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Braungestiefelter Risspilz

Inocybe melanopus

SpeisewertGiftig · Verdacht

Giftverdacht: Innerhalb der Gattung der Risspilze (Inocybe) ist das Nervengift Muscarin weit verbreitet; der Braungestiefelte Risspilz ist strikt vom Verzehr ausgeschlossen.

Einordnung & Quellen

Ausführliche Einordnung

Muscarin-Gefahr bei Risspilzen. Blass ockerfarbene Risspilze an Waldwegrändern sind im Gelände leicht mit stark muscarinhaltigen Arten der Gattung Inocybe zu verwechseln.

Fruchtkörper von Inocybe melanopus am natürlichen Standort mit arttypischer Hutform und Färbung.

Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.

Foto: Siv Moen · CC BY 4.0 · Original

Der Braungestiefelte Risspilz ist ein mittelgroßer, blass ockerfarbener Risspilz mit wollig-filzigem Hut, dessen anfangs weißlicher Stiel sich in der unteren Hälfte charakteristisch graubraun bis schwärzlichbraun verfärbt.

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Registereintrag
Abschnitte

Form · Oberfläche · Aufbau

Merkmale erkennen.

Hut

Hut 3–6 cm breit, gewölbt bis flach ausgebreitet mit niedrigem, breitem , wollig-filzig bis feinschuppig, blass ockerfarben bis blass bräunlichgelb.

Unterseite

, gedrängt, jung blass graubeige, später graubraun bis olivbraun mit weißlicher Schneide.

Stiel & Basis

Stiel 3–6 cm lang, 4–10 mm dick, zylindrisch, jung weißlich, in der unteren Hälfte bald graubraun bis schwärzlichbraun nachdunkelnd, nur an der Spitze bereift.

Fleisch

Fleisch im Hut weißlich, in der Stielbasis im Alter graubraun; Geruch schwach spermatisch bis säuerlich.

Sporenpulver

tabakbraun; Sporen 8–10 × 4,5–6 µm (stets < 6 µm breit), glatt, schwach mandelförmig; Hymenialzystiden 45–65 × 10–22 µm, breit zylindrisch, Wand 0,5–1 µm dick.

Nachdunkelnde untere Stielhälfte beachten

Hinweis zur Beobachtung

Mehrere Altersstadien vergleichen und auf die vom Stielgrund her aufsteigende graubraune bis schwärzlichbraune Verfärbung des nur an der Spitze bereiften Stiels achten.

Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.

Quellen

Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 906)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 906. · eingesehen 02.11.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 420)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 420. · eingesehen 02.11.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Quellen zu den Merkmalen
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Merkliste & Sicherung

Standort · Substrat · Beziehungen

Lebensraum verstehen.

Mykorrhizapilz. Laub- und Nadelwälder sowie Parks. Ektomykorrhizapilz in bodensauren bis basenreichen Nadel- und Mischwäldern, an Forstwegrändern sowie bei Weiden und Nadelbäumen; Erscheinungszeit August–November.

Quellen zum Lebensraum
Gezielt gegenüberstellen

Ähnliche Arten.

Gefährliche Verwechslungen

Weitere Arten müssen bei der Bestimmung berücksichtigt werden. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Beobachtung · Variation · Grenzen

Genau hinsehen, besser einordnen.

Dunkel „gestiefelte“ Stielbasis bei Reife

Seinen Namen verdankt Inocybe melanopus dem zylindrischen, nur an der Spitze bereiften Stiel, der jung weißlich ist, sich bei der Reife in der unteren Hälfte jedoch außen wie innen dunkel graubraun bis schwärzlichbraun verfärbt.

Quellen

Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 906)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 906. · eingesehen 02.11.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 420)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 420. · eingesehen 02.11.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Schmale Glattsporen und dünnwandige Zystiden

Mikroskopisch ist die Art durch 8–10 × 4,5–6 µm große (stets unter 6 µm breite), glatte, schwach mandelförmige Sporen und 45–65 × 10–22 µm große, breit zylindrische bis keulige Hymenialzystiden mit nur 0,5–1 µm dünner Wand gekennzeichnet.

Quellen

Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 906)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 906. · eingesehen 02.11.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 420)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 420. · eingesehen 02.11.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Nadel- und Mischwälder sowie Forstwegränder

Von August bis November wächst der Ektomykorrhizapilz unter Nadelbäumen und Weiden auf bodensauren bis basenreichen Böden, häufig gesellig entlang von Waldwegen.

Quellen

Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 906)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 906. · eingesehen 02.11.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 420)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 420. · eingesehen 02.11.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Volksnamen · Sprachen · Belege

Namen & Sprachen.

Bezugsart: Inocybe melanopus

Sprache öffnen, um die Belege zu sehen

DeutschBraungestiefelter RisspilzSchwarzfüßiger Risspilz

Namensbeleg

Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe melanopus (Braungestiefelter Risspilz) · Abgerufen: 04.11.2026

Artsteckbrief Inocybe melanopus (Braungestiefelter Risspilz), Rote Liste Großpilze Deutschlands.

Hier belegt: Braungestiefelter Risspilz · Schwarzfüßiger Risspilz.

NiederländischVleksteelvezelkop

Namensbeleg

Belgian Species List · über GBIF · Abgerufen: 04.11.2026

FinnischMustasukkarisakas

Namensbeleg

The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 04.11.2026

PolnischStrzępiak ciemnonogi

Namensbeleg

Marek Snowarski · Atlas grzybów Polski · Abgerufen: 04.11.2026

TschechischVláknice snědonohá

Namensbeleg

Česká mykologická společnost · Myko atlas · Abgerufen: 04.11.2026

Noch ohne geprüften Namensbeleg

  • Englisch
  • Französisch
  • Spanisch
  • Italienisch
  • Rumänisch
10 weitereWeniger anzeigen
  • Dänisch
  • Norwegisch
  • Schwedisch
  • Slowenisch
  • Kroatisch
  • Serbisch
  • Ungarisch
  • Russisch
  • Chinesisch
  • Japanisch

Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 04.11.2026.

Regionale Beobachtungsdaten · 2015–2025

Fundmeldungen im Jahresverlauf.

3GBIF-Datensätze

Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.

Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.

Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.

Einordnung & Datengrundlage

Meldungen sind keine Prognose.

Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.

Was wurde ausgewählt?

Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 04.11.2026.

Exakte GBIF-Abfrage
Monats- und Länderwerte ansehen
Monat · alle zehn Länder zusammen
MonatDatensätze
Jan0
Feb0
Mär0
Apr0
Mai0
Jun0
Jul1
Aug1
Sep0
Okt0
Nov1
Dez0
Land · alle Monate zusammen
LandDatensätze
Deutschland2
Österreich0
Schweiz1
Tschechien0
Polen0
Slowakei0
Ungarn0
Slowenien0
Liechtenstein0
Luxemburg0

Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.

Aggregierte Werte als CSV herunterladen
Herkunft & Lizenzen · 2 beitragende Datensätze

Daten über GBIF.org. 0 Meldungen unter CC0 1.0, 3 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.

  1. NABU|naturgucker · 2 Datensätze
    naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  2. Swiss National Fungi Databank · 1 Datensatz
    Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Recherchefassung · 3 Fachquellen

Quellen & Prüfstand.

Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellenabgleich · 02.11.2026 ·

Ergebnis dieser Runde: Alle sechs Merkmalsfelder, Verwechslungsarten, Sicherheitshinweise und Beobachtungshinweise sind vollständig mit den Primärquellen abgeglichen.

Umfang: Quellenbasierte Überarbeitung von Inocybe melanopus (Braungestiefelter Risspilz) anhand der Erst- und Bestimmungsliteratur.

Erneut herangezogene Quellen

Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 906)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 906. · eingesehen 02.11.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 420)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 420. · eingesehen 02.11.2026

Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe melanopus (Braungestiefelter Risspilz)
Rote-Liste-Zentrum (BfN) / Dämmrich et al. · Artsteckbrief Inocybe melanopus (Braungestiefelter Risspilz), Rote Liste Großpilze Deutschlands. · eingesehen 02.11.2026

GBIF Backbone Taxonomy – Inocybe melanopus (usageKey 3331396)
GBIF Secretariat · Artprofil und Taxonomie-Abgleich für Inocybe melanopus (usageKey 3331396). · eingesehen 02.11.2026

DGfM · Giftpilzliste und Pilzvergiftungssyndrome
Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) · Übersicht der Pilzvergiftungssyndrome und Giftpilzliste der DGfM · eingesehen 04.11.2026

GBIF-Beobachtung 6558342317 (Inocybe melanopus)
Siv Moen · Feldfoto (Hauptbild), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-melanopus-c2ec5b95b274.webp · eingesehen 04.11.2026

GBIF-Beobachtung 4416126741 (Inocybe melanopus)
Rune Zakariassen · Feldfoto (Galerie 1), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-melanopus-b8437af5e3a5.webp · eingesehen 04.11.2026

GBIF-Beobachtung 4523600623 (Inocybe melanopus)
Perry Gunnar Larsen · Feldfoto (Galerie 2), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-melanopus-0925fc8b46cb.webp · eingesehen 04.11.2026

GBIF-Beobachtung 3927038428 (Inocybe melanopus)
Perry Gunnar Larsen · Feldfoto (Galerie 3), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-melanopus-da6009bdacc4.webp · eingesehen 04.11.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)

Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise

Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.

Quellenname: Inocybe melanopus · abgeglichen am 04.11.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

  1. Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera

    Seite: S. 906

    Bibliografie

    Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.)

    Monografie · direkt geprüfte Artbehandlung · Eingesehen 02.11.2026

  2. Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5

    Seite: S. 420

    Bibliografie

    Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.)

    Monografie · direkt geprüfte Artbehandlung · Eingesehen 02.11.2026

  3. DGfM · Giftpilzliste und Pilzvergiftungssyndrome
    Bibliografie

    Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM)

    national-society · Eingesehen 04.11.2026

    Herangezogen: Übersicht der Pilzvergiftungssyndrome und Giftpilzliste der DGfM

Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen6 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich

Datenabgleich

Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.

  1. Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe melanopus (Braungestiefelter Risspilz)
    Bibliografie

    Rote-Liste-Zentrum (BfN) / Dämmrich et al.

    Nationale Rote Liste · Eingesehen 02.11.2026

    Herangezogen: Artsteckbrief Inocybe melanopus (Braungestiefelter Risspilz), Rote Liste Großpilze Deutschlands

  2. GBIF Backbone Taxonomy – Inocybe melanopus (usageKey 3331396)
    Bibliografie

    GBIF Secretariat

    Taxonomische Datenbank · Eingesehen 02.11.2026

    Herangezogen: Artprofil und Taxonomie-Abgleich für Inocybe melanopus (usageKey 3331396)

  3. GBIF-Beobachtung 6558342317 (Inocybe melanopus)
    Bibliografie

    Siv Moen

    field-observation · Eingesehen 04.11.2026

    Herangezogen: Feldfoto (Hauptbild), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-melanopus-c2ec5b95b274.webp

  4. GBIF-Beobachtung 4416126741 (Inocybe melanopus)
    Bibliografie

    Rune Zakariassen

    field-observation · Eingesehen 04.11.2026

    Herangezogen: Feldfoto (Galerie 1), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-melanopus-b8437af5e3a5.webp

  5. GBIF-Beobachtung 4523600623 (Inocybe melanopus)
    Bibliografie

    Perry Gunnar Larsen

    field-observation · Eingesehen 04.11.2026

    Herangezogen: Feldfoto (Galerie 2), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-melanopus-0925fc8b46cb.webp

  6. GBIF-Beobachtung 3927038428 (Inocybe melanopus)
    Bibliografie

    Perry Gunnar Larsen

    field-observation · Eingesehen 04.11.2026

    Herangezogen: Feldfoto (Galerie 3), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-melanopus-da6009bdacc4.webp

Wissenschaftlich weiterrecherchieren

Die Literatur hinter der Gattung.

3 erschlossene Quellen mit Bezug zu Inocybe. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.

Monografien und Studien zu Inocybe

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