Winter-Kelchpilz
Urnula hiemalis
Nicht für die Küche. Die Einordnung als ungenießbar belegt keine bestimmte Giftwirkung. Seltene Kelchpilze zur Dokumentation und fachlichen Bestimmung betrachten.
Quellen zum Speisewert
Der finnische Mykologe Lasse Kosonen beschreibt die Art als nicht für Speisezwecke geeignet.
Ein dunkler Winter- und Frühjahrsbecherling, dessen Stiel oft im Boden verborgen bleibt. Die schwarze Innenfläche und braunschwarze Außenseite fallen wenig auf; für die Abgrenzung ähnlicher Kelchpilze sind reife Sporen wichtig.

Schwarze Becher am Fundort mit sichtbarer Innenfläche, Rand und rauer Außenseite.
Beide Ansichten stammen aus derselben Quellenbeobachtung. Den angegebenen Herbarbeleg haben wir nicht selbst untersucht; keine eigene mikroskopische oder molekulare Bestätigung.

Ergänzende Ansicht der rauen Becheraußenseite; Aufnahme derselben dokumentierten Aufsammlung.
Beide Ansichten stammen aus derselben Quellenbeobachtung. Den angegebenen Herbarbeleg haben wir nicht selbst untersucht; keine eigene mikroskopische oder molekulare Bestätigung.
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Becher & Rand
Meist etwa 2–5 cm breite, anfangs tiefe Becher, später weiter geöffnet und mitunter unregelmäßig eingerissen. Die finnische Beschreibung nennt eine braunviolette, leicht höckerige Außenseite; der schwedische Museumsbericht nennt bis 6 cm breite Fruchtkörper.
- Fruchtschicht & Außenseite
Die Sporen entstehen auf der schwarzen, glatten bis etwas faltigen Becherinnenseite. Außen braunschwarz, rau bis stellenweise warzig. fehlen.
- Stielbasis
Kurz bis deutlich entwickelt, häufig überwiegend unterirdisch; im finnischen Material bis 2,5 cm lang. Ein dunkler Hyphenfilz umgibt die Basis. Ein scheinbar sitzender Becher kann deshalb einen verborgenen Stiel besitzen.
- Gewebe & Geruch
Zäh bis knorpelig, am oberen Becherrand brüchiger. Im Schnitt innen heller, nach außen dunkel. Die deutsche Untersuchung beschreibt den Geruch als unauffällig.
- Sporen (Mikroskop)
Glatte, farblose, breit elliptische bis zylindrische Sporen. Die deutsche Studie maß 80 lebende Abwurfsporen in Wasser: 19,2–29,8 × 9,9–14,2 µm, Mittel 23,5 × 11,4 µm. Das sind Werte einer Kollektion, keine absoluten Artgrenzen. Die Sporenform und das Verhältnis von Länge zu Breite mitprüfen.
Becher, Basis und Reife zusammen beurteilen
Dokumentiere Innenfläche, Außenseite und Basis sowie den tatsächlichen Untergrund. Ein dunkler Becher und ein frühes Funddatum reichen zur Artbestimmung nicht aus. Die mikroskopische Prüfung sollte möglichst reife, ausgeschleuderte Sporen einbeziehen.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Der Winter-Kelchpilz Urnula hiemalis Nannf. 1949 in Deutschland
R. Seibert, B. Fellmann, U. Eberhardt, L. Krieglsteiner & H. Steiner (2020) · Zeitschrift für Mykologie 86/2: 289–318; S. 294–295 Beschreibung, S. 303–311 Abgrenzung und Ökologie. Original-PDF gelesen, Beschreibung und Sporenmaße visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026
Notes on Urnula hiemalis Nannf.
M. Carbone & C. Agnello (2013) · Ascomycete.org 5(1): 53–61; finnische Belege, Beschreibung, Reife und Vergleich. Original-PDF gelesen; S. 53 visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026
Urnula hiemalis – a rare and interesting species of the Pezizales from Estonia
I. Zettur & B. Kullman (2011) · Folia Cryptogamica Estonica 48: 149–152; TAAM 203117, Frischmaterial in Wasser; estnischer Name im Abstract. Original-PDF gelesen, S. 149 visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026
Species diversity and systematic taxonomy of Sarcosomataceae
J. R. Liu und Mitarbeiter (2025) · MycoKeys 121: 21–65; Urnula-Schlüssel, besonders Paar 7, und Tabelle 1. Volltext über PMC12395190 gelesen; keine neue Untersuchung unserer Fotokollektion. · eingesehen 24.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Fruchtschicht & Außenseite
Stielbasis
Sporen (Mikroskop)
Eigene Beobachtung notieren Notiz vorhanden
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Ernährungsweise nicht abschließend geklärt. Moosige Erde in Gehölzen und offenen Flächen. Auf moosiger Erde und zwischen Streu, in Gehölzen ebenso wie an grasigen Rändern. Der estnische Erstnachweis stammt aus Fichtenstreu; finnische Funde auch von Böschungen, Gärten und Waldrändern. Baumarten am Fundort belegen keine Wirtsbindung. Überwiegend Winter bis Frühjahr; in Finnland März–Mai, im Norden auch Juni.
Quellen zum Lebensraum
Ähnliche Arten.
Die hier als Artengruppe behandelte U. craterium hat häufig einen stärker abgesetzten Stiel und Ansatz an Holz; reife Sporen sind im Mittel schlanker. Form und Sporenlänge überschneiden sich: mehrere Merkmale gemeinsam prüfen.
verfügbar
Urnula mediterranea
Noch kein ArtporträtDer Schlüssel von 2025 nennt einen gut entwickelten Stiel, dickwandige reife Sporen und Kristalle im äußeren Bechergewebe. Diese mikroskopischen Merkmale sind auf Übersichtsaufnahmen nicht zu erkennen.
Ebenfalls ein schwarzer Frühlingsbecherling, meist kleiner. Der Museumsbericht nennt 1–3 cm breite Becher und kugelige statt elliptische Sporen; unter dem Mikroskop ist die Sporenform besonders hilfreich.
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Groß bedeutet nicht sporenreif
Auch große Becher können unreif bleiben. Im finnischen Vergleich waren sechs von neun untersuchten Kollektionen unreif. Unreife Sporen verfälschen den Größenvergleich.
Quellen
Notes on Urnula hiemalis Nannf.
M. Carbone & C. Agnello (2013) · Ascomycete.org 5(1): 53–61; finnische Belege, Beschreibung, Reife und Vergleich. Original-PDF gelesen; S. 53 visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Wurzeln am Fruchtkörper sind noch kein Wirtsnachweis
Die deutsche Studie beobachtete Kontakt zu Buschwindröschenwurzeln. Ob eine biologische Partnerschaft oder Parasitismus vorliegt, blieb offen.
Quellen
Der Winter-Kelchpilz Urnula hiemalis Nannf. 1949 in Deutschland
R. Seibert, B. Fellmann, U. Eberhardt, L. Krieglsteiner & H. Steiner (2020) · Zeitschrift für Mykologie 86/2: 289–318; S. 294–295 Beschreibung, S. 303–311 Abgrenzung und Ökologie. Original-PDF gelesen, Beschreibung und Sporenmaße visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Historische Belege können neue Nachweise liefern
Die Studie von 2020 bestätigte zwei deutsche Fundorte durch ITS-Daten, darunter einen früher anders bestimmten Herbarbeleg von 1967. Das ist ein historischer Forschungsstand, keine aktuelle Gesamtzählung.
Quellen
Der Winter-Kelchpilz Urnula hiemalis Nannf. 1949 in Deutschland
R. Seibert, B. Fellmann, U. Eberhardt, L. Krieglsteiner & H. Steiner (2020) · Zeitschrift für Mykologie 86/2: 289–318; S. 294–295 Beschreibung, S. 303–311 Abgrenzung und Ökologie. Original-PDF gelesen, Beschreibung und Sporenmaße visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Urnula hiemalis
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschWinter-Kelchpilz
Namensbeleg
Der Winter-Kelchpilz Urnula hiemalis Nannf. 1949 in Deutschland · Abgerufen: 24.10.2026
Titel des Originalartikels, S. 289
Hier belegt: Winter-Kelchpilz.
NorwegischSvartpokal
Namensbeleg
Nortaxa (Artsnavnebasen) · über GBIF · Nortaxa (Artsnavnebasen) · CC BY 4.0 · Abgerufen: 30.10.2026
Sprachform: Bokmål.
SchwedischVinterskål
Namensbeleg
Vårskålar · Vinterskål · Abgerufen: 24.10.2026
Abschnitt Vinterskål
Hier belegt: Vinterskål.
FinnischTalvimaljakas
Namensbeleg
Talvimaljakas aloittaa kevätsienten kauden · Abgerufen: 24.10.2026
Titel und Text des Beitrags
Hier belegt: Talvimaljakas.
EstnischTali-urnseen
Namensbeleg
Urnula hiemalis – a rare and interesting species of the Pezizales from Estonia · Abgerufen: 24.10.2026
Estnischer Abstract, S. 149
Hier belegt: tali-urnseen.
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Englisch
- Niederländisch
- Französisch
- Spanisch
- Italienisch
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- Rumänisch
- Dänisch
- Polnisch
- Tschechisch
- Slowenisch
- Kroatisch
- Serbisch
- Ungarisch
- Russisch
- Chinesisch
- Japanisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 30.10.2026.
Warum hier keine Kurve steht.
Die dokumentierte Abfrage (Beobachtungen mit Koordinaten, 2015–2025, Deutschland, Österreich, Schweiz und sieben Nachbarländer, Lizenzen CC0 und CC BY) liefert für diese Art keine Meldungen.
Das bedeutet weder null Fundmeldungen noch fehlendes Vorkommen.
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 24.10.2026 · Quellenbezogener Literaturabgleich
Ergebnis dieser Runde: Messwerte einer lebenden Kollektion ausdrücklich abgegrenzt; Ernährung und Wirt nicht erfunden. Regionale und historische Fundangaben sind keine aktuelle Verbreitungskarte.
Umfang: Drei europäische Originalstudien, der Schlüssel von 2025 und Namensquellen abgeglichen. Keine eigene Beleg- oder DNA-Untersuchung.
Erneut herangezogene Quellen
Der Winter-Kelchpilz Urnula hiemalis Nannf. 1949 in Deutschland
R. Seibert, B. Fellmann, U. Eberhardt, L. Krieglsteiner & H. Steiner (2020) · Zeitschrift für Mykologie 86/2: 289–318; S. 294–295 Beschreibung, S. 303–311 Abgrenzung und Ökologie. Original-PDF gelesen, Beschreibung und Sporenmaße visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026
Notes on Urnula hiemalis Nannf.
M. Carbone & C. Agnello (2013) · Ascomycete.org 5(1): 53–61; finnische Belege, Beschreibung, Reife und Vergleich. Original-PDF gelesen; S. 53 visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026
Urnula hiemalis – a rare and interesting species of the Pezizales from Estonia
I. Zettur & B. Kullman (2011) · Folia Cryptogamica Estonica 48: 149–152; TAAM 203117, Frischmaterial in Wasser; estnischer Name im Abstract. Original-PDF gelesen, S. 149 visuell geprüft. · eingesehen 24.10.2026
Species diversity and systematic taxonomy of Sarcosomataceae
J. R. Liu und Mitarbeiter (2025) · MycoKeys 121: 21–65; Urnula-Schlüssel, besonders Paar 7, und Tabelle 1. Volltext über PMC12395190 gelesen; keine neue Untersuchung unserer Fotokollektion. · eingesehen 24.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Urnula hiemalis · abgeglichen am 24.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Der Winter-Kelchpilz Urnula hiemalis Nannf. 1949 in Deutschland
- Notes on Urnula hiemalis Nannf.
- Urnula hiemalis – a rare and interesting species of the Pezizales from Estonia
- Species diversity and systematic taxonomy of Sarcosomataceae
- Vårskålar · Vinterskål
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Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich