Gold-Risspilz
Inocybe aurea
Giftverdacht: Innerhalb der Gattung der Risspilze (Inocybe) kommen schwere Muscarin-Vergiftungen vor; auch der seltene Gold-Risspilz ist strikt vom Verzehr ausgeschlossen.
Einordnung & Quellen
Ausführliche Einordnung
Muscarin-Risiko bei gelben Risspilzen. Gelbhütige Risspilze dürfen niemals mit essbaren gelben Lamellenpilzen verwechselt werden und stehen wie die gesamte Gattung Inocybe unter strengem Giftverdacht.
Der Gold-Risspilz ist ein kleiner, auffallend goldgelb bis gelborange gefärbter Risspilz mit feinschuppigem Hut, gelblich durchfärbendem Stiel und schwach höckerigen Sporen auf sandigen oder anmoorigen Böden.

Fruchtkörper von Inocybe aurea (Gold-Risspilz) am natürlichen Standort mit arttypischer Hutform und Färbung.
Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.

Detailansicht von Inocybe aurea (Gold-Risspilz) mit Blick auf Stiel, Hutrand und Fruchtschicht.
Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Hut 1,5–3 cm breit, gewölbt bis ausgebreitet mit kleinem , feinschuppig, leuchtend goldgelb bis gelborange, in der Mitte dunkler bräunlich getönt.
- Unterseite
, mäßig gedrängt, jung blass beige, später ocker- bis graubraun.
- Stiel & Basis
Stiel 1,5–3 cm lang, 2–6 mm dick, zylindrisch, anfangs weiß, später gelblich durchfärbend, längsfaserig mit flüchtiger .
- Fleisch
Fleisch dünn, weißlich bis blass gelblich; Geruch unauffällig.
- Sporenpulver
tabakbraun; Sporen 8,5–10,5 × 5–6,5 µm, unregelmäßig und eher schwach höckerig; Hymenialzystiden 45–65 × 18–25 µm, keulig, Wand ca. 1 µm dick, meist ohne Kristalle.
Goldgelbe Hutfarbe und Gehölze beachten
Auf den leuchtend goldgelben bis gelborangen, feinschuppigen Hut, den ohne Basalknolle auskommenden, gelblich verfärbenden Stiel und die Nähe von Kiefern oder Weiden achten.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 877)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 877. · eingesehen 02.11.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 431)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 431. · eingesehen 02.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Hut
Unterseite
Stiel & Basis
Fleisch
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Mykorrhizapilz. Laub- und Nadelwälder sowie Parks. Ektomykorrhizapilz auf nährstoffarmen, sandigen oder anmoorigen Böden bei Kiefern und Kriech- bzw. Strauchweiden von den Küstendünen bis in die subalpine Stufe; Juli–Oktober.
Quellen zum Lebensraum
Ähnliche Arten.
Gefährliche Verwechslung
Hat einen dunkel kastanien- bis umbrabraunen Hut ohne goldgelbe Farben und eine knollige Stielbasis.
Weitere ähnliche Arten
verfügbar
Gelbblättriger Risspilz
Inocybe xanthomelas
Noch kein ArtporträtBesitzt einen ockerbraunen Hut, einen auf ganzer Länge weißlich bereiften, beim Trocknen schwärzenden Stiel mit gerandeter Knolle und stärker sternförmig-höckerige Sporen.
Weitere Arten müssen bei der Bestimmung berücksichtigt werden. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Leuchtend goldgelber bis gelboranger Habitus
Innerhalb der höckersporigen Risspilze fällt die nur 1,5–3 cm breite Inocybe aurea sofort durch den feinschuppigen, intensiv goldgelben bis gelborangen Hut und den später gelblich durchfärbenden, knollenlosen Stiel auf.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 877)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 877. · eingesehen 02.11.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 431)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 431. · eingesehen 02.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Schwach höckerige Sporen und keulige Zystiden
Mikroskopisch zeigt die Art 8,5–10,5 × 5–6,5 µm große, unregelmäßig und eher schwach höckerige Sporen sowie 45–65 × 18–25 µm große, breit keulige, dünnwandige (Wand ca. 1 µm) Hymenialzystiden meist ohne Kristalle.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 877)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 877. · eingesehen 02.11.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 431)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 431. · eingesehen 02.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Sandige und anmoorige Böden bei Kiefer und Weide
Von Juli bis Oktober wächst der seltene Ektomykorrhizapilz auf nährstoffarmen Sand- und Moorböden unter Kiefern und Strauchweiden von den Küstendünen bis in die subalpine Stufe.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 877)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 877. · eingesehen 02.11.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 431)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 431. · eingesehen 02.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Inocybe aurea
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschGold-RisspilzGoldgelber Risspilz
Namensbeleg
Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe aurea (Gold-Risspilz) · Abgerufen: 04.11.2026
Artsteckbrief Inocybe aurea (Gold-Risspilz), Rote Liste Großpilze Deutschlands.
Hier belegt: Gold-Risspilz · Goldgelber Risspilz.
NiederländischGoudgele vezelkop
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 04.11.2026
NorwegischGulltrevlesopp
FinnischKultarisakas
Namensbeleg
The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 04.11.2026
TschechischVláknice zlatá
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 04.11.2026
RussischВолоконница золотисто-жёлтая
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 04.11.2026
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Englisch
- Französisch
- Spanisch
- Italienisch
- Rumänisch
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- Dänisch
- Schwedisch
- Polnisch
- Slowenisch
- Kroatisch
- Serbisch
- Ungarisch
- Chinesisch
- Japanisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 04.11.2026.
Fundmeldungen im Jahresverlauf.
Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.
Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.
Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.
Einordnung & Datengrundlage
Meldungen sind keine Prognose.
Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.
Was wurde ausgewählt?
Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 04.11.2026.
Exakte GBIF-AbfrageMonats- und Länderwerte ansehen
| Monat | Datensätze |
|---|---|
| Jan | 0 |
| Feb | 0 |
| Mär | 0 |
| Apr | 0 |
| Mai | 0 |
| Jun | 0 |
| Jul | 0 |
| Aug | 4 |
| Sep | 1 |
| Okt | 0 |
| Nov | 0 |
| Dez | 0 |
| Land | Datensätze |
|---|---|
| Deutschland | 0 |
| Österreich | 1 |
| Schweiz | 4 |
| Tschechien | 0 |
| Polen | 0 |
| Slowakei | 0 |
| Ungarn | 0 |
| Slowenien | 0 |
| Liechtenstein | 0 |
| Luxemburg | 0 |
Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.
Aggregierte Werte als CSV herunterladenHerkunft & Lizenzen · 2 beitragende Datensätze
Daten über GBIF.org. 0 Meldungen unter CC0 1.0, 5 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.
- Swiss National Fungi Databank · 4 Datensätze
Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 1 Datensatz
Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 02.11.2026 ·
Ergebnis dieser Runde: Alle sechs Merkmalsfelder, Verwechslungsarten, Sicherheitshinweise und Beobachtungshinweise sind vollständig mit den Primärquellen abgeglichen.
Umfang: Quellenbasierte Überarbeitung von Inocybe aurea (Gold-Risspilz) anhand der Erst- und Bestimmungsliteratur.
Erneut herangezogene Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 877)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 877. · eingesehen 02.11.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 431)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 431. · eingesehen 02.11.2026
Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe aurea (Gold-Risspilz)
Rote-Liste-Zentrum (BfN) / Dämmrich et al. · Artsteckbrief Inocybe aurea (Gold-Risspilz), Rote Liste Großpilze Deutschlands. · eingesehen 02.11.2026
GBIF Backbone Taxonomy – Inocybe aurea (usageKey 2528144)
GBIF Secretariat · Artprofil und Taxonomie-Abgleich für Inocybe aurea (usageKey 2528144). · eingesehen 02.11.2026
DGfM · Giftpilzliste und Pilzvergiftungssyndrome
Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) · Übersicht der Pilzvergiftungssyndrome und Giftpilzliste der DGfM · eingesehen 04.11.2026
GBIF-Beobachtung 4906554295 (Inocybe aurea)
Rob van Kruining · Feldfoto (Hauptbild), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-aurea-843354277b7a.webp · eingesehen 04.11.2026
GBIF-Beobachtung 2354919262 (Inocybe aurea)
Reidun Braathen · Feldfoto (Galerie 1), Lizenz CC BY 4.0, Datei inocybe-aurea-5f50c1ec69ba.webp · eingesehen 04.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Inocybe aurea · abgeglichen am 04.11.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera
Seite: S. 877
- Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition)
Seite: S. 431
- DGfM · Giftpilzliste und Pilzvergiftungssyndrome
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen4 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe aurea (Gold-Risspilz)
- GBIF Backbone Taxonomy – Inocybe aurea (usageKey 2528144)
- GBIF-Beobachtung 4906554295 (Inocybe aurea)
- GBIF-Beobachtung 2354919262 (Inocybe aurea)
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich
Wie wir recherchieren und prüfen
Die Literatur hinter der Gattung.
3 erschlossene Quellen mit Bezug zu Inocybe. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.
Monografien und Studien zu Inocybe