MitteleuropaDE

Zitzen-Stielbovist

Tulostoma brumale

SpeisewertUngenießbar

Nach ÖMG ungenießbar. Mehrere Stielboviste sehen sehr ähnlich aus; sicher trennen oft erst Sporen und Capillitium.

Einordnung & Quellen

Ausführliche Einordnung

Artabgrenzung oft nur mikroskopisch. Mehrere Stielboviste sehen sehr ähnlich aus. Mündung, Hof und Stiel geben Hinweise; sicher trennen oft erst Sporen, Capillitium und der Bau der Außenhülle.

In keiner der DGfM-Listen (Speisepilze, Giftpilze, uneinheitlicher Speisewert; Stand 2026) und in keiner VAPKO-Liste geführt. Die ÖMG nennt ihn ungenießbar (kein Speisewert, zu klein, pulverig), ebenso ein britisches Fachportal.

Drei Fruchtkörper am Wuchsort zwischen Moos, kleinen Kräutern und dürren Grashalmen: helle, kugelige Sporenköpfe mit bräunlichen Hüllresten, getragen von dünnen, graubraunen, längsfaserig-schuppigen Stielen, die aus dem Moos kommen. Am linken Kopf ist die vorgezogene Mündung von der Seite zu sehen. Gremsdorf (Landkreis Erlangen-Höchstadt, Bayern), 18. März 2023.

Bestimmung nur nach Foto; ähnliche Stielboviste (etwa Tulostoma simulans) lassen sich sicher erst an Sporen und Capillitium abgrenzen. Die Mündung ist nur am linken Fruchtkörper und nur von der Seite zu sehen, der braune Hof nicht (dafür Bild 2); die Stielbasen stecken im Moos (dafür Bild 3). Der hintere rechte Fruchtkörper ist unscharf. Bodenart am Fundort nicht angegeben.

Foto: Katrin Simon · CC BY 4.0 · Original

Ein heller Sporensack von wenigen Millimetern bis etwa 1 cm Breite auf einem dünnen, zähen Stiel; die Sporen entweichen durch eine kurz röhrenförmig vorgezogene Mündung mit meist bräunlichem Hof. Der Pilz wächst in kalkhaltigen Trocken- und Sandrasen, oft zwischen Moosen, und ist vor allem im Winterhalbjahr zu sehen.

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Abschnitte

Form · Oberfläche · Aufbau

Merkmale erkennen.

Sporensack

Kein Hut. Ein kugeliger bis apfelförmiger Sporensack, nach der baden-württembergischen Darstellung 4–10 mm breit, scharf vom Stiel abgesetzt. Die Innenhülle ist glatt, pergamentartig, cremefarben, schmutzig weißlich bis grau-ockerlich. Die dünne, häutige Außenhülle vergeht bald; Reste bleiben an der Unterseite des Kopfes und können den Stielansatz als schmaler Kragen umschließen.

Mündung

Keine oder ; die Sporen reifen im Sporensack und treten durch eine einzige Scheitelöffnung aus. Die Mündung ist kurz - bis zitzenförmig vorgezogen, scharf begrenzt, glattrandig und etwa 1 mm weit, meist von einem braunen Hof umgeben; dessen Farbe reicht in den Quellen von gelb- bis orangebraun (europäischer Schlüssel) über rotbraun bis dunkelbraun (Schweizer Beschreibung). Bei jungen Fruchtkörpern kann die Außenhülle den Hof verdecken, bei überwinterten kann er verblasst sein.

Stiel

Stiel zäh und hart, nach der baden-württembergischen Darstellung 10–45 mm lang, in der Schweizer Beschreibung 2–3 mm dick und in den Kopf eingesenkt. Blass ocker- bis holzbräunlich und längsfaserig. Die Oberfläche wird uneinheitlich beschrieben: glatt (Schweizer Beschreibung), kahl bis etwas schuppig (europäischer Schlüssel), mit anliegenden bis abstehenden Schuppen (baden-württembergische Darstellung). Die Basis ist nach Gerhardt knollig verdickt.

Hülle & Sporenmasse

Die Sporenmasse ist jung weiß und fest und wird bei der Reife pulverig; sie enthält ein dickwandiges Capillitium. Die Innenhülle ist pergamentartig; die Fruchtkörper überdauern meist bis zum folgenden Frühjahr.

Sporenpulver

nach der Schweizer Beschreibung rostbraun, nach einer britischen Quelle blass rötlich; Gerhardt nennt für die Gattung ockerfarben. Sporen ± kugelig, stumpf warzig, nach der baden-württembergischen Darstellung (3,5–)4–4,3(–4,8) µm breit. Das Capillitium ist dickwandig, an den Querwänden stark, bis etwa dreifach, blasig erweitert und mit kleinen Kristallen besetzt – mikroskopische Merkmale, die ihn von ähnlichen Stielbovisten trennen.

Mündung, Hof und Stiel zusammen

Hinweis zur Beobachtung

Die Mündung von oben und schräg fotografieren: Sie ist bei dieser Art kurz röhrenförmig vorgezogen, scharf begrenzt und meist bräunlich behöft. Dazu Stielfarbe, Schuppen und Hüllreste unter dem Kopf festhalten. Eine sichere Abgrenzung von ähnlichen Stielbovisten verlangt meist Sporen und Capillitium.

Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.

Quellen

Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 396, PDF-S. 395: Nr. 522 Tulostoma brumale Pers.: Pers. (= T. mammosum Fr.), „Zitzen-Stielbovist“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen (Tulostoma im Luzerner Gebiet nicht festgestellt, auf sandige, kalkreiche Trockenböden milder Lagen beschränkt). · eingesehen 18.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 179–180, PDF-S. 178–179: Familie Tulostomataceae und Gattung Tulostoma (unterirdische Entwicklung, holziger Stiel, Überdauern bis zum Frühjahr, etwa 20 Arten in Europa); Art 1.2 – Morphologie, Ökologie, Phänologie, Verbreitung in Baden-Württemberg, vertikale Verbreitung, Bestand und Gefährdung, allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026

Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 818, PDF-S. 819: Gruppenschlüssel Punkte 5–7 (sternförmig mit Sporenkugel → Geastrum u. a.; gestielt ohne Stern, Sporenkugel bis 15 mm mit kleiner Öffnung → Tulostoma). Gedruckte S. 827–829, PDF-S. 828–830: Key E, Punkte 1–13; Punkt 12 T. brumale (häutige Außenhülle, Capillitium stellenweise mit länglichen oder plattigen Kristallen und an den Septen stark erweitert; Kugel 5–10 mm; Stiel blassbraun, längsfaserig; Sporen 3,5–4,5(–5) µm; meist zwischen Moosen, vor allem Syntrichia; Dünen, Steinbrüche, Deiche; zerstreut, nach Norden seltener); Mündungshof gelb- bis orangebraun (Punkt 11). · eingesehen 18.10.2026

Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
Mikael Jeppson, Alberto Altés, Gabriel Moreno, R. Henrik Nilsson, Yolanda Loarce, Alfredo de Bustos & Ellen Larsson · MycoKeys 21: 33–88. Abstract; Introduction (Gattungsgeschichte); Results – Comments on the major clades (Clades 3, 5, 10, 11); Taxonomy: T. brumale (Merkmale, Habitat und Verbreitung), T. calcareum, T. fimbriatum, T. melanocyclum, T. simulans, T. squamosum; Discussion (Bestimmungsprobleme, Rote Listen). · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Quellen zu den Merkmalen
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Merkliste & Sicherung

Standort · Substrat · Beziehungen

Lebensraum verstehen.

Zersetzer am Boden. Kalkhaltige Trocken- & Sandrasen, Dünen, Mauern. Bodenbewohnender Zersetzer auf meist flachgründigen, kalkhaltigen, mehr oder weniger neutralen Sand- und Lehmböden: lückige Trocken- und Halbtrockenrasen, Sandrasen, Dünen, Schotterflächen und Felsgrus, auch auf Mauern, Dämmen und an Straßenböschungen. Oft zwischen Moosen; genannt werden Tortula ruralis s. l. und Syntrichia-Arten. Die Fruchtkörper erscheinen meist erst im Oktober oder November und überdauern bis zum Frühjahr; mit zunehmender Höhe wird die Art seltener.

Fundmeldungen im Jahreslauf

Die meisten Fundmeldungen: März bis April und November bis Dezember. Alle Monatswerte

Quellen zum Lebensraum
Gezielt gegenüberstellen

Ähnliche Arten.

Schwarzgehöfter Stielbovist

Tulostoma melanocyclum

Ungenießbar

Wächst oft an denselben Stellen. Die Mündung ist ebenfalls kurz röhrenförmig, ihr Hof aber schwarzbraun bis fast schwarz; der Stiel ist reif dunkelbraun, nach der baden-württembergischen Darstellung mit anliegenden dunkelbraunen Schuppen (FTE: kahl oder längsfaserig). Mikroskopisch: größere, gröber ornamentierte Sporen, Capillitium ohne Kristalle und an den Querwänden kaum erweitert. Da auch der Zitzen-Stielbovist bräunlich behöft ist, Stielfarbe und Sporen mitprüfen.

Gewimperter Stielbovist

Tulostoma fimbriatum

Ungenießbar

Die Mündung sitzt flach, ist faserig gefranst bis gezähnt und nie farbig behöft. Der Kopf ist meist größer (nach der baden-württembergischen Darstellung 9–17 mm) und hellgrau, der Stiel kräftiger und länger (dort 14–80 mm), rillig und braun geschuppt; das untere Kopfdrittel ist oft mit Sand verkrustet. Unter dem Namen verbergen sich nach Sequenzdaten mehrere ähnliche Arten.

Kein Bild
verfügbar

Kotlabas Stielbovist

Tulostoma kotlabae

Noch kein Artporträt

Ganzer Pilz weißlich bis grauweiß, auch der Stiel fast weiß; die schornsteinartige Mündung hat keinen dunkleren Hof. Auf kalkreichem Sand in sehr lückigen Trockenrasen und Dünen, oft zwischen Moosen. Überwinterte Zitzen-Stielboviste können einen verblassten Hof haben; dann helfen Stielfarbe und Capillitium, das bei T. kotlabae keine Kristalle trägt.

Kein Bild
verfügbar

Tulostoma simulans

Noch kein Artporträt

Sehr ähnlich und in Europa vermutlich deshalb übersehen; als T. brumale bestimmte europäische Belege erwiesen sich in Sequenzanalysen teils als diese Art. Sie hat eine fädige statt häutige Außenhülle, etwas größere Sporen (4–6 µm) und ein Capillitium ohne deutlichen Kristallbesatz – vor allem mikroskopisch zu prüfen. Selten, u. a. aus Österreich und Ungarn belegt.

Kein Bild
verfügbar

Schuppiger Stielbovist

Tulostoma squamosum

Noch kein Artporträt

Stiel mit sparrig abstehenden braunen Schuppen; die bräunliche, warzige Außenhülle hinterlässt beim Abfallen ein Netzmuster auf der Innenhülle. Die Mündung ist kurz röhrenförmig, aber ohne dunkleren Hof. In Schweden wurde unter diesem Namen auch der ähnliche T. calcareum geführt.

Kamm-Erdstern

Geastrum pectinatum

Ungenießbar

Auch der Kamm-Erdstern trägt eine Sporenkugel mit Mündung auf einem kurzen Stielchen, doch sitzt sie über einer sternförmig aufgerissenen Außenhülle; seine Kugel ist am Stielansatz deutlich gerieft. Der Zitzen-Stielbovist hat einen 1–4,5 cm langen, holzig-zähen Stiel und keinen Stern.

Weitere Art anzeigenWeniger Arten anzeigen

Die Auswahl umfasst Vergleichsarten aus dieser Ausgabe. Weitere ähnliche Arten bleiben möglich. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Beobachtung · Variation · Grenzen

Genau hinsehen, besser einordnen.

Reif erst im Winterhalbjahr

Der Sporenkopf entsteht im Boden und wird erst nach der Sporenreife vom wachsenden Stiel über die Oberfläche gehoben. Die Fruchtkörper erscheinen meist im Oktober oder November und überdauern bis ins Frühjahr; das Artepitheton brumale verweist auf den Winter. Von 648 GBIF-Meldungen der Jahre 2015–2025 aus Mitteleuropa fallen rund 85 % in die Monate November bis April.

Quellen

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 179–180, PDF-S. 178–179: Familie Tulostomataceae und Gattung Tulostoma (unterirdische Entwicklung, holziger Stiel, Überdauern bis zum Frühjahr, etwa 20 Arten in Europa); Art 1.2 – Morphologie, Ökologie, Phänologie, Verbreitung in Baden-Württemberg, vertikale Verbreitung, Bestand und Gefährdung, allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026

Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 396, PDF-S. 395: Nr. 522 Tulostoma brumale Pers.: Pers. (= T. mammosum Fr.), „Zitzen-Stielbovist“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen (Tulostoma im Luzerner Gebiet nicht festgestellt, auf sandige, kalkreiche Trockenböden milder Lagen beschränkt). · eingesehen 18.10.2026

Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Tulostoma, Gewimperter und Zitzen-Stielbovist
Ewald Gerhardt · PDF-S. 1439: Gattung Tulostoma (Stielteil anfangs im Erdreich, durch Wind und Regen freigelegt; Saprophyten am Boden). PDF-S. 1440: Gewimperter Stielbovist. PDF-S. 1441: Zitzen-Stielbovist (Staubkugel 0,5–1,5 cm, Kragen am Stiel, Mündung düsenartig vorgezogen, glattrandig; Stiel gelblich bis holzbräunlich, längsfaserig, basal knollig; Vorkommen I–XII). · eingesehen 18.10.2026

Tulostoma brumale, Winter Stalkball – identification
First Nature / Pat O’Reilly · Abschnitte Etymology, Identification, Habitat & Season, Culinary notes: brumale = „of winter“; Mündung von einem rotbraunen Ring umgeben; Stiel 1,5–4 × 0,2–0,3 cm, glatt und grau oder öfter faserig; Gleba jung weiß und fest, reif braun und pulverig; Sporenmasse blass rötlich („pale rufous“); September bis Januar (Britische Inseln); „generally considered inedible“. · eingesehen 18.10.2026

GBIF Backbone Taxonomy · Tulostoma brumale Pers. (5243296)
GBIF Secretariat · Faktenpaket: species/match (EXACT, ACCEPTED, Familie Agaricaceae), 15 Synonyme u. a. T. mammosum, Lycoperdon pedunculatum; Vernakularnamen; Fundfacetten 2015–2025 (648 Meldungen). Quelltaxa der Vernakularnamen einzeln über species/{key} geprüft. · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Die Mündung als erster Schlüssel

Bestimmungsschlüssel trennen die Stielboviste zuerst nach der Mündung: flach und faserig gefranst oder kurz röhrenförmig vorgezogen, mit oder ohne farbigen Hof. Danach folgen Stielfarbe, Schuppen und Außenhülle. Im Jahr 2000 rechnete man in Europa mit etwa 20 Arten; eine Sequenzstudie von 2017 fand 26 beschriebene und 19 unbenannte und nennt Sporenornament und Hyphenbau der Hülle als verlässliche Merkmale.

Quellen

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Schlüssel der Gattung Tulostoma und der epigäischen Gasteromycetanae
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 179, PDF-S. 178: Tulostoma-Schlüssel Punkte 1–5 (Mündung kurz-zylindrisch/zitzenförmig vs. flach kegelförmig gezähnt; dunkler Hof, bei jungen Fruchtkörpern verdeckt oder bei überwinterten verblasst; T. brumale: Stiel ockerfarben, Capillitium mit kleinen Kristallen, an den Septen bis dreifach erweitert). Gedruckte S. 104, PDF-S. 103: Schlüssel der Ordnungen/Familien, Punkte 6–8 (schlanker, holziger Stiel mit scharf abgesetztem Kopf vs. sternförmig aufreißende Peridie). · eingesehen 18.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 179–180, PDF-S. 178–179: Familie Tulostomataceae und Gattung Tulostoma (unterirdische Entwicklung, holziger Stiel, Überdauern bis zum Frühjahr, etwa 20 Arten in Europa); Art 1.2 – Morphologie, Ökologie, Phänologie, Verbreitung in Baden-Württemberg, vertikale Verbreitung, Bestand und Gefährdung, allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026

Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 818, PDF-S. 819: Gruppenschlüssel Punkte 5–7 (sternförmig mit Sporenkugel → Geastrum u. a.; gestielt ohne Stern, Sporenkugel bis 15 mm mit kleiner Öffnung → Tulostoma). Gedruckte S. 827–829, PDF-S. 828–830: Key E, Punkte 1–13; Punkt 12 T. brumale (häutige Außenhülle, Capillitium stellenweise mit länglichen oder plattigen Kristallen und an den Septen stark erweitert; Kugel 5–10 mm; Stiel blassbraun, längsfaserig; Sporen 3,5–4,5(–5) µm; meist zwischen Moosen, vor allem Syntrichia; Dünen, Steinbrüche, Deiche; zerstreut, nach Norden seltener); Mündungshof gelb- bis orangebraun (Punkt 11). · eingesehen 18.10.2026

Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
Mikael Jeppson, Alberto Altés, Gabriel Moreno, R. Henrik Nilsson, Yolanda Loarce, Alfredo de Bustos & Ellen Larsson · MycoKeys 21: 33–88. Abstract; Introduction (Gattungsgeschichte); Results – Comments on the major clades (Clades 3, 5, 10, 11); Taxonomy: T. brumale (Merkmale, Habitat und Verbreitung), T. calcareum, T. fimbriatum, T. melanocyclum, T. simulans, T. squamosum; Discussion (Bestimmungsprobleme, Rote Listen). · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Standorte aus Menschenhand

In Baden-Württemberg verdankt die Art viele Vorkommen der Schafweide, Mauern und in der südlichen Rheinebene der Grundwasserabsenkung; Verbrachung, Verbuschung und das Beseitigen alter Weinbergsmauern gefährden sie. Die Rote Liste Deutschlands (2016) führt sie als ungefährdet und verweist auf Sekundärstandorte wie Rheindämme, die Schweizer Rote Liste (2007) als verletzlich (VU).

Quellen

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 179–180, PDF-S. 178–179: Familie Tulostomataceae und Gattung Tulostoma (unterirdische Entwicklung, holziger Stiel, Überdauern bis zum Frühjahr, etwa 20 Arten in Europa); Art 1.2 – Morphologie, Ökologie, Phänologie, Verbreitung in Baden-Württemberg, vertikale Verbreitung, Bestand und Gefährdung, allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026

Rote Liste der Großpilze Deutschlands (Dämmrich et al. 2016) · Artensteckbrief Tulostoma brumale
Rote-Liste-Zentrum; Dämmrich, F. et al. (2016), Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (8): 31–433 · Rote-Liste-Kategorie: Ungefährdet; aktuelle Bestandssituation: mäßig häufig; langfristiger Trend: Daten ungenügend; kurzfristiger Trend: gleich bleibend; Kommentar: viele Sekundärstandorte, z. B. Rheindämme. · eingesehen 18.10.2026

Rote Liste der gefährdeten Grosspilze der Schweiz (BAFU/WSL 2007)
B. Senn-Irlet, G. Bieri & S. Egli · Bundesamt für Umwelt BAFU & WSL, Umwelt-Vollzug Nr. 0718 · Gedruckte S. 53 (PDF-S. 28 der vom Kanton Thurgau bereitgestellten Teilkopie): Tulostoma brumale, Zitzen-Stielbovist, VU (D1), „sandige Böden“; ebenda T. fimbriatum VU; gedruckte S. 54 (PDF-S. 29): T. melanocyclum CR, T. squamosum EN. Legende S. 26 (PDF-S. 1). · eingesehen 18.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Volksnamen · Sprachen · Belege

Namen & Sprachen.

Bezugsart: Tulostoma brumale

Sprache öffnen, um die Belege zu sehen

DeutschZitzen-StielbovistWinter-Stielbovist

Namensbeleg

Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur · Abgerufen: 17.10.2026

EnglischWinter StalkballWinter Stalk Puffball

Namensbeleg

United Kingdom Species Inventory (UKSI) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

NiederländischGesteelde stuifbal

Namensbeleg

Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

FranzösischTulostome des brumes

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

SpanischTulostoma de inviernoAuch als „Tulostoma de invierno“ (Quelltaxon 100263520) geführt.

Namensbeleg

Vernacular names of Iberian fungi in Spain · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

DänischVinter-stilkbovist

Namensbeleg

National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

NorwegischGrann styltesoppGrann styltresopp

Namensbeleg

Nortaxa (Artsnavnebasen) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

Sprachform: Bokmål.

SchwedischStjälkröksvampOfransad stjälkröksvamp

Namensbeleg

Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

FinnischHiekkajalkakuukunen

Namensbeleg

The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

PolnischBerłóweczka zimowaPałeczka zimowa

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

TschechischPalečka zimní

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

SlowenischZimski puhar

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

UngarischÖves nyelespöfeteg

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

RussischТулостома зимняя

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

Japanischケシボウズタケ

Namensbeleg

List of local names of fungi in based on Katsumoto (2010) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

Noch ohne geprüften Namensbeleg

  • Italienisch
  • Rumänisch
  • Kroatisch
  • Serbisch
  • Chinesisch

Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 17.10.2026.

Regionale Beobachtungsdaten · 2015–2025

Fundmeldungen im Jahresverlauf.

648GBIF-Datensätze

Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.

Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.

Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.

Einordnung & Datengrundlage

Meldungen sind keine Prognose.

Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.

Was wurde ausgewählt?

Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 18.10.2026.

Exakte GBIF-Abfrage
Monats- und Länderwerte ansehen
Monat · alle zehn Länder zusammen
MonatDatensätze
Jan53
Feb61
Mär131
Apr82
Mai36
Jun5
Jul4
Aug6
Sep3
Okt46
Nov105
Dez116
Land · alle Monate zusammen
LandDatensätze
Deutschland282
Österreich71
Schweiz279
Tschechien0
Polen15
Slowakei0
Ungarn0
Slowenien1
Liechtenstein0
Luxemburg0

Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.

Aggregierte Werte als CSV herunterladen
Herkunft & Lizenzen · 6 beitragende Datensätze

Daten über GBIF.org. 96 Meldungen unter CC0 1.0, 552 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.

  1. Swiss National Fungi Databank · 247 Datensätze
    Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  2. NABU|naturgucker · 168 Datensätze
    naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  3. ArtenFinder · 92 Datensätze
    ArtenFinder bei der Stiftung Natur und Umwelt RLP und der Stiftung Naturschutz Berlin. ArtenFinder. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/jnnald accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  4. Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 66 Datensätze
    Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  5. iNaturalist Research-grade Observations · 61 Datensätze
    iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  6. Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ) · 14 Datensätze
    Kujawa A (2022). Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ). Version 1.4. Polish Mycological Society. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/4a38vf accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Recherchefassung · 16 Fachquellen

Quellen & Prüfstand.

Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellenabgleich · 19.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich

Ergebnis dieser Runde: Erster Stielbovist im Atlas. Mündungsform und Hof sowie Stielfarbe tragen die makroskopische Abgrenzung; für eine sichere Bestimmung sind nach allen Schlüsseln Mikromerkmale nötig. Hoffarbe (gelb- bis orangebraun bis dunkelbraun), Stieloberfläche (glatt bis geschuppt) und Sporenpulverfarbe (rostbraun, blass rötlich, ockerfarben) werden uneinheitlich beschrieben und sind im Text offengelegt. Familie nach GBIF (Agaricaceae), abweichende Zuordnungen in der Notiz. Nicht in den DGfM- und VAPKO-Listen; die ÖMG führt die Art als ungenießbar. Keine menschliche Endredaktion.

Umfang: Artpassagen Pilze der Schweiz 2 (Nr. 522, Schlüssel Gruppe H) und Großpilze Baden-Württembergs 2 (Tulostoma-Schlüssel, 1.2–1.6) gelesen, Zahlen am Seitenbild geprüft; Fungi of Temperate Europe Key E, Gerhardt (BLV) und First Nature ergänzend; Jeppson et al. 2017 gezielt im Volltext. Rote Listen Deutschland 2016 und Schweiz 2007 gelesen. Speisewert nach DGfM-Listen 2026, VAPKO und ÖMG. Bilder, Sprachdaten und Fundkurve gesondert.

Erneut herangezogene Quellen

Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Gedruckte S. 396, PDF-S. 395: Nr. 522 Tulostoma brumale Pers.: Pers. (= T. mammosum Fr.), „Zitzen-Stielbovist“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen (Tulostoma im Luzerner Gebiet nicht festgestellt, auf sandige, kalkreiche Trockenböden milder Lagen beschränkt). · eingesehen 18.10.2026

Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale
G. J. Krieglsteiner (Hrsg.) · Gedruckte S. 179–180, PDF-S. 178–179: Familie Tulostomataceae und Gattung Tulostoma (unterirdische Entwicklung, holziger Stiel, Überdauern bis zum Frühjahr, etwa 20 Arten in Europa); Art 1.2 – Morphologie, Ökologie, Phänologie, Verbreitung in Baden-Württemberg, vertikale Verbreitung, Bestand und Gefährdung, allgemeine Verbreitung. · eingesehen 18.10.2026

Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma
Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen · Gedruckte S. 818, PDF-S. 819: Gruppenschlüssel Punkte 5–7 (sternförmig mit Sporenkugel → Geastrum u. a.; gestielt ohne Stern, Sporenkugel bis 15 mm mit kleiner Öffnung → Tulostoma). Gedruckte S. 827–829, PDF-S. 828–830: Key E, Punkte 1–13; Punkt 12 T. brumale (häutige Außenhülle, Capillitium stellenweise mit länglichen oder plattigen Kristallen und an den Septen stark erweitert; Kugel 5–10 mm; Stiel blassbraun, längsfaserig; Sporen 3,5–4,5(–5) µm; meist zwischen Moosen, vor allem Syntrichia; Dünen, Steinbrüche, Deiche; zerstreut, nach Norden seltener); Mündungshof gelb- bis orangebraun (Punkt 11). · eingesehen 18.10.2026

Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
Mikael Jeppson, Alberto Altés, Gabriel Moreno, R. Henrik Nilsson, Yolanda Loarce, Alfredo de Bustos & Ellen Larsson · MycoKeys 21: 33–88. Abstract; Introduction (Gattungsgeschichte); Results – Comments on the major clades (Clades 3, 5, 10, 11); Taxonomy: T. brumale (Merkmale, Habitat und Verbreitung), T. calcareum, T. fimbriatum, T. melanocyclum, T. simulans, T. squamosum; Discussion (Bestimmungsprobleme, Rote Listen). · eingesehen 18.10.2026

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Quellenname: Tulostoma brumale · abgeglichen am 18.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.

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  1. Pilze der Schweiz · Band 2: Nichtblätterpilze (1986)

    Seiten: S. 396 · S. 46

    Bibliografie

    J. Breitenbach & F. Kränzlin

    Monografie · Artpassage gelesen · Schlüsselseite gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 395: Nr. 522 Tulostoma brumale Pers.: Pers. (= T. mammosum Fr.), „Zitzen-Stielbovist“ – Standort, makro- und mikroskopische Beschreibung, Bemerkungen (Tulostoma im Luzerner Gebiet nicht festgestellt, auf sandige, kalkreiche Trockenböden milder Lagen beschränkt); PDF-S. 45: Gruppe H, Punkt 2 (Geastrum: Exoperidie sternförmig aufreißend; G. quadrifidum mit scheibenförmigem Hof am Peristom, auf 4 (5) Lappen stehend; G. pectinatum mit deutlichem Stielchen, am Stielansatz gerieft) und Punkt 6 (Tulostoma brumale: kugelförmiger Kopfteil auf 20–40 mm langem Stiel)

  2. Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 2 (2000) – Tulostomataceae, 1 Tulostoma, 1.2 Tulostoma brumale

    Seiten: S. 179–180 · S. 179 · S. 181–183

    Bibliografie

    G. J. Krieglsteiner (Hrsg.)

    Regionalmonografie · Artpassage gelesen · Schlüsselseiten gelesen · Vergleichsarten gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 178–179: Familie Tulostomataceae und Gattung Tulostoma (unterirdische Entwicklung, holziger Stiel, Überdauern bis zum Frühjahr, etwa 20 Arten in Europa); Art 1.2 – Morphologie, Ökologie, Phänologie, Verbreitung in Baden-Württemberg, vertikale Verbreitung, Bestand und Gefährdung, allgemeine Verbreitung; PDF-S. 178: Tulostoma-Schlüssel Punkte 1–5 (Mündung kurz-zylindrisch/zitzenförmig vs. flach kegelförmig gezähnt; dunkler Hof, bei jungen Fruchtkörpern verdeckt oder bei überwinterten verblasst; T. brumale: Stiel ockerfarben, Capillitium mit kleinen Kristallen, an den Septen bis dreifach erweitert). Gedruckte S. 104, PDF-S. 103: Schlüssel der Ordnungen/Familien, Punkte 6–8 (schlanker, holziger Stiel mit scharf abgesetztem Kopf vs. sternförmig aufreißende Peridie); PDF-S. 180–182: 1.3 T. fimbriatum (Gewimperter Stielbovist), 1.4 T. kotlabae (Kotlabas Stielbovist, Dünen-Stielbovist), 1.5 T. melanocyclum (Schwarzbehöfter Stielbovist), 1.6 T. squamosum (Schuppiger Stielbovist) – jeweils Morphologie, Ökologie, Phänologie

  3. Fungi of Temperate Europe: Keys to the Basidiomycotes (2026) – Gruppenschlüssel Bauchpilze und Key E, Tulostoma

    Seite: S. 818

    Bibliografie

    Thomas Læssøe, Jens H. Petersen, Tobias Guldberg Frøslev & Jacob Heilmann-Clausen

    Bestimmungsschlüssel · Schlüsselpassagen gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 819: Gruppenschlüssel Punkte 5–7 (sternförmig mit Sporenkugel → Geastrum u. a; gestielt ohne Stern, Sporenkugel bis 15 mm mit kleiner Öffnung → Tulostoma). Gedruckte S. 827–829, PDF-S. 828–830: Key E, Punkte 1–13; Punkt 12 T. brumale (häutige Außenhülle, Capillitium stellenweise mit länglichen oder plattigen Kristallen und an den Septen stark erweitert; Kugel 5–10 mm; Stiel blassbraun, längsfaserig; Sporen 3,5–4,5(–5) µm; meist zwischen Moosen, vor allem Syntrichia; Dünen, Steinbrüche, Deiche; zerstreut, nach Norden seltener); Mündungshof gelb- bis orangebraun (Punkt 11)

  4. Der große BLV Pilzführer für unterwegs (E-Book, BLV 2014) – Gattung Tulostoma, Gewimperter und Zitzen-Stielbovist

    Seite: PDF-S. 1439

    Bibliografie

    Ewald Gerhardt

    Feldführer · Artpassagen gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: PDF-S. 1439: Gattung Tulostoma (Stielteil anfangs im Erdreich, durch Wind und Regen freigelegt; Saprophyten am Boden). PDF-S. 1440: Gewimperter Stielbovist. PDF-S. 1441: Zitzen-Stielbovist (Staubkugel 0,5–1,5 cm, Kragen am Stiel, Mündung düsenartig vorgezogen, glattrandig; Stiel gelblich bis holzbräunlich, längsfaserig, basal knollig; Vorkommen I–XII)

  5. Unexpected high species diversity among European stalked puffballs – a contribution to the phylogeny and taxonomy of the genus Tulostoma (Agaricales) (2017)
    Bibliografie

    Mikael Jeppson, Alberto Altés, Gabriel Moreno, R. Henrik Nilsson, Yolanda Loarce, Alfredo de Bustos & Ellen Larsson

    Primärquelle · Volltext gezielt gelesen (CC BY 4.0) · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: MycoKeys 21: 33–88. Abstract; Introduction (Gattungsgeschichte); Results – Comments on the major clades (Clades 3, 5, 10, 11); Taxonomy: T. brumale (Merkmale, Habitat und Verbreitung), T. calcareum, T. fimbriatum, T. melanocyclum, T. simulans, T. squamosum; Discussion (Bestimmungsprobleme, Rote Listen)

Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen11 weitere Fachquellen · 2 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
  1. Tulostoma brumale, Winter Stalkball – identification
    Bibliografie

    First Nature / Pat O’Reilly

    Fachportal · Artseite gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Abschnitte Etymology, Identification, Habitat & Season, Culinary notes: brumale = „of winter“; Mündung von einem rotbraunen Ring umgeben; Stiel 1,5–4 × 0,2–0,3 cm, glatt und grau oder öfter faserig; Gleba jung weiß und fest, reif braun und pulverig; Sporenmasse blass rötlich („pale rufous“); September bis Januar (Britische Inseln); „generally considered inedible“

  2. DGfM · Positivliste der Speisepilze (Stand 01.05.2026, Datei vom 11.08.2026)
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Liste durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Gesamte Liste (13 S.) durchsucht: kein Eintrag Tulostoma

  3. DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa (Stand 01.05.2026, Datei vom 01.06.2026)
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Liste durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Gesamte Liste (9 S.) nach Gattungen durchsucht: kein Eintrag Tulostoma

  4. DGfM · Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert (Stand 01.05.2026)
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Liste durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Gesamte Liste (3 S.) durchsucht: kein Eintrag Tulostoma

  5. Rote Liste der Großpilze Deutschlands (Dämmrich et al. 2016) · Artensteckbrief Tulostoma brumale
    Bibliografie

    Rote-Liste-Zentrum; Dämmrich, F. et al. (2016), Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (8): 31–433

    Behördliche Rote Liste · Artensteckbrief gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Rote-Liste-Kategorie: Ungefährdet; aktuelle Bestandssituation: mäßig häufig; langfristiger Trend: Daten ungenügend; kurzfristiger Trend: gleich bleibend; Kommentar: viele Sekundärstandorte, z. B. Rheindämme

  6. Rote Liste der gefährdeten Grosspilze der Schweiz (BAFU/WSL 2007)

    Seite: S. 53

    Bibliografie

    B. Senn-Irlet, G. Bieri & S. Egli · Bundesamt für Umwelt BAFU & WSL, Umwelt-Vollzug Nr. 0718

    Behördliche Rote Liste · Artenliste gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: (PDF-S. 28 der vom Kanton Thurgau bereitgestellten Teilkopie): Tulostoma brumale, Zitzen-Stielbovist, VU (D1), „sandige Böden“; ebenda T. fimbriatum VU; gedruckte S. 54 (PDF-S. 29): T. melanocyclum CR, T. squamosum EN. Legende S. 26 (PDF-S. 1)

  7. Index Fungorum / Species Fungorum · Tulostoma brumale Pers. (Record 139867)
    Bibliografie

    Index Fungorum Partnership · Royal Botanic Gardens, Kew

    Nomenklaturdatenbank · Datensatz gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Webservice NameSearch: T. brumale Pers. 1794, Neues Mag. Bot. 1: 86, sanktioniert (Pers.), legitim, aktueller Name; T. mammosum P. Micheli ex Fr. 1829 (237709) mit aktuellem Namen T. brumale. Species Fungorum: Synonymliste (u. a. Lycoperdon pedunculatum L., T. mammosum, Tulasnodea mammosa) und Stellung Battarreaceae, Agaricales

  8. MycoBank · Tulostoma brumale Pers. (MB#139867)
    Bibliografie

    MycoBank / Westerdijk Fungal Biodiversity Institute

    Nomenklaturdatenbank · Datensatz gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: MB#139867, Datensatz „Verified“ (im Browser gelesen 18.10.2026): Tulostoma brumale Pers., Neues Mag. Bot. 1: 86 (1794), Name status Legitimate, sanktioniert (Pers.); homotypische Synonyme T. mammosum Fr., Lycoperdon pedunculatum L., L. pediculatum Bull., Tulasnodea mammosa Fr; Klassifikation Agaricales › Agaricineae › Battarreaceae; Literaturverweis Jeppson et al. 2017

  9. Re-shaping the family-level classification of Agaricineae (Agaricales, Basidiomycota) using a phylogenomic approach (2026)
    Bibliografie

    T. Niskanen, B. Dentinger, A. M. Ainsworth, I. Kytövuori, J. T. Kim, G. W. Griffith & K. Liimatainen

    Primärquelle · Abstract gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Studies in Mycology 113: 115–134. Abstract (Europe PMC, PMID 41993084): Battarreaceae und Chromocyphellaceae auf Grundlage früherer phylogenetischer Studien als Familien akzeptiert; damit 26 Familien in Agaricineae. Tulostoma im Abstract nicht genannt

  10. VAPKO · Empfehlungsliste Speisepilze (09.2023) und Giftpilzliste (2022)
    Bibliografie

    Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane der Schweiz (VAPKO)

    Fachverband · Listen durchsucht · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Beide Listen vollständig (pdftotext) nach Tulostoma und Stielbovist durchsucht: kein Eintrag. Giftpilzliste: https://www.vapko.ch/phocadownload/public/TOUS/Giftpilzliste-Listedeschampignonstoxiques-plusmortels-2022.pdf

  11. ÖMG · Speisewert von Pilzen (interaktive Tabelle)
    Bibliografie

    Österreichische Mykologische Gesellschaft

    Fachgesellschaft · Tabelle gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Zeile „Tulostoma brumale“: Zitzenstielbovist, Zipfel-Stielbovist – Stielboviste (Stäublinge, Hartboviste) – ungenießbar – „kein Speisewert, zu klein, pulverig“; Verwechslung u. a. Gewimperter und Schuppiger Stielbovist

Datenabgleich

Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.

  1. GBIF Backbone Taxonomy · Tulostoma brumale Pers. (5243296)
    Bibliografie

    GBIF Secretariat

    Taxonomie-Register · API gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: Faktenpaket: species/match (EXACT, ACCEPTED, Familie Agaricaceae), 15 Synonyme u. a. T. mammosum, Lycoperdon pedunculatum; Vernakularnamen; Fundfacetten 2015–2025 (648 Meldungen). Quelltaxa der Vernakularnamen einzeln über species/{key} geprüft

  2. Checkliste der Pilze Deutschlands · Tulostoma brumale Pers. : Pers.
    Bibliografie

    Rote-Liste-Zentrum / Bundesamt für Naturschutz, Checkliste 155

    Behördliche Checkliste · Datensatz gelesen · Eingesehen 18.10.2026

    Herangezogen: API-Datensatz 2a36233b-437d-48c0-a77b-50a627422557: akzeptiert, Vorkommen sicher, Zitat Dämmrich et al. 2016; deutscher Name „Zitzen-Stielbovist“ und Familie Agaricaceae (DGfM-/SNSB-Klassifikation) laut Mykolog-Registerabzug

  • Fotografien
    Bildnachweise & Lizenzen

    Habitus am Standort
    Foto: Katrin Simon via iNaturalist, CC BY 4.0 · CC BY 4.0 · Original
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    Mündung mit Hof
    Foto: Elias (elias105) via iNaturalist, CC BY 4.0 · CC BY 4.0 · Original
    Keine Bildbearbeitung: nicht beschnitten, nicht gedreht, nicht skaliert (Original 2048 × 1542 px ≤ 2560 px); nur WebP-Kodierung mit cwebp -q 82 -m 6 -metadata none.

    Ganzer Fruchtkörper mit Stielbasis
    Foto: carnifex via iNaturalist, CC BY 4.0 · CC BY 4.0 · Original
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  • Taxonomischer Namensabgleich
    Datenbank & StandTulostoma brumale im GBIF-Backbone · API-Abgleich
    Snapshot 18.10.2026. Artkonzept und Familienzuordnung nach den ergänzend ausgewiesenen Literaturquellen. Art im Sinne von Persoon 1794 (Neues Mag. Bot. 1: 86; sanktioniert durch Persoon 1801); ein Typus wurde nach Jeppson et al. 2017 offenbar nicht formal festgelegt. Jeppson et al. 2017 bestätigen T. brumale mit Drei-Gen-Daten als eigene Art; der nordamerikanisch beschriebene T. simulans kommt auch in Europa vor und wurde dort unter T. brumale und T. moravecii geführt – GBIF-Meldungen und ältere Literatur unter T. brumale können daher Fremdbelege enthalten. Index Fungorum/Species Fungorum, MycoBank und GBIF führen T. brumale als gültigen Namen; Synonyme u. a. T. mammosum P. Micheli ex Fr., Lycoperdon pedunculatum L. und Tulasnodea mammosa. Familie im Atlas wie bei GBIF Agaricaceae; Battarreaceae nach Species Fungorum und MycoBank (Battarreaceae in einer phylogenomischen Arbeit von 2026 auf Grundlage früherer Studien als Familie akzeptiert; die Gattungszuordnung nennt das allein gelesene Abstract nicht); GBIF-Backbone, RLZ-Checkliste und Jeppson et al. 2017: Agaricaceae; Pilze der Schweiz und GPBW: Tulostomataceae. Ein Namensabgleich bestätigt keine fotografierte Artidentität.

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