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Schleierlinge · Taxonomie · Literaturauswertung

Warum zwei wissenschaftliche Namen nebeneinander stehen können.

Eine neue Gattungsklassifikation ist eine begründete Hypothese. Auch umfangreiche DNA-Daten können unterschiedliche Deutungen zulassen.

Geltungsbereich: Liimatainen et al. (2022) und Gallone et al. (2024); ausgewählte Abschnitte zur Gattungsebene, keine Einzelartenrevision.

01

Der Vorschlag von 2022.

Liimatainen und Mitautoren schlagen zehn Gattungen vor. Ihre Arbeit verbindet eine Analyse von 75 Genen aus 19 Arten mit einer breiteren Untersuchung von 245 Arten anhand von fünf Genorten.

Redaktionelle Folgerung: Neue Kombinationen als nachvollziehbar belegte Namen erfassen; die Herkunft der Einteilung dokumentieren.

Beleg & GeltungsgrenzeK. Liimatainen; J. T. Kim; L. Pokorny; P. M. Kirk; B. Dentinger; T. Niskanen · 2022

Abstract; taxonomischer Abschnitt Cortinarius

Die hier gelesenen Abschnitte ersetzen keine Kontrolle jeder einzelnen Kombination.

02

Die Gegenprüfung von 2024.

Gallone und Mitautoren untersuchten den Datensatz erneut. Sie fanden Konflikte zwischen Gen- und Artenbäumen und konnten nur vier der zehn vorgeschlagenen Gattungen als monophyletisch bestätigen. Sie sprechen sich deshalb gegen eine Aufteilung zum damaligen Kenntnisstand aus.

Redaktionelle Folgerung: Die Kontroverse benennen, statt eine einzelne Klassifikation als endgültigen Konsens auszugeben.

Beleg & GeltungsgrenzeB. Gallone; Th. W. Kuyper; J. Nuytinck · 2024

Abstract, Einleitung und Schlussfolgerung

Keine eigene Wiederholung der phylogenomischen Analysen; spätere Arbeiten können die Bewertung verändern.

03

Was das für die Suche bedeutet.

Mykolog behält stabile Porträtadressen bei. Wissenschaftliche Alternativnamen werden nur nach Prüfung ergänzt. Ein Konflikt auf Gattungsebene ist getrennt von der Frage zu behandeln, welche Funde zu derselben Art gehören.

Redaktionelle Folgerung: Bei einer Quelle Autor, Jahr und taxonomischen Umfang festhalten; fehlende Übereinstimmung nicht durch bloßes Umbenennen verdecken.

Beleg & GeltungsgrenzeK. Liimatainen; J. T. Kim; L. Pokorny; P. M. Kirk; B. Dentinger; T. Niskanen · 2022
B. Gallone; Th. W. Kuyper; J. Nuytinck · 2024

Redaktionelle Folgerung aus dem Vergleich beider Arbeiten

Keine pauschale Entscheidung für sämtliche Schleierlingsarten.

Redaktioneller Arbeitsvorschlag

So gehst du weiter vor.

  1. Suche neben dem Porträtnamen nach belegten wissenschaftlichen Alternativnamen.
  2. Prüfe, ob nur die Gattung oder auch der Umfang der Art geändert wurde.
  3. Lies die taxonomische Begründung und spätere Gegenprüfungen gemeinsam.

Literaturvergleich, keine unabhängige taxonomische Revision.

Wie Quellen und Schlussfolgerungen getrennt werden

Im Register weiterarbeiten.

419 Einträge in der zugeordneten Gattung der Referenzliste. Dieser Rechercheweg beschreibt den Forschungszusammenhang und ist kein vollständiger Artenschlüssel.

Weitere Einträge dieser Gattung

Die verwendeten Quellen.

  1. Taming the beast: a revised classification of Cortinariaceae based on genomic data
    K. Liimatainen; J. T. Kim; L. Pokorny; P. M. Kirk; B. Dentinger; T. Niskanen (2022): Taming the beast: a revised classification of Cortinariaceae based on genomic data. DOI 10.1007/s13225-022-00499-9.
    Ausgewählte Abschnitte gelesen · Abstract und ausgewählte taxonomische Abschnitte, insbesondere Cortinarius. Nicht alle Artkombinationen geprüft. · Einordnung und Zugang
  2. The genus Cortinarius should not (yet) be split
    B. Gallone; Th. W. Kuyper; J. Nuytinck (2024): The genus Cortinarius should not (yet) be split. DOI 10.1186/s43008-024-00159-4.
    Ausgewählte Abschnitte gelesen · Abstract, Einleitung und Schlussfolgerung. Keine eigene Reanalyse der Datensätze. · Einordnung und Zugang

Literaturstand 04.10.2026. Eigenständige Zusammenfassung; keine unabhängige mykologische Fachprüfung. Bestimmung und Verzehrbeurteilung sind getrennte Aufgaben.

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