Schafporling
Albatrellus ovinus
In Deutschland besonders geschützt und auf der Vorwarnliste der Roten Liste; trotz Eintrag in der DGfM-Positivliste kein Sammelpilz. Sehr ähnliche Schafporlinge sind makroskopisch kaum abzugrenzen.
Einordnung & Quellen
Ausführliche Einordnung
Die DGfM führt die Art in ihrer Positivliste der Speisepilze, kennzeichnet sie aber als nach Bundesartenschutzverordnung ohne Ausnahme geschützt; in Deutschland darf sie grundsätzlich nicht gesammelt werden. In der Schweiz gilt sie nach der VAPKO jung als essbar und darf nur mit einer Anforderung in Verkehr gebracht werden (alte Exemplare vermeiden, bitter).
Geschützt & schwer abgrenzbar. In Deutschland sind alle heimischen Albatrellus-Arten besonders geschützt, ohne Kleinmengen-Ausnahme; die Rote Liste 2016 führt den Schafporling auf der Vorwarnliste. Sehr ähnliche Schafporlinge sind makroskopisch kaum zu unterscheiden; sicher trennt erst die Amyloidreaktion der Sporen.
Ein heller, fleischiger Porling am Boden von Fichtenwäldern, meist gesellig und oft mit verwachsenen Hüten. Von oben erinnert er an einen Semmelstoppelpilz, unten trägt er feine weißliche Poren. Sehr ähnliche Schafporlinge trennt sicher erst die Amyloidreaktion der Sporen.

Gruppe verwachsener, cremeweißer Fruchtkörper zwischen Moos; Hutoberfläche stellenweise rissig.
Artzuordnung laut Research-Grade-Beobachtung der Bildquelle; keine unabhängige Bestimmung am Beleg.
(c) Eugene Popov, some rights reserved (CC BY) · CC BY 4.0 · Original

Mehrere Fruchtkörper, teils umgelegt, zwischen Moos, Sauerklee und rundblättrigen Kräutern: Die Unterseiten zeigen die feine, weiße Porenschicht, die am dicken, weißen Stiel herabläuft; an Stiel, Poren und Hutrand gelbliche Flecken. Oben im Bild ein Zapfen und ein dürrer Nadelholzzweig. Neagra Șarului (Kreis Suceava, Ostkarpaten, Rumänien), 27. September 2026.
Fund aus den rumänischen Ostkarpaten, außerhalb Mitteleuropas. Die Fruchtkörper sind für das Foto teils umgelegt oder herausgenommen; ob die gelben Flecken von Druck oder vom Alter stammen, ist nicht vermerkt. Smartphone-Aufnahme mit kräftiger Nachschärfung. Bestimmung nach Fotos ohne Sporenprüfung, nur zwei Bestimmungen.
Paula Nimigean via iNaturalist, CC BY 4.0 · CC BY 4.0 · Original

Zwei Fruchtkörper zwischen Moos, Sauerklee und Streu: links ein weißlich-cremefarbener, matter, leicht welliger Hut von oben, rechts ein gekippter Fruchtkörper, dessen feinporige, weiße Unterseite am kurzen, weißen Stiel herabläuft. Oberstdorf (Allgäu, Bayern), 13. August 2012.
Bestimmung nur durch den Urheber, ohne Zweitbestimmung und ohne Sporenprüfung; Rötender Schafporling und Albatrellus citrinus sind nach Foto nicht auszuschließen. Begleitbaum nicht dokumentiert. Der rechte Fruchtkörper ist vermutlich für das Foto gekippt. Original 3000 × 1948 px, auf 2048 px Breite verkleinert.
Holger Krisp via Wikimedia Commons, CC BY 3.0 · CC BY 3.0 · Original
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Hut 3–15 cm breit, unregelmäßig verbogen, gewölbt, später verflacht; Rand jung eingerollt, später wellig bis gelappt. Mehrere Hüte wachsen oft büschelig zusammen. Oberfläche trocken und matt, jung weißlich bis cremefarben, später gelblich bis hellbraun oder graubräunlich; reißt vor allem bei Trockenheit felderig auf.
- Unterseite
Keine oder : Eine kurze, weiße bis cremeweiße Röhrenschicht läuft etwas am Stiel herab. rundlich, 2–4 pro mm; auf Druck gilbend, im Alter zitronengelblich.
- Stiel & Basis
Stiel weißlich, filzig, oft exzentrisch und zur Basis hin verjüngt, etwa 3–8 cm lang und 1–3 cm dick. Benachbarte Fruchtkörper können am Stiel oder am Hutrand miteinander verwachsen.
- Fleisch
Fleisch weiß bis cremefarben, jung fest und elastisch; an Verletzungen und Schnittstellen gilbend. Geruch unauffällig bis angenehm, Geschmack mild.
- Sporenpulver
weiß. Sporen glatt, farblos, fast kugelig und nicht , im aktuellen Schlüssel 3,5–4,5 × 3–4 µm. Hyphen ohne . Die fehlende Amyloidreaktion trennt ihn von A. subrubescens und A. citrinus.
Unterseite, Druckstelle, Begleitbaum
Die Unterseite zeigt feine Poren statt Stacheln; Poren und Fleisch gilben an Druck- und Schnittstellen. Den Begleitbaum mit dokumentieren: Der Schafporling wächst mit Fichte, der ähnliche Rötende Schafporling nach dem aktuellen Schlüssel mit Kiefer und meist bräunenden Druckstellen. Sicher trennt erst die Amyloidreaktion der Sporen. In Deutschland sind alle heimischen Albatrellus-Arten besonders geschützt – beobachten und fotografieren, nicht sammeln.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 584–585, PDF-S. 585–586: Key A – polypores with a stem, Punkte 1–19 (u. a. Coltricia perennis Punkt 6; Scutiger pes-caprae Punkt 15; Laeticutis cristatus Punkt 16; A. confluens und A. subrubescens Punkt 18; A. ovinus und A. citrinus Punkt 19). · eingesehen 18.10.2026
Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, 2014)
Ewald Gerhardt · PDF-S. 1187: Gattung Albatrellus – Schaf- und Semmelporlinge; PDF-S. 1188: Schaf-Porling, Albatrellus ovinus (Merkmale, Vorkommen, Verwechslung, Speisewert); PDF-S. 1189: Semmel-Porling, A. confluens. Register: S. 496. Legende PDF-S. 23–24 (RL = Rote Liste 1992, „gesch.“ = BArtSchV 1986). · eingesehen 18.10.2026
Albatrellus ovinus · Myko atlas
Karel Tejkal · Česká mykologická společnost · Artbeschreibung (Hut, Röhren, Stiel, Fleisch, Reaktionen, Sporen), Ökologie, Speisewert und Verwechslungsarten (A. confluens, A. subrubescens, A. citrinus). · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 471, PDF-S. 470: Gattung Albatrellus mit Schlüssel (Punkt 4: Sporen amyloid → var. subrubescens; nicht amyloid → A. ovinus) und 2.1 A. confluens. Gedruckte S. 474–475, PDF-S. 473–474: 2.3 A. ovinus (Morphologie, Ökologie, Verbreitung, Bestand und Bedrohung) und 2.3a A. ovinus var. subrubescens. · eingesehen 18.10.2026
Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 322, PDF-S. 321: Nr. 409 Albatrellus subrubescens („Schafporling“) – Makro- und Mikrobeschreibung sowie Bemerkungen zum Doppelgänger A. ovinus („echter Schafporling“, nicht amyloide Sporen; in den Schweizer Fichtenwäldern an gleichen Standorten, aber viel seltener). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Hut
Unterseite
Stiel & Basis
Fleisch
Sporenpulver
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, 2014)
- Albatrellus ovinus · Myko atlas
- Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
- Diversity, divergence time, and biogeography of the genus Albatrellus (Agaricomycetes, Russulales) (2025)
- Albatrellus ovinus, Forest Lamb – identification
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Lebensweise & Standort
Mykorrhiza mit Fichte. Am Boden fichtenreicher Bergwälder. Mykorrhizapilz der Fichte. Am Boden von Nadelwäldern mit Fichte, vor allem in submontanen bis montanen Lagen. Meist gesellig; Juli bis Oktober. Zur Bodenreaktion widersprechen sich die Quellen: Genannt werden sowohl kalkhaltige als auch saure Böden.
Mykorrhizapartner · Beispiele
- Fichten
Fundmeldungen im Jahreslauf
Die meisten Fundmeldungen: August bis September. Alle Monatswerte
Quellen zum Lebensraum
Ökologie & Lebensraum
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000) · Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) · Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, 2014) · Albatrellus ovinus · Myko atlas · Diversity, divergence time, and biogeography of the genus Albatrellus (Agaricomycetes, Russulales) (2025)
Die Auswahl ist keine vollständige Wirtsliste. Ein Fund neben einem Baum beweist allein keine Partnerschaft. Die Blattformen stehen beispielhaft für die beschriftete Baumgruppe.
Icons: Blatt & NadelÄhnliche Arten.
Makroskopisch kaum vom Schafporling zu unterscheiden; seine Sporen sind amyloid. Nach dem aktuellen Schlüssel wächst er mit Kiefer, schmeckt ± bitter und bräunt meist an Druckstellen; nach älteren Angaben zeigen junge Hüte violett getönte Stellen. Pilze der Schweiz fand ihn dagegen fast nur in Fichtenwäldern, und die Feldmerkmale gelten als variabel – sicher trennt erst die Sporenprüfung.
verfügbar
Albatrellus citrinus
Noch kein ArtporträtEbenfalls mit Fichte, oft auf kalkreichen Böden, und mit im Alter deutlich gilbenden Fruchtkörpern. Der aktuelle Schlüssel trennt ihn über deutlich amyloide, elliptische Sporen und dünneres Hutfleisch und führt ihn als selten (Norden und Alpen). Ohne Sporenprüfung ist die Abgrenzung nicht gesichert.
Von oben oft sehr ähnlich: ein heller, unregelmäßig geformter Hut am Boden, auch in Fichtenwäldern. Die Unterseite trägt jedoch weiche, pfriemförmige Stacheln bis etwa 6 mm Länge statt feiner Poren. Der Blick auf die Unterseite trennt die beiden.
Hüte meist zu größeren Klumpen verwachsen, semmelgelb bis orangebräunlich; das Fleisch gilbt nicht und schmeckt im Alter bitterlich, die Hyphen tragen Schnallen. Als Partner nennt der aktuelle Schlüssel Kiefer, Schweizer und deutsche Bestimmungsbücher auch Fichte. Beide Arten können direkt nebeneinander wachsen; der Standort trennt sie also nicht.
verfügbar
Kammporling
Laeticutis cristata
Noch kein ArtporträtHut mit olivlichen Tönen (blass olivgrün bis braun-oliv oder senfgelblich), zur Mitte felderig-schuppig; Geruch unangenehm. Nach dem aktuellen Schlüssel wächst er mit Buche und Eiche, seine Sporen sind mit 5–7,5 × 4–5,5 µm größer. Im Feld führen Hutfarbe, Geruch und Begleitbaum; für die Sporengröße braucht es ein Mikroskop.
Kann scheinbar am Boden wachsen, sitzt aber oft an vergrabenem Laubholz. Seine Poren sind gröber (nach dem aktuellen Schlüssel 1–2 pro mm), werden bald labyrinthisch bis zahnartig und röten; jung treten rote Tropfen auf. Der Schafporling hat feine, rundliche, gilbende Poren und wächst mit Fichte.
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Geschützt und rückläufig
Die Bundesartenschutzverordnung stellt alle heimischen Albatrellus-Arten unter besonderen Schutz; die Ausnahme für geringe Mengen zum Eigenbedarf gilt nur für wenige andere Speisepilze. Die Rote Liste 2016 führt den Schafporling auf der Vorwarnliste, mit starker kurzfristiger Abnahme. Für Baden-Württemberg wurde schon 2000 ein starker Rückgang infolge Eutrophierung der Wälder beschrieben.
Quellen
Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) · § 1, § 2 und Anlage 1
Bundesrepublik Deutschland · Bundesministerium der Justiz / Bundesamt für Justiz · Anlage 1, Abschnitt Fungi: „Albatrellus spp. 7) 8) – Schaf-Porling, Semmel-Porlinge – alle heimischen Arten“, Kreuz in Spalte 2 (besonders geschützt); Fußnoten 7) nur heimische, 8) nur wild lebende Populationen. § 1 (Spalte 2 = besonderer Schutz). § 2 Abs. 1 (https://www.gesetze-im-internet.de/bartschv_2005/__2.html): Kleinmengen-Ausnahme nur für Boletus edulis, Cantharellus spp., Gomphus clavatus, Lactarius volemus, Leccinum spp. und Morchella spp. · eingesehen 18.10.2026
Rote Liste der Großpilze Deutschlands (Dämmrich et al. 2016) · Albatrellus ovinus
Rote-Liste-Zentrum · nach Dämmrich, F. et al. (2016), Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (8): 31–433 · Detailseite: Rote-Liste-Kategorie Vorwarnliste; aktuelle Bestandssituation mäßig häufig; langfristiger Trend mäßiger Rückgang; kurzfristiger Trend starke Abnahme; Name in der vorherigen Liste Scutiger ovinus; deutscher Name Schafporling. · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 471, PDF-S. 470: Gattung Albatrellus mit Schlüssel (Punkt 4: Sporen amyloid → var. subrubescens; nicht amyloid → A. ovinus) und 2.1 A. confluens. Gedruckte S. 474–475, PDF-S. 473–474: 2.3 A. ovinus (Morphologie, Ökologie, Verbreitung, Bestand und Bedrohung) und 2.3a A. ovinus var. subrubescens. · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Doppelgänger unter dem Mikroskop
Dass unter dem Namen Schafporling zwei Arten stecken, wurde lange nicht erkannt. Der Rötende Schafporling hat amyloide Sporen; Farbunterschiede an Druckstellen und violettliche Töne junger Hüte gelten nach baden-württembergischer Erfahrung als zu variabel für eine sichere Trennung. Der aktuelle Schlüssel nennt zusätzlich Kiefer statt Fichte und meist bräunende statt gilbende Druckstellen.
Quellen
Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 322, PDF-S. 321: Nr. 409 Albatrellus subrubescens („Schafporling“) – Makro- und Mikrobeschreibung sowie Bemerkungen zum Doppelgänger A. ovinus („echter Schafporling“, nicht amyloide Sporen; in den Schweizer Fichtenwäldern an gleichen Standorten, aber viel seltener). · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 471, PDF-S. 470: Gattung Albatrellus mit Schlüssel (Punkt 4: Sporen amyloid → var. subrubescens; nicht amyloid → A. ovinus) und 2.1 A. confluens. Gedruckte S. 474–475, PDF-S. 473–474: 2.3 A. ovinus (Morphologie, Ökologie, Verbreitung, Bestand und Bedrohung) und 2.3a A. ovinus var. subrubescens. · eingesehen 18.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 584–585, PDF-S. 585–586: Key A – polypores with a stem, Punkte 1–19 (u. a. Coltricia perennis Punkt 6; Scutiger pes-caprae Punkt 15; Laeticutis cristatus Punkt 16; A. confluens und A. subrubescens Punkt 18; A. ovinus und A. citrinus Punkt 19). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
An die Fichte gebunden
In Europa scheint der Schafporling auf Fichte beschränkt zu sein. In Baden-Württemberg zeichnet sein Fundbild dennoch auffallend genau die drei Teilareale der Weißtanne nach; ob auch die Tanne Partner sein kann, blieb dort offen.
Quellen
Diversity, divergence time, and biogeography of the genus Albatrellus (Agaricomycetes, Russulales) (2025)
H.-M. Zhou, Y.-C. Dai, L.-S. Bian, H.-G. Liu, J. Vlasák & Y. Yuan · Mycology 16(2): 738–776 (Europe PMC, PMC12096695). Einleitung (sechs europäische Arten; A. citrinus und A. ovinus in Europa offenbar auf Picea beschränkt; A. ovinus als Speisepilz), Ergebnisse Klade I, Anmerkungen zu A. avellaneus und A. flettioides (Vergleichsmerkmale von A. ovinus), Wirtstabelle. · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 471, PDF-S. 470: Gattung Albatrellus mit Schlüssel (Punkt 4: Sporen amyloid → var. subrubescens; nicht amyloid → A. ovinus) und 2.1 A. confluens. Gedruckte S. 474–475, PDF-S. 473–474: 2.3 A. ovinus (Morphologie, Ökologie, Verbreitung, Bestand und Bedrohung) und 2.3a A. ovinus var. subrubescens. · eingesehen 18.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 584–585, PDF-S. 585–586: Key A – polypores with a stem, Punkte 1–19 (u. a. Coltricia perennis Punkt 6; Scutiger pes-caprae Punkt 15; Laeticutis cristatus Punkt 16; A. confluens und A. subrubescens Punkt 18; A. ovinus und A. citrinus Punkt 19). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Ein Name, mehrere Arten
Pilze der Schweiz beschreibt unter „Schafporling“ den Rötenden Schafporling, der in den Schweizer Fichtenwäldern viel häufiger gefunden wurde; A. ovinus erscheint dort nur im Kommentar. 2003 wurde zudem A. citrinus abgetrennt, eine an Fichte und kalkreiche Böden gebundene Sippe aus dem Formenkreis von A. subrubescens. Alte Angaben zu Standort und Häufigkeit gelten deshalb nicht ohne Weiteres für A. ovinus im engen Sinn.
Quellen
Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 322, PDF-S. 321: Nr. 409 Albatrellus subrubescens („Schafporling“) – Makro- und Mikrobeschreibung sowie Bemerkungen zum Doppelgänger A. ovinus („echter Schafporling“, nicht amyloide Sporen; in den Schweizer Fichtenwäldern an gleichen Standorten, aber viel seltener). · eingesehen 18.10.2026
Albatrellus citrinus sp. nov., connected to Picea abies on lime rich soils (2003)
S. Ryman, P. Fransson, H. Johannesson & E. Danell · Mycological Research 107(10): 1243–1246. Abstract (Europe PMC, PMID 14635772): Picea-gebundene Sippe aus dem Formenkreis von A. subrubescens auf kalkreichen Böden als A. citrinus beschrieben; Unterschiede zu A. subrubescens (deutliches Gilben im Alter, keine dunklen Hutflecken, milder Geschmack, schmalere Sporen); A. citrinus offenbar näher mit A. ovinus verwandt. · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 471, PDF-S. 470: Gattung Albatrellus mit Schlüssel (Punkt 4: Sporen amyloid → var. subrubescens; nicht amyloid → A. ovinus) und 2.1 A. confluens. Gedruckte S. 474–475, PDF-S. 473–474: 2.3 A. ovinus (Morphologie, Ökologie, Verbreitung, Bestand und Bedrohung) und 2.3a A. ovinus var. subrubescens. · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Albatrellus ovinus
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschSchafporlingGemeiner Schafeuter-Porling
Namensbeleg
Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur · Abgerufen: 17.10.2026
EnglischForest LambSheep Polypore
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
NiederländischSchapenbuisjeszwam
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
FranzösischPolypore des brebis
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
DänischHvidlig fåreporesvamp
Namensbeleg
National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
NorwegischFåresopp
SchwedischFårticka
Namensbeleg
Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
FinnischLampaankääpä
Namensbeleg
The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
PolnischNaziemek białawy
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
TschechischKrásnopórka mlynářka
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
SlowenischOvčji mesnatovec
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
UngarischFakó zsemlegomba
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
RussischТрутовик овечий
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
Japanischニンギョウタケモドキ
Namensbeleg
List of local names of fungi in based on Katsumoto (2010) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Spanisch
- Italienisch
- Rumänisch
- Kroatisch
- Serbisch
Weniger anzeigen
- Chinesisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 17.10.2026.
Fundmeldungen im Jahresverlauf.
Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.
Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.
Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.
Einordnung & Datengrundlage
Meldungen sind keine Prognose.
Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.
Was wurde ausgewählt?
Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 18.10.2026.
Exakte GBIF-AbfrageMonats- und Länderwerte ansehen
| Monat | Datensätze |
|---|---|
| Jan | 0 |
| Feb | 0 |
| Mär | 0 |
| Apr | 0 |
| Mai | 0 |
| Jun | 6 |
| Jul | 16 |
| Aug | 96 |
| Sep | 106 |
| Okt | 29 |
| Nov | 5 |
| Dez | 0 |
| Land | Datensätze |
|---|---|
| Deutschland | 26 |
| Österreich | 108 |
| Schweiz | 121 |
| Tschechien | 1 |
| Polen | 2 |
| Slowakei | 0 |
| Ungarn | 0 |
| Slowenien | 0 |
| Liechtenstein | 0 |
| Luxemburg | 0 |
Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.
Aggregierte Werte als CSV herunterladenHerkunft & Lizenzen · 7 beitragende Datensätze
Daten über GBIF.org. 9 Meldungen unter CC0 1.0, 249 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.
- Swiss National Fungi Databank · 116 Datensätze
Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 103 Datensätze
Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - NABU|naturgucker · 20 Datensätze
naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - iNaturalist Research-grade Observations · 8 Datensätze
iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - ArtenFinder · 7 Datensätze
ArtenFinder bei der Stiftung Natur und Umwelt RLP und der Stiftung Naturschutz Berlin. ArtenFinder. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/jnnald accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ) · 2 Datensätze
Kujawa A (2022). Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ). Version 1.4. Polish Mycological Society. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/4a38vf accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Biodiversitätsdatenbank Nationalpark Kalkalpen · 2 Datensätze
National Park Kalkalpen (2026). Biodiversitätsdatenbank Nationalpark Kalkalpen. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/tgezgw accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 19.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich
Ergebnis dieser Runde: Enges Artkonzept mit nicht amyloiden Sporen und Fichtenbindung. Pilze der Schweiz enthält keine eigene Beschreibung von A. ovinus, und der Morphologie- und Standorttext der Großpilze Baden-Württembergs übernimmt weitgehend die Beschreibung von A. subrubescens; Makromerkmale deshalb nach Gerhardt, Myko-Atlas, FTE und First Nature, Angaben allein aus der A.-subrubescens-Beschreibung im Review entfernt. Konflikte bei Hutgröße, Hutfleischdicke, Porenzahl, Sporenmaßen, Bodenreaktion und Kiefer als Partner offengelegt; keine künstlichen Gesamtspannen. Keine menschliche Endredaktion.
Umfang: Schlüssel- und Artpassagen aus Fungi of Temperate Europe (Keys), Gerhardt (BLV, 2014), Großpilze Baden-Württembergs Bd. 1 und Pilze der Schweiz Bd. 2 (Nr. 282, 406–409) gelesen; Myko-Atlas und First Nature als Artseiten; Zhou et al. 2025 gezielt im Volltext, Ryman et al. 2003 nur Abstract. Speisewert und Schutz nach DGfM-Listen, BArtSchV, BNatSchG § 44, VLpH und Roter Liste 2016. Bilder, Sprachdaten und Fundkurve gesondert. Zweite Lesung 18.10.2026 (anderer Agent): alle Buchstellen (PdS 2, GPBW 1, Gerhardt, FTE), Webseiten, Rechtsnormen, DGfM-, VAPKO- und ÖMG-Listen erneut geöffnet; VAPKO ergänzt.
Erneut herangezogene Quellen
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 584–585, PDF-S. 585–586: Key A – polypores with a stem, Punkte 1–19 (u. a. Coltricia perennis Punkt 6; Scutiger pes-caprae Punkt 15; Laeticutis cristatus Punkt 16; A. confluens und A. subrubescens Punkt 18; A. ovinus und A. citrinus Punkt 19). · eingesehen 18.10.2026
Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, 2014)
Ewald Gerhardt · PDF-S. 1187: Gattung Albatrellus – Schaf- und Semmelporlinge; PDF-S. 1188: Schaf-Porling, Albatrellus ovinus (Merkmale, Vorkommen, Verwechslung, Speisewert); PDF-S. 1189: Semmel-Porling, A. confluens. Register: S. 496. Legende PDF-S. 23–24 (RL = Rote Liste 1992, „gesch.“ = BArtSchV 1986). · eingesehen 18.10.2026
Albatrellus ovinus · Myko atlas
Karel Tejkal · Česká mykologická společnost · Artbeschreibung (Hut, Röhren, Stiel, Fleisch, Reaktionen, Sporen), Ökologie, Speisewert und Verwechslungsarten (A. confluens, A. subrubescens, A. citrinus). · eingesehen 18.10.2026
Albatrellus ovinus, Forest Lamb – identification
First Nature / Pat O’Reilly · Identification guide: Hut (7–18 cm, konvex, bald verflachend, Rand wellig, Haut bei Trockenheit rissig, mehrere Hüte oft verwachsen), Stiel (3–7 × 1–3 cm), Poren (meist oval, 2–4 pro mm), Sporen (nicht amyloid), Sporenpulver weiß, Geruch/Geschmack unauffällig, Habitat, Vergleich mit A. subrubescens (amyloide Sporen, violettliche Hüte, orange Druckstellen). · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 471, PDF-S. 470: Gattung Albatrellus mit Schlüssel (Punkt 4: Sporen amyloid → var. subrubescens; nicht amyloid → A. ovinus) und 2.1 A. confluens. Gedruckte S. 474–475, PDF-S. 473–474: 2.3 A. ovinus (Morphologie, Ökologie, Verbreitung, Bestand und Bedrohung) und 2.3a A. ovinus var. subrubescens. · eingesehen 18.10.2026
Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 322, PDF-S. 321: Nr. 409 Albatrellus subrubescens („Schafporling“) – Makro- und Mikrobeschreibung sowie Bemerkungen zum Doppelgänger A. ovinus („echter Schafporling“, nicht amyloide Sporen; in den Schweizer Fichtenwäldern an gleichen Standorten, aber viel seltener). · eingesehen 18.10.2026
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- Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
Seiten: S. 322 · S. 320 · S. 236
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
Seite: S. 471
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Seiten: S. 584–585 · S. 589
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, 2014)
Seite: PDF-S. 1187
- Albatrellus ovinus · Myko atlas
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen14 weitere Fachquellen · 2 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
- Albatrellus ovinus, Forest Lamb – identification
- Diversity, divergence time, and biogeography of the genus Albatrellus (Agaricomycetes, Russulales) (2025)
- Albatrellus citrinus sp. nov., connected to Picea abies on lime rich soils (2003)
- DGfM · Positivliste der Speisepilze
- DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
- DGfM · Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert
- Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) · § 1, § 2 und Anlage 1
- Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) · § 44 Vorschriften für besonders geschützte Arten
- Verordnung des EDI über Lebensmittel pflanzlicher Herkunft, Pilze und Speisesalz (VLpH), SR 817.022.17 · Anhang 4
- Speisewert von Pilzen · ÖMG
- Rote Liste der Großpilze Deutschlands (Dämmrich et al. 2016) · Albatrellus ovinus
- Index Fungorum · Albatrellus ovinus (Schaeff.) Kotl. & Pouzar (Record 292351)
- VAPKO · Empfehlungsliste Speisepilze (09.2023)
- VAPKO · Giftpilzliste (Version 10.01.2024)
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Checkliste der Pilze Deutschlands · Albatrellus ovinus
- GBIF Backbone Taxonomy · Albatrellus ovinus (Schaeff.) Kotl. & Pouzar (2551823)
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich