Zitzen-Stielbovist
Tulostoma brumale
Nach ÖMG ungenießbar. Mehrere Stielboviste sehen sehr ähnlich aus; sicher trennen oft erst Sporen und Capillitium.
Einordnung & Quellen
Ausführliche Einordnung
Artabgrenzung oft nur mikroskopisch. Mehrere Stielboviste sehen sehr ähnlich aus. Mündung, Hof und Stiel geben Hinweise; sicher trennen oft erst Sporen, Capillitium und der Bau der Außenhülle.
In keiner der DGfM-Listen (Speisepilze, Giftpilze, uneinheitlicher Speisewert; Stand 2026) und in keiner VAPKO-Liste geführt. Die ÖMG nennt ihn ungenießbar (kein Speisewert, zu klein, pulverig), ebenso ein britisches Fachportal.
Ein heller Sporensack von wenigen Millimetern bis etwa 1 cm Breite auf einem dünnen, zähen Stiel; die Sporen entweichen durch eine kurz röhrenförmig vorgezogene Mündung mit meist bräunlichem Hof. Der Pilz wächst in kalkhaltigen Trocken- und Sandrasen, oft zwischen Moosen, und ist vor allem im Winterhalbjahr zu sehen.

Drei Fruchtkörper am Wuchsort zwischen Moos, kleinen Kräutern und dürren Grashalmen: helle, kugelige Sporenköpfe mit bräunlichen Hüllresten, getragen von dünnen, graubraunen, längsfaserig-schuppigen Stielen, die aus dem Moos kommen. Am linken Kopf ist die vorgezogene Mündung von der Seite zu sehen. Gremsdorf (Landkreis Erlangen-Höchstadt, Bayern), 18. März 2023.
Bestimmung nur nach Foto; ähnliche Stielboviste (etwa Tulostoma simulans) lassen sich sicher erst an Sporen und Capillitium abgrenzen. Die Mündung ist nur am linken Fruchtkörper und nur von der Seite zu sehen, der braune Hof nicht (dafür Bild 2); die Stielbasen stecken im Moos (dafür Bild 3). Der hintere rechte Fruchtkörper ist unscharf. Bodenart am Fundort nicht angegeben.
Katrin Simon via iNaturalist, CC BY 4.0 · CC BY 4.0 · Original

Zwei Fruchtkörper zwischen Moospolstern auf flechtenbewachsenem Gestein, schräg von oben: Auf jedem der weißlichen, erdbespritzten Sporenköpfe sitzt eine kurz röhrenförmig vorgezogene, scharf begrenzte Mündung mit braunem Hof; darunter der blass ockerbraune Stiel. Am unteren Bildrand der Kopf eines dritten Fruchtkörpers. Bei Berg (Bezirk Bruck an der Leitha, Niederösterreich), 12. Mai 2023.
Der Hintergrund ist bewusst unscharf. Die Stielbasis steckt im Moos. Gesteinsart nicht angegeben und am Bild nicht zu erkennen. Bestimmung nur nach Foto (zwei Bestimmungen); ähnliche Stielboviste sind erst mikroskopisch auszuschließen.
Elias (elias105) via iNaturalist, CC BY 4.0 · CC BY 4.0 · Original

Ein ganzer Fruchtkörper, für die Aufnahme aus dem Boden genommen und auf den moosigen, lückig bewachsenen Boden gelegt: der weißliche, kugelige Kopf ist scharf vom Stiel abgesetzt; der Stiel ist längsfaserig und fein schuppig, oben graubraun, zur Basis hin rostbraun, und endet in einer leicht verdickten Basis mit anhaftenden Fasern. Wien-Hirschstetten, 18. März 2024.
Fruchtkörper herausgenommen und hingelegt; wie tief der Stiel im Boden steckte, ist nicht bekannt. Die Basis ist nur leicht verdickt; ob sie beim Herausnehmen ganz erhalten blieb, lässt sich nicht sagen. Die Mündung liegt am linken Kopfrand und ist nur von der Seite zu ahnen. Aufnahme eher dunkel, der Fruchtkörper füllt nur einen Teil des Bildes. Bestimmung nur nach Foto; ähnliche Stielboviste sind erst mikroskopisch auszuschließen.
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Sporensack
Kein Hut. Ein kugeliger bis apfelförmiger Sporensack, nach der baden-württembergischen Darstellung 4–10 mm breit, scharf vom Stiel abgesetzt. Die Innenhülle ist glatt, pergamentartig, cremefarben, schmutzig weißlich bis grau-ockerlich. Die dünne, häutige Außenhülle vergeht bald; Reste bleiben an der Unterseite des Kopfes und können den Stielansatz als schmaler Kragen umschließen.
- Mündung
Keine oder ; die Sporen reifen im Sporensack und treten durch eine einzige Scheitelöffnung aus. Die Mündung ist kurz - bis zitzenförmig vorgezogen, scharf begrenzt, glattrandig und etwa 1 mm weit, meist von einem braunen Hof umgeben; dessen Farbe reicht in den Quellen von gelb- bis orangebraun (europäischer Schlüssel) über rotbraun bis dunkelbraun (Schweizer Beschreibung). Bei jungen Fruchtkörpern kann die Außenhülle den Hof verdecken, bei überwinterten kann er verblasst sein.
- Stiel
Stiel zäh und hart, nach der baden-württembergischen Darstellung 10–45 mm lang, in der Schweizer Beschreibung 2–3 mm dick und in den Kopf eingesenkt. Blass ocker- bis holzbräunlich und längsfaserig. Die Oberfläche wird uneinheitlich beschrieben: glatt (Schweizer Beschreibung), kahl bis etwas schuppig (europäischer Schlüssel), mit anliegenden bis abstehenden Schuppen (baden-württembergische Darstellung). Die Basis ist nach Gerhardt knollig verdickt.
- Hülle & Sporenmasse
Die Sporenmasse ist jung weiß und fest und wird bei der Reife pulverig; sie enthält ein dickwandiges Capillitium. Die Innenhülle ist pergamentartig; die Fruchtkörper überdauern meist bis zum folgenden Frühjahr.
- Sporenpulver
nach der Schweizer Beschreibung rostbraun, nach einer britischen Quelle blass rötlich; Gerhardt nennt für die Gattung ockerfarben. Sporen ± kugelig, stumpf warzig, nach der baden-württembergischen Darstellung (3,5–)4–4,3(–4,8) µm breit. Das Capillitium ist dickwandig, an den Querwänden stark, bis etwa dreifach, blasig erweitert und mit kleinen Kristallen besetzt – mikroskopische Merkmale, die ihn von ähnlichen Stielbovisten trennen.
Mündung, Hof und Stiel zusammen
Die Mündung von oben und schräg fotografieren: Sie ist bei dieser Art kurz röhrenförmig vorgezogen, scharf begrenzt und meist bräunlich behöft. Dazu Stielfarbe, Schuppen und Hüllreste unter dem Kopf festhalten. Eine sichere Abgrenzung von ähnlichen Stielbovisten verlangt meist Sporen und Capillitium.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 396, PDF-S. 395: Nr. 522 Tulostoma brumale Pers.: Pers. (= T. mammosum Fr.), „Zitzen-Stielbovist“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen (Tulostoma im Luzerner Gebiet nicht festgestellt, auf sandige, kalkreiche Trockenböden milder Lagen beschränkt). · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 179–180, PDF-S. 178–179: Familie Tulostomataceae und Gattung Tulostoma (unterirdische Entwicklung, holziger Stiel, Überdauern bis zum Frühjahr, etwa 20 Arten in Europa); Art 1.2 – Morphologie, Ökologie, Phänologie, Verbreitung in Baden-Württemberg, vertikale Verbreitung, Bestand und Gefährdung, allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 818, PDF-S. 819: Gruppenschlüssel Punkte 5–7 (sternförmig mit Sporenkugel → Geastrum u. a.; gestielt ohne Stern, Sporenkugel bis 15 mm mit kleiner Öffnung → Tulostoma). Gedruckte S. 827–829, PDF-S. 828–830: Key E, Punkte 1–13; Punkt 12 T. brumale (häutige Außenhülle, Capillitium stellenweise mit länglichen oder plattigen Kristallen und an den Septen stark erweitert; Kugel 5–10 mm; Stiel blassbraun, längsfaserig; Sporen 3,5–4,5(–5) µm; meist zwischen Moosen, vor allem Syntrichia; Dünen, Steinbrüche, Deiche; zerstreut, nach Norden seltener); Mündungshof gelb- bis orangebraun (Punkt 11). · eingesehen 18.10.2026
Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
Mikael Jeppson, Alberto Altés, Gabriel Moreno, R. Henrik Nilsson, Yolanda Loarce, Alfredo de Bustos & Ellen Larsson · MycoKeys 21: 33–88. Abstract; Introduction (Gattungsgeschichte); Results – Comments on the major clades (Clades 3, 5, 10, 11); Taxonomy: T. brumale (Merkmale, Habitat und Verbreitung), T. calcareum, T. fimbriatum, T. melanocyclum, T. simulans, T. squamosum; Discussion (Bestimmungsprobleme, Rote Listen). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Sporensack
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
- Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Tulostoma, Gewimperter und Zitzen-Stielbovist
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
Mündung
- Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Schlüssel der Gattung Tulostoma und der epigäischen Gasteromycetanae
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Tulostoma, Gewimperter und Zitzen-Stielbovist
- Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
- Tulostoma brumale, Winter Stalkball – identification
Stiel
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
- Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Tulostoma, Gewimperter und Zitzen-Stielbovist
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
- Tulostoma brumale, Winter Stalkball – identification
Hülle & Sporenmasse
- Tulostoma brumale, Winter Stalkball – identification
- Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Tulostoma, Gewimperter und Zitzen-Stielbovist
Sporenpulver
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
- Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Schlüssel der Gattung Tulostoma und der epigäischen Gasteromycetanae
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
- Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Tulostoma, Gewimperter und Zitzen-Stielbovist
- Tulostoma brumale, Winter Stalkball – identification
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Zersetzer am Boden. Kalkhaltige Trocken- & Sandrasen, Dünen, Mauern. Bodenbewohnender Zersetzer auf meist flachgründigen, kalkhaltigen, mehr oder weniger neutralen Sand- und Lehmböden: lückige Trocken- und Halbtrockenrasen, Sandrasen, Dünen, Schotterflächen und Felsgrus, auch auf Mauern, Dämmen und an Straßenböschungen. Oft zwischen Moosen; genannt werden Tortula ruralis s. l. und Syntrichia-Arten. Die Fruchtkörper erscheinen meist erst im Oktober oder November und überdauern bis zum Frühjahr; mit zunehmender Höhe wird die Art seltener.
Fundmeldungen im Jahreslauf
Die meisten Fundmeldungen: März bis April und November bis Dezember. Alle Monatswerte
Quellen zum Lebensraum
Ökologie & Lebensraum
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale · Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986) · Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma · Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017) · Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Tulostoma, Gewimperter und Zitzen-Stielbovist · Rote Liste der Großpilze Deutschlands (Dämmrich et al. 2016) · Artensteckbrief Tulostoma brumale
Ähnliche Arten.
Wächst oft an denselben Stellen. Die Mündung ist ebenfalls kurz röhrenförmig, ihr Hof aber schwarzbraun bis fast schwarz; der Stiel ist reif dunkelbraun, nach der baden-württembergischen Darstellung mit anliegenden dunkelbraunen Schuppen (FTE: kahl oder längsfaserig). Mikroskopisch: größere, gröber ornamentierte Sporen, Capillitium ohne Kristalle und an den Querwänden kaum erweitert. Da auch der Zitzen-Stielbovist bräunlich behöft ist, Stielfarbe und Sporen mitprüfen.
Quellen
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostoma fimbriatum, T. kotlabae, T. melanocyclum, T. squamosum
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Schlüssel der Gattung Tulostoma und der epigäischen Gasteromycetanae
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
- Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
Die Mündung sitzt flach, ist faserig gefranst bis gezähnt und nie farbig behöft. Der Kopf ist meist größer (nach der baden-württembergischen Darstellung 9–17 mm) und hellgrau, der Stiel kräftiger und länger (dort 14–80 mm), rillig und braun geschuppt; das untere Kopfdrittel ist oft mit Sand verkrustet. Unter dem Namen verbergen sich nach Sequenzdaten mehrere ähnliche Arten.
Quellen
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostoma fimbriatum, T. kotlabae, T. melanocyclum, T. squamosum
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Tulostoma, Gewimperter und Zitzen-Stielbovist
- Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
verfügbar
Kotlabas Stielbovist
Tulostoma kotlabae
Noch kein ArtporträtGanzer Pilz weißlich bis grauweiß, auch der Stiel fast weiß; die schornsteinartige Mündung hat keinen dunkleren Hof. Auf kalkreichem Sand in sehr lückigen Trockenrasen und Dünen, oft zwischen Moosen. Überwinterte Zitzen-Stielboviste können einen verblassten Hof haben; dann helfen Stielfarbe und Capillitium, das bei T. kotlabae keine Kristalle trägt.
Quellen
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostoma fimbriatum, T. kotlabae, T. melanocyclum, T. squamosum
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Schlüssel der Gattung Tulostoma und der epigäischen Gasteromycetanae
- Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
verfügbar
Tulostoma simulans
Noch kein ArtporträtSehr ähnlich und in Europa vermutlich deshalb übersehen; als T. brumale bestimmte europäische Belege erwiesen sich in Sequenzanalysen teils als diese Art. Sie hat eine fädige statt häutige Außenhülle, etwas größere Sporen (4–6 µm) und ein Capillitium ohne deutlichen Kristallbesatz – vor allem mikroskopisch zu prüfen. Selten, u. a. aus Österreich und Ungarn belegt.
verfügbar
Schuppiger Stielbovist
Tulostoma squamosum
Noch kein ArtporträtStiel mit sparrig abstehenden braunen Schuppen; die bräunliche, warzige Außenhülle hinterlässt beim Abfallen ein Netzmuster auf der Innenhülle. Die Mündung ist kurz röhrenförmig, aber ohne dunkleren Hof. In Schweden wurde unter diesem Namen auch der ähnliche T. calcareum geführt.
Quellen
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostoma fimbriatum, T. kotlabae, T. melanocyclum, T. squamosum
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
- Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
Auch der Kamm-Erdstern trägt eine Sporenkugel mit Mündung auf einem kurzen Stielchen, doch sitzt sie über einer sternförmig aufgerissenen Außenhülle; seine Kugel ist am Stielansatz deutlich gerieft. Der Zitzen-Stielbovist hat einen 1–4,5 cm langen, holzig-zähen Stiel und keinen Stern.
Quellen
- Pilze der Schweiz · Band 2 (1986) – Bestimmungsschlüssel Gruppe H (Bauchpilze)
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Schlüssel der Gattung Tulostoma und der epigäischen Gasteromycetanae
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
Weitere Art anzeigenWeniger Arten anzeigen
Vier aufgerichtete Sternlappen tragen eine kleine gestielte Sporenkugel. Das im Boden verbleibende Nest und die deutlich abgegrenzte Mündung sind gemeinsam entscheidend.
Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Reif erst im Winterhalbjahr
Der Sporenkopf entsteht im Boden und wird erst nach der Sporenreife vom wachsenden Stiel über die Oberfläche gehoben. Die Fruchtkörper erscheinen meist im Oktober oder November und überdauern bis ins Frühjahr; das Artepitheton brumale verweist auf den Winter. Von 648 GBIF-Meldungen der Jahre 2015–2025 aus Mitteleuropa fallen rund 85 % in die Monate November bis April.
Quellen
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 179–180, PDF-S. 178–179: Familie Tulostomataceae und Gattung Tulostoma (unterirdische Entwicklung, holziger Stiel, Überdauern bis zum Frühjahr, etwa 20 Arten in Europa); Art 1.2 – Morphologie, Ökologie, Phänologie, Verbreitung in Baden-Württemberg, vertikale Verbreitung, Bestand und Gefährdung, allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026
Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 396, PDF-S. 395: Nr. 522 Tulostoma brumale Pers.: Pers. (= T. mammosum Fr.), „Zitzen-Stielbovist“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen (Tulostoma im Luzerner Gebiet nicht festgestellt, auf sandige, kalkreiche Trockenböden milder Lagen beschränkt). · eingesehen 18.10.2026
Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Tulostoma, Gewimperter und Zitzen-Stielbovist
Ewald Gerhardt · PDF-S. 1439: Gattung Tulostoma (Stielteil anfangs im Erdreich, durch Wind und Regen freigelegt; Saprophyten am Boden). PDF-S. 1440: Gewimperter Stielbovist. PDF-S. 1441: Zitzen-Stielbovist (Staubkugel 0,5–1,5 cm, Kragen am Stiel, Mündung düsenartig vorgezogen, glattrandig; Stiel gelblich bis holzbräunlich, längsfaserig, basal knollig; Vorkommen I–XII). · eingesehen 18.10.2026
Tulostoma brumale, Winter Stalkball – identification
First Nature / Pat O’Reilly · Abschnitte Etymology, Identification, Habitat & Season, Culinary notes: brumale = „of winter“; Mündung von einem rotbraunen Ring umgeben; Stiel 1,5–4 × 0,2–0,3 cm, glatt und grau oder öfter faserig; Gleba jung weiß und fest, reif braun und pulverig; Sporenmasse blass rötlich („pale rufous“); September bis Januar (Britische Inseln); „generally considered inedible“. · eingesehen 18.10.2026
GBIF Backbone Taxonomy · Tulostoma brumale Pers. (5243296)
GBIF Secretariat · Faktenpaket: species/match (EXACT, ACCEPTED, Familie Agaricaceae), 15 Synonyme u. a. T. mammosum, Lycoperdon pedunculatum; Vernakularnamen; Fundfacetten 2015–2025 (648 Meldungen). Quelltaxa der Vernakularnamen einzeln über species/{key} geprüft. · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Die Mündung als erster Schlüssel
Bestimmungsschlüssel trennen die Stielboviste zuerst nach der Mündung: flach und faserig gefranst oder kurz röhrenförmig vorgezogen, mit oder ohne farbigen Hof. Danach folgen Stielfarbe, Schuppen und Außenhülle. Im Jahr 2000 rechnete man in Europa mit etwa 20 Arten; eine Sequenzstudie von 2017 fand 26 beschriebene und 19 unbenannte und nennt Sporenornament und Hyphenbau der Hülle als verlässliche Merkmale.
Quellen
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Schlüssel der Gattung Tulostoma und der epigäischen Gasteromycetanae
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 179, PDF-S. 178: Tulostoma-Schlüssel Punkte 1–5 (Mündung kurz-zylindrisch/zitzenförmig vs. flach kegelförmig gezähnt; dunkler Hof, bei jungen Fruchtkörpern verdeckt oder bei überwinterten verblasst; T. brumale: Stiel ockerfarben, Capillitium mit kleinen Kristallen, an den Septen bis dreifach erweitert). Gedruckte S. 104, PDF-S. 103: Schlüssel der Ordnungen/Familien, Punkte 6–8 (schlanker, holziger Stiel mit scharf abgesetztem Kopf vs. sternförmig aufreißende Peridie). · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 179–180, PDF-S. 178–179: Familie Tulostomataceae und Gattung Tulostoma (unterirdische Entwicklung, holziger Stiel, Überdauern bis zum Frühjahr, etwa 20 Arten in Europa); Art 1.2 – Morphologie, Ökologie, Phänologie, Verbreitung in Baden-Württemberg, vertikale Verbreitung, Bestand und Gefährdung, allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 818, PDF-S. 819: Gruppenschlüssel Punkte 5–7 (sternförmig mit Sporenkugel → Geastrum u. a.; gestielt ohne Stern, Sporenkugel bis 15 mm mit kleiner Öffnung → Tulostoma). Gedruckte S. 827–829, PDF-S. 828–830: Key E, Punkte 1–13; Punkt 12 T. brumale (häutige Außenhülle, Capillitium stellenweise mit länglichen oder plattigen Kristallen und an den Septen stark erweitert; Kugel 5–10 mm; Stiel blassbraun, längsfaserig; Sporen 3,5–4,5(–5) µm; meist zwischen Moosen, vor allem Syntrichia; Dünen, Steinbrüche, Deiche; zerstreut, nach Norden seltener); Mündungshof gelb- bis orangebraun (Punkt 11). · eingesehen 18.10.2026
Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
Mikael Jeppson, Alberto Altés, Gabriel Moreno, R. Henrik Nilsson, Yolanda Loarce, Alfredo de Bustos & Ellen Larsson · MycoKeys 21: 33–88. Abstract; Introduction (Gattungsgeschichte); Results – Comments on the major clades (Clades 3, 5, 10, 11); Taxonomy: T. brumale (Merkmale, Habitat und Verbreitung), T. calcareum, T. fimbriatum, T. melanocyclum, T. simulans, T. squamosum; Discussion (Bestimmungsprobleme, Rote Listen). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Standorte aus Menschenhand
In Baden-Württemberg verdankt die Art viele Vorkommen der Schafweide, Mauern und in der südlichen Rheinebene der Grundwasserabsenkung; Verbrachung, Verbuschung und das Beseitigen alter Weinbergsmauern gefährden sie. Die Rote Liste Deutschlands (2016) führt sie als ungefährdet und verweist auf Sekundärstandorte wie Rheindämme, die Schweizer Rote Liste (2007) als verletzlich (VU).
Quellen
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 179–180, PDF-S. 178–179: Familie Tulostomataceae und Gattung Tulostoma (unterirdische Entwicklung, holziger Stiel, Überdauern bis zum Frühjahr, etwa 20 Arten in Europa); Art 1.2 – Morphologie, Ökologie, Phänologie, Verbreitung in Baden-Württemberg, vertikale Verbreitung, Bestand und Gefährdung, allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026
Rote Liste der Großpilze Deutschlands (Dämmrich et al. 2016) · Artensteckbrief Tulostoma brumale
Rote-Liste-Zentrum; Dämmrich, F. et al. (2016), Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (8): 31–433 · Rote-Liste-Kategorie: Ungefährdet; aktuelle Bestandssituation: mäßig häufig; langfristiger Trend: Daten ungenügend; kurzfristiger Trend: gleich bleibend; Kommentar: viele Sekundärstandorte, z. B. Rheindämme. · eingesehen 18.10.2026
Rote Liste der gefährdeten Grosspilze der Schweiz (BAFU/WSL 2007)
B. Senn-Irlet, G. Bieri & S. Egli · Bundesamt für Umwelt BAFU & WSL, Umwelt-Vollzug Nr. 0718 · Gedruckte S. 53 (PDF-S. 28 der vom Kanton Thurgau bereitgestellten Teilkopie): Tulostoma brumale, Zitzen-Stielbovist, VU (D1), „sandige Böden“; ebenda T. fimbriatum VU; gedruckte S. 54 (PDF-S. 29): T. melanocyclum CR, T. squamosum EN. Legende S. 26 (PDF-S. 1). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Tulostoma brumale
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschZitzen-StielbovistWinter-Stielbovist
Namensbeleg
Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur · Abgerufen: 17.10.2026
EnglischWinter StalkballWinter Stalk Puffball
Namensbeleg
United Kingdom Species Inventory (UKSI) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
NiederländischGesteelde stuifbal
Namensbeleg
Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
FranzösischTulostome des brumes
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
SpanischTulostoma de inviernoAuch als „Tulostoma de invierno“ (Quelltaxon 100263520) geführt.
Namensbeleg
Vernacular names of Iberian fungi in Spain · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
DänischVinter-stilkbovist
Namensbeleg
National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
NorwegischGrann styltesoppGrann styltresopp
SchwedischStjälkröksvampOfransad stjälkröksvamp
Namensbeleg
Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
FinnischHiekkajalkakuukunen
Namensbeleg
The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
PolnischBerłóweczka zimowaPałeczka zimowa
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
TschechischPalečka zimní
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
SlowenischZimski puhar
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
UngarischÖves nyelespöfeteg
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
RussischТулостома зимняя
Namensbeleg
Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
Japanischケシボウズタケ
Namensbeleg
List of local names of fungi in based on Katsumoto (2010) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Italienisch
- Rumänisch
- Kroatisch
- Serbisch
- Chinesisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 17.10.2026.
Fundmeldungen im Jahresverlauf.
Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.
Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.
Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.
Einordnung & Datengrundlage
Meldungen sind keine Prognose.
Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.
Was wurde ausgewählt?
Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 18.10.2026.
Exakte GBIF-AbfrageMonats- und Länderwerte ansehen
| Monat | Datensätze |
|---|---|
| Jan | 53 |
| Feb | 61 |
| Mär | 131 |
| Apr | 82 |
| Mai | 36 |
| Jun | 5 |
| Jul | 4 |
| Aug | 6 |
| Sep | 3 |
| Okt | 46 |
| Nov | 105 |
| Dez | 116 |
| Land | Datensätze |
|---|---|
| Deutschland | 282 |
| Österreich | 71 |
| Schweiz | 279 |
| Tschechien | 0 |
| Polen | 15 |
| Slowakei | 0 |
| Ungarn | 0 |
| Slowenien | 1 |
| Liechtenstein | 0 |
| Luxemburg | 0 |
Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.
Aggregierte Werte als CSV herunterladenHerkunft & Lizenzen · 6 beitragende Datensätze
Daten über GBIF.org. 96 Meldungen unter CC0 1.0, 552 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.
- Swiss National Fungi Databank · 247 Datensätze
Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - NABU|naturgucker · 168 Datensätze
naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - ArtenFinder · 92 Datensätze
ArtenFinder bei der Stiftung Natur und Umwelt RLP und der Stiftung Naturschutz Berlin. ArtenFinder. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/jnnald accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 66 Datensätze
Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - iNaturalist Research-grade Observations · 61 Datensätze
iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ) · 14 Datensätze
Kujawa A (2022). Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ). Version 1.4. Polish Mycological Society. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/4a38vf accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 19.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich
Ergebnis dieser Runde: Erster Stielbovist im Atlas. Mündungsform und Hof sowie Stielfarbe tragen die makroskopische Abgrenzung; für eine sichere Bestimmung sind nach allen Schlüsseln Mikromerkmale nötig. Hoffarbe (gelb- bis orangebraun bis dunkelbraun), Stieloberfläche (glatt bis geschuppt) und Sporenpulverfarbe (rostbraun, blass rötlich, ockerfarben) werden uneinheitlich beschrieben und sind im Text offengelegt. Familie nach GBIF (Agaricaceae), abweichende Zuordnungen in der Notiz. Nicht in den DGfM- und VAPKO-Listen; die ÖMG führt die Art als ungenießbar. Keine menschliche Endredaktion.
Umfang: Artpassagen Pilze der Schweiz 2 (Nr. 522, Schlüssel Gruppe H) und Großpilze Baden-Württembergs 2 (Tulostoma-Schlüssel, 1.2–1.6) gelesen, Zahlen am Seitenbild geprüft; Fungi of Temperate Europe Key E, Gerhardt (BLV) und First Nature ergänzend; Jeppson et al. 2017 gezielt im Volltext. Rote Listen Deutschland 2016 und Schweiz 2007 gelesen. Speisewert nach DGfM-Listen 2026, VAPKO und ÖMG. Bilder, Sprachdaten und Fundkurve gesondert.
Erneut herangezogene Quellen
Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 396, PDF-S. 395: Nr. 522 Tulostoma brumale Pers.: Pers. (= T. mammosum Fr.), „Zitzen-Stielbovist“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen (Tulostoma im Luzerner Gebiet nicht festgestellt, auf sandige, kalkreiche Trockenböden milder Lagen beschränkt). · eingesehen 18.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 179–180, PDF-S. 178–179: Familie Tulostomataceae und Gattung Tulostoma (unterirdische Entwicklung, holziger Stiel, Überdauern bis zum Frühjahr, etwa 20 Arten in Europa); Art 1.2 – Morphologie, Ökologie, Phänologie, Verbreitung in Baden-Württemberg, vertikale Verbreitung, Bestand und Gefährdung, allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026
Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 818, PDF-S. 819: Gruppenschlüssel Punkte 5–7 (sternförmig mit Sporenkugel → Geastrum u. a.; gestielt ohne Stern, Sporenkugel bis 15 mm mit kleiner Öffnung → Tulostoma). Gedruckte S. 827–829, PDF-S. 828–830: Key E, Punkte 1–13; Punkt 12 T. brumale (häutige Außenhülle, Capillitium stellenweise mit länglichen oder plattigen Kristallen und an den Septen stark erweitert; Kugel 5–10 mm; Stiel blassbraun, längsfaserig; Sporen 3,5–4,5(–5) µm; meist zwischen Moosen, vor allem Syntrichia; Dünen, Steinbrüche, Deiche; zerstreut, nach Norden seltener); Mündungshof gelb- bis orangebraun (Punkt 11). · eingesehen 18.10.2026
Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
Mikael Jeppson, Alberto Altés, Gabriel Moreno, R. Henrik Nilsson, Yolanda Loarce, Alfredo de Bustos & Ellen Larsson · MycoKeys 21: 33–88. Abstract; Introduction (Gattungsgeschichte); Results – Comments on the major clades (Clades 3, 5, 10, 11); Taxonomy: T. brumale (Merkmale, Habitat und Verbreitung), T. calcareum, T. fimbriatum, T. melanocyclum, T. simulans, T. squamosum; Discussion (Bestimmungsprobleme, Rote Listen). · eingesehen 18.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Tulostoma brumale · abgeglichen am 18.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
Seiten: S. 396 · S. 46
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
Seiten: S. 179–180 · S. 179 · S. 181–183
- Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
Seite: S. 818
- Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Tulostoma, Gewimperter und Zitzen-Stielbovist
Seite: PDF-S. 1439
- Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen11 weitere Fachquellen · 2 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
- Tulostoma brumale, Winter Stalkball – identification
- DGfM · Positivliste der Speisepilze (Stand 01.05.2026, Datei vom 11.08.2026)
- DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa (Stand 01.05.2026, Datei vom 01.06.2026)
- DGfM · Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert (Stand 01.05.2026)
- Rote Liste der Großpilze Deutschlands (Dämmrich et al. 2016) · Artensteckbrief Tulostoma brumale
- Rote Liste der gefährdeten Grosspilze der Schweiz (BAFU/WSL 2007)
Seite: S. 53
- Index Fungorum / Species Fungorum · Tulostoma brumale Pers. (Record 139867)
- MycoBank · Tulostoma brumale Pers. (MB#139867)
- Re-shaping the family-level classification of Agaricineae (Agaricales, Basidiomycota) using a phylogenomic approach (2026)
- VAPKO · Empfehlungsliste Speisepilze (09.2023) und Giftpilzliste (2022)
- ÖMG · Speisewert von Pilzen (interaktive Tabelle)
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- GBIF Backbone Taxonomy · Tulostoma brumale Pers. (5243296)
- Checkliste der Pilze Deutschlands · Tulostoma brumale Pers. : Pers.
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich