Rötender Nitrat-Saftling
Neohygrocybe ingrata
Die langsame Reaktion abwarten. Ein unmittelbar unveränderter Schnitt schließt späteres Röten nicht aus. Geruch und braune Hutfarbe alleine sind wenig trennscharf.
Quellen zum Speisewert
Aus den ausgewerteten Artpassagen wird keine belastbare Verzehrfreigabe abgeleitet.
Ein unscheinbar brauner Saftling magerer Wiesen, dessen Fleisch nach Verletzung langsam rötet. Der häufig nitrose Geruch ist nur zusammen mit Verfärbung, Hutoberfläche und Mikromerkmalen aussagekräftig.

Brauner Fruchtkörper mit bräunlichen Lamellen im Gras
Artzuordnung nach der verlinkten Bildquelle; keine unabhängige Untersuchung des fotografierten Belegs. Bei Artkomplexen ist die im Text erläuterte Abgrenzung zu beachten.

Mehrere dokumentierte Fruchtkörper neben einer Farbkarte
Artzuordnung nach der verlinkten Bildquelle; keine unabhängige Untersuchung des fotografierten Belegs. Bei Artkomplexen ist die im Text erläuterte Abgrenzung zu beachten.
(c) Brian Hunt, some rights reserved (CC BY) · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons · CC BY 4.0 · Original

Unregelmäßig gewachsene braune Hüte im Gras
Artzuordnung nach der verlinkten Bildquelle; keine unabhängige Untersuchung des fotografierten Belegs. Bei Artkomplexen ist die im Text erläuterte Abgrenzung zu beachten.
Virn Stothers · CC BY 4.0 · iNaturalist · CC BY 4.0 · Original
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Nach „Funga Nordica“ (2008) meist 2–6 cm breit, in der Regionalmonografie auch größer. Trocken, zunächst relativ glatt, später uneben oder rissig; gelblichbraun bis dunkelbraun, oft mit hellerem Rand.
- Lamellen
bis , zunächst cremefarben, später bräunlicher. Eher dicklich und nicht sehr dicht; verletzte Stellen können verzögert röten.
- Stiel
Etwa 3–11 cm lang, kräftig bis unregelmäßig zusammengedrückt oder gedreht. Trocken, anfangs hell cremefarben, später brauner; häufig hohl, ohne .
- Fleisch
Hell, nach Druck oder Schnitt langsam rötend bis rotbraun. Der nitrose Geruch kann nach Verletzung deutlicher werden, ist aber nicht immer stark. Verfärbung kann Zeit benötigen.
- Sporen
Meist 7–9 × 5–6,5 µm, mit Ausreißern; breit elliptisch, einzelne nahezu rundliche Sporen möglich. Form, Größe und Lamellentrama ergänzen die Feldmerkmale.
Mehrere Merkmale zusammen prüfen
Eine frische Verletzungsstelle und die spätere Verfärbung dokumentieren, ohne den Fund unnötig zu beschädigen. Geruchsangaben sind Beschreibungen und kein Aufruf zu einer Geschmacksprobe.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Funga Nordica (2008) · Hygrocybe
David Boertmann · Druck S. 207–208, Sammel-PDF S. 466–467: H. ingrata, H. nitrata und H. ovina. · eingesehen 13.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 3
G. J. Krieglsteiner; A. Gminder; bei Band 2 außerdem W. Winterhoff · Druck S. 62–63, gp3-chunk001.pdf S. 63–64: Hygrocybe ingrata. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Eigene Beobachtung notieren Notiz vorhanden
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Lebensweise & Standort
Saftling nährstoffarmer Grasländer. Magere, wenig gedüngte Wiesen und Weiden. Auf naturnahen, wenig gedüngten Wiesen, Weiden und Magerrasen, regional auch Wacholderheiden. Sommer bis Herbst, regional vor allem Herbst. Historische Seltenheitsangaben sind keine aktuelle nationale Gefährdungseinstufung.
Gehölze am Standort · Beispiele
- Wacholder
Fundmeldungen im Jahreslauf
Die meisten Fundmeldungen: September bis Oktober. Alle Monatswerte
Quellen zum Lebensraum
Ökologie und Jahreszeit
Funga Nordica (2008) · Hygrocybe · Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 3
Die Symbole zeigen Gehölze dokumentierter Standorte. Sie belegen keine Mykorrhizapartnerschaft. Weitere Lebensräume sind möglich.
Icons: Blatt & NadelÄhnliche Arten.
Gefährliche Verwechslung
Der Nitrat-Saftling rötet typischerweise nicht und entwickelt eher eine fein schuppige graubraune Hutoberfläche. Bei schwachen Reaktionen sind zusätzliche Merkmale nötig.
Weitere ähnliche Arten
Der Rötende Saftling ist meist deutlich dunkler mit dunkleren Lamellen und anderer Geruchsausprägung. Beide können röten; die Reaktion allein reicht nicht.
Weitere Arten müssen bei der Bestimmung berücksichtigt werden. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Röten kann deutlich verzögert sein
Die Regionalmonografie nennt teils erst nach längerer Zeit deutlichere Lamellenverfärbungen. Ein einzelnes Foto unmittelbar nach Berührung erfasst diesen Verlauf nicht.
Quellen
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 3
G. J. Krieglsteiner; A. Gminder; bei Band 2 außerdem W. Winterhoff · Druck S. 62–63, gp3-chunk001.pdf S. 63–64: Hygrocybe ingrata. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Nitros bedeutet keine Stoffanalyse
Die Geruchsbeschreibung erinnert an stickoxidartige Gerüche. Daraus folgt kein analytischer Nachweis einer bestimmten Stickstoffverbindung im Fruchtkörper.
Quellen
Funga Nordica (2008) · Hygrocybe
David Boertmann · Druck S. 207–208, Sammel-PDF S. 466–467: H. ingrata, H. nitrata und H. ovina. · eingesehen 13.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 3
G. J. Krieglsteiner; A. Gminder; bei Band 2 außerdem W. Winterhoff · Druck S. 62–63, gp3-chunk001.pdf S. 63–64: Hygrocybe ingrata. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Neohygrocybe statt der weiten Gattung Hygrocybe
Die phylogenetische Bearbeitung erkennt Neohygrocybe als eigene Gattung an. Der ältere Name Hygrocybe ingrata bleibt als Such- und Literaturname erhalten.
Quellen
Molecular phylogeny, morphology, pigment chemistry and ecology in Hygrophoraceae
D. J. Lodge und Mitautoren · Abstract und taxonomische Übersicht zur Anerkennung der Gattung Neohygrocybe gelesen. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Neohygrocybe ingrata
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschRötender Nitrat-Saftling
Namensbeleg
Namensführung im Artporträt und zugehörige Literatur · Abgerufen: 13.10.2026
DänischJensens vokshat
Namensbeleg
National Checklist of all species occurring in Denmark · über GBIF · National Checklist of all species occurring in Denmark · CC BY 4.0 · Abgerufen: 30.10.2026
NorwegischRødnende lutvokssopp
Namensbeleg
Nortaxa (Artsnavnebasen) · über GBIF · Nortaxa (Artsnavnebasen) · CC BY 4.0 · Abgerufen: 30.10.2026
Sprachform: Bokmål.
SchwedischRodnande lutvaxingRodnande lutvaxskivling
Namensbeleg
Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · CC0 1.0 · Abgerufen: 30.10.2026
FinnischKainovahakas
Namensbeleg
The FinBIF checklist of Finnish species · über GBIF · The FinBIF checklist of Finnish species · CC BY 4.0 · Abgerufen: 30.10.2026
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Englisch
- Niederländisch
- Französisch
- Spanisch
- Italienisch
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- Rumänisch
- Polnisch
- Tschechisch
- Slowenisch
- Kroatisch
- Serbisch
- Ungarisch
- Russisch
- Chinesisch
- Japanisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 30.10.2026.
Name & Veröffentlichung
Registerangaben abgeglichen · Erfasst 18.10.2026. Der Status beschreibt den Datenbankabgleich, keine unabhängige Prüfung der Originalpublikation oder des Artkonzepts.
- Name im Porträt
- Neohygrocybe ingrata
- Mykolog-Autorzitat bei der Erfassung
- (J.P.Jensen & F.H.Møller) Herink
- Herkunft des erfassten Zitats
- Autorzitat des Porträts
- Autorzitat laut Index Fungorum
- (J.P. Jensen & F.H. Møller) Herink · Namensdatensatz 103614
- Veröffentlichung des Basionyms laut Register
- Hygrocybe ingrata J.P. Jensen & F.H. Møller
Fungi of the Faeröes: 136 (1945) · Veröffentlichungsangabe im Namensregister - Behandlung in Index Fungorum am 18.10.2026
- Dort als Synonym von Hygrocybe ingrata J.P. Jensen & F.H. Møller geführt. Diese Datenbankbehandlung legt die taxonomische Einordnung des Porträts nicht fest. Verknüpfter Datensatz 287109
- Index Fungorum behandelt den Namen in diesem Datenstand als Synonym.
Erfassungsnotiz (18.10.2026; damaliger Datenstand): Index Fungorum führt den Namen als Synonym; aktueller Name dort: Hygrocybe ingrata J.P. Jensen & F.H. Møller (Record 287109).
Autorenabkürzungen
Publikationsangaben nach Index Fungorum; Autorenauflösungen nach IPNI. Originalseiten wurden für diese Darstellung nicht unabhängig geprüft.
Fundmeldungen im Jahresverlauf.
Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.
Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.
Namensbezogene Meldungsstatistik; keine nachträgliche fachliche Bestätigung sämtlicher Einzelbestimmungen. Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.
Einordnung & Datengrundlage
Meldungen sind keine Prognose.
Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.
Was wurde ausgewählt?
Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 13.10.2026.
Exakte GBIF-AbfrageMonats- und Länderwerte ansehen
| Monat | Datensätze |
|---|---|
| Jan | 0 |
| Feb | 0 |
| Mär | 0 |
| Apr | 0 |
| Mai | 0 |
| Jun | 3 |
| Jul | 2 |
| Aug | 10 |
| Sep | 21 |
| Okt | 17 |
| Nov | 4 |
| Dez | 0 |
| Land | Datensätze |
|---|---|
| Deutschland | 3 |
| Österreich | 22 |
| Schweiz | 31 |
| Tschechien | 0 |
| Polen | 1 |
| Slowakei | 0 |
| Ungarn | 0 |
| Slowenien | 0 |
| Liechtenstein | 0 |
| Luxemburg | 0 |
Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.
Aggregierte Werte als CSV herunterladenHerkunft & Lizenzen · 6 beitragende Datensätze
Daten über GBIF.org. 0 Meldungen unter CC0 1.0, 57 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.
- Swiss National Fungi Databank · 30 Datensätze
Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 16 Datensätze
Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Biodiversitätsdatenbank Nationalpark Kalkalpen · 6 Datensätze
National Park Kalkalpen (2026). Biodiversitätsdatenbank Nationalpark Kalkalpen. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/tgezgw accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - iNaturalist Research-grade Observations · 2 Datensätze
iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - NABU|naturgucker · 2 Datensätze
naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Protected Fungi of Poland. Distribution, Threats, Conservation Recommendations · 1 Datensatz
Polish Mycological Society (2023). Protected Fungi of Poland. Distribution, Threats, Conservation Recommendations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/v7shjq accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 13.10.2026 · Maschineller Literaturabgleich
Ergebnis dieser Runde: Ausgewählte Quellenstellen abgeglichen; Bild- und Integrationsprüfung separat dokumentiert.
Umfang: Artpassagen, Merkmale, Vergleichsarten und Quellenabweichungen.
Erneut herangezogene Quellen
Funga Nordica (2008) · Hygrocybe
David Boertmann · Druck S. 207–208, Sammel-PDF S. 466–467: H. ingrata, H. nitrata und H. ovina. · eingesehen 13.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 3
G. J. Krieglsteiner; A. Gminder; bei Band 2 außerdem W. Winterhoff · Druck S. 62–63, gp3-chunk001.pdf S. 63–64: Hygrocybe ingrata. · eingesehen 13.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Neohygrocybe ingrata · abgeglichen am 13.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Funga Nordica (2008) · Hygrocybe
- Die Großpilze Baden-Württembergs · Band 3
- Molecular phylogeny, morphology, pigment chemistry and ecology in Hygrophoraceae
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen1 Datenabgleich · Bildnachweise · Namensabgleich
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich