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Aromatisches Hydrazinderivat

Agaritin

Ein natürlicher Inhaltsstoff von Champignons. Sein Vorkommen ist belegt; wie sich unterschiedliche Laborbefunde auf das gesundheitliche Risiko beim Menschen übertragen lassen, bleibt eine eigene Forschungsfrage.

Summenformel
C12H17N3O4
Molare Masse
267,28 g/mol
Angriffspunkt / Zusammenhang
Genotoxizität im Versuch
Klinische Zuordnung
Keine gesicherte Zuordnung
Chemische Daten & Herkunft

PubChem · Agaritin · CID 439517
NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 14.10.2026

2-D-Strukturformel von Agaritin, PubChem CID 439517
2-D-Struktur · PubChem CID 439517
Darstellung des Agaritin-Datensatzes mit L-Glutamylrest; kein Gemisch und keine Dosisangabe.
Abschnitte
Mechanismus · Studien · Grenzen

Wirkung & Forschung.

Was ist belegt?

Chemisch belegt
Agaritin wurde aus Agaricus bisporus isoliert und in weiteren Pilzproben analytisch untersucht. Gehalte unterscheiden sich zwischen Arten und Proben.
Experimentell untersucht
Bakterien-, Zell- und Tierversuche liefern je nach Präparat, Verfahren und Messgröße unterschiedliche Ergebnisse.
Beim Menschen offen
Die ausgewerteten Arbeiten belegen weder eine Krebswirkung noch einen therapeutischen Nutzen beim Menschen.

Die zugrunde liegenden Arbeiten und ihre Grenzen stehen in den folgenden Abschnitten.

  1. Vorkommen: ein Inhaltsstoff, kein Arturteil

    Agaritin gehört zu den aromatischen Hydrazinderivaten und enthält einen Glutamylrest. Es wurde aus dem Zweisporigen Champignon isoliert. Eine Untersuchung von 53 wild gesammelten Agaricus-Arten aus Tschechien fand große Unterschiede zwischen den Arten. Der Gehalt lässt sich deshalb weder aus dem Namen „Champignon“ noch aus der Größe eines Fruchtkörpers zuverlässig ablesen. Hier ist nur das belegte Artporträt von Agaricus bisporus verknüpft; die Zuordnung bedeutet keine Messung seiner abgebildeten Fruchtkörper.

    Belege & Lesestand

    PubChem · Agaritin · CID 439517
    NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
    Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 14.10.2026

    The mutagenic activity of agaritine and its derivatives detected with the Ames test
    Friederich, Fischer, Lüthy, Hann, Schlatter & Würgler · 1986 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 2876563: gereinigtes Agaritin und Derivate, Salmonella-Test mit unterschiedlichen Aktivierungsbedingungen. · eingesehen 14.10.2026

    Agaritine content of 53 Agaricus species collected from nature
    Schulzová, Hajšlová, Peroutka, Hlavásek, Gry & Andersson · 2009 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen; Food Addit. Contam. A 26:82–93. Keine Auswertung der vollständigen artweisen Ergebnistabelle; daraus keine pauschale Stoffzuordnung zu allen Champignonporträts. · eingesehen 14.10.2026

  2. Umwandlungen hängen vom Versuchssystem ab

    Enzyme können Agaritin verändern. In einem Versuch mit Pilzhomogenat entstanden mindestens drei Metaboliten; das erwartete freie 4-(Hydroxymethyl)phenylhydrazin, kurz HMPH, wurde dabei nicht gefunden. Eine andere Arbeit wies HMPH nach Behandlung mit dem Enzym γ-Glutamyltransferase nach. Ein einziger, für Pilz, Extrakt und menschlichen Körper gleicher Abbauweg wäre deshalb eine zu starke Vereinfachung.

    Belege & Lesestand

    The metabolism and bioactivation of agaritine and of other mushroom hydrazines by whole mushroom homogenate and by mushroom tyrosinase
    Walton, Coombs, Walker & Ioannides · 2001 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 11297805: Homogenate, Enzyme und bakterielle Mutagenität; mindestens drei Metaboliten, dabei kein Nachweis des erwarteten freien HMPH im Homogenatversuch. · eingesehen 14.10.2026

    The metabolisms of agaritine, a mushroom hydrazine in mice
    Kondo, Watanabe, Akiyama & Maitani · 2008 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 18061328; Food Chem. Toxicol. 46:854–862. LC-MS/MS, oraler Mausversuch, Urinmarker 8-OHdG; kein klinischer Krebsendpunkt. · eingesehen 14.10.2026

  3. Warum Labortests zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen

    Gereinigtes Agaritin und einzelne Derivate lösten in bestimmten Salmonella-Teststämmen Mutationen aus; enzymatische Vorbehandlung verstärkte manche Reaktionen. Eine andere Untersuchung fand bei komplexen Champignonextrakten dagegen keinen genotoxischen Effekt in den geprüften Zell- und Tierversuchen. Sie erklärte erhöhte Bakterienkoloniezahlen mit einem möglichen Histidin-Artefakt. Das widerlegt nicht automatisch den Versuch am gereinigten Stoff: Untersucht wurden unterschiedliche Präparate und Endpunkte.

    Belege & Lesestand

    The mutagenic activity of agaritine and its derivatives detected with the Ames test
    Friederich, Fischer, Lüthy, Hann, Schlatter & Würgler · 1986 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 2876563: gereinigtes Agaritin und Derivate, Salmonella-Test mit unterschiedlichen Aktivierungsbedingungen. · eingesehen 14.10.2026

    Mutagenic and genotoxic activities of extracts derived from the cooked and raw edible mushroom Agaricus bisporus
    Pool-Zobel et al. · 1990 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 2229137: Pilzextrakte, Histidin-Artefakt, Säugerzell- und In-vivo-Endpunkte. Kein Versuch mit ausschließlich reinem Agaritin. · eingesehen 14.10.2026

  4. Tierbefunde richtig einordnen

    Im lacI-Mausmodell von 1995 erhöhte ein Extrakt mit 30 % Agaritin nach 15 Wochen die Mutationshäufigkeit in Niere und Vormagen. Die untersuchten Diäten mit frischen oder gefriergetrockneten Champignons zeigten keinen statistisch signifikanten Anstieg. Eine Arbeit von 2008 fand nach Agaritingabe einen erhöhten Urinwert des oxidativen Stressmarkers 8-OHdG. Mutationen, ein solcher Marker und tatsächlich entstandene Tumoren sind verschiedene Endpunkte. Diese Ergebnisse beziffern keine Krebswahrscheinlichkeit für Menschen.

    Belege & Lesestand

    Genotoxicity of agaritine in the lacI transgenic mouse mutation assay
    Shephard, Gunz & Schlatter · 1995 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen; Food Chem. Toxicol. 33:257–264. 15 Wochen; Pilzdiäten und ein Extrakt mit 30 % Agaritin. Die modellierte menschliche Krebsrisikozahl wird nicht als Beobachtungsbefund übernommen. · eingesehen 14.10.2026

    The metabolisms of agaritine, a mushroom hydrazine in mice
    Kondo, Watanabe, Akiyama & Maitani · 2008 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 18061328; Food Chem. Toxicol. 46:854–862. LC-MS/MS, oraler Mausversuch, Urinmarker 8-OHdG; kein klinischer Krebsendpunkt. · eingesehen 14.10.2026

  5. Krebsrisiko: was die historische Bewertung aussagt

    Eine lebenslange Trinkwasserstudie an Mäusen fand unter ihren Versuchsbedingungen keinen nachweisbaren kanzerogenen Effekt von Agaritin. Die IARC unterschied 1983 ausdrücklich zwischen Agaritin selbst und experimentell geprüften Derivaten seiner Metaboliten. Der Eintrag verweist auf die Einstufung in Gruppe 3 von 1987: hinsichtlich der Krebswirkung beim Menschen nicht klassifizierbar. Das ist weder ein Unbedenklichkeitsnachweis noch ein Nachweis menschlicher Krebsfälle. Die hier ausgewerteten späteren Laborarbeiten ersetzen keine belastbaren Humandaten.

    Belege & Lesestand

    Attempted tumor induction with agaritine in mice
    Toth, Raha, Wallcave & Nagel · 1981 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen: lebenslange Trinkwasserexposition von Swiss-Mäusen; unter diesen Bedingungen kein nachweisbarer kanzerogener Effekt. Berichtete Krampfanfälle schließen eine pauschale Aussage „wirkungslos“ aus. · eingesehen 14.10.2026

    Agaritine · IARC Monographs, Volume 31
    IARC · 1983; Verweis auf Supplement 7 von 1987 · Historische behördliche Evidenzbewertung
    Historische Zusammenfassung und Bewertung vollständig gelesen, Abschnitte 5.1–5.3. Supplement 7: Gruppe 3. Diese zeitgebundene Bewertung wird weder als neue Bewertung noch als Unbedenklichkeitsbeleg dargestellt. · eingesehen 14.10.2026

    Genotoxicity of agaritine in the lacI transgenic mouse mutation assay
    Shephard, Gunz & Schlatter · 1995 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen; Food Chem. Toxicol. 33:257–264. 15 Wochen; Pilzdiäten und ein Extrakt mit 30 % Agaritin. Die modellierte menschliche Krebsrisikozahl wird nicht als Beobachtungsbefund übernommen. · eingesehen 14.10.2026

    The metabolisms of agaritine, a mushroom hydrazine in mice
    Kondo, Watanabe, Akiyama & Maitani · 2008 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 18061328; Food Chem. Toxicol. 46:854–862. LC-MS/MS, oraler Mausversuch, Urinmarker 8-OHdG; kein klinischer Krebsendpunkt. · eingesehen 14.10.2026

  6. Lagerung und Zubereitung verändern die Gehalte

    Eine Studie von 2002 untersuchte Kulturchampignons unter den Namen Agaricus hortensis und A. bitorquis. Je nach Verarbeitung sank der gemessene Agaritingehalt; beim Kochen ging ein Teil in das Wasser über. Weniger Agaritin im festen Pilz bedeutet daher nicht automatisch vollständigen Abbau. Eine Arbeit von 2025 fand ebenfalls geringere Gehalte nach Wärmebehandlung weißer Kulturchampignons und berichtete keine beobachtete Bildung toxischer Abbauprodukte. Ihr hier gelesenes Abstract erlaubt keine Aussage zu allen Nachweisgrenzen oder Zubereitungen. Die Untersuchungen liefern keine allgemeine Sicherheitsgarantie für eine Mahlzeit.

    Belege & Lesestand

    Influence of storage and household processing on the agaritine content of the cultivated Agaricus mushroom
    Schulzová, Hajšlová, Peroutka, Gry & Andersson · 2002 · Primärstudie
    Volltext, gedruckte S. 853–862: Methoden, Ergebnisse und Diskussion gelesen. Tatsächlich untersuchte Proben: A. hortensis und A. bitorquis; Abb. 2 unterscheidet Pilz, Kochwasser und Gesamtsystem. DOI 10.1080/02652030210156340. · eingesehen 14.10.2026

    Influence of UV-B and culinary treatment on vitamin D2 and agaritine in button mushrooms
    Libenská, Kharoshka, Pulkrabová, Schulzová & Drábová · 2025 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC/AGR und Verlagsmetadaten gelesen; J. Food Compos. Anal. 137:106879. UV-behandelte weiße Kulturchampignons; Nachweisgrenzen und vollständige Methoden nicht geprüft. Aussage zu nicht beobachteten Abbauprodukten bleibt auf diese Untersuchung beschränkt. · eingesehen 14.10.2026

  7. Medizinische Forschung ist noch keine Behandlung

    Eine Studie von 2023 knüpfte an Forschung zu Agaricus blazei an und untersuchte kommerziell bezogenes Agaritin-Monohydrat an vier Blutkrebszelllinien. In mehreren Linien nahm die Zelllebensfähigkeit ab; Hinweise auf programmierten Zelltod und Veränderungen an Mitochondrien waren je nach Zelllinie unterschiedlich. THP-1-Zellen reagierten nicht entsprechend. Das ist ein mechanistischer Zellversuch. Er belegt weder eine wirksame Krebsbehandlung beim Menschen noch einen Nutzen durch den Verzehr von Champignons oder Pilzpräparaten.

    Belege & Lesestand

    Agaritine derived from Agaricus blazei Murrill induces apoptosis via mitochondrial membrane depolarization in hematological tumor cell lines
    Ogasawara, Doi, Matsui, Tokunaga, Amakawa & Akiyama · 2023 · Primärstudie
    Abstract sowie Volltextabschnitte Materials and Methods, Results, Discussion und Conclusion über Europe PMC/PMC10206889 gelesen; Fujita Med. J. 9:147–153, DOI 10.20407/fmj.2022-021. Kommerzielles Agaritin-Monohydrat, vier Tumorzelllinien, drei unabhängige Experimente; keine Behandlung von Menschen. · eingesehen 14.10.2026

Zeitliche Einordnung

Zeitlicher Verlauf.

Keine gesicherte Zuordnung

Für Agaritin lässt sich aus den hier ausgewerteten Arbeiten keine verlässliche Zeitspanne bis zu Beschwerden beim Menschen angeben. Die zeitlichen Messungen im Mausversuch beschreiben den Stoffwechsel und einen Urinmarker, keinen menschlichen Vergiftungsverlauf.

Ein experimenteller Messzeitpunkt ist keine klinische Latenzzeit.

Belege & Lesestand

The metabolisms of agaritine, a mushroom hydrazine in mice
Kondo, Watanabe, Akiyama & Maitani · 2008 · Primärstudie
Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 18061328; Food Chem. Toxicol. 46:854–862. LC-MS/MS, oraler Mausversuch, Urinmarker 8-OHdG; kein klinischer Krebsendpunkt. · eingesehen 14.10.2026

Chemie im mykologischen Zusammenhang

Die zugehörigen Artporträts.

Bildnachweise

Zweisporiger Champignon
Foto: Jerzy Opioła · CC BY-SA 3.0 · Original
Atlas-Vorschaubild: Ausschnitt im Format 8:5, verkleinert und als WebP gespeichert.

Auswahl aus dem Atlas, keine vollständige Liste aller Vorkommen. Eine Zuordnung ersetzt keine Analyse eines konkreten Fruchtkörpers.

Belege zur Artzuordnung

The mutagenic activity of agaritine and its derivatives detected with the Ames test
Friederich, Fischer, Lüthy, Hann, Schlatter & Würgler · 1986 · Primärstudie
Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 2876563: gereinigtes Agaritin und Derivate, Salmonella-Test mit unterschiedlichen Aktivierungsbedingungen. · eingesehen 14.10.2026

Agaritine content of 53 Agaricus species collected from nature
Schulzová, Hajšlová, Peroutka, Hlavásek, Gry & Andersson · 2009 · Primärstudie
Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen; Food Addit. Contam. A 26:82–93. Keine Auswertung der vollständigen artweisen Ergebnistabelle; daraus keine pauschale Stoffzuordnung zu allen Champignonporträts. · eingesehen 14.10.2026

Literatur · Datenbanken

Nachlesen & nachvollziehen.

Gezielte Literaturauswahl · Quellen geprüft am 14.10.2026 · unabhängiger Fachreview ausstehend.

  1. PubChem · Agaritin · CID 439517
    NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
    Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 14.10.2026
  2. The mutagenic activity of agaritine and its derivatives detected with the Ames test
    Friederich, Fischer, Lüthy, Hann, Schlatter & Würgler · 1986 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 2876563: gereinigtes Agaritin und Derivate, Salmonella-Test mit unterschiedlichen Aktivierungsbedingungen. · eingesehen 14.10.2026
  3. Agaritine content of 53 Agaricus species collected from nature
    Schulzová, Hajšlová, Peroutka, Hlavásek, Gry & Andersson · 2009 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen; Food Addit. Contam. A 26:82–93. Keine Auswertung der vollständigen artweisen Ergebnistabelle; daraus keine pauschale Stoffzuordnung zu allen Champignonporträts. · eingesehen 14.10.2026
  4. The metabolisms of agaritine, a mushroom hydrazine in mice
    Kondo, Watanabe, Akiyama & Maitani · 2008 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 18061328; Food Chem. Toxicol. 46:854–862. LC-MS/MS, oraler Mausversuch, Urinmarker 8-OHdG; kein klinischer Krebsendpunkt. · eingesehen 14.10.2026
  5. The metabolism and bioactivation of agaritine and of other mushroom hydrazines by whole mushroom homogenate and by mushroom tyrosinase
    Walton, Coombs, Walker & Ioannides · 2001 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 11297805: Homogenate, Enzyme und bakterielle Mutagenität; mindestens drei Metaboliten, dabei kein Nachweis des erwarteten freien HMPH im Homogenatversuch. · eingesehen 14.10.2026
  6. Mutagenic and genotoxic activities of extracts derived from the cooked and raw edible mushroom Agaricus bisporus
    Pool-Zobel et al. · 1990 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 2229137: Pilzextrakte, Histidin-Artefakt, Säugerzell- und In-vivo-Endpunkte. Kein Versuch mit ausschließlich reinem Agaritin. · eingesehen 14.10.2026
  7. Genotoxicity of agaritine in the lacI transgenic mouse mutation assay
    Shephard, Gunz & Schlatter · 1995 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen; Food Chem. Toxicol. 33:257–264. 15 Wochen; Pilzdiäten und ein Extrakt mit 30 % Agaritin. Die modellierte menschliche Krebsrisikozahl wird nicht als Beobachtungsbefund übernommen. · eingesehen 14.10.2026
  8. Attempted tumor induction with agaritine in mice
    Toth, Raha, Wallcave & Nagel · 1981 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen: lebenslange Trinkwasserexposition von Swiss-Mäusen; unter diesen Bedingungen kein nachweisbarer kanzerogener Effekt. Berichtete Krampfanfälle schließen eine pauschale Aussage „wirkungslos“ aus. · eingesehen 14.10.2026
  9. Agaritine · IARC Monographs, Volume 31
    IARC · 1983; Verweis auf Supplement 7 von 1987 · Historische behördliche Evidenzbewertung
    Historische Zusammenfassung und Bewertung vollständig gelesen, Abschnitte 5.1–5.3. Supplement 7: Gruppe 3. Diese zeitgebundene Bewertung wird weder als neue Bewertung noch als Unbedenklichkeitsbeleg dargestellt. · eingesehen 14.10.2026
  10. Influence of storage and household processing on the agaritine content of the cultivated Agaricus mushroom
    Schulzová, Hajšlová, Peroutka, Gry & Andersson · 2002 · Primärstudie
    Volltext, gedruckte S. 853–862: Methoden, Ergebnisse und Diskussion gelesen. Tatsächlich untersuchte Proben: A. hortensis und A. bitorquis; Abb. 2 unterscheidet Pilz, Kochwasser und Gesamtsystem. DOI 10.1080/02652030210156340. · eingesehen 14.10.2026
  11. Influence of UV-B and culinary treatment on vitamin D2 and agaritine in button mushrooms
    Libenská, Kharoshka, Pulkrabová, Schulzová & Drábová · 2025 · Primärstudie
    Vollständiges Abstract über Europe PMC/AGR und Verlagsmetadaten gelesen; J. Food Compos. Anal. 137:106879. UV-behandelte weiße Kulturchampignons; Nachweisgrenzen und vollständige Methoden nicht geprüft. Aussage zu nicht beobachteten Abbauprodukten bleibt auf diese Untersuchung beschränkt. · eingesehen 14.10.2026
  12. Agaritine derived from Agaricus blazei Murrill induces apoptosis via mitochondrial membrane depolarization in hematological tumor cell lines
    Ogasawara, Doi, Matsui, Tokunaga, Amakawa & Akiyama · 2023 · Primärstudie
    Abstract sowie Volltextabschnitte Materials and Methods, Results, Discussion und Conclusion über Europe PMC/PMC10206889 gelesen; Fujita Med. J. 9:147–153, DOI 10.20407/fmj.2022-021. Kommerzielles Agaritin-Monohydrat, vier Tumorzelllinien, drei unabhängige Experimente; keine Behandlung von Menschen. · eingesehen 14.10.2026

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