MitteleuropaDE

Weißstieliger Risspilz

Inocybe inodora

SpeisewertGiftig · Verdacht

Giftverdacht: Als Vertreter der Gattung Inocybe steht der Weißstielige Risspilz laut DGfM-Giftpilzliste unter dem gattungstypischen Muscarin-Giftverdacht.

Einordnung & Quellen

Ausführliche Einordnung

Verwechslung mit Giftpilzen. Wegen des fehlenden spermatischen Geruchs und der hellen Farben besteht Verwechslungsgefahr mit anderen bodenbewohnenden Lamellenpilzen; als Risspilz ist er strikt zu meiden.

Fruchtkörper von Inocybe inodora mit weißlich überreiftem Hutscheitel, ockerbraunem Rand und weißem Stiel.

Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.

Foto: szegedigombasz · CC0 1.0 · Original

Hellhütiger Risspilz kalkreicher Standorte mit weißlich überreiftem, zweifarbigem Hut, rein weißem, durchgehend bereiftem Stiel und fast fehlendem Geruch. Wegen seiner Zugehörigkeit zur Gattung Inocybe steht er unter Muscarin-Giftverdacht.

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Registereintrag
Abschnitte

Form · Oberfläche · Aufbau

Merkmale erkennen.

Hut

Hut 1,5–4,5 cm breit, jung kegelig-glockig, später ausgebreitet mit breitem ; durch weißes Velum jung grauweißlich überreift, darunter ocker- bis haselbraun.

Unterseite

schmal , mäßig entfernt, jung weißlich bis hell graubeige, später blass ocker- bis graubraun, mit weißlich bewimperter Schneide.

Stiel & Basis

Stiel 2–5 cm lang, 3–7 mm dick, mit deutlich bis gerandet knolliger Basis; rein weiß bis elfenbeinweiß, kaum bräunend und auf ganzer Länge fein weiß bereift.

Fleisch

Fleisch weiß, auch in der Stielrinde weiß bleibend und im Schnitt unveränderlich; nahezu geruchlos oder nur äußerst schwach spermatisch, Geschmack mild.

Sporenpulver

tabakbraun; Sporen glatt, mandelförmig mit schmalem Scheitel, groß, 10–13,5 × 5,5–7 µm; Hymenialzystiden dickwandig, bauchig-spindelig, mit Kristallschopf.

Weißer, bereifter Stiel ohne Sperma-Geruch

Hinweis zur Beobachtung

Den bis zur Basisknolle rein weißen, durchgehend bereiften Stiel, das weiße Hutvelum und das fast völlige Fehlen eines spermatischen Geruchs prüfen.

Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.

Quellen

Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 892)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 892. · eingesehen 02.11.2026

Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 443)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 443. · eingesehen 02.11.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 415)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 415. · eingesehen 02.11.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Quellen zu den Merkmalen
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Merkliste & Sicherung

Standort · Substrat · Beziehungen

Lebensraum verstehen.

Mykorrhizapilz. Kalkreiche Nadel- und Laubwälder. Ektomykorrhizapilz auf trockenen, kalkreichen oder sandigen Böden bei Kiefer, Fichte, Eiche oder Zwergweiden; Fruchtkörper von Sommer bis Herbst.

Fundmeldungen im Jahreslauf

Die meisten Fundmeldungen: August. Alle Monatswerte

Quellen zum Lebensraum
Gezielt gegenüberstellen

Ähnliche Arten.

Gefährliche Verwechslungen

Weitere ähnliche Arten

Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Beobachtung · Variation · Grenzen

Genau hinsehen, besser einordnen.

Namensgebende Geruchlosigkeit

Während die meisten glattsporigen Risspilze intensiv spermatisch oder erdig riechen, ist Inocybe inodora im frischen Zustand fast völlig geruchlos.

Quellen

Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 892)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 892. · eingesehen 02.11.2026

Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 443)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 443. · eingesehen 02.11.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Große Sporen als Schlüsselmerkmal

Unter den weißstieligen, bis zur Basis bereiften Risspilzen fällt Inocybe inodora mikroskopisch sofort durch die großen, 10–13,5 × 5,5–7 µm messenden Sporen auf.

Quellen

Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 892)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 892. · eingesehen 02.11.2026

Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 443)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 443. · eingesehen 02.11.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Volksnamen · Sprachen · Belege

Namen & Sprachen.

Bezugsart: Inocybe inodora

Sprache öffnen, um die Belege zu sehen

DeutschWeißstieliger RisspilzGeruchloser Risspilz

Namensbeleg

Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe inodora (Weißstieliger Risspilz) · Abgerufen: 03.11.2026

Artsteckbrief Inocybe inodora (Weißstieliger Risspilz), Rote Liste Großpilze Deutschlands.

Hier belegt: Weißstieliger Risspilz · Geruchloser Risspilz.

NiederländischGeurloze vezelkop

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 03.11.2026

FranzösischInocybe inodore

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 03.11.2026

FinnischValkolakirisakas

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 03.11.2026

PolnischStrzępiak białogarbkowy

Namensbeleg

Marek Snowarski · Atlas grzybów Polski · Abgerufen: 03.11.2026

Inocybe inodora (strzępiak białogarbkowy)

TschechischVláknice nevonná

Namensbeleg

Česká mykologická společnost · Myko atlas · Abgerufen: 03.11.2026

Inocybe inodora - vláknice nevonná - myko.cz

UngarischFehérfátylú susulyka

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 03.11.2026

Noch ohne geprüften Namensbeleg

  • Englisch
  • Spanisch
  • Italienisch
  • Rumänisch
  • Dänisch
8 weitereWeniger anzeigen
  • Norwegisch
  • Schwedisch
  • Slowenisch
  • Kroatisch
  • Serbisch
  • Russisch
  • Chinesisch
  • Japanisch

Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 03.11.2026.

Regionale Beobachtungsdaten · 2015–2025

Fundmeldungen im Jahresverlauf.

40GBIF-Datensätze

Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.

Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.

Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.

Einordnung & Datengrundlage

Meldungen sind keine Prognose.

Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.

Was wurde ausgewählt?

Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 03.11.2026.

Exakte GBIF-Abfrage
Monats- und Länderwerte ansehen
Monat · alle zehn Länder zusammen
MonatDatensätze
Jan0
Feb0
Mär0
Apr0
Mai0
Jun1
Jul8
Aug19
Sep3
Okt6
Nov3
Dez0
Land · alle Monate zusammen
LandDatensätze
Deutschland0
Österreich3
Schweiz37
Tschechien0
Polen0
Slowakei0
Ungarn0
Slowenien0
Liechtenstein0
Luxemburg0

Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.

Aggregierte Werte als CSV herunterladen
Herkunft & Lizenzen · 2 beitragende Datensätze

Daten über GBIF.org. 0 Meldungen unter CC0 1.0, 40 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.

  1. Swiss National Fungi Databank · 37 Datensätze
    Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  2. Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 3 Datensätze
    Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Recherchefassung · 4 Fachquellen

Quellen & Prüfstand.

Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellenabgleich · 03.11.2026 ·

Ergebnis dieser Runde: Alle sechs Merkmalsfelder, Verwechslungsarten, Sicherheitshinweise und Beobachtungshinweise sind vollständig mit den Primärquellen abgeglichen.

Umfang: Quellenbasierte Überarbeitung von Inocybe inodora (Weißstieliger Risspilz) anhand der Erst- und Bestimmungsliteratur.

Erneut herangezogene Quellen

Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 892)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 892. · eingesehen 02.11.2026

Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 443)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 443. · eingesehen 02.11.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 415)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 415. · eingesehen 02.11.2026

Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe inodora (Weißstieliger Risspilz)
Rote-Liste-Zentrum (BfN) / Dämmrich et al. · Artsteckbrief Inocybe inodora (Weißstieliger Risspilz), Rote Liste Großpilze Deutschlands. · eingesehen 02.11.2026

GBIF Backbone Taxonomy – Inocybe inodora (usageKey 2527978)
GBIF Secretariat · Artprofil und Taxonomie-Abgleich für Inocybe inodora (usageKey 2527978). · eingesehen 02.11.2026

DGfM · Giftpilzliste und Pilzvergiftungssyndrome
Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) · Übersicht der Pilzvergiftungssyndrome und Giftpilzliste der DGfM · eingesehen 03.11.2026

GBIF-Beobachtung 4875425361 (Inocybe inodora)
szegedigombasz · Feldfoto (Hauptbild), Lizenz CC0 1.0, Datei inocybe-inodora-e9c096dfcef5.webp · eingesehen 03.11.2026

GBIF-Beobachtung 1937535418 (Inocybe inodora)
Tove Jacobsen · Feldfoto (Galerie 1), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-inodora-194cf7380bac.webp · eingesehen 03.11.2026

GBIF-Beobachtung 2409853574 (Inocybe inodora)
Perry Gunnar Larsen · Feldfoto (Galerie 2), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-inodora-5ab5a9958521.webp · eingesehen 03.11.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)

Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise

Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.

Quellenname: DGfM-Giftpilzliste & Gattungsbewertung Inocybe · abgeglichen am 03.11.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

  1. Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera

    Seite: S. 892

    Bibliografie

    Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.)

    Monografie · direkt geprüfte Artbehandlung · Eingesehen 02.11.2026

  2. Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition)

    Seite: S. 443

    Bibliografie

    Læssøe, T. & Petersen, J. H.

    Bestimmungsschlüssel · direkt geprüfte Artbehandlung · Eingesehen 02.11.2026

  3. Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5

    Seite: S. 415

    Bibliografie

    Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.)

    Monografie · direkt geprüfte Artbehandlung · Eingesehen 02.11.2026

  4. DGfM · Giftpilzliste und Pilzvergiftungssyndrome
    Bibliografie

    Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM)

    national-society · Eingesehen 03.11.2026

    Herangezogen: Übersicht der Pilzvergiftungssyndrome und Giftpilzliste der DGfM

Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen5 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich

Datenabgleich

Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.

  1. Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe inodora (Weißstieliger Risspilz)
    Bibliografie

    Rote-Liste-Zentrum (BfN) / Dämmrich et al.

    Nationale Rote Liste · Eingesehen 02.11.2026

    Herangezogen: Artsteckbrief Inocybe inodora (Weißstieliger Risspilz), Rote Liste Großpilze Deutschlands

  2. GBIF Backbone Taxonomy – Inocybe inodora (usageKey 2527978)
    Bibliografie

    GBIF Secretariat

    Taxonomische Datenbank · Eingesehen 02.11.2026

    Herangezogen: Artprofil und Taxonomie-Abgleich für Inocybe inodora (usageKey 2527978)

  3. GBIF-Beobachtung 4875425361 (Inocybe inodora)
    Bibliografie

    szegedigombasz

    field-observation · Eingesehen 03.11.2026

    Herangezogen: Feldfoto (Hauptbild), Lizenz CC0 1.0, Datei inocybe-inodora-e9c096dfcef5.webp

  4. GBIF-Beobachtung 1937535418 (Inocybe inodora)
    Bibliografie

    Tove Jacobsen

    field-observation · Eingesehen 03.11.2026

    Herangezogen: Feldfoto (Galerie 1), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-inodora-194cf7380bac.webp

  5. GBIF-Beobachtung 2409853574 (Inocybe inodora)
    Bibliografie

    Perry Gunnar Larsen

    field-observation · Eingesehen 03.11.2026

    Herangezogen: Feldfoto (Galerie 2), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-inodora-5ab5a9958521.webp

Wissenschaftlich weiterrecherchieren

Die Literatur hinter der Gattung.

3 erschlossene Quellen mit Bezug zu Inocybe. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.

Monografien und Studien zu Inocybe

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