Dauerporling
Coltricia perennis
Ungenießbar: ÖMG und tschechischer Myko-Atlas führen den Dauerporling als ungenießbar bzw. nicht essbar. Ähnliche Kork- und Duftstachelinge tragen Stacheln statt Poren – die Unterseite entscheidet.
Einordnung & Quellen
Ausführliche Einordnung
Poren oder Stacheln. Gezonte, braune Bodenpilze mit Stacheln – Kork- und Duftstachelinge – sehen ähnlich aus; die Unterseite entscheidet. Nahe verwandte Dauerporlinge sind teils nur mikroskopisch zu trennen.
Die Speisewerttabelle der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft führt den Dauerporling als ungenießbar (zäh), der tschechische Myko-Atlas als nicht essbar. In den Listen von DGfM und VAPKO ist er nicht aufgeführt.
Ein dünnhütiger Bodenporling mit zentralem Stiel und eng konzentrisch gezontem, samtig gelb- bis rostbraunem Hut. Die braune Unterseite trägt feine Poren statt Stacheln; die Art wächst auf sandigen, sauren Böden, vor allem in Nadelwäldern.

Fruchtkörper in Bodennähe von der Seite: trichterförmig vertiefter, welliger Hut, innen eng konzentrisch rot- bis rostbraun gezont mit hellem Rand; die graubraune, fein porige Unterseite läuft zum kurzen, in der Streu steckenden Stiel herab. Moos und Nadelstreu. Woiwodschaft Heiligkreuz (Świętokrzyskie), Polen, 28. Juli 2023.
Fundort auf iNaturalist verschleiert, nur die Woiwodschaft ist bekannt. Der zentrale Stiel ist aus diesem Blickwinkel nur ansatzweise zu sehen; die Poren erscheinen nur als feine Punktierung (Nahansicht in Bild 2). Am linken Rand ragt eine Messerklinge ins Bild. Smartphone-Aufnahme, Vordergrund unscharf.

Unterseite eines aus zwei verwachsenen Hüten bestehenden Fruchtkörpers in der Hand: braune Porenschicht mit gut sichtbaren, rundlich-eckigen Poren; am Grund der kurze, mit Streu behaftete Stiel, daneben ein kleiner Nadelbaumkeimling. Nationalpark Bayerischer Wald (Neuschönau), 26. August 2023.
Herausgenommen und in der Hand fotografiert; ohne Maßstab, die Porenzahl je Millimeter ist nicht ablesbar. Der Stiel ist durch anhaftende Streu weitgehend verdeckt. Smartphone-Aufnahme mit kräftiger Nachschärfung.
Katrin Simon via iNaturalist, CC BY 4.0 · CC BY 4.0 · Original

Einzelner Hut von oben auf sandigem Boden mit Nadelstreu, Moos und Falllaub: eng konzentrisch gezont in Rost-, Zimt- und Graubraun mit hellem Rand, in der Mitte genabelt vertieft, am Rand mehrfach eingeschnitten. Kreis Bytów (Pommern), Polen, 8. Oktober 2024.
Aufsicht; Stiel und Unterseite sind nicht zu sehen. Die Baumart am Fundort ist nicht angegeben.
Bartosz Czołczyński via iNaturalist, CC BY 4.0 · CC BY 4.0 · Original
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Hut dünn, rundlich, flach bis trichterig oder vertieft, oft wellig; nach dem GPBW-Schlüssel 2–10 cm breit, in Pilze der Schweiz kleiner angegeben (15–30, selten bis 50 mm). Oberseite samtig bis fein filzig, matt, eng konzentrisch gezont in Gelb-, Zimt-, Rost- oder Graubraun, alt grauocker. Rand dünn, flatterig-wellig, bisweilen eingerissen. Benachbarte Hüte können verwachsen; aus Laubwäldern sind auch ungezonte Hüte beschrieben.
- Unterseite
Keine und keine . Porenschicht braun bis graubeige, auch gelb-, ocker- oder rostbraun; rundlich-eckig, (1) 2–4 je mm, mit bloßem Auge gut sichtbar. kurz (nach PdS etwa 2 mm), am Stiel herablaufend; Randzone steril.
- Stiel & Basis
Meist zentral, selten seitlich, nach PdS 20–40 × 2–6 mm; zylindrisch bis abgeflacht, rost- bis dunkelbraun, samtig-filzig, zur Basis etwas erweitert. Stiele benachbarter Fruchtkörper können verwachsen.
- Fleisch
Dünn, braun, korkig-zäh bis lederig, ohne besonderen Geruch. Nach der Gattungsbeschreibung in GPBW färbt sich das Gewebe in Kalilauge (KOH) schwarz. Die Hyphen tragen keine .
- Sporenpulver
gelb- bis ockerbraun. Sporen glatt, elliptisch, blass gelblich bis bräunlich; nach Fungi of Temperate Europe 6–9 (–10) × 3,5–5 (–5,5) µm, nach PdS 6–7,5 × 4–4,5 µm. Deutlich breitere Sporen sprechen für den Zimtfarbenen Dauerporling.
Unterseite prüfen: Poren, keine Stacheln
Einen Fruchtkörper vorsichtig anheben und Hutoberseite und Unterseite gemeinsam fotografieren. Feine, rundlich-eckige Poren (2–4 je mm) sprechen für den Dauerporling, Stacheln für Kork- oder Duftstachelinge. Ein seidig glänzender, zimt- bis rotbrauner Hut, besonders aus einem Laubwald, verlangt den mikroskopischen Vergleich mit dem Zimtfarbenen Dauerporling.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 248, PDF-S. 247: Nr. 298 Coltricia perennis (L.: Fr.) Murr., „Brauner Dauerporling“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen (Abgrenzung zu Onnia tomentosa und Coltricia cinnamomea mit Sporenbreiten nach Ryvarden 1976), untersuchter Fund; auf derselben Seite Nr. 299 Onnia tomentosa („Gestielter Filzporling“). · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 428, PDF-S. 427: Hymenochaetaceae-Schlüssel und Gattung Coltricia (Kontext in KOH schwarz, monomitisch, ohne Schnallen, Bodensaprobionten, vielleicht auch Mykorrhizapartner; Artenschlüssel: C. perennis Hut 2–10 cm, Sporen 3,5–4,5 µm breit; C. cinnamomea Hut 1,5–4 cm, Sporen 4,5–7 µm breit). Gedruckte S. 429, PDF-S. 428: 1.1 C. cinnamomea, 1.2 C. montagnei, 1.3 C. perennis (Morphologie, Ökologie). Gedruckte S. 430–431, PDF-S. 429–430: Begleitbaumarten, Phänologie mit Monatstabelle, Verbreitung, Höhenstufen, Erstnachweise, Bestand und Bedrohung (regional G2), allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 584, PDF-S. 585: Key A – polypores with a stem, Punkte 1–6: bodenbewohnend, Fleisch bräunlich; C. cinnamomea (Hut etwas glänzend, 2–4 Poren/mm, Sporen 6–8 × 5–6 µm, Q ca. 1,3, auch auf Brandstellen in Nadelwäldern, ektomykorrhizisch), C. confluens (Hut gleichmäßig filzig, bei Laubbäumen auf besseren Böden), C. perennis (Hut gezont, 2–4 Poren/mm, Sporen 6–9 (–10) × 3,5–5 (–5,5) µm, Q 1,3–2, auf Boden (ektomykorrhizisch) in sandigen Nadelholzforsten, seltener auf Rohhumus in Buchenwäldern, häufig), C. focicola (1–2 Poren/mm, meist auf Brandstellen). · eingesehen 18.10.2026
Coltricia confluens: a new polypore from the Netherlands
P. J. Keizer · Persoonia 16(3): 389–391 (1997). S. 389–390: Beschreibung von C. confluens; S. 391: Unterschiede zu C. perennis (Wuchs, Zonierung, Farbe, Hutform, Habitat: C. perennis auf trockenen, sandigen Böden meist unter Pinus, seltener unter Fagus oder Quercus, als ektomykorrhizisch nachgewiesen nach Danielson 1984; starker Rückgang in den Niederlanden nach Arnolds 1989) und zu C. cinnamomea (radialer Glanz, Sporen-Q 1,3–1,4 gegenüber 1,4–1,8). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Hut
Unterseite
Stiel & Basis
Fleisch
Sporenpulver
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
- Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, 2014)
- Coltricia perennis (L.) Murrill 1903 – ďubkatec pohárkovitý · Myko atlas
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
- Coltricia perennis, Tiger's Eye – identification
Eigene Beobachtung notieren Notiz vorhanden
Ausschließlich lokal auf deinem Gerät gespeichert.
Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Lebensweise & Standort
Bodenbewohner · Ektomykorrhiza nach Sekundärangaben. Sandige, saure Böden in Nadelwäldern; Wege, Böschungen. Am Boden lichter, sandiger bis kiesiger, saurer und nährstoffarmer Stellen: in Nadel- und Nadelmischwäldern, Kiefern- und Fichtenforsten, an Waldwegen, Böschungen und auf wenig bewachsenen Lichtungen, gelegentlich auf alten Brandstellen; seltener in bodensauren Buchen- und Eichenwäldern. Kalk- und nährstoffreiche Böden werden weitgehend gemieden. Fruchtkörper einjährig, hauptsächlich Juni bis Oktober; überständige Exemplare finden sich bis in den Winter.
Mykorrhizapartner · Beispiele
- Buchen
- Eichen
- Fichten
- Kiefern
Fundmeldungen im Jahreslauf
Die meisten Fundmeldungen: August bis September. Alle Monatswerte
Quellen zum Lebensraum
Ökologie & Lebensraum
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000) · Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986) · Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) · Coltricia confluens: a new polypore from the Netherlands · Coltricia perennis (L.) Murrill 1903 – ďubkatec pohárkovitý · Myko atlas · Coltricia perennis, Tiger's Eye – identification
Die Auswahl ist keine vollständige Wirtsliste. Ein Fund neben einem Baum beweist allein keine Partnerschaft. Die Blattformen stehen beispielhaft für die beschriftete Baumgruppe.
Icons: Blatt & NadelÄhnliche Arten.
Hut seidig glänzend, lebhaft zimt- bis rotbraun und meist kleiner (nach GPBW-Schlüssel 1,5–4 cm); Sporen breiter (nach FTE 6–8 × 5–6 µm, Q um 1,3). Nach GPBW auf Erde und morschem Holz in Laubwäldern und Haselhecken, nach FTE dagegen vor allem auf Boden in Nadelwäldern, auch auf Brandstellen. Makroskopisch nicht immer sicher trennbar; Laubwaldfunde mikroskopisch prüfen.
verfügbar
Gestielter Filzporling
Onnia tomentosa
Noch kein ArtporträtRobuster, mit ungezontem bis undeutlich gezontem, höckerigem Hut und dickem, konisch-knorrigem Stiel; im Hymenium mit dunkelbraunen Setae. Wächst unter Nadelbäumen in Verbindung mit deren Wurzeln. Gerhardt nennt ihn als Verwechslungsart.
Ebenfalls konzentrisch gezonte, braune Hüte auf Waldboden, aber mit Stacheln statt Poren an der Unterseite und braunen, warzigen Sporen. Im Schweizer Schlüssel trennt die stachelige gegenüber der porigen Fruchtschicht die beiden bereits an erster Stelle.
Konzentrisch gezonter, zäher Stacheling mit gezontem Fleisch; Unterseite mit Stacheln, Sporen farblos und fein stachelig, getrocknet mit würzigem Maggi-Geruch. Der Dauerporling hat Poren und glatte, gelbliche bis bräunliche Sporen.
verfügbar
Coltricia confluens
Noch kein ArtporträtMeist viele verwachsene, unregelmäßig gelappte Hüte, kaum gezont und gleichmäßiger braun; in Parks und Pflanzungen bei Laubgehölzen auf nährstoffreicheren Böden. Nach Keizer wohl saprotroph, nach FTE dagegen ektomykorrhizisch mit Laubbäumen. Mikroskopisch fand Keizer keine Unterschiede zu C. perennis.
Ebenfalls bunt gezont, wächst aber an Holz, bildet meist gelappte Fruchtkörper und hat weißes Sporenpulver. Der Dauerporling wächst auf dem Boden und hat goldbraunes Sporenpulver.
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Dauerhaft, aber einjährig
Trotz des Namens bilden sich die Fruchtkörper jedes Jahr neu. Sie sind korkig-zäh und halten sich lange; in Südwestdeutschland finden sich überständige Exemplare bis in den Januar.
Quellen
Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 248, PDF-S. 247: Nr. 298 Coltricia perennis (L.: Fr.) Murr., „Brauner Dauerporling“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen (Abgrenzung zu Onnia tomentosa und Coltricia cinnamomea mit Sporenbreiten nach Ryvarden 1976), untersuchter Fund; auf derselben Seite Nr. 299 Onnia tomentosa („Gestielter Filzporling“). · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 428, PDF-S. 427: Hymenochaetaceae-Schlüssel und Gattung Coltricia (Kontext in KOH schwarz, monomitisch, ohne Schnallen, Bodensaprobionten, vielleicht auch Mykorrhizapartner; Artenschlüssel: C. perennis Hut 2–10 cm, Sporen 3,5–4,5 µm breit; C. cinnamomea Hut 1,5–4 cm, Sporen 4,5–7 µm breit). Gedruckte S. 429, PDF-S. 428: 1.1 C. cinnamomea, 1.2 C. montagnei, 1.3 C. perennis (Morphologie, Ökologie). Gedruckte S. 430–431, PDF-S. 429–430: Begleitbaumarten, Phänologie mit Monatstabelle, Verbreitung, Höhenstufen, Erstnachweise, Bestand und Bedrohung (regional G2), allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026
Coltricia perennis, Tiger's Eye – identification
Pat O’Reilly · First Nature · Einleitung, Distribution, Identification Guide (Hut, Röhren und Poren, Stiel, Sporen 6–7,5 × 4–4,5 µm, Sporenpulver goldbraun), Habitat & Ecological role (sandiger Boden, Nadelwaldränder und Lichtungen, oft Brandstellen, Heide), Similar species (Trametes versicolor), Culinary Notes. Culinary Notes: zäh und wenig substanzreich, keine Rezeptangaben (im Review neu geladen). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Bodenzersetzer oder Baumpartner?
GPBW beschreibt die Gattung als Bodensaprobionten, vielleicht auch Mykorrhizapartner, und vermutet im Dauerporling einen fakultativen Mykorrhizapilz von Fichte und Kiefer. Keizer (1997) und der Schlüssel Fungi of Temperate Europe führen ihn als ektomykorrhizisch; Keizer beruft sich dafür auf eine Studie aus nordamerikanischen Kiefernbeständen von 1984, der Myko atlas auf ein Werk von 2016 – beide Primärquellen wurden hier nicht eingesehen. Molekular belegt ist Ektomykorrhiza für mehrere Coltricia- und Coltriciella-Arten auf den Seychellen.
Quellen
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 428, PDF-S. 427: Hymenochaetaceae-Schlüssel und Gattung Coltricia (Kontext in KOH schwarz, monomitisch, ohne Schnallen, Bodensaprobionten, vielleicht auch Mykorrhizapartner; Artenschlüssel: C. perennis Hut 2–10 cm, Sporen 3,5–4,5 µm breit; C. cinnamomea Hut 1,5–4 cm, Sporen 4,5–7 µm breit). Gedruckte S. 429, PDF-S. 428: 1.1 C. cinnamomea, 1.2 C. montagnei, 1.3 C. perennis (Morphologie, Ökologie). Gedruckte S. 430–431, PDF-S. 429–430: Begleitbaumarten, Phänologie mit Monatstabelle, Verbreitung, Höhenstufen, Erstnachweise, Bestand und Bedrohung (regional G2), allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 584, PDF-S. 585: Key A – polypores with a stem, Punkte 1–6: bodenbewohnend, Fleisch bräunlich; C. cinnamomea (Hut etwas glänzend, 2–4 Poren/mm, Sporen 6–8 × 5–6 µm, Q ca. 1,3, auch auf Brandstellen in Nadelwäldern, ektomykorrhizisch), C. confluens (Hut gleichmäßig filzig, bei Laubbäumen auf besseren Böden), C. perennis (Hut gezont, 2–4 Poren/mm, Sporen 6–9 (–10) × 3,5–5 (–5,5) µm, Q 1,3–2, auf Boden (ektomykorrhizisch) in sandigen Nadelholzforsten, seltener auf Rohhumus in Buchenwäldern, häufig), C. focicola (1–2 Poren/mm, meist auf Brandstellen). · eingesehen 18.10.2026
Coltricia confluens: a new polypore from the Netherlands
P. J. Keizer · Persoonia 16(3): 389–391 (1997). S. 389–390: Beschreibung von C. confluens; S. 391: Unterschiede zu C. perennis (Wuchs, Zonierung, Farbe, Hutform, Habitat: C. perennis auf trockenen, sandigen Böden meist unter Pinus, seltener unter Fagus oder Quercus, als ektomykorrhizisch nachgewiesen nach Danielson 1984; starker Rückgang in den Niederlanden nach Arnolds 1989) und zu C. cinnamomea (radialer Glanz, Sporen-Q 1,3–1,4 gegenüber 1,4–1,8). · eingesehen 18.10.2026
Ectomycorrhizas of Coltricia and Coltriciella (Hymenochaetales, Basidiomycota) on Caesalpiniaceae, Dipterocarpaceae and Myrtaceae in Seychelles
L. Tedersoo, T. Suvi, K. Beaver & I. Saar · Mycological Progress 6: 101–107 (2007). Abstract (Springer): ITS- und LSU-Sequenzen zeigen Ektomykorrhiza von vier Coltricia- und Coltriciella-Arten mit Vateriopsis, Intsia und Eucalyptus auf den Seychellen; dünner orange- bis dunkelbrauner Mantel, sehr dicke schnallenlose Hyphen. · eingesehen 17.10.2026
Coltricia perennis (L.) Murrill 1903 – ďubkatec pohárkovitý · Myko atlas
Karel Tejkal (Text), Česká mykologická společnost · Synonyma; Popis (Hut, Röhren und Poren, Stiel, Sporenpulver, Fleisch, Sporen); Výskyt (Boden, Wälder, Brandstellen, Jahreszeit, Mykorrhiza nach Fellner 2016); Možná záměna (C. cinnamomea, C. montagnei, Onnia); Kuchyňské využití („Je nejedlý“). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Empfindlich gegen Stickstoff und Kalk
In Baden-Württemberg war die Art bis Ende der 1970er-Jahre in sauren, sandigen Nadelwäldern alltäglich und ging danach stark zurück; GPBW nennt Stickstoffeinträge sowie Düngung und Kalkung der Waldböden als Hauptursachen. Auch in den Niederlanden ist ein starker Rückgang beschrieben, und die Rote Liste Deutschlands (2016) führt den Dauerporling auf der Vorwarnliste mit starker kurzfristiger Abnahme.
Quellen
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 428, PDF-S. 427: Hymenochaetaceae-Schlüssel und Gattung Coltricia (Kontext in KOH schwarz, monomitisch, ohne Schnallen, Bodensaprobionten, vielleicht auch Mykorrhizapartner; Artenschlüssel: C. perennis Hut 2–10 cm, Sporen 3,5–4,5 µm breit; C. cinnamomea Hut 1,5–4 cm, Sporen 4,5–7 µm breit). Gedruckte S. 429, PDF-S. 428: 1.1 C. cinnamomea, 1.2 C. montagnei, 1.3 C. perennis (Morphologie, Ökologie). Gedruckte S. 430–431, PDF-S. 429–430: Begleitbaumarten, Phänologie mit Monatstabelle, Verbreitung, Höhenstufen, Erstnachweise, Bestand und Bedrohung (regional G2), allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026
Coltricia confluens: a new polypore from the Netherlands
P. J. Keizer · Persoonia 16(3): 389–391 (1997). S. 389–390: Beschreibung von C. confluens; S. 391: Unterschiede zu C. perennis (Wuchs, Zonierung, Farbe, Hutform, Habitat: C. perennis auf trockenen, sandigen Böden meist unter Pinus, seltener unter Fagus oder Quercus, als ektomykorrhizisch nachgewiesen nach Danielson 1984; starker Rückgang in den Niederlanden nach Arnolds 1989) und zu C. cinnamomea (radialer Glanz, Sporen-Q 1,3–1,4 gegenüber 1,4–1,8). · eingesehen 18.10.2026
Rote Liste der Großpilze Deutschlands (Dämmrich et al. 2016) · Artsteckbrief Coltricia perennis
Rote-Liste-Zentrum / Bundesamt für Naturschutz · Artsteckbrief: Coltricia perennis (L. : Fr.) Murrill, „Dauerporling“; Kategorie Vorwarnliste; aktuelle Bestandssituation häufig; langfristiger Trend Rückgang, Ausmaß unbekannt; kurzfristiger Trend starke Abnahme. Dazu Checklisten-API-Datensatz 97b76484-4bfc-4f18-a956-f03b2383e4df (Checkliste 155, akzeptiert). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Funde im Laubwald prüfen
Aufsammlungen aus Laubwäldern sollen nach GPBW grundsätzlich mikroskopisch auf den Zimtfarbenen Dauerporling geprüft werden, der einen seidig glänzenden Hut und breitere Sporen hat. Der in Parks auf nährstoffreicheren Böden wachsende C. confluens bildet dagegen meist viele verwachsene, kaum gezonte Fruchtkörper.
Quellen
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 428, PDF-S. 427: Hymenochaetaceae-Schlüssel und Gattung Coltricia (Kontext in KOH schwarz, monomitisch, ohne Schnallen, Bodensaprobionten, vielleicht auch Mykorrhizapartner; Artenschlüssel: C. perennis Hut 2–10 cm, Sporen 3,5–4,5 µm breit; C. cinnamomea Hut 1,5–4 cm, Sporen 4,5–7 µm breit). Gedruckte S. 429, PDF-S. 428: 1.1 C. cinnamomea, 1.2 C. montagnei, 1.3 C. perennis (Morphologie, Ökologie). Gedruckte S. 430–431, PDF-S. 429–430: Begleitbaumarten, Phänologie mit Monatstabelle, Verbreitung, Höhenstufen, Erstnachweise, Bestand und Bedrohung (regional G2), allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026
Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 248, PDF-S. 247: Nr. 298 Coltricia perennis (L.: Fr.) Murr., „Brauner Dauerporling“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen (Abgrenzung zu Onnia tomentosa und Coltricia cinnamomea mit Sporenbreiten nach Ryvarden 1976), untersuchter Fund; auf derselben Seite Nr. 299 Onnia tomentosa („Gestielter Filzporling“). · eingesehen 18.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 584, PDF-S. 585: Key A – polypores with a stem, Punkte 1–6: bodenbewohnend, Fleisch bräunlich; C. cinnamomea (Hut etwas glänzend, 2–4 Poren/mm, Sporen 6–8 × 5–6 µm, Q ca. 1,3, auch auf Brandstellen in Nadelwäldern, ektomykorrhizisch), C. confluens (Hut gleichmäßig filzig, bei Laubbäumen auf besseren Böden), C. perennis (Hut gezont, 2–4 Poren/mm, Sporen 6–9 (–10) × 3,5–5 (–5,5) µm, Q 1,3–2, auf Boden (ektomykorrhizisch) in sandigen Nadelholzforsten, seltener auf Rohhumus in Buchenwäldern, häufig), C. focicola (1–2 Poren/mm, meist auf Brandstellen). · eingesehen 18.10.2026
Coltricia confluens: a new polypore from the Netherlands
P. J. Keizer · Persoonia 16(3): 389–391 (1997). S. 389–390: Beschreibung von C. confluens; S. 391: Unterschiede zu C. perennis (Wuchs, Zonierung, Farbe, Hutform, Habitat: C. perennis auf trockenen, sandigen Böden meist unter Pinus, seltener unter Fagus oder Quercus, als ektomykorrhizisch nachgewiesen nach Danielson 1984; starker Rückgang in den Niederlanden nach Arnolds 1989) und zu C. cinnamomea (radialer Glanz, Sporen-Q 1,3–1,4 gegenüber 1,4–1,8). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Coltricia perennis
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschDauerporlingBrauner DauerporlingGezonter Dauerporling
Namensbeleg
Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur · Abgerufen: 17.10.2026
EnglischTiger's EyeBrown Funnel Polypore
Namensbeleg
United Kingdom Species Inventory (UKSI) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
NiederländischEchte tolzwam
Namensbeleg
Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
FranzösischPolypore vivacePolypore persistant
Namensbeleg
TAXREF · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
DänischAlmindelig sandporesvamp
Namensbeleg
National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
NorwegischSandkjuke
SchwedischSkinnticka
Namensbeleg
Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
FinnischKangaskääpä
Namensbeleg
The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
PolnischStułka piaskowa
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
TschechischĎubkatec pohárkovitý
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
SlowenischVečni trdikovec
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
UngarischSzalagos likacsosgomba
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
RussischСухлянка двухлетняя
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
Chinesisch多年生集毛菌
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
Japanischオツネンタケ
Namensbeleg
List of local names of fungi in based on Katsumoto (2010) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Spanisch
- Italienisch
- Rumänisch
- Kroatisch
- Serbisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 17.10.2026.
Fundmeldungen im Jahresverlauf.
Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.
Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.
Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.
Einordnung & Datengrundlage
Meldungen sind keine Prognose.
Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.
Was wurde ausgewählt?
Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 18.10.2026.
Exakte GBIF-AbfrageMonats- und Länderwerte ansehen
| Monat | Datensätze |
|---|---|
| Jan | 0 |
| Feb | 1 |
| Mär | 0 |
| Apr | 0 |
| Mai | 4 |
| Jun | 32 |
| Jul | 32 |
| Aug | 88 |
| Sep | 58 |
| Okt | 23 |
| Nov | 3 |
| Dez | 1 |
| Land | Datensätze |
|---|---|
| Deutschland | 67 |
| Österreich | 72 |
| Schweiz | 89 |
| Tschechien | 1 |
| Polen | 13 |
| Slowakei | 0 |
| Ungarn | 0 |
| Slowenien | 0 |
| Liechtenstein | 0 |
| Luxemburg | 0 |
Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.
Aggregierte Werte als CSV herunterladenHerkunft & Lizenzen · 8 beitragende Datensätze
Daten über GBIF.org. 25 Meldungen unter CC0 1.0, 217 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.
- Swiss National Fungi Databank · 88 Datensätze
Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 70 Datensätze
Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - NABU|naturgucker · 45 Datensätze
naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - iNaturalist Research-grade Observations · 21 Datensätze
iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - ArtenFinder · 15 Datensätze
ArtenFinder bei der Stiftung Natur und Umwelt RLP und der Stiftung Naturschutz Berlin. ArtenFinder. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/jnnald accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ) · 1 Datensatz
Kujawa A (2022). Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ). Version 1.4. Polish Mycological Society. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/4a38vf accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Fungi and fungi-like organisms - 4EU+ Summer School From Fungal Morphology to Genotype, Białowieża 2025 · 1 Datensatz
Pawłowska J, Wrzosek M, Haelewaters D, Schigel D, Jirsa A, Tischer M, Yatsiuk I, Skjold Andersen F, Tatsiana C, Czajewski K, Karwicki D J, Lutsenko M, Malinowska M, Rydz N, Siniauskaya A, Sokołowska Z, Śluzek M, Tryc J, Wiewiorowska A, Chudzik M, Krogh Vissing F, Raagaard Larsen A, Ciemniewska A, Gönül S E, Rubiera Labarta R, Williams A, Mortier L, Tříska V, Bauchová L, Papp D, Nowak M, Abramczyk B, Kochanowski M, Wiktorowicz D, Dziurzyński M (2025). Fungi and fungi-like organisms - 4EU+ Summer School From Fungal Morphology to Genotype, Białowieża 2025. University of Warsaw. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/qbg56j accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - 10 years of Polish Mycological Society, Poznań 2022 - Bioblitz · 1 Datensatz
Kujawa A, Pawłowska J. 10 years of Polish Mycological Society, Poznań 2022 - Bioblitz. Polish Mycological Society. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/xwsxn8 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 19.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich
Ergebnis dieser Runde: Porträt im engeren Artkonzept. Abweichende Hut- und Sporenmaße, die Angaben zum Hyphensystem und zur Saisonbezeichnung sowie der unsichere Mykorrhizastatus offengelegt; keine künstlichen Gesamtspannen. Die KOH-Schwärzung ist nur auf Gattungsebene belegt. Keine menschliche Endredaktion. Maschinelle Zweitlesung (18.10.2026): Bibliotheksbelege auf die tatsächlich geprüften hochauflösenden Scan-Dateien umgestellt; Mykorrhiza-Formulierungen als Sekundärangaben gekennzeichnet; Speisewert-Begründung ohne eigene Herleitung; Owner-Entscheidung zum Speisewertcode offen.
Umfang: Artpassagen Pilze der Schweiz 2 (Nr. 298, 299; Schlüssel S. 39–41) und GPBW 1 (Gattung Coltricia, Arten 1.1–1.3) am hochauflösenden Scan geprüft; Schlüssel Fungi of Temperate Europe (digital), Gerhardt (E-Book), Myko atlas und First Nature gelesen; Keizer 1997 im Volltext, Tedersoo et al. 2007 nur als Abstract. Nomenklatur in Index Fungorum, Species Fungorum, MycoBank und GBIF abgeglichen; Speisewert gegen drei DGfM-Listen, Gefährdung gegen den Rote-Liste-Steckbrief 2016.
Erneut herangezogene Quellen
Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 248, PDF-S. 247: Nr. 298 Coltricia perennis (L.: Fr.) Murr., „Brauner Dauerporling“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen (Abgrenzung zu Onnia tomentosa und Coltricia cinnamomea mit Sporenbreiten nach Ryvarden 1976), untersuchter Fund; auf derselben Seite Nr. 299 Onnia tomentosa („Gestielter Filzporling“). · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
German J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 428, PDF-S. 427: Hymenochaetaceae-Schlüssel und Gattung Coltricia (Kontext in KOH schwarz, monomitisch, ohne Schnallen, Bodensaprobionten, vielleicht auch Mykorrhizapartner; Artenschlüssel: C. perennis Hut 2–10 cm, Sporen 3,5–4,5 µm breit; C. cinnamomea Hut 1,5–4 cm, Sporen 4,5–7 µm breit). Gedruckte S. 429, PDF-S. 428: 1.1 C. cinnamomea, 1.2 C. montagnei, 1.3 C. perennis (Morphologie, Ökologie). Gedruckte S. 430–431, PDF-S. 429–430: Begleitbaumarten, Phänologie mit Monatstabelle, Verbreitung, Höhenstufen, Erstnachweise, Bestand und Bedrohung (regional G2), allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 584, PDF-S. 585: Key A – polypores with a stem, Punkte 1–6: bodenbewohnend, Fleisch bräunlich; C. cinnamomea (Hut etwas glänzend, 2–4 Poren/mm, Sporen 6–8 × 5–6 µm, Q ca. 1,3, auch auf Brandstellen in Nadelwäldern, ektomykorrhizisch), C. confluens (Hut gleichmäßig filzig, bei Laubbäumen auf besseren Böden), C. perennis (Hut gezont, 2–4 Poren/mm, Sporen 6–9 (–10) × 3,5–5 (–5,5) µm, Q 1,3–2, auf Boden (ektomykorrhizisch) in sandigen Nadelholzforsten, seltener auf Rohhumus in Buchenwäldern, häufig), C. focicola (1–2 Poren/mm, meist auf Brandstellen). · eingesehen 18.10.2026
Coltricia confluens: a new polypore from the Netherlands
P. J. Keizer · Persoonia 16(3): 389–391 (1997). S. 389–390: Beschreibung von C. confluens; S. 391: Unterschiede zu C. perennis (Wuchs, Zonierung, Farbe, Hutform, Habitat: C. perennis auf trockenen, sandigen Böden meist unter Pinus, seltener unter Fagus oder Quercus, als ektomykorrhizisch nachgewiesen nach Danielson 1984; starker Rückgang in den Niederlanden nach Arnolds 1989) und zu C. cinnamomea (radialer Glanz, Sporen-Q 1,3–1,4 gegenüber 1,4–1,8). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Coltricia perennis · abgeglichen am 18.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
Seiten: S. 248 · S. 39–40
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 1 (2000)
Seite: S. 428
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026)
Seite: S. 584
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, 2014)
Seite: PDF-S. 1205
- Coltricia perennis (L.) Murrill 1903 – ďubkatec pohárkovitý · Myko atlas
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen12 weitere Fachquellen · 1 Datenabgleich · Bildnachweise · Namensabgleich
- Coltricia perennis, Tiger's Eye – identification
- Coltricia confluens: a new polypore from the Netherlands
- Ectomycorrhizas of Coltricia and Coltriciella (Hymenochaetales, Basidiomycota) on Caesalpiniaceae, Dipterocarpaceae and Myrtaceae in Seychelles
- Index Fungorum / Species Fungorum · Coltricia perennis (L.) Murrill (Record 356793)
- MycoBank · Coltricia perennis (MB 356793)
- Rote Liste der Großpilze Deutschlands (Dämmrich et al. 2016) · Artsteckbrief Coltricia perennis
- DGfM · Positivliste der Speisepilze
- DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
- DGfM · Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert
- Speisewert von Pilzen – Liste aller Giftpilze und Speisepilze mit Beurteilung des Speisewerts
- VAPKO · Giftpilzliste / Liste des champignons toxiques (Version 10.01.2024)
- VAPKO · Empfehlungsliste (Stand 09.2023)
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich