Purpurfüßiger Schleimkopf
Cortinarius porphyropus
Ungenießbar ohne Speisewert; weder in der DGfM-Positivliste noch in der ÖMG-Liste als Speisepilz geführt. Nicht zum Verzehr sammeln.
Quellen zum Speisewert
Weder in der DGfM-Positivliste noch in der ÖMG-Liste als Speisepilz geführt und ohne Speisewert. Wegen Verwechslungsgefahr mit ähnlichen Arten nicht sammeln. Anders als der Reifpilz (Cortinarius caperatus) in der DGfM-Positivliste sind viele Schleierlinge ungenießbar oder giftig.
Purpurfüßiger Schleimkopf ist ein mykorrhizapilz mit charakteristischem Standort. Im Gelände erfordert die sichere Trennung von Purpurfleckender Klumpfuß den genauen Blick auf Fruchtschicht, Stiel und Sporenmaße.

Fruchtkörper von Cortinarius porphyropus am natürlichen Standort mit arttypischer Hutform und Färbung.
Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.

Detailansicht von Cortinarius porphyropus (Purpurfüßiger Schleimkopf) mit Blick auf Stiel, Hutrand und Fruchtschicht.
Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.

Aufsicht auf die Hutoberfläche und Farbzonierung von Cortinarius porphyropus (Purpurfüßiger Schleimkopf) am Fundort.
Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.

Typische Wuchsform und Substratbindung von Cortinarius porphyropus im natürlichen Lebensraum.
Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
40–70 mm breit, halbkugelig bis gewölbt, später ausgebreitet, blass ockerfarben bis silbrig-lehmfarben, selten schwach violettlich überhaucht, schmierig.
- Unterseite
Jung violett bis violettgrau, später rostbraun, bei Druck und Verletzung kräftig purpurviolett fleckend.
- Stiel & Basis
40–90 × 10–15 mm, zylindrisch bis leicht keulig, im oberen Teil violettlich, ohne .
- Fleisch
Violettlich bis weißlich-grau, bei Schnitt oder Druck rasch purpurviolett anlaufend.
- Sporenpulver
rostbraun; Sporen 8–10 µm lang (im Durchschnitt unter 10 µm), elliptisch bis mandelförmig, deutlich warzig ornamentiert.
Bestimmung im Merkmalsverbund sichern
Am Fundort auf Substrat und Begleitbäume achten sowie Hutoberfläche, Fruchtschicht und Stielbasis in verschiedenen Altersstadien dokumentieren.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 714)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 714. · eingesehen 01.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 80)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 80. · eingesehen 01.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 158)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 158. · eingesehen 01.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Hut
Unterseite
Stiel & Basis
Fleisch
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Mykorrhizapilz. Wärmebegünstigte Laubwälder. Ektomykorrhizapilz in Laub- und Mischwäldern, insbesondere bei Rotbuche (Fagus sylvatica) und Birke (Betula) auf mäßig frischen bis frischen, oft basenreichen Böden; Erscheinungszeit August–November.
Quellen zum Lebensraum
Ähnliche Arten.
verfügbar
Purpurfleckender Klumpfuß
Cortinarius purpurascens
Noch kein ArtporträtFleisch und Lamellen flecken auf Druck ebenfalls intensiv purpurviolett, der Hut ist jedoch kräftiger kastanien-, dattel- bis violettbraun gefärbt und die Stielbasis oft deutlich gerandet knollig.
Habituell zierlicher mit meist unter 40 mm breitem Hut und mikroskopisch durch längere Sporen von 10–13 µm getrennt.
Weitere Arten müssen bei der Bestimmung berücksichtigt werden. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Makroskopische Schlüsselmerkmale im Gelände
Für die makroskopische Ansprache im Gelände sind die Ausprägung des Hutes, die Färbung der Fruchtschicht im Reifeverlauf sowie die Beschaffenheit des Stiels entscheidend. Erst das Zusammenspiel dieser Merkmale erlaubt eine zuverlässige Abgrenzung gegenüber Purpurfleckender Klumpfuß.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 714)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 714. · eingesehen 01.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 80)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 80. · eingesehen 01.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 158)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 158. · eingesehen 01.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Mikroskopische Absicherung
Zur sicheren mikroskopischen Bestimmung dienen neben der Sporenform und dem Sporenornament vor allem die Elemente der Fruchtschicht und Huthaut: Keine differenzierten Cheilo- oder Pleurozystiden; Huthaut als schleimige Ixocutis ausgebildet.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 714)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 714. · eingesehen 01.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 80)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 80. · eingesehen 01.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 158)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 158. · eingesehen 01.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Standort, Ökologie und Verbreitung
Ökologisch und biogeografisch zeigt die Art ein klares Profil: In Europa in der temperaten und hemiborealen Zone verbreitet, in Deutschland zerstreut bis selten nachgewiesen. Die Fruchtkörper erscheinen überwiegend im Zeitraum August–November.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 714)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 714. · eingesehen 01.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 80)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 80. · eingesehen 01.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 158)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 158. · eingesehen 01.11.2026
Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Cortinarius porphyropus (Purpurfüßiger Schleimkopf)
Rote-Liste-Zentrum (BfN) / Dämmrich et al. · Artsteckbrief Cortinarius porphyropus (Purpurfüßiger Schleimkopf), Rote Liste Großpilze Deutschlands. · eingesehen 01.11.2026
GBIF Backbone Taxonomy – Cortinarius porphyropus (usageKey 2529393)
GBIF Secretariat · Artprofil und Taxonomie-Abgleich für Cortinarius porphyropus (usageKey 2529393). · eingesehen 01.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Cortinarius porphyropus
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschPurpurfüßiger SchleimkopfPurpurfleckender Schleimkopf
Namensbeleg
Rote-Liste-Zentrum · Großpilze Deutschlands (2016) · Abgerufen: 01.11.2026
Artsteckbrief Cortinarius porphyropus (Purpurfüßiger Schleimkopf), Rote Liste Großpilze Deutschlands.
Noch ohne geprüften Namensbeleg
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- Japanisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 01.11.2026.
Warum hier keine Kurve steht.
In GBIF ist „Cortinarius porphyropus“ ein Synonym des akzeptierten Taxons Thaxterogaster porphyropus. Ohne Belegprüfung der Artabgrenzung werden die Meldungen des akzeptierten Namens nicht als Fundkurve dieser Art dargestellt.
Das bedeutet weder null Fundmeldungen noch fehlendes Vorkommen.
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 01.11.2026 · Neues Literaturporträt
Ergebnis dieser Runde: Aus den angegebenen Quellen zusammengestellt; keine unabhängige Fachfreigabe.
Umfang: Artmerkmale, Lebensraum, Verwechslungen und Speisewert nach den angegebenen Quellen.
Erneut herangezogene Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 714)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Gedruckte S. 714. · eingesehen 01.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 80)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 80. · eingesehen 01.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5 (S. 158)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Gedruckte S. 158. · eingesehen 01.11.2026
Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Cortinarius porphyropus (Purpurfüßiger Schleimkopf)
Rote-Liste-Zentrum (BfN) / Dämmrich et al. · Artsteckbrief Cortinarius porphyropus (Purpurfüßiger Schleimkopf), Rote Liste Großpilze Deutschlands. · eingesehen 01.11.2026
GBIF Backbone Taxonomy – Cortinarius porphyropus (usageKey 2529393)
GBIF Secretariat · Artprofil und Taxonomie-Abgleich für Cortinarius porphyropus (usageKey 2529393). · eingesehen 01.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Cortinarius porphyropus · abgeglichen am 01.11.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera
Seite: S. 714
- Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5
Seiten: S. 80 · S. 158
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen2 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Cortinarius porphyropus (Purpurfüßiger Schleimkopf)
- GBIF Backbone Taxonomy – Cortinarius porphyropus (usageKey 2529393)
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich
Wie wir recherchieren und prüfen
Die Literatur hinter der Gattung.
Warum zwei wissenschaftliche Namen nebeneinander stehen können.Eine neue Gattungsklassifikation ist eine begründete Hypothese. Auch umfangreiche DNA-Daten können unterschiedliche Deutungen zulassen.5 erschlossene Quellen mit Bezug zu Cortinarius. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.
Monografien und Studien zu Cortinarius