Kirschbaum-Kraterpilz
Craterocolla cerasi
Ungenießbar ohne Speisewert; weder in der DGfM-Positivliste noch in der ÖMG-Liste als Speisepilz geführt. Nicht zum Verzehr sammeln.
Quellen zum Speisewert
Weder in der DGfM-Positivliste noch in der ÖMG-Liste als Speisepilz geführt und ohne Speisewert. Wegen Verwechslungsgefahr mit ähnlichen Arten nicht sammeln.
Kirschbaum-Kraterpilz ist ein holzzersetzer mit charakteristischem Standort (an morschem laubholz). Im Gelände erfordert die sichere Trennung von Fleischroter Gallertbecher den genauen Blick auf Fruchtschicht, Stiel und Sporenmaße.

Fruchtkörper von Craterocolla cerasi am natürlichen Standort mit arttypischer Hutform und Färbung.
Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.

Detailansicht von Craterocolla cerasi (Kirschbaum-Kraterpilz) mit Blick auf Stiel, Hutrand und Fruchtschicht.
Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.

Aufsicht auf die Hutoberfläche und Farbzonierung von Craterocolla cerasi (Kirschbaum-Kraterpilz) am Fundort.
Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.
Elena A. Kizilova (Елена А. Кизилова) · CC BY 4.0 · Original

Typische Wuchsform und Substratbindung von Craterocolla cerasi (Kirschbaum-Kraterpilz) im natürlichen Lebensraum.
Recherchiertes Feldfoto aus GBIF/iNaturalist (Research Grade); keine unabhängige Herbar- oder Sequenzprüfung durch die Redaktion.
Form · Oberfläche · Aufbau
Merkmale erkennen.
- Hut
Zweistufig: Zuerst erscheinen in dichten Reihen 1 bis 4 mm breite, krug- bis kraterförmige, blass rosa bis fleischrötliche Pyknidien.
- Unterseite
Fruchtschicht der Hauptfruchtform überzieht die glatte bis wellig-gekröseartige Oberfläche der gallertigen Polster.
- Stiel & Basis
Stiel fehlend; die kraterförmigen Vorstufen und gallertigen Polster brechen direkt aus den Lentizellen und Rindenrissen der Kirschrinde hervor.
- Fleisch
Feucht weich- bis zähgallertig, trocken zu einer unscheinbaren, dunkel rotbraunen, hornartigen Kruste zusammenschrumpfend; Geruch und Geschmack unbedeutend.
- Sporenpulver
weiß; Sporen 8–12 × 3,5–5 µm, zylindrisch bis würstchenförmig gekrümmt (allantoid), glatt, hyalin; Basidien längs- bis kreuzweise septiert, kugelig-eiförmig.
Bestimmung im Merkmalsverbund sichern
Am Fundort auf Substrat und Begleitbäume achten sowie Hutoberfläche, Fruchtschicht und Stielbasis in verschiedenen Altersstadien dokumentieren.
Einzelmerkmale gemeinsam betrachten. Nicht sichtbare Eigenschaften bleiben zunächst offen.
Quellen
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 793)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 793. · eingesehen 02.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 1 (S. 92)
Krieglsteiner, G. J. (Hrsg.) · Gedruckte S. 92. · eingesehen 02.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 1 (S. 620)
Krieglsteiner, G. J. (Hrsg.) · Gedruckte S. 620. · eingesehen 02.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Quellen zu den Merkmalen
Hut
Unterseite
Stiel & Basis
Fleisch
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Merkliste & SicherungStandort · Substrat · Beziehungen
Lebensraum verstehen.
Holzzersetzer. An morschem Laubholz. Saprobiontisch aus Rissen der glatten Rinde abgestorbener, stehender oder frisch gefallener Stämme und starker Äste von Vogel-Kirsche, selten Pflaume oder Schlehe auf Wiesen, Weiden und in Parks.
Quellen zum Lebensraum
Ähnliche Arten.
Schlauchpilz an Laubholz (meist Buche und Eiche), bildet flach schalenförmige, violettrosa Becher und keulige Konidienlager, jedoch niemals kleine kraterförmige Pyknidien an Kirschrinde.
Weitere Arten müssen bei der Bestimmung berücksichtigt werden. Vergleichstexte sind eigenständige Literaturzusammenfassungen; eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Genau hinsehen, besser einordnen.
Makroskopische Schlüsselmerkmale im Gelände
Für die makroskopische Ansprache im Gelände sind die Ausprägung des Hutes, die Färbung der Fruchtschicht im Reifeverlauf sowie die Beschaffenheit des Stiels entscheidend. Erst das Zusammenspiel dieser Merkmale erlaubt eine zuverlässige Abgrenzung gegenüber Fleischroter Gallertbecher.
Quellen
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 793)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 793. · eingesehen 02.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 1 (S. 92)
Krieglsteiner, G. J. (Hrsg.) · Gedruckte S. 92. · eingesehen 02.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 1 (S. 620)
Krieglsteiner, G. J. (Hrsg.) · Gedruckte S. 620. · eingesehen 02.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Mikroskopische Absicherung
Zur sicheren mikroskopischen Bestimmung dienen neben der Sporenform und dem Sporenornament vor allem die Elemente der Fruchtschicht und Huthaut: Sporen 8–12 × 3,5–5 µm, zylindrisch bis würstchenförmig gekrümmt (allantoid), glatt, hyalin.
Quellen
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 793)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 793. · eingesehen 02.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 1 (S. 92)
Krieglsteiner, G. J. (Hrsg.) · Gedruckte S. 92. · eingesehen 02.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 1 (S. 620)
Krieglsteiner, G. J. (Hrsg.) · Gedruckte S. 620. · eingesehen 02.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Standort, Ökologie und Verbreitung
Ökologisch und biogeografisch zeigt die Art ein klares Profil: In Mittel- und Westeuropa im Verbreitungsgebiet der Vogel-Kirsche zerstreut bis selten; in der Roten Liste Deutschlands als ungefährdet (*) geführt. Die Fruchtkörper erscheinen überwiegend im Zeitraum Oktober bis Mai.
Quellen
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 793)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 793. · eingesehen 02.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 1 (S. 92)
Krieglsteiner, G. J. (Hrsg.) · Gedruckte S. 92. · eingesehen 02.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 1 (S. 620)
Krieglsteiner, G. J. (Hrsg.) · Gedruckte S. 620. · eingesehen 02.11.2026
Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Craterocolla cerasi (Kirschbaum-Kraterpilz)
Rote-Liste-Zentrum (BfN) / Dämmrich et al. · Artsteckbrief Craterocolla cerasi (Kirschbaum-Kraterpilz), Rote Liste Großpilze Deutschlands. · eingesehen 02.11.2026
GBIF Backbone Taxonomy – Craterocolla cerasi (usageKey 2522042)
GBIF Secretariat · Artprofil und Taxonomie-Abgleich für Craterocolla cerasi (usageKey 2522042). · eingesehen 02.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Namen & Sprachen.
Bezugsart: Craterocolla cerasi
Sprache öffnen, um die Belege zu sehen
DeutschKirschbaum-KraterpilzKirsch-DrüslingKirschbaum-Gallertpilz
Namensbeleg
Rote-Liste-Zentrum · Großpilze Deutschlands (2016) · Abgerufen: 02.11.2026
Artsteckbrief Craterocolla cerasi (Kirschbaum-Kraterpilz), Rote Liste Großpilze Deutschlands.
Noch ohne geprüften Namensbeleg
- Englisch
- Niederländisch
- Französisch
- Spanisch
- Italienisch
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- Rumänisch
- Dänisch
- Norwegisch
- Schwedisch
- Finnisch
- Polnisch
- Tschechisch
- Slowenisch
- Kroatisch
- Serbisch
- Ungarisch
- Russisch
- Chinesisch
- Japanisch
Volksnamen können mehrere Arten bezeichnen. Die Reihenfolge bewertet nicht ihre Häufigkeit. Namensabgleich: 02.11.2026.
Warum hier keine Kurve steht.
In GBIF ist „Craterocolla cerasi“ ein Synonym des akzeptierten Taxons Ditangium cerasi. Ohne Belegprüfung der Artabgrenzung werden die Meldungen des akzeptierten Namens nicht als Fundkurve dieser Art dargestellt.
Das bedeutet weder null Fundmeldungen noch fehlendes Vorkommen.
Quellen & Prüfstand.
Prüfstand: Anhand der angegebenen Quellen geprüft · Quellenstand 31.10.2026.
Zum Lernen und Vergleichen. Keine unabhängige mykologische Fachprüfung; keine Verzehrfreigabe. Alle Angaben ohne Gewähr.
Quellenabgleich · 02.11.2026 · Neues Literaturporträt
Ergebnis dieser Runde: Aus den angegebenen Quellen zusammengestellt; keine unabhängige Fachfreigabe.
Umfang: Artmerkmale, Lebensraum, Verwechslungen und Speisewert nach den angegebenen Quellen.
Erneut herangezogene Quellen
Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition) (S. 793)
Læssøe, T. & Petersen, J. H. · Gedruckte S. 793. · eingesehen 02.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 1 (S. 92)
Krieglsteiner, G. J. (Hrsg.) · Gedruckte S. 92. · eingesehen 02.11.2026
Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 1 (S. 620)
Krieglsteiner, G. J. (Hrsg.) · Gedruckte S. 620. · eingesehen 02.11.2026
Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Craterocolla cerasi (Kirschbaum-Kraterpilz)
Rote-Liste-Zentrum (BfN) / Dämmrich et al. · Artsteckbrief Craterocolla cerasi (Kirschbaum-Kraterpilz), Rote Liste Großpilze Deutschlands. · eingesehen 02.11.2026
GBIF Backbone Taxonomy – Craterocolla cerasi (usageKey 2522042)
GBIF Secretariat · Artprofil und Taxonomie-Abgleich für Craterocolla cerasi (usageKey 2522042). · eingesehen 02.11.2026
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
Prüfung der damaligen Ausgabe · Prüfprotokoll herunterladen (JSON, alle Porträts, ca. 5,5 MB)
Speisewert: Quellenstand & Prüfhinweise
Angabe zur Art, keine Bestimmung oder Verzehrfreigabe eines Fundes.
Quellenname: Craterocolla cerasi · abgeglichen am 02.11.2026. Ein Artname im weiteren Sinn (s. l.) gilt nicht automatisch für jede später abgetrennte Art.
Eigenständige Literaturzusammenfassung. Eine unabhängige Fachprüfung liegt nicht vor.
- Fungi of Temperate Europe: Keys (Mycokey English edition)
Seite: S. 793
- Die Großpilze Baden-Württembergs, Band 1
Seiten: S. 92 · S. 620
Weitere Nachweise anzeigenWeitere Nachweise einklappen2 Datenabgleiche · Bildnachweise · Namensabgleich
Datenabgleich
Namens- und Registerabgleiche mit GBIF und dem Rote-Liste-Zentrum. Sie belegen Namen und Zuordnung, keine Merkmale.
- Rote Liste und Gesamtartenliste der Großpilze Deutschlands – Craterocolla cerasi (Kirschbaum-Kraterpilz)
- GBIF Backbone Taxonomy – Craterocolla cerasi (usageKey 2522042)
- Fotografien
- Taxonomischer Namensabgleich