Acromelsäure B
Ein mit Acromelsäure A verwandter Stoff aus Paralepistopsis acromelalga. Analytische Nachweise und Schmerzmodelle erlauben einen Vergleich, ohne die beiden Stoffe gleichzusetzen.
- Summenformel
- C13H14N2O7
- Molare Masse
- 310,26 g/mol
- Angriffspunkt / Zusammenhang
- Schmerzverarbeitung · Allodynie
- Klinische Zuordnung
- Acromelalga-Syndrom / Erythromelalgie
Chemische Daten & Herkunft
PubChem · Acromelsäure B · CID 158974
NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 10.10.2026

Tautomerendarstellung laut Datenbank.
Wirkung & Forschung.
Was ist belegt?
- Stoffnachweis
- Gemeinsam mit A in Pilzresten eines Vergiftungsfalls nachgewiesen.
- Experimentelle Wirkung
- Schmerzreaktionen nach intrathekaler Gabe bei Mäusen untersucht.
- Menschliche Vergiftungen
- Der getrennte Anteil von A und B am menschlichen Syndrom bleibt offen.
Die zugrunde liegenden Arbeiten und ihre Grenzen stehen in den folgenden Abschnitten.
Analytik an Pilzresten
Eine LC-MS-Untersuchung von 2017 wies Acromelsäure A und B in einer verbliebenen Probe eines Vergiftungsfalls mit Paralepistopsis acromelalga nach. Der Nachweis in Speiseresten verbindet die chemische Untersuchung mit einer konkreten Exposition. Er ist kein getrennter Wirkungsnachweis jedes Stoffes beim Menschen.
Belege & Lesestand
Rapid LC-MS Determination of Acromelic Acids A and B … (2017)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Abstract gelesen: Nachweis beider Stoffe in Pilzresten eines Vergiftungsfalls; DOI 10.3358/shokueishi.58.241. · eingesehen 10.10.2026Schmerz durch normalerweise harmlose Berührung
Allodynie bezeichnet Schmerzen durch Reize, die normalerweise nicht schmerzhaft sind. Die vergleichende Studie untersuchte Acromelsäure A und B nach intrathekaler Gabe bei Mäusen, also direkt in den Liquorraum. Beide lösten in diesem Modell Berührungsschmerz aus und zeigten unterschiedliche pharmakologische Muster.
Belege & Lesestand
Acute and late effects on induction of allodynia by acromelic acid
Minami et al. · Primärpublikation
Abstract, Einleitung und Versuchsansatz gelesen; intrathekale Gabe im Mausmodell, verschiedene Wirkungen der Isomere (2004). · eingesehen 10.10.2026Ein Aufnahmeweg setzt der Übertragung Grenzen
Der direkte Zugang zum Liquorraum unterscheidet sich wesentlich vom Verzehr eines Pilzes. Aus den experimentellen Dosen dürfen deshalb keine menschlichen Verzehrschwellen oder zuverlässigen Potenzverhältnisse nach einer Mahlzeit berechnet werden.
Belege & Lesestand
Acute and late effects on induction of allodynia by acromelic acid
Minami et al. · Primärpublikation
Abstract, Einleitung und Versuchsansatz gelesen; intrathekale Gabe im Mausmodell, verschiedene Wirkungen der Isomere (2004). · eingesehen 10.10.2026Artzuordnung nicht aus Verwandtschaft ableiten
Das vorhandene A-Porträt verknüpft den Parfümierten Trichterling. Für B wird diese Artenverknüpfung nicht automatisch übernommen: Die hier ausgewertete analytische Untersuchung betrifft P. acromelalga. Ein Nachweis des einen Stoffes ist kein Ersatz für den Nachweis seines Verwandten.
Belege & Lesestand
Rapid LC-MS Determination of Acromelic Acids A and B … (2017)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Abstract gelesen: Nachweis beider Stoffe in Pilzresten eines Vergiftungsfalls; DOI 10.3358/shokueishi.58.241. · eingesehen 10.10.2026
Zeitlicher Verlauf.
Acromelalga-Syndrom / Erythromelalgie
Angaben zum Pilzsyndrom lassen sich nicht einer bekannten Menge Acromelsäure B allein zuordnen. Das experimentelle Modell bildet keine menschliche Pilzmahlzeit nach.
Das sind Literaturangaben zur zeitlichen Einordnung. Sie eignen sich weder zur Selbstdiagnose noch zum Ausschluss einer Vergiftung.
Einzelfälle, Behandlung und Mischmahlzeiten können den Verlauf verändern.
Belege & Lesestand
Acute and late effects on induction of allodynia by acromelic acid
Minami et al. · Primärpublikation
Abstract, Einleitung und Versuchsansatz gelesen; intrathekale Gabe im Mausmodell, verschiedene Wirkungen der Isomere (2004). · eingesehen 10.10.2026
Rapid LC-MS Determination of Acromelic Acids A and B … (2017)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Abstract gelesen: Nachweis beider Stoffe in Pilzresten eines Vergiftungsfalls; DOI 10.3358/shokueishi.58.241. · eingesehen 10.10.2026
Artzuordnung & Grenzen.
Für dieses Stoffporträt wird noch kein mitteleuropäisches Artporträt als gesicherter Stoffträger verknüpft. Die Gründe und untersuchten Taxa stehen oben bei den Forschungsbefunden.
Belege zur Artzuordnung
Rapid LC-MS Determination of Acromelic Acids A and B … (2017)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Abstract gelesen: Nachweis beider Stoffe in Pilzresten eines Vergiftungsfalls; DOI 10.3358/shokueishi.58.241. · eingesehen 10.10.2026
Chemisch weiterdenken.
Acromelsäure A
Schmerzverarbeitung · glutamaterge Signalwege
Ein Inhaltsstoff des Parfümierten Trichterlings, der mit anhaltenden brennenden Schmerzen in Verbindung steht. Analytische Nachweise und Schmerzmodelle ergänzen die klinischen Beobachtungen.
Strukturformel ansehen

Tautomerendarstellung laut Datenbank.
Nachlesen & nachvollziehen.
Gezielte Literaturauswahl · Quellen geprüft am 10.10.2026 · unabhängiger Fachreview ausstehend.
- PubChem · Acromelsäure B · CID 158974
NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 10.10.2026 - Rapid LC-MS Determination of Acromelic Acids A and B … (2017)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Abstract gelesen: Nachweis beider Stoffe in Pilzresten eines Vergiftungsfalls; DOI 10.3358/shokueishi.58.241. · eingesehen 10.10.2026 - Acute and late effects on induction of allodynia by acromelic acid
Minami et al. · Primärpublikation
Abstract, Einleitung und Versuchsansatz gelesen; intrathekale Gabe im Mausmodell, verschiedene Wirkungen der Isomere (2004). · eingesehen 10.10.2026
Strukturansicht: PubChem / NCBI, unverändert aus dem verlinkten Compound-Datensatz; lokal gespeichert, keine Verbindung zu PubChem beim Lesen dieser Seite.