MitteleuropaDE

Winter-Kelchpilz

Urnula hiemalis

SpeisewertUngenießbar

Nicht für die Küche. Die Einordnung als ungenießbar belegt keine bestimmte Giftwirkung. Seltene Kelchpilze zur Dokumentation und fachlichen Bestimmung betrachten.

Quellen zum Speisewert

Der finnische Mykologe Lasse Kosonen beschreibt die Art als nicht für Speisezwecke geeignet.

Schwarze Becher am Fundort mit sichtbarer Innenfläche, Rand und rauer Außenseite.

Beide Ansichten stammen aus derselben Quellenbeobachtung. Den angegebenen Herbarbeleg haben wir nicht selbst untersucht; keine eigene mikroskopische oder molekulare Bestätigung.

Foto: Eugene Popov · CC BY 4.0 · Original

Ein dunkler Winter- und Frühjahrsbecherling, dessen Stiel oft im Boden verborgen bleibt. Die schwarze Innenfläche und braunschwarze Außenseite fallen wenig auf; für die Abgrenzung ähnlicher Kelchpilze sind reife Sporen wichtig.

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Registereintrag
Abschnitte

Form · Oberfläche · Aufbau

Merkmale erkennen.

Becher & Rand

Meist etwa 2–5 cm breite, anfangs tiefe Becher, später weiter geöffnet und mitunter unregelmäßig eingerissen. Die finnische Beschreibung nennt eine braunviolette, leicht höckerige Außenseite; der schwedische Museumsbericht nennt bis 6 cm breite Fruchtkörper.

Fruchtschicht & Außenseite

Die Sporen entstehen auf der schwarzen, glatten bis etwas faltigen Becherinnenseite. Außen braunschwarz, rau bis stellenweise warzig. fehlen.

Stielbasis

Kurz bis deutlich entwickelt, häufig überwiegend unterirdisch; im finnischen Material bis 2,5 cm lang. Ein dunkler Hyphenfilz umgibt die Basis. Ein scheinbar sitzender Becher kann deshalb einen verborgenen Stiel besitzen.

Gewebe & Geruch

Zäh bis knorpelig, am oberen Becherrand brüchiger. Im Schnitt innen heller, nach außen dunkel. Die deutsche Untersuchung beschreibt den Geruch als unauffällig.

Sporen (Mikroskop)

Glatte, farblose, breit elliptische bis zylindrische Sporen. Die deutsche Studie maß 80 lebende Abwurfsporen in Wasser: 19,2–29,8 × 9,9–14,2 µm, Mittel 23,5 × 11,4 µm. Das sind Werte einer Kollektion, keine absoluten Artgrenzen. Die Sporenform und das Verhältnis von Länge zu Breite mitprüfen.

Becher, Basis und Reife zusammen beurteilen

Hinweis zur Beobachtung

Dokumentiere Innenfläche, Außenseite und Basis sowie den tatsächlichen Untergrund. Ein dunkler Becher und ein frühes Funddatum reichen zur Artbestimmung nicht aus. Die mikroskopische Prüfung sollte möglichst reife, ausgeschleuderte Sporen einbeziehen.

Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.

Quellen

Der Winter-Kelchpilz Urnula hiemalis Nannf. 1949 in Deutschland
R. Seibert, B. Fellmann, U. Eberhardt, L. Krieglsteiner & H. Steiner (2020) · Zeitschrift für Mykologie 86/2: 289–318; S. 294–295 Beschreibung, S. 303–311 Abgrenzung und Ökologie. Original-PDF gelesen, Beschreibung und Sporenmaße visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026

Notes on Urnula hiemalis Nannf.
M. Carbone & C. Agnello (2013) · Ascomycete.org 5(1): 53–61; finnische Belege, Beschreibung, Reife und Vergleich. Original-PDF gelesen; S. 53 visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026

Urnula hiemalis – a rare and interesting species of the Pezizales from Estonia
I. Zettur & B. Kullman (2011) · Folia Cryptogamica Estonica 48: 149–152; TAAM 203117, Frischmaterial in Wasser; estnischer Name im Abstract. Original-PDF gelesen, S. 149 visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026

Species diversity and systematic taxonomy of Sarcosomataceae
J. R. Liu und Mitarbeiter (2025) · MycoKeys 121: 21–65; Urnula-Schlüssel, besonders Paar 7, und Tabelle 1. Volltext über PMC12395190 gelesen; keine neue Untersuchung unserer Fotokollektion. · eingesehen 24.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Quellen zu den Merkmalen
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Merkliste & Sicherung

Standort · Substrat · Beziehungen

Lebensraum verstehen.

Ernährungsweise nicht abschließend geklärt. Moosige Erde in Gehölzen und offenen Flächen. Auf moosiger Erde und zwischen Streu, in Gehölzen ebenso wie an grasigen Rändern. Der estnische Erstnachweis stammt aus Fichtenstreu; finnische Funde auch von Böschungen, Gärten und Waldrändern. Baumarten am Fundort belegen keine Wirtsbindung. Überwiegend Winter bis Frühjahr; in Finnland März–Mai, im Norden auch Juni.

Quellen zum Lebensraum
Gezielt gegenüberstellen

Ähnliche Arten.

Kein Bild
verfügbar

Urnula mediterranea

Noch kein Artporträt

Der Schlüssel von 2025 nennt einen gut entwickelten Stiel, dickwandige reife Sporen und Kristalle im äußeren Bechergewebe. Diese mikroskopischen Merkmale sind auf Übersichtsaufnahmen nicht zu erkennen.

Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Beobachtung · Variation · Grenzen

Genau hinsehen, besser einordnen.

Groß bedeutet nicht sporenreif

Auch große Becher können unreif bleiben. Im finnischen Vergleich waren sechs von neun untersuchten Kollektionen unreif. Unreife Sporen verfälschen den Größenvergleich.

Quellen

Notes on Urnula hiemalis Nannf.
M. Carbone & C. Agnello (2013) · Ascomycete.org 5(1): 53–61; finnische Belege, Beschreibung, Reife und Vergleich. Original-PDF gelesen; S. 53 visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Wurzeln am Fruchtkörper sind noch kein Wirtsnachweis

Die deutsche Studie beobachtete Kontakt zu Buschwindröschenwurzeln. Ob eine biologische Partnerschaft oder Parasitismus vorliegt, blieb offen.

Quellen

Der Winter-Kelchpilz Urnula hiemalis Nannf. 1949 in Deutschland
R. Seibert, B. Fellmann, U. Eberhardt, L. Krieglsteiner & H. Steiner (2020) · Zeitschrift für Mykologie 86/2: 289–318; S. 294–295 Beschreibung, S. 303–311 Abgrenzung und Ökologie. Original-PDF gelesen, Beschreibung und Sporenmaße visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Historische Belege können neue Nachweise liefern

Die Studie von 2020 bestätigte zwei deutsche Fundorte durch ITS-Daten, darunter einen früher anders bestimmten Herbarbeleg von 1967. Das ist ein historischer Forschungsstand, keine aktuelle Gesamtzählung.

Quellen

Der Winter-Kelchpilz Urnula hiemalis Nannf. 1949 in Deutschland
R. Seibert, B. Fellmann, U. Eberhardt, L. Krieglsteiner & H. Steiner (2020) · Zeitschrift für Mykologie 86/2: 289–318; S. 294–295 Beschreibung, S. 303–311 Abgrenzung und Ökologie. Original-PDF gelesen, Beschreibung und Sporenmaße visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Volksnamen · Sprachen · Belege

Namen & Sprachen.

Bezugsart: Urnula hiemalis

Sprache öffnen, um die Belege zu sehen

DeutschWinter-Kelchpilz

Namensbeleg

Der Winter-Kelchpilz Urnula hiemalis Nannf. 1949 in Deutschland · Abgerufen: 24.10.2026

Titel des Originalartikels, S. 289

Hier belegt: Winter-Kelchpilz.

NorwegischSvartpokal

Namensbeleg

Nortaxa (Artsnavnebasen) · über GBIF · Nortaxa (Artsnavnebasen) · CC BY 4.0 · Abgerufen: 30.10.2026

Sprachform: Bokmål.

SchwedischVinterskål

Namensbeleg

Vårskålar · Vinterskål · Abgerufen: 24.10.2026

Abschnitt Vinterskål

Hier belegt: Vinterskål.

FinnischTalvimaljakas

Namensbeleg

Talvimaljakas aloittaa kevätsienten kauden · Abgerufen: 24.10.2026

Titel und Text des Beitrags

Hier belegt: Talvimaljakas.

EstnischTali-urnseen

Namensbeleg

Urnula hiemalis – a rare and interesting species of the Pezizales from Estonia · Abgerufen: 24.10.2026

Estnischer Abstract, S. 149

Hier belegt: tali-urnseen.

Noch ohne geprüften Namensbeleg

  • Englisch
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  • Dänisch
  • Polnisch
  • Tschechisch
  • Slowenisch
  • Kroatisch
  • Serbisch
  • Ungarisch
  • Russisch
  • Chinesisch
  • Japanisch

Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 30.10.2026.

Funddaten & Namenskonzept

Warum hier keine Kurve steht.

Die dokumentierte Abfrage (Beobachtungen mit Koordinaten, 2015–2025, Deutschland, Österreich, Schweiz und sieben Nachbarländer, Lizenzen CC0 und CC BY) liefert für diese Art keine Meldungen.

Das bedeutet weder null Fundmeldungen noch fehlendes Vorkommen.

GBIF-Zuordnung

Recherchefassung · 7 Fachquellen

Quellen & Prüfstand.

Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellenabgleich · 24.10.2026 · Quellenbezogener Literaturabgleich

Ergebnis dieser Runde: Messwerte einer lebenden Kollektion ausdrücklich abgegrenzt; Ernährung und Wirt nicht erfunden. Regionale und historische Fundangaben sind keine aktuelle Verbreitungskarte.

Umfang: Drei europäische Originalstudien, der Schlüssel von 2025 und Namensquellen abgeglichen. Keine eigene Beleg- oder DNA-Untersuchung.

Erneut herangezogene Quellen

Der Winter-Kelchpilz Urnula hiemalis Nannf. 1949 in Deutschland
R. Seibert, B. Fellmann, U. Eberhardt, L. Krieglsteiner & H. Steiner (2020) · Zeitschrift für Mykologie 86/2: 289–318; S. 294–295 Beschreibung, S. 303–311 Abgrenzung und Ökologie. Original-PDF gelesen, Beschreibung und Sporenmaße visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026

Notes on Urnula hiemalis Nannf.
M. Carbone & C. Agnello (2013) · Ascomycete.org 5(1): 53–61; finnische Belege, Beschreibung, Reife und Vergleich. Original-PDF gelesen; S. 53 visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026

Urnula hiemalis – a rare and interesting species of the Pezizales from Estonia
I. Zettur & B. Kullman (2011) · Folia Cryptogamica Estonica 48: 149–152; TAAM 203117, Frischmaterial in Wasser; estnischer Name im Abstract. Original-PDF gelesen, S. 149 visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026

Species diversity and systematic taxonomy of Sarcosomataceae
J. R. Liu und Mitarbeiter (2025) · MycoKeys 121: 21–65; Urnula-Schlüssel, besonders Paar 7, und Tabelle 1. Volltext über PMC12395190 gelesen; keine neue Untersuchung unserer Fotokollektion. · eingesehen 24.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)

Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise

Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.

Quellenname: Urnula hiemalis · abgeglichen am 24.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

  1. Der Winter-Kelchpilz Urnula hiemalis Nannf. 1949 in Deutschland
    Bibliografie

    R. Seibert, B. Fellmann, U. Eberhardt, L. Krieglsteiner & H. Steiner (2020)

    Originalstudie · Eingesehen 24.10.2026

    Herangezogen: Zeitschrift für Mykologie 86/2: 289–318; S. 294–295 Beschreibung, S. 303–311 Abgrenzung und Ökologie. Original-PDF gelesen, Beschreibung und Sporenmaße visuell geprüft

  2. Notes on Urnula hiemalis Nannf.
    Bibliografie

    M. Carbone & C. Agnello (2013)

    Originalstudie · Eingesehen 24.10.2026

    Herangezogen: Ascomycete.org 5(1): 53–61; finnische Belege, Beschreibung, Reife und Vergleich. Original-PDF gelesen; S. 53 visuell geprüft

  3. Urnula hiemalis – a rare and interesting species of the Pezizales from Estonia
    Bibliografie

    I. Zettur & B. Kullman (2011)

    Originalstudie · Eingesehen 24.10.2026

    Herangezogen: Folia Cryptogamica Estonica 48: 149–152; TAAM 203117, Frischmaterial in Wasser; estnischer Name im Abstract. Original-PDF gelesen, S. 149 visuell geprüft

  4. Species diversity and systematic taxonomy of Sarcosomataceae
    Bibliografie

    J. R. Liu und Mitarbeiter (2025)

    Originalstudie und Bestimmungsschlüssel · Eingesehen 24.10.2026

    Herangezogen: MycoKeys 121: 21–65; Urnula-Schlüssel, besonders Paar 7, und Tabelle 1. Volltext über PMC12395190 gelesen; keine neue Untersuchung unserer Fotokollektion

  5. Vårskålar · Vinterskål
    Bibliografie

    Naturhistoriska riksmuseet, Schweden

    Naturkundemuseum · Eingesehen 24.10.2026

    Herangezogen: Abschnitt Vinterskål: schwedischer Name, Größe und langsame Reifung; Originalseite gelesen

Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen2 weitere Fachquellen · 1 Datenabgleich · Bildnachweise · Namensabgleich
  1. Talvimaljakas aloittaa kevätsienten kauden
    Bibliografie

    Lasse Kosonen (2018), Suomen Luonto

    Mykologischer Fachbeitrag · Eingesehen 24.10.2026

    Herangezogen: 27. März 2018: finnischer Name, finnische Fundzeit, Standorte und keine Verwendung als Speisepilz. Originalseite direkt gelesen

  2. Species Fungorum · Urnula hiemalis
    Bibliografie

    Species Fungorum

    Nomenklatorisches Register · Eingesehen 24.10.2026

    Herangezogen: Record 291817: aktueller Name Urnula hiemalis Nannf., 1949; Sarcosomataceae. Originalseite direkt gelesen

Datenabgleich

Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.

  1. GBIF Backbone · Urnula hiemalis
    Bibliografie

    GBIF Secretariat

    Taxonomischer Backbone · Eingesehen 24.10.2026

    Herangezogen: EXACT, ACCEPTED, confidence 100, usageKey 5499589; strikter Namensabgleich im Reich Fungi

  • Fotografien
    Bildnachweise & Lizenzen

    Habitus
    Foto: Eugene Popov · CC BY 4.0 · Original
    Als WebP kodiert; vollständiger Ausschnitt ohne Retusche oder Farbkorrektur.

    Außenseite
    Foto: Eugene Popov · CC BY 4.0 · Original
    Als WebP kodiert; vollständiger Ausschnitt ohne Retusche oder Farbkorrektur.

  • Taxonomischer Namensabgleich
    Datenbank & StandUrnula hiemalis im GBIF-Backbone · API-Abgleich
    Snapshot 24.10.2026. Familienzuordnung nach diesem Snapshot. Ein Namensabgleich bestätigt keine fotografierte Artidentität.

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