Espen-Rotkappe
Leccinum albostipitatum
Quellen zum Speisewert
Die hier direkt ausgewerteten Passagen behandeln die Abgrenzung der Art. Eine gesonderte aktuelle Speisewertprüfung ist damit nicht geleistet; aus diesem Porträt folgt keine Verzehrfreigabe.
Orangefarbener Hut, jung weiße Stielschüppchen und Pappelbezug bilden die Ausgangskombination. Gerade bei Rotkappen muss dazu das Alter des Fruchtkörpers und die unterschiedliche Verwendung älterer Namen bedacht werden.

Ganzer Fruchtkörper mit orangebraunem Hut und heller, fein geschuppter Stieloberfläche.

Junger Fruchtkörper mit kräftig orangefarbenem Hut und hellem Stielornament.
Kora27 · CC BY-SA 4.0 · Original
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Hut nach „Funga Nordica“ (2008) 8–20 cm breit, gewölbt und hellorange. Die Huthaut kann den Rand in kleinen Lappen überragen. Die Originalbeschreibung nennt auch größere Fruchtkörper; Größenbereiche verschiedener Beschreibungen werden hier nicht zu einem scheinbar einheitlichen Messwert vermischt.
- Unterseite
und zunächst gelblichweiß bis blass bräunlich. Druckstellen werden braun. Die gelblichweiße Anfangsfarbe ist von den deutlich zitronengelben Röhren des Gelben Rauhfußes zu unterscheiden.
- Stiel & Basis
Stiel 5–27 × 1,5–5 cm, zylindrisch bis etwas keulig, weißlich. Die Schüppchen bleiben lange weiß und bräunen erst im Alter rötlich. Die Basis kann blaue Flecken zeigen; deshalb nicht nur die obere Stielhälfte fotografieren.
- Fleisch
Weißes Fleisch kann sich nach Verletzung zunächst weinrötlich, anschließend grau bis schwärzlich verfärben. Blau in der Stielbasis und Schwärzen im übrigen Fleisch sind unterschiedliche Beobachtungen und sollten getrennt notiert werden.
- Sporenpulver
Sporen 11–17 × 4–5 µm; mittlerer Länge-Breite-Quotient um 3,1. Für die mikroskopische Abgrenzung gehören außerdem Huthaut und Stieloberfläche zur Untersuchung.
Entscheidende Merkmalskombination
Junge und ältere Stielschüppchen vergleichen, Begleitbäume festhalten und die Farbfolge im Längsschnitt dokumentieren. Orange Hutfarbe allein trennt Rotkappen nicht.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Funga Nordica (2008)
H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.); jeweilige Gattungsautoren im Nachweis · H. Knudsen & A. Taylor: Leccinum, Artpassage L. albostipitatum, bereitgestellter Gesamt-PDF S. 556; Größen, Verfärbung, Sporen und Wirt direkt gelesen. · eingesehen 10.10.2026
A revision of European species of Leccinum Gray and notes on extralimital species
H. C. den Bakker & M. E. Noordeloos · Persoonia 18 (2005), 511–587: Originalbeschreibung von L. albostipitatum und anschließender Vergleich zu L. aurantiacum direkt gelesen. · eingesehen 10.10.2026
Die Gattung Leccinum s. l. in Europa
Christoph Hahn · Mycologia Bavarica 20 (2020), 103–153: einleitende Diskussion des Artkonzepts von 2005 und der Namen albostipitatum/leucopodium direkt gelesen. · eingesehen 10.10.2026
Rote-Liste-Zentrum · Leccinum albostipitatum
Rote-Liste-Zentrum · Deutsche Namensführung im gespeicherten Originaldatensatz: Espen-Rotkappe, Kapuziner · eingesehen 10.10.2026
GBIF · Leccinum albostipitatum
GBIF Secretariat · Exakter Namensabgleich; kein Bestimmungs- oder Speisewertnachweis. · eingesehen 10.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Lebensweise & Standort
Mykorrhizapilz. Bei Pappeln, besonders Espen. Mykorrhiza mit Pappeln (Populus). Ein einzelner sichtbarer Baum ist kein Beweis für den tatsächlichen Wirt; benachbarte Wurzelsysteme können sich überlagern. Der nordische Schlüssel nennt Sommer und Herbst, ohne damit einen festen Kalender für ganz Mitteleuropa vorzugeben.
Mykorrhizapartner · Beispiele
- Pappeln
Quellen zum Lebensraum
Ökologie & Lebensraum
Die Auswahl ist keine vollständige Wirtsliste. Ein Fund neben einem Baum beweist allein keine Partnerschaft. Die Blattformen stehen beispielhaft für die beschriftete Baumgruppe.
Icons: Blatt & NadelÄhnliche Arten.
Jung meist bereits rötliche bis braune Stielschüppchen; alte Namensverwendungen und verdeckte Stiele erschweren den Vergleich.
