Hirschbrauner Risspilz
Inocybe cervicolor
Giftverdacht (ÖMG: muscarinhaltig, Gruppenebene), kein eigener Nachweis für diese Art. Risspilze sind leicht mit Speisepilzen verwechselbar; nicht sammeln, nicht essen.
Einordnung & Quellen
Ausführliche Einordnung
Giftverdacht: Laut ÖMG-Liste giftig (Muscarin); in der DGfM-Giftpilzliste ist die Art selbst nicht aufgeführt. Dumpf erdiger Geruch und rötendes Fleisch ändern daran nichts. Die Einstufung stützt sich auf die ÖMG-Liste und die Gruppenzugehörigkeit; ein eigener Giftstoffnachweis für diese Art wird nicht behauptet. Nicht sammeln und nicht essen.
Ein Risspilz mit hirsch- bis tabakbraunem, in der Mitte sparrig beschupptem Hut und weinrötlich überlaufenem Stiel. Er wächst vor allem in kalkreichen Fichten- und Tannen-Fichtenwäldern, oft in Moospolstern.

Feldfotografie von Inocybe cervicolor (Hirschbrauner Risspilz), aufgenommen in CH. Lizenz: CC BY 4.0 (MichellePrice_CJBG).
Quellenbestimmung aus Feldfotografie; keine eigene Herbar- oder DNA-Untersuchung.

Feldfotografie von Inocybe cervicolor (Hirschbrauner Risspilz), aufgenommen in CH. Lizenz: CC BY 4.0 (MichellePrice_CJBG).
Quellenbestimmung aus Feldfotografie; keine eigene Herbar- oder DNA-Untersuchung.

Feldfotografie von Inocybe cervicolor (Hirschbrauner Risspilz), aufgenommen in NO. Lizenz: CC BY 4.0 (Siv Moen).
Quellenbestimmung aus Feldfotografie; keine eigene Herbar- oder DNA-Untersuchung.

Feldfotografie von Inocybe cervicolor (Hirschbrauner Risspilz), aufgenommen in NO. Lizenz: CC BY 4.0 (Kjersti Nerbråten Tjernshaugen).
Quellenbestimmung aus Feldfotografie; keine eigene Herbar- oder DNA-Untersuchung.
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
20–50 mm breit, jung kegelig-glockig, später gewölbt; dunkel hirsch- bis tabakbraun, in der Mitte mit abstehenden sparrigen Schüppchen, zum Rand anliegend faserig-schuppig.
- Unterseite
; jung hell graucremefarben, später rötlich- bis erdbraun, mit weißlich bewimperter Schneide.
- Stiel & Basis
30–100 × 2–7 mm, schlank zylindrisch, in tiefen Moospolstern stark verlängert; längsfaserig-flockig, abwärts weinrötlich bis rotbraun überlaufen.
- Fleisch
Weißlich, bei Verletzung weinrötlich anlaufend; Geruch kräftig dumpf erdig bis muffig, nicht süßlich-obstig.
- Sporenpulver
Erdbraun bis tabakbraun; Sporen 11–15 × 6,5–8,5 µm, glatt, langgestreckt ellipsoid; Cheilozystiden dünnwandig, ohne Kristallschopf.
Bestimmung im Merkmalsverbund sichern
Geruch prüfen: Der Hirschbraune Risspilz riecht dumpf erdig, der Duftende Risspilz süßlich-fruchtig. Der Blaufüßige Risspilz ist sofort an der blaugrünen Stielbasis zu erkennen.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 870)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Primärliteratur (S. 870). · eingesehen 31.10.2026
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 873)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Primärliteratur (S. 873). · eingesehen 31.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5: Ständerpilze: Blätterpilze III (S. 392)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Primärliteratur (S. 392). · eingesehen 31.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Hut
Unterseite
Stiel & Basis
Fleisch
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Lebensweise & Standort
Mykorrhiza – Symbiose mit Bäumen. Bei Fichten und Buchen. Mykorrhizapilz vorwiegend in kalk- und basenreichen Fichten- und Tannen-Fichtenwäldern, seltener in Buchenwäldern auf Kalkböden, oft in Moospolstern; Juli–Oktober.
Mykorrhizapartner · Beispiele
- Buchen
- Fichten
- Tannen
Quellen zum Lebensraum
Ökologie & Lebensraum
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 870) · Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 873) · Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5: Ständerpilze: Blätterpilze III (S. 392)
Die Auswahl ist keine vollständige Wirtsliste. Ein Fund neben einem Baum beweist allein keine Partnerschaft. Die Blattformen stehen beispielhaft für die beschriftete Baumgruppe.
Icons: Blatt & NadelÄhnliche Arten.
Gefährliche Verwechslungen
Sehr ähnlich im Habitus, im rötenden Fleisch und in den großen glatten Sporen, hat jedoch einen weniger sparrig-schuppigen Hut und riecht intensiv süßlich-fruchtig nach Birnen oder Geranien statt dumpf erdig-schimmelig.
Besitzt ebenfalls einen sparrig-schuppigen Hut, ist jedoch sofort an der kräftig blaugrünen Stielbasis zu erkennen.
Weitere Arten müssen bei der Bestimmung berücksichtigt werden. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Makroskopische Schlüsselmerkmale im Gelände
Sparriger Hut, weinrötlich überlaufener Stiel und rötendes Fleisch ergeben das Bild. Der dumpfe Geruch hilft bei der Abgrenzung vom Duftenden Risspilz, der ähnlich aussieht, aber fruchtig riecht.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 870)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Primärliteratur (S. 870). · eingesehen 31.10.2026
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 873)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Primärliteratur (S. 873). · eingesehen 31.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5: Ständerpilze: Blätterpilze III (S. 392)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Primärliteratur (S. 392). · eingesehen 31.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Mikroskopische Absicherung
Dickwandige Metuloid-Pleurozystiden fehlen; die dünnwandigen Cheilozystiden tragen keinen Kristallschopf. Das passt zur Untergattung Inosperma (Cervicolores).
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 870)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Primärliteratur (S. 870). · eingesehen 31.10.2026
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 873)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Primärliteratur (S. 873). · eingesehen 31.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5: Ständerpilze: Blätterpilze III (S. 392)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Primärliteratur (S. 392). · eingesehen 31.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Standort, Ökologie und Verbreitung
Die Art ist in den Kalkgebieten Mittel- und Nordeuropas (Alpen, Voralpenland, Schwäbische und Fränkische Alb) verbreitet. Im norddeutschen Tiefland ist sie sehr selten.
Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 870)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Primärliteratur (S. 870). · eingesehen 31.10.2026
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 873)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Primärliteratur (S. 873). · eingesehen 31.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5: Ständerpilze: Blätterpilze III (S. 392)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Primärliteratur (S. 392). · eingesehen 31.10.2026
Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe cervicolor (Hirschbrauner Risspilz)
Rote-Liste-Zentrum (BfN) / Dämmrich et al. · Deutscher Artname (Hirschbrauner Risspilz), Autorkürzel (Inocybe cervicolor (Pers.) Quél.) und Rote-Liste-Status. · eingesehen 31.10.2026
GBIF Backbone Taxonomy & Occurrence API – Inocybe cervicolor (usageKey 2527883)
GBIF Secretariat · Taxonomischer Abgleich (matchType: EXACT, status: SYNONYM) und DACH-Fundmeldungen (gesamt: 215; DE: 9, AT: 50, CH: 156). · eingesehen 31.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Inocybe cervicolor
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschHirschbrauner Risspilz
Namensbeleg
Rote-Liste-Zentrum · Inocybe cervicolor · Abgerufen: 31.10.2026
Deutscher Name im Registereintrag der Rote-Liste-Zentrum-Checkliste: Hirschbrauner Risspilz.
Hier belegt: Hirschbrauner Risspilz.
TschechischVláknice jelení
Namensbeleg
Česká mykologická společnost · Myko atlas · Abgerufen: 01.11.2026
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Englisch
- Niederländisch
- Französisch
- Spanisch
- Italienisch
Weniger anzeigen
- Rumänisch
- Dänisch
- Norwegisch
- Schwedisch
- Finnisch
- Polnisch
- Slowenisch
- Kroatisch
- Serbisch
- Ungarisch
- Russisch
- Chinesisch
- Japanisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 01.11.2026.
Warum hier keine Kurve steht.
Der Name wird in der aktuellen GBIF-Namensprüfung als Synonym von „Inosperma cervicolor“ geführt. Fundmeldungen sind teils unter dem älteren, teils unter dem aktuellen Namen verbucht; ohne Belegprüfung der Artabgrenzung wird keine Fundkurve dargestellt.
Das bedeutet weder null Fundmeldungen noch fehlendes Vorkommen.
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 31.10.2026 · Neues Literaturporträt
Ergebnis dieser Runde: In Funga Nordica, GPBW Band 5 und dem Rote-Liste-Zentrum als Inocybe cervicolor (Pers.) Quél. geführt; molekularphylogenetisch heute oft als Inosperma cervicolor abgetrennt.
Umfang: Primärliteratur, Rote-Liste-Zentrum, GBIF sowie DGfM-/ÖMG-Listen direkt geprüft und verifiziert.
Erneut herangezogene Quellen
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 870)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Primärliteratur (S. 870). · eingesehen 31.10.2026
Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera (S. 873)
Knudsen, H. & Vesterholt, J. (eds.) · Primärliteratur (S. 873). · eingesehen 31.10.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5: Ständerpilze: Blätterpilze III (S. 392)
Krieglsteiner, G. J. & Gminder, A. (Hrsg.) · Primärliteratur (S. 392). · eingesehen 31.10.2026
Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe cervicolor (Hirschbrauner Risspilz)
Rote-Liste-Zentrum (BfN) / Dämmrich et al. · Deutscher Artname (Hirschbrauner Risspilz), Autorkürzel (Inocybe cervicolor (Pers.) Quél.) und Rote-Liste-Status. · eingesehen 31.10.2026
GBIF Backbone Taxonomy & Occurrence API – Inocybe cervicolor (usageKey 2527883)
GBIF Secretariat · Taxonomischer Abgleich (matchType: EXACT, status: SYNONYM) und DACH-Fundmeldungen (gesamt: 215; DE: 9, AT: 50, CH: 156). · eingesehen 31.10.2026
Speisepilzliste / Bewertung des Speisewerts von Pilzen in Österreich – Inocybe cervicolor
Österreichische Mykologische Gesellschaft (ÖMG) · ÖMG-Einstufung: 'giftig (Muscarin)'. · eingesehen 31.10.2026
Feldfotografie von Inocybe cervicolor (main, GBIF occurrence 3985957249)
MichellePrice_CJBG · Lizenz: CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/); 1920×1440 px. · eingesehen 31.10.2026
Feldfotografie von Inocybe cervicolor (gallery, GBIF occurrence 3985957249)
MichellePrice_CJBG · Lizenz: CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/); 1920×1440 px. · eingesehen 31.10.2026
Feldfotografie von Inocybe cervicolor (gallery, GBIF occurrence 6495211486)
Siv Moen · Lizenz: CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/); 1024×768 px. · eingesehen 31.10.2026
Feldfotografie von Inocybe cervicolor (gallery, GBIF occurrence 6509526615)
Kjersti Nerbråten Tjernshaugen · Lizenz: CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/); 1600×900 px. · eingesehen 31.10.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Inocybe cervicolor · abgeglichen am 31.10.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Funga Nordica: Agaricoid, boletoid and cyphelloid genera
Seiten: S. 870 · S. 873
- Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 5: Ständerpilze: Blätterpilze III
Seite: S. 392
- Speisepilzliste / Bewertung des Speisewerts von Pilzen in Österreich – Inocybe cervicolor
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen5 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Inocybe cervicolor (Hirschbrauner Risspilz)
- GBIF Backbone Taxonomy & Occurrence API – Inocybe cervicolor (usageKey 2527883)
- Feldfotografie von Inocybe cervicolor (main, GBIF occurrence 3985957249)
Fundstelle: Feldfotografie von Inocybe cervicolor (gallery, GBIF occurrence 3985957249)
- Feldfotografie von Inocybe cervicolor (gallery, GBIF occurrence 6495211486)
- Feldfotografie von Inocybe cervicolor (gallery, GBIF occurrence 6509526615)
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich
Wie wir recherchieren und prüfen
Die Literatur hinter der Gattung.
3 erschlossene Quellen mit Bezug zu Inocybe. Ein Gattungsbezug bedeutet nicht, dass jede Quelle diese einzelne Art behandelt.
Monografien und Studien zu Inocybe