Illudin S
Ein toxischer Inhaltsstoff von Ölbaumtrichterlingen. Die zellschädigende Wirkung erklärt auch das Forschungsinteresse an chemisch veränderten Derivaten.
- Summenformel
- C15H20O4
- Molare Masse
- 264,32 g/mol
- Angriffspunkt / Zusammenhang
- Zellschädigung · Reaktivität gegenüber Zellbestandteilen
- Klinische Zuordnung
- Omphalotus-Syndrom
Chemische Daten & Herkunft
PubChem · Illudin S · CID 344200
NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 10.10.2026

Tautomerendarstellung laut Datenbank.
Wirkung & Forschung.
Der Zusammenhang mit Ölbaumtrichterlingen
Die DGfM ordnet Illudin S dem Dunklen Ölbaumtrichterling und dem Leuchtenden Ölbaumpilz zu. Sie nennt Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall, die einen bis fünf, selten bis sieben Tage anhalten können; in einigen Fällen wurde ein Absinken von Blutdruck und Herzfrequenz beschrieben. Nicht jede Vergiftung durch einen orangefarbenen Pilz ist deshalb bereits diesem Molekül zugeordnet.
Belege & Lesestand
Vergiftungssyndrome
DGfM · Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · Stand 22.01.2023 · Fachgesellschaft
Abschnitte Amatoxin, Gyromitrin, Orellanus, Muscarin, Pantherina, Coprinus und Paxillus; Artzuordnung und zeitliche Einordnung · eingesehen 01.10.2026
Fundstelle für Illudin S: Abschnitt „1. Häufige Syndrome“, Eintrag „Omphalotus-Syndrom“: Symptome, Latenzzeit (½ bis 4 Stunden), Pilzarten (Omphalotus olearius, O. illudens) und Gifte (Illudin S). Seitenstand laut DGfM: 04.12.2015, aktualisiert 22.01.2023 · erneut gelesen 18.10.2026
Die allgemeine Lesestandsangabe dieser Quelle zählt andere Syndromabschnitte auf; für Illudin S trägt der hier genannte Eintrag die Aussagen.Zytotoxizität als Forschungsbefund
Illudine werden wegen ihrer starken zellschädigenden Aktivität untersucht. Die unzureichende Trennung zwischen Tumorzellen und normalen Zellen begrenzt aber ihre therapeutische Nutzbarkeit. Eine Substanz, die Krebszellen schädigt, ist deshalb noch kein selektives Krebsmedikament.
Belege & Lesestand
A Chemical Proteomic Analysis of Illudin-Interacting Proteins
Philipp Le, Matthew B. Nodwell, Jürgen Eirich & Stephan A. Sieber · Primärpublikation
Indexierte Einleitung und Zusammenfassung zu Zytotoxizität und Selektivitätsgrenzen gelesen (2019); keine klinische Wirksamkeitsbewertung. · eingesehen 10.10.2026Derivat und Naturstoff getrennt betrachten
Chemisch abgewandelte Illudine und Acylfulvene sollen andere Wirkungs- und Verträglichkeitsprofile erreichen. Ergebnisse solcher Derivate sind keine Belege für die Behandlung mit Illudin S selbst oder mit Ölbaumtrichterlingen. Auch eine verwandte Struktur macht Stoffe nicht austauschbar.
Belege & Lesestand
A Chemical Proteomic Analysis of Illudin-Interacting Proteins
Philipp Le, Matthew B. Nodwell, Jürgen Eirich & Stephan A. Sieber · Primärpublikation
Indexierte Einleitung und Zusammenfassung zu Zytotoxizität und Selektivitätsgrenzen gelesen (2019); keine klinische Wirksamkeitsbewertung. · eingesehen 10.10.2026Kein vollständiges Inhaltsstoffprofil
Dieses Porträt behandelt Illudin S. Die Bezeichnung „Illudine“ umfasst mehrere Verbindungen; die Summenformel gehört ausschließlich zum ausgewiesenen Molekül. Ein Artname oder Foto liefert keine Konzentrationsmessung des untersuchten Fruchtkörpers.
Belege & Lesestand
PubChem · Illudin S · CID 344200
NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 10.10.2026A Chemical Proteomic Analysis of Illudin-Interacting Proteins
Philipp Le, Matthew B. Nodwell, Jürgen Eirich & Stephan A. Sieber · Primärpublikation
Indexierte Einleitung und Zusammenfassung zu Zytotoxizität und Selektivitätsgrenzen gelesen (2019); keine klinische Wirksamkeitsbewertung. · eingesehen 10.10.2026
Zeitlicher Verlauf.
Omphalotus-Syndrom
Die DGfM nennt für das Omphalotus-Syndrom eine Latenzzeit von einer halben bis vier Stunden. Dies ist eine Syndromangabe, keine exakt vorhersehbare Stofflatenz.
Das sind Literaturangaben zur zeitlichen Einordnung. Sie eignen sich weder zur Selbstdiagnose noch zum Ausschluss einer Vergiftung.
Einzelfälle, Behandlung und Mischmahlzeiten können den Verlauf verändern.
Belege & Lesestand
Vergiftungssyndrome
DGfM · Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · Stand 22.01.2023 · Fachgesellschaft
Abschnitte Amatoxin, Gyromitrin, Orellanus, Muscarin, Pantherina, Coprinus und Paxillus; Artzuordnung und zeitliche Einordnung · eingesehen 01.10.2026
Fundstelle für Illudin S: Abschnitt „1. Häufige Syndrome“, Eintrag „Omphalotus-Syndrom“: Symptome, Latenzzeit (½ bis 4 Stunden), Pilzarten (Omphalotus olearius, O. illudens) und Gifte (Illudin S). Seitenstand laut DGfM: 04.12.2015, aktualisiert 22.01.2023 · erneut gelesen 18.10.2026
Die allgemeine Lesestandsangabe dieser Quelle zählt andere Syndromabschnitte auf; für Illudin S trägt der hier genannte Eintrag die Aussagen.
Die zugehörigen Artporträts.
Bildnachweise
Ölbaumtrichterling
Foto: Thomas Schoch · CC BY-SA 3.0 · Original
Atlas-Vorschaubild: Ausschnitt im Format 8:5, verkleinert und als WebP gespeichert.
Auswahl aus dem Atlas, keine vollständige Liste aller Vorkommen. Eine Zuordnung ersetzt keine Analyse eines konkreten Fruchtkörpers.
Belege zur Artzuordnung
Vergiftungssyndrome
DGfM · Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · Stand 22.01.2023 · Fachgesellschaft
Abschnitte Amatoxin, Gyromitrin, Orellanus, Muscarin, Pantherina, Coprinus und Paxillus; Artzuordnung und zeitliche Einordnung · eingesehen 01.10.2026
Fundstelle für Illudin S: Abschnitt „1. Häufige Syndrome“, Eintrag „Omphalotus-Syndrom“: Symptome, Latenzzeit (½ bis 4 Stunden), Pilzarten (Omphalotus olearius, O. illudens) und Gifte (Illudin S). Seitenstand laut DGfM: 04.12.2015, aktualisiert 22.01.2023 · erneut gelesen 18.10.2026
Die allgemeine Lesestandsangabe dieser Quelle zählt andere Syndromabschnitte auf; für Illudin S trägt der hier genannte Eintrag die Aussagen.
Nachlesen & nachvollziehen.
Gezielte Literaturauswahl · Quellen geprüft am 01.10.2026 · unabhängiger Fachreview ausstehend.
- PubChem · Illudin S · CID 344200
NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 10.10.2026 - Vergiftungssyndrome
DGfM · Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · Stand 22.01.2023 · Fachgesellschaft
Abschnitte Amatoxin, Gyromitrin, Orellanus, Muscarin, Pantherina, Coprinus und Paxillus; Artzuordnung und zeitliche Einordnung · eingesehen 01.10.2026
Fundstelle für Illudin S: Abschnitt „1. Häufige Syndrome“, Eintrag „Omphalotus-Syndrom“: Symptome, Latenzzeit (½ bis 4 Stunden), Pilzarten (Omphalotus olearius, O. illudens) und Gifte (Illudin S). Seitenstand laut DGfM: 04.12.2015, aktualisiert 22.01.2023 · erneut gelesen 18.10.2026
Die allgemeine Lesestandsangabe dieser Quelle zählt andere Syndromabschnitte auf; für Illudin S trägt der hier genannte Eintrag die Aussagen. - A Chemical Proteomic Analysis of Illudin-Interacting Proteins
Philipp Le, Matthew B. Nodwell, Jürgen Eirich & Stephan A. Sieber · Primärpublikation
Indexierte Einleitung und Zusammenfassung zu Zytotoxizität und Selektivitätsgrenzen gelesen (2019); keine klinische Wirksamkeitsbewertung. · eingesehen 10.10.2026
Strukturansicht: PubChem / NCBI, unverändert aus dem verlinkten Compound-Datensatz; lokal gespeichert, keine Verbindung zu PubChem beim Lesen dieser Seite.