Espen-Seitling
Pleurotus calyptratus
Die tschechische Fachgesellschaft nennt die Art essbar, rät aber wegen regionaler Seltenheit vom Sammeln für die Küche ab.
Einordnung & Quellen
Ausführliche Einordnung
Junge und alte Fruchtkörper vergleichen. An älteren Exemplaren kann die auffällige Hülle bereits weitgehend verschwunden sein.
Ein fast stielloser Seitling an Pappelholz. Junge Lamellen sind von einer hellen, häutigen Hülle bedeckt; später bleiben Reste am Hutrand. Der Hut ist relativ glatt und feucht leicht schmierig. Besonders junge Fruchtkörper zeigen das kennzeichnende Velum.

Seitlich am Holz sitzende Fruchtkörper; die Quelle nennt einen abgestorbenen Espenstamm.
Artzuordnung nach der Quelle; keine eigene mikroskopische oder genetische Nachbestimmung.

Jüngerer Fruchtkörper mit Lamellenbereich und heller Hülle.
Artzuordnung nach der Quelle; keine eigene mikroskopische oder genetische Nachbestimmung.

Hut und Ansatz am Holz aus demselben dokumentierten Quellenbeleg.
Artzuordnung nach der Quelle; keine eigene mikroskopische oder genetische Nachbestimmung.
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
2,5–10 cm breit, halbkreis-, muschel- bis nierenförmig. Glatt und seidig, feucht leicht schmierig; grau bis braun, beim Abtrocknen heller.
- Unterseite
jung weißlich bis cremefarben, später ockerlicher. Anfangs von einer weißen, später gelblichen häutigen Hülle bedeckt; Reste bleiben am Hutrand.
- Stiel & Basis
Fehlt meist oder ist zu einem sehr kurzen seitlichen Ansatz reduziert. Der Hut sitzt unmittelbar am Holz.
- Fleisch
Weiß. Der Geruch kann mild, fruchtig, honig- oder mehlartig sein und auch wenig auffallen; keine feste Geruchsnote ist ein Mussmerkmal.
- Sporenpulver
10,5–15,5 × (3–)4–5(–6) µm, schmal elliptisch bis zylindrisch. weiß, trocken cremefarben.
Junge Hülle und Hutansatz gemeinsam fotografieren
Wenn möglich junge und reife Fruchtkörper am selben Holzstück dokumentieren. Hüllreste am Rand, Lamellen und den fast stiellosen Ansatz festhalten; das Wirtsgehölz unabhängig bestimmen.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Funga Nordica (2008)
H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.); jeweilige Gattungsbearbeitung · Ausgewählte Artpassage und direkte Schlüsselalternativen; Funga-Nordica.pdf, PDF-S. 723. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Unterseite
Stiel & Basis
Fleisch
Sporenpulver
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Lebensweise & Standort
Holzbesiedler an lebenden und abgestorbenen Pappeln. Besonders Espen- und Silberpappelholz. An lebenden oder abgestorbenen Pappeln, besonders Espe (Populus tremula), auch Silberpappel (P. alba); an Stämmen, Ästen und Stümpfen. Die nordische Bearbeitung nennt Frühjahr bis Herbst, das tschechische Artenportal vor allem Frühjahrsfunde.
Holz & besiedelte Gehölze · Beispiele
- Espen
- Silberpappeln
Fundmeldungen im Jahreslauf
Die meisten Fundmeldungen: April bis Juni. Alle Monatswerte
Quellen zum Lebensraum
Ökologie & Lebensraum
Funga Nordica (2008) · Pleurotus calyptratus · Myko atlas
Die Symbole zeigen Beispiele besiedelten Holzes. Sie stehen nicht für Mykorrhizapartner; die Auswahl ist keine vollständige Substratliste.
Icons: Blatt & NadelÄhnliche Arten.
Ebenfalls mit Velum, aber mit deutlicherem Stiel und Ringresten sowie trockenerer, stärker schuppiger Huthaut.
Junge Lamellen nicht von einer vergleichbaren häutigen Hülle bedeckt. Hutansatz, Oberfläche und junge Stadien zusammen ansehen.
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Die Hülle ist vergänglich
Der deutsche Beiname „beschleiert“ bezieht sich auf das Velum über den jungen Lamellen. Ein alter Hut ohne auffällige Hüllreste ist deshalb schwerer zu beurteilen.
Quellen
Funga Nordica (2008)
H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.); jeweilige Gattungsbearbeitung · Ausgewählte Artpassage und direkte Schlüsselalternativen; Funga-Nordica.pdf, PDF-S. 723. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Kein langer Stiel nötig
Die Art sitzt typischerweise seitlich und fast ohne Stiel am Holz. Den Ansatz dennoch zeigen, weil er beim Vergleich mit anderen Seitlingen hilft.
Quellen
Funga Nordica (2008)
H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.); jeweilige Gattungsbearbeitung · Ausgewählte Artpassage und direkte Schlüsselalternativen; Funga-Nordica.pdf, PDF-S. 723. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Pappel ist mehr als ein Fundortdetail
Espe und Silberpappel sind im nordischen Schlüssel ausdrücklich genannt. Das Holz gehört zur Bestimmungsdokumentation, ist aber allein kein Artbeweis.
Quellen
Funga Nordica (2008)
H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.); jeweilige Gattungsbearbeitung · Ausgewählte Artpassage und direkte Schlüsselalternativen; Funga-Nordica.pdf, PDF-S. 723. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Frühjahr ist ein Schwerpunkt, keine Grenze
Die tschechische Darstellung betont Frühjahrsfunde; die nordische nennt einen weiteren Zeitraum. Außerhalb des Frühjahrs wird ein Fund daher nicht allein wegen des Datums ausgeschlossen.
Quellen
Funga Nordica (2008)
H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.); jeweilige Gattungsbearbeitung · Ausgewählte Artpassage und direkte Schlüsselalternativen; Funga-Nordica.pdf, PDF-S. 723. · eingesehen 13.10.2026
Pleurotus calyptratus · Myko atlas
Česká mykologická společnost · Merkmale, saisonale Angaben und Empfehlung gegen das Sammeln für die Küche gelesen. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Pleurotus calyptratus
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschEspen-Seitling
Namensbeleg
GBIF / iNaturalist · sprachmarkierte Namensbelege · Abgerufen: 13.10.2026
NiederländischGrauwe oesterzwam
Namensbeleg
GBIF / iNaturalist · sprachmarkierte Namensbelege · Abgerufen: 13.10.2026
NorwegischOspeøsterssopp
Namensbeleg
GBIF / iNaturalist · sprachmarkierte Namensbelege · Abgerufen: 13.10.2026
Sprachformen: Bokmål, Nynorsk.
SchwedischSlöjmussling
Namensbeleg
GBIF / iNaturalist · sprachmarkierte Namensbelege · Abgerufen: 13.10.2026
FinnischHaapavinokas
Namensbeleg
GBIF / iNaturalist · sprachmarkierte Namensbelege · Abgerufen: 13.10.2026
TschechischHlíva čepičkatá
Namensbeleg
GBIF / iNaturalist · sprachmarkierte Namensbelege · Abgerufen: 13.10.2026
UngarischFátyolos laskagomba
Namensbeleg
GBIF / iNaturalist · sprachmarkierte Namensbelege · Abgerufen: 13.10.2026
RussischВёшенка покрытая
Namensbeleg
GBIF / iNaturalist · sprachmarkierte Namensbelege · Abgerufen: 13.10.2026
Chinesisch贝盖侧耳Sinngemäß: Muschelhut-Seitling
Namensbeleg
Redlist of China’s Biodiversity · Macrofungi (2018) · Abgerufen: 13.10.2026
Nr. 4423, PDF-S. 243
Hier belegt: 贝盖侧耳.
Übersetzungshilfe · redaktionelle Wortdeutung
Die Worterklärungen erläutern den belegten Namen. Sie bestätigen weder seine Artzuordnung noch die historische Namensherkunft. Teildeutungen lassen ungeklärte Bestandteile stehen; eine unabhängige sprachwissenschaftliche Prüfung steht aus.
贝盖侧耳: 贝盖 ist als muschelförmiger Hut gedeutet; 侧耳 wird im Pilzkontext als Seitling wiedergegeben. Keine unabhängige sprachwissenschaftliche Prüfung.
Wortschatz und ergänzende Einordnung: CC-CEDICT · MDBG · Umweltministerium / Chinesische Akademie der Wissenschaften · Macrofungi 2018: geprüfte Namenszeilen. Wörterbuchabgleich: 14.10.2026.
Lexikalische Grundlage: CC-CEDICT (MDBG und Mitwirkende); deutsche Bearbeitung: Mykolog. Worterklärungen: CC BY-SA 4.0.
Redaktionelle Übersetzungshilfe. Keine etablierte deutsche Artbezeichnung und kein gesicherter Herkunftsnachweis. 贝盖 ist als muschelförmiger Hut gedeutet; 侧耳 wird im Pilzkontext als Seitling wiedergegeben. Keine unabhängige sprachwissenschaftliche Prüfung.
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Englisch
- Französisch
- Spanisch
- Italienisch
- Rumänisch
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- Dänisch
- Polnisch
- Slowenisch
- Kroatisch
- Serbisch
- Japanisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 13.10.2026.
Name & Veröffentlichung
Registerangaben abgeglichen · Erfasst 18.10.2026. Der Status beschreibt den Datenbankabgleich, keine unabhängige Prüfung der Originalpublikation oder des Artkonzepts.
- Name im Porträt
- Pleurotus calyptratus
- Mykolog-Autorzitat bei der Erfassung
- (Lindblad ex Fr.) Sacc.
- Herkunft des erfassten Zitats
- Autorzitat des Porträts
- Autorzitat laut Index Fungorum
- (Lindblad ex Fr.) Sacc. · Namensdatensatz 233195
- Veröffentlichung des Basionyms laut Register
- Agaricus calyptratus Lindblad ex Fr.
Monogr. Hymenomyc. Suec. 1: 238 (1857) · Veröffentlichungsangabe im Namensregister
- Porträt und verknüpfter Registereintrag zitieren die Autoren unterschiedlich.
Erfassungsnotiz (18.10.2026; damaliger Datenstand): Der verknüpfte Registereintrag zitiert „Pleurotus calyptratus (Lindblad) Sacc.“ (weicht auch von Index Fungorum ab).
Autorenabkürzungen
Publikationsangaben nach Index Fungorum; Autorenauflösungen nach IPNI. Originalseiten wurden für diese Darstellung nicht unabhängig geprüft.
Fundmeldungen im Jahresverlauf.
Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.
Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.
Namensbezogene Meldungsstatistik. Keine flächendeckende Verbreitungskarte, keine unabhängige Nachbestimmung und kein Maß der tatsächlichen Häufigkeit. Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.
Einordnung & Datengrundlage
Meldungen sind keine Prognose.
Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.
Was wurde ausgewählt?
Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 13.10.2026.
Exakte GBIF-AbfrageMonats- und Länderwerte ansehen
| Monat | Datensätze |
|---|---|
| Jan | 0 |
| Feb | 0 |
| Mär | 1 |
| Apr | 10 |
| Mai | 14 |
| Jun | 8 |
| Jul | 1 |
| Aug | 0 |
| Sep | 1 |
| Okt | 0 |
| Nov | 0 |
| Dez | 0 |
| Land | Datensätze |
|---|---|
| Deutschland | 0 |
| Österreich | 8 |
| Schweiz | 0 |
| Tschechien | 1 |
| Polen | 26 |
| Slowakei | 0 |
| Ungarn | 0 |
| Slowenien | 0 |
| Liechtenstein | 0 |
| Luxemburg | 0 |
Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.
Aggregierte Werte als CSV herunterladenHerkunft & Lizenzen · 4 beitragende Datensätze
Daten über GBIF.org. 0 Meldungen unter CC0 1.0, 35 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.
- Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ) · 26 Datensätze
Kujawa A (2022). Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ). Version 1.4. Polish Mycological Society. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/4a38vf accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 6 Datensätze
Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Biosphärenpark Wienerwald - Tag der Artenvielfalt · 2 Datensätze
Wienerwald Biosphere Reserve (2025). Biosphärenpark Wienerwald - Tag der Artenvielfalt. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ws9b5a accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - iNaturalist Research-grade Observations · 1 Datensatz
iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 13.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich
Ergebnis dieser Runde: Quellengebundene Literaturfassung. Variierende Messreihen und Grenzen der Artzuordnung ausdrücklich belassen; keine unabhängige fachliche Freigabe.
Umfang: Ausgewählte Monografiepassagen mit weiteren taxonspezifischen Quellen abgeglichen; Fotos, Namen und Meldungsstatistik getrennt geprüft.
Erneut herangezogene Quellen
Funga Nordica (2008)
H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.); jeweilige Gattungsbearbeitung · Ausgewählte Artpassage und direkte Schlüsselalternativen; Funga-Nordica.pdf, PDF-S. 723. · eingesehen 13.10.2026
Pleurotus calyptratus · Myko atlas
Česká mykologická společnost · Merkmale, saisonale Angaben und Empfehlung gegen das Sammeln für die Küche gelesen. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Pleurotus calyptratus · abgeglichen am 13.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Funga Nordica (2008)
Seite: PDF-S. 723
- Pleurotus calyptratus · Myko atlas
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappenBildnachweise · Namensabgleich
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich