Bläulichbereifte Keule
Clavaria greletii
Speisewert nicht gesichert: Die DGfM-Listen führen die Art nicht. In Deutschland vom Aussterben bedroht (Rote Liste 2016, Kategorie 1); sicher bestimmbar erst unter dem Mikroskop.
Einordnung & Quellen
Ausführliche Einordnung
Vom Aussterben bedroht. In Deutschland Rote-Liste-Kategorie 1 (2016), in Österreich als stark gefährdet geführt. Sicher bestimmbar erst unter dem Mikroskop; ein Speisewert ist nicht belegt.
Die DGfM-Listen (Stand 01.05.2026) führen die Art weder als Speise- noch als Giftpilz; belastbare Angaben zum Speisewert fehlen.
Schlanke, unverzweigte Keulen, jung schwarz, später schwarzgrau bis aschgrau, die meist einzeln in ungedüngtem Grasland stehen. Sicher erkennbar ist die sehr seltene Art erst unter dem Mikroskop: an fast kugeligen Sporen und einer großen, offenen Schnalle an der Basis der Basidien.

Drei schlanke, unverzweigte Keulen zwischen behaarten Blattrosetten und Moos im kurzen Rasen; Oberfläche matt grau bereift, an einer abgeriebenen Stelle dunkler. Sachsen, 7. Oktober 2020.
Fundort auf iNaturalist verschleiert, nur das Bundesland ist bekannt. Die Basen stecken zwischen Blättern; der abgesetzte, glänzend schwarze Basisteil ist nicht deutlich zu sehen. Sicher bestimmbar ist die Art nur mikroskopisch; der Beobachter gibt Mikromerkmale an (viersporige Basidien mit schlaufenförmiger Basalschnalle, Sporen 6,9–8,4 × 5,7–6,6 µm), nicht unabhängig geprüft.
(c) Enrico Tomschke, some rights reserved (CC BY) · CC BY 4.0 · Original

Fünf herausgenommene Keulen auf Moos: zylindrisch, stumpf, grau mit violettem Ton, zur erdigen Basis hin verschmälert; zwei davon gabelig an der Basis verwachsen. Stord, Westnorwegen, 31. August 2016.
Norwegischer Fund, nicht Mitteleuropa. Für das Foto herausgenommen und auf Moos gelegt; Bild etwas weich. Die Keulen wuchsen büschelig, während die Art nach dem Porträt meist einzeln steht. Ein glänzend schwarzer Basisteil ist nicht zu erkennen, die Basen sind erdig. Am linken Rand ein kleines weißes Rundplättchen ohne Erläuterung. Dieselbe Aufsammlung wie Bild 3.
© Per Fadnes, CC BY 4.0, via Artsobservasjoner (Artsdatabanken) · CC BY 4.0 · Original

Gruppe schlanker, grauer Keulen mit violettem Ton im kurzen Gras einer Schafweide; einige Keulen verbogen oder umgesunken, die Spitzen stumpf. Stord, Westnorwegen, 31. August 2016.
Norwegischer Fund, nicht Mitteleuropa; dieselbe Aufsammlung wie Bild 2. Büscheliges Wachstum, während die Art nach dem Porträt meist einzeln steht. Basen im Gras verborgen. Farbe heller und grauer als beim sächsischen Fund; ein Reif ist nicht sicher zu beurteilen.
© Per Fadnes, CC BY 4.0, via Artsobservasjoner (Artsdatabanken) · CC BY 4.0 · Original
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Kein Hut: unverzweigte, zylindrische bis unregelmäßig keulige, mitunter abgeflachte Keulen mit stumpfer Spitze, 30–100 mm hoch. Jung schwarz, später schwarzgrau bis aschgrau; der europäische Schlüssel beschreibt die Farbe als ± weinrötlich grau.
