Pleurocybellaziridin
Ein experimentell untersuchter Inhaltsstoff des Ohrförmigen Seitlings. Seine genaue Rolle bei menschlichen Vergiftungen ist noch nicht abschließend geklärt.
- Summenformel
- C5H9NO2
- Molare Masse
- 115,13 g/mol
- Angriffspunkt / Zusammenhang
- Experimentell untersuchte neurotoxische Zusammenhänge
- Klinische Zuordnung
- Hypothese zur Pleurocybella-assoziierten Enzephalopathie
Chemische Daten & Herkunft
PubChem · Pleurocybellaziridin · CID 53235787
NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 10.10.2026

Dargestellt ist die (2S)-Form; nicht der stereochemisch unbestimmte Datensatz CID 55287082.
Wirkung & Forschung.
Was ist belegt?
- Stoffnachweis
- Die Existenz der instabilen Verbindung im Pilz wurde publiziert.
- Experimentelle Wirkung
- Kombination mit Pleurocybellin und einem Lektin im Mausmodell untersucht.
- Menschliche Vergiftungen
- Ein mechanistischer Erklärungsansatz; der Kausalanteil beim Menschen bleibt offen.
Die zugrunde liegenden Arbeiten und ihre Grenzen stehen in den folgenden Abschnitten.
Eine instabile Verbindung
Die Originalpublikation von 2011 behandelt den Nachweis von Pleurocybellaziridin in Pleurocybella porrigens. Chemische Instabilität erschwert die Untersuchung. Der Existenznachweis einer Verbindung und der Nachweis ihrer Rolle bei einer menschlichen Erkrankung beantworten unterschiedliche Fragen.
Belege & Lesestand
Proof of the existence of an unstable amino acid: pleurocybellaziridine in Pleurocybella porrigens (2011)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Bibliografischer Originalnachweis; kein Abstract verfügbar. Experimentelle Einordnung anhand der ergänzend genannten Originalarbeit von 2023; DOI 10.1002/anie.201004646. · eingesehen 10.10.2026Possible molecular mechanism for acute encephalopathy by angel-wing mushroom ingestion – Involvement of three constituents in onset (2023)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Autorenabstract über University of Fukui gelesen: Kombination von Pleurocybellin, Lektin und Pleurocybellaziridin im injizierten Mausmodell; menschliche Kausalität nicht abschließend bewiesen. · eingesehen 10.10.2026Die Hypothese des Zusammenwirkens
Die Arbeit von 2023 untersucht Pleurocybellaziridin zusammen mit dem Protein Pleurocybellin und einem Lektin aus dem Pilz. Pleurocybellin und das Lektin bilden einen Komplex. Die Autoren schlagen vor, dass das Zusammenwirken mehrerer Bestandteile zur Entstehung der Enzephalopathie beitragen könnte.
Belege & Lesestand
Possible molecular mechanism for acute encephalopathy by angel-wing mushroom ingestion – Involvement of three constituents in onset (2023)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Autorenabstract über University of Fukui gelesen: Kombination von Pleurocybellin, Lektin und Pleurocybellaziridin im injizierten Mausmodell; menschliche Kausalität nicht abschließend bewiesen. · eingesehen 10.10.2026Was das Mausmodell tatsächlich zeigte
Nach Injektion der Kombination beobachtete die Arbeitsgruppe mehr apoptotische Zellen im Hippocampus. Diese Hirnregion ist unter anderem an Gedächtnisprozessen beteiligt. Der Versuch stützt einen Erklärungsansatz, bildet aber weder die Aufnahme über eine Pilzmahlzeit noch sämtliche individuellen Voraussetzungen menschlicher Fälle nach.
Belege & Lesestand
Possible molecular mechanism for acute encephalopathy by angel-wing mushroom ingestion – Involvement of three constituents in onset (2023)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Autorenabstract über University of Fukui gelesen: Kombination von Pleurocybellin, Lektin und Pleurocybellaziridin im injizierten Mausmodell; menschliche Kausalität nicht abschließend bewiesen. · eingesehen 10.10.2026Warum dieser Eintrag als Forschung markiert ist
Die klinische Bedeutung des einzelnen Stoffes ist nicht abschließend geklärt. Das Porträt stellt deshalb eine begründete Forschungsfrage und ihre experimentelle Grundlage dar. Aus der offenen Stoffzuordnung folgt keine Entwarnung für den Pilz; ebenso wenig werden alle berichteten Folgen dem einzelnen Molekül zugeschrieben.
Belege & Lesestand
Possible molecular mechanism for acute encephalopathy by angel-wing mushroom ingestion – Involvement of three constituents in onset (2023)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Autorenabstract über University of Fukui gelesen: Kombination von Pleurocybellin, Lektin und Pleurocybellaziridin im injizierten Mausmodell; menschliche Kausalität nicht abschließend bewiesen. · eingesehen 10.10.2026
Zeitlicher Verlauf.
Hypothese zur Pleurocybella-assoziierten Enzephalopathie
Für Pleurocybellaziridin allein ist aus den hier ausgewerteten Arbeiten keine gesicherte menschliche Latenz ableitbar.
Das sind Literaturangaben zur zeitlichen Einordnung. Sie eignen sich weder zur Selbstdiagnose noch zum Ausschluss einer Vergiftung.
Einzelfälle, Behandlung und Mischmahlzeiten können den Verlauf verändern.
Belege & Lesestand
Possible molecular mechanism for acute encephalopathy by angel-wing mushroom ingestion – Involvement of three constituents in onset (2023)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Autorenabstract über University of Fukui gelesen: Kombination von Pleurocybellin, Lektin und Pleurocybellaziridin im injizierten Mausmodell; menschliche Kausalität nicht abschließend bewiesen. · eingesehen 10.10.2026
Die zugehörigen Artporträts.
Bildnachweise
Ohrförmiger Seitling
Foto: Jerzy Opioła / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Original
Atlas-Vorschaubild: Ausschnitt im Format 8:5, verkleinert und als WebP gespeichert.
Auswahl aus dem Atlas, keine vollständige Liste aller Vorkommen. Eine Zuordnung ersetzt keine Analyse eines konkreten Fruchtkörpers.
Belege zur Artzuordnung
Proof of the existence of an unstable amino acid: pleurocybellaziridine in Pleurocybella porrigens (2011)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Bibliografischer Originalnachweis; kein Abstract verfügbar. Experimentelle Einordnung anhand der ergänzend genannten Originalarbeit von 2023; DOI 10.1002/anie.201004646. · eingesehen 10.10.2026
Possible molecular mechanism for acute encephalopathy by angel-wing mushroom ingestion – Involvement of three constituents in onset (2023)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Autorenabstract über University of Fukui gelesen: Kombination von Pleurocybellin, Lektin und Pleurocybellaziridin im injizierten Mausmodell; menschliche Kausalität nicht abschließend bewiesen. · eingesehen 10.10.2026
Nachlesen & nachvollziehen.
Gezielte Literaturauswahl · Quellen geprüft am 10.10.2026 · unabhängiger Fachreview ausstehend.
- PubChem · Pleurocybellaziridin · CID 53235787
NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 10.10.2026 - Proof of the existence of an unstable amino acid: pleurocybellaziridine in Pleurocybella porrigens (2011)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Bibliografischer Originalnachweis; kein Abstract verfügbar. Experimentelle Einordnung anhand der ergänzend genannten Originalarbeit von 2023; DOI 10.1002/anie.201004646. · eingesehen 10.10.2026 - Possible molecular mechanism for acute encephalopathy by angel-wing mushroom ingestion – Involvement of three constituents in onset (2023)
Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz · Primärpublikation
Autorenabstract über University of Fukui gelesen: Kombination von Pleurocybellin, Lektin und Pleurocybellaziridin im injizierten Mausmodell; menschliche Kausalität nicht abschließend bewiesen. · eingesehen 10.10.2026
Strukturansicht: PubChem / NCBI, unverändert aus dem verlinkten Compound-Datensatz; lokal gespeichert, keine Verbindung zu PubChem beim Lesen dieser Seite.