Großsporiger Feuerbecherling
Pyronema domesticum
Orange Beläge sind kein Artbeweis. Mehrere kleine Brandstellenpilze sehen ähnlich aus. Für die genaue Artzuordnung sind Mikromerkmale nötig.
Quellen zum Speisewert
In den geprüften Quellen liegt keine belastbare Einstufung als Speisepilz vor.
Winzige orange- bis lachsfarbene Becher bilden dichte Beläge an Brandstellen. Ein heller Myzelfilz kann sie verbinden. Die Abgrenzung zum Zusammenfließenden Feuerbecherling erfordert vor allem reife Sporen und eine genaue Untersuchung des Becherrands.

Orange, dicht gedrängte Einzelbecher mit hellem Myzelfilz.
Artzuordnung nach der Quelle; keine eigene mikroskopische oder genetische Nachbestimmung.
Björn Sothmann · iNaturalist · CC BY-SA 4.0 · Original

Dünne orange Beläge zwischen verkohltem Material und Asche.
Artzuordnung nach der Quelle; keine eigene mikroskopische oder genetische Nachbestimmung.
Björn Sothmann · iNaturalist · CC BY-SA 4.0 · Original
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Fruchtkörper
Einzelne Fruchtkörper meist nur 0,5–1 mm breit, in der türkischen Bearbeitung bis 2 mm. Anfangs kreiselförmig, dann flach linsen- bis polsterförmig; orange-rot bis lachsfarben. Dicht gedrängt entstehen größere krustenartige Beläge.
- Fruchtschicht
Die glatte, offene Oberseite trägt die Fruchtschicht. Keine , oder ; die Einzelbecher werden im dichten Wachstum leicht übersehen.
- Ansatz und Myzel
Sitzend, ohne abgesetzten Stiel. Häufig auf weißlichem, spinnwebigem Myzelfilz. Dieser Filz ist auch beim ähnlichen P. Omphalodes beschrieben.
- Fleisch
Sehr dünn und zart. Geruch und Geschmack sind in den ausgewerteten Beschreibungen keine belastbaren Trennmerkmale.
- Sporen und Asci
Die Monografie „Pilze der Schweiz“ (1984) nennt 15–17 × 10–11,5 µm: breit elliptisch, glatt und farblos, ohne Öltropfen. Kaya et al. (2016) messen 15–16 × 10–11 µm. Achtsporige Asci ohne blaue Jodreaktion; Messreihen und Reifezustand gemeinsam beurteilen.
Becher, Rand und Sporen zusammen prüfen
Übersicht und Makroaufnahme des Belags dokumentieren. Den hellen Filz nicht als alleinigen Artbeweis werten. Für die Trennung ähnlicher Feuerbecherlinge reife Sporen messen und den Becherrand mikroskopisch prüfen.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · 2., korrigierte Auflage, Nr. 117, Druck S. 120, S1.pdf PDF-S. 119: P. domesticum, Vergleich mit P. omphalodes, belegte Schweizer Kollektionen. Vergleichsart Geopyxis carbonaria: Nr.100, Druck S.110, PDF-S.109 ebenfalls direkt gelesen. · eingesehen 13.10.2026
Contributions to Turkish Pyronemataceae from Gaziantep Province (2016)
A. Kaya, Y. Uzun & S. Karacan · Turkish Journal of Botany 40: 298–307, Artabschnitt 3.1.9, S. 303; Volltext gelesen. Belege K.10219 und K.10703. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Fruchtkörper
Fruchtschicht
Ansatz und Myzel
Fleisch
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Saprobiontischer Pionier an Brandstellen. Brandstellen und erhitzter Boden. Auf verbranntem Boden und Asche an Brandstellen, oft als früher Besiedler. Schweizer Belege bestätigen das Vorkommen in Mitteleuropa, mit Funden über das Jahr. Die Ausbildung von Fruchtkörpern hängt wesentlich von geeigneten Brandstellen und Feuchte ab.
Quellen zum Lebensraum
Ähnliche Arten.
Ebenfalls dichte orange Beläge an Brandstellen. In der Schweizer Bearbeitung mit kleineren und schmaleren Sporen. Reife Sporen und Becherrand prüfen; der helle Myzelfilz trennt nicht zuverlässig.
Bildet deutlich größere, einzeln erkennbare Becher mit kurzem Stiel statt eines Belags aus winzigen, sitzenden Fruchtkörpern.
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Größere Sporen, gleiche Brandstelle
Die Schweizer Monografie nennt für P. omphalodes 11–15 × 6,5–8,5 µm. P. domesticum besitzt dort vor allem breitere Sporen. Die Bereiche und Randstrukturen zusammen prüfen; weißes Myzel allein genügt nicht.
Quellen
Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · 2., korrigierte Auflage, Nr. 117, Druck S. 120, S1.pdf PDF-S. 119: P. domesticum, Vergleich mit P. omphalodes, belegte Schweizer Kollektionen. Vergleichsart Geopyxis carbonaria: Nr.100, Druck S.110, PDF-S.109 ebenfalls direkt gelesen. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Frühe Fruchtkörper im Versuch
Bruns und Kollegen beobachteten P. domesticum bereits 17 Tage nach dem experimentellen Brand an der Oberfläche eines Pyrokosmos. Das ist ein konkreter Laborbefund und keine feste Wartezeit, nach der jeder natürliche Brandplatz besiedelt sein muss.
Quellen
A simple pyrocosm for studying soil microbial response to fire reveals a rapid, massive response by Pyronema species (2020)
T. D. Bruns, J. A. Chung, A. A. Carver & S. I. Glassman · PLOS ONE 15: e0222691; Ergebnisse und Abbildung 3 mit Legende direkt gelesen: OTU 7, Fruchtkörper P. domesticum im Pyrokosmos. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Verkohltes Material kann als Kohlenstoffquelle dienen
Fischer und Kollegen wiesen bei einem Isolat im Labor die Nutzung von pyrogenem organischem Material nach; markierter Kohlenstoff erschien im freigesetzten CO₂. Das erklärt einen möglichen Vorteil nach Feuer, begründet aber keine Mykorrhizabindung an die verwendete Baumart.
Quellen
Pyrolyzed Substrates Induce Aromatic Compound Metabolism in the Post-fire Fungus, Pyronema domesticum (2021)
M. S. Fischer, F. G. Stark, T. D. Berry, N. Zeba, T. Whitman & M. F. Traxler · Frontiers in Microbiology 12: 729289; Abstract, Methoden und Ergebnisse zu Isolat DOB7353, Transkriptom und 13C-markiertem pyrogenem Substrat gelesen. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Messwerte bleiben ihren Quellen zugeordnet
„Pilze der Schweiz“ nennt Asci von 170–200 × 13–14 µm; der türkische Fundbericht beschreibt 150–160 × 12–15 µm. Solche Unterschiede werden nicht zu einem scheinbar einheitlichen Messwert zusammengeschoben.
Quellen
Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · 2., korrigierte Auflage, Nr. 117, Druck S. 120, S1.pdf PDF-S. 119: P. domesticum, Vergleich mit P. omphalodes, belegte Schweizer Kollektionen. Vergleichsart Geopyxis carbonaria: Nr.100, Druck S.110, PDF-S.109 ebenfalls direkt gelesen. · eingesehen 13.10.2026
Contributions to Turkish Pyronemataceae from Gaziantep Province (2016)
A. Kaya, Y. Uzun & S. Karacan · Turkish Journal of Botany 40: 298–307, Artabschnitt 3.1.9, S. 303; Volltext gelesen. Belege K.10219 und K.10703. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Pyronema domesticum
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschGroßsporiger Feuerbecherling
Namensbeleg
GBIF · sprachmarkierter Namensbeleg mit geprüftem Quelltaxon · Abgerufen: 13.10.2026
NiederländischGrootsporig kuddeschijfje
Namensbeleg
GBIF · sprachmarkierter Namensbeleg mit geprüftem Quelltaxon · Abgerufen: 13.10.2026
DänischDunet askebæger
Namensbeleg
GBIF · sprachmarkierter Namensbeleg mit geprüftem Quelltaxon · Abgerufen: 13.10.2026
NorwegischFinhåret bråtebeger
Namensbeleg
GBIF · sprachmarkierter Namensbeleg mit geprüftem Quelltaxon · Abgerufen: 13.10.2026
Sprachform: Bokmål.
TschechischOhnivka domácí
Namensbeleg
GBIF · sprachmarkierter Namensbeleg mit geprüftem Quelltaxon · Abgerufen: 13.10.2026
UngarischKözönséges tűznyomcsészegomba
Namensbeleg
GBIF · sprachmarkierter Namensbeleg mit geprüftem Quelltaxon · Abgerufen: 13.10.2026
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Englisch
- Französisch
- Spanisch
- Italienisch
- Rumänisch
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- Schwedisch
- Finnisch
- Polnisch
- Slowenisch
- Kroatisch
- Serbisch
- Russisch
- Chinesisch
- Japanisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 13.10.2026.
Name & Veröffentlichung
Registerangaben abgeglichen · Erfasst 18.10.2026. Der Status beschreibt den Datenbankabgleich, keine unabhängige Prüfung der Originalpublikation oder des Artkonzepts.
- Name im Porträt
- Pyronema domesticum
- Mykolog-Autorzitat bei der Erfassung
- (Sowerby) Sacc.
- Herkunft des erfassten Zitats
- Autorzitat des Porträts
- Autorzitat laut Index Fungorum
- (Sowerby) Sacc. · Namensdatensatz 229199
- Veröffentlichung des Basionyms laut Register
- Peziza domestica Sowerby
Col. fig. Engl. Fung. Mushr. 3(no. 24): tab. 351 (1802) · Veröffentlichungsangabe im Namensregister - Sanktionierungsautor laut Register
- Fr.
Autorenabkürzungen
Publikationsangaben nach Index Fungorum; Autorenauflösungen nach IPNI. Originalseiten wurden für diese Darstellung nicht unabhängig geprüft.
Fundmeldungen im Jahresverlauf.
Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.
Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.
Kleine namensbezogene Meldungsstatistik; keine flächendeckende Verbreitungskarte und keine unabhängige Nachbestimmung sämtlicher Einzelfunde. Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.
Einordnung & Datengrundlage
Meldungen sind keine Prognose.
Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.
Was wurde ausgewählt?
Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 13.10.2026.
Exakte GBIF-AbfrageMonats- und Länderwerte ansehen
| Monat | Datensätze |
|---|---|
| Jan | 0 |
| Feb | 0 |
| Mär | 0 |
| Apr | 2 |
| Mai | 2 |
| Jun | 3 |
| Jul | 0 |
| Aug | 2 |
| Sep | 2 |
| Okt | 1 |
| Nov | 0 |
| Dez | 0 |
| Land | Datensätze |
|---|---|
| Deutschland | 1 |
| Österreich | 0 |
| Schweiz | 10 |
| Tschechien | 0 |
| Polen | 1 |
| Slowakei | 0 |
| Ungarn | 0 |
| Slowenien | 0 |
| Liechtenstein | 0 |
| Luxemburg | 0 |
Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.
Aggregierte Werte als CSV herunterladenHerkunft & Lizenzen · 4 beitragende Datensätze
Daten über GBIF.org. 0 Meldungen unter CC0 1.0, 12 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.
- Swiss National Fungi Databank · 9 Datensätze
Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ) · 1 Datensatz
Kujawa A (2022). Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ). Version 1.4. Polish Mycological Society. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/4a38vf accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - iNaturalist Research-grade Observations · 1 Datensatz
iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - NABU|naturgucker · 1 Datensatz
naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 13.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich
Ergebnis dieser Runde: Eigenständige Quellensynthese mit expliziten Artkonzeptgrenzen; keine unabhängige Nachbestimmung sämtlicher Foto- und Fundbelege.
Umfang: Gelesene Monografiepassagen, primäre Fundberichte beziehungsweise Experimente; Namen, Fotos und regionale Meldungen separat geprüft.
Erneut herangezogene Quellen
Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · 2., korrigierte Auflage, Nr. 117, Druck S. 120, S1.pdf PDF-S. 119: P. domesticum, Vergleich mit P. omphalodes, belegte Schweizer Kollektionen. Vergleichsart Geopyxis carbonaria: Nr.100, Druck S.110, PDF-S.109 ebenfalls direkt gelesen. · eingesehen 13.10.2026
Contributions to Turkish Pyronemataceae from Gaziantep Province (2016)
A. Kaya, Y. Uzun & S. Karacan · Turkish Journal of Botany 40: 298–307, Artabschnitt 3.1.9, S. 303; Volltext gelesen. Belege K.10219 und K.10703. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Pyronema domesticum · abgeglichen am 13.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984)
Seite: PDF-S. 119
- Contributions to Turkish Pyronemataceae from Gaziantep Province (2016)
- A simple pyrocosm for studying soil microbial response to fire reveals a rapid, massive response by Pyronema species (2020)
- Pyrolyzed Substrates Induce Aromatic Compound Metabolism in the Post-fire Fungus, Pyronema domesticum (2021)
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen1 Datenabgleich · Bildnachweise · Namensabgleich
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich