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Nachvollziehbar · überprüfbar · begrenzt

Wie aus Literatur Wissen wird.

Eine wissenschaftliche Quelle ist der Anfang der Prüfung. Entscheidend ist, ob sie die konkrete Aussage für das richtige Artkonzept und den passenden geografischen Raum trägt.

Jede Aussage hat einen eigenen Beleg.

Unsere Recherchewege verbinden eine Aussage mit einer konkreten Fundstelle, einem Geltungsbereich und einer Grenze. Die anschließende Handlungsempfehlung ist als redaktionelle Folgerung erkennbar. Eine Bibliografie allein ersetzt diese Verbindung nicht.

Vier unterschiedliche Lesestände.

Bibliografie geprüft
Titel, Ausgabe und Umfang wurden an einer Verlags-, Autoren- oder institutionellen Seite geprüft. Keine Behauptung, dass die Artbeschreibungen gelesen wurden.
Abstract gelesen
Die zugängliche Zusammenfassung wurde geprüft. Keine Übernahme von Schlüsseln, Messreihen oder Einzelmerkmalen, die nur im ungelesenen Haupttext stehen.
Ausgewählte Abschnitte gelesen
Der eingesehene Teil wird genannt, etwa Inhaltsverzeichnis, Methodenabschnitt oder Kapitel. Daraus wird keine Prüfung des gesamten Werks abgeleitet.
Volltext ausgewertet
Der fachliche Text wurde für die genannten Fragen ausgewertet. Das ist eine Literaturauswertung, keine unabhängige Wiederholung der Untersuchung oder Expertenfreigabe.

Lesestand, Lesezugang und Nutzungsrechte.

Diese drei Angaben bleiben getrennt. Der Lesestand sagt, was die Redaktion tatsächlich gelesen hat und in welcher Fassung. Der Lesezugang sagt, ob und wo Leserinnen und Leser den Text frei öffnen können; er steht mit Prüfdatum an der Quelle und fehlt, wo er nicht gesondert geprüft wurde. Die Nutzungsrechte gelten für Text, Abbildungen, Daten und Code jeweils einzeln. Ein frei lesbarer Artikel ist nicht automatisch frei übernehmbar, und eine offene Lizenz kann Bearbeitungen oder kommerzielle Nutzung ausschließen.

Nennt ein Lesevermerk die gelesenen Teile – etwa Einleitung und Diskussion –, lautet der Lesestand „Ausgewählte Abschnitte gelesen“, auch wenn der vollständige Text zugänglich war. Am 18.10.2026 wurden danach 18 Einträge berichtigt, die zuvor „Volltext ausgewertet“ trugen, und ein Eintrag, bei dem nur Metadaten und Abstract gelesen waren. Die berichtigten Einträge nennen ihre frühere Einstufung.

Ein Werk, mehrere Leseereignisse.

Wird dasselbe Werk zu verschiedenen Fragen gelesen, steht es einmal im Katalog. Jedes Leseereignis behält Datum, gelesene Fassung und Abschnitt. Frühere Kennungen bleiben als Verweis erhalten und führen zum gemeinsamen Eintrag. Verschiedene Auflagen oder einzelne Bände bleiben getrennte Einträge.

Bei Jahresangaben unterscheiden wir Online-Veröffentlichung und Heft, wo beide abweichen. Datenbankseiten und undatierte Webseiten erhalten kein erfundenes Jahr, sondern eine Begründung.

Die Quellenarten.

Monografie
Umfassende Bearbeitung einer Gattung oder Artengruppe, als Buch oder umfangreiche Zeitschriftenarbeit.
Bestimmungsschlüssel
Ein Werk, dessen Kern ein Schlüssel zur Bestimmung ist.
Taxonomische Revision
Neubewertung von Artgrenzen und Namen einer Gruppe, häufig mit Typusbezug und DNA-Daten.
Fachstudie
Originaluntersuchung mit eigenem Material, eigener Methode und eigenen Ergebnissen.
Regionale Flora / Fundbericht
Bestandsaufnahme oder Fundbericht für ein benanntes Gebiet; Fundangaben gelten für diesen Raum und Zeitraum.
Artbeschreibung (Fachportal)
Artseite einer fachkundigen Website mit eigener Beschreibung, oft mit regionalem Bezug.
Erläuterung durch Autor/in
Allgemeinverständliche Darstellung einer eigenen Veröffentlichung; sie ersetzt die Publikation nicht.
Taxonomische Ressource
Nomenklatorische oder taxonomische Nachschlageseite, etwa mit Originaldiagnose, Synonymen und Literatur.
Fachinformation einer Institution
Merkblatt oder Fachbeitrag einer Behörde oder Forschungsanstalt für die Praxis.
Referenzdatenbank
Laufend gepflegte Datenbank, etwa für Namen oder Verbreitung; ein Abruf gilt für seinen Stand.
Methodik
Arbeit über Untersuchungs-, Erfassungs- oder Auswertungsmethoden.
Toxikologie
Toxikologische Studie, Fallserie oder Fachinformation zu Pilzgiften.
Merkmalsdatensatz
Strukturierter Datensatz mit Merkmalen vieler Arten; Datenrechte gesondert prüfen.
Literaturarchiv
Zugang zu vielen Einzelarbeiten; der Archiveintrag ist keine Lektüre der einzelnen Artikel.

Dieselbe Werteliste steuert Katalogkarten und Filter: Werteliste der Quellenarten herunterladen.

Die passende Quelle zur passenden Frage.

FrageBevorzugter BelegWichtige Grenze
Welcher Name und welches Artkonzept?Revision, Originalbeschreibung, Typusbezug; danach dokumentierter DatenbankstandNomenklatur und taxonomische Auffassung sind verschiedene Ebenen.
Woran unterscheiden sich Arten?Regional geeigneter Schlüssel, Monografie, revidierte BeschreibungUnterschiede gelten innerhalb des geprüften Vergleichsumfangs.
Welche Ökologie und Phänologie?Belegbezogene Studien, regionale Langzeitdaten, dokumentierte MerkmalsdatenMeldedaten zeigen auch Suchaufwand und Erfassungsunterschiede.
Welche Giftwirkung?Toxikologische Fachliteratur, Fallserien, GiftinformationszentrenFallberichte, Mechanismen und allgemeine Häufigkeit dürfen nicht gleichgesetzt werden.

Was Bildbelege leisten.

Die Bildnachweise nennen Originalquelle, Urheber und Lizenz. Die Artzuordnung folgt dem dokumentierten Bildbeleg; die redaktionelle Auswahl ist keine unabhängige mykologische Nachbestimmung. Konkrete Einschränkungen einzelner Aufnahmen stehen direkt beim jeweiligen Bild. Fotos zeigen ausgewählte Merkmale und ersetzen keine Prüfung des Fundes.

Was wir systematisch festhalten.

  • Ausgabe, Jahr, DOI oder ISBN und tatsächlich eingesehene Fassung.
  • Artkonzept einschließlich historischer Namen und abweichender Behandlung.
  • Region, Material, Untersuchungsmethode und – sofern verfügbar – Belegnummer.
  • Bei Messwerten: Einheit, Messmethode, Präparation und Stichprobenumfang.
  • Widersprüche zwischen Quellen mit getrennten Fundstellen.
  • Lesezugang, Textlizenz, Datenlizenz und Bildrechte als getrennte Angaben.

Was wissenschaftliche Tiefe nicht ersetzt.

Eine scheinbar vollständige Tabelle wird unzuverlässig, sobald fehlende Angaben als „nein“ behandelt oder Eigenschaften einer Gattung auf alle Arten übertragen werden. Wir erhalten diese Unterschiede. Die Registerbasis bleibt in ihrem historischen Quellenstand erkennbar; aktuelle Forschungswege ersetzen keine stillschweigende Neuzuordnung aller Datensätze.

Öffentlich lesbare Bücher und Artikel sind nicht automatisch frei übernehmbar. Wir verfassen kurze eigene Zusammenfassungen und verlinken die Originale. Schlüssel, Bilder und Merkmalsdatensammlungen werden nur mit geklärten Rechten übernommen.

Umfang dieser Recherche.

Der Quellenbestand ist eine gezielt aufgebaute Auswahl für europäische Großpilze. Er wurde über Verlage, Hochschulrepositorien, Fachzeitschriften und wissenschaftliche Datenzentren erschlossen. Eine erschöpfende systematische Übersicht mit vollständiger Treffer- und Ausschlussliste für jede Art ist damit nicht behauptet. Nicht zugängliche Volltexte bleiben als bibliografische Hinweise sichtbar.

Quellenbestand mit Leseständen herunterladen · Aussagen mit ihren Belegen herunterladen

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