung Cystolepiota, Schlüssel (Punkt 1*: Sporen nicht dextrinoid; Punkt 5: Hutmitte mit spitzen, rosafarbenen Wärzchen, ähnlich Echinoderma, ohne Pleurocystiden → C. moelleri). Gedruckte S. 53–54, PDF-S. 52–53: C. hetieri. Gedruckte S. 55–56, PDF-S. 54–55: 2.5 C. moelleri („Rosa Mehlschirmling“; Taxonomie, Fundorte in Baden-Württemberg, regionale Gefährdung G4, Erstnachweis, allgemeine Verbreitung) und 2.6 C. seminuda. Gedruckte S. 63, PDF-S. 62: Echinoderma pseudoasperulum („Kleinster Stachelschirmling“; Funde bei Enderle & Krieglsteiner 1989 = C. moelleri). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Hut
- Notes on Cystolepiota: sections Cystolepiota and Pulverolepiota (1998)
- Flora Agaricina Neerlandica · Band 5 (2001) – Cystolepiota, Lepiota
- Funga Nordica (2008) · Cystolepiota und Echinoderma
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
- Fungi Europaei 4: Lepiota s.l. (1990) · Cystolepiota moelleri
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
Unterseite
Stiel & Basis
Fleisch
Sporenpulver
- Notes on Cystolepiota: sections Cystolepiota and Pulverolepiota (1998)
- Flora Agaricina Neerlandica · Band 5 (2001) – Cystolepiota, Lepiota
- Funga Nordica (2008) · Cystolepiota und Echinoderma
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
- Fungi Europaei 4: Lepiota s.l. (1990) · Cystolepiota moelleri
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Lebensweise & Standort
Bodenbewohnender Zersetzer (saprotroph). Laubwälder und Gebüsche auf lehmigen, kalk- oder nährstoffreichen Böden. Bodenbewohnender Zersetzer, einzeln oder gesellig in Laub- und Laubmischwäldern und Gebüschen auf lehmigen, kalkhaltigen oder nährstoffreichen, humosen Böden. Belegte Fundorte in Baden-Württemberg liegen in Eschen-Bergahorn-Hangwald, Eschen-Erlen-Auwald und Buchenwald, in Italien unter Zerreiche. Vor allem August bis Oktober, in Baden-Württemberg auch im Juli. In Deutschland sehr selten.
Gehölze am Standort · Beispiele
- Laubbäume
Quellen zum Lebensraum
Ökologie & Lebensraum
Notes on Cystolepiota: sections Cystolepiota and Pulverolepiota (1998) · Flora Agaricina Neerlandica · Band 5 (2001) – Cystolepiota, Lepiota · Funga Nordica (2008) · Cystolepiota und Echinoderma · Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) · Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003) · Fungi Europaei 4: Lepiota s.l. (1990) · Cystolepiota moelleri · Rote Liste der Großpilze Deutschlands (Dämmrich et al. 2016) · Artseite Cystolepiota moelleri
Die Symbole zeigen Gehölze dokumentierter Standorte. Sie belegen keine Mykorrhizapartnerschaft. Weitere Lebensräume sind möglich.
Icons: Blatt & NadelÄhnliche Arten.
Gefährliche Verwechslungen
Ebenfalls klein und rosa getönt, die Hüllreste bilden jedoch angedrückte, mehr oder weniger faserige Schüppchen statt pulvriger Wärzchen; der Stiel trägt weißliche bis rosa oder graulila Gürtel. Die Sporen sind größer (6–7,5 × 3–4 µm) und dextrinoid. Enthält Amatoxine und ist lebensgefährlich giftig; Hutfarbe und Größe überschneiden sich, sicher trennen erst Hüllbau und Sporenreaktion.
Hut mit rosa- bis violettbraunen Schüppchen auf hellerem Grund und daher ähnlich. Der Stiel ist meist kurz und an der Basis mit rötlichen bis weinroten Gürteln besetzt, ähnlich den Flockenbändern des Rötlichen Mehlschirmlings; die Sporen sind deutlich größer (7–10 × 4–5 µm) und dextrinoid. Amatoxinhaltig und lebensgefährlich giftig.
Hut anfangs weiß bis cremeweiß und kräftig mehlig bepudert, verfärbt beim Berühren und im Alter jedoch fleckweise rötlich bis orange; der Stiel wird zur Basis orangerosa. Der Rötliche Mehlschirmling ist von Anfang an rosa und verfärbt nicht. Mikroskopisch besitzt C. hetieri zusätzlich Pleurozystiden.
Weitere ähnliche Arten
verfügbar
Kleinster Stachelschirmling
Echinoderma pseudoasperulum
Noch kein ArtporträtSehr ähnlich: Hut 10–25 mm mit etwa 1 mm hohen, wolligen, spitzen Schüppchen in lehm- bis rosabraunen Tönen, Stiel 2–3 mm dick und meist doppelt so lang wie der Hut breit. Beide Arten werden im Feld wechselseitig verwechselt; Funde von der Schwäbischen Alb wurden 1989 unter diesem Namen veröffentlicht. Sicher trennen dextrinoide Sporen und fehlende Cheilozystiden.
Meist kleiner, weiß und nur fein bepudert, ohne spitze rosa Wärzchen; die Hutmitte kann rosa überhaucht sein, der Stiel färbt sich von der Basis her weinrötlich bis purpurn. Cheilozystiden fehlen, die Sporen sind meist kleiner (3,5–4,5 × 2–2,5 µm).
Hut ebenfalls fein mehlig-körnig bepudert, aber matt orange- bis graubraun; die Lamellen sind blutrot statt cremeweiß, das frische Sporenpulver grünlich. Die Lamellenfarbe trennt die beiden Gattungen.
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Ein Mehlschirmling im Stachelkleid
Die spitzen rosa Wärzchen erinnern an Stachelschirmlinge, und Bestimmungsschlüssel führen die Art auch dort auf. Mit dem Kleinsten Stachelschirmling wird sie im Feld wechselseitig verwechselt; Funde von der Schwäbischen Alb erschienen 1989 unter dessen Namen. Entscheidend sind die nicht dextrinoiden Sporen und die vorhandenen, oft mit einem Fortsatz versehenen Cheilozystiden.
Quellen
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 180, PDF-S. 181: Schlüssel zu den Schirmlings-Gruppen (Punkte 1–5: Melanophyllum, Echinoderma, Cystolepiota mit pulvriger Hülle ohne Faserstruktur, Lepiota mit angedrückten, ± faserigen Hüllresten) und Key A Melanophyllum. Gedruckte S. 181, PDF-S. 182: Key B Echinoderma (Punkt 4: Verweis auf C. moelleri; Punkt 8: E. pseudoasperulum; Fußnote 3 zu E. boertmannii). Gedruckte S. 182, PDF-S. 183: Key C Cystolepiota (Punkt 4: C. moelleri; Punkte 5–8: C. seminuda, C. hetieri, C. adulterina). Gedruckte S. 183–184, PDF-S. 184–185: Key D Lepiota (Punkte 13–14: L. brunneoincarnata, L. subincarnata). · eingesehen 18.10.2026
Flora Agaricina Neerlandica · Band 5 (2001) – Cystolepiota, Lepiota
E. C. Vellinga (Gattungsbearbeitungen) in M. E. Noordeloos, Th. W. Kuyper & E. C. Vellinga (Hrsg.) · Gedruckte S. 154–155, PDF-S. 155–156: Gattung Cystolepiota (Abgrenzung von Melanophyllum und Lepiota sect. Echinatae über den Bau der Hülle) und Artenschlüssel (Punkt 8: C. moelleri). Gedruckte S. 156, PDF-S. 157: Nr. 2 C. hetieri (u. a. Hinweis auf Amanitin-Test von Gérault & Girre 1966). Gedruckte S. 157–158, PDF-S. 158–159: Nr. 4 C. moelleri (Synonymie, Beschreibung, Habitat, Anmerkungen) und Nr. 5 C. seminuda. Gedruckte S. 109, PDF-S. 110: Lepiota-Gattungstext (Hüllbau). Gedruckte S. 114, PDF-S. 115: Lepiota-Schlüssel 5 mit Abzweig zu C. moelleri. Gedruckte S. 150, PDF-S. 151: Nr. 45 L. pseudoasperula (Verwechslung mit C. moelleri) und Nr. 46 L. boertmannii. · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.); Gattung Cystolepiota · Gedruckte S. 51, PDF-S. 50: Gattung Cystolepiota, Schlüssel (Punkt 1*: Sporen nicht dextrinoid; Punkt 5: Hutmitte mit spitzen, rosafarbenen Wärzchen, ähnlich Echinoderma, ohne Pleurocystiden → C. moelleri). Gedruckte S. 53–54, PDF-S. 52–53: C. hetieri. Gedruckte S. 55–56, PDF-S. 54–55: 2.5 C. moelleri („Rosa Mehlschirmling“; Taxonomie, Fundorte in Baden-Württemberg, regionale Gefährdung G4, Erstnachweis, allgemeine Verbreitung) und 2.6 C. seminuda. Gedruckte S. 63, PDF-S. 62: Echinoderma pseudoasperulum („Kleinster Stachelschirmling“; Funde bei Enderle & Krieglsteiner 1989 = C. moelleri). · eingesehen 18.10.2026
Notes on Cystolepiota: sections Cystolepiota and Pulverolepiota (1998)
Else C. Vellinga & Henk A. Huijser · Persoonia 16(4): 513–526. S. 513: Zusammenfassung; S. 524–525: Cystolepiota moelleri Knudsen – Synonymie (Lepiota rosea Rea; C. rosea (Rea) M. Bon non Sing. 1969; C. rosella Mos. als überflüssige Namensänderung), Fehlanwendungen (C. adulterina f. reidii sensu Bon 1981, Lanzoni & Zecchin 1988, Candusso & Lanzoni 1990; Lepiota pseudoasperula sensu Enderle & Krieglst. 1989), makro- und mikroskopische Beschreibung, Habitat & Verbreitung, untersuchte Kollektionen (u. a. Deutschland: Nerenstetten 1984, Kissendorf 1988, Sauerland 1974, Mönchengladbach 1984, Müllenborn 1990, Nohn 1987), Neotypus (Somerset, Higher Merridge, 15.9.1960, D. A. Reid, K), Anmerkungen zu Singer 1969 und zu L. pseudoasperula. · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Warum moelleri und nicht rosea
Rea beschrieb den Pilz 1918 als Lepiota rosea. Weil Singer 1969 eine andere, aus Argentinien beschriebene Art Cystolepiota rosea genannt hatte, ist Bons Umkombination von 1976 als jüngeres Homonym illegitim. Knudsen veröffentlichte 1978 den Ersatznamen C. moelleri, benannt nach dem dänischen Mykologen Møller. Reas Typusbeleg ist verloren; seit 1998 dient ein britischer Fund von 1960 als Neotypus.
Quellen
Index Fungorum / Species Fungorum · Cystolepiota moelleri Knudsen (Record 312554) und verwandte Namen
Index Fungorum Partnership; Royal Botanic Gardens, Kew · Webservice NameSearch: C. moelleri Knudsen 1978, Bot. Tidsskr. 73(2): 134, legitim, aktueller Name, Basionym-/Protonym-Verweis 212459. Cystolepiota rosea (Rea) Bon 1976, Docums Mycol. 6(24): 43 (283421), „Nom. illegit., Art. 53.1“, Hinweis auf C. rosea Singer 1969. Cystolepiota rosea Singer 1969, Beih. Nova Hedwigia 29: 168, Argentinien (312557), legitim, eigene Art. Lepiota rosea Rea 1918 [1917], Trans. Br. mycol. Soc. 6(1): 61 (212459), Großbritannien, auf Erde; Typisierungsdatensatz 599437: Neotypus K(M), Reid, 15. Sept. 1960 (Vellinga & Huijser 1998, Persoonia 16(4): 525). Cystolepiota rosella M.M. Moser 1978 (491755), „Nom. illegit., Art. 52.1“ (umfasst den Typus von Lepiota rosea Rea). Lepiota rosella Rick 1939 (276760): eigene Art aus Brasilien. Species Fungorum SynSpecies 312554: Synonyme L. rosea, C. rosea (Rea) Bon, C. rosella; Familie Agaricaceae. · eingesehen 18.10.2026
MycoBank · Cystolepiota moelleri (MB 312554) und C. rosea (Rea) Bon (MB 283421)
Westerdijk Fungal Biodiversity Institute / International Mycological Association · MB 312554: Namenstyp „Nomen novum“, legitim; Basionym Lepiota rosea Rea, Trans. Brit. Mycol. Soc. 6(1): 61, Taf. 2, Abb. 1 (1918); homotypische Synonyme C. rosea (Rea) Bon und C. rosella M.M. Moser (Kleine Kryptogamenflora IIb/2: 236, 1978); Klassifikation Verrucosporaceae. MB 283421: C. rosea (Rea) Bon, illegitim, Homonym, „non Cystolepiota rosea Sing. 1969“. Die Synonymliste von MB 312554 enthält keine „Lepiota rosella“. · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.); Gattung Cystolepiota · Gedruckte S. 51, PDF-S. 50: Gattung Cystolepiota, Schlüssel (Punkt 1*: Sporen nicht dextrinoid; Punkt 5: Hutmitte mit spitzen, rosafarbenen Wärzchen, ähnlich Echinoderma, ohne Pleurocystiden → C. moelleri). Gedruckte S. 53–54, PDF-S. 52–53: C. hetieri. Gedruckte S. 55–56, PDF-S. 54–55: 2.5 C. moelleri („Rosa Mehlschirmling“; Taxonomie, Fundorte in Baden-Württemberg, regionale Gefährdung G4, Erstnachweis, allgemeine Verbreitung) und 2.6 C. seminuda. Gedruckte S. 63, PDF-S. 62: Echinoderma pseudoasperulum („Kleinster Stachelschirmling“; Funde bei Enderle & Krieglsteiner 1989 = C. moelleri). · eingesehen 18.10.2026
Notes on Cystolepiota: sections Cystolepiota and Pulverolepiota (1998)
Else C. Vellinga & Henk A. Huijser · Persoonia 16(4): 513–526. S. 513: Zusammenfassung; S. 524–525: Cystolepiota moelleri Knudsen – Synonymie (Lepiota rosea Rea; C. rosea (Rea) M. Bon non Sing. 1969; C. rosella Mos. als überflüssige Namensänderung), Fehlanwendungen (C. adulterina f. reidii sensu Bon 1981, Lanzoni & Zecchin 1988, Candusso & Lanzoni 1990; Lepiota pseudoasperula sensu Enderle & Krieglst. 1989), makro- und mikroskopische Beschreibung, Habitat & Verbreitung, untersuchte Kollektionen (u. a. Deutschland: Nerenstetten 1984, Kissendorf 1988, Sauerland 1974, Mönchengladbach 1984, Müllenborn 1990, Nohn 1987), Neotypus (Somerset, Higher Merridge, 15.9.1960, D. A. Reid, K), Anmerkungen zu Singer 1969 und zu L. pseudoasperula. · eingesehen 18.10.2026
Fungi Europaei 4: Lepiota s.l. (1990) · Cystolepiota moelleri
M. Candusso & G. Lanzoni · Gedruckte S. 98–100, PDF-S. 99–101, Taf. 5/a: Synonymie; wiedergegebene Originaldiagnose von Lepiota rosea Rea 1918 mit Übersetzung; Beschreibung italienischer Kollektionen (Bregazzana VA 1986; Pieve di Campi PR 1987, Quercus cerris); Mikroskopie (Sporen (4,2–)4,5–6 × 2,5–3 µm, nicht dextrinoid; Cheilozystiden 20–35(–40) × 7–11(–14) µm); taxonomische Anmerkungen (Homonym Singer 1969, Benennung nach dem dänischen Mykologen Møller, Bon 1976). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Sehr selten und gefährdet
Die Rote Liste Deutschlands von 2016 stuft die Art als gefährdet ein, die aktuelle Bestandssituation als sehr selten. Die baden-württembergische Darstellung nennt neben den eigenen Funden für Deutschland wenige Funde in der Umgebung des Harzes und vereinzelt am Niederrhein. Für 2015–2025 liegen in GBIF aus zehn mitteleuropäischen Ländern nur zwei frei lizenzierte Beobachtungen vor.
Quellen
Rote Liste der Großpilze Deutschlands (Dämmrich et al. 2016) · Artseite Cystolepiota moelleri
Rote-Liste-Zentrum · Rote-Liste-Kategorie: Gefährdet (3); aktuelle Bestandssituation sehr selten; langfristiger Bestandstrend gleich bleibend; kurzfristiger Trend Abnahme im Ausmaß unbekannt; Verantwortlichkeit nicht bewertet; Kategorieänderung nicht bewertbar. · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.); Gattung Cystolepiota · Gedruckte S. 51, PDF-S. 50: Gattung Cystolepiota, Schlüssel (Punkt 1*: Sporen nicht dextrinoid; Punkt 5: Hutmitte mit spitzen, rosafarbenen Wärzchen, ähnlich Echinoderma, ohne Pleurocystiden → C. moelleri). Gedruckte S. 53–54, PDF-S. 52–53: C. hetieri. Gedruckte S. 55–56, PDF-S. 54–55: 2.5 C. moelleri („Rosa Mehlschirmling“; Taxonomie, Fundorte in Baden-Württemberg, regionale Gefährdung G4, Erstnachweis, allgemeine Verbreitung) und 2.6 C. seminuda. Gedruckte S. 63, PDF-S. 62: Echinoderma pseudoasperulum („Kleinster Stachelschirmling“; Funde bei Enderle & Krieglsteiner 1989 = C. moelleri). · eingesehen 18.10.2026
GBIF Occurrence API · Cystolepiota moelleri, zehn mitteleuropäische Länder 2015–2025
GBIF Secretariat (Datensätze: Swiss National Fungi Databank; NABU|naturgucker) · Zwei Meldungen: 4940805596 (Schweiz, Kanton Uri, 25.07.2024, Swiss National Fungi Databank, Prüfstatus „Valid“ (identificationVerificationStatus)) und 5015606130 (Deutschland, „Stempeda-Krebsbach u. Umgebung“, 06.10.2023, NABU|naturgucker); beide ohne Medien. Bildbelege weltweit über mediaType=StillImage gesichtet. · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Speisewert nicht gesichert – Doppelgänger tödlich
Für den Rötlichen Mehlschirmling fanden sich weder eine Speisewertangabe noch eine Giftstoffanalyse. Nach einem in der niederländischen Flora zitierten Amanitin-Test von 1966 an drei anderen Mehlschirmlingen erwies sich nur die damals als Lepiota rufescens geführte C. hetieri als giftig. In kleinen rosa Lepiota-Arten wie dem Fleischrosa Schirmling und dem Fleischbräunlichen Giftschirmling sind Amatoxine chemisch nachgewiesen.
Quellen
Flora Agaricina Neerlandica · Band 5 (2001) – Cystolepiota, Lepiota
E. C. Vellinga (Gattungsbearbeitungen) in M. E. Noordeloos, Th. W. Kuyper & E. C. Vellinga (Hrsg.) · Gedruckte S. 154–155, PDF-S. 155–156: Gattung Cystolepiota (Abgrenzung von Melanophyllum und Lepiota sect. Echinatae über den Bau der Hülle) und Artenschlüssel (Punkt 8: C. moelleri). Gedruckte S. 156, PDF-S. 157: Nr. 2 C. hetieri (u. a. Hinweis auf Amanitin-Test von Gérault & Girre 1966). Gedruckte S. 157–158, PDF-S. 158–159: Nr. 4 C. moelleri (Synonymie, Beschreibung, Habitat, Anmerkungen) und Nr. 5 C. seminuda. Gedruckte S. 109, PDF-S. 110: Lepiota-Gattungstext (Hüllbau). Gedruckte S. 114, PDF-S. 115: Lepiota-Schlüssel 5 mit Abzweig zu C. moelleri. Gedruckte S. 150, PDF-S. 151: Nr. 45 L. pseudoasperula (Verwechslung mit C. moelleri) und Nr. 46 L. boertmannii. · eingesehen 18.10.2026
Occurrence and chemotaxonomical analysis of amatoxins in Lepiota spp. (Agaricales) (2022)
S. Sarawi, Y.-N. Shi, H. Lotz-Winter, K. Reschke, H. B. Bode & M. Piepenbring · Phytochemistry 195: 113069. Abstract (Europe PMC, PMID 34965486): 48 Kollektionen von 16 Lepiota-Arten; α- und γ-Amanitin in L. subincarnata, α-Amanitin und Amaninamid in L. brunneoincarnata, β- und α-Amanitin in L. elaiophylla; keine Amatoxine u. a. in L. castanea, L. cristata, L. felina. · eingesehen 18.10.2026
DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · Stand 01.05.2026, PDF-S. 6: Gattung Lepiota – L. brunneoincarnata (Syn. L. helveola), L. subincarnata (Syn. L. josserandii) u. a. mit Amatoxin-Syndrom; „Lepiota spp.: Kleine Schirmlinge mit bräunlichen und roten Pigmenten sind verdächtig, Amatoxine zu enthalten“. Kein Eintrag für Cystolepiota. · eingesehen 18.10.2026
DGfM · Positivliste der Speisepilze
DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · Stand 01.05.2026 (13 S.): kein Eintrag für Cystolepiota oder Lepiota; unter den Schirmlingen nur Chlorophyllum olivieri, Limacella guttata und Macrolepiota-Arten. · eingesehen 18.10.2026
DGfM · Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert
DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · Stand 01.05.2026 (3 S.): kein Eintrag für Cystolepiota oder Lepiota. · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Cystolepiota moelleri
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschRötlicher MehlschirmlingRosa Mehlschirmling
Namensbeleg
Taxon list of fungi and fungal-like organisms from Germany compiled by the DGfM · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026
NiederländischRoze poederparasol
Namensbeleg
Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026
FranzösischLépiote de MöllerLépiote rose
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026
DänischMøllers parasolhatMøllers grynparasolhat
Namensbeleg
National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026
SchwedischRosenpuderskivling
Namensbeleg
Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026
FinnischRusoukonsieni
Namensbeleg
The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026
TschechischBedla Moellerova
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026
UngarischRózsaszínű lisztesőzlábgomba
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026
Chinesisch莫勒囊小伞
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 18.10.2026
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Englisch
- Spanisch
- Italienisch
- Rumänisch
- Norwegisch
Weniger anzeigen
- Polnisch
- Slowenisch
- Kroatisch
- Serbisch
- Russisch
- Japanisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 18.10.2026.
Name & Veröffentlichung
Registerangaben abgeglichen · Erfasst 18.10.2026. Der Status beschreibt den Datenbankabgleich, keine unabhängige Prüfung der Originalpublikation oder des Artkonzepts.
- Name im Porträt
- Cystolepiota moelleri
- Mykolog-Autorzitat bei der Erfassung
- Knudsen
- Herkunft des erfassten Zitats
- Autorzitat des Porträts
- Autorzitat laut Index Fungorum
- Knudsen · Namensdatensatz 312554
- Veröffentlichung des hier geführten Namens
- Cystolepiota moelleri Knudsen
Bot. Tidsskr. 73(2): 134 (1978) · Veröffentlichungsangabe im Namensregister - Veröffentlichung des verknüpften älteren Namens
- Lepiota rosea Rea
Trans. Br. mycol. Soc. 6(1): 61 (1918) · Veröffentlichungsangabe im Namensregister
- Index Fungorum verknüpft einen älteren Namen, obwohl das Autorzitat keine Klammerautoren enthält. Die Veröffentlichung des hier geführten Namens und die des älteren Namens werden getrennt gezeigt; die Art dieser Beziehung ist damit nicht abschließend geprüft.
Erfassungsnotiz (18.10.2026; damaliger Datenstand): Zum Erfassungszeitpunkt als kommendes Porträt vermerkt. Autorzitat aus dem Porträtentwurf. Index Fungorum zitiert Cystolepiota moelleri ohne Klammerautor (Knudsen, Bot. Tidsskr. 73(2): 134 (1978)), verknüpft den Namen aber mit „Lepiota rosea Rea“ als Basionym.
Autorenabkürzungen
Publikationsangaben nach Index Fungorum; Autorenauflösungen nach IPNI. Originalseiten wurden für diese Darstellung nicht unabhängig geprüft.
Fundmeldungen im Jahresverlauf.
Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.
Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.
Sehr kleine Datenbasis (je eine Meldung aus Deutschland und der Schweiz); keine verlässliche allgemeine Saisonbeschreibung möglich. Namensbezogene Meldungsstatistik; keine nachträgliche fachliche Bestätigung sämtlicher Einzelbestimmungen. Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.
Einordnung & Datengrundlage
Meldungen sind keine Prognose.
Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.
Was wurde ausgewählt?
Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 18.10.2026.
Exakte GBIF-AbfrageMonats- und Länderwerte ansehen
| Monat | Datensätze |
|---|---|
| Jan | 0 |
| Feb | 0 |
| Mär | 0 |
| Apr | 0 |
| Mai | 0 |
| Jun | 0 |
| Jul | 1 |
| Aug | 0 |
| Sep | 0 |
| Okt | 1 |
| Nov | 0 |
| Dez | 0 |
| Land | Datensätze |
|---|---|
| Deutschland | 1 |
| Österreich | 0 |
| Schweiz | 1 |
| Tschechien | 0 |
| Polen | 0 |
| Slowakei | 0 |
| Ungarn | 0 |
| Slowenien | 0 |
| Liechtenstein | 0 |
| Luxemburg | 0 |
Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.
Aggregierte Werte als CSV herunterladenHerkunft & Lizenzen · 2 beitragende Datensätze
Daten über GBIF.org. 0 Meldungen unter CC0 1.0, 2 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.
- NABU|naturgucker · 1 Datensatz
naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Swiss National Fungi Databank · 1 Datensatz
Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 18.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich
Ergebnis dieser Runde: Porträt im engen Konzept nach Vellinga. Größen-, Sporen- und Geruchsangaben weichen zwischen den Quellen ab und sind nicht zu Gesamtspannen verschmolzen; Reas Originalangaben (Fleisch rötend, geruchlos, keine Zystiden) wurden nicht übernommen. Speisewert nicht gesichert; Warnung vor amatoxinhaltigen Lepiota-Doppelgängern nach DGfM, VAPKO und Sarawi et al. Kein Foto unter CC BY oder CC0 gefunden. Keine menschliche Endredaktion.
Umfang: Artabschnitte in Vellinga & Huijser 1998, Flora Agaricina Neerlandica 5 (2001), Funga Nordica (2008), Fungi of Temperate Europe (2026), Candusso & Lanzoni (1990) und Die Großpilze Baden-Württembergs 4 (2003) gelesen, Zahlen an Seitenbildern geprüft. Pilze der Schweiz 4 und Gerhardt behandeln die Art nicht und dienten nur für Vergleichsarten. Nomenklatur nach Index Fungorum, MycoBank und GBIF; Speisewert nach den drei DGfM-Listen und der VAPKO-Giftpilzliste; Qu et al. 2023 auszugsweise, Sarawi et al. 2022 nur als Abstract. Bilder, Sprachdaten und Fundkurve gesondert.
Erneut herangezogene Quellen
Notes on Cystolepiota: sections Cystolepiota and Pulverolepiota (1998)
Else C. Vellinga & Henk A. Huijser · Persoonia 16(4): 513–526. S. 513: Zusammenfassung; S. 524–525: Cystolepiota moelleri Knudsen – Synonymie (Lepiota rosea Rea; C. rosea (Rea) M. Bon non Sing. 1969; C. rosella Mos. als überflüssige Namensänderung), Fehlanwendungen (C. adulterina f. reidii sensu Bon 1981, Lanzoni & Zecchin 1988, Candusso & Lanzoni 1990; Lepiota pseudoasperula sensu Enderle & Krieglst. 1989), makro- und mikroskopische Beschreibung, Habitat & Verbreitung, untersuchte Kollektionen (u. a. Deutschland: Nerenstetten 1984, Kissendorf 1988, Sauerland 1974, Mönchengladbach 1984, Müllenborn 1990, Nohn 1987), Neotypus (Somerset, Higher Merridge, 15.9.1960, D. A. Reid, K), Anmerkungen zu Singer 1969 und zu L. pseudoasperula. · eingesehen 18.10.2026
Flora Agaricina Neerlandica · Band 5 (2001) – Cystolepiota, Lepiota
E. C. Vellinga (Gattungsbearbeitungen) in M. E. Noordeloos, Th. W. Kuyper & E. C. Vellinga (Hrsg.) · Gedruckte S. 154–155, PDF-S. 155–156: Gattung Cystolepiota (Abgrenzung von Melanophyllum und Lepiota sect. Echinatae über den Bau der Hülle) und Artenschlüssel (Punkt 8: C. moelleri). Gedruckte S. 156, PDF-S. 157: Nr. 2 C. hetieri (u. a. Hinweis auf Amanitin-Test von Gérault & Girre 1966). Gedruckte S. 157–158, PDF-S. 158–159: Nr. 4 C. moelleri (Synonymie, Beschreibung, Habitat, Anmerkungen) und Nr. 5 C. seminuda. Gedruckte S. 109, PDF-S. 110: Lepiota-Gattungstext (Hüllbau). Gedruckte S. 114, PDF-S. 115: Lepiota-Schlüssel 5 mit Abzweig zu C. moelleri. Gedruckte S. 150, PDF-S. 151: Nr. 45 L. pseudoasperula (Verwechslung mit C. moelleri) und Nr. 46 L. boertmannii. · eingesehen 18.10.2026
Funga Nordica (2008) · Cystolepiota und Echinoderma
Christian Lange (Cystolepiota, Echinoderma) in H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.) · Gedruckte S. 533–535 (Lange 2008, Cystolepiota; MycoKey-PDF S. 288–289): Gattungstext Cystolepiota und Schlüssel; Punkt 4 C. moelleri (Hut, Stiel, Fleisch, Geruch, Sporen 4–6 × 2,5–3 µm, Cheilozystiden, keine Pleurozystiden, Standort, nordische Rote-Liste-Angaben, „ZM 55:96 (as Lepiota pseudoasperula)“), daneben C. cystidiosa, C. seminuda, C. hetieri, C. adulterina. Gedruckte S. 535–539 (Lange 2008, Echinoderma), darin S. 536 und 538 (PDF-S. 295 und 297): Echinoderma boertmannii und E. pseudoasperula; Gattungstext PDF-S. 294 (enge Verwandtschaft mit Cystolepiota und Melanophyllum nach Vellinga 2003). · eingesehen 18.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 180, PDF-S. 181: Schlüssel zu den Schirmlings-Gruppen (Punkte 1–5: Melanophyllum, Echinoderma, Cystolepiota mit pulvriger Hülle ohne Faserstruktur, Lepiota mit angedrückten, ± faserigen Hüllresten) und Key A Melanophyllum. Gedruckte S. 181, PDF-S. 182: Key B Echinoderma (Punkt 4: Verweis auf C. moelleri; Punkt 8: E. pseudoasperulum; Fußnote 3 zu E. boertmannii). Gedruckte S. 182, PDF-S. 183: Key C Cystolepiota (Punkt 4: C. moelleri; Punkte 5–8: C. seminuda, C. hetieri, C. adulterina). Gedruckte S. 183–184, PDF-S. 184–185: Key D Lepiota (Punkte 13–14: L. brunneoincarnata, L. subincarnata). · eingesehen 18.10.2026
Fungi Europaei 4: Lepiota s.l. (1990) · Cystolepiota moelleri
M. Candusso & G. Lanzoni · Gedruckte S. 98–100, PDF-S. 99–101, Taf. 5/a: Synonymie; wiedergegebene Originaldiagnose von Lepiota rosea Rea 1918 mit Übersetzung; Beschreibung italienischer Kollektionen (Bregazzana VA 1986; Pieve di Campi PR 1987, Quercus cerris); Mikroskopie (Sporen (4,2–)4,5–6 × 2,5–3 µm, nicht dextrinoid; Cheilozystiden 20–35(–40) × 7–11(–14) µm); taxonomische Anmerkungen (Homonym Singer 1969, Benennung nach dem dänischen Mykologen Møller, Bon 1976). · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.); Gattung Cystolepiota · Gedruckte S. 51, PDF-S. 50: Gattung Cystolepiota, Schlüssel (Punkt 1*: Sporen nicht dextrinoid; Punkt 5: Hutmitte mit spitzen, rosafarbenen Wärzchen, ähnlich Echinoderma, ohne Pleurocystiden → C. moelleri). Gedruckte S. 53–54, PDF-S. 52–53: C. hetieri. Gedruckte S. 55–56, PDF-S. 54–55: 2.5 C. moelleri („Rosa Mehlschirmling“; Taxonomie, Fundorte in Baden-Württemberg, regionale Gefährdung G4, Erstnachweis, allgemeine Verbreitung) und 2.6 C. seminuda. Gedruckte S. 63, PDF-S. 62: Echinoderma pseudoasperulum („Kleinster Stachelschirmling“; Funde bei Enderle & Krieglsteiner 1989 = C. moelleri). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Cystolepiota moelleri (in keiner DGfM-Liste geführt) · abgeglichen am 18.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Notes on Cystolepiota: sections Cystolepiota and Pulverolepiota (1998)
- Flora Agaricina Neerlandica · Band 5 (2001) – Cystolepiota, Lepiota
Seite: S. 154–155
- Funga Nordica (2008) · Cystolepiota und Echinoderma
Seite: S. 533–535
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Seite: S. 180
- Fungi Europaei 4: Lepiota s.l. (1990) · Cystolepiota moelleri
Seite: S. 98–100
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen14 weitere Fachquellen · 3 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 4 (2003)
Seite: S. 51
- Pilze der Schweiz · Band 4: Blätterpilze 2. Teil (1995)
Seite: S. 29–31
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book)
Seite: S. 42
- Taxonomy and Phylogeny of Cystolepiota (Agaricaceae, Agaricales): New Species, New Combinations and Notes on the C. seminuda Complex (2023)
- Review Reports zu Qu et al. (2023), J. Fungi 9: 537
- Notes on Cystolepiota Sing. and Lepiota S.F. Gray (1978)
Fundstelle: MycoBank · Cystolepiota moelleri (MB 312554) und C. rosea (Rea) Bon (MB 283421)
- Index Fungorum / Species Fungorum · Cystolepiota moelleri Knudsen (Record 312554) und verwandte Namen
- Rote Liste der Großpilze Deutschlands (Dämmrich et al. 2016) · Artseite Cystolepiota moelleri
- DGfM · Positivliste der Speisepilze
- DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
- DGfM · Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert
- DGfM · Vergiftungssyndrome – Beschreibung, Symptome und Karenzzeiten
- VAPKO · Giftpilzliste – Liste des champignons vénéneux (Version 10.01.2024)
- Occurrence and chemotaxonomical analysis of amatoxins in Lepiota spp. (Agaricales) (2022)
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- GBIF Backbone Taxonomy · Cystolepiota moelleri Knudsen (2535719)
- GBIF Occurrence API · Cystolepiota moelleri, zehn mitteleuropäische Länder 2015–2025
- Checkliste der Pilze Deutschlands · Cystolepiota moelleri Knudsen
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich