Braungebuckelter Risspilz
Inocybe leiocephala
Giftverdacht: Innerhalb der Gattung der Risspilze (Inocybe) ist das Nervengift Muscarin weit verbreitet; ein Verzehr ist grundsätzlich ausgeschlossen.
Einordnung & Quellen
Ausführliche Einordnung
Muscarin-Gefahr bei Risspilzen. Rotbraune Risspilze mit bereiftem Stiel gehören in eine artenreiche, nur mikroskopisch bestimmbare Verwandtschaftsgruppe mit zahlreichen stark muscarinhaltigen Giftpilzen.
Der Braungebuckelte Risspilz besitzt einen rot- bis orangebraunen Hut mit auffallend glatter, feucht fettig glänzender Mitte und einen blass rötlich getönten, auf ganzer Länge dicht weiß bereiften Stiel.

Fruchtkörper von Inocybe leiocephala am natürlichen Standort mit arttypischer Hutform und Färbung.
Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.

Detailansicht von Inocybe leiocephala (Braungebuckelter Risspilz) mit Blick auf Stiel, Hutrand und Fruchtschicht.
Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Hut 1,5–4 cm breit, kegelig-gewölbt bis ausgebreitet mit , Mitte auffallend glatt und feucht fettig glänzend, zum Rand fein radialfaserig, rot- bis orangebraun.
- Unterseite
, mäßig gedrängt, jung weißlich bis blass graubeige, später ocker- bis zimtbraun mit weißlich bewimperter Schneide.
- Stiel & Basis
Stiel 1,5–5 cm lang, 4–7 mm dick, Basis gleichdick bis schwach knollig, blass rötlich bis fleischbräunlich getönt, auf ganzer Länge dicht weiß bereift, ohne .
- Fleisch
Fleisch weißlich, in der Stielrinde zart rötlich-bräunlich; Geruch schwach spermatisch bis säuerlich.
- Sporenpulver
tabakbraun; Sporen 9–11 × 5,5–6,5 µm, glatt, eiförmig bis mandelförmig; Pleurozystiden 45–75 × 12–20 µm, bauchig-spindelig, Wand bis 3,5 (–4,5) µm dick.
Glatte Hutmitte und Stielbereifung prüfen
Auf den Kontrast zwischen dem glatten, fettig glänzenden Hutscheitel und dem radialfaserigen Rand sowie auf die durchgehende Bereifung des rötlich überhauchten Stiels achten.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 894)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 894. · eingesehen 02.11.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 458)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 458. · eingesehen 02.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Hut
Unterseite
Stiel & Basis
Fleisch
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Mykorrhizapilz. Laub- und Nadelwälder sowie Parks. Mykorrhizapilz bei Nadel- und Laubbäumen (Fichte, Kiefer, Birke sowie Weiden in Küsten- und Binnendünen) auf kalkhaltigen bis mäßig sauren Böden; Juli–Oktober.
Quellen zum Lebensraum
Ähnliche Arten.
Gefährliche Verwechslung
Ist nur im oberen Stieldrittel bereift (nicht bis zur Stielbasis) und hat längere Sporen. Für eine verlässliche Abgrenzung sollten Sporenmaße, Zystidenform und Standortmerkmale im Verbund geprüft werden.
Weitere ähnliche Arten
verfügbar
Lindroths Risspilz
Inocybe lindrothii
Noch kein ArtporträtSehr ähnlich, zeigt jedoch einen lehm- bis gelbbraunen Hut mit dunkler orangebrauner Mitte und wächst vorwiegend boreal-montan.
Weitere Arten müssen bei der Bestimmung berücksichtigt werden. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Glatter Scheitel und rötlicher, bereifter Stiel
Der Artname leiocephala („glattköpfig“) bezieht sich auf die glatte, nicht schuppig aufreißende Hutmitte; der Stiel besitzt völlig fehlende Cortina und ist bis zur Basis mit Caulozystiden bereift.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 894)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 894. · eingesehen 02.11.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 458)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 458. · eingesehen 02.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Dickwandige Metuloide und eiförmige Glattsporen
Mikroskopisch kennzeichnen 9–11 × 5,5–6,5 µm große, glatte, eiförmig-mandelförmige Sporen sowie 45–75 × 12–20 µm große, bauchig-spindelige Pleurozystiden mit bis zu 3,5 (–4,5) µm dicker Wand die Art.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 894)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 894. · eingesehen 02.11.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 458)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 458. · eingesehen 02.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Vom Bergnadelwald bis in die Küstendünen
Inocybe leiocephala (Syn. Inocybe subbrunnea) wächst von Juli bis Oktober als Mykorrhizapilz bei Fichte, Kiefer und Birke sowie bei Kriechweiden in Küsten- und Binnendünen.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 894)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 894. · eingesehen 02.11.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 458)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 458. · eingesehen 02.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Inocybe leiocephala
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschBraungebuckelter RisspilzGlattscheiteliger Risspilz
Namensbeleg
Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe leiocephala (Braungebuckelter Risspilz) · Abgerufen: 04.11.2026
Artsteckbrief Inocybe leiocephala (Braungebuckelter Risspilz), Rote Liste Großpilze Deutschlands.
Hier belegt: Braungebuckelter Risspilz · Glattscheiteliger Risspilz.
NiederländischGladhoedvezelkop
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 04.11.2026
PolnischStrzępiak świerkowo-jodłowy
Namensbeleg
Marek Snowarski · Atlas grzybów Polski · Abgerufen: 04.11.2026
TschechischVláknice hladkohlavá
Namensbeleg
Česká mykologická společnost · Myko atlas · Abgerufen: 04.11.2026
Noch ohne geprüften Namensbeleg
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Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 04.11.2026.
Warum hier keine Kurve steht.
In GBIF ist „Inocybe leiocephala“ ein Synonym des akzeptierten Taxons Inocybe catalaunica. Ohne Belegprüfung der Artabgrenzung werden die Meldungen des akzeptierten Namens nicht als Fundkurve dieser Art dargestellt.
Das bedeutet weder null Fundmeldungen noch fehlendes Vorkommen.
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 02.11.2026 ·
Ergebnis dieser Runde: Alle sechs Merkmalsfelder, Verwechslungsarten, Sicherheitshinweise und Beobachtungshinweise sind vollständig mit den Primärquellen abgeglichen.
Umfang: Quellenbasierte Überarbeitung von Inocybe leiocephala (Braungebuckelter Risspilz) anhand der Erst- und Bestimmungsliteratur.
Erneut herangezogene Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 894)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 894. · eingesehen 02.11.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 458)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 458. · eingesehen 02.11.2026
Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe leiocephala (Braungebuckelter Risspilz)
Rote-Liste-Zentrum (BfN) / Dämmrich et al. · Artsteckbrief Inocybe leiocephala (Braungebuckelter Risspilz), Rote Liste Großpilze Deutschlands. · eingesehen 02.11.2026
GBIF Backbone Taxonomy – Inocybe leiocephala (usageKey 2528039)
GBIF Secretariat · Artprofil und Taxonomie-Abgleich für Inocybe leiocephala (usageKey 2528039). · eingesehen 02.11.2026
DGfM · Giftpilzliste und Pilzvergiftungssyndrome
Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) · Übersicht der Pilzvergiftungssyndrome und Giftpilzliste der DGfM · eingesehen 04.11.2026
GBIF-Beobachtung 5036687985 (Inocybe leiocephala)
Justin Paulin · Feldfoto (Hauptbild), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-leiocephala-deaa9327c404.webp · eingesehen 04.11.2026
GBIF-Beobachtung 5007000366 (Inocybe leiocephala)
Leanne Stacy Reitan · Feldfoto (Galerie 1), Lizenz CC0 1.0, Datei inocybe-leiocephala-d265d0f0d412.webp · eingesehen 04.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Inocybe leiocephala · abgeglichen am 04.11.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera
Seite: S. 894
- Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition)
Seite: S. 458
- DGfM · Giftpilzliste und Pilzvergiftungssyndrome
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen4 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe leiocephala (Braungebuckelter Risspilz)
- GBIF Backbone Taxonomy – Inocybe leiocephala (usageKey 2528039)
- GBIF-Beobachtung 5036687985 (Inocybe leiocephala)
- GBIF-Beobachtung 5007000366 (Inocybe leiocephala)
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich
Wie wir recherchieren und prüfen
Die Literatur hinter der Gattung.
3 erschlossene Quellen mit Bezug zu Inocybe. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.
Monografien und Studien zu Inocybe