Quellen
- Funga Nordica (2008)
- A revision of European species of Leccinum Gray and notes on extralimital species
- Die Gattung Leccinum s. l. in Europa
- Rote-Liste-Zentrum · Leccinum albostipitatum
- GBIF · Leccinum albostipitatum
- Leccinum aurantiacum · Myko atlas
- Funga Nordica (2008) · Leccinum aurantiacum
- A revision of European species of Leccinum Gray and notes on extralimital species (2005)
Birkenbezug und schon jung dunkles Stielornament gemeinsam beurteilen.
Ebenfalls bei Pappeln und mit verfärbendem Fleisch; gewöhnlich graubrauner statt orangefarbener Hut.
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Weiße Schüppchen sind altersabhängig
Das anfangs helle Stielornament ist aufschlussreich, kann jedoch später rötlichbraun werden. Eine Beschreibung eines alten Fruchtkörpers darf deshalb nicht unverändert als Merkmal des Jugendzustands gelesen werden.
Quellen
Funga Nordica (2008)
H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.); jeweilige Gattungsautoren im Nachweis · H. Knudsen & A. Taylor: Leccinum, Artpassage L. albostipitatum, bereitgestellter Gesamt-PDF S. 556; Größen, Verfärbung, Sporen und Wirt direkt gelesen. · eingesehen 10.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Auch der Vergleichspartner kann hell wirken
Die Originalbeschreibung warnt, dass bei L. aurantiacum ein im Gras verborgener Stiel ungewöhnlich helle Schüppchen tragen kann. Der Hut und weitere Merkmale müssen den Vergleich ergänzen.
Quellen
A revision of European species of Leccinum Gray and notes on extralimital species
H. C. den Bakker & M. E. Noordeloos · Persoonia 18 (2005), 511–587: Originalbeschreibung von L. albostipitatum und anschließender Vergleich zu L. aurantiacum direkt gelesen. · eingesehen 10.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Alte Rotkappennamen sind nicht austauschbar
Die Revision von 2005 beschreibt L. albostipitatum neu und grenzt es von anders verwendeten aurantiacum-Namen ab. Hahn diskutiert 2020 ältere Namen wie L. leucopodium kritisch. Historische Abbildungen werden deshalb nach ihrem jeweiligen Artkonzept gelesen.
Quellen
A revision of European species of Leccinum Gray and notes on extralimital species
H. C. den Bakker & M. E. Noordeloos · Persoonia 18 (2005), 511–587: Originalbeschreibung von L. albostipitatum und anschließender Vergleich zu L. aurantiacum direkt gelesen. · eingesehen 10.10.2026
Die Gattung Leccinum s. l. in Europa
Christoph Hahn · Mycologia Bavarica 20 (2020), 103–153: einleitende Diskussion des Artkonzepts von 2005 und der Namen albostipitatum/leucopodium direkt gelesen. · eingesehen 10.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Ein Längsschnitt zeigt mehr als ein Farbfleck
Die mögliche weinrote, graue und schwärzliche Veränderung des Fleisches und die blaue Stielbasis sollten zeitlich und räumlich getrennt dokumentiert werden. Diese Kombination ist informativer als die pauschale Angabe verfärbend.
Quellen
Funga Nordica (2008)
H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.); jeweilige Gattungsautoren im Nachweis · H. Knudsen & A. Taylor: Leccinum, Artpassage L. albostipitatum, bereitgestellter Gesamt-PDF S. 556; Größen, Verfärbung, Sporen und Wirt direkt gelesen. · eingesehen 10.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Leccinum albostipitatum
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschEspen-Rotkappe
Namensbeleg
Rote-Liste-Zentrum · Leccinum albostipitatum · Abgerufen: 10.10.2026
Deutsche Namensführung im gespeicherten Originaldatensatz: Espen-Rotkappe, Kapuziner
Rote-Liste-Zentrum · Leccinum albostipitatum · 10.10.2026
Deutsche Namensführung im gespeicherten Originaldatensatz: Espen-Rotkappe, Kapuziner
NiederländischOranje populierboleet
Namensbeleg
Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · CC BY 4.0 · Abgerufen: 10.10.2026
FranzösischBolet orangéEinige Namen werden auch für andere Arten verwendet.
DänischAspe-skælrørhat
Namensbeleg
National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · National Checklist of all species occurring in Denmark · CC BY 4.0 · Abgerufen: 10.10.2026
NorwegischOspeskrubb
Namensbeleg
Nortaxa (Artsnavnebasen) · über GBIF · Nortaxa (Artsnavnebasen) · CC BY 4.0 · Abgerufen: 10.10.2026
Sprachform: Bokmål.
SchwedischVitfotad aspsopp
Namensbeleg
Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · CC0 · Abgerufen: 10.10.2026
FinnischHaavanpunikkitatti
Namensbeleg
The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · The FinBIF checklist of Finnish species · CC BY 4.0 · Abgerufen: 10.10.2026
KroatischTopolov turčin
Namensbeleg
CROmushrooms · Leccinum albostipitatum · Abgerufen: 10.10.2026
TOPOLOV TURČIN / Leccinum albostipitatum den Bakker & Noordel.
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Englisch
- Spanisch
- Italienisch
- Rumänisch
- Polnisch
Weniger anzeigen
- Tschechisch
- Slowenisch
- Serbisch
- Ungarisch
- Russisch
- Chinesisch
- Japanisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 10.10.2026.
Name & Veröffentlichung
Registerangaben abgeglichen · Erfasst 18.10.2026. Der Status beschreibt den Datenbankabgleich, keine unabhängige Prüfung der Originalpublikation oder des Artkonzepts.
- Name im Porträt
- Leccinum albostipitatum
- Mykolog-Autorzitat bei der Erfassung
- den Bakker & Noordel.
- Herkunft des erfassten Zitats
- Verknüpfter Registereintrag gleichen Namens
- Autorzitat laut Index Fungorum
- den Bakker & Noordel. · Namensdatensatz 344338
- Veröffentlichungsangabe zum Namen
- Leccinum albostipitatum den Bakker & Noordel.
Persoonia 18(4): 536 (2005) · Veröffentlichungsangabe im Namensregister - Behandlung in Index Fungorum am 18.10.2026
- Dort als Synonym von Leccinum rufum (Schaeff.) Kreisel geführt. Diese Datenbankbehandlung legt die taxonomische Einordnung des Porträts nicht fest. Verknüpfter Datensatz 106225
- Index Fungorum behandelt den Namen in diesem Datenstand als Synonym.
Erfassungsnotiz (18.10.2026; damaliger Datenstand): Index Fungorum führt den Namen als Synonym; aktueller Name dort: Leccinum rufum (Schaeff.) Kreisel (Record 106225).
Autorenabkürzungen
Publikationsangaben nach Index Fungorum; Autorenauflösungen nach IPNI. Originalseiten wurden für diese Darstellung nicht unabhängig geprüft.
Warum hier keine Kurve steht.
Die Revision von 2005 grenzt die Art von unterschiedlich verwendeten aurantiacum-Namen ab. Historische Zuordnungen werden nicht automatisch übernommen.
Das bedeutet weder null Fundmeldungen noch fehlendes Vorkommen.
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 10.10.2026 · Neues Literaturporträt
Ergebnis dieser Runde: Junge und ältere Stielschüppchen vergleichen, Begleitbäume festhalten und die Farbfolge im Längsschnitt dokumentieren. Orange Hutfarbe allein trennt Rotkappen nicht.
Umfang: Eigene Zusammenfassung direkt gelesener Buchpassagen, Online-Fachquellen und taxonomischer Datenbanken. Quellenkonflikt explizit dokumentiert; kein unabhängiger Fachreview, keine eigene mikroskopische Bestimmung.
Erneut herangezogene Quellen
Funga Nordica (2008)
H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.); jeweilige Gattungsautoren im Nachweis · H. Knudsen & A. Taylor: Leccinum, Artpassage L. albostipitatum, bereitgestellter Gesamt-PDF S. 556; Größen, Verfärbung, Sporen und Wirt direkt gelesen. · eingesehen 10.10.2026
A revision of European species of Leccinum Gray and notes on extralimital species
H. C. den Bakker & M. E. Noordeloos · Persoonia 18 (2005), 511–587: Originalbeschreibung von L. albostipitatum und anschließender Vergleich zu L. aurantiacum direkt gelesen. · eingesehen 10.10.2026
Die Gattung Leccinum s. l. in Europa
Christoph Hahn · Mycologia Bavarica 20 (2020), 103–153: einleitende Diskussion des Artkonzepts von 2005 und der Namen albostipitatum/leucopodium direkt gelesen. · eingesehen 10.10.2026
Rote-Liste-Zentrum · Leccinum albostipitatum
Rote-Liste-Zentrum · Deutsche Namensführung im gespeicherten Originaldatensatz: Espen-Rotkappe, Kapuziner · eingesehen 10.10.2026
GBIF · Leccinum albostipitatum
GBIF Secretariat · Exakter Namensabgleich; kein Bestimmungs- oder Speisewertnachweis. · eingesehen 10.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Leccinum albostipitatum · abgeglichen am 10.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Funga Nordica (2008)
- A revision of European species of Leccinum Gray and notes on extralimital species
Fundstelle: A revision of European species of Leccinum Gray and notes on extralimital species (2005)
- Die Gattung Leccinum s. l. in Europa
- Leccinum aurantiacum · Myko atlas
- Funga Nordica (2008) · Leccinum aurantiacum
Seiten: S. 170–171 · S. 170
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen2 weitere Fachquellen · 2 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich
Wie wir recherchieren und prüfen
Die Literatur hinter der Gattung.
1 erschlossene Quelle mit Bezug zu Leccinum. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.
Monografien und Studien zu Leccinum