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Mutterkorn

Claviceps purpurea

SpeisewertLebensgefährlich giftig

Tödlich giftig: Das Mutterkorn enthält Ergotalkaloide. Schon geringe Mengen können Gebärmutterkontraktionen auslösen, hohe Mengen Durchblutungsstörungen, Krämpfe und Lähmungen bis zum Tod.

Einordnung & Quellen

Bezeichnung im Datensatz: Tödlich giftig

Ausführliche Einordnung

Kein Speisepilz: Das Mutterkorn enthält Ergotalkaloide, die über verunreinigtes Getreide früher schwere, teils tödliche Massenvergiftungen verursachten (Ergotismus, „Antoniusfeuer“). Die Speisewerttabelle der ÖMG führt es als „tödlich giftig“; die Speise- und Giftpilzlisten von DGfM und VAPKO führen es nicht.

Ergotalkaloide. Schon geringe Mengen können Gebärmutterkontraktionen auslösen; hohe Mengen verengen Blutgefäße und können Durchblutungsstörungen, Krämpfe, Halluzinationen und Lähmungen bis zum Tod verursachen. Keine Verzehrfreigabe.

Wirkstoffe & Forschung kennenlernen

Begrannte Ähre im Sommer mit zwei Mutterkörnern: Anstelle von Körnern ragen zwei lange, leicht gebogene, graubraun bis violettgrau bereifte Sklerotien weit aus den Spelzen, ihre Oberfläche ist fein längsrissig. Vietmannsdorf bei Templin (Uckermark, Brandenburg), 25. Juli 2020.

Die Wirtspflanze nennt die Quelle nicht. Nahaufnahme vor unscharfem Hintergrund, ohne Umgebung. Bestimmung nur nach Foto (zwei Bestimmungen); die im Porträt genannten Kleinarten des Artkomplexes lassen sich am Bild nicht unterscheiden. Das Original ist stark komprimiert, in voller Größe aber scharf.

Foto: Alexis Tinker-Tsavalas · CC BY 4.0 · Original

Ein Pilz in den Blüten von Gräsern und Getreide: Statt eines Korns wächst ein dunkler Dauerkörper aus den Spelzen, das Mutterkorn. Im folgenden Frühjahr treibt er winzige gestielte Köpfchen mit Fruchtkammern. Das Mutterkorn enthält giftige Ergotalkaloide.

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Abschnitte

Form · Oberfläche · Aufbau

Merkmale erkennen.

Köpfchen (Stroma)

Kein Hut. Aus einem wachsen einzeln bis einige wenige gestielte Fruchtkörper () mit rundlichem bis abgeflachtem, fertilem Köpfchen; in der Schweizer Artbeschreibung 1,5–3 mm breit und ocker- bis orangegelb, der Schlüssel desselben Bandes nennt orangebraun und 1–3 mm. Die Beschreibung beruht auf einem Fund an Pfeifengras; Material von Pfeifengras stellen Pažoutová et al. (2015) zu C. arundinis, für das Roggen-Mutterkorn im engen Sinn gelten die Angaben daher nur unter Vorbehalt.

Fruchtkammern

Keine oder . Die Fruchtkammern (Perithezien) sitzen im Köpfchen; ihre herausragenden Mündungen punktieren es fein dunkel. Aus ihnen werden im Frühjahr die Ascosporen ausgeschleudert.

Stiel & Ansatz

Stiel zylindrisch, wellig verbogen, glatt, rötlich braun, im Schweizer Beleg an Pfeifengras 5–15 × 1–1,5 mm; er sitzt mit weißlichem Hyphenfilz dem Sklerotium auf.

Sklerotium (Mutterkorn)

Das Mutterkorn ist ein dunkel berindetes Dauermyzel aus dicht verflochtenen Hyphen, das anstelle eines Korns entsteht und aus den Spelzen herausragt; im Schweizer Beleg an Pfeifengras schwärzlich, und oft etwas gebogen. Seine Größe richtet sich nach dem Wirt; eine britische Beschreibung nennt 1–1,5 cm Länge und 1–2 mm Dicke.

Sporen

Ascosporen fadenförmig, glatt, farblos, reif mehrfach septiert; in der Schweizer Beschreibung (Fund an Pfeifengras) 100–120 × 1 µm, in einer britischen Beschreibung typisch etwa 100 × 1 µm. Schläuche achtsporig, dort 160 × 5 µm, mit parallel liegenden Sporen; Paraphysen fehlen. Im Honigtau-Stadium bildet der Pilz zusätzlich Konidien.

Sklerotium im Sommer, Köpfchen im Frühjahr

Hinweis zur Beobachtung

Im Sommer und Herbst sind meist die dunklen Sklerotien in Ähren und Rispen zu sehen. Die Fruchtkörper erscheinen erst im folgenden Frühjahr am Boden auf liegengebliebenen Sklerotien. Die Wirtspflanze gehört zur Dokumentation, denn nahe verwandte Arten unterscheiden sich unter anderem in Wirt und Standort.

Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.

Quellen

Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984) – Nr. 308 Claviceps purpurea, Nr. 309 Cordyceps capitata
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 248, PDF-S. 247: Nr. 308 Claviceps purpurea (Fr.) Tulasne, „Mutterkorn-Sklerotienkeulchen“ – Standort (Rispen verschiedenster Gräser) (am Boden auf feucht liegenden Sklerotien aus Grasrispen des Vorjahrs, Mai–Juli, verbreitet), makroskopische und mikroskopische Beschreibung (A–C), Bemerkungen (Mutterkorn, Ergotamin, frühere epidemieartige Vergiftungen), untersuchter Fund (Eschenbach/LU, Sklerotien von Molinia, Okt. 1977 gesammelt und auf feuchtem Moos überwintert; C. microcephala erwähnt); Nr. 309 Cordyceps capitata auf derselben Seite. Tafel gedruckte S. 249, PDF-S. 248. · eingesehen 18.10.2026

Ergot: from witchcraft to biotechnology (Molecular Plant Pathology 10(4): 563–577, 2009)
T. Haarmann, Y. Rolke, S. Giesbert & P. Tudzynski · Abschnitt 1.1 (Gattung: über 600 Wirtspflanzen in Poaceae, Juncaceae, Cyperaceae; C. purpurea über 400 Pflanzenarten); 1.2 (Ergotismus: Ergotismus convulsivus und gangraenosus, ignis sacer/Antoniusfeuer, Epidemie 944–945 in Frankreich mit etwa 20 000 Toten, spätere Ausbrüche; Ergotamin, Ergometrin, medizinische Nutzung); 3.1 (Lebenszyklus: Ascosporen aus Perithezien der im Frühjahr keimenden Sklerotien, Infektion nur der Fruchtknoten über die Narbe, Sphacelium, Konidien im Honigtau etwa 7 Tage nach Infektion, Verbreitung durch Tropfen oder Insekten, Sklerotienbildung etwa 2 Wochen nach Infektion). · eingesehen 18.10.2026

Fragen und Antworten zu Ergotalkaloiden in Getreideerzeugnissen (BfR, 25.07.2024)
Bundesinstitut für Risikobewertung · Ergotalkaloide als Stoffwechselprodukte u. a. des Mutterkornpilzes; Sklerotien als Dauerstadien, aus den Spelzen der Ähren von Wildgräsern und Getreide ragend, meist durch dunkle Farbe gut sichtbar; besonders Roggen, auch Weizen u. a.; Uteruskontraktionen bereits bei geringen Aufnahmemengen; bei hohen Mengen akut toxische Wirkungen (Durchblutungsstörungen durch Gefäßverengung, Halluzinationen, Krämpfe, Empfindungsstörungen, Lähmungen, Tod nach Atem- oder Herzstillstand); Summe der zwölf toxikologisch relevantesten Ergotalkaloide; EFSA-Richtwerte 2012; Höchstgehalte nach VO (EU) 2021/1399 und 2024/1808; Verbraucher können Ergotalkaloide nicht erkennen. · eingesehen 18.10.2026

Mutterkorn und Mutterkornalkaloide in Getreide und Mehl (LGL Bayern, aktualisiert 15.10.2024)
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit · Mutterkorn als Überwinterungsform; statt des Getreidekorns entsteht ein dunkelgefärbtes Mutterkorn, das aus der Ähre herausragt und hochgiftige Alkaloide enthält; vor allem Roggen, seltener Triticale, Weizen, Hafer und Gerste; Fruchtanlagen vieler Gräser; „Mutterkornjahre“ feucht-kühl während der Blühperiode; Alkaloidgehalt meist weit unter 1 %; „St. Antonius-Feuer“ im Mittelalter (Kribbeln, starke Muskelkrämpfe oder brennende Schmerzen einzelner Gliedmaßen, die später gefühllos werden und absterben können); Epidemien aufgrund landwirtschaftlicher Reduzierungsmaßnahmen heute praktisch ausgeschlossen; Ergometrin; Höchstgehalte für die 12 Hauptformen der Ergotalkaloide. Aktualisiert 15.10.2024. · eingesehen 18.10.2026

Delimitation of cryptic species inside Claviceps purpurea (Fungal Biology 119: 7–26, 2015)
S. Pažoutová, K. Pešicová, M. Chudíčková, P. Šrůtka & M. Kolařík · Abstract (Europe PMC, PMID 25601146): C. purpurea als Fruchtknotenparasit von Gräsern einschließlich Getreide und Futtergräsern; vier Arten: C. purpurea s. str. (G1, typisches Roggen-Mutterkorn, auch an anderen Gräsern), C. humidiphila (G2, Gräser feuchter Standorte wie Phalaris arundinacea), C. spartinae (G3, Chloridoideae der Salzwiesen), C. arundinis (neuer Name für C. microcephala; Material von Phragmites und Molinia). · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Quellen zu den Merkmalen
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Merkliste & Sicherung

Standort · Substrat · Beziehungen

Lebensraum verstehen.

in den Fruchtknoten von Gräsern. Ähren und Rispen von Gräsern und Getreide, vor allem Roggen. Befällt die Fruchtknoten von Wildgräsern und Getreide, unter den Getreidearten vor allem Roggen, seltener Triticale, Weizen, Hafer und Gerste; nach Übersichtsarbeiten rund 400 Grasarten. Ascosporen infizieren zur Blüte die Narben; etwa eine Woche später tritt Honigtau mit Konidien aus, der über Tropfen oder Insekten weitere Blüten ansteckt, nach rund zwei Wochen beginnt die Sklerotienbildung. Feucht-kühles Wetter zur Blütezeit begünstigt den Befall. Die Sklerotien überwintern am Boden; die Köpfchen erscheinen nach der Schweizer Beschreibung von Mai bis Juli. GBIF-Meldungen 2015–2025 häufen sich von Juli bis Oktober, Meldungen aus April und Mai sind selten.

Fundmeldungen im Jahreslauf

Die meisten Fundmeldungen: Juli bis Oktober. Alle Monatswerte

Quellen zum Lebensraum
Gezielt gegenüberstellen

Ähnliche Arten.

Kein Bild
verfügbar

Claviceps arundinis

Noch kein Artporträt

2015 abgetrenntes Mutterkorn an Schilf und Pfeifengras, früher als C. microcephala geführt; die Schweizer Darstellung nennt für C. microcephala sehr kleine Sklerotien. Die Art ist genetisch abgegrenzt und über Morphologie und Wirtsspektrum beschrieben; ohne Angabe des Wirts ist ein Foto nicht sicher zuzuordnen.

Kopfige Kernkeule

Tolypocladium capitatum

Ungenießbar

Kugeliger, fein punktierter Kopf auf einem Stiel, aber 6–10 mm groß und gelbbraun auf 50–80 mm langem, gelbem Stiel; wächst im Herbst im Nadelwald aus unterirdischen Hirschtrüffeln. Mutterkorn-Köpfchen sind 1,5–3 mm groß und wachsen von Mai bis Juli aus Gras-Sklerotien.

Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Beobachtung · Variation · Grenzen

Genau hinsehen, besser einordnen.

Ein Korn, das keines ist

Das Mutterkorn ist kein Samen, sondern die Dauerform des Pilzes aus dicht verflochtenen Hyphen. Es entsteht anstelle eines Korns, überwintert am Boden und treibt im Frühjahr die Köpfchen mit den Fruchtkammern.

Quellen

Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984) – Glossar
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 20, PDF-S. 19: Stichwort Sklerotium (dunkel berindetes Dauermyzel aus dicht verflochtenen Hyphen; überdauert ungünstige Perioden und treibt danach Fruchtkörper). · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984) – Nr. 308 Claviceps purpurea, Nr. 309 Cordyceps capitata
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 248, PDF-S. 247: Nr. 308 Claviceps purpurea (Fr.) Tulasne, „Mutterkorn-Sklerotienkeulchen“ – Standort (Rispen verschiedenster Gräser) (am Boden auf feucht liegenden Sklerotien aus Grasrispen des Vorjahrs, Mai–Juli, verbreitet), makroskopische und mikroskopische Beschreibung (A–C), Bemerkungen (Mutterkorn, Ergotamin, frühere epidemieartige Vergiftungen), untersuchter Fund (Eschenbach/LU, Sklerotien von Molinia, Okt. 1977 gesammelt und auf feuchtem Moos überwintert; C. microcephala erwähnt); Nr. 309 Cordyceps capitata auf derselben Seite. Tafel gedruckte S. 249, PDF-S. 248. · eingesehen 18.10.2026

Fragen und Antworten zu Ergotalkaloiden in Getreideerzeugnissen (BfR, 25.07.2024)
Bundesinstitut für Risikobewertung · Ergotalkaloide als Stoffwechselprodukte u. a. des Mutterkornpilzes; Sklerotien als Dauerstadien, aus den Spelzen der Ähren von Wildgräsern und Getreide ragend, meist durch dunkle Farbe gut sichtbar; besonders Roggen, auch Weizen u. a.; Uteruskontraktionen bereits bei geringen Aufnahmemengen; bei hohen Mengen akut toxische Wirkungen (Durchblutungsstörungen durch Gefäßverengung, Halluzinationen, Krämpfe, Empfindungsstörungen, Lähmungen, Tod nach Atem- oder Herzstillstand); Summe der zwölf toxikologisch relevantesten Ergotalkaloide; EFSA-Richtwerte 2012; Höchstgehalte nach VO (EU) 2021/1399 und 2024/1808; Verbraucher können Ergotalkaloide nicht erkennen. · eingesehen 18.10.2026

Mutterkorn und Mutterkornalkaloide in Getreide und Mehl (LGL Bayern, aktualisiert 15.10.2024)
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit · Mutterkorn als Überwinterungsform; statt des Getreidekorns entsteht ein dunkelgefärbtes Mutterkorn, das aus der Ähre herausragt und hochgiftige Alkaloide enthält; vor allem Roggen, seltener Triticale, Weizen, Hafer und Gerste; Fruchtanlagen vieler Gräser; „Mutterkornjahre“ feucht-kühl während der Blühperiode; Alkaloidgehalt meist weit unter 1 %; „St. Antonius-Feuer“ im Mittelalter (Kribbeln, starke Muskelkrämpfe oder brennende Schmerzen einzelner Gliedmaßen, die später gefühllos werden und absterben können); Epidemien aufgrund landwirtschaftlicher Reduzierungsmaßnahmen heute praktisch ausgeschlossen; Ergometrin; Höchstgehalte für die 12 Hauptformen der Ergotalkaloide. Aktualisiert 15.10.2024. · eingesehen 18.10.2026

Ergot: from witchcraft to biotechnology (Molecular Plant Pathology 10(4): 563–577, 2009)
T. Haarmann, Y. Rolke, S. Giesbert & P. Tudzynski · Abschnitt 1.1 (Gattung: über 600 Wirtspflanzen in Poaceae, Juncaceae, Cyperaceae; C. purpurea über 400 Pflanzenarten); 1.2 (Ergotismus: Ergotismus convulsivus und gangraenosus, ignis sacer/Antoniusfeuer, Epidemie 944–945 in Frankreich mit etwa 20 000 Toten, spätere Ausbrüche; Ergotamin, Ergometrin, medizinische Nutzung); 3.1 (Lebenszyklus: Ascosporen aus Perithezien der im Frühjahr keimenden Sklerotien, Infektion nur der Fruchtknoten über die Narbe, Sphacelium, Konidien im Honigtau etwa 7 Tage nach Infektion, Verbreitung durch Tropfen oder Insekten, Sklerotienbildung etwa 2 Wochen nach Infektion). · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Antoniusfeuer

Mutterkorn in verunreinigtem Getreide verursachte im Mittelalter das „Antoniusfeuer“: brennende, später gefühllose und absterbende Gliedmaßen oder starke Muskelkrämpfe. Für eine der ersten gut belegten Epidemien, 944–945 in Frankreich, nennen Übersichtsarbeiten unterschiedliche Opferzahlen (rund 10 000 bzw. 20 000 Tote); heute gelten solche Epidemien durch landwirtschaftliche Maßnahmen als praktisch ausgeschlossen.

Quellen

Ergot: from witchcraft to biotechnology (Molecular Plant Pathology 10(4): 563–577, 2009)
T. Haarmann, Y. Rolke, S. Giesbert & P. Tudzynski · Abschnitt 1.1 (Gattung: über 600 Wirtspflanzen in Poaceae, Juncaceae, Cyperaceae; C. purpurea über 400 Pflanzenarten); 1.2 (Ergotismus: Ergotismus convulsivus und gangraenosus, ignis sacer/Antoniusfeuer, Epidemie 944–945 in Frankreich mit etwa 20 000 Toten, spätere Ausbrüche; Ergotamin, Ergometrin, medizinische Nutzung); 3.1 (Lebenszyklus: Ascosporen aus Perithezien der im Frühjahr keimenden Sklerotien, Infektion nur der Fruchtknoten über die Narbe, Sphacelium, Konidien im Honigtau etwa 7 Tage nach Infektion, Verbreitung durch Tropfen oder Insekten, Sklerotienbildung etwa 2 Wochen nach Infektion). · eingesehen 18.10.2026

Biology, Genetics, and Management of Ergot (Claviceps spp.) in Rye, Sorghum, and Pearl Millet (Toxins 7(3): 659–678, 2015)
T. Miedaner & H. H. Geiger · Abschnitt 1 (Einleitung): C. purpurea mit „approx. 400 grass species, including the cereals and all of the forage grasses“; Abschnitt 2 (Geschichte): „an epidemic in 944–945 AD from Limoges in France causing the death of approx. 10,000 people“, St. Anthony’s fire. · eingesehen 18.10.2026

Mutterkorn und Mutterkornalkaloide in Getreide und Mehl (LGL Bayern, aktualisiert 15.10.2024)
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit · Mutterkorn als Überwinterungsform; statt des Getreidekorns entsteht ein dunkelgefärbtes Mutterkorn, das aus der Ähre herausragt und hochgiftige Alkaloide enthält; vor allem Roggen, seltener Triticale, Weizen, Hafer und Gerste; Fruchtanlagen vieler Gräser; „Mutterkornjahre“ feucht-kühl während der Blühperiode; Alkaloidgehalt meist weit unter 1 %; „St. Antonius-Feuer“ im Mittelalter (Kribbeln, starke Muskelkrämpfe oder brennende Schmerzen einzelner Gliedmaßen, die später gefühllos werden und absterben können); Epidemien aufgrund landwirtschaftlicher Reduzierungsmaßnahmen heute praktisch ausgeschlossen; Ergometrin; Höchstgehalte für die 12 Hauptformen der Ergotalkaloide. Aktualisiert 15.10.2024. · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984) – Nr. 308 Claviceps purpurea, Nr. 309 Cordyceps capitata
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 248, PDF-S. 247: Nr. 308 Claviceps purpurea (Fr.) Tulasne, „Mutterkorn-Sklerotienkeulchen“ – Standort (Rispen verschiedenster Gräser) (am Boden auf feucht liegenden Sklerotien aus Grasrispen des Vorjahrs, Mai–Juli, verbreitet), makroskopische und mikroskopische Beschreibung (A–C), Bemerkungen (Mutterkorn, Ergotamin, frühere epidemieartige Vergiftungen), untersuchter Fund (Eschenbach/LU, Sklerotien von Molinia, Okt. 1977 gesammelt und auf feuchtem Moos überwintert; C. microcephala erwähnt); Nr. 309 Cordyceps capitata auf derselben Seite. Tafel gedruckte S. 249, PDF-S. 248. · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Höchstgehalte im Getreide

Unverarbeitetes Getreide außer Mais und Reis darf in der EU höchstens 0,2 g Mutterkorn-Sklerotien je kg enthalten, Roggen seit dem 1. Juli 2025 ebenfalls (zuvor 0,5 g/kg). Für die Summe von zwölf Ergotalkaloiden gelten eigene Höchstgehalte, etwa 500 µg/kg in Roggenmahlerzeugnissen, ab 1. Juli 2028 250 µg/kg.

Quellen

Verordnung (EU) 2023/915 der Kommission vom 25. April 2023 über Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln
Europäische Kommission · Anhang I Nr. 1.8: 1.8.1.1 unverarbeitete Getreidekörner außer den unter 1.8.1.2 genannten, 0,2 g/kg Mutterkorn-Sklerotien („Ausgenommen Mais und Reis“); 1.8.1.2 unverarbeitete Roggenkörner 0,5 g/kg (Ursprungsfassung: „0,2 ab 1. Juli 2024“, durch VO 2024/1808 verschoben); 1.8.2 Ergotalkaloide als Summe aus sechs Epimerenpaaren (Ergocryptin/Ergocryptinin in α- und β-Form), µg/kg; 1.8.2.3 Roggenmahlerzeugnisse 500 µg/kg (Ursprungsfassung: „250 ab 1. Juli 2024“, durch VO 2024/1808 verschoben); 1.8.2.5 Getreidebeikost 20 µg/kg. Änderungsliste (EUR-Lex „ALL“) geprüft: nach 2024/1808 betreffen 2024/1987, 2025/1891, 2026/1825, 2026/1828 und 2026/1890 Nr. 1.8 nicht. · eingesehen 18.10.2026

Verordnung (EU) 2024/1808 der Kommission vom 1. Juli 2024 (Zeitpunkt niedrigerer Höchstgehalte für Mutterkorn-Sklerotien und Ergotalkaloide)
Europäische Kommission · Erwägungsgründe 1–6 (Prävalenz von Mutterkorn wegen klimatischer Bedingungen gestiegen); Anhang: 1.8.1.2 unverarbeitete Roggenkörner 0,5 g/kg, 0,2 g/kg ab 1. Juli 2025; 1.8.2.1 Gerste, Dinkel, Hafer 100 → 50 µg/kg ab 1. Juli 2024; 1.8.2.1a Weizen 100 → 50 µg/kg ab 1. Juli 2028; 1.8.2.3 Roggenmahlerzeugnisse 500 → 250 µg/kg ab 1. Juli 2028. · eingesehen 18.10.2026

Fragen und Antworten zu Ergotalkaloiden in Getreideerzeugnissen (BfR, 25.07.2024)
Bundesinstitut für Risikobewertung · Ergotalkaloide als Stoffwechselprodukte u. a. des Mutterkornpilzes; Sklerotien als Dauerstadien, aus den Spelzen der Ähren von Wildgräsern und Getreide ragend, meist durch dunkle Farbe gut sichtbar; besonders Roggen, auch Weizen u. a.; Uteruskontraktionen bereits bei geringen Aufnahmemengen; bei hohen Mengen akut toxische Wirkungen (Durchblutungsstörungen durch Gefäßverengung, Halluzinationen, Krämpfe, Empfindungsstörungen, Lähmungen, Tod nach Atem- oder Herzstillstand); Summe der zwölf toxikologisch relevantesten Ergotalkaloide; EFSA-Richtwerte 2012; Höchstgehalte nach VO (EU) 2021/1399 und 2024/1808; Verbraucher können Ergotalkaloide nicht erkennen. · eingesehen 18.10.2026

Mutterkorn und Mutterkornalkaloide in Getreide und Mehl (LGL Bayern, aktualisiert 15.10.2024)
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit · Mutterkorn als Überwinterungsform; statt des Getreidekorns entsteht ein dunkelgefärbtes Mutterkorn, das aus der Ähre herausragt und hochgiftige Alkaloide enthält; vor allem Roggen, seltener Triticale, Weizen, Hafer und Gerste; Fruchtanlagen vieler Gräser; „Mutterkornjahre“ feucht-kühl während der Blühperiode; Alkaloidgehalt meist weit unter 1 %; „St. Antonius-Feuer“ im Mittelalter (Kribbeln, starke Muskelkrämpfe oder brennende Schmerzen einzelner Gliedmaßen, die später gefühllos werden und absterben können); Epidemien aufgrund landwirtschaftlicher Reduzierungsmaßnahmen heute praktisch ausgeschlossen; Ergometrin; Höchstgehalte für die 12 Hauptformen der Ergotalkaloide. Aktualisiert 15.10.2024. · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Mehrere Arten unter einem Namen

Genetische Untersuchungen trennen vom Roggen-Mutterkorn weitere Arten ab, darunter C. humidiphila an Gräsern feuchter Standorte wie Rohrglanzgras und C. arundinis an Schilf und Pfeifengras. Der Schweizer Beschreibung liegt ein Fund an Pfeifengras zugrunde.

Quellen

Delimitation of cryptic species inside Claviceps purpurea (Fungal Biology 119: 7–26, 2015)
S. Pažoutová, K. Pešicová, M. Chudíčková, P. Šrůtka & M. Kolařík · Abstract (Europe PMC, PMID 25601146): C. purpurea als Fruchtknotenparasit von Gräsern einschließlich Getreide und Futtergräsern; vier Arten: C. purpurea s. str. (G1, typisches Roggen-Mutterkorn, auch an anderen Gräsern), C. humidiphila (G2, Gräser feuchter Standorte wie Phalaris arundinacea), C. spartinae (G3, Chloridoideae der Salzwiesen), C. arundinis (neuer Name für C. microcephala; Material von Phragmites und Molinia). · eingesehen 18.10.2026

Index Fungorum · Claviceps purpurea (Fr.) Tul. (Record 162059) und verknüpfte Namen
Index Fungorum Partnership · Webservice: 162059 (Annls Sci. Nat., Bot., sér. 3, 20: 45, 1853; legitim; Basionym 242743, sanktioniert durch Fr.); 171895 C. microcephala (Wallr.) Tul. → C. purpurea; 809156 C. arundinis Pažoutová & M. Kolařík 2015 (auf Phragmites australis, Tschechien, Holotypus PRM 922710; aktueller Name); 809157 C. humidiphila (aktueller Name); 809155 C. purpurea var. phalaridis Tanda (auf Phalaris arundinacea) → C. humidiphila. · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984) – Nr. 308 Claviceps purpurea, Nr. 309 Cordyceps capitata
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 248, PDF-S. 247: Nr. 308 Claviceps purpurea (Fr.) Tulasne, „Mutterkorn-Sklerotienkeulchen“ – Standort (Rispen verschiedenster Gräser) (am Boden auf feucht liegenden Sklerotien aus Grasrispen des Vorjahrs, Mai–Juli, verbreitet), makroskopische und mikroskopische Beschreibung (A–C), Bemerkungen (Mutterkorn, Ergotamin, frühere epidemieartige Vergiftungen), untersuchter Fund (Eschenbach/LU, Sklerotien von Molinia, Okt. 1977 gesammelt und auf feuchtem Moos überwintert; C. microcephala erwähnt); Nr. 309 Cordyceps capitata auf derselben Seite. Tafel gedruckte S. 249, PDF-S. 248. · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Chemie · Wirkung · Evidenz

Wirkung & Einordnung.

Giftstoffbibliothek

Dieser Stoff steht im Zusammenhang mit der beschriebenen Wirkung. Die Auswahl ist kein vollständiges Inhaltsstoffprofil eines Fruchtkörpers.

Ergolin-Alkaloide

Mutterkornalkaloide

Adrenerge, serotonerge und dopaminerge Rezeptoren

Eine Gruppe von Alkaloiden mit gemeinsamem Ergolin-Grundgerüst, die vor allem im Mutterkorn eingelagert ist. Sie wirken an adrenergen, serotonergen und dopaminergen Rezeptoren und lösten früher Ergotismus-Epidemien aus. Heute begrenzt die EU Mutterkorn und die Summe von zwölf Hauptalkaloiden in Getreide und Getreideerzeugnissen.

Ergotismus-Epidemien sind historisch belegt. Heute bewerten Behörden vor allem Gehalte in Getreideerzeugnissen, besonders aus Roggen.

Belege zur Zuordnung dieser Art

Fragen und Antworten zu Ergotalkaloiden in Getreideerzeugnissen
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) · 25.07.2024 · Behördliche Einordnung
Seite vollständig im Original-HTML gelesen, alle zehn Fragen: Vorkommen im Mutterkorn, akute und chronische Wirkungen, EFSA-Richtwerte 2012, Eintrag über Bruchstücke und Stäube, Nicht-Erkennbarkeit für Verbraucher, empfindliche Gruppen, BfR-Bewertung 2023, Höchstgehalte nach VO (EU) 2021/1399 und 2024/1808. Seitendatum 25.07.2024; auf derselben Seite steht zusätzlich der Vermerk „Aktualisierte Fassung vom 12. November 2013“. Das verlinkte PDF wurde nicht gesondert gelesen. · eingesehen 18.10.2026

Mutterkorn und Mutterkornalkaloide in Getreide und Mehl
Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit · H. Knapp & T. Wenk · 15.10.2024 · Behördliche Einordnung
Seite vollständig im Original-HTML gelesen: Vorkommen und Bildung, Chemische Struktur, Gesundheitliche Beurteilung, Höchstgehaltsregelungen, Untersuchungen, Quellenliste; aktualisiert 15.10.2024. Die dort genannten JECFA-Werte von 2021 wurden nicht übernommen (JECFA-Bericht nicht gelesen); die Bezeichnungen „Familie Claviceps“ und „Schimmelpilz“ wurden nicht übernommen. · eingesehen 18.10.2026

Human and animal dietary exposure to ergot alkaloids
EFSA · D. Arcella, J. Á. Gómez Ruiz, M. L. Innocenti & R. Roldán · EFSA Journal 15(7):4902 · 2017 · Behördlicher wissenschaftlicher Bericht
Volltext über Europe PMC (PMC7010019) gelesen: Summary, Introduction mit 1.1, Abschnitte 3.1–3.1.4 (Vorkommen, Anteile der Epimere, Sklerotiendaten), Abschnitt zu Sklerotien und Alkaloidgehalten, Uncertainties, Conclusions und Recommendations. Expositionsabschnitte nur über Summary und Conclusions; Tabellen und Anhänge nicht ausgewertet. · eingesehen 18.10.2026

Ergot: from witchcraft to biotechnology
T. Haarmann, Y. Rolke, S. Giesbert & P. Tudzynski · Molecular Plant Pathology 10(4):563–577 · 2009 · Übersichtsarbeit
Volltext über PMC (PMC6640538) im HTML gelesen: Summary, Abschnitte 1.1, 1.2, 2.1, Anfang von 2.2, 2.3, 3.1 und 3.2. Historische Angaben beruhen auf Sekundärliteratur der Autoren; die Opferzahl für 944–945 weicht von Miedaner & Geiger 2015 ab und wurde nicht übernommen. · eingesehen 18.10.2026

Volksnamen · Sprachen · Belege

Namen & Sprachen.

Bezugsart: Claviceps purpurea

Sprache öffnen, um die Belege zu sehen

DeutschMutterkorn

Namensbeleg

Taxon list of fungi and fungal-like organisms from Germany compiled by the DGfM · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

EnglischErgot

Namensbeleg

TAXREF · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

NiederländischEcht moederkoren

Namensbeleg

Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

FranzösischErgot du seigle

Namensbeleg

TAXREF · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

SpanischCornezuelo del centenoNamensbeleg im Datensatz Catalogue of Life für Claviceps purpurea; wissenschaftlicher Quellenname und Artrang abgeglichen. Keine unabhängige sprachwissenschaftliche Prüfung. Die Liste „Vernacular names of Iberian fungi in Spain“ nennt außerdem „espolón de centeno“, „cornello del centeno“ und „moro“.

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

DänischAlmindelig meldrøjer

Namensbeleg

National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

NorwegischMeldrøyeMjølauke

Namensbeleg

Nortaxa (Artsnavnebasen) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

Sprachform: Bokmål.

SchwedischMjöldryga

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

FinnischTorajyväsieni

Namensbeleg

The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

PolnischBuławinka czerwona

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

TschechischPaličkovice nachová

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

SlowenischRženi rožičekŠkrlatnordeča glavnica

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

UngarischAnyarozs

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

RussischСпорынья пурпурнаяСпорынья ржи

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

Japanischバッカクキン

Namensbeleg

List of local names of fungi in based on Katsumoto (2010) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

Noch ohne geprüften Namensbeleg

  • Italienisch
  • Rumänisch
  • Kroatisch
  • Serbisch
  • Chinesisch

Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 17.10.2026.

Regionale Beobachtungsdaten · 2015–2025

Fundmeldungen im Jahresverlauf.

427GBIF-Datensätze

Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.

Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.

Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.

Einordnung & Datengrundlage

Meldungen sind keine Prognose.

Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.

Was wurde ausgewählt?

Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 18.10.2026.

Exakte GBIF-Abfrage
Monats- und Länderwerte ansehen
Monat · alle zehn Länder zusammen
MonatDatensätze
Jan2
Feb0
Mär0
Apr2
Mai1
Jun25
Jul97
Aug94
Sep88
Okt89
Nov21
Dez8
Land · alle Monate zusammen
LandDatensätze
Deutschland168
Österreich40
Schweiz215
Tschechien3
Polen1
Slowakei0
Ungarn0
Slowenien0
Liechtenstein0
Luxemburg0

Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.

Aggregierte Werte als CSV herunterladen
Herkunft & Lizenzen · 6 beitragende Datensätze

Daten über GBIF.org. 23 Meldungen unter CC0 1.0, 404 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.

  1. Swiss National Fungi Databank · 206 Datensätze
    Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  2. NABU|naturgucker · 105 Datensätze
    naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  3. iNaturalist Research-grade Observations · 79 Datensätze
    iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  4. Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 24 Datensätze
    Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  5. ArtenFinder · 12 Datensätze
    ArtenFinder bei der Stiftung Natur und Umwelt RLP und der Stiftung Naturschutz Berlin. ArtenFinder. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/jnnald accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  6. Fungi and fungi-like organisms - 4EU+ Summer School From Fungal Morphology to Genotype, Sumava 2022 · 1 Datensatz
    Koukol O, Pawłowska J (2023). Fungi and fungi-like organisms - 4EU+ Summer School From Fungal Morphology to Genotype, Sumava 2022. University of Warsaw. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/rmzdzk accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Recherchefassung · 20 Fachquellen

Quellen & Prüfstand.

Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellenabgleich · 19.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich

Ergebnis dieser Runde: Porträt als Artengruppe im weiten Sinn mit Sklerotium und Stroma statt Hut angelegt. Stroma-, Stiel- und Mikromerkmale nur aus einer Quelle (Pilze der Schweiz, Fund an Pfeifengras) und als single_source markiert; abweichende Schlüsselangaben offengelegt. Einstufung giftig nach BfR; die ÖMG führt die Art als „tödlich giftig“ (Codewahl beim Owner). Ein Eintrag „Mutterkornalkaloide“ für die Toxinbibliothek wird gesondert entworfen (F9). Keine menschliche Endredaktion.

Umfang: Pilze der Schweiz 1 (Nr. 308–309, Schlüssel S. 27, Glossar S. 20) mit Seitenbildprüfung der Makro- und Mikromaße; Haarmann et al. 2009 abschnittsweise im Volltext; Pažoutová et al. 2015 nur Abstract. Toxikologie nach BfR (2024) und LGL Bayern (2024); Speisewert gegen DGfM (drei Listen), VAPKO (zwei Listen) und ÖMG geprüft; Höchstgehalte nach VO (EU) 2023/915, 2024/1808 und 2024/1756 im Wortlaut. Funga Nordica, FTE-Keys und GPBW behandeln die Art nicht. Bilder, Sprachdaten und Fundkurve gesondert.

Erneut herangezogene Quellen

Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984) – Nr. 308 Claviceps purpurea, Nr. 309 Cordyceps capitata
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 248, PDF-S. 247: Nr. 308 Claviceps purpurea (Fr.) Tulasne, „Mutterkorn-Sklerotienkeulchen“ – Standort (Rispen verschiedenster Gräser) (am Boden auf feucht liegenden Sklerotien aus Grasrispen des Vorjahrs, Mai–Juli, verbreitet), makroskopische und mikroskopische Beschreibung (A–C), Bemerkungen (Mutterkorn, Ergotamin, frühere epidemieartige Vergiftungen), untersuchter Fund (Eschenbach/LU, Sklerotien von Molinia, Okt. 1977 gesammelt und auf feuchtem Moos überwintert; C. microcephala erwähnt); Nr. 309 Cordyceps capitata auf derselben Seite. Tafel gedruckte S. 249, PDF-S. 248. · eingesehen 18.10.2026

Ergot: from witchcraft to biotechnology (Molecular Plant Pathology 10(4): 563–577, 2009)
T. Haarmann, Y. Rolke, S. Giesbert & P. Tudzynski · Abschnitt 1.1 (Gattung: über 600 Wirtspflanzen in Poaceae, Juncaceae, Cyperaceae; C. purpurea über 400 Pflanzenarten); 1.2 (Ergotismus: Ergotismus convulsivus und gangraenosus, ignis sacer/Antoniusfeuer, Epidemie 944–945 in Frankreich mit etwa 20 000 Toten, spätere Ausbrüche; Ergotamin, Ergometrin, medizinische Nutzung); 3.1 (Lebenszyklus: Ascosporen aus Perithezien der im Frühjahr keimenden Sklerotien, Infektion nur der Fruchtknoten über die Narbe, Sphacelium, Konidien im Honigtau etwa 7 Tage nach Infektion, Verbreitung durch Tropfen oder Insekten, Sklerotienbildung etwa 2 Wochen nach Infektion). · eingesehen 18.10.2026

Fragen und Antworten zu Ergotalkaloiden in Getreideerzeugnissen (BfR, 25.07.2024)
Bundesinstitut für Risikobewertung · Ergotalkaloide als Stoffwechselprodukte u. a. des Mutterkornpilzes; Sklerotien als Dauerstadien, aus den Spelzen der Ähren von Wildgräsern und Getreide ragend, meist durch dunkle Farbe gut sichtbar; besonders Roggen, auch Weizen u. a.; Uteruskontraktionen bereits bei geringen Aufnahmemengen; bei hohen Mengen akut toxische Wirkungen (Durchblutungsstörungen durch Gefäßverengung, Halluzinationen, Krämpfe, Empfindungsstörungen, Lähmungen, Tod nach Atem- oder Herzstillstand); Summe der zwölf toxikologisch relevantesten Ergotalkaloide; EFSA-Richtwerte 2012; Höchstgehalte nach VO (EU) 2021/1399 und 2024/1808; Verbraucher können Ergotalkaloide nicht erkennen. · eingesehen 18.10.2026

Delimitation of cryptic species inside Claviceps purpurea (Fungal Biology 119: 7–26, 2015)
S. Pažoutová, K. Pešicová, M. Chudíčková, P. Šrůtka & M. Kolařík · Abstract (Europe PMC, PMID 25601146): C. purpurea als Fruchtknotenparasit von Gräsern einschließlich Getreide und Futtergräsern; vier Arten: C. purpurea s. str. (G1, typisches Roggen-Mutterkorn, auch an anderen Gräsern), C. humidiphila (G2, Gräser feuchter Standorte wie Phalaris arundinacea), C. spartinae (G3, Chloridoideae der Salzwiesen), C. arundinis (neuer Name für C. microcephala; Material von Phragmites und Molinia). · eingesehen 18.10.2026

Speisewert von Pilzen – Liste aller Giftpilze und Speisepilze mit Beurteilung des Speisewerts
Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG) · Tabellenzeile „Claviceps purpurea“: Deutsche Namen Mutterkorn, Hungerkorn, Purpurroter Hahnenpilz, Roter Keulenkopf, Krähenkorn, Hahnensporn, Tollkorn; Gattung „Keulenpilze, Mutterkorn“; Speisewert „tödlich giftig“; Giftart „Mutterkornalkaloide, Ergotamin, Ergometrin“; Verwechslung: Haferflugbrand, Gerstenflugbrand, diverse Rostpilze. · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)

Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise

Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.

Quellenname: Claviceps purpurea · abgeglichen am 18.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

  1. Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984) – Nr. 308 Claviceps purpurea, Nr. 309 Cordyceps capitata

    Seiten: S. 248 · S. 27 · S. 20

    Bibliografie

    J. Breitenbach & F. Kränzlin

    Monografie · Artpassagen gelesen · Schlüsselseite gelesen · Glossareintrag gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 247: Nr. 308 Claviceps purpurea (Fr.) Tulasne, „Mutterkorn-Sklerotienkeulchen“ – Standort (Rispen verschiedenster Gräser) (am Boden auf feucht liegenden Sklerotien aus Grasrispen des Vorjahrs, Mai–Juli, verbreitet), makroskopische und mikroskopische Beschreibung (A–C), Bemerkungen (Mutterkorn, Ergotamin, frühere epidemieartige Vergiftungen), untersuchter Fund (Eschenbach/LU, Sklerotien von Molinia, Okt. 1977 gesammelt und auf feuchtem Moos überwintert; C. microcephala erwähnt); Nr. 309 Cordyceps capitata auf derselben Seite. Tafel gedruckte S. 249, PDF-S. 248; PDF-S. 26: Schlüssel zu Fruchtkörpern mit Kopfteil – Punkt 7 Cordyceps militaris (schlankkeulig, rot bis rot-orange, punktiert, auf vergrabenen Schmetterlingspuppen); Punkt 5*/6 Kopfteil kugelig-kopfig: Cordyceps gracilis (orangebraun, 5–7 mm, auf vergrabenen Raupen) gegenüber Claviceps purpurea (orangebraun, 1–3 mm, punktiert, auf abgefallenen Sklerotien von Gräsern); PDF-S. 19: Stichwort Sklerotium (dunkel berindetes Dauermyzel aus dicht verflochtenen Hyphen; überdauert ungünstige Perioden und treibt danach Fruchtkörper)

  2. Ergot: from witchcraft to biotechnology (Molecular Plant Pathology 10(4): 563–577, 2009)
    Bibliografie

    T. Haarmann, Y. Rolke, S. Giesbert & P. Tudzynski

    Übersichtsarbeit · Abschnitte im Volltext gelesen (PMC6640538) · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Abschnitt 1.1 (Gattung: über 600 Wirtspflanzen in Poaceae, Juncaceae, Cyperaceae; C. purpurea über 400 Pflanzenarten); 1.2 (Ergotismus: Ergotismus convulsivus und gangraenosus, ignis sacer/Antoniusfeuer, Epidemie 944–945 in Frankreich mit etwa 20 000 Toten, spätere Ausbrüche; Ergotamin, Ergometrin, medizinische Nutzung); 3.1 (Lebenszyklus: Ascosporen aus Perithezien der im Frühjahr keimenden Sklerotien, Infektion nur der Fruchtknoten über die Narbe, Sphacelium, Konidien im Honigtau etwa 7 Tage nach Infektion, Verbreitung durch Tropfen oder Insekten, Sklerotienbildung etwa 2 Wochen nach Infektion)

  3. Biology, Genetics, and Management of Ergot (Claviceps spp.) in Rye, Sorghum, and Pearl Millet (Toxins 7(3): 659–678, 2015)
    Bibliografie

    T. Miedaner & H. H. Geiger

    Übersichtsarbeit · Abschnitte im Volltext gelesen (PMC4379517, CC BY) · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Abschnitt 1 (Einleitung): C. purpurea mit „approx. 400 grass species, including the cereals and all of the forage grasses“; Abschnitt 2 (Geschichte): „an epidemic in 944–945 AD from Limoges in France causing the death of approx. 10,000 people“, St. Anthony’s fire

  4. Delimitation of cryptic species inside Claviceps purpurea (Fungal Biology 119: 7–26, 2015)
    Bibliografie

    S. Pažoutová, K. Pešicová, M. Chudíčková, P. Šrůtka & M. Kolařík

    Primärquelle · Abstract gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Abstract (Europe PMC, PMID 25601146): C. purpurea als Fruchtknotenparasit von Gräsern einschließlich Getreide und Futtergräsern; vier Arten: C. purpurea s. str. (G1, typisches Roggen-Mutterkorn, auch an anderen Gräsern), C. humidiphila (G2, Gräser feuchter Standorte wie Phalaris arundinacea), C. spartinae (G3, Chloridoideae der Salzwiesen), C. arundinis (neuer Name für C. microcephala; Material von Phragmites und Molinia)

  5. Fragen und Antworten zu Ergotalkaloiden in Getreideerzeugnissen (BfR, 25.07.2024)
    Bibliografie

    Bundesinstitut für Risikobewertung

    Bundesbehörde · Fragen und Antworten gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Ergotalkaloide als Stoffwechselprodukte u. a. des Mutterkornpilzes; Sklerotien als Dauerstadien, aus den Spelzen der Ähren von Wildgräsern und Getreide ragend, meist durch dunkle Farbe gut sichtbar; besonders Roggen, auch Weizen u. a; Uteruskontraktionen bereits bei geringen Aufnahmemengen; bei hohen Mengen akut toxische Wirkungen (Durchblutungsstörungen durch Gefäßverengung, Halluzinationen, Krämpfe, Empfindungsstörungen, Lähmungen, Tod nach Atem- oder Herzstillstand); Summe der zwölf toxikologisch relevantesten Ergotalkaloide; EFSA-Richtwerte 2012; Höchstgehalte nach VO (EU) 2021/1399 und 2024/1808; Verbraucher können Ergotalkaloide nicht erkennen

Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen15 weitere Fachquellen · 2 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
  1. Mutterkorn und Mutterkornalkaloide in Getreide und Mehl (LGL Bayern, aktualisiert 15.10.2024)
    Bibliografie

    Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

    Landesbehörde · Seite gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Mutterkorn als Überwinterungsform; statt des Getreidekorns entsteht ein dunkelgefärbtes Mutterkorn, das aus der Ähre herausragt und hochgiftige Alkaloide enthält; vor allem Roggen, seltener Triticale, Weizen, Hafer und Gerste; Fruchtanlagen vieler Gräser; „Mutterkornjahre“ feucht-kühl während der Blühperiode; Alkaloidgehalt meist weit unter 1 %; „St. Antonius-Feuer“ im Mittelalter (Kribbeln, starke Muskelkrämpfe oder brennende Schmerzen einzelner Gliedmaßen, die später gefühllos werden und absterben können); Epidemien aufgrund landwirtschaftlicher Reduzierungsmaßnahmen heute praktisch ausgeschlossen; Ergometrin; Höchstgehalte für die 12 Hauptformen der Ergotalkaloide. Aktualisiert 15.10.2024

  2. Verordnung (EU) 2023/915 der Kommission vom 25. April 2023 über Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln
    Bibliografie

    Europäische Kommission

    EU-Rechtsakt · Abschnitte gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Anhang I Nr. 1.8: 1.8.1.1 unverarbeitete Getreidekörner außer den unter 1.8.1.2 genannten, 0,2 g/kg Mutterkorn-Sklerotien („Ausgenommen Mais und Reis“); 1.8.1.2 unverarbeitete Roggenkörner 0,5 g/kg (Ursprungsfassung: „0,2 ab 1. Juli 2024“, durch VO 2024/1808 verschoben); 1.8.2 Ergotalkaloide als Summe aus sechs Epimerenpaaren (Ergocryptin/Ergocryptinin in α- und β-Form), µg/kg; 1.8.2.3 Roggenmahlerzeugnisse 500 µg/kg (Ursprungsfassung: „250 ab 1. Juli 2024“, durch VO 2024/1808 verschoben); 1.8.2.5 Getreidebeikost 20 µg/kg. Änderungsliste (EUR-Lex „ALL“) geprüft: nach 2024/1808 betreffen 2024/1987, 2025/1891, 2026/1825, 2026/1828 und 2026/1890 Nr. 1.8 nicht

  3. Verordnung (EU) 2024/1808 der Kommission vom 1. Juli 2024 (Zeitpunkt niedrigerer Höchstgehalte für Mutterkorn-Sklerotien und Ergotalkaloide)
    Bibliografie

    Europäische Kommission

    EU-Rechtsakt · Volltext gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Erwägungsgründe 1–6 (Prävalenz von Mutterkorn wegen klimatischer Bedingungen gestiegen); Anhang: 1.8.1.2 unverarbeitete Roggenkörner 0,5 g/kg, 0,2 g/kg ab 1. Juli 2025; 1.8.2.1 Gerste, Dinkel, Hafer 100 → 50 µg/kg ab 1. Juli 2024; 1.8.2.1a Weizen 100 → 50 µg/kg ab 1. Juli 2028; 1.8.2.3 Roggenmahlerzeugnisse 500 → 250 µg/kg ab 1. Juli 2028

  4. Verordnung (EU) 2024/1756 der Kommission vom 25. Juni 2024 (Änderung und Berichtigung der VO 2023/915)
    Bibliografie

    Europäische Kommission

    EU-Rechtsakt · Abschnitte gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Erwägungsgrund 2 und Anhang Teil A Nr. 1: Neufassung der Anmerkungen zu Nr. 1.8.1 (Verweis auf Probenahme nach VO 401/2006 gestrichen); Höchstgehalte unverändert

  5. Claviceps purpurea, Ergot – identification (First Nature)
    Bibliografie

    First Nature / Pat O’Reilly

    Fachportal · Artseite gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Sklerotien bananenförmig, purpurn bis schwarz, 1–2 mm dick und 1–1,5 cm lang; Ascosporen fädig, typisch etwa 100 × 1 µm; April bis September (Großbritannien und Irland); Wirte Wildgräser und Getreide, besonders Roggen und Weidelgräser; Ergotismus

  6. Index Fungorum · Claviceps purpurea (Fr.) Tul. (Record 162059) und verknüpfte Namen
    Bibliografie

    Index Fungorum Partnership

    Nomenklaturdatenbank · Datensätze gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Webservice: 162059 (Annls Sci. Nat., Bot., sér. 3, 20: 45, 1853; legitim; Basionym 242743, sanktioniert durch Fr.); 171895 C. microcephala (Wallr.) Tul. → C. purpurea; 809156 C. arundinis Pažoutová & M. Kolařík 2015 (auf Phragmites australis, Tschechien, Holotypus PRM 922710; aktueller Name); 809157 C. humidiphila (aktueller Name); 809155 C. purpurea var. phalaridis Tanda (auf Phalaris arundinacea) → C. humidiphila

  7. Species Fungorum · Claviceps purpurea – Synonymie (Record 162059)
    Bibliografie

    Species Fungorum / Kew Mycology

    Nomenklaturdatenbank · Datensatz gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Aktueller Name C. purpurea (Fr.) Tul. 1853; 15 Synonyme, u. a. Sphaeria purpurea Fr. 1823, Sclerotium clavus DC. 1815, Sphacelia segetum Lév. 1827, Claviceps microcephala (Wallr.) Tul. 1853

  8. MycoBank · Claviceps purpurea (MB#162059)
    Bibliografie

    Westerdijk Fungal Biodiversity Institute

    Nomenklaturdatenbank · Datensatz gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Legitim, sanktioniert durch Fr; Basionym Sphaeria purpurea Fr. (MB#242743); heterotypische Synonyme u. a. Sphacelia segetum, Sclerotium clavus, Claviceps microcephala; Protolog Tulasne 1853, Mémoire sur l’ergot des Glumacées

  9. DGfM-Taxonliste der Pilze Deutschlands · Claviceps purpurea (Fr.) Tul. (DiversityTaxonNames 100804970)
    Bibliografie

    F. Dämmrich (DGfM) · SNSB

    Nationale Taxonliste · API gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Deutscher Name „Mutterkorn“ (de, DE); Synonym Claviceps microcephala (Wallr.) Tul. (100002727)

  10. DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa (Stand 01.05.2026)
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Volltext durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Alle 9 Seiten (18.10.2026 erneut als Textebene durchsucht): kein Eintrag für Claviceps, Mutterkorn oder Ergotalkaloide

  11. DGfM · Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert (Stand 01.05.2026)
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Volltext durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Alle 3 Seiten (18.10.2026 erneut durchsucht): kein Eintrag für Claviceps oder Mutterkorn

  12. Speisewert von Pilzen – Liste aller Giftpilze und Speisepilze mit Beurteilung des Speisewerts
    Bibliografie

    Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG)

    Fachgesellschaft · Tabellenzeile gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Tabellenzeile „Claviceps purpurea“: Deutsche Namen Mutterkorn, Hungerkorn, Purpurroter Hahnenpilz, Roter Keulenkopf, Krähenkorn, Hahnensporn, Tollkorn; Gattung „Keulenpilze, Mutterkorn“; Speisewert „tödlich giftig“; Giftart „Mutterkornalkaloide, Ergotamin, Ergometrin“; Verwechslung: Haferflugbrand, Gerstenflugbrand, diverse Rostpilze

  13. DGfM · Positivliste der Speisepilze (Stand 01.05.2026)
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Volltext durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Gesamte Textebene (13 Seiten): kein Eintrag für Claviceps oder Mutterkorn

  14. VAPKO · Giftpilzliste / Liste des champignons toxiques (Version 10.01.2024)
    Bibliografie

    Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane der Schweiz (VAPKO)

    Fachverband · Volltext durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Einseitige Liste (Fassung 10.01.2024): kein Eintrag für Claviceps oder Mutterkorn

  15. VAPKO · Empfehlungsliste (Stand 09.2023)
    Bibliografie

    Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane der Schweiz (VAPKO)

    Fachverband · Volltext durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Alle 7 Seiten: kein Eintrag für Claviceps oder Mutterkorn

Datenabgleich

Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.

  1. GBIF Backbone Taxonomy · Claviceps purpurea (Fr.) Tul. (9378152)
    Bibliografie

    GBIF Secretariat

    Taxonomie-Register · API gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: API species/9378152 (akzeptiert, Clavicipitaceae), /synonyms (19 Namen, u. a. C. microcephala, Sphacelia segetum), /vernacularNames (Quelltaxa geprüft); species/match: C. arundinis (9774459), C. humidiphila (9673868), C. spartinae (9751816) akzeptiert, C. microcephala Synonym; Occurrence-Facetten 2015–2025 (Abruf 17.10.2026)

  2. Checkliste der Pilze Deutschlands · Claviceps purpurea, Ophiocordyceps gracilis
    Bibliografie

    Rote-Liste-Zentrum / Bundesamt für Naturschutz, Checkliste 153

    Behördliche Checkliste · Datensätze gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Taxondatensatz c4c128b0-56d1-451c-8ba4-ce96bc0f15ef: Claviceps purpurea (Fr.) Tul., akzeptiert, deutscher Name „Mutterkorn“; 1d8a2226-527b-4e9a-b81e-d2521ba77233: Ophiocordyceps gracilis Durieu & Mont., „Raupen-Kernkeule“; gelesen im lokalen Mykolog-Registerabzug vom 01.10.2026

  • Fotografien
    Bildnachweise & Lizenzen

    Mutterkörner in der Ähre
    Foto: Alexis Tinker-Tsavalas via iNaturalist, CC BY 4.0 · CC BY 4.0 · Original
    Keine Bildbearbeitung: nicht beschnitten, nicht gedreht, nicht skaliert (Original 2048 × 1536 px ≤ 2560 px); nur WebP-Kodierung mit cwebp -q 82 -m 6 -metadata none.

    Sklerotium an Triticale (Nahaufnahme)
    Foto: Holger Krisp via Wikimedia Commons, CC BY 3.0 · CC BY 3.0 · Original
    Auf 2048 px Breite verkleinert (Original 3000 × 2000 px > 2560 px): cwebp -q 82 -m 6 -metadata none -resize 2048 0; nicht beschnitten, nicht gedreht, keine Retusche.

    Mutterkorn an einem Wildgras
    Foto: V_Nebenfuehr via iNaturalist, CC BY 4.0 · CC BY 4.0 · Original
    Keine Bildbearbeitung: nicht beschnitten, nicht gedreht, nicht skaliert (Original 2048 × 1536 px ≤ 2560 px); nur WebP-Kodierung mit cwebp -q 82 -m 6 -metadata none.

  • Taxonomischer Namensabgleich
    Datenbank & StandClaviceps purpurea im GBIF-Backbone · API-Abgleich
    Snapshot 18.10.2026. Artkonzept und Familienzuordnung nach den ergänzend ausgewiesenen Literaturquellen. Weites Konzept (s. l.): Mutterkorn an Gräsern und Getreide in Mitteleuropa einschließlich der 2015 abgetrennten, nicht eigens porträtierten C. arundinis (Schilf, Pfeifengras; bisher als C. microcephala geführt) und C. humidiphila (Gräser feuchter Standorte); C. spartinae (Salzwiesen) wurde für Mitteleuropa nicht geprüft. Index Fungorum und GBIF führen C. arundinis und C. humidiphila als eigene Arten; Index Fungorum, Species Fungorum, MycoBank, GBIF und die DGfM-Liste führen C. microcephala als Synonym von C. purpurea. Basionym Sphaeria purpurea Fr. 1823 (sanktioniert); die Nebenfruchtform Sphacelia segetum Lév. ist Synonym. Ein Namensabgleich bestätigt keine fotografierte Artidentität.

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