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Ahorn-Runzelschorf

Rhytisma acerinum

SpeisewertSpeisewert nicht gesichert

Speisewert nicht gesichert: ein Blattparasit ohne Speisewertangabe in den DGfM-Listen und den ausgewerteten Quellen. Am Ahorn erzeugen weitere Pilze ähnliche Flecken.

Einordnung & Quellen

Ausführliche Einordnung

Andere Blattflecken am Ahorn. Am Bergahorn erzeugen weitere Pilze auffällige Flecken, etwa Rhytisma punctatum mit gruppierten schwarzen Pünktchen oder die Ahornblattbräune mit braunen Flecken. Fleckfarbe und Aufbau gemeinsam prüfen.

Ein Blattparasit, dessen Fruchtkörper als schwarze Stromata im Ahornblatt liegen. Weder die DGfM-Listen (Stand 01.05.2026) noch die ausgewerteten Quellen enthalten eine Speisewertangabe.

Ahornlaub Mitte Oktober: Auf mehreren grünen Blättern sitzen schwarze, rundliche bis unregelmäßige Flecken mit bräunlichem Rand, viele davon nahe am Blattrand.

Der gelbliche Saum ist nur an einzelnen Flecken zu erkennen; viele Flecken liegen am Blattrand neben abgestorbenem, braunem Gewebe. Wirt laut Kommentar Berg-Ahorn; das Bild passt dazu, belegt es aber nicht eigens.

Foto: Nico (oecophylla) · CC0 1.0 · Original

Schwarze, leicht erhabene, oft gelblich gesäumte Flecken auf lebenden Ahornblättern, vor allem am Bergahorn. Der Pilz reift über den Winter im Falllaub und infiziert im Frühjahr die jungen Blätter; dem Baum schadet er kaum.

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Registereintrag
Abschnitte

Form · Oberfläche · Aufbau

Merkmale erkennen.

Befallsbild

Kein Hut: Auf lebenden Ahornblättern entstehen rundliche, schwarze, leicht erhabene Flecken (), oft von einem schmalen gelblichen oder bräunlichen Saum umgeben. Vorher zeigen sich im späten Frühjahr gelbliche Flecken. Die Schweizer Beschreibung der überwinterten Stromata nennt 10–20 mm und eine hirnartig bis aderig gerunzelte Oberfläche.

Fruchtschicht

Keine oder . Im Stroma liegen viele Anlagen kleiner, länglicher Apothecien, die erst auf dem abgefallenen, überwinterten Blatt reifen. Dann wölben sich wulstige Runzeln auf, reißen längs auf und geben eine graue bis ockergraue Fruchtschicht frei.

Sitz am Wirt

Kein Stiel: Das Stroma liegt im Blatt unter der Blatthaut. Nach der Schweizer Beschreibung trägt ein Blatt einzeln bis wenige Flecken; stark befallene Blätter verfärben sich vorzeitig braun und fallen etwas früher.

Gewebe

Kein Fleisch: Die Kruste ist eine schwarze Gewebeschicht unter der Blatthaut (Clypeus), darunter durchziehen gallertige Hyphen das Blattgewebe. Im Sommer enthalten die Flecken das Konidienstadium Melasmia acerina, dessen Konidien wohl als Spermatien dienen.

Sporenpulver

Ascosporen nadelförmig, farblos, einzellig, mit kleinem Gallertanhängsel an der Spitze; in der britischen Beschreibung 60–80 × 1,5–2,5 µm, zu acht im Schlauch. Die Schweizer Angabe für eine Kollektion lautet 55–70(80) × 1,5–2,5 µm. Ausgeschleudert werden die Sporen im Frühjahr, wenn sich die jungen Ahornblätter entfalten.

Zwei Termine: Spätsommer und Frühjahr

Hinweis zur Beobachtung

Im Spätsommer die schwarzen Flecken samt Saum fotografieren und die Ahornart notieren. Im Frühjahr überwinterte Blätter am Boden prüfen: Die Flecken bekommen wulstige Runzeln, die längs aufreißen und eine graue Fruchtschicht zeigen. Gruppen winziger schwarzer Pünktchen statt eines geschlossenen Flecks deuten auf Rhytisma punctatum.

Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.

Quellen

Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Nr. 291 Rhytisma acerinum (Pers. ex St. Am.) Fr., „Runzelschorf (Flicklumpen)“, gedruckte S. 236, PDF-S. 235: Standort (abgefallene vorjährige Blätter von Acer pseudoplatanus, seltener andere Acer-Arten; Frühling; ortshäufig), makroskopische Beschreibung (Stroma rundlich, schwarz, 10–20 mm, hirnartig bis aderig gerunzelt, längliche Risse, Fruchtschicht ocker-grau, einzeln bis wenige je Blatt), Mikroskopie, Bemerkungen (Parasit an grünen Blättern, Konidienstadium Melasmia acerina), Fund Grafenort/OW 30.05.1976. · eingesehen 17.10.2026

Rhytisma acerinum · Fungi of Great Britain and Ireland
Paul Cannon (2014), Beschreibung nach Cannon & Minter (1998) · Abschnitte General description (Stroma bis ca. 20 mm, schwarz, leicht erhaben, schmaler bräunlicher Saum aus totem Wirtsgewebe), Anamorph (Konidien 6–10 × ca. 1 µm, wohl spermatial), Teleomorph (Ascomata 500–1300(–1800) × 300–500 µm, Längsspalt; Clypeus; Asci 105–130 × 9–12 µm, 8-sporig; Ascosporen 60–80 × 1,5–2,5 µm mit Gallertanhängsel), Conservation status (SO₂-Empfindlichkeit, Rückkehr in Städte), Look alikes (R. punctatum), Associations, Trophic strategy, Diseases. · eingesehen 17.10.2026

Teaching techniques for mycology: 18. Rhytisma acerinum, cause of tar-spot disease of sycamore leaves (2002)
R. W. S. Weber & J. Webster · Mycologist 16(3): 120–123. Auf der Verlagsseite frei sichtbar: Name of fungus (Teleomorph R. acerinum, Anamorph Melasmia acerina) und Introduction (Wirte, seltener in Stadt- und Industriegebieten; Stromata im Spätsommer und Herbst mit Apothecienanlagen, Reife im Winter auf Falllaub; wulstige Runzeln, Aufreißen, grauliches Hymenium; keulige Asci; nadelförmige einzellige Ascosporen mit Gallertpolster; Ausschleudern im März und April). · eingesehen 17.10.2026

Pilzkrankheiten an Bergahorn (2009)
A. Wulf, S. Leonhard & J. Schumacher · Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft · LWF Wissen 62: 41–44. S. 41–42: Blattpilze überwintern im Falllaub, Primärinfektion im Frühjahr, untere Krone stärker befallen, Laubbeseitigung unterbricht den Zyklus; Teerfleckenkrankheit durch R. acerinum oder R. punctatum (schwarze, kreisrunde Flecken mit oft gelblichem Rand, vorzeitige Braunfärbung und früherer Blattfall; Reinluftzeiger-Annahme durch Laubbeseitigung erklärt); Ahornblattbräune (Pleuroceras pseudoplatani), Petrakia-Blattbräune (Petrakia echinata), Weißfleckigkeit (Cristulariella depraedans). · eingesehen 17.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Quellen zu den Merkmalen
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Merkliste & Sicherung

Standort · Substrat · Beziehungen

Lebensraum verstehen.

Lebensweise & Standort

(Blattparasit), Reife im Falllaub. Lebende und abgefallene Ahornblätter, vor allem Bergahorn. Biotropher Parasit an lebenden Blättern vor allem des Bergahorns (Acer pseudoplatanus), seltener anderer Ahorne. Die schwarzen Flecken sind vom Sommer bis zum Laubfall sichtbar. Der Pilz überwintert im Falllaub; die Sporen gelangen im Frühjahr mit der Luft auf die jungen Blätter. Ortshäufig, in manchen Jahren seltener.

Befallene Pflanzen · Beispiele

  • Ahorne

Fundmeldungen im Jahreslauf

Die meisten Fundmeldungen: August bis Oktober. Alle Monatswerte

Quellen zum Lebensraum
Gezielt gegenüberstellen

Ähnliche Arten.

Kein Bild
verfügbar

Rhytisma punctatum

Noch kein Artporträt

Ebenfalls am Bergahorn und an anderen Ahornen, nach britischer Angabe aber viel seltener. Statt eines geschlossenen Flecks bilden sich in einem hellen Fleck Gruppen winziger, 1–2 mm großer, glänzend schwarzer Pünktchen; die Schwärzung beschränkt sich auf die Blattfläche über den einzelnen Fruchtkörpern. Die bayerische Forstverwaltung nennt beide Arten als Erreger der Teerfleckenkrankheit.

Kein Bild
verfügbar

Ahornblattbräune

Pleuroceras pseudoplatani

Noch kein Artporträt

Braune Flecken auf Ober- und Unterseite der Bergahornblätter, 2–5 cm groß, anfangs mit fingerartig aufgelöstem Rand, später bräunlich-grau und glattrandig; unterseits typische Adernnekrose. Keine schwarze, erhabene Kruste.

Kein Bild
verfügbar

Petrakia-Blattbräune

Petrakia echinata

Noch kein Artporträt

Sehr große, oft ineinanderfließende braune Flecken mit konzentrischen Linien am Bergahorn; in Deutschland erst seit wenigen Jahren vor 2009 beobachtet. Keine schwarze, erhabene Kruste.

Weitere Arten müssen bei der Bestimmung berücksichtigt werden. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Beobachtung · Variation · Grenzen

Genau hinsehen, besser einordnen.

Ein Jahr, zwei Gesichter

Im Sommer bildet der Pilz im lebenden Blatt eine schwarze Kruste mit seiner Nebenfruchtform. Erst auf dem abgefallenen, überwinterten Blatt reifen die Apothecien; im Frühjahr reißen sie längs auf und schleudern nadelförmige Sporen aus, die das frisch austreibende Laub infizieren.

Quellen

Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Nr. 291 Rhytisma acerinum (Pers. ex St. Am.) Fr., „Runzelschorf (Flicklumpen)“, gedruckte S. 236, PDF-S. 235: Standort (abgefallene vorjährige Blätter von Acer pseudoplatanus, seltener andere Acer-Arten; Frühling; ortshäufig), makroskopische Beschreibung (Stroma rundlich, schwarz, 10–20 mm, hirnartig bis aderig gerunzelt, längliche Risse, Fruchtschicht ocker-grau, einzeln bis wenige je Blatt), Mikroskopie, Bemerkungen (Parasit an grünen Blättern, Konidienstadium Melasmia acerina), Fund Grafenort/OW 30.05.1976. · eingesehen 17.10.2026

Teaching techniques for mycology: 18. Rhytisma acerinum, cause of tar-spot disease of sycamore leaves (2002)
R. W. S. Weber & J. Webster · Mycologist 16(3): 120–123. Auf der Verlagsseite frei sichtbar: Name of fungus (Teleomorph R. acerinum, Anamorph Melasmia acerina) und Introduction (Wirte, seltener in Stadt- und Industriegebieten; Stromata im Spätsommer und Herbst mit Apothecienanlagen, Reife im Winter auf Falllaub; wulstige Runzeln, Aufreißen, grauliches Hymenium; keulige Asci; nadelförmige einzellige Ascosporen mit Gallertpolster; Ausschleudern im März und April). · eingesehen 17.10.2026

Rhytisma acerinum · Fungi of Great Britain and Ireland
Paul Cannon (2014), Beschreibung nach Cannon & Minter (1998) · Abschnitte General description (Stroma bis ca. 20 mm, schwarz, leicht erhaben, schmaler bräunlicher Saum aus totem Wirtsgewebe), Anamorph (Konidien 6–10 × ca. 1 µm, wohl spermatial), Teleomorph (Ascomata 500–1300(–1800) × 300–500 µm, Längsspalt; Clypeus; Asci 105–130 × 9–12 µm, 8-sporig; Ascosporen 60–80 × 1,5–2,5 µm mit Gallertanhängsel), Conservation status (SO₂-Empfindlichkeit, Rückkehr in Städte), Look alikes (R. punctatum), Associations, Trophic strategy, Diseases. · eingesehen 17.10.2026

Tar spot of maple · RHS Advice
Royal Horticultural Society (RHS Advice Team) · Abschnitte Quick facts, What is tar spot?, Symptoms (gelbe Flecken im späten Frühjahr; bis Mitte Sommer bis 15 mm große, leicht erhabene, glänzend schwarze Flecken mit schmalem gelbem Rand; etwas früherer Blattfall), Control (Falllaub entfernen), Biology (Fruchtkörper reifen im Winter auf Falllaub, Sporen April und Mai; Rassen mit unterschiedlichen Acer-Wirten). · eingesehen 17.10.2026

Pilzkrankheiten an Bergahorn (2009)
A. Wulf, S. Leonhard & J. Schumacher · Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft · LWF Wissen 62: 41–44. S. 41–42: Blattpilze überwintern im Falllaub, Primärinfektion im Frühjahr, untere Krone stärker befallen, Laubbeseitigung unterbricht den Zyklus; Teerfleckenkrankheit durch R. acerinum oder R. punctatum (schwarze, kreisrunde Flecken mit oft gelblichem Rand, vorzeitige Braunfärbung und früherer Blattfall; Reinluftzeiger-Annahme durch Laubbeseitigung erklärt); Ahornblattbräune (Pleuroceras pseudoplatani), Petrakia-Blattbräune (Petrakia echinata), Weißfleckigkeit (Cristulariella depraedans). · eingesehen 17.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Zeiger für saubere Luft? Umstritten

In Edinburgh fehlten Teerflecken im Stadtgebiet, im Umland waren sie häufig. Entscheidend war dort, ob befallenes Vorjahreslaub in der Nähe lag; Schwefeldioxid unter 50 µg/m³ hatte im Versuch keinen Einfluss. Ein britisches Portal hält die Art dagegen für besonders schwefeldioxidempfindlich, ein anderes gibt diese Einschätzung wieder und berichtet von ihrer Rückkehr in die Städte. Die Quellenlage ist uneinheitlich.

Quellen

Urban distribution of Rhytisma acerinum (Pers.) Fries (tar spot) on sycamore (1988)
I. D. Leith & D. Fowler · New Phytologist 108: 175–181. Summary: in Edinburgh keine Teerflecken in der Stadt, häufig im Umland; Teerfleckenindex annähernd linear zum Logarithmus der Höhe über dem Boden; Verbreitung durch Vorhandensein überwinterter infizierter Blätter gesteuert (Entfernen durch Menschen, Verwehen durch Wind); SO₂ unter 50 µg m⁻³ ohne Einfluss. · eingesehen 17.10.2026

Pilzkrankheiten an Bergahorn (2009)
A. Wulf, S. Leonhard & J. Schumacher · Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft · LWF Wissen 62: 41–44. S. 41–42: Blattpilze überwintern im Falllaub, Primärinfektion im Frühjahr, untere Krone stärker befallen, Laubbeseitigung unterbricht den Zyklus; Teerfleckenkrankheit durch R. acerinum oder R. punctatum (schwarze, kreisrunde Flecken mit oft gelblichem Rand, vorzeitige Braunfärbung und früherer Blattfall; Reinluftzeiger-Annahme durch Laubbeseitigung erklärt); Ahornblattbräune (Pleuroceras pseudoplatani), Petrakia-Blattbräune (Petrakia echinata), Weißfleckigkeit (Cristulariella depraedans). · eingesehen 17.10.2026

Rhytisma acerinum · Fungi of Great Britain and Ireland
Paul Cannon (2014), Beschreibung nach Cannon & Minter (1998) · Abschnitte General description (Stroma bis ca. 20 mm, schwarz, leicht erhaben, schmaler bräunlicher Saum aus totem Wirtsgewebe), Anamorph (Konidien 6–10 × ca. 1 µm, wohl spermatial), Teleomorph (Ascomata 500–1300(–1800) × 300–500 µm, Längsspalt; Clypeus; Asci 105–130 × 9–12 µm, 8-sporig; Ascosporen 60–80 × 1,5–2,5 µm mit Gallertanhängsel), Conservation status (SO₂-Empfindlichkeit, Rückkehr in Städte), Look alikes (R. punctatum), Associations, Trophic strategy, Diseases. · eingesehen 17.10.2026

Rhytisma acerinum (Pers.) Fr. – Sycamore Tarspot
First Nature / Pat O’Reilly · Abschnitte Distribution (SO₂-Empfindlichkeit), Taxonomic history, Identification guide (Bergahorn, auch Feldahorn; Stroma mit Apothecien, Reife nach dem Winter am Boden), Season, Similar species (R. punctatum mit winzigen dunklen Flecken). · eingesehen 17.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Falllaub als Infektionsquelle

Die Sporen stammen aus überwintertem Falllaub und werden mit der Luft zu den jungen Blättern getragen. Bei Blattpilzen des Bergahorns ist deshalb die untere Krone oft stärker befallen; für den Teerfleck fand eine Studie eine annähernd lineare Beziehung zwischen Fleckendichte und dem Logarithmus der Höhe über dem Boden. Das Entfernen des Falllaubs im Herbst verringert den Befall im Folgejahr, bei Blattpilzen des Ahorns nach forstlicher Darstellung weitgehend.

Quellen

Pilzkrankheiten an Bergahorn (2009)
A. Wulf, S. Leonhard & J. Schumacher · Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft · LWF Wissen 62: 41–44. S. 41–42: Blattpilze überwintern im Falllaub, Primärinfektion im Frühjahr, untere Krone stärker befallen, Laubbeseitigung unterbricht den Zyklus; Teerfleckenkrankheit durch R. acerinum oder R. punctatum (schwarze, kreisrunde Flecken mit oft gelblichem Rand, vorzeitige Braunfärbung und früherer Blattfall; Reinluftzeiger-Annahme durch Laubbeseitigung erklärt); Ahornblattbräune (Pleuroceras pseudoplatani), Petrakia-Blattbräune (Petrakia echinata), Weißfleckigkeit (Cristulariella depraedans). · eingesehen 17.10.2026

Urban distribution of Rhytisma acerinum (Pers.) Fries (tar spot) on sycamore (1988)
I. D. Leith & D. Fowler · New Phytologist 108: 175–181. Summary: in Edinburgh keine Teerflecken in der Stadt, häufig im Umland; Teerfleckenindex annähernd linear zum Logarithmus der Höhe über dem Boden; Verbreitung durch Vorhandensein überwinterter infizierter Blätter gesteuert (Entfernen durch Menschen, Verwehen durch Wind); SO₂ unter 50 µg m⁻³ ohne Einfluss. · eingesehen 17.10.2026

Tar spot of maple · RHS Advice
Royal Horticultural Society (RHS Advice Team) · Abschnitte Quick facts, What is tar spot?, Symptoms (gelbe Flecken im späten Frühjahr; bis Mitte Sommer bis 15 mm große, leicht erhabene, glänzend schwarze Flecken mit schmalem gelbem Rand; etwas früherer Blattfall), Control (Falllaub entfernen), Biology (Fruchtkörper reifen im Winter auf Falllaub, Sporen April und Mai; Rassen mit unterschiedlichen Acer-Wirten). · eingesehen 17.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Auffällig, aber harmlos

Der Befall schadet dem Baum kaum: Stark befallene Blätter fallen etwas früher, langfristige Folgen für die Vitalität verneint eine britische Gartenquelle ausdrücklich. Wirtschaftlich gilt der Pilz als bedeutungslos.

Quellen

Tar spot of maple · RHS Advice
Royal Horticultural Society (RHS Advice Team) · Abschnitte Quick facts, What is tar spot?, Symptoms (gelbe Flecken im späten Frühjahr; bis Mitte Sommer bis 15 mm große, leicht erhabene, glänzend schwarze Flecken mit schmalem gelbem Rand; etwas früherer Blattfall), Control (Falllaub entfernen), Biology (Fruchtkörper reifen im Winter auf Falllaub, Sporen April und Mai; Rassen mit unterschiedlichen Acer-Wirten). · eingesehen 17.10.2026

Pilzkrankheiten an Bergahorn (2009)
A. Wulf, S. Leonhard & J. Schumacher · Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft · LWF Wissen 62: 41–44. S. 41–42: Blattpilze überwintern im Falllaub, Primärinfektion im Frühjahr, untere Krone stärker befallen, Laubbeseitigung unterbricht den Zyklus; Teerfleckenkrankheit durch R. acerinum oder R. punctatum (schwarze, kreisrunde Flecken mit oft gelblichem Rand, vorzeitige Braunfärbung und früherer Blattfall; Reinluftzeiger-Annahme durch Laubbeseitigung erklärt); Ahornblattbräune (Pleuroceras pseudoplatani), Petrakia-Blattbräune (Petrakia echinata), Weißfleckigkeit (Cristulariella depraedans). · eingesehen 17.10.2026

Rhytisma acerinum · Fungi of Great Britain and Ireland
Paul Cannon (2014), Beschreibung nach Cannon & Minter (1998) · Abschnitte General description (Stroma bis ca. 20 mm, schwarz, leicht erhaben, schmaler bräunlicher Saum aus totem Wirtsgewebe), Anamorph (Konidien 6–10 × ca. 1 µm, wohl spermatial), Teleomorph (Ascomata 500–1300(–1800) × 300–500 µm, Längsspalt; Clypeus; Asci 105–130 × 9–12 µm, 8-sporig; Ascosporen 60–80 × 1,5–2,5 µm mit Gallertanhängsel), Conservation status (SO₂-Empfindlichkeit, Rückkehr in Städte), Look alikes (R. punctatum), Associations, Trophic strategy, Diseases. · eingesehen 17.10.2026

Acer pseudoplatanus / Berg-Ahorn · Schädlinge und Krankheiten
Georg-August-Universität Göttingen, Forstbotanischer Garten („Im Reich der Bäume“) · Abschnitt „Ahornrunzelschorf (Rhytsima [sic] acerinum)“: auch Teerfleckigkeit des Ahorns; Infektion im Frühjahr von alten Blättern am Boden; ca. 2 cm große, unregelmäßige, oft hell gerandete Flecken; wirtschaftlich ohne Belang. · eingesehen 17.10.2026

Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.

Volksnamen · Sprachen · Belege

Namen & Sprachen.

Bezugsart: Rhytisma acerinum

Sprache öffnen, um die Belege zu sehen

DeutschAhorn-RunzelschorfRunzelschorf

Namensbeleg

Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur (RLZ/DGfM-Checkliste; Pilze der Schweiz 1) · Abgerufen: 17.10.2026

EnglischSycamore TarspotTar-Spot Fungus

Namensbeleg

United Kingdom Species Inventory (UKSI) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

NiederländischEsdoornvlekkenzwamInktvlekkenzwam

Namensbeleg

Checklist Dutch Species Register - Nederlands Soortenregister · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

FranzösischMaladie des croûtes noires

Namensbeleg

TAXREF · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

ItalienischCroste nere dell'acero

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

DänischAhorn-rynkeplet

Namensbeleg

National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

NorwegischLønnetjæreflekkLønnetjøreflekk

Namensbeleg

Nortaxa (Artsnavnebasen) · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

Sprachform: Bokmål.

SchwedischLönntjärfläck

Namensbeleg

Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

FinnischVaahterantervatäplä

Namensbeleg

The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

PolnischŁuszczeniec klonowy

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

TschechischSvraštělka javorová

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

SlowenischJavorjeva obliževkaJavorova katranasta pegavost

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

UngarischJuharlevélfoltosító

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

RussischРитизма кленоваяРитисма кленоваяПятнистость чёрная клёна

Namensbeleg

Catalogue of Life · über GBIF · Abgerufen: 17.10.2026

Noch ohne geprüften Namensbeleg

  • Spanisch
  • Rumänisch
  • Kroatisch
  • Serbisch
  • Chinesisch
1 weitereWeniger anzeigen
  • Japanisch

Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 17.10.2026.

Regionale Beobachtungsdaten · 2015–2025

Fundmeldungen im Jahresverlauf.

3.440GBIF-Datensätze

Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.

Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.

Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.

Einordnung & Datengrundlage

Meldungen sind keine Prognose.

Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.

Was wurde ausgewählt?

Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 18.10.2026.

Exakte GBIF-Abfrage
Monats- und Länderwerte ansehen
Monat · alle zehn Länder zusammen
MonatDatensätze
Jan129
Feb108
Mär110
Apr147
Mai104
Jun47
Jul152
Aug490
Sep798
Okt837
Nov382
Dez136
Land · alle Monate zusammen
LandDatensätze
Deutschland1.657
Österreich577
Schweiz1.081
Tschechien46
Polen42
Slowakei4
Ungarn2
Slowenien8
Liechtenstein1
Luxemburg22

Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.

Aggregierte Werte als CSV herunterladen
Herkunft & Lizenzen · 9 beitragende Datensätze

Daten über GBIF.org. 207 Meldungen unter CC0 1.0, 3.233 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.

  1. NABU|naturgucker · 1.249 Datensätze
    naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  2. Swiss National Fungi Databank · 936 Datensätze
    Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  3. iNaturalist Research-grade Observations · 783 Datensätze
    iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  4. Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 450 Datensätze
    Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  5. Biodiversitätsdatenbank Nationalpark Kalkalpen · 11 Datensätze
    National Park Kalkalpen (2026). Biodiversitätsdatenbank Nationalpark Kalkalpen. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/tgezgw accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  6. ArtenFinder · 8 Datensätze
    ArtenFinder bei der Stiftung Natur und Umwelt RLP und der Stiftung Naturschutz Berlin. ArtenFinder. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/jnnald accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  7. Biosphärenpark Wienerwald - Tag der Artenvielfalt · 1 Datensatz
    Wienerwald Biosphere Reserve (2025). Biosphärenpark Wienerwald - Tag der Artenvielfalt. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ws9b5a accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  8. Fungi and fungi-like organisms - 4EU+ Summer School From Fungal Morphology to Genotype, Sumava 2022 · 1 Datensatz
    Koukol O, Pawłowska J (2023). Fungi and fungi-like organisms - 4EU+ Summer School From Fungal Morphology to Genotype, Sumava 2022. University of Warsaw. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/rmzdzk accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
  9. Biodiversity weekend observations, Recorder-Lux database · 1 Datensatz
    National Museum of Natural History, Luxembourg (2026). Biodiversity weekend observations, Recorder-Lux database. Version 1.41. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/grbhmn accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Recherchefassung · 15 Fachquellen

Quellen & Prüfstand.

Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.

Quellenabgleich · 18.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich

Ergebnis dieser Runde: Blattparasit mit Merkmalsfeldern nach Körperbau (Befallsbild, Fruchtschicht, Sitz am Wirt, Gewebe). Fleckengröße, Sporenmaße und Zeitpunkt des Sporenausstoßes weichen zwischen Quellen ab und sind getrennt ausgewiesen. Die Reinluftzeiger-These wird mit Gegenbefunden dargestellt, nicht bestätigt. Wirte außer Bergahorn nur eingeschränkt belegt. Keine menschliche Endredaktion. Zweite, unabhängige Lesung Satz für Satz am 18.10.2026: 64 Teilsätze geprüft, 11 Befunde, im Entwurf korrigiert.

Umfang: Artpassage und Schlüssel Pilze der Schweiz 1 (Nr. 291, S. 29) gelesen, Makromerkmale am Seitenbild geprüft; Fungi of Great Britain and Ireland, LWF Wissen 62, RHS, First Nature, Uni Göttingen und NRCan gelesen; Weber & Webster 2002 und Leith & Fowler 1988 nur Anfangsteil bzw. Summary; Held et al. 2018 Kurzmitteilung. Nomenklatur nach Index Fungorum, MycoBank, GBIF und RLZ; Speisewert nach den drei DGfM-Listen.

Erneut herangezogene Quellen

Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984)
J. Breitenbach & F. Kränzlin · Nr. 291 Rhytisma acerinum (Pers. ex St. Am.) Fr., „Runzelschorf (Flicklumpen)“, gedruckte S. 236, PDF-S. 235: Standort (abgefallene vorjährige Blätter von Acer pseudoplatanus, seltener andere Acer-Arten; Frühling; ortshäufig), makroskopische Beschreibung (Stroma rundlich, schwarz, 10–20 mm, hirnartig bis aderig gerunzelt, längliche Risse, Fruchtschicht ocker-grau, einzeln bis wenige je Blatt), Mikroskopie, Bemerkungen (Parasit an grünen Blättern, Konidienstadium Melasmia acerina), Fund Grafenort/OW 30.05.1976. · eingesehen 17.10.2026

Rhytisma acerinum · Fungi of Great Britain and Ireland
Paul Cannon (2014), Beschreibung nach Cannon & Minter (1998) · Abschnitte General description (Stroma bis ca. 20 mm, schwarz, leicht erhaben, schmaler bräunlicher Saum aus totem Wirtsgewebe), Anamorph (Konidien 6–10 × ca. 1 µm, wohl spermatial), Teleomorph (Ascomata 500–1300(–1800) × 300–500 µm, Längsspalt; Clypeus; Asci 105–130 × 9–12 µm, 8-sporig; Ascosporen 60–80 × 1,5–2,5 µm mit Gallertanhängsel), Conservation status (SO₂-Empfindlichkeit, Rückkehr in Städte), Look alikes (R. punctatum), Associations, Trophic strategy, Diseases. · eingesehen 17.10.2026

Pilzkrankheiten an Bergahorn (2009)
A. Wulf, S. Leonhard & J. Schumacher · Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft · LWF Wissen 62: 41–44. S. 41–42: Blattpilze überwintern im Falllaub, Primärinfektion im Frühjahr, untere Krone stärker befallen, Laubbeseitigung unterbricht den Zyklus; Teerfleckenkrankheit durch R. acerinum oder R. punctatum (schwarze, kreisrunde Flecken mit oft gelblichem Rand, vorzeitige Braunfärbung und früherer Blattfall; Reinluftzeiger-Annahme durch Laubbeseitigung erklärt); Ahornblattbräune (Pleuroceras pseudoplatani), Petrakia-Blattbräune (Petrakia echinata), Weißfleckigkeit (Cristulariella depraedans). · eingesehen 17.10.2026

Urban distribution of Rhytisma acerinum (Pers.) Fries (tar spot) on sycamore (1988)
I. D. Leith & D. Fowler · New Phytologist 108: 175–181. Summary: in Edinburgh keine Teerflecken in der Stadt, häufig im Umland; Teerfleckenindex annähernd linear zum Logarithmus der Höhe über dem Boden; Verbreitung durch Vorhandensein überwinterter infizierter Blätter gesteuert (Entfernen durch Menschen, Verwehen durch Wind); SO₂ unter 50 µg m⁻³ ohne Einfluss. · eingesehen 17.10.2026

Teaching techniques for mycology: 18. Rhytisma acerinum, cause of tar-spot disease of sycamore leaves (2002)
R. W. S. Weber & J. Webster · Mycologist 16(3): 120–123. Auf der Verlagsseite frei sichtbar: Name of fungus (Teleomorph R. acerinum, Anamorph Melasmia acerina) und Introduction (Wirte, seltener in Stadt- und Industriegebieten; Stromata im Spätsommer und Herbst mit Apothecienanlagen, Reife im Winter auf Falllaub; wulstige Runzeln, Aufreißen, grauliches Hymenium; keulige Asci; nadelförmige einzellige Ascosporen mit Gallertpolster; Ausschleudern im März und April). · eingesehen 17.10.2026

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  1. Pilze der Schweiz · Band 1: Ascomyceten (1984)

    Seiten: PDF-S. 235 · S. 29

    Bibliografie

    J. Breitenbach & F. Kränzlin

    Monografie · Artpassage gelesen · Schlüsselseite gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Nr. 291 Rhytisma acerinum (Pers. ex St. Am.) Fr., „Runzelschorf (Flicklumpen)“, gedruckte S. 236, PDF-S. 235: Standort (abgefallene vorjährige Blätter von Acer pseudoplatanus, seltener andere Acer-Arten; Frühling; ortshäufig), makroskopische Beschreibung (Stroma rundlich, schwarz, 10–20 mm, hirnartig bis aderig gerunzelt, längliche Risse, Fruchtschicht ocker-grau, einzeln bis wenige je Blatt), Mikroskopie, Bemerkungen (Parasit an grünen Blättern, Konidienstadium Melasmia acerina), Fund Grafenort/OW 30.05.1976; PDF-S. 28: Punkt 4* Fruchtkörper in Blättern eingesenkt → 5: auf Blättern von Acer, rundliche, schwarze Flecken mit aderiger Oberfläche → Rhytisma acerinum Nr. 291; 5*: auf anderen Blättern → Mycosphaerella punctiformis

  2. Rhytisma acerinum · Fungi of Great Britain and Ireland
    Bibliografie

    Paul Cannon (2014), Beschreibung nach Cannon & Minter (1998)

    Fachportal · Artbeschreibung gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Abschnitte General description (Stroma bis ca. 20 mm, schwarz, leicht erhaben, schmaler bräunlicher Saum aus totem Wirtsgewebe), Anamorph (Konidien 6–10 × ca. 1 µm, wohl spermatial), Teleomorph (Ascomata 500–1300(–1800) × 300–500 µm, Längsspalt; Clypeus; Asci 105–130 × 9–12 µm, 8-sporig; Ascosporen 60–80 × 1,5–2,5 µm mit Gallertanhängsel), Conservation status (SO₂-Empfindlichkeit, Rückkehr in Städte), Look alikes (R. punctatum), Associations, Trophic strategy, Diseases

  3. Teaching techniques for mycology: 18. Rhytisma acerinum, cause of tar-spot disease of sycamore leaves (2002)
    Bibliografie

    R. W. S. Weber & J. Webster

    Fachzeitschrift · frei sichtbarer Anfangsteil gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Mycologist 16(3): 120–123. Auf der Verlagsseite frei sichtbar: Name of fungus (Teleomorph R. acerinum, Anamorph Melasmia acerina) und Introduction (Wirte, seltener in Stadt- und Industriegebieten; Stromata im Spätsommer und Herbst mit Apothecienanlagen, Reife im Winter auf Falllaub; wulstige Runzeln, Aufreißen, grauliches Hymenium; keulige Asci; nadelförmige einzellige Ascosporen mit Gallertpolster; Ausschleudern im März und April)

  4. Pilzkrankheiten an Bergahorn (2009)
    Bibliografie

    A. Wulf, S. Leonhard & J. Schumacher · Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft

    Forstliche Fachveröffentlichung · Abschnitt Blattkrankheiten gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: LWF Wissen 62: 41–44. S. 41–42: Blattpilze überwintern im Falllaub, Primärinfektion im Frühjahr, untere Krone stärker befallen, Laubbeseitigung unterbricht den Zyklus; Teerfleckenkrankheit durch R. acerinum oder R. punctatum (schwarze, kreisrunde Flecken mit oft gelblichem Rand, vorzeitige Braunfärbung und früherer Blattfall; Reinluftzeiger-Annahme durch Laubbeseitigung erklärt); Ahornblattbräune (Pleuroceras pseudoplatani), Petrakia-Blattbräune (Petrakia echinata), Weißfleckigkeit (Cristulariella depraedans)

  5. Urban distribution of Rhytisma acerinum (Pers.) Fries (tar spot) on sycamore (1988)
    Bibliografie

    I. D. Leith & D. Fowler

    Primärquelle · Abstract gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: New Phytologist 108: 175–181. Summary: in Edinburgh keine Teerflecken in der Stadt, häufig im Umland; Teerfleckenindex annähernd linear zum Logarithmus der Höhe über dem Boden; Verbreitung durch Vorhandensein überwinterter infizierter Blätter gesteuert (Entfernen durch Menschen, Verwehen durch Wind); SO₂ unter 50 µg m⁻³ ohne Einfluss

Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen10 weitere Fachquellen · 2 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
  1. Tar spot of maple · RHS Advice
    Bibliografie

    Royal Horticultural Society (RHS Advice Team)

    Fachportal · Artseite gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Abschnitte Quick facts, What is tar spot?, Symptoms (gelbe Flecken im späten Frühjahr; bis Mitte Sommer bis 15 mm große, leicht erhabene, glänzend schwarze Flecken mit schmalem gelbem Rand; etwas früherer Blattfall), Control (Falllaub entfernen), Biology (Fruchtkörper reifen im Winter auf Falllaub, Sporen April und Mai; Rassen mit unterschiedlichen Acer-Wirten)

  2. Rhytisma acerinum (Pers.) Fr. – Sycamore Tarspot
    Bibliografie

    First Nature / Pat O’Reilly

    Fachportal · Artseite gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Abschnitte Distribution (SO₂-Empfindlichkeit), Taxonomic history, Identification guide (Bergahorn, auch Feldahorn; Stroma mit Apothecien, Reife nach dem Winter am Boden), Season, Similar species (R. punctatum mit winzigen dunklen Flecken)

  3. Acer pseudoplatanus / Berg-Ahorn · Schädlinge und Krankheiten
    Bibliografie

    Georg-August-Universität Göttingen, Forstbotanischer Garten („Im Reich der Bäume“)

    Hochschulseite · Abschnitt gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Abschnitt „Ahornrunzelschorf (Rhytsima [sic] acerinum)“: auch Teerfleckigkeit des Ahorns; Infektion im Frühjahr von alten Blättern am Boden; ca. 2 cm große, unregelmäßige, oft hell gerandete Flecken; wirtschaftlich ohne Belang

  4. Occurrence of European Tar Spot (Rhytisma acerinum) on Norway Maple (Acer platanoides) Causing Severe Infections in Minnesota (2018)
    Bibliografie

    B. W. Held, D. Hoffmeister & R. A. Blanchette

    Primärquelle · Disease Note, Text gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Plant Disease 102(12): 2655. Text der Kurzmitteilung (über Semantic Scholar): drei Rhytisma-Arten an Acer in Nordamerika; R. americanum früher fälschlich R. acerinum genannt, 1998 abgetrennt; R. acerinum in Nordamerika nur an Spitzahorn, wohl aus Europa eingeschleppt; ITS-Daten mit deutschem Typusmaterial

  5. Speckled tar spot (Rhytisma punctatum)
    Bibliografie

    J. B. Tanney (2025) · Natural Resources Canada, Trees, insects, mites, and diseases of Canada’s forests

    Behördliches Datenblatt · gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Abschnitte Distribution and hosts (u. a. Acer pseudoplatanus; Europa: Dänemark, Deutschland, Schweden, Ukraine, Vereinigtes Königreich), Symptoms and signs (Stromata 1–2 mm, glänzend schwarz, in Gruppen von 20 bis 30 in gelblichen Flecken; Ascosporen 30–36 × 1,5–2 µm), Disease cycle

  6. Index Fungorum · Rhytisma acerinum (Record 196891) und Vergleichsnamen
    Bibliografie

    Index Fungorum Partnership

    Nomenklaturdatenbank · Webservice gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: NameSearch: Rhytisma acerinum (Pers.) Fr. 1819, K. Svenska Vetensk-Akad. Handl. 40: 104, sanktioniert (Fr.), Basionym 181868, Referee Minter (2013); Formen und Varietäten (u. a. f. aceris-laurini, var. pseudoplatani mit aktuellem Namen R. acerinum; f. punctatum Naumov ungültig); Rhytisma punctatum (Pers.) Fr. 1823 (238705) eigenständig; Pleuroceras pseudoplatani (108386), Petrakia echinata (192652), Cristulariella depraedans (120318) als aktuelle Namen

  7. MycoBank · Rhytisma acerinum (MB 196891)
    Bibliografie

    Westerdijk Fungal Biodiversity Institute / IMA

    Nomenklaturdatenbank · Datensatz gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Verifiziert; Rhytisma acerinum (Pers.) Fr. 1819, Basionym Xyloma acerinum Pers. 1794; heterotypisches Synonym Melasmia acerina Lév. 1846; zugeordnete Taxa u. a. f.sp. campestris und f.sp. platanoides; Klassifikation Rhytismataceae, Rhytismatales, Leotiomycetes

  8. DGfM · Positivliste der Speisepilze
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Volltext durchsucht · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Stand 01.05.2026: kein Eintrag zu Rhytisma oder Ahorn-Runzelschorf

  9. DGfM · Liste der Giftpilze mit Syndromen, sortiert nach Taxa
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Volltext durchsucht · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Stand 01.05.2026: kein Eintrag zu Rhytisma oder Ahorn-Runzelschorf

  10. DGfM · Liste der Pilze mit uneinheitlich beurteiltem Speisewert
    Bibliografie

    DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie

    Fachgesellschaft · Volltext durchsucht · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Stand 01.05.2026: kein Eintrag zu Rhytisma oder Ahorn-Runzelschorf

Datenabgleich

Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.

  1. GBIF Backbone Taxonomy · Rhytisma acerinum (9117055)
    Bibliografie

    GBIF Secretariat

    Taxonomie-Register · API gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: API species/9117055 (akzeptiert, Rhytismataceae), Synonyme laut Faktenpaket, vernacularNames (Abruf 2026-10-17T21:30Z); Vorkommensfacetten 2015–2025 (3.440 Meldungen)

  2. Checkliste der Pilze Deutschlands · Rhytisma acerinum (Pers.) Fr.
    Bibliografie

    Rote-Liste-Zentrum / Bundesamt für Naturschutz, Checkliste 153

    Behördliche Checkliste · Datensatz gelesen · Eingesehen 17.10.2026

    Herangezogen: Taxondatensatz 5954f4c1-29df-41bb-a839-ab8ef0229f45 (Checkliste 153, Rhytisma acerinum (Pers.) Fr., akzeptiert). Deutscher Name „Ahorn-Runzelschorf“ im lokalen Mykolog-Registerabzug; derselbe Name in der DGfM-Taxonliste über GBIF (Quelltaxon 119284689). Vergleich: Rhytisma punctatum (5d270099-42c6-4880-91f1-496d02f782b0), auch in GBIF ohne deutschen Namen

  • Fotografien
    Bildnachweise & Lizenzen

    Befallsbild
    Foto: Nico (oecophylla) via iNaturalist, CC0 1.0 · CC0 1.0 · Original
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    Fleck mit Saum (Nahaufnahme)
    Foto: Alexis Tinker-Tsavalas via iNaturalist, CC BY 4.0 · CC BY 4.0 · Original
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    Überwinterte Stromata im Falllaub
    Foto: Gabriel Mayrhofer via iNaturalist, CC BY 4.0 · CC BY 4.0 · Original
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  • Taxonomischer Namensabgleich
    Datenbank & StandRhytisma acerinum im GBIF-Backbone · API-Abgleich
    Snapshot 18.10.2026. Artkonzept und Familienzuordnung nach den ergänzend ausgewiesenen Literaturquellen. Art im üblichen Sinn: Rhytisma acerinum (Pers.) Fr. 1819, sanktioniert durch Fries, Basionym Xyloma acerinum Pers. 1794; Nebenfruchtform Melasmia acerina Lév. Pilze der Schweiz (1984) stellt die Art noch in die Hypodermataceae, GBIF, MycoBank und Index Fungorum in die Rhytismataceae. MycoBank führt die Namen wirtsbezogener Formen (f.sp. campestris, f.sp. platanoides), die RHS spricht von Rassen mit unterschiedlichem Acer-Wirtsspektrum; Wirtsangaben sind daraus nicht abgeleitet. In Nordamerika wurde der Teerfleck an Rot- und Silberahorn lange als R. acerinum bezeichnet und später als R. americanum abgetrennt; R. acerinum selbst ist dort nach einer Kurzmitteilung von 2018 vor allem vom eingeführten Spitzahorn bekannt und gilt als aus Europa eingeschleppt. Ältere nordamerikanische Angaben unter R. acerinum können R. americanum betreffen. Der ungültige Name R. acerinum f. punctatum Naumov ist von der eigenständigen Art R. punctatum (Pers.) Fr. zu unterscheiden. Ein Namensabgleich bestätigt keine fotografierte Artidentität.

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