MitteleuropaDE

Ockerscheidiger Eier-Wulstling

Amanita proxima

SpeisewertGiftig

Giftig mit möglicher schwerer Nierenschädigung; Magen-Darm-Beschwerden können einer verzögerten Nierenbeteiligung vorausgehen.

Gefährliche Verwechslung. Ähnliche, lebensgefährlich giftige Art: Kegelhütiger Knollenblätterpilz.

Quellen zum Speisewert

Kräftiger weißlicher Fruchtkörper mit breitem Hut und kräftigem Stiel.

Foto: Nikos D. Karabelas / Actia Nicopolis Foundation · CC BY 4.0 · Original

Ein weißer Wulstling mit ockerfarbener sackartiger Scheide. Vor allem mediterran, aber als europäische Vergleichsart wichtig: Verwechslungen mit dem Eier-Wulstling können schwere Nierenschäden auslösen.

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Registereintrag
Abschnitte

Form · Oberfläche · Aufbau

Merkmale erkennen.

Hut

Glatter weißer bis elfenbeinfarbener Hut, oft etwa 4–12 cm, kräftige Fruchtkörper auch größer; gelegentlich ocker- bis rostfarbene .

Unterseite

, weiße bis cremefarbene ; die Schneiden können feine flockige Hüllreste tragen.

Stiel & Basis

Weiß, flockig, mit relativ beständigem häutigem ; Basis von einer ocker- bis rostfarbenen sackartigen umgeben.

Fleisch

Weiß; Geruch mitunter jodartig oder unangenehm, aber kein allein verlässliches Merkmal.

Sporenpulver

weiß; Sporen glatt, und meist elliptisch bis länglich. Europäische Kollektionen liegen überwiegend bei 8–12,5 × 5,5–7,5 µm; Messreihen und Grenzwerte variieren.

Entscheidende Merkmalskombination

Hinweis zur Beobachtung

Vollständige Stielbasis, Scheidenfarbe und Ringstruktur zusammen dokumentieren; weiße Hut- und Lamellenfarbe allein sind völlig unzureichend.

Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.

Quellen

Amanita proxima · Smart Champignons
Université de Rouen Normandie · Description, Microscopie, Odeur, Écologie · eingesehen 14.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Quellen zu den Merkmalen
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Merkliste & Sicherung

Standort · Substrat · Beziehungen

Lebensraum verstehen.

Lebensweise & Standort

Mykorrhiza – Symbiose mit Bäumen. Wärmebegünstigte Eichen- und Kiefernstandorte. Wärmeliebend, vor allem mediterran bei Eiche und Kiefer, Sommer bis Herbst. Kein Porträt einer überall häufigen mitteleuropäischen Art.

Mykorrhizapartner · Beispiele

  • Eichen
  • Kiefern
Quellen zum Lebensraum

Ökologie & Lebensraum

Fungi Europaei 9 · Amaniteae (2004) · Amanita proxima Dumée · Amanita proxima · Smart Champignons

Die Auswahl ist keine vollständige Wirtsliste. Ein Fund neben einem Baum beweist allein keine Partnerschaft. Die Blattformen stehen beispielhaft für die beschriftete Baumgruppe.

Icons: Blatt & Nadel
Gezielt gegenüberstellen

Ähnliche Arten.

Gefährliche Verwechslung

Weitere ähnliche Arten

Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Beobachtung · Variation · Grenzen

Genau hinsehen, besser einordnen.

Der Eier-Wulstling ist der zentrale Vergleich

Amanita ovoidea wird mit weißer, erst später leicht ockerlicher Scheide und vergänglicherem cremig-flockigem Ring beschrieben. Bei proxima fällt die gefärbte Scheide oft früher auf. Alter und Beschädigung können genau diese Unterschiede verwischen.

Quellen

Amanita proxima Dumée
Associazione Micologica e Naturalistica Lucchese · Micoponte · Caratteri identificativi, microscopici; Habitat e fenologia · eingesehen 14.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Nierenschädigung ist klinisch dokumentiert

Eine Auswertung des Giftinformationszentrums Marseille erfasste 53 Betroffene in 31 Ereignissen. Bei 14 Personen trat nach einigen Tagen stark verminderte oder fehlende Urinausscheidung auf; elf benötigten vorübergehend Dialyse. Viele Mahlzeiten beruhten auf einer Verwechslung mit A. ovoidea. Diese Fallserie ist keine allgemeine Vergiftungsquote.

Quellen

[Acute renal insufficiency caused by Amanita proxima poisoning: experience of the Poison Center of Marseille].
de Haro L, Jouglard J, Arditti J, David JM. · Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen; kein Volltextreview. PMID 9551448 · eingesehen 05.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Amanita bedeutet nicht automatisch Muscimol

Die hier belegte klinische Zuordnung betrifft ein nephrotoxisches Syndrom. Sie wird nicht mit der Muscimol-/Ibotensäurewirkung der Fliegenpilzgruppe gleichgesetzt. Auch ein präziser Gattungsname ersetzt keinen Nachweis des verantwortlichen Stoffes.

Quellen

[Acute renal insufficiency caused by Amanita proxima poisoning: experience of the Poison Center of Marseille].
de Haro L, Jouglard J, Arditti J, David JM. · Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen; kein Volltextreview. PMID 9551448 · eingesehen 05.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Volksnamen · Sprachen · Belege

Namen & Sprachen.

Bezugsart: Amanita proxima

Sprache öffnen, um die Belege zu sehen

DeutschOckerscheidiger Eier-Wulstling

Namensbeleg

Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur · Abgerufen: 05.10.2026

EnglischNear Neighbor Amidella

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026

FranzösischAmanite à volve rousse

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 05.10.2026

KroatischDumeova muhara

Namensbeleg

CROmushrooms · Amanita proxima · Abgerufen: 06.10.2026

DUMEOVA MUHARA / Amanita proxima Dumée

Noch ohne geprüften Namensbeleg

  • Niederländisch
  • Spanisch
  • Italienisch
  • Rumänisch
  • Dänisch
11 weitereWeniger anzeigen
  • Norwegisch
  • Schwedisch
  • Finnisch
  • Polnisch
  • Tschechisch
  • Slowenisch
  • Serbisch
  • Ungarisch
  • Russisch
  • Chinesisch
  • Japanisch

Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 06.10.2026.

Name & Veröffentlichung

Registerangaben abgeglichen · Erfasst 18.10.2026. Der Status beschreibt den Datenbankabgleich, keine unabhängige Prüfung der Originalpublikation oder des Artkonzepts.

Name im Porträt
Amanita proxima
Mykolog-Autorzitat bei der Erfassung
Dumée
Herkunft des erfassten Zitats
Verknüpfter Registereintrag gleichen Namens
Autorzitat laut Index Fungorum
Dumée · Namensdatensatz 172017
Veröffentlichungsangabe zum Namen
Amanita proxima Dumée
Bull. Soc. Mycol. France 32: 86 (1916) · Veröffentlichungsangabe im Namensregister

Autorenabkürzungen

Publikationsangaben nach Index Fungorum; Autorenauflösungen nach IPNI. Originalseiten wurden für diese Darstellung nicht unabhängig geprüft.

Regionale Beobachtungsdaten · 2015–2025

Fundmeldungen im Jahresverlauf.

0GBIF-Datensätze

Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.

Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.

Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.

Einordnung & Datengrundlage

Meldungen sind keine Prognose.

Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.

Was wurde ausgewählt?

Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 05.10.2026.

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Monat · alle zehn Länder zusammen
MonatDatensätze
Jan0
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Land · alle Monate zusammen
LandDatensätze
Deutschland0
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Polen0
Slowakei0
Ungarn0
Slowenien0
Liechtenstein0
Luxemburg0

Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.

Aggregierte Werte als CSV herunterladen
Herkunft & Lizenzen · 0 beitragende Datensätze

Daten über GBIF.org. 0 Meldungen unter CC0 1.0, 0 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.

    Recherchefassung · 7 Fachquellen

    Quellen & Prüfstand.

    Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
    Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.

    Quellenabgleich · 14.10.2026 · Feldbezogener Quellenabgleich

    Ergebnis dieser Runde: Sechs Felder mit eigener europäischer Kollektionserhebung und weiteren Beschreibungen abgeglichen. Abwurf, Maßvariabilität und Lamellenalter präzisiert; toxikologische Angaben nicht neu freigegeben.

    Umfang: Feldbezogener Abgleich von Morphologie/Ökologie. Keine Freigabe von Speisewert, Giftwirkung, Fotos oder des gesamten Porträts. Geprüfte Felder: cap (refined), underside (refined), stem (confirmed), flesh (confirmed), spore (refined), ecology (confirmed).

    Erneut herangezogene Quellen

    Fungi Europaei 9 · Amaniteae (2004)
    Pierre Neville; Serge Poumarat · Amanita proxima; Druck S. 638, 639, 642; Textzeilen 34136–34325. Eigene europäische Kollektionen und jeweilige Artbeschreibung gelesen; OCR-Volltext, keine visuelle PDF-Prüfung. · eingesehen 14.10.2026

    Amanita proxima · Smart Champignons
    Université de Rouen Normandie · Description, Microscopie, Odeur, Écologie · eingesehen 14.10.2026

    Amanita proxima Dumée
    Associazione Micologica e Naturalistica Lucchese · Micoponte · Caratteri identificativi, microscopici; Habitat e fenologia · eingesehen 14.10.2026

    Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
    Thomas Læssøe; Jens H. Petersen; Tobias Guldberg Frøslev; Jacob Heilmann-Clausen · Schlüssel A1, A7–8; PDF-S. 196, 197, jeweils Druckseite −1. Tatsächlich bereitgestellter Schlüssel von 2026, nicht das Bildwerk von 2019. · eingesehen 14.10.2026

    Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

    Umfang dieses Quellenabgleichs · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)

    Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise

    Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.

    Quellenname: Amanita proxima · abgeglichen am 05.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.

    Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

    1. Amanita proxima · Smart Champignons
      Bibliografie

      Université de Rouen Normandie

      Universitäre Lehrsammlung · Eingesehen 14.10.2026

      Herangezogen: Description, Microscopie, Odeur, Écologie

    2. Amanita proxima Dumée
      Bibliografie

      Associazione Micologica e Naturalistica Lucchese · Micoponte

      Fachgesellschaft · Eingesehen 14.10.2026

      Herangezogen: Caratteri identificativi, microscopici; Habitat e fenologia

    3. [Acute renal insufficiency caused by Amanita proxima poisoning: experience of the Poison Center of Marseille].
      Bibliografie

      de Haro L, Jouglard J, Arditti J, David JM.

      Primärstudie · Abstract · Eingesehen 05.10.2026

      Herangezogen: Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen; kein Volltextreview. PMID 9551448

    4. Amanita virosa – Artenporträt
      Bibliografie

      First Nature / Pat O’Reilly

      Fachportal · Eingesehen 01.10.2026

      Herangezogen: Identification guide: Merkmale, Sporen, Ökologie und Vergleichsarten; kulinarische Hinweise nicht übernommen

    5. Poisonous mushrooms in Norway
      Bibliografie

      Giftinformasjonen / Helsenorge

      Behörde · Eingesehen 01.10.2026

      Herangezogen: Hepatotoxic mushrooms; Destroying angel: weißer Fruchtkörper, Ringverlust und sackartige Volva

    Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen2 weitere Fachquellen · Bildnachweise · Namensabgleich
    1. Fungi Europaei 9 · Amaniteae (2004)
      Bibliografie

      Pierre Neville; Serge Poumarat

      Primärmonografie · bereitgestellter Volltext · Eingesehen 14.10.2026

      Herangezogen: Amanita proxima; Druck S. 638, 639, 642; Textzeilen 34136–34325. Eigene europäische Kollektionen und jeweilige Artbeschreibung gelesen; OCR-Volltext, keine visuelle PDF-Prüfung

    2. Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)

      Seite: PDF-S. 196, 197

      Bibliografie

      Thomas Læssøe; Jens H. Petersen; Tobias Guldberg Frøslev; Jacob Heilmann-Clausen

      Monografie · ausgewählte Artpassage gelesen · Eingesehen 14.10.2026

      Herangezogen: Schlüssel A1, A7–8; PDF-S. 196, 197, jeweils Druckseite −1. Tatsächlich bereitgestellter Schlüssel von 2026, nicht das Bildwerk von 2019

    • Fotografien
      Bildnachweise & Lizenzen

      Habitus & Merkmale
      Foto: Nikos D. Karabelas / Actia Nicopolis Foundation · CC BY 4.0 · Original
      Als WebP komprimiert. Kein Beschnitt, keine Retusche, keine Montage. Weboptimierung 2026-10-11: erneut als WebP kodiert. Vollständiger Ausschnitt, keine Retusche oder Nachschärfung. Vorhandene eingebettete Metadaten beibehalten.

      Am Standort
      Foto: tinyclayman · CC BY 4.0 · Original
      Proportional verkleinert und als WebP komprimiert. Kein Beschnitt, keine Retusche, keine Montage. Die Vergrößerung zeigt das vollständige Foto.

    • Taxonomischer Namensabgleich
      Datenbank & StandAmanita proxima im GBIF-Backbone · API-Abgleich
      Snapshot 05.10.2026. Familienzuordnung nach diesem Snapshot. Ein Namensabgleich bestätigt keine fotografierte Artidentität.
    Wissenschaftlich weiterrecherchieren

    Die Literatur hinter der Gattung.

    9 erschlossene Quellen mit Bezug zu Amanita. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.

    Monografien und Studien zu Amanita

    Fotoansicht