- Unterseite
Keine oder . Die Fruchtschicht überzieht den oberen, 2–5 mm breiten Keulenteil; die Oberfläche ist glatt bis fein körnig und wirkt besonders bei Trockenheit mehlig bereift, was nicht bei allen Funden deutlich ist.
- Stiel & Basis
Kein abgesetzter Stiel im engeren Sinn: Der sterile Basisteil ist deutlich vom fruchtbaren Teil abgegrenzt, 1–2 mm breit und zur Basis hin schwarz und glänzend.
- Fleisch
Fleisch brüchig, Geruch unauffällig. Eisen(III)-chlorid ruft auf der Fruchtschicht keine Reaktion hervor.
- Sporenpulver
weiß. Sporen fast kugelig bis ellipsoid, glatt, selten mit einzelnen groben Warzen, (6,4–)7,0–9,0(–9,5) × (5,6–)6,1–7,8(–8,7) µm, Verhältnis Länge zu Breite im Mittel 1,15. Basidien viersporig, an der Basis mit großer, offener Schnalle; sonst fehlen .
Abgesetzte Basis, mehliger Reif
Auf den schmalen, deutlich abgesetzten Basisteil achten, der zur Basis hin schwärzlich glänzt, und auf eine bei Trockenheit mehlig bereift wirkende Oberfläche; der Reif ist nicht bei jedem Fund deutlich. Gesichert wird die Bestimmung erst durch Sporenform und Basidienschnallen unter dem Mikroskop.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
European species of Clavaria (Agaricales, Agaricomycetes) with dark basidiomata – a morphological and molecular study (2012)
I. Kautmanová, M. Tomšovský, M. Dueñas & M. P. Martín · Persoonia 29: 133–145. Abstract und Einleitung (S. 133); Tabelle 1 mit Sporenmaßen je Beleg, u. a. Holotypus PC 0094981 (S. 134); Belegliste C. greletii (S. 135); ‚greletii‘-Klade (S. 137); Sporenform und -breite (S. 138); Artbeschreibung C. greletii mit Holotypus (S. 141–142); Bestimmungsschlüssel der dunklen europäischen Clavaria-Arten und Diskussion, Abschnitt 1 (S. 142); Schlussfolgerung a) (S. 144). · eingesehen 17.10.2026
Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel F: mittelgroße, weißsporige Keulenpilze
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 765, PDF-S. 766: Punkt 39 (Clavaria greletii), 40–41 (Verweis C. fumosa; C. pullei, C. atroumbrina), 42–44 (Alloclavaria purpurea, C. fumosa). Gedruckte S. 764, PDF-S. 765: Punkte 36–38 (dunkle, stets unverzweigte Keulen; C. atrofusca, C. asperulispora); Kopfzeile ‚white-spored club fungi‘. Zahlen und Verneinungen am Seitenbild geprüft. · eingesehen 17.10.2026
Bemerkenswerte Pilzarten aus Österreich – 2017
I. Krisai-Greilhuber, S. Flechtmann, G. Friebes, G. Koller, P. Kresitschnig & O. Stoik · Österr. Z. Pilzk. 26: 269–281. Zusammenfassung (S. 269: C. greletii neu für Österreich); Abschnitt Clavaria greletii mit Bemerkungen und untersuchten Kollektionen (S. 272): Steiermark, Pöllau bei Semriach, 11.10.2014; Kärnten, Weinitzen bei Oberschütt, 19.10.2016, jeweils ungedüngte Wiese. · eingesehen 17.10.2026
Rote Liste der Großpilze Deutschlands (2016) · Clavaria greletii Boud. – Bläulichbereifte Keule
F. Dämmrich et al. (2016), Datensatz beim Rote-Liste-Zentrum · Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht); Verantwortlichkeit Deutschlands: in besonders hohem Maße verantwortlich (Kommentar: siehe Lüderitz & Gminder 2014); aktuelle Bestandssituation sehr selten; langfristiger Trend starker Rückgang; kurzfristiger Trend Abnahme im Ausmaß unbekannt. Quelle: Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (8): 31–433. · eingesehen 17.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Hut
Stiel & Basis
Fleisch
Sporenpulver
- European species of Clavaria (Agaricales, Agaricomycetes) with dark basidiomata – a morphological and molecular study (2012)
- Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel F: mittelgroße, weißsporige Keulenpilze
- Bemerkenswerte Pilzarten aus Österreich – 2017
- Bleigraue Keule, Bläulich-bereifte Keule (Clavaria greletii)
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Bodenbewohnend; Ernährungsweise in den gelesenen Quellen nicht geklärt. Ungedüngte Magerrasen und Wiesen. Auf ungedüngten Magerrasen und Wiesen, nach dem europäischen Schlüssel auf Kalk, auch auf trockenen Bulten basenreicher Niedermoore; der Typusfund stammt von sandigem Rasen am Rand eines Eichenwalds. Meist einzeln. Slowakische und österreichische Belege stammen aus September und Oktober; GBIF-Meldungen aus Deutschland und Österreich 2015–2025 reichen von August bis Dezember, mit Schwerpunkt Oktober und November. Selten, aber weit verbreitet.
Quellen zum Lebensraum
Ökologie & Lebensraum
Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel F: mittelgroße, weißsporige Keulenpilze · Bemerkenswerte Pilzarten aus Österreich – 2017 · European species of Clavaria (Agaricales, Agaricomycetes) with dark basidiomata – a morphological and molecular study (2012) · MycoBank · Clavaria greletii Boud. (MB#356866) · Dark Club – Clavaria greletii · GBIF Backbone Taxonomy · Clavaria greletii Boud. (5244527)
Ähnliche Arten.
Graubeige bis graubraune, selten violettlich getönte Keulen, meist in dichten Büscheln und zerbrechlich; Sporen länglich, 6,5–8 × 3–4 µm, Basidien ohne Schnallen. Die Bläulichbereifte Keule steht meist einzeln, ist dunkler grau bis schwärzlich und hat fast kugelige Sporen und eine Schnalle an der Basidienbasis. Sicher trennt erst das Mikroskop.
verfügbar
Weitere dunkle Keulen
Clavaria pullei, C. atroumbrina, C. atrofusca, C. asperulispora
Noch kein ArtporträtBraune bis schwärzliche, ebenfalls unverzweigte Keulen, teils in Wäldern und Gebüsch, teils in Magerrasen. Ihre Basidien sind schnallenlos; die Sporen sind fein stachelig (C. atrofusca, C. asperulispora) oder glatt und deutlich länglich (C. pullei, C. atroumbrina, 5–6 × 3–3,5 µm). Die Schlüssel trennen diese Arten vor allem über Sporen und Schnallen.
Ebenfalls unverzweigte Keulen in Grau- bis Purpurtönen, aber meist büschelig in kalkreichen Nadelwäldern auf Boden und Streu in Verbindung mit Moos; mit bis 130 µm langen Zystiden in der Fruchtschicht, schmalen Sporen (7–12 × 3–5 µm) und schnallenlosen Basidien. Die Bläulichbereifte Keule wächst einzeln im offenen Grasland und hat fast kugelige Sporen.
Schwärzlicher, keulenförmiger Schlauchpilz, nach dem europäischen Erdzungenschlüssel an trockenen Stellen auf kalkhaltigen, oft sandigen Böden; Saftlinge teilen ihre Standorte im alten, ungedüngten Grasland mit Erdzungen und einer Reihe von Keulenpilzen. Bei der Bläulichbereiften Keule ist der Basisteil deutlich abgesetzt, die Keule mitunter abgeflacht. Erdzungen bilden ihre Sporen jedoch in Schläuchen, nicht an Basidien; die Zuordnung sichert das Mikroskop.
Quellen
- Keys to the fungi of temperate Europe – Earthtongues and the like, Schlüssel A (Fassung vom 11.06.2026)
- Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Formgruppenschlüssel und Einführung ‚Hygrocyboids‘
- European species of Clavaria (Agaricales, Agaricomycetes) with dark basidiomata – a morphological and molecular study (2012)
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Die Schnalle entscheidet
Unter den dunklen europäischen Keulen der Gattung Clavaria hat nur diese Art an der Basis der Basidien eine große, offene Schnalle. Dazu kommen fast kugelige Sporen von rund 8 × 7 µm; die übrigen dunklen Arten haben schnallenlose Basidien und deutlich längliche oder fein stachelige Sporen.
Quellen
European species of Clavaria (Agaricales, Agaricomycetes) with dark basidiomata – a morphological and molecular study (2012)
I. Kautmanová, M. Tomšovský, M. Dueñas & M. P. Martín · Persoonia 29: 133–145. Abstract und Einleitung (S. 133); Tabelle 1 mit Sporenmaßen je Beleg, u. a. Holotypus PC 0094981 (S. 134); Belegliste C. greletii (S. 135); ‚greletii‘-Klade (S. 137); Sporenform und -breite (S. 138); Artbeschreibung C. greletii mit Holotypus (S. 141–142); Bestimmungsschlüssel der dunklen europäischen Clavaria-Arten und Diskussion, Abschnitt 1 (S. 142); Schlussfolgerung a) (S. 144). · eingesehen 17.10.2026
Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel F: mittelgroße, weißsporige Keulenpilze
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 765, PDF-S. 766: Punkt 39 (Clavaria greletii), 40–41 (Verweis C. fumosa; C. pullei, C. atroumbrina), 42–44 (Alloclavaria purpurea, C. fumosa). Gedruckte S. 764, PDF-S. 765: Punkte 36–38 (dunkle, stets unverzweigte Keulen; C. atrofusca, C. asperulispora); Kopfzeile ‚white-spored club fungi‘. Zahlen und Verneinungen am Seitenbild geprüft. · eingesehen 17.10.2026
Bemerkenswerte Pilzarten aus Österreich – 2017
I. Krisai-Greilhuber, S. Flechtmann, G. Friebes, G. Koller, P. Kresitschnig & O. Stoik · Österr. Z. Pilzk. 26: 269–281. Zusammenfassung (S. 269: C. greletii neu für Österreich); Abschnitt Clavaria greletii mit Bemerkungen und untersuchten Kollektionen (S. 272): Steiermark, Pöllau bei Semriach, 11.10.2014; Kärnten, Weinitzen bei Oberschütt, 19.10.2016, jeweils ungedüngte Wiese. · eingesehen 17.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Zeiger alter Magerrasen
Saftlinge teilen ihre Standorte mit einer Reihe von Keulenpilzen, Rötlingen und Erdzungen; alle gelten als gute Anzeiger naturschutzfachlich wertvoller Flächen, und altes, ungedüngtes Grasland ist stark zurückgegangen. Die beiden österreichischen Erstnachweise stammen aus ungedüngten Wiesen, in denen zahlreiche weitere seltene Wiesenpilze wuchsen.
Quellen
Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Formgruppenschlüssel und Einführung ‚Hygrocyboids‘
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 43, PDF-S. 44: Formgruppenschlüssel Punkte 17–19 (Sporen an Basidien → Keulenpilze S. 740; Sporen in Schläuchen → Erdzungen, FTE 2 S. 1350). Gedruckte S. 90, PDF-S. 91: Einführung Saftlinge – gemeinsame Standorte mit Keulenpilzen, Rötlingen und Erdzungen, Empfindlichkeit gegenüber Düngung, Rückgang alten, ungedüngten Graslands. · eingesehen 17.10.2026
Bemerkenswerte Pilzarten aus Österreich – 2017
I. Krisai-Greilhuber, S. Flechtmann, G. Friebes, G. Koller, P. Kresitschnig & O. Stoik · Österr. Z. Pilzk. 26: 269–281. Zusammenfassung (S. 269: C. greletii neu für Österreich); Abschnitt Clavaria greletii mit Bemerkungen und untersuchten Kollektionen (S. 272): Steiermark, Pöllau bei Semriach, 11.10.2014; Kärnten, Weinitzen bei Oberschütt, 19.10.2016, jeweils ungedüngte Wiese. · eingesehen 17.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Leicht zu übersehen
Die schmächtigen, dunklen Keulen stehen meist einzeln und sind im Gras schwer zu entdecken. GBIF verzeichnet für 2015–2025 zwölf frei lizenzierte Beobachtungen aus Deutschland (10) und Österreich (2). Die Rote Liste 2016 stuft die Art in Deutschland als vom Aussterben bedroht ein und sieht Deutschland für sie in besonders hohem Maße verantwortlich.
