Knolliger Risspilz
Inosperma cookei
Giftig (ÖMG: Muscarin; Pilze der Schweiz; DGfM, VAPKO: Risspilze pauschal); laut Literaturauswertung 2013 ohne Muscarin. Muscarinhaltige Risspilze sehen ähnlich aus. Keine Verzehrfreigabe.
Einordnung & Quellen
Ausführliche Einordnung
Die ÖMG führt die Art als giftig (Muscarin), Pilze der Schweiz als giftig; die DGfM ordnet Risspilze der Gattungen Inocybe und Inosperma pauschal dem Muskarin- oder Psilocybin-Syndrom zu, die VAPKO-Giftpilzliste führt alle Inocybe-Arten. Eine Literaturauswertung (Kosentka et al. 2013) zählt I. cookei dagegen zu den Arten ohne Muscarin.
Giftig · Wirkstoff unsicher. Von der ÖMG und in Pilze der Schweiz als giftig eingestuft; eine Literaturauswertung von 2013 zählt die Art dagegen zu den Risspilzen ohne Muscarin. Muscarinhaltige Risspilze wie Rissiger und Ziegelroter Risspilz sind ohne Stielbasis, Geruch und Mikroskop nicht sicher abzugrenzen. Keine Verzehrfreigabe.
Ein mittelgroßer, stroh- bis ockergelber Risspilz mit gebuckeltem, radialfaserigem Hut und weißlicher, oft gerandeter Knolle an der Stielbasis. Er wächst als Mykorrhizapilz bei Laub- und Nadelbäumen; der Geruch wird meist als honigartig beschrieben.

Aufrechter Fruchtkörper in Laubstreu: Hut stroh- bis ockergelb, radialfaserig, mit orange getöntem Buckel; Stiel gelbbräunlich, an der Basis eine weiße, deutlich gerandete Knolle. Links zwei weitere Fruchtkörper, umgelegt bzw. angehoben. Birketveit (Grimstad), Südnorwegen, 3. September 2016.
Südnorwegischer Fund, nicht Mitteleuropa; frei lizenzierte Fotos aus Mitteleuropa waren nicht zu finden. Der Fund ist bei Artsobservasjoner nicht validiert; bestimmt hat die Fotografin (laut Fundmeldung mikroskopiert), nicht unabhängig geprüft. Die Knolle ist freigelegt; ob der Fruchtkörper unverändert am Wuchsort steht, ist nicht sicher. Die Hutmitte ist orange getönt; eine Abgrenzung von I. kuthanii (eher orangebräunliche Hutmitte, mehliger Geruch) ist am Foto nicht möglich, der Geruch nicht prüfbar.
© Inger-Lise Fonneland, CC BY 4.0, via Artsobservasjoner (Artsdatabanken) · CC BY 4.0 · Original

Vier herausgenommene Fruchtkörper auf Laub- und Nadelstreu: ockergelbe, radialfaserige Hüte (rechts jung glockig mit Buckel), graubeige Lamellen mit hellen Schneiden, weißliche bis gelbliche Stiele mit weißen, teils erdbehafteten Knollen. Hasseltangen (Grimstad), Südnorwegen, 22. August 2015.
Für das Foto nebeneinandergelegt. Die Knollen sind teils mit Erde bedeckt; der Rand ist am dritten Fruchtkörper von links am deutlichsten. Der linke Stiel ist auffällig orangebräunlich überlaufen. Südnorwegischer Fund, bei Artsobservasjoner nicht validiert; bestimmt von der Fotografin (laut Fundmeldung mikroskopiert), nicht unabhängig geprüft.
© Inger-Lise Fonneland, CC BY 4.0, via Artsobservasjoner (Artsdatabanken) · CC BY 4.0 · Original

Mehrere Fruchtkörper am Waldweg ausgelegt: zwei Hüte von oben, strohgelb, fein radialfaserig mit breitem, flachem Buckel; dazwischen ein liegender Fruchtkörper mit graubeigen Lamellen und weißlichem Stiel, der in eine weiße, erdbehaftete Knolle ausläuft. Githmark (Lillesand), Südnorwegen, 3. August 2023.
Für das Foto ausgelegt. Die Knolle ist teils mit Erde bedeckt, ihr Rand nur ansatzweise zu sehen. Südnorwegischer Fund, bei Artsobservasjoner nicht validiert; die Fotografin gibt Sporen 7,5–9 × 4,5–5 µm, keulige Cheilozystiden, fehlende Pleurozystiden und Honiggeruch an (nicht unabhängig geprüft).
© Inger-Lise Fonneland, CC BY 4.0, via Artsobservasjoner (Artsdatabanken) · CC BY 4.0 · Original
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Hut meist 2–5 cm, jung kegelig bis glockig mit eingebogenem Rand, später flach gewölbt mit deutlichem, breitem . Stroh-, ocker- bis honiggelb; in der Mitte glatt, nach außen radialfaserig bis rissig, jung bisweilen mit weißlichen am Scheitel.
- Unterseite
jung hell graubraun bis graubeige, später erdbraun; stark und schmal , Schneiden weißflockig.
- Stiel & Basis
Stiel 3–6(–8) cm × 3–8 mm, zylindrisch und voll, jung weißlich, bald gelblich bis hell gelbbräunlich überlaufen, Spitze fein flockig. An der Basis eine weißliche, deutliche und oft gerandete Knolle; manche Darstellungen beschreiben sie als abgerundet.
- Fleisch
Fleisch weißlich bis hell cremeweiß, dünn. Geruch schwach honigartig, besonders beim Antrocknen; auch als fruchtig bis spermatisch beschrieben.
- Sporenpulver
olivbraun. Sporen glatt, elliptisch bis bohnenförmig, in der nordischen Bearbeitung und im europäischen Schlüssel 7–9 × 4–5 µm. Cheilozystiden dünnwandig, blasig-keulig bis birnenförmig, ohne Kristallschopf; Pleurozystiden fehlen.
Stielbasis vollständig ausgraben
Der Stiel sollte mit der ganzen Basis entnommen werden: Eine weißliche, mehr oder weniger gerandete Knolle unterscheidet ihn von den meist knollenlosen Arten um den Rissigen Risspilz. Ein honigartiger Geruch, vor allem beim Antrocknen, stützt die Bestimmung, wird aber auch als fruchtig bis spermatisch beschrieben und ist kein sicheres Einzelmerkmal. Sicher abgrenzen lässt sich die Art mit Sporen und Zystiden; die Prüfung ist keine Verzehrfreigabe.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Pilze der Schweiz · Band 5: Blätterpilze 3. Teil (2000)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 48, PDF-S. 47: Nr. 12 Inocybe (Inocibium) cookei Bres., „Knolliger Risspilz“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen, Fund Mühlau AG 21. August 1982 (Mischwald bei Picea und Fagus), Geniessbarkeitssymbol ✚ (Umriss). Gedruckte S. 74, PDF-S. 73: Nr. 49 I. quietiodor („Unangenehmriechender Risspilz“), Bemerkung zur Verwechslung mit I. cookei. Gedruckte S. 76, PDF-S. 75: Nr. 53 I. rimosa var. rimosa (Hut ockergelb, strohfarben bis ockerbraun, mit ± spitzem Buckel). · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 5 (2010) – 5.16 Inocybe cookei
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 393–394, PDF-S. 394–395: 5.16 Inocybe cookei Bresadola 1892, „Knolliger Risspilz“ – Morphologie (Hut 2–6 cm, Stiel 3–6(8) × 0,3–0,8 cm, Basis deutlich knollig, ± auffällig gerandet; Geruch schwach honigartig, vor allem beim Eintrocknen; Sporen 7–9(9,5) × 4–5,5 µm; Cheilozystiden blasig-keulig 25–45 × 10–20 µm), Variabilität (var. kuthanii), Ökologie mit Pflanzengesellschaften und Böden, Mykorrhiza-Partner mit Fundzahlen, Phänologie (Mai 1, Jun 1, Jul 13, Aug 32, Sep 45, Okt 40), Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026
Funga Nordica (2008) · Inocybe – I. cookei und Nachbararten
S. Jacobsson, in H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.) · Gedruckte S. 874–875, MycoKey-PDF-S. 489–490: Punkte 9–14 – I. erubescens (weißlich, langsam ziegelrot; Hut 40–100 mm; Sporen 10–14 × 5,5–7,5 µm; Kalkboden, Laubwälder und Parks; Sommer), I. maculata (Hut kastanien- bis ockerbraun mit weißen Velumflecken; Sporen 8–12 × 5–6,5 µm), I. cookei (Geruch nach Honig; Sporen 7–9 × 4–5 µm, bohnenförmig; Hut 20–50 mm, stroh- bis ockergelb; Lamellen grau bis ocker ohne Olivton; Stiel 25–80 × 3–8 mm, knollig; Cheilozystiden 25–45 × 12–20 µm, birnenförmig; Laub- und Mischwälder; Sommer bis Herbst) und I. quietiodor (Geruch nach Lactarius quietus; Sporen 8–11 × 5,5–6,5 µm; makroskopisch I. cookei ähnlich). · eingesehen 18.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Key J (Pseudosperma und Inosperma), Key A und Geruchsübersicht
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 418, PDF-S. 419: Geruchsübersicht („honey-like“: Pseudosperma melliolens, P. permelliolens, Inosperma kuthanii, I. cookei). Gedruckte S. 468–472, PDF-S. 469–473: Key J, Punkt 15 (I. maculatum), 19 (I. kuthanii: Hutmitte zimt- bis orangebraun, Sporen 8,5–9,5 × 4,4–5,5 µm), 25–29 (Geruch honigartig u. a., Stiel meist mit gerundeter Knolle, Cheilozystiden breit keulig bis birnenförmig; 26 I. quietiodor; 29 I. cookei: Hut 20–50 mm, blass lederfarben bis zimtlederfarben, jung teils mit weißlichen Velumflocken; Sporen 7–9 × 4–5 µm; Cheilozystiden 25–45 × 12–20 µm; Laub- und Mischwälder; häufig), Punkt 30 (Geruch unbedeutend oder spermatisch, Stiel normalerweise ohne Knolle) und 35 (Pseudosperma rimosum: Cheilozystiden im Mittel über 55 µm, Sporen 9,5–13 × 6–7,5 µm). Gedruckte S. 420, PDF-S. 421: Key A, Punkt 8 (I. erubescens: Hut 40–80 mm, Sporen 10–14 × 5,5–7,5 µm, Laubwälder und Parks, „typically late spring“). Punkt 29 nennt die Cheilozystiden von I. cookei „± broad-necked bottle-shaped“, Punkt 25 die der Gruppe „broadly club- to pear-shaped“. · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Hut
- Pilze der Schweiz · Band 5: Blätterpilze 3. Teil (2000)
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 5 (2010) – 5.16 Inocybe cookei
- Funga Nordica (2008) · Inocybe – I. cookei und Nachbararten
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Key J (Pseudosperma und Inosperma), Key A und Geruchsübersicht
Unterseite
Stiel & Basis
Fleisch
Sporenpulver
- Pilze der Schweiz · Band 5: Blätterpilze 3. Teil (2000)
- Funga Nordica (2008) · Inocybe – I. cookei und Nachbararten
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 5 (2010) – 5.16 Inocybe cookei
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Key J (Pseudosperma und Inosperma), Key A und Geruchsübersicht
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Lebensweise & Standort
Mykorrhizapilz von Laub- und Nadelbäumen. Laub- & Nadelwälder, Parks, Waldweg- und Straßenränder. Mykorrhizapilz bei Laub- und Nadelbäumen, besonders Buche und Fichte, auch Birke, Hasel und Eiche. In Buchen-, Buchen-Tannen- und Eichen-Hainbuchenwäldern, Fichtenforsten, Parks und auch an Waldweg- und Straßenrändern, auf neutralen bis basischen, mäßig bis gut nährstoffversorgten Lehmböden. Meist Juli bis Oktober, selten schon ab Mai.
Mykorrhizapartner · Beispiele
- Birken
- Buchen
- Eichen
- Haseln
- Fichten
Fundmeldungen im Jahreslauf
Die meisten Fundmeldungen: August bis September. Alle Monatswerte
Quellen zum Lebensraum
Ökologie & Lebensraum
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 5 (2010) – 5.16 Inocybe cookei · Pilze der Schweiz · Band 5: Blätterpilze 3. Teil (2000) · Funga Nordica (2008) · Inocybe – I. cookei und Nachbararten · Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, © 2014) – Strohgelber Rißpilz · Taxonomy and evolutionary relationships within species of section Rimosae (Inocybe) based on ITS, LSU and mtSSU sequence data (2009)
Die Auswahl ist keine vollständige Wirtsliste. Ein Fund neben einem Baum beweist allein keine Partnerschaft. Die Blattformen stehen beispielhaft für die beschriftete Baumgruppe.
Icons: Blatt & NadelÄhnliche Arten.
Gefährliche Verwechslungen
Hut mit eher spitzem Buckel, lederfarben bis strohgelb, deutlich radial einreißend; Stielbasis normalerweise ohne Knolle, Geruch unauffällig bis spermatisch. Sporen mit 9,5–13 × 6–7,5 µm deutlich länger, Cheilozystiden im Mittel über 55 µm lang. Die DGfM ordnet ihn dem Muskarin-Syndrom zu. Ohne vollständige Stielbasis und Mikroskop nicht sicher trennbar.
Größer (Hut 4–10 cm), anfangs weißlich und langsam ziegelrot verfärbend, Stiel ohne gerandete Knolle; Sporen 10–14 × 5,5–7,5 µm. Wächst auf Kalkböden bei Laubbäumen und erscheint nach der Schweizer Darstellung schon im Frühjahr und Frühsommer. Die DGfM ordnet ihn dem Muskarin-Syndrom zu.
Quellen
- Funga Nordica (2008) · Inocybe – I. cookei und Nachbararten
- Pilze der Schweiz · Band 5 (2000) – Schlüssel Inocybe, Untergattung Inocibium, und Zeichenerklärung
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Key J (Pseudosperma und Inosperma), Key A und Geruchsübersicht
- DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
Weitere ähnliche Arten
verfügbar
Unangenehmriechender Risspilz
Inosperma quietiodor
Noch kein ArtporträtMakroskopisch sehr ähnlich, ebenfalls mit knolliger Stielbasis. Riecht nach dem Milchling Lactarius quietus oder nach Wanzen statt nach Honig; Sporen größer, 8–11 × 5,5–6,5 µm, kaum bohnenförmig. Auf Kalkböden unter Eiche und Buche; selten und vermutlich übersehen.
verfügbar
Inosperma kuthanii
Noch kein ArtporträtFrüher als Varietät des Knolligen Risspilzes geführt. Hutmitte zimt- bis orangebraun, Rand blass; Sporen 8,5–9,5 × 4,4–5,5 µm, Cheilozystiden nach dem europäischen Schlüssel länger (45–65 µm). Geruch honigartig, beim Trocknen nach der baden-württembergischen Darstellung mehlartig. Selten.
verfügbar
Gefleckter Risspilz
Inosperma maculatum
Noch kein ArtporträtHut kastanien- bis rotbraun, jung mit auffälligen weißen Velumflecken in der Mitte; Sporen 8–12 × 5–6,5 µm. Bei Buche, Eiche und Linde auf Kalk. Die DGfM ordnet ihn dem Muskarin-Syndrom zu. Vom Knolligen Risspilz vor allem durch die braune Hutfarbe getrennt.
Quellen
- Funga Nordica (2008) · Inocybe – I. cookei und Nachbararten
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Key J (Pseudosperma und Inosperma), Key A und Geruchsübersicht
- Pilze der Schweiz · Band 5 (2000) – Schlüssel Inocybe, Untergattung Inocibium, und Zeichenerklärung
- DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Die Knolle entscheidet mit
Eine knollige, meist gerandete Stielbasis führt im Schweizer Schlüssel zur Gruppe um den Knolligen Risspilz, im europäischen Schlüssel zusammen mit einem auffälligen Geruch. Innerhalb der Gruppe trennen Funga Nordica und Fungi of Temperate Europe ihn über den Honiggeruch, Pilze der Schweiz über einen fruchtigen bis spermatischen Geruch und kleinere Sporen. Funde ohne gerandete Knolle müssen nach der Schweizer Darstellung mit den sehr ähnlichen Arten um den Rissigen Risspilz verglichen werden; diese riechen nach dem europäischen Schlüssel meist unauffällig bis spermatisch und haben längere Sporen.
Quellen
Pilze der Schweiz · Band 5: Blätterpilze 3. Teil (2000)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 48, PDF-S. 47: Nr. 12 Inocybe (Inocibium) cookei Bres., „Knolliger Risspilz“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen, Fund Mühlau AG 21. August 1982 (Mischwald bei Picea und Fagus), Geniessbarkeitssymbol ✚ (Umriss). Gedruckte S. 74, PDF-S. 73: Nr. 49 I. quietiodor („Unangenehmriechender Risspilz“), Bemerkung zur Verwechslung mit I. cookei. Gedruckte S. 76, PDF-S. 75: Nr. 53 I. rimosa var. rimosa (Hut ockergelb, strohfarben bis ockerbraun, mit ± spitzem Buckel). · eingesehen 18.10.2026
Pilze der Schweiz · Band 5 (2000) – Schlüssel Inocybe, Untergattung Inocibium, und Zeichenerklärung
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 23, PDF-S. 22: Schlüssel Untergattung Inocibium, Punkte 2–11 (Stielbasis knollig, meist gerandet → I. maculata/I. cookei/I. quietiodor; Stiel zylindrisch → rötende Arten, u. a. I. erubescens „bereits im Frühjahr und Vorsommer“). Gedruckte S. 19, PDF-S. 18: Bewertung der Geniessbarkeit (Umrisskreuz = „giftiger Pilz, verursacht ernsthafte Gesundheitsstörungen“, nach VAPKO-Richtlinien). · eingesehen 18.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Key J (Pseudosperma und Inosperma), Key A und Geruchsübersicht
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 418, PDF-S. 419: Geruchsübersicht („honey-like“: Pseudosperma melliolens, P. permelliolens, Inosperma kuthanii, I. cookei). Gedruckte S. 468–472, PDF-S. 469–473: Key J, Punkt 15 (I. maculatum), 19 (I. kuthanii: Hutmitte zimt- bis orangebraun, Sporen 8,5–9,5 × 4,4–5,5 µm), 25–29 (Geruch honigartig u. a., Stiel meist mit gerundeter Knolle, Cheilozystiden breit keulig bis birnenförmig; 26 I. quietiodor; 29 I. cookei: Hut 20–50 mm, blass lederfarben bis zimtlederfarben, jung teils mit weißlichen Velumflocken; Sporen 7–9 × 4–5 µm; Cheilozystiden 25–45 × 12–20 µm; Laub- und Mischwälder; häufig), Punkt 30 (Geruch unbedeutend oder spermatisch, Stiel normalerweise ohne Knolle) und 35 (Pseudosperma rimosum: Cheilozystiden im Mittel über 55 µm, Sporen 9,5–13 × 6–7,5 µm). Gedruckte S. 420, PDF-S. 421: Key A, Punkt 8 (I. erubescens: Hut 40–80 mm, Sporen 10–14 × 5,5–7,5 µm, Laubwälder und Parks, „typically late spring“). Punkt 29 nennt die Cheilozystiden von I. cookei „± broad-necked bottle-shaped“, Punkt 25 die der Gruppe „broadly club- to pear-shaped“. · eingesehen 18.10.2026
Funga Nordica (2008) · Inocybe – I. cookei und Nachbararten
S. Jacobsson, in H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.) · Gedruckte S. 874–875, MycoKey-PDF-S. 489–490: Punkte 9–14 – I. erubescens (weißlich, langsam ziegelrot; Hut 40–100 mm; Sporen 10–14 × 5,5–7,5 µm; Kalkboden, Laubwälder und Parks; Sommer), I. maculata (Hut kastanien- bis ockerbraun mit weißen Velumflecken; Sporen 8–12 × 5–6,5 µm), I. cookei (Geruch nach Honig; Sporen 7–9 × 4–5 µm, bohnenförmig; Hut 20–50 mm, stroh- bis ockergelb; Lamellen grau bis ocker ohne Olivton; Stiel 25–80 × 3–8 mm, knollig; Cheilozystiden 25–45 × 12–20 µm, birnenförmig; Laub- und Mischwälder; Sommer bis Herbst) und I. quietiodor (Geruch nach Lactarius quietus; Sporen 8–11 × 5,5–6,5 µm; makroskopisch I. cookei ähnlich). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Muscarin – widersprüchliche Angaben
Pilze der Schweiz (2000) und die ÖMG führen den Knolligen Risspilz als giftig, die ÖMG mit Muscarin als Giftstoff. Eine Literaturauswertung der Muscarin-Befunde in der Familie (Kosentka et al. 2013) zählt I. cookei dagegen zu den Arten ohne Muscarin, und ein Feldführer nennt ihn essbar, rät aber wegen Verwechslungsgefahr ab. DGfM und VAPKO führen Risspilze pauschal als Giftpilze; eine Quelle für die Einstufung nennt keine der Listen.
Quellen
Pilze der Schweiz · Band 5 (2000) – Schlüssel Inocybe, Untergattung Inocibium, und Zeichenerklärung
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 23, PDF-S. 22: Schlüssel Untergattung Inocibium, Punkte 2–11 (Stielbasis knollig, meist gerandet → I. maculata/I. cookei/I. quietiodor; Stiel zylindrisch → rötende Arten, u. a. I. erubescens „bereits im Frühjahr und Vorsommer“). Gedruckte S. 19, PDF-S. 18: Bewertung der Geniessbarkeit (Umrisskreuz = „giftiger Pilz, verursacht ernsthafte Gesundheitsstörungen“, nach VAPKO-Richtlinien). · eingesehen 18.10.2026
Speisewert von Pilzen — Inocybe cookei
Österreichische Mykologische Gesellschaft · Zeile Inocybe cookei (Synonym dort Inocybe kuthanii; „Strohgelber Risspilz, Knolliger Risspilz“): Speisewert „giftig“, Giftart „Muscarin“. Vergleichszeilen Inocybe erubescens und Inocybe rimosa (giftig, Muscarin). · eingesehen 18.10.2026
Evolution of the toxins muscarine and psilocybin in a family of mushroom-forming fungi (2013)
P. Kosentka, S. L. Sprague, M. Ryberg, J. Gartz, A. L. May, S. R. Campagna & P. B. Matheny · PLoS ONE 8(5): e64646 (PMC3662758). Methoden: Literaturauswertung der Muscarin- und Psilocybin-Befunde in den Inocybaceae (Tabelle S1) plus 30 neue LC-MS/MS-Analysen; Ergebnisse: von zwölf untersuchten Arten der Sektion Cervicolores und der Maculata-Klade nur I. erubescens, I. maculata und I. vinaceobrunnea muscarinpositiv; „I. cookei“ unter den neun Arten der Inosperma-Klade ohne Muscarin; I. rimosa muscarinpositiv. · eingesehen 18.10.2026
Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, © 2014) – Strohgelber Rißpilz
Ewald Gerhardt · Gedruckte S. 298 (laut Register), PDF-S. 694: „Strohgelber Rißpilz, Inocybe cookei Bres.“ – Hut 2–4 cm, stroh- bis olivgelblich, spitz gebuckelt, am Scheitel mit vergänglichen Velumresten; Stiel weißlich-gelblich, Basis mit abgerundetem Knöllchen („anderer Name: Knolliger Rißpilz“); Geruch jung süßlich bis obstig, dann spermatisch; Sporen 7,5–9,5 × 4,5–5,5 µm; VII–X unter Laub- und Nadelbäumen (Birke, Buche, Hasel, Fichte); relativ häufig; „Eßbar, doch wegen Verwechslungsgefahr mit anderen Rißpilzen zu meiden“. · eingesehen 18.10.2026
DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · Stand 01.05.2026 (Dateiname 01.06.2026), S. 5: Inocybe, Inosperma – Risspilze; Einzeleinträge u. a. Inosperma erubescens, Inosperma maculata und Pseudosperma rimosa (Muskarin-Syndrom); I. cookei nicht einzeln; „Inocybe, Inosperma spp. – Risspilze – Muskarin-Syndrom oder Psilocybin-Syndrom“. · eingesehen 18.10.2026
VAPKO · Giftpilzliste – Liste des champignons vénéneux – Lista dei funghi velenosi (Version 10.01.2024)
K. Schenk in Zusammenarbeit mit der VAPKO · S. 1, Abschnitt „Eliminatorische Pilze“, Gruppe: „Inocybe spp. – Alle / tous / tutte“ (Namen nach Breitenbach & Kränzlin, Pilze der Schweiz); I. cookei nicht einzeln genannt. Einzeln: Inocybe erubescens, I. fibrosa. · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Seit 2019 eine eigene Gattung
Eine Sechs-Gen-Phylogenie erhob die frühere Untergattung Inosperma zur Gattung. I. cookei gehört dort zur Maculata-Gruppe, deren Arten oft eigene, nicht spermatische Gerüche haben – beim Knolligen Risspilz nach Honig.
Quellen
Genera of Inocybaceae: new skin for the old ceremony (2020)
P. B. Matheny, A. M. Hobbs & F. Esteve-Raventós · Mycologia 112(1): 83–120 (PMID 31846596). Abstract: Sechs-Gen-Phylogenie der Inocybaceae; Untergattung Inosperma zur Gattung erhoben; 180 Namen in Inosperma, Mallocybe und Pseudosperma neu kombiniert oder beschrieben. · eingesehen 18.10.2026
MycoBank · Inosperma cookei (MB#830358)
MycoBank (IMA / Westerdijk Institute) · MB#830358, Status „Verified“: Inosperma cookei (Bres.) Matheny & Esteve-Rav., Mycologia 112(1): 102 (2019, auf dem Heft 2020); Basionym Inocybe cookei Bres., Fungi Tridentini 2(8–10): 17 (1892); Protolog Matheny, Hobbs & Esteve-Raventós 2020. · eingesehen 17.10.2026
Taxonomy and evolutionary relationships within species of section Rimosae (Inocybe) based on ITS, LSU and mtSSU sequence data (2009)
E. Larsson, M. Ryberg, P.-A. Moreau, A. Delcuse Mathiesen & S. Jacobsson · Persoonia 23: 86–98 (PMC2802730). Ergebnisse: Maculata-Klade mit sechs stark gestützten Arten, darunter I. cookei; Diskussion: Arten der Maculata-Klade mit eigenen, nicht spermatischen Gerüchen, I. cookei nach Honig; Schlüssel (Hut überwiegend gelb, Stiel mit deutlicher Knolle, Geruch nach Honig, Sporen 7–9 × 4–5 µm, Cheilozystiden birnenförmig); untersuchte Belege und Tabelle mit Wirtsangaben (Corylus, Quercus, Fagus, Betula; Schweden, Großbritannien). · eingesehen 18.10.2026
Evolution of the toxins muscarine and psilocybin in a family of mushroom-forming fungi (2013)
P. Kosentka, S. L. Sprague, M. Ryberg, J. Gartz, A. L. May, S. R. Campagna & P. B. Matheny · PLoS ONE 8(5): e64646 (PMC3662758). Methoden: Literaturauswertung der Muscarin- und Psilocybin-Befunde in den Inocybaceae (Tabelle S1) plus 30 neue LC-MS/MS-Analysen; Ergebnisse: von zwölf untersuchten Arten der Sektion Cervicolores und der Maculata-Klade nur I. erubescens, I. maculata und I. vinaceobrunnea muscarinpositiv; „I. cookei“ unter den neun Arten der Inosperma-Klade ohne Muscarin; I. rimosa muscarinpositiv. · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Inosperma cookei
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DeutschKnolliger RisspilzStrohgelber Risspilz
Namensbeleg
Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur (Pilze der Schweiz 5, Nr. 12; GPBW 5; DGfM-Taxonliste; ÖMG; Gerhardt) · Abgerufen: 17.10.2026
EnglischStraw Fibrecap
Namensbeleg
United Kingdom Species Inventory (UKSI) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
NiederländischGladde knolvezelkop
Namensbeleg
Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
FranzösischInocybe à odeur de miel
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
DänischStrågul trævlhat
Namensbeleg
National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
NorwegischGul knolltrevlesopp
SchwedischGultrådingHalmgul trådskivling
Namensbeleg
Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
TschechischVláknice Cookeova
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
SlowenischMedov razcepljenec
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
UngarischGumós susulyka
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
RussischВолоконница Кука
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
Japanischキヌハダトマヤタケ
Namensbeleg
List of local names of fungi in based on Katsumoto (2010) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Spanisch
- Italienisch
- Rumänisch
- Finnisch
- Polnisch
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- Kroatisch
- Serbisch
- Chinesisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 17.10.2026.
Fundmeldungen im Jahresverlauf.
Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.
Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.
Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.
Einordnung & Datengrundlage
Meldungen sind keine Prognose.
Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.
Was wurde ausgewählt?
Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 18.10.2026.
Exakte GBIF-AbfrageMonats- und Länderwerte ansehen
| Monat | Datensätze |
|---|---|
| Jan | 0 |
| Feb | 0 |
| Mär | 0 |
| Apr | 0 |
| Mai | 0 |
| Jun | 1 |
| Jul | 7 |
| Aug | 44 |
| Sep | 78 |
| Okt | 26 |
| Nov | 3 |
| Dez | 0 |
| Land | Datensätze |
|---|---|
| Deutschland | 12 |
| Österreich | 26 |
| Schweiz | 108 |
| Tschechien | 0 |
| Polen | 13 |
| Slowakei | 0 |
| Ungarn | 0 |
| Slowenien | 0 |
| Liechtenstein | 0 |
| Luxemburg | 0 |
Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.
Aggregierte Werte als CSV herunterladenHerkunft & Lizenzen · 6 beitragende Datensätze
Daten über GBIF.org. 2 Meldungen unter CC0 1.0, 157 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.
- Swiss National Fungi Databank · 108 Datensätze
Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 26 Datensätze
Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ) · 13 Datensätze
Kujawa A (2022). Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ). Version 1.4. Polish Mycological Society. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/4a38vf accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - NABU|naturgucker · 9 Datensätze
naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - ArtenFinder · 2 Datensätze
ArtenFinder bei der Stiftung Natur und Umwelt RLP und der Stiftung Naturschutz Berlin. ArtenFinder. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/jnnald accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - iNaturalist Research-grade Observations · 1 Datensatz
iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 19.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich
Ergebnis dieser Runde: Porträt im engen Konzept ohne I. kuthanii angelegt. Der Muscarin-Gehalt ist widersprüchlich belegt (ÖMG: Muscarin; Literaturauswertung 2013: ohne Muscarin); Einstufung „Giftig“ folgt ÖMG, Pilze der Schweiz und den Sammeleinträgen von DGfM und VAPKO. Abweichende Hut-, Sporen- und Knollenangaben getrennt nach Quelle. „Semmelgelber Risspilz“ in keiner gelesenen Quelle gefunden. Keine menschliche Endredaktion.
Umfang: Artpassagen Pilze der Schweiz 5 (Nr. 12, Schlüssel S. 23, Legende S. 19) und GPBW 5 (5.16) am Seitenbild geprüft; Funga Nordica (Inocybe-Schlüssel S. 874–875), Fungi of Temperate Europe (Key J, Geruchsübersicht) und Gerhardt gelesen; Larsson et al. 2009 und Kosentka et al. 2013 gezielt im Volltext, Matheny et al. 2020 als Abstract. Speisewert nach ÖMG und DGfM. Zweite Lesung 18.10.2026: alle Buchstellen (PdS 5, GPBW 5, Funga Nordica, FTE, Gerhardt), DGfM-, VAPKO- und ÖMG-Listen, Kosentka et al. 2013, Larsson et al. 2009, Index Fungorum, GBIF und RLZ erneut geöffnet; Zahlen von PdS Nr. 12 und GPBW 5.16 am Seitenbild.
Erneut herangezogene Quellen
Pilze der Schweiz · Band 5: Blätterpilze 3. Teil (2000)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 48, PDF-S. 47: Nr. 12 Inocybe (Inocibium) cookei Bres., „Knolliger Risspilz“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen, Fund Mühlau AG 21. August 1982 (Mischwald bei Picea und Fagus), Geniessbarkeitssymbol ✚ (Umriss). Gedruckte S. 74, PDF-S. 73: Nr. 49 I. quietiodor („Unangenehmriechender Risspilz“), Bemerkung zur Verwechslung mit I. cookei. Gedruckte S. 76, PDF-S. 75: Nr. 53 I. rimosa var. rimosa (Hut ockergelb, strohfarben bis ockerbraun, mit ± spitzem Buckel). · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 5 (2010) – 5.16 Inocybe cookei
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 393–394, PDF-S. 394–395: 5.16 Inocybe cookei Bresadola 1892, „Knolliger Risspilz“ – Morphologie (Hut 2–6 cm, Stiel 3–6(8) × 0,3–0,8 cm, Basis deutlich knollig, ± auffällig gerandet; Geruch schwach honigartig, vor allem beim Eintrocknen; Sporen 7–9(9,5) × 4–5,5 µm; Cheilozystiden blasig-keulig 25–45 × 10–20 µm), Variabilität (var. kuthanii), Ökologie mit Pflanzengesellschaften und Böden, Mykorrhiza-Partner mit Fundzahlen, Phänologie (Mai 1, Jun 1, Jul 13, Aug 32, Sep 45, Okt 40), Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026
Funga Nordica (2008) · Inocybe – I. cookei und Nachbararten
S. Jacobsson, in H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.) · Gedruckte S. 874–875, MycoKey-PDF-S. 489–490: Punkte 9–14 – I. erubescens (weißlich, langsam ziegelrot; Hut 40–100 mm; Sporen 10–14 × 5,5–7,5 µm; Kalkboden, Laubwälder und Parks; Sommer), I. maculata (Hut kastanien- bis ockerbraun mit weißen Velumflecken; Sporen 8–12 × 5–6,5 µm), I. cookei (Geruch nach Honig; Sporen 7–9 × 4–5 µm, bohnenförmig; Hut 20–50 mm, stroh- bis ockergelb; Lamellen grau bis ocker ohne Olivton; Stiel 25–80 × 3–8 mm, knollig; Cheilozystiden 25–45 × 12–20 µm, birnenförmig; Laub- und Mischwälder; Sommer bis Herbst) und I. quietiodor (Geruch nach Lactarius quietus; Sporen 8–11 × 5,5–6,5 µm; makroskopisch I. cookei ähnlich). · eingesehen 18.10.2026
Speisewert von Pilzen — Inocybe cookei
Österreichische Mykologische Gesellschaft · Zeile Inocybe cookei (Synonym dort Inocybe kuthanii; „Strohgelber Risspilz, Knolliger Risspilz“): Speisewert „giftig“, Giftart „Muscarin“. Vergleichszeilen Inocybe erubescens und Inocybe rimosa (giftig, Muscarin). · eingesehen 18.10.2026
Evolution of the toxins muscarine and psilocybin in a family of mushroom-forming fungi (2013)
P. Kosentka, S. L. Sprague, M. Ryberg, J. Gartz, A. L. May, S. R. Campagna & P. B. Matheny · PLoS ONE 8(5): e64646 (PMC3662758). Methoden: Literaturauswertung der Muscarin- und Psilocybin-Befunde in den Inocybaceae (Tabelle S1) plus 30 neue LC-MS/MS-Analysen; Ergebnisse: von zwölf untersuchten Arten der Sektion Cervicolores und der Maculata-Klade nur I. erubescens, I. maculata und I. vinaceobrunnea muscarinpositiv; „I. cookei“ unter den neun Arten der Inosperma-Klade ohne Muscarin; I. rimosa muscarinpositiv. · eingesehen 18.10.2026
VAPKO · Giftpilzliste – Liste des champignons vénéneux – Lista dei funghi velenosi (Version 10.01.2024)
K. Schenk in Zusammenarbeit mit der VAPKO · S. 1, Abschnitt „Eliminatorische Pilze“, Gruppe: „Inocybe spp. – Alle / tous / tutte“ (Namen nach Breitenbach & Kränzlin, Pilze der Schweiz); I. cookei nicht einzeln genannt. Einzeln: Inocybe erubescens, I. fibrosa. · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Inocybe cookei (ÖMG); Inocybe, Inosperma spp. (DGfM); Inocybe spp. (VAPKO) · abgeglichen am 18.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Pilze der Schweiz · Band 5: Blätterpilze 3. Teil (2000)
Seiten: S. 48 · S. 23
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 5 (2010) – 5.16 Inocybe cookei
Seite: S. 393–394
- Funga Nordica (2008) · Inocybe – I. cookei und Nachbararten
Seite: S. 874–875
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Key J (Pseudosperma und Inosperma), Key A und Geruchsübersicht
Seite: S. 418
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, © 2014) – Strohgelber Rißpilz
Seite: S. 298
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen12 weitere Fachquellen · 3 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
- Taxonomy and evolutionary relationships within species of section Rimosae (Inocybe) based on ITS, LSU and mtSSU sequence data (2009)
- Genera of Inocybaceae: new skin for the old ceremony (2020)
- Evolution of the toxins muscarine and psilocybin in a family of mushroom-forming fungi (2013)
- DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
- DGfM · Vergiftungssyndrome – Beschreibung, Symptome und Karenzzeiten
- DGfM · Positivliste der Speisepilze
- DGfM · Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert
- Speisewert von Pilzen — Inocybe cookei
- Index Fungorum · Inosperma cookei (830358), Inocybe cookei (223073)
- MycoBank · Inosperma cookei (MB#830358)
- VAPKO · Giftpilzliste – Liste des champignons vénéneux – Lista dei funghi velenosi (Version 10.01.2024)
- VAPKO · Empfehlungsliste Speisepilze (09.2023)
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- GBIF Backbone Taxonomy · Inosperma cookei (10798878)
- Checkliste der Pilze Deutschlands · Inocybe cookei Bres.
- Taxon list of fungi and fungal-like organisms from Germany (DGfM) · Inocybe cookei
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich