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Dicarbonsäure · pilzlicher Naturstoff

Ustalsäure

Ustalsäure zeigt besonders deutlich, warum Pilzgiftforschung eine genaue Taxonomie braucht: ältere japanische Arbeiten verwendeten Tricholoma ustale in einem heute anders abgegrenzten Sinn.

Summenformel
C19H14O6
Molare Masse
338,3 g/mol
Angriffspunkt / Zusammenhang
Natrium-Kalium-ATPase · experimentelle Hemmung
Klinische Zuordnung
Magen-Darm-Vergiftungen im japanischen Kakishimeji-Komplex
Chemische Daten & Herkunft

PubChem · Ustalsäure · CID 21680754
NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 10.10.2026

2-D-Strukturformel von Ustalsäure, PubChem CID 21680754
2-D-Struktur · PubChem CID 21680754
Tautomerendarstellung laut Datenbank.
Abschnitte
Mechanismus · Studien · Grenzen

Wirkung & Forschung.

  1. Vom Isolat zum Stoffnachweis

    2002 wurden Ustalsäure und verwandte Verbindungen aus japanischem, damals als Tricholoma ustale bezeichnetem Material isoliert und chemisch charakterisiert. Eine spätere LC-MS/MS-Arbeit konnte Ustalsäure auch in Mahlzeitresten eines Vergiftungsfalls nachweisen. Der Laborbefund verknüpft ein Molekül mit konkretem Untersuchungsmaterial.

    Belege & Lesestand

    Ustalic acid as a toxin and related compounds from the mushroom Tricholoma ustale
    Sano et al. · Primärpublikation
    Abstract gelesen; Isolierung, Spektraldaten und Synthese (2002). Historisches japanisches Artkonzept beachten. · eingesehen 10.10.2026

    Quantitative analysis of the Tricholoma ustale-derived toxin, ustalic acid, in mushroom and food samples by LC-MS/MS
    Yoshioka et al. · Primärpublikation
    Abstract gelesen; Methodik und Anwendung auf Mahlzeitreste eines Vergiftungsfalls; historische Artbezeichnung (2020). · eingesehen 10.10.2026

  2. Die Artgrenze ist Teil des Ergebnisses

    Die neuere Arbeit von 2025 ordnet den bekannten japanischen Fruchtkörperbezug T. kakishimeji zu. Der historische Name T. ustale darf daher nicht ungeprüft als sicherer Stoffnachweis für mitteleuropäische Brandige Ritterlinge gelesen werden. Aus diesem Grund erhält das europäische Artporträt hier keine bestätigte Ustalsäure-Zuordnung.

    Belege & Lesestand

    Genomic and Metabolite Analysis-Driven Revision of Basidiomycete Natural Product Biosynthetic Pathway
    Kenji Watanabe · Übersichtsarbeit
    Abstract, Einleitung und Ergebnisse 3.1–3.4 gelesen; Kulturen von T. stans und T. albobrunneum, uta-Gencluster; Taxonbezug T. kakishimeji (2025). · eingesehen 10.10.2026

  3. Biosynthese im Kulturversuch

    2025 wurde Ustalsäure in untersuchten Myzelkulturen von T. stans und T. albobrunneum nachgewiesen. Ein als uta bezeichneter Kandidaten-Gencluster und die Bildung von Polyporsäure in einem heterologen System lieferten neue Anhaltspunkte zur Biosynthese. Einzelne nachgelagerte Reaktionsschritte blieben offen.

    Belege & Lesestand

    Genomic and Metabolite Analysis-Driven Revision of Basidiomycete Natural Product Biosynthetic Pathway
    Kenji Watanabe · Übersichtsarbeit
    Abstract, Einleitung und Ergebnisse 3.1–3.4 gelesen; Kulturen von T. stans und T. albobrunneum, uta-Gencluster; Taxonbezug T. kakishimeji (2025). · eingesehen 10.10.2026

  4. Mechanismus und klinische Reichweite

    Die Hemmung der Natrium-Kalium-ATPase ist ein experimenteller Wirkbezug. Ein solcher Befund, eine Labor-Kultur und ein positiver Lebensmitteltest beantworten unterschiedliche Fragen. Sie ergeben zusammen keine sichere Dosisprognose und keinen pauschalen Stoffnachweis für jede unter ähnlichem Namen geführte Art.

    Belege & Lesestand

    Genomic and Metabolite Analysis-Driven Revision of Basidiomycete Natural Product Biosynthetic Pathway
    Kenji Watanabe · Übersichtsarbeit
    Abstract, Einleitung und Ergebnisse 3.1–3.4 gelesen; Kulturen von T. stans und T. albobrunneum, uta-Gencluster; Taxonbezug T. kakishimeji (2025). · eingesehen 10.10.2026

    Quantitative analysis of the Tricholoma ustale-derived toxin, ustalic acid, in mushroom and food samples by LC-MS/MS
    Yoshioka et al. · Primärpublikation
    Abstract gelesen; Methodik und Anwendung auf Mahlzeitreste eines Vergiftungsfalls; historische Artbezeichnung (2020). · eingesehen 10.10.2026

Zeitliche Einordnung

Zeitlicher Verlauf.

Magen-Darm-Vergiftungen im japanischen Kakishimeji-Komplex

Die ausgewerteten analytischen und biosynthetischen Arbeiten liefern keine belastbare allgemeine Latenz für isolierte Ustalsäure beim Menschen. Eine genaue Stundenangabe wäre hier nicht ausreichend belegt.

Das sind Literaturangaben zur zeitlichen Einordnung. Sie eignen sich weder zur Selbstdiagnose noch zum Ausschluss einer Vergiftung.

Einzelfälle, Behandlung und Mischmahlzeiten können den Verlauf verändern.

Belege & Lesestand

Quantitative analysis of the Tricholoma ustale-derived toxin, ustalic acid, in mushroom and food samples by LC-MS/MS
Yoshioka et al. · Primärpublikation
Abstract gelesen; Methodik und Anwendung auf Mahlzeitreste eines Vergiftungsfalls; historische Artbezeichnung (2020). · eingesehen 10.10.2026

Chemie im mykologischen Zusammenhang

Artzuordnung & Grenzen.

Für dieses Stoffporträt wird noch kein mitteleuropäisches Artporträt als gesicherter Stoffträger verknüpft. Die Gründe und untersuchten Taxa stehen oben bei den Forschungsbefunden.

Belege zur Artzuordnung

Ustalic acid as a toxin and related compounds from the mushroom Tricholoma ustale
Sano et al. · Primärpublikation
Abstract gelesen; Isolierung, Spektraldaten und Synthese (2002). Historisches japanisches Artkonzept beachten. · eingesehen 10.10.2026

Genomic and Metabolite Analysis-Driven Revision of Basidiomycete Natural Product Biosynthetic Pathway
Kenji Watanabe · Übersichtsarbeit
Abstract, Einleitung und Ergebnisse 3.1–3.4 gelesen; Kulturen von T. stans und T. albobrunneum, uta-Gencluster; Taxonbezug T. kakishimeji (2025). · eingesehen 10.10.2026

Literatur · Datenbanken

Nachlesen & nachvollziehen.

Gezielte Literaturauswahl · Quellen geprüft am 01.10.2026 · unabhängiger Fachreview ausstehend.

  1. PubChem · Ustalsäure · CID 21680754
    NCBI / National Library of Medicine · Chemische Referenzdatenbank
    Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit. · eingesehen 10.10.2026
  2. Ustalic acid as a toxin and related compounds from the mushroom Tricholoma ustale
    Sano et al. · Primärpublikation
    Abstract gelesen; Isolierung, Spektraldaten und Synthese (2002). Historisches japanisches Artkonzept beachten. · eingesehen 10.10.2026
  3. Genomic and Metabolite Analysis-Driven Revision of Basidiomycete Natural Product Biosynthetic Pathway
    Kenji Watanabe · Übersichtsarbeit
    Abstract, Einleitung und Ergebnisse 3.1–3.4 gelesen; Kulturen von T. stans und T. albobrunneum, uta-Gencluster; Taxonbezug T. kakishimeji (2025). · eingesehen 10.10.2026
  4. Quantitative analysis of the Tricholoma ustale-derived toxin, ustalic acid, in mushroom and food samples by LC-MS/MS
    Yoshioka et al. · Primärpublikation
    Abstract gelesen; Methodik und Anwendung auf Mahlzeitreste eines Vergiftungsfalls; historische Artbezeichnung (2020). · eingesehen 10.10.2026

Strukturansicht: PubChem / NCBI, unverändert aus dem verlinkten Compound-Datensatz; lokal gespeichert, keine Verbindung zu PubChem beim Lesen dieser Seite.

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