Quellen
Bemerkenswerte Pilzarten aus Österreich – 2017
I. Krisai-Greilhuber, S. Flechtmann, G. Friebes, G. Koller, P. Kresitschnig & O. Stoik · Österr. Z. Pilzk. 26: 269–281. Zusammenfassung (S. 269: C. greletii neu für Österreich); Abschnitt Clavaria greletii mit Bemerkungen und untersuchten Kollektionen (S. 272): Steiermark, Pöllau bei Semriach, 11.10.2014; Kärnten, Weinitzen bei Oberschütt, 19.10.2016, jeweils ungedüngte Wiese. · eingesehen 17.10.2026
European species of Clavaria (Agaricales, Agaricomycetes) with dark basidiomata – a morphological and molecular study (2012)
I. Kautmanová, M. Tomšovský, M. Dueñas & M. P. Martín · Persoonia 29: 133–145. Abstract und Einleitung (S. 133); Tabelle 1 mit Sporenmaßen je Beleg, u. a. Holotypus PC 0094981 (S. 134); Belegliste C. greletii (S. 135); ‚greletii‘-Klade (S. 137); Sporenform und -breite (S. 138); Artbeschreibung C. greletii mit Holotypus (S. 141–142); Bestimmungsschlüssel der dunklen europäischen Clavaria-Arten und Diskussion, Abschnitt 1 (S. 142); Schlussfolgerung a) (S. 144). · eingesehen 17.10.2026
GBIF Backbone Taxonomy · Clavaria greletii Boud. (5244527)
GBIF Secretariat · API species/5244527 (akzeptiert; Synonym C. greletii var. grandispora Corner) und vernacularNames (abgerufen 17.10.2026); Belegfacetten 2015–2025 für DE, AT, CH, CZ, PL, SK, HU, SI, LI, LU, nur CC0/CC BY (Faktenpaket, abgerufen 17.10.2026): 12 Meldungen, DE 10, AT 2, Monate August bis Dezember. · eingesehen 17.10.2026
Rote Liste der Großpilze Deutschlands (2016) · Clavaria greletii Boud. – Bläulichbereifte Keule
F. Dämmrich et al. (2016), Datensatz beim Rote-Liste-Zentrum · Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht); Verantwortlichkeit Deutschlands: in besonders hohem Maße verantwortlich (Kommentar: siehe Lüderitz & Gminder 2014); aktuelle Bestandssituation sehr selten; langfristiger Trend starker Rückgang; kurzfristiger Trend Abnahme im Ausmaß unbekannt. Quelle: Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (8): 31–433. · eingesehen 17.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Clavaria greletii
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschBläulichbereifte KeuleBleigraue Keule
Namensbeleg
Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur (Rote Liste 2016 beim Rote-Liste-Zentrum, DGfM-Taxonliste, 123pilzsuche) · Abgerufen: 17.10.2026
EnglischDark Club
Namensbeleg
United Kingdom Species Inventory (UKSI) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
NiederländischDonkere knotszwam
Namensbeleg
Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
FranzösischClavaire gris-bleu
Namensbeleg
TAXREF · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
DänischSodgrå køllesvamp
Namensbeleg
National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
NorwegischPlommekøllePlommekøllesopp
SchwedischAskfingersvamp
Namensbeleg
Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
FinnischMustenuijakas
Namensbeleg
The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Spanisch
- Italienisch
- Rumänisch
- Polnisch
- Tschechisch
Weniger anzeigen
- Slowenisch
- Kroatisch
- Serbisch
- Ungarisch
- Russisch
- Chinesisch
- Japanisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 17.10.2026.
Fundmeldungen im Jahresverlauf.
Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.
Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.
Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.
Einordnung & Datengrundlage
Meldungen sind keine Prognose.
Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.
Was wurde ausgewählt?
Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 18.10.2026.
Exakte GBIF-AbfrageMonats- und Länderwerte ansehen
| Monat | Datensätze |
|---|---|
| Jan | 0 |
| Feb | 0 |
| Mär | 0 |
| Apr | 0 |
| Mai | 0 |
| Jun | 0 |
| Jul | 0 |
| Aug | 1 |
| Sep | 1 |
| Okt | 5 |
| Nov | 4 |
| Dez | 1 |
| Land | Datensätze |
|---|---|
| Deutschland | 10 |
| Österreich | 2 |
| Schweiz | 0 |
| Tschechien | 0 |
| Polen | 0 |
| Slowakei | 0 |
| Ungarn | 0 |
| Slowenien | 0 |
| Liechtenstein | 0 |
| Luxemburg | 0 |
Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.
Aggregierte Werte als CSV herunterladenHerkunft & Lizenzen · 4 beitragende Datensätze
Daten über GBIF.org. 3 Meldungen unter CC0 1.0, 9 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.
- iNaturalist Research-grade Observations · 4 Datensätze
iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - NABU|naturgucker · 3 Datensätze
naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - ArtenFinder · 3 Datensätze
ArtenFinder bei der Stiftung Natur und Umwelt RLP und der Stiftung Naturschutz Berlin. ArtenFinder. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/jnnald accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 2 Datensätze
Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 18.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich
Ergebnis dieser Runde: Hauptname nach Register (Bläulichbereifte Keule); „Bleigraue Keule“ ist nur auf einem Sekundärportal belegt und als Nebenname geführt. Merkmale stützen sich vor allem auf die Revision von 2012 und den europäischen Schlüssel; Oberflächenreif, Breitenmaße und Eisenchloridreaktion sind nur einfach belegt. Die Farbangaben weichen ab (schwarz bis aschgrau gegenüber ± weinrötlich grau). Speisewert nicht belegt. Keine menschliche Endredaktion. Zweite, unabhängige Lesung Satz für Satz am 18.10.2026: 96 Teilsätze geprüft, 15 Befunde, im Entwurf korrigiert.
Umfang: Revision Kautmanová et al. 2012 gezielt im Volltext (Beschreibung, Schlüssel, Diskussion, Tabelle 1, Belegliste); Fungi of Temperate Europe – Keys (2026), Schlüssel F S. 764–765 sowie S. 43 und 90, Zahlen am Seitenbild geprüft; Krisai-Greilhuber et al. 2017 (Artabschnitt); Rote Liste 2016 und Checkliste über das Rote-Liste-Zentrum; drei DGfM-Listen 2026 durchsucht; Index Fungorum, MycoBank, GBIF. Pilze der Schweiz 2, Großpilze Baden-Württembergs 2 und Funga Nordica behandeln die Art nicht. Fotos nur nach Metadaten.
Erneut herangezogene Quellen
European species of Clavaria (Agaricales, Agaricomycetes) with dark basidiomata – a morphological and molecular study (2012)
I. Kautmanová, M. Tomšovský, M. Dueñas & M. P. Martín · Persoonia 29: 133–145. Abstract und Einleitung (S. 133); Tabelle 1 mit Sporenmaßen je Beleg, u. a. Holotypus PC 0094981 (S. 134); Belegliste C. greletii (S. 135); ‚greletii‘-Klade (S. 137); Sporenform und -breite (S. 138); Artbeschreibung C. greletii mit Holotypus (S. 141–142); Bestimmungsschlüssel der dunklen europäischen Clavaria-Arten und Diskussion, Abschnitt 1 (S. 142); Schlussfolgerung a) (S. 144). · eingesehen 17.10.2026
Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel F: mittelgroße, weißsporige Keulenpilze
T. Læssøe, J. H. Petersen, T. G. Frøslev & J. Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 765, PDF-S. 766: Punkt 39 (Clavaria greletii), 40–41 (Verweis C. fumosa; C. pullei, C. atroumbrina), 42–44 (Alloclavaria purpurea, C. fumosa). Gedruckte S. 764, PDF-S. 765: Punkte 36–38 (dunkle, stets unverzweigte Keulen; C. atrofusca, C. asperulispora); Kopfzeile ‚white-spored club fungi‘. Zahlen und Verneinungen am Seitenbild geprüft. · eingesehen 17.10.2026
Bemerkenswerte Pilzarten aus Österreich – 2017
I. Krisai-Greilhuber, S. Flechtmann, G. Friebes, G. Koller, P. Kresitschnig & O. Stoik · Österr. Z. Pilzk. 26: 269–281. Zusammenfassung (S. 269: C. greletii neu für Österreich); Abschnitt Clavaria greletii mit Bemerkungen und untersuchten Kollektionen (S. 272): Steiermark, Pöllau bei Semriach, 11.10.2014; Kärnten, Weinitzen bei Oberschütt, 19.10.2016, jeweils ungedüngte Wiese. · eingesehen 17.10.2026
Rote Liste der Großpilze Deutschlands (2016) · Clavaria greletii Boud. – Bläulichbereifte Keule
F. Dämmrich et al. (2016), Datensatz beim Rote-Liste-Zentrum · Kategorie 1 (vom Aussterben bedroht); Verantwortlichkeit Deutschlands: in besonders hohem Maße verantwortlich (Kommentar: siehe Lüderitz & Gminder 2014); aktuelle Bestandssituation sehr selten; langfristiger Trend starker Rückgang; kurzfristiger Trend Abnahme im Ausmaß unbekannt. Quelle: Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (8): 31–433. · eingesehen 17.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Clavaria greletii · abgeglichen am 17.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- European species of Clavaria (Agaricales, Agaricomycetes) with dark basidiomata – a morphological and molecular study (2012)
- Fungi of Temperate Europe – Keys to the Basidiomycotes (2026), Schlüssel F: mittelgroße, weißsporige Keulenpilze
Seiten: S. 765 · S. 43
- Bemerkenswerte Pilzarten aus Österreich – 2017
- Dark Club – Clavaria greletii
- Bleigraue Keule, Bläulich-bereifte Keule (Clavaria greletii)
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen9 weitere Fachquellen · 2 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
- Rote Liste der Großpilze Deutschlands (2016) · Clavaria greletii Boud. – Bläulichbereifte Keule
- Index Fungorum · Clavaria greletii Boud. (Record 356866)
- MycoBank · Clavaria greletii Boud. (MB#356866)
- DGfM · Positivliste der Speisepilze
- DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
- DGfM · Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000)
Seite: S. 21
- Clavaria-achtige fungi van de werkweek in Zeeland (1986)
- Keys to the fungi of temperate Europe – Earthtongues and the like, Schlüssel A (Fassung vom 11.06.2026)
Seite: S. 146–147
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Checkliste der Pilze Deutschlands · Clavaria greletii Boud.
- GBIF Backbone Taxonomy · Clavaria greletii Boud. (5244527)
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich
Wie wir recherchieren und prüfen
Die Literatur hinter der Gattung.
1 erschlossene Quelle mit Bezug zu Clavaria. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.
Monografien und Studien zu Clavaria