Acromelsäure A
Ein Inhaltsstoff des Parfümierten Trichterlings, der mit anhaltenden brennenden Schmerzen in Verbindung steht. Analytische Nachweise und Schmerzmodelle ergänzen die klinischen Beobachtungen.
- Summenformel
- C13H14N2O7
- Molare Masse
- 310,26 g/mol
- Angriffspunkt / Zusammenhang
- Schmerzverarbeitung · glutamaterge Signalwege
- Klinische Zuordnung
- Acromelalga-Syndrom / Erythromelalgie
Chemische Daten & Herkunft
PubChem · Acromelsäure A · CID 108086
NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 10.10.2026

Tautomerendarstellung laut Datenbank.
Wirkung & Forschung.
Ein analytischer Nachweis
Eine LC-MS-Arbeit wies Acromelsäure A in Material nach, das als Clitocybe amoenolens und C. acromelalga bezeichnet wurde. Diese Arten werden heute zu Paralepistopsis gestellt. Der Nachweis betrifft die untersuchten Proben und bestätigt keinen konstanten Gehalt in jedem Fruchtkörper.
Belege & Lesestand
Mass spectrometric determination of acromelic acid A from a new poisonous mushroom: Clitocybe amoenolens
Bessard et al. · Primärpublikation
Abstract über Europe PMC gelesen; LC-MS-Nachweis in getrocknetem Pilzmaterial (2004). · eingesehen 10.10.2026Europäische Fallbeobachtungen
Eine Veröffentlichung von 2001 berichtete über sieben Personen aus einem französischen Alpental mit Erythromelalgie nach Pilzverzehr. C. amoenolens wurde als mögliche Ursache identifiziert. Diese Formulierung ist wichtig: Eine Fallzuordnung ist nicht automatisch ein chemischer Einzelnachweis bei jeder betroffenen Person.
Belege & Lesestand
Erythromelalgia and mushroom poisoning
Saviuc et al. · Primärpublikation
Abstract über Europe PMC gelesen; sieben europäische Fälle, Artzuordnung als mögliche Ursache formuliert (2001). · eingesehen 10.10.2026Was das Mausmodell untersucht
Nach intrathekaler Gabe, also unmittelbar in den Liquorraum, lösten Acromelsäuren bei Mäusen Schmerzreaktionen auf normalerweise nicht schmerzhafte Berührung aus. Die Isomere A und B zeigten unterschiedliche pharmakologische Muster. Dieser spezielle Aufnahmeweg bildet eine Pilzmahlzeit nicht nach.
Belege & Lesestand
Acute and late effects on induction of allodynia by acromelic acid
Minami et al. · Primärpublikation
Abstract, Einleitung und Versuchsansatz gelesen; intrathekale Gabe im Mausmodell, verschiedene Wirkungen der Isomere (2004). · eingesehen 10.10.2026Frühe und späte Schmerzphasen
Eine spätere Tierstudie unterschied frühe NMDA-bezogene Vorgänge von einer späteren Beteiligung spinaler Astrozyten. Das spricht gegen die einfache Erklärung durch einen einzigen unveränderlichen Mechanismus. Es ist eine Forschungsgrundlage und kein klinisch geprüftes Behandlungsschema.
Belege & Lesestand
Comparison of mechanisms of allodynia induced by acromelic acid A between early and late phases
Haruka Omoto, Shinji Matsumura, Manabu Kitano, Shinichiro Miyazaki, Toshiaki Minami & Seiji Ito · Primärpublikation
Abstract gelesen; frühe und späte Allodynie im Mausmodell (2015). · eingesehen 10.10.2026
Zeitlicher Verlauf.
Acromelalga-Syndrom / Erythromelalgie
Das Syndrom kann deutlich verzögert beginnen und über längere Zeit anhalten. Die Fallserie belegt keine allgemeingültige Latenz für isolierte Acromelsäure A.
Das sind Literaturangaben zur zeitlichen Einordnung. Sie eignen sich weder zur Selbstdiagnose noch zum Ausschluss einer Vergiftung.
Einzelfälle, Behandlung und Mischmahlzeiten können den Verlauf verändern.
Belege & Lesestand
Erythromelalgia and mushroom poisoning
Saviuc et al. · Primärpublikation
Abstract über Europe PMC gelesen; sieben europäische Fälle, Artzuordnung als mögliche Ursache formuliert (2001). · eingesehen 10.10.2026
Acute and late effects on induction of allodynia by acromelic acid
Minami et al. · Primärpublikation
Abstract, Einleitung und Versuchsansatz gelesen; intrathekale Gabe im Mausmodell, verschiedene Wirkungen der Isomere (2004). · eingesehen 10.10.2026
Die zugehörigen Artporträts.
Bildnachweise
Parfümierter Trichterling
Foto: Anikó Zám · Czeglédi, Vrba & Vrba (2024), MikoChips 2(1), S. 15, Abb. 1A · CC BY-NC 4.0 · Original
Atlas-Vorschaubild: Ausschnitt im Format 8:5, verkleinert und als WebP gespeichert.
Auswahl aus dem Atlas, keine vollständige Liste aller Vorkommen. Eine Zuordnung ersetzt keine Analyse eines konkreten Fruchtkörpers.
Belege zur Artzuordnung
Mass spectrometric determination of acromelic acid A from a new poisonous mushroom: Clitocybe amoenolens
Bessard et al. · Primärpublikation
Abstract über Europe PMC gelesen; LC-MS-Nachweis in getrocknetem Pilzmaterial (2004). · eingesehen 10.10.2026
Chemisch weiterdenken.
Acromelsäure B
Schmerzverarbeitung · Allodynie
Ein mit Acromelsäure A verwandter Stoff aus Paralepistopsis acromelalga. Analytische Nachweise und Schmerzmodelle erlauben einen Vergleich, ohne die beiden Stoffe gleichzusetzen.
Der getrennte Anteil von A und B am menschlichen Syndrom bleibt offen.
Strukturformel ansehen

Tautomerendarstellung laut Datenbank.
Nachlesen & nachvollziehen.
Gezielte Literaturauswahl · Quellen geprüft am 01.10.2026 · unabhängiger Fachreview ausstehend.
- PubChem · Acromelsäure A · CID 108086
NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 10.10.2026 - Mass spectrometric determination of acromelic acid A from a new poisonous mushroom: Clitocybe amoenolens
Bessard et al. · Primärpublikation
Abstract über Europe PMC gelesen; LC-MS-Nachweis in getrocknetem Pilzmaterial (2004). · eingesehen 10.10.2026 - Erythromelalgia and mushroom poisoning
Saviuc et al. · Primärpublikation
Abstract über Europe PMC gelesen; sieben europäische Fälle, Artzuordnung als mögliche Ursache formuliert (2001). · eingesehen 10.10.2026 - Acute and late effects on induction of allodynia by acromelic acid
Minami et al. · Primärpublikation
Abstract, Einleitung und Versuchsansatz gelesen; intrathekale Gabe im Mausmodell, verschiedene Wirkungen der Isomere (2004). · eingesehen 10.10.2026 - Comparison of mechanisms of allodynia induced by acromelic acid A between early and late phases
Haruka Omoto, Shinji Matsumura, Manabu Kitano, Shinichiro Miyazaki, Toshiaki Minami & Seiji Ito · Primärpublikation
Abstract gelesen; frühe und späte Allodynie im Mausmodell (2015). · eingesehen 10.10.2026
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