Sieb-Erdstern
Myriostoma coliforme
Die ausgewerteten taxonomischen Studien sichern keinen Speisewert. Keine Verzehrfreigabe; aus fehlenden Vergiftungsangaben wird keine Unbedenklichkeit abgeleitet.
Quellen zum Speisewert
Die ausgewerteten taxonomischen Studien sichern keinen Speisewert. Keine Verzehrfreigabe; aus fehlenden Vergiftungsangaben wird keine Unbedenklichkeit abgeleitet.
Ein Erdstern mit vielen Öffnungen: Die Sporenkugel erinnert an einen kleinen Streuer. Von unten zeigen sich meist mehrere kurze Stützstielchen. Ein ungewöhnlicher Fund, dessen Merkmale man am Standort sorgfältig dokumentieren sollte.

Sieb-Erdstern aus Hölle bei Illmitz, Österreich: zahlreiche Öffnungen der Sporenkugel; die äußeren Strahlen sind bereits stark gealtert.
Quellenbestimmung; keine unabhängige Untersuchung des abgebildeten Belegs.
Gerhard Koller · CC BY-SA 3.0 · Original

Zwei Fruchtkörper aus Monsanto bei Lissabon, Portugal: sternförmig aufgerissene Außenhülle und mehrporige Sporenkugeln. Andere Kollektion als das Hauptfoto.
Quellenbestimmung; keine unabhängige Untersuchung des abgebildeten Belegs.
valbonix · CC BY-SA 3.0 · Original
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Die äußere Hülle reißt sternförmig auf. Die italienische Untersuchung beschreibt ausgebreitete Fruchtkörper von 6–12 cm mit 7–10 Strahlen; alte Strahlen können nach unten eingeschlagen sein.
- Unterseite
Die innere Sporenkugel trägt zahlreiche flache Öffnungen. Die 2017 untersuchten Belege hatten meist 6–24; Anzahl und Erhaltung sind altersabhängig. Eine einzelne sichtbare Öffnung reicht zur Zuordnung nicht.
- Stiel & Basis
Meist verbinden mehrere kurze Stielchen die Sporenkugel mit dem äußeren Stern. Die italienische Studie dokumentiert auch einen abweichenden Fruchtkörper mit nur einem kräftigen Stiel: Die typische Mehrzahl ist kein ausnahmsloses Ausschlussmerkmal.
- Fleisch
Bei Reife wird die innere Sporenmasse braun und pulverig. Alte Fruchtkörper können stark beschädigt sein. Keine Geschmacksprobe zur Bestimmung.
- Sporenpulver
Annähernd kugelige Sporen mit netzartigem Ornament. Sousa und Mitarbeitende messen 6,1–8,0 µm einschließlich Ornament; italienische Belege erweitern den beobachteten Bereich. Messmethoden und Ornament müssen beim Vergleich berücksichtigt werden.
Öffnungen oben, Stützstielchen unten
Fotografiere die Oberseite und, ohne den Fund unnötig zu beschädigen, die seitliche Basis. Notiere den Standort. Bilder aus anderen Erdteilen können verwandte Myriostoma-Arten zeigen und sind nicht ohne Weiteres vergleichbar.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
More than one fungus in the pepper pot: Integrative taxonomy unmasks hidden species within Myriostoma coliforme
J. O. Sousa und Mitarbeitende · Artbehandlung M.coliforme, Bestimmungsschlüssel, Abb.5 und Epitypifizierung; Originaltext und Abbildung direkt geprüft · eingesehen 23.10.2026
New insights confirming the presence of Myriostoma coliforme in Italy
C. Perini und Mitarbeitende · Czech Mycology73(2):203–214; S.207 und209, Morphologie/Ökologie und abweichender Einzelstiel; Original-PDF gelesen · eingesehen 23.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Hut
Unterseite
Stiel & Basis
Fleisch
Eigene Beobachtung notieren Notiz vorhanden
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Lebensweise & Standort
Bodenbewohnender Saprobiont. Warme, trockene Gehölzstandorte, oft auf sandigem Boden. Saprobiont an warmen Gehölzstandorten. Italienische Belege stammen aus Laub- und Nadelgehölzen; eine Baumnachbarschaft ist kein Mykorrhizanachweis. Der dokumentierte deutsche Fund lag in einem Mischwald auf kalkhaltigem Dünensand.
Gehölze am Standort · Beispiele
- Laubbäume
- Nadelbäume
Quellen zum Lebensraum
Ökologie & Lebensraum
New insights confirming the presence of Myriostoma coliforme in Italy · Der Siebstern (Myriostoma coliforme) in der nördlichen Oberrheinebene
Die Symbole zeigen Gehölze dokumentierter Standorte. Sie belegen keine Mykorrhizapartnerschaft. Weitere Lebensräume sind möglich.
Icons: Blatt & NadelÄhnliche Arten.
verfügbar
Geastrum-Arten
Noch kein ArtporträtBei den üblichen Geastrum-Arten endet die intakte Sporenkugel in einer einzelnen Öffnung. Beim Siebstern sind viele reguläre Öffnungen zusammen mit meist mehreren Stützstielchen kennzeichnend. Altersrisse nicht als Öffnungen zählen; die dokumentierte Ausnahme eines einzigen kräftigen Stiels verhindert eine starre Ausschlussregel.
verfügbar
Myriostoma areolatum
Noch kein ArtporträtDie Revision beschreibt röhrig erhabene, deutlich umgrenzte Öffnungen statt der flachen Öffnungen von M. coliforme. Die Abgrenzung betrifft besonders außereuropäisches Material; Standort und weitere Merkmale mitprüfen.
Weitere Arten müssen bei der Bestimmung berücksichtigt werden. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Nicht jeder Siebstern weltweit gehört zu dieser Art
Die molekular gestützte Revision von 2017 trennte mehrere zuvor zusammengefasste Arten. Der europäische Artbegriff ist durch einen sequenzierten englischen Epitypus verankert. Ältere weltweite Verbreitungsangaben und Fotos müssen deshalb neu beurteilt werden.
Quellen
More than one fungus in the pepper pot: Integrative taxonomy unmasks hidden species within Myriostoma coliforme
J. O. Sousa und Mitarbeitende · Artbehandlung M.coliforme, Bestimmungsschlüssel, Abb.5 und Epitypifizierung; Originaltext und Abbildung direkt geprüft · eingesehen 23.10.2026
New insights confirming the presence of Myriostoma coliforme in Italy
C. Perini und Mitarbeitende · Czech Mycology73(2):203–214; S.207 und209, Morphologie/Ökologie und abweichender Einzelstiel; Original-PDF gelesen · eingesehen 23.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Ein typisches Merkmal kann ausnahmsweise fehlen
Die italienische Studie dokumentiert neben den üblichen mehreren Stützstielchen auch einen Fruchtkörper mit einem einzigen kräftigen Stiel. Deshalb immer die Kombination aus Sporenöffnungen, Oberfläche und Basis beurteilen; eine vereinfachte Merkmalsregel darf einen abweichenden Fund nicht allein ausschließen.
Quellen
New insights confirming the presence of Myriostoma coliforme in Italy
C. Perini und Mitarbeitende · Czech Mycology73(2):203–214; S.207 und209, Morphologie/Ökologie und abweichender Einzelstiel; Original-PDF gelesen · eingesehen 23.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
In Dünen zählt auch die Bodenbeschaffenheit
Der niederländische Atlas beschreibt die Art besonders aus kalkreichen Dünengebüschen. Dort können Entkalkung und dichter Graswuchs geeignete Stellen verändern. Das ergänzt die südlicheren Waldnachweise; es macht den Siebstern nicht zu einer ausschließlich in Dünen vorkommenden Art.
Quellen
NDFF Verspreidingsatlas · Peperbus
Nederlandse Mycologische Vereniging / Leo Jalink · Artkonto: Taxonomie/Nederlands, Ökologie; Leo Jalink2019 und getrennt gekennzeichnetes historisches Konto1995. Direkte Seite gelesen; keine ungeprüften Verbreitungsabwesenheiten übernommen. · eingesehen 23.10.2026
New insights confirming the presence of Myriostoma coliforme in Italy
C. Perini und Mitarbeitende · Czech Mycology73(2):203–214; S.207 und209, Morphologie/Ökologie und abweichender Einzelstiel; Original-PDF gelesen · eingesehen 23.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Myriostoma coliforme
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschSieb-Erdstern
Namensbeleg
Rote-Liste-Zentrum · Myriostoma coliforme · Abgerufen: 23.10.2026
Gespeicherter Originaldatensatz im Register; ausschließlich Namensbeleg.
NiederländischPeperbus
Namensbeleg
NDFF Verspreidingsatlas · Peperbus · Abgerufen: 23.10.2026
Taxonomie: Nederlands; Artkonto unmittelbar zu Myriostoma coliforme, direkt gelesen
Hier belegt: Peperbus.
SchwedischSålljordstjärna
Namensbeleg
Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · über GBIF · Dyntaxa. Svensk taxonomisk databas · CC0 1.0 · Abgerufen: 30.10.2026
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Französisch
- Spanisch
- Italienisch
- Rumänisch
- Dänisch
Weniger anzeigen
- Norwegisch
- Finnisch
- Polnisch
- Tschechisch
- Slowenisch
- Kroatisch
- Serbisch
- Ungarisch
- Russisch
- Chinesisch
- Japanisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 30.10.2026.
Fundmeldungen im Jahresverlauf.
Gemeldete Beobachtungen aus zehn Ländern, nach Beobachtungsmonat zusammengefasst. Die Balken zeigen Meldungen in dieser Auswahl – keine Häufigkeit der Art.
Einen Monat antippen, um die Zahl zu sehen.
2 Datensätze ohne auswertbaren Monat. Null bedeutet: keine passenden Meldungen im Snapshot. Es bedeutet nicht, dass die Art dort oder dann fehlt. Die Meldungen sind keine Vorhersage für einen Fundort.
Einordnung & Datengrundlage
Meldungen sind keine Prognose.
Beobachtungsaktivität, Meldeplattformen und Datenfreigaben unterscheiden sich stark. Fehlbestimmungen und doppelte Meldungen sind möglich. Dieser Ausschnitt erlaubt keinen Vergleich der tatsächlichen Häufigkeit zwischen Ländern und keine Vorhersage für einen Fundort.
Was wurde ausgewählt?
Beobachtungsjahre 2015–2025 · menschliche Beobachtungen · mit Koordinaten und ohne von GBIF markierten Geodatenfehler · Vorkommen als vorhanden gemeldet · CC0 oder CC BY. Stand 01.11.2026.
Exakte GBIF-AbfrageMonats- und Länderwerte ansehen
| Monat | Datensätze |
|---|---|
| Jan | 0 |
| Feb | 1 |
| Mär | 3 |
| Apr | 0 |
| Mai | 0 |
| Jun | 2 |
| Jul | 1 |
| Aug | 0 |
| Sep | 2 |
| Okt | 3 |
| Nov | 4 |
| Dez | 1 |
| Land | Datensätze |
|---|---|
| Deutschland | 2 |
| Österreich | 5 |
| Schweiz | 4 |
| Tschechien | 0 |
| Polen | 4 |
| Slowakei | 0 |
| Ungarn | 4 |
| Slowenien | 0 |
| Liechtenstein | 0 |
| Luxemburg | 0 |
Monatswerte sind über alle Länder zusammengefasst. Länderwerte sind über den gesamten Zeitraum zusammengefasst. Es handelt sich nicht um Monatswerte je Land.
Aggregierte Werte als CSV herunterladenHerkunft & Lizenzen · 6 beitragende Datensätze
Daten über GBIF.org. 3 Meldungen unter CC0 1.0, 16 unter CC BY 4.0. Die folgenden Herausgeber stellen die Quelldaten bereit. Zählung und Gruppierung: Mykolog.
- iNaturalist Research-grade Observations · 8 Datensätze
iNaturalist contributors, iNaturalist (2026). iNaturalist Research-grade Observations. iNaturalist.org. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/ab3s5x accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Swiss National Fungi Databank · 4 Datensätze
Gross A, Blaser S, Senn-Irlet B (2026). Swiss National Fungi Databank. Version 1.7. Swiss National Biodiversity Data and Information Centres – InfoSpecies. Occurrence dataset https://doi.org/10.16904/envidat.136 accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations · 3 Datensätze
Österreichische Mykologische Gesellschaft (2025). Österreichische Mykologische Gesellschaft - Austrian Mycological Society Observations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/npzg3v accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Protected Fungi of Poland. Distribution, Threats, Conservation Recommendations · 2 Datensätze
Polish Mycological Society (2023). Protected Fungi of Poland. Distribution, Threats, Conservation Recommendations. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/v7shjq accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ) · 1 Datensatz
Kujawa A (2022). Register of protected and endangered fungi of Poland (GREJ). Version 1.4. Polish Mycological Society. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/4a38vf accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI - NABU|naturgucker · 1 Datensatz
naturgucker.de. NABU|naturgucker. Occurrence dataset https://doi.org/10.15468/uc1apo accessed via GBIF.org on 2026-10-01. · DOI
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 23.10.2026 · Neues Literaturporträt
Ergebnis dieser Runde: Moderner europäischer Artbegriff; Maße einschließlich Ornament. Ausnahme eines Einzelstiels berücksichtigt; keine pauschale weltweite Verbreitung.
Umfang: Zwei Primärstudien, deutscher Fundbericht und Namensregister abgeglichen. Keine unabhängige menschliche Fachprüfung.
Erneut herangezogene Quellen
More than one fungus in the pepper pot: Integrative taxonomy unmasks hidden species within Myriostoma coliforme
J. O. Sousa und Mitarbeitende · Artbehandlung M.coliforme, Bestimmungsschlüssel, Abb.5 und Epitypifizierung; Originaltext und Abbildung direkt geprüft · eingesehen 23.10.2026
New insights confirming the presence of Myriostoma coliforme in Italy
C. Perini und Mitarbeitende · Czech Mycology73(2):203–214; S.207 und209, Morphologie/Ökologie und abweichender Einzelstiel; Original-PDF gelesen · eingesehen 23.10.2026
Der Siebstern (Myriostoma coliforme) in der nördlichen Oberrheinebene
Wulfard Winterhoff · Carolinea68:95–97; S.95, dokumentierter Fund bei Leimen-St.Ilgen2009; historische weltweite Verbreitung nicht übernommen · eingesehen 23.10.2026
Rote-Liste-Zentrum · Myriostoma coliforme
Rote-Liste-Zentrum · Lokaler Originaldatensatz im Register: Sieb-Erdstern; Taxon bisher ohne Porträt · eingesehen 23.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Myriostoma coliforme · abgeglichen am 23.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- More than one fungus in the pepper pot: Integrative taxonomy unmasks hidden species within Myriostoma coliforme
- New insights confirming the presence of Myriostoma coliforme in Italy
- Der Siebstern (Myriostoma coliforme) in der nördlichen Oberrheinebene
- NDFF Verspreidingsatlas · Peperbus
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen1 Datenabgleich · Bildnachweise · Namensabgleich
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich