Biber-Zähling
Lentinellus castoreus
Verwandte Zählinge sorgfältig abgrenzen. Die Abgrenzung zu L. ursinus wurde unterschiedlich gehandhabt. Eine braune Hutoberseite oder gezähnte Lamellen allein sichern die Art nicht.
Quellen zum Speisewert
Die Österreichische Mykologische Gesellschaft führt den Biber-Zähling als ungenießbar.
Ein seitlich am Holz ansitzender Zähling mit fächerförmigem Hut und fein gesägten Lamellenschneiden. Der Filzige Zähling ist sehr ähnlich; Behaarung, Mikromerkmale und das verwendete Artkonzept müssen zusammenpassen.

Fächerförmige Hüte und dicht stehende Lamellen
Artzuordnung nach der verlinkten Bildquelle; keine unabhängige Untersuchung des fotografierten Belegs. Bei Artkomplexen ist die im Text erläuterte Abgrenzung zu beachten.
Nina Filippova · CC BY 4.0 · iNaturalist · CC BY 4.0 · Original

Ockerbraune Hüte und fein gezähnelte Lamellenschneiden
Artzuordnung nach der verlinkten Bildquelle; keine unabhängige Untersuchung des fotografierten Belegs. Bei Artkomplexen ist die im Text erläuterte Abgrenzung zu beachten.
This image was created by user Ron Pastorino (Ronpast) at Mushroom Observer, a source for mycological images.You can contact this user here. · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Original

Seitlich angewachsene Hüte am Holzsubstrat
Artzuordnung nach der verlinkten Bildquelle; keine unabhängige Untersuchung des fotografierten Belegs. Bei Artkomplexen ist die im Text erläuterte Abgrenzung zu beachten.
Nina Filippova · CC BY 4.0 · iNaturalist · CC BY 4.0 · Original
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Etwa 3–12 cm breit, zunächst zungen-, später fächerförmig. Hell beigebraun bis rötlich- oder dunkelbraun, glatt bis fein weißlich filzig; zur Ansatzstelle zusammengezogen.
- Lamellen
Hell, schmal und gedrängt, mit fein gezähnten bis gesägten Schneiden. Dieses Merkmal ist unter Vergrößerung oft deutlicher als in der Gesamtansicht.
- Stiel
Kein ausgeprägter freier Stiel. Die seitlich verengte Ansatzstelle kann sich ins Holz hinein fortsetzen; mehrere Hüte wachsen oft dachziegelig übereinander.
- Fleisch
Dünnes bis zähes Gewebe. Geruch meist wenig auffällig. Die in der Literatur widersprüchlichen Geschmacksangaben sind kein verlässliches Trennmerkmal.
- Sporen
Etwa 3,5–4,5 × 2,5–3,5 µm, elliptisch bis eiförmig, fein warzig bis stachelig. Schwach amyloides Sporenornament und deutlich , knotig verdickte Skeletthyphen gehören zur Merkmalskombination.
Mehrere Merkmale zusammen prüfen
Die Lamellenschneiden mit einer Lupe ansehen und die Behaarung vom Ansatz bis zum Hutrand erfassen. Eine Geschmacksprobe ist zur Bildbestimmung weder nötig noch geeignet.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Funga Nordica (2008) · Lentinellus
H. Knudsen · Druck S. 81–83; Sammel-PDF S. 561: Schlüssel zu L. castoreus und L. ursinus. · eingesehen 13.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 3
G. J. Krieglsteiner; A. Gminder; bei Band 2 außerdem W. Winterhoff · Druck S. 10–11, gp3-chunk001.pdf: als Lentinellus ursinus var. castoreus behandelt. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Lebensweise & Standort
Holzzersetzender Pilz. Totes oder absterbendes Laub- und Nadelholz. An lebendem, absterbendem oder kürzlich abgestorbenem Holz, im nordischen Schlüssel besonders an Fichte, Birke und Pappel. Meist Spätsommer bis Herbst. Die Regionalmonografie dokumentiert auch Hainbuche.
Holz & besiedelte Gehölze · Beispiele
- Birken
- Hainbuchen
- Pappeln
- Fichten
Quellen zum Lebensraum
Ökologie und Jahreszeit
Funga Nordica (2008) · Lentinellus · Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 3
Die Symbole zeigen Beispiele besiedelten Holzes. Sie stehen nicht für Mykorrhizapartner; die Auswahl ist keine vollständige Substratliste.
Icons: Blatt & NadelÄhnliche Arten.
Typischerweise stärker bräunlich wollig, später mit breiteren Lamellen und stärker amyloidem Sporenornament. Die Unterschiede müssen gemeinsam geprüft werden.
Ebenfalls büschelig am Holz. Unter anderem die Gewebereaktion und Struktur der Skeletthyphen unterscheiden sich im Schlüssel.
Kleiner und kurz seitlich gestielt; die Lamellenschneiden besitzen nicht dieselbe fein gesägte Ausprägung.
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Die Schneiden sind das sichtbare Detail
Die kleinen Zähne sitzen an den Lamellenrändern. Sie unterscheiden die Zählinge von vielen anderen seitlich gestielten Holzpilzen, aber nicht jede Zählingart voneinander.
Quellen
Funga Nordica (2008) · Lentinellus
H. Knudsen · Druck S. 81–83; Sammel-PDF S. 561: Schlüssel zu L. castoreus und L. ursinus. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Die Behaarung verändert sich
Hutfilz und chemische Gewebereaktionen können mit Alter und Zustand variieren. Mehrere Entwicklungsstadien sind deshalb hilfreicher als ein einzelner alter Hut.
Quellen
Biological Species Concepts in Eastern North American Populations of Lentinellus
A. N. Miller & A. S. Methven · Mycologia 92 (2000): 792 ff.; Einleitung zu variablen Haar- und Amyloidmerkmalen im L.-ursinus-Komplex gelesen. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Die Literatur fasst die Grenze unterschiedlich
Die Regionalmonografie behandelt castoreus als Varietät von L. ursinus; Funga Nordica trennt ihn als Art. Diese unterschiedliche Auffassung bleibt bei älteren Fundnamen sichtbar.
Quellen
Funga Nordica (2008) · Lentinellus
H. Knudsen · Druck S. 81–83; Sammel-PDF S. 561: Schlüssel zu L. castoreus und L. ursinus. · eingesehen 13.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 3
G. J. Krieglsteiner; A. Gminder; bei Band 2 außerdem W. Winterhoff · Druck S. 10–11, gp3-chunk001.pdf: als Lentinellus ursinus var. castoreus behandelt. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Lentinellus castoreus
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschBiber-Zähling
Namensbeleg
Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur · Abgerufen: 13.10.2026
NorwegischBeversagsopp
Namensbeleg
Nationaler Taxon-Datensatz über GBIF · über GBIF · Abgerufen: 13.10.2026
Sprachform: Bokmål.
Trivialnamen am exakt abgeglichenen Artdatensatz; ausschließlich Namensbeleg.
Hier belegt: beversagsopp.
Catalogue of Life · 13.10.2026
Trivialnamen am exakt abgeglichenen Artdatensatz; ausschließlich Namensbeleg.
Hier belegt: beversagsopp.
Zuordnung der Quelle: Lentinellus castoreus.
SchwedischBävermussling
Namensbeleg
Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 13.10.2026
Trivialnamen am exakt abgeglichenen Artdatensatz; ausschließlich Namensbeleg.
Hier belegt: bävermussling.
Catalogue of Life · 13.10.2026
Trivialnamen am exakt abgeglichenen Artdatensatz; ausschließlich Namensbeleg.
Hier belegt: bävermussling.
Zuordnung der Quelle: Lentinellus castoreus.
FinnischKarvasahaheltta
Namensbeleg
The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 13.10.2026
Trivialnamen am exakt abgeglichenen Artdatensatz; ausschließlich Namensbeleg.
Hier belegt: karvasahaheltta.
Catalogue of Life · 13.10.2026
Trivialnamen am exakt abgeglichenen Artdatensatz; ausschließlich Namensbeleg.
Hier belegt: karvasahaheltta.
Zuordnung der Quelle: Lentinellus castoreus.
TschechischHoužovec bobří
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 13.10.2026
Trivialnamen am exakt abgeglichenen Artdatensatz; ausschließlich Namensbeleg.
Hier belegt: houžovec bobří.
UngarischBársonyos fűrészgomba
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 13.10.2026
Trivialnamen am exakt abgeglichenen Artdatensatz; ausschließlich Namensbeleg.
Hier belegt: Bársonyos fűrészgomba.
RussischПилолистничек бобровый
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 13.10.2026
Trivialnamen am exakt abgeglichenen Artdatensatz; ausschließlich Namensbeleg.
Hier belegt: Пилолистничек бобровый.
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Englisch
- Niederländisch
- Französisch
- Spanisch
- Italienisch
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- Rumänisch
- Dänisch
- Polnisch
- Slowenisch
- Kroatisch
- Serbisch
- Chinesisch
- Japanisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 13.10.2026.
Name & Veröffentlichung
Registerangaben abgeglichen · Erfasst 18.10.2026. Der Status beschreibt den Datenbankabgleich, keine unabhängige Prüfung der Originalpublikation oder des Artkonzepts.
- Name im Porträt
- Lentinellus castoreus
- Mykolog-Autorzitat bei der Erfassung
- (Fr.) Kühner & Maire
- Herkunft des erfassten Zitats
- Autorzitat des Porträts
- Autorzitat laut Index Fungorum
- (Fr.) Kühner & Maire · Namensdatensatz 251322
- Veröffentlichung des Basionyms laut Register
- Lentinus castoreus Fr.
Epicrisis Systematis Mycologici: 395 (1838) · Veröffentlichungsangabe im Namensregister
- Porträt und verknüpfter Registereintrag zitieren die Autoren unterschiedlich.
Erfassungsnotiz (18.10.2026; damaliger Datenstand): Der verknüpfte Registereintrag zitiert „Lentinellus castoreus (Fr.) Konrad & Maubl.“ (weicht auch von Index Fungorum ab).
Autorenabkürzungen
Publikationsangaben nach Index Fungorum; Autorenauflösungen nach IPNI. Originalseiten wurden für diese Darstellung nicht unabhängig geprüft.
Warum hier keine Kurve steht.
Das Porträt folgt Lentinellus castoreus nach Funga Nordica. Unterschiedliche historische Abgrenzungen gegenüber L. ursinus lassen sich durch einen identischen Datenbanknamen allein nicht auflösen.
Das bedeutet weder null Fundmeldungen noch fehlendes Vorkommen.
Exakte regionale GBIF-Abfrage · Taxonomischer Namensabgleich
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 13.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich
Ergebnis dieser Runde: Ausgewählte Quellenstellen abgeglichen; Bild- und Integrationsprüfung separat dokumentiert.
Umfang: Artpassagen, Merkmale, Vergleichsarten und Quellenabweichungen.
Erneut herangezogene Quellen
Funga Nordica (2008) · Lentinellus
H. Knudsen · Druck S. 81–83; Sammel-PDF S. 561: Schlüssel zu L. castoreus und L. ursinus. · eingesehen 13.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 3
G. J. Krieglsteiner; A. Gminder; bei Band 2 außerdem W. Winterhoff · Druck S. 10–11, gp3-chunk001.pdf: als Lentinellus ursinus var. castoreus behandelt. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Lentinellus castoreus · abgeglichen am 13.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Funga Nordica (2008) · Lentinellus
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 3
- Biological Species Concepts in Eastern North American Populations of Lentinellus
- Speisewert von Pilzen · Lentinellus castoreus
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen1 Datenabgleich · Bildnachweise · Namensabgleich
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich