{"asOf":"2026-11-03","scope":"Gezielte Literaturauswahl; unabhängiger Fachreview ausstehend.","compounds":[{"id":"muscimol","name":"Muscimol","category":"Neuroaktive Isoxazole","target":"GABA-A-Rezeptoren","syndrome":"Pantherina-Syndrom","species":["amanita-muscaria","amanita-pantherina","amanita-regalis"],"occurrenceRefs":["dgfm-syndromes"],"summary":"Verändert die hemmende Signalübertragung im Gehirn. Pharmakologische Wirkung, subjektives Erleben und medizinischer Nutzen sind unterschiedliche Fragen.","latency":"Beim Pilzsyndrom oft innerhalb von 15 Minuten bis 4 Stunden.","latencyRefs":["dgfm-syndromes"],"sections":[{"title":"Was am Rezeptor geschieht","text":"Muscimol aktiviert GABA-A-Rezeptoren: Es wirkt als Agonist, also als Stoff, der einen Rezeptor einschaltet. GABA ist ein wichtiger hemmender Botenstoff im Gehirn. Ein Eingriff in dieses System kann Wahrnehmung, Koordination und Bewusstsein verändern. Aus der Bezeichnung „hemmend“ lässt sich weder eine gleichmäßig beruhigende Wirkung noch ein therapeutischer Nutzen ableiten. Das klinische Pilzsyndrom umfasst auch Erregung und Verwirrtheit.","sourceRefs":["heiss-2019","bfr-muscimol-2025"]},{"title":"Medizinische Forschung: was tatsächlich untersucht wurde","text":"Heiss und Kollegen untersuchten drei Erwachsene mit therapieresistenter Epilepsie in einer Phase-1-Studie. Reines Muscimol wurde direkt in den Anfallsherd im Gehirn infundiert. Bei einer Person nahm die Anfallshäufigkeit während der Infusion ab; insgesamt bestätigte die Studie eine wirksame Anfallsunterdrückung nicht. Diese kleine Untersuchung eröffnet Forschungsfragen. Sie prüft weder getrocknete Pilze noch eine Einnahme über den Mund.","sourceRefs":["heiss-2019"]},{"title":"Selbstanwendung ernst nehmen und richtig einordnen","text":"Ordak und Kollegen werteten Online-Berichte über Fliegenpilzkonsum aus. Genannt wurden unter anderem Schlaf, Stress und Schmerzen; auch getrocknete Pilze und unerwünschte Wirkungen kamen vor. Solche Berichte dokumentieren Motive und Erfahrungen. Ohne kontrollierten Vergleich, gesicherte Zusammensetzung und systematische Nachbeobachtung lässt sich daraus keine verlässliche Wirksamkeit oder Sicherheit einer Behandlung ableiten.","sourceRefs":["ordak-2023"]},{"title":"Was für das Risiko offenbleibt","text":"Pilzmaterial enthält mehrere Stoffe in wechselnden Mengen. Daher ist ein Vergiftungsbericht über Fliegenpilze kein Versuch mit einer bekannten Dosis reinem Muscimol. Die FDA-Bewertung fand keine ausreichende Grundlage für eine sichere Verwendung als Lebensmittelzutat. Das ist eine Bewertung dieser Verwendung, keine Aussage, dass Forschung an medizinischen Anwendungen sinnlos wäre.","sourceRefs":["fda-amanita-2024"]},{"title":"Das Studienziel mitlesen","text":"Die kleine Phase-1-Untersuchung konnte die räumliche Verteilung der infundierten Flüssigkeit im MRT nicht ausreichend verfolgen. Damit bleibt neben der geringen Teilnehmerzahl auch unklar, wie vollständig das Zielgewebe erreicht wurde. Die Autoren empfahlen für weitere Versuche einen geeigneten Begleit-Tracer.","sourceRefs":["heiss-2019"]}],"related":["ibotensaeure","muscarin"],"review219":{"date":"2026-10-10","scope":"Redaktioneller Abgleich zentraler Aussagen und gezielte Ergänzung anhand ausgewiesener Primärquellen; kein vollständiger systematischer Review oder unabhängiges toxikologisches Gutachten."},"chemistry":{"id":"muscimol","cid":4266,"formula":"C4H6N2O2","molecularWeight":"114.10","smiles":"C1=C(ONC1=O)CN","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/4266","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/4266/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/4266/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-01","image":"/assets/chemistry/muscimol.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":4266,"MolecularFormula":"C4H6N2O2","MolecularWeight":"114.10","ConnectivitySMILES":"C1=C(ONC1=O)CN"}]}}}},{"id":"ibotensaeure","name":"Ibotensäure","category":"Neuroaktive Isoxazole","target":"Glutamat-Rezeptoren","syndrome":"Pantherina-Syndrom","species":["amanita-muscaria","amanita-pantherina","amanita-regalis"],"occurrenceRefs":["dgfm-syndromes"],"summary":"Eine neuroaktive Aminosäure, aus der durch Abspaltung von Kohlendioxid Muscimol entstehen kann. Beide Stoffe besitzen unterschiedliche pharmakologische Eigenschaften.","latency":"Zeitangaben beziehen sich auf das Pilzsyndrom, nicht auf den isolierten Stoff.","latencyRefs":["dgfm-syndromes"],"sections":[{"title":"Zwei Stoffe, verschiedene Angriffspunkte","text":"Ibotensäure wirkt an Glutamat-Rezeptoren, darunter NMDA-Rezeptoren. Glutamat vermittelt im Nervensystem überwiegend erregende Signale. Muscimol greift dagegen am GABA-System an. Die Umwandlung der Ibotensäure ist deshalb ein Wechsel des Wirkstoffprofils und nicht bloß das Verschwinden eines Giftes.","sourceRefs":["pubchem-ibotensaeure","pubchem-muscimol"]},{"title":"Was Trocknung verändert","text":"Eine analytische Untersuchung von Tsunoda und Kollegen fand bei den untersuchten Trocknungsverfahren weniger Ibotensäure und mehr Muscimol. Die chemische Umwandlung heißt Decarboxylierung. Ihre Bedeutung hängt vom Ausgangsmaterial und den Bedingungen ab. Der Nachweis einer Stoffumwandlung belegt weder eine einheitliche Endkonzentration noch die Sicherheit eines späteren Verzehrs.","sourceRefs":["tsunoda-processing-1993"]},{"title":"Pilzgewicht ist keine Wirkstoffmessung","text":"Eine weitere Arbeit derselben Gruppe untersuchte verschiedene Fruchtkörperteile und Entwicklungsstadien. Die Gehalte waren nicht gleichmäßig verteilt; zudem bestanden Unterschiede zwischen Exemplaren. Eine Größenangabe oder das Gewicht eines Pilzes ersetzt daher keine Analyse. Auch Frisch- und Trockengewicht sind unterschiedliche Bezugsgrößen.","sourceRefs":["tsunoda-variation-1993"]},{"title":"Die Dosis gehört in den Zusammenhang","text":"Für eine Dosis-Wirkungs-Beziehung müssen Stoff, Menge und Aufnahmeweg bekannt sein. Bei Pilzmaterial kommen Gemische und schwankende Gehalte hinzu. Die hier ausgewerteten analytischen Studien messen chemische Veränderungen. Sie untersuchen keine langfristige Behandlung von Menschen mit getrockneten Fliegenpilzen. Diese Grenze ist Teil der Aussage, nicht ein fehlendes Detail.","sourceRefs":["tsunoda-processing-1993","tsunoda-variation-1993"]},{"title":"Eine Stoffbilanz ist keine Mengenprognose","text":"Die vereinfachte Reaktionszeichnung zeigt den Verlust von Kohlendioxid bei der Bildung von Muscimol. Sie gibt keine Geschwindigkeit und keine Ausbeute an. Für die tatsächliche Zusammensetzung bleiben Materialzustand und Verfahrensbedingungen entscheidend; die analytische Arbeit ist keine klinische Sicherheitsprüfung.","sourceRefs":["tsunoda-processing-1993"]}],"related":["muscimol"],"review219":{"date":"2026-10-10","scope":"Redaktioneller Abgleich zentraler Aussagen und gezielte Ergänzung anhand ausgewiesener Primärquellen; kein vollständiger systematischer Review oder unabhängiges toxikologisches Gutachten."},"chemistry":{"id":"ibotensaeure","cid":1233,"formula":"C5H6N2O4","molecularWeight":"158.11","smiles":"C1=C(ONC1=O)C(C(=O)O)N","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/1233","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/1233/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/1233/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-01","image":"/assets/chemistry/ibotensaeure.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":1233,"MolecularFormula":"C5H6N2O4","MolecularWeight":"158.11","ConnectivitySMILES":"C1=C(ONC1=O)C(C(=O)O)N"}]}}}},{"id":"muscarin","name":"Muscarin","category":"Cholinerg wirksames Alkaloid","target":"Muscarinische Acetylcholin-Rezeptoren","syndrome":"Muscarin-Syndrom","species":["inosperma-erubescens","pseudosperma-rimosum","inocybe-geophylla","clitocybe-rivulosa","clitocybe-phyllophila","mycena-pura","mycena-rosea"],"occurrenceRefs":["dgfm-syndromes","dgfm-poison-2026","fn14-clitocybe-phyllophila"],"summary":"Aktiviert Rezeptoren des vegetativen Nervensystems. Trotz des ähnlichen Namens ist Muscarin etwas anderes als Muscimol.","latency":"Häufig 15 Minuten bis 2 Stunden; in einer Fallserie auch später.","latencyRefs":["lurie-2009"],"sections":[{"title":"Warum Speichel, Schweiß und Kreislauf zusammenhängen","text":"Muscarin aktiviert muscarinische Acetylcholin-Rezeptoren. Diese sind an der Regulation von Drüsen und Organen beteiligt. Typisch sind deshalb vermehrter Speichel- und Tränenfluss, Schwitzen und Magen-Darm-Beschwerden; auch Puls und Blutdruck können sich verändern. „Cholinerg“ bezeichnet diesen Bezug zum Botenstoff Acetylcholin.","sourceRefs":["pubchem-muscarin","lurie-2009"]},{"title":"Was eine klinische Fallserie zeigt","text":"Lurie und Kollegen beschrieben 14 behandelte Personen nach Risspilzmahlzeiten. Die Pilzreste wurden mykologisch bestimmt. Die Beschwerden begannen meist nach 15 Minuten bis zwei Stunden, einmal erst nach fünf Stunden. Alle Betroffenen erholten sich unter Behandlung. Das beschreibt diesen versorgten Personenkreis und begründet weder eine allgemeine Entwarnung noch eine genaue Risikoprognose.","sourceRefs":["lurie-2009"]},{"title":"Ein irreführend ähnlicher Name","text":"Im Fliegenpilz kommt Muscarin nur in Spuren vor; seine zentrale Giftwirkung wird vor allem Ibotensäure und Muscimol zugeschrieben. Ein Name ist kein verlässlicher Hinweis auf den entscheidenden Inhaltsstoff. Auch ähnliche Beschwerden können durch unterschiedliche Mechanismen entstehen.","sourceRefs":["bfr-muscimol-2025"]},{"title":"Artbestimmung stärkt die Fallserie","text":"In der Fallserie wurden Pilzreste durch einen Mykologen bestimmt. Genannt sind die historischen Namen Inocybe fastigiata, I. geophylla und I. patouillardii. Das ist methodisch stärker als eine bloße Vermutung anhand der Beschwerden, ersetzt aber keine repräsentative Erhebung aller Muscarinvergiftungen.","sourceRefs":["lurie-2009"]}],"related":["muscimol"],"review219":{"date":"2026-10-10","scope":"Redaktioneller Abgleich zentraler Aussagen und gezielte Ergänzung anhand ausgewiesener Primärquellen; kein vollständiger systematischer Review oder unabhängiges toxikologisches Gutachten."},"chemistry":{"id":"muscarin","cid":9308,"formula":"C9H20NO2+","molecularWeight":"174.26","smiles":"CC1C(CC(O1)C[N+](C)(C)C)O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/9308","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/9308/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/9308/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-01","image":"/assets/chemistry/muscarin.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":9308,"MolecularFormula":"C9H20NO2+","MolecularWeight":"174.26","ConnectivitySMILES":"CC1C(CC(O1)C[N+](C)(C)C)O"}]}}}},{"id":"alpha-amanitin","name":"α-Amanitin","category":"Amatoxine · zyklisches Peptid","target":"RNA-Polymerase II","syndrome":"Amatoxin-Syndrom","species":["amanita-phalloides","amanita-virosa","galerina-marginata","lepiota-brunneoincarnata"],"occurrenceRefs":["dgfm-syndromes","lepiota-amatoxins-2022"],"summary":"Ein besonders gut untersuchtes Amatoxin. Es hemmt die Abschrift von Erbinformation und kann lebenswichtige Zellfunktionen beeinträchtigen.","latency":"Beschwerden oft erst nach vielen Stunden; die DGfM nennt meist 8–12 Stunden.","latencyRefs":["dgfm-syndromes"],"sections":[{"title":"Vom Molekül zur Zellschädigung","text":"Die RNA-Polymerase II stellt aus einer DNA-Vorlage RNA her. α-Amanitin bindet an dieses Enzym und hemmt den Transkriptionsprozess. Eine Röntgenstruktur des Hefe-Enzyms mit gebundenem Toxin machte den Angriffspunkt sichtbar. Das erklärt einen molekularen Mechanismus; eine Strukturstudie allein sagt noch nichts über den Verlauf einer einzelnen Vergiftung aus.","sourceRefs":["bushnell-2002"]},{"title":"Warum eine symptomarme Phase täuschen kann","text":"Amatoxinhaltige Pilze können zunächst heftige Magen-Darm-Beschwerden und später schwere Leberschäden verursachen. Eine zwischenzeitliche Besserung schließt fortschreitende Organschädigung nicht aus. Die zeitliche Verzögerung gehört zum Vergiftungsbild. Auch kleine verzehrte Mengen können medizinisch bedeutsam sein.","sourceRefs":["dgfm-syndromes","helsenorge-poisons"]},{"title":"Ein Vertreter einer Stoffgruppe","text":"Die Formel auf dieser Seite gehört zu α-Amanitin. Ein molekularer Datensatz beschreibt eine bestimmte chemische Verbindung. Er bezeichnet weder alle Inhaltsstoffe eines Pilzes noch die Zusammensetzung einer Mahlzeit. Für einen chemischen Vergleich ist deshalb die genaue Stoffidentität entscheidend.","sourceRefs":["pubchem-alpha-amanitin"]},{"title":"Gewebe und Probe mit angeben","text":"Eine HPLC-Studie an sechs Grünen Knollenblätterpilzen bestimmte mehrere Amatoxine und Phallotoxine in verschiedenen Geweben. Das verdeutlicht, warum ein Zahlenwert ohne Probenart und Bezugsgröße wenig aussagt. Diese regionale Stichprobe ist keine feste Giftgehaltstabelle für die gesamte Art.","sourceRefs":["tx219-kaya"]}],"related":[],"review219":{"date":"2026-10-10","scope":"Redaktioneller Abgleich zentraler Aussagen und gezielte Ergänzung anhand ausgewiesener Primärquellen; kein vollständiger systematischer Review oder unabhängiges toxikologisches Gutachten."},"chemistry":{"id":"alpha-amanitin","cid":9543442,"formula":"C39H54N10O14S","molecularWeight":"919.0","smiles":"CCC(C)C1C(=O)NCC(=O)NC2CS(=O)C3=C(CC(C(=O)NCC(=O)N1)NC(=O)C(NC(=O)C4CC(CN4C(=O)C(NC2=O)CC(=O)N)O)C(C)C(CO)O)C5=C(N3)C=C(C=C5)O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/9543442","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/name/alpha-amanitin/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/9543442/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-01","image":"/assets/chemistry/alpha-amanitin.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":9543442,"MolecularFormula":"C39H54N10O14S","MolecularWeight":"919.0","ConnectivitySMILES":"CCC(C)C1C(=O)NCC(=O)NC2CS(=O)C3=C(CC(C(=O)NCC(=O)N1)NC(=O)C(NC(=O)C4CC(CN4C(=O)C(NC2=O)CC(=O)N)O)C(C)C(CO)O)C5=C(N3)C=C(C=C5)O"}]}}}},{"id":"orellanin","name":"Orellanin","category":"Bipyridin-N-oxid","target":"Nierengewebe","syndrome":"Orellanus-Syndrom","species":["cortinarius-rubellus","cortinarius-orellanus"],"occurrenceRefs":["dgfm-syndromes"],"summary":"Ein nierenschädigender Stoff bestimmter Rauköpfe. Der lange Abstand zwischen Mahlzeit und Beschwerden erschwert die Zuordnung.","latency":"Beschwerden können erst nach Tagen bis zu drei Wochen auftreten.","latencyRefs":["dgfm-syndromes"],"sections":[{"title":"Die Niere als besonders empfindliches Organ","text":"Bei Orellaninvergiftungen steht die Schädigung der Nierenkanälchen im Vordergrund. Im Gewebe können entzündliche Veränderungen entstehen. Dass zunächst wenig zu spüren ist, bedeutet deshalb nicht, dass die Niere unbeeinträchtigt bleibt. Das klinische Zeitfenster unterscheidet sich deutlich von einer rasch einsetzenden Magenverstimmung.","sourceRefs":["orellanine-cohort-2017"]},{"title":"Was Langzeitdaten beitragen","text":"Eine schwedische Untersuchung schloss 28 Personen nach Vergiftungen mit Spitzgebuckelten Rauköpfen ein. 22 benötigten wegen akuter Nierenschäden eine Dialyse; 15 erhielten im weiteren Verlauf eine Transplantation. Die Studie beschreibt bekannte Vergiftungsfälle mit langjähriger Nachbeobachtung. Diese Zahlen sind keine Wahrscheinlichkeit für jeden beliebigen Verzehr und lassen sich nicht auf andere Pilzarten übertragen.","sourceRefs":["orellanine-cohort-2017"]},{"title":"Chemische Gewissheit und biologische Grenzen","text":"Orellanin ist als Molekül charakterisiert. Daraus folgt kein einfacher Zusammenhang zwischen der Größe eines Raukopfs und der zu erwartenden Schädigung. Die hier gezeigte Formel hilft bei der Stoffidentifikation. Für die Einordnung eines Fundes sind weiterhin Artmerkmale nötig; für eine mögliche Vergiftung sind Expositionsgeschichte und ärztliche Untersuchung maßgeblich.","sourceRefs":["pubchem-orellanin","helsenorge-poisons"]},{"title":"Langzeitprognose braucht eine Vergleichsgruppe","text":"Die schwedische Studie verglich schwer nierenkranke Vergiftete auch mit anderen dialysierten beziehungsweise transplantierten Personen. Die Langzeitprognose unter dieser Versorgung unterschied sich nicht grundsätzlich von den Kontrollgruppen. Das relativiert nicht den ursprünglichen Organschaden; es beantwortet eine andere Frage als das akute Vergiftungsrisiko.","sourceRefs":["orellanine-cohort-2017"]}],"related":[],"review219":{"date":"2026-10-10","scope":"Redaktioneller Abgleich zentraler Aussagen und gezielte Ergänzung anhand ausgewiesener Primärquellen; kein vollständiger systematischer Review oder unabhängiges toxikologisches Gutachten."},"chemistry":{"id":"orellanin","cid":89579,"formula":"C10H8N2O6","molecularWeight":"252.18","smiles":"C1=CN(C(=C(C1=O)O)C2=C(C(=O)C=CN2O)O)O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/89579","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/89579/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/89579/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-01","image":"/assets/chemistry/orellanin.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":89579,"MolecularFormula":"C10H8N2O6","MolecularWeight":"252.18","ConnectivitySMILES":"C1=CN(C(=C(C1=O)O)C2=C(C(=O)C=CN2O)O)O"}]}}}},{"id":"gyromitrin","name":"Gyromitrin","category":"Hydrazon","target":"Unter anderem Leber und Nervensystem","syndrome":"Gyromitrin-Syndrom","species":["gyromitra-esculenta"],"occurrenceRefs":["dgfm-syndromes"],"summary":"Seine Abbauprodukte tragen wesentlich zur Giftwirkung bei. Dazu gehört Monomethylhydrazin, kurz MMH.","latency":"Meist verzögert; die DGfM nennt häufig 6–24 Stunden.","latencyRefs":["dgfm-syndromes"],"sections":[{"title":"Der Ausgangsstoff ist nur ein Teil der Geschichte","text":"Gyromitrin kann über N-Methyl-N-formylhydrazin zu Monomethylhydrazin abgebaut werden. Die Wirkung hängt deshalb auch von Umwandlungsprozessen ab. Beschrieben sind Magen-Darm-Beschwerden sowie Leber- und neurologische Schäden. Die Summenformel von Gyromitrin bezeichnet den Ausgangsstoff, nicht alle wirksamen Folgeprodukte.","sourceRefs":["vohra-2024"]},{"title":"Klinische Verläufe sind unterschiedlich","text":"Eine Auswertung aus Michigan erfasste 118 gemeldete Expositionen mit als gyromitrinhaltig bekannten oder verdächtigten Lorcheln. Unter den 83 symptomatischen Fällen dominierten Magen-Darm-Beschwerden; neurologische Befunde und Leberschäden kamen ebenfalls vor. Todesfälle wurden in dieser Serie nicht gemeldet. Die Studie zeigt ein Spektrum, nicht einen stets gleichen Verlauf.","sourceRefs":["vohra-2024"]},{"title":"Was diese Daten nicht beantworten","text":"Die Erhebung beruhte auf Meldungen an ein Giftinformationszentrum; die Artbestimmung war unterschiedlich abgesichert. Sie liefert weder eine allgemeine Vergiftungsquote noch eine verlässliche Zubereitungsregel. Nordamerikanische Ergebnisse dürfen zudem nicht unbesehen auf jedes europäische Artkonzept und jede Mahlzeit übertragen werden.","sourceRefs":["vohra-2024"]},{"title":"Expositionsserie ist keine Populationsstudie","text":"Die Michigan-Serie erfasste gemeldete Ereignisse eines bestimmten Giftinformationszentrums über 19 Jahre. Nicht gemeldete Mahlzeiten und unsichere Artzuordnungen begrenzen die Aussage. Ein fehlender Todesfall in dieser Serie kann daher nicht als Nachweis allgemeiner Harmlosigkeit oder als Überprüfung einer Zubereitungsmethode gelesen werden.","sourceRefs":["vohra-2024"]}],"related":[],"review219":{"date":"2026-10-10","scope":"Redaktioneller Abgleich zentraler Aussagen und gezielte Ergänzung anhand ausgewiesener Primärquellen; kein vollständiger systematischer Review oder unabhängiges toxikologisches Gutachten."},"chemistry":{"id":"gyromitrin","cid":9548611,"formula":"C4H8N2O","molecularWeight":"100.12","smiles":"CC=NN(C)C=O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/9548611","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/9548611/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/9548611/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-01","image":"/assets/chemistry/gyromitrin.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":9548611,"MolecularFormula":"C4H8N2O","MolecularWeight":"100.12","ConnectivitySMILES":"CC=NN(C)C=O"}]}}}},{"id":"coprin","name":"Coprin","category":"Aminosäurederivat","target":"Alkoholabbau · Aldehyd-Dehydrogenase","syndrome":"Coprinus-Syndrom","species":["coprinopsis-atramentaria"],"occurrenceRefs":["dgfm-syndromes"],"summary":"Hier ist die Wechselwirkung mit Alkohol entscheidend. Ein Abbauprodukt von Coprin beeinträchtigt den weiteren Abbau von Acetaldehyd.","latency":"Beschwerden in Verbindung mit Alkohol; der zeitliche Abstand kann mehrere Tage umfassen.","latencyRefs":["dgfm-syndromes"],"sections":[{"title":"Warum die Kombination zählt","text":"Beim Alkoholabbau entsteht zunächst Acetaldehyd. Aldehyd-Dehydrogenasen helfen, dieses Zwischenprodukt weiter abzubauen. Experimentelle Arbeiten zeigen, dass das Coprin-Abbauprodukt 1-Aminocyclopropanol diese Enzymaktivität hemmt. Dadurch kann Acetaldehyd ansteigen. Ein Wechselwirkungseffekt lässt sich also nicht allein aus der Menge eines einzelnen Stoffes verstehen.","sourceRefs":["coprin-enzyme-1977","coprin-human-cells-1988"]},{"title":"Wie sich die Reaktion äußern kann","text":"In Verbindung mit Alkohol sind unter anderem Hautrötung, Herzrasen und Kreislaufbeschwerden beschrieben. Die Wechselwirkung kann noch bei zeitlichem Abstand zur Pilzmahlzeit relevant sein. Ein gleichzeitig alkoholfreies Essen schließt einen späteren Zusammenhang deshalb nicht aus.","sourceRefs":["dgfm-syndromes"]},{"title":"Welche Art von Beleg vorliegt","text":"Die mechanistischen Arbeiten untersuchten Enzyme, Ratten beziehungsweise menschliche Blutzellen. Solche Versuche erklären einen möglichen Wirkweg. Sie sind keine klinischen Studien über eine Behandlung mit Faltentintlingen. Auch lässt sich der Mechanismus nicht pauschal auf jeden Pilz übertragen, der als „Tintling“ bezeichnet wird.","sourceRefs":["coprin-enzyme-1977","coprin-human-cells-1988"]},{"title":"Ausgangsstoff und Metabolit wirken verschieden","text":"Im älteren Rattenleberversuch hemmte Coprin das untersuchte Enzym nicht direkt im Reagenzglas, sein Hydrolyseprodukt 1-Aminocyclopropanol dagegen schon. Auch Versuche an menschlichen Blutzellen unterschieden Zelltypen und Substanzen. Der Stoffwechsel ist hier Teil der Erklärung; Ergebnisse sind nicht einfach von einem Versuchsaufbau auf einen anderen übertragbar.","sourceRefs":["coprin-enzyme-1977","coprin-human-cells-1988"]}],"related":[],"review219":{"date":"2026-10-10","scope":"Redaktioneller Abgleich zentraler Aussagen und gezielte Ergänzung anhand ausgewiesener Primärquellen; kein vollständiger systematischer Review oder unabhängiges toxikologisches Gutachten."},"chemistry":{"id":"coprin","cid":108079,"formula":"C8H14N2O4","molecularWeight":"202.21","smiles":"C1CC1(NC(=O)CCC(C(=O)O)N)O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/108079","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/108079/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/108079/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-01","image":"/assets/chemistry/coprin.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":108079,"MolecularFormula":"C8H14N2O4","MolecularWeight":"202.21","ConnectivitySMILES":"C1CC1(NC(=O)CCC(C(=O)O)N)O"}]}}}},{"id":"psilocybin","name":"Psilocybin","category":"Phosphoryliertes Tryptamin","target":"Über Psilocin vor allem serotonerge Signalwege","syndrome":"Psychedelische Wirkung · klinische Forschung","checkedAt":"05.10.2026","species":["psilocybe-semilanceata","psilocybe-cyanescens","psilocybe-serbica","panaeolus-cinctulus"],"occurrenceRefs":["ps-gotvaldova-2022","tx041-gotvaldova-2022-cinctulus"],"summary":"Ein Pilzinhaltsstoff mit intensiv erforschtem therapeutischem Potenzial. Kontrollierte Studien zeigen ermutigende Ergebnisse, aber auch nicht erreichte Endpunkte. Entscheidend sind Erkrankung, Begleitung, Vergleichsbehandlung und Dauer der Nachbeobachtung.","latency":"Akute Veränderungen von Wahrnehmung und Erleben dauern in kontrollierten Studien mehrere Stunden. Davon getrennt werden mögliche klinische Veränderungen über Wochen oder Monate gemessen.","latencyRefs":["ps-holze-2023","ps-yngwe-2026"],"sections":[{"title":"Zwei Moleküle, ein enger Zusammenhang","text":"Psilocybin wird nach der Aufnahme zu Psilocin dephosphoryliert: Die Phosphatgruppe wird abgespalten. Psilocin ist wesentlich für die akute psychedelische Wirkung. Deshalb messen pharmakokinetische Studien nicht nur die verabreichte Ausgangsverbindung, sondern vor allem Psilocin und seine Abbauprodukte. Eine chemische Struktur erklärt diesen Zusammenhang; sie sagt noch nichts über den Behandlungserfolg einer Person aus.","sourceRefs":["ps-holze-2023"]},{"title":"Was am Rezeptor untersucht wurde","text":"Eine PET-Untersuchung an acht gesunden Freiwilligen verband die Besetzung von Serotonin-2A-Rezeptoren mit Psilocin im Blut und der subjektiven Wirkungsintensität. Das ist ein menschlicher mechanistischer Befund, keine Depressionsstudie. Rezeptorbindung, verändertes Erleben und länger anhaltende Symptomverbesserung sind unterschiedliche Untersuchungsebenen. Der Nachweis auf einer Ebene ersetzt die Prüfung auf der nächsten nicht.","sourceRefs":["ps-madsen-2019"]},{"title":"Warum die Depressionsforschung vielversprechend ist","text":"Mehrere randomisierte Studien finden nach wenigen begleiteten Anwendungen einen Rückgang depressiver Beschwerden, der über die akute Wirkung hinausreicht. Untersucht werden jedoch ausgewählte Patientengruppen und klar definierte Präparate mit Vorbereitung, Betreuung und Nachgesprächen. Die folgende Übersicht stellt deshalb immer Studie und Vergleich zusammen. Sie ist eine gezielte Auswahl von Primärarbeiten, keine Metaanalyse und kein vollständiger systematischer Review.","sourceRefs":["ps-raison-2023","ps-goodwin-2022","ps-rucker-2026"]},{"title":"Eine positive Studie ist noch keine allgemeine Überlegenheit","text":"Im direkten Vergleich mit Escitalopram erreichte die Studie von 2021 beim vorab festgelegten Hauptmaß nach sechs Wochen keinen statistisch signifikanten Unterschied. Einige zusätzliche Maße fielen günstiger für Psilocybin aus, waren aber nicht für die Vielzahl der Tests korrigiert. Daraus folgt weder bewiesene Überlegenheit noch bewiesene Gleichwertigkeit. Auch eine klinisch interessante Beobachtung muss zur ursprünglich gestellten Frage passen.","sourceRefs":["ps-carhart-2021"]},{"title":"Warum auch EPISODE hier steht","text":"Die deutsche EPISODE-Studie von 2026 erreichte ihren primären Endpunkt zur Ansprechrate nach sechs Wochen nicht. Sekundäre Veränderungen der Symptomwerte lieferten dennoch Hinweise auf einen möglichen Effekt. Diese werden als explorativ behandelt. Das Ergebnis widerspricht einem pauschalen Erfolgsversprechen, schließt einen Nutzen in anderen Behandlungsprotokollen oder Gruppen aber ebenfalls nicht aus. Zwei schwerwiegende unerwünschte Reaktionen nach der höheren Studiengabe wurden berichtet, darunter eine anhaltende Wahrnehmungsstörung (HPPD).","sourceRefs":["ps-episode-2026"]},{"title":"Was Langzeitbeobachtung wirklich bedeutet","text":"Eine kleine Studie von 2026 beobachtete 35 Menschen bis zu einem Jahr. Die Unterschiede bei der klinischen Depressionsbewertung waren an Tag 8 und weiteren frühen Terminen signifikant, an Tag 365 jedoch nicht. „Ein Jahr nachbeobachtet“ ist daher keine gleichbedeutende Aussage mit „ein Jahr wirksam“. Selbstberichte und ärztlich bewertete Skalen sind zudem getrennte Messinstrumente. Zwei Teilnehmende entwickelten anhaltende schwere Angst, die medizinische Betreuung erforderte.","sourceRefs":["ps-yngwe-2026"]},{"title":"Alkoholabhängigkeit: zwei verschiedene Studienfragen","text":"Eine Studie von 2022 randomisierte 95 Personen; 93 erhielten eine Studienbehandlung. Zusammen mit zwölf Wochen Psychotherapie lag der Anteil schwerer Trinktage während der folgenden 32 Wochen bei 9,7 % gegenüber 23,6 % unter aktivem Placebo. Eine Schweizer Studie von 2025 untersuchte dagegen Rückfallprävention nach Entzugsbehandlung: Bei 37 ausgewerteten Personen fand sich nach vier Wochen kein signifikanter Unterschied in Abstinenzdauer oder durchschnittlichem Alkoholkonsum; auch nach sechs Monaten blieb ein solcher Nachweis aus. Unterschiedliche Populationen und Begleittherapien erlauben keine einfache Zusammenfassung als „wirkt“ oder „wirkt nicht“.","sourceRefs":["ps-bogenschutz-2022","ps-rieser-2025"]},{"title":"Microdosing ist eine eigene Forschungsfrage","text":"Ergebnisse begleiteter therapeutischer Sitzungen lassen sich nicht auf wiederholte geringe Pilzmengen übertragen. Eine doppelblinde, placebokontrollierte Untersuchung mit 34 Personen fand bei kurzfristigen Messungen keinen Beleg für verbessertes Wohlbefinden, Kreativität oder kognitive Leistung. Wahrnehmbare akute Effekte erschwerten außerdem die Verblindung. Die begrenzte Größe und Dauer dieser Studie erlauben weder ein generelles Nutzenversprechen noch den Nachweis, dass jede denkbare Langzeitanwendung wirkungslos wäre.","sourceRefs":["ps-cavanna-2022"]},{"title":"Nebenwirkungen gehören in die Bilanz","text":"Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel wurden in klinischen Studien beobachtet. In der großen Studie von 2022 traten Suizidgedanken, suizidales Verhalten oder Selbstverletzungen in allen Dosisgruppen auf. Das verlangt sorgfältige Betreuung und Nachbeobachtung; aus dieser Verteilung allein lässt sich keine eindeutige Ursache ableiten. Studien mit eng ausgewählten Teilnehmenden beantworten außerdem nicht zuverlässig, wie häufig seltene Ereignisse in einer breiten Bevölkerung auftreten würden.","sourceRefs":["ps-goodwin-2022","ps-episode-2026"]},{"title":"Betreuung und Erwartung lassen sich nicht wegdenken","text":"Starke wahrnehmbare Effekte können verraten, welche Behandlung gegeben wurde. Selbst ein aktives Placebo verhindert diese Entblindung nicht zuverlässig. Erwartung und therapeutische Beziehung können die Ergebnisse mitprägen. Die Studie von 2023 schloss unter anderem Menschen mit Psychose- oder Manieanamnese beziehungsweise aktiver Suizidabsicht aus. Ihre Resultate sind deshalb keine Sicherheitszusage für diese Gruppen oder für unbeaufsichtigte Selbstanwendungen.","sourceRefs":["ps-raison-2023"]},{"title":"Ein Fruchtkörper ist kein Studienpräparat","text":"Analytische Untersuchungen zeigen unterschiedliche Tryptaminprofile zwischen Arten und einzelnen Proben. Fundname, Blauverfärbung und Trockenmasse ersetzen keine chemische Bestimmung. Die klinischen Ergebnisse mit definierten Präparaten lassen sich daher nicht in eine verlässliche Wirkung beliebiger gesammelter Pilze übersetzen. Auch ein korrekt bestimmter Kahlkopf ist dadurch weder standardisiert noch medizinisch geprüft.","sourceRefs":["ps-gotvaldova-2022"]},{"title":"Die nächsten entscheidenden Fragen","text":"Benötigt werden größere bestätigende Studien, längere Nachbeobachtung und aussagekräftige Vergleiche mit bestehenden Behandlungen. Ebenso wichtig sind Rückfälle, Lebensqualität und unerwünschte Folgen. Die NHS-Studie von 2026 zeigt, dass Durchführung und Nachbeobachtung im öffentlichen Versorgungssystem machbar sein können; ihre klinischen Effektschätzungen sollen eine weitere bestätigende Studie vorbereiten. Forschungspotenzial und ein bereits abschließend belegtes Behandlungsverfahren bleiben unterschiedliche Aussagen.","sourceRefs":["ps-rucker-2026","ps-goodwin-2022"]},{"title":"Endpunkt und statistische Unsicherheit","text":"Ein nicht signifikanter Unterschied im Hauptendpunkt zeigt keine nachgewiesene Überlegenheit in dieser Untersuchung. Er beweist aber auch keine Gleichwertigkeit: Dafür wären eine entsprechend geplante Studie und geeignete Grenzen nötig. EPISODE und der Escitalopram-Vergleich werden deshalb nach ihren jeweils vorab festgelegten Fragen gelesen.","sourceRefs":["ps-episode-2026","ps-carhart-2021"]}],"studies":[{"title":"Carhart-Harris 2021","design":"59 Personen · Psilocybin versus Escitalopram, jeweils psychologische Unterstützung","endpoint":"Depressionsskala QIDS-SR-16 · Woche 6","result":"Kein signifikanter Unterschied beim primären Endpunkt (p = 0,17).","limit":"Sekundäre Vorteile ohne Korrektur für multiple Tests; keine Gleichwertigkeitsstudie.","sourceRefs":["ps-carhart-2021"]},{"title":"Goodwin 2022","design":"233 Personen mit therapieresistenter Depression · drei Studiengruppen","endpoint":"Veränderung der MADRS · Woche 3","result":"Höhere Studiengabe versus niedrige Kontrolle: −6,6 Punkte (95%-KI −10,2 bis −2,9).","limit":"Anhaltendes Ansprechen bis Woche 12 stützte den frühen Vorteil nicht entsprechend; unerwünschte Ereignisse häufig.","sourceRefs":["ps-goodwin-2022"]},{"title":"Raison 2023","design":"104 Personen · synthetisches Psilocybin versus Niacin, mit Unterstützung","endpoint":"Veränderung der MADRS · Tag 43","result":"Gruppenunterschied −12,3 Punkte (95%-KI −17,5 bis −7,2).","limit":"Ausgewählte Population; sechs Wochen; Verblindung durch akute Wirkung erschwert.","sourceRefs":["ps-raison-2023"]},{"title":"EPISODE 2026","design":"144 randomisiert, 142 ausgewertet · drei Gruppen, mit Psychotherapie","endpoint":"Mindestens halbierter HAMD-Wert · Woche 6","result":"Primärer Endpunkt nicht erreicht; Ansprechraten 17 %, 12,5 % und 10,6 % in höherer, niedriger und Nicotinamid-Gruppe.","limit":"Sekundäre Signale explorativ; zwei schwerwiegende Reaktionen nach höherer Studiengabe.","sourceRefs":["ps-episode-2026"]},{"title":"Yngwe 2026","design":"35 Personen · Psilocybin versus Niacin, fünf Unterstützungstermine","endpoint":"MADRS · primär Tag 8","result":"−7,27 Punkte (95%-KI −12,89 bis −1,65) gegenüber Kontrolle.","limit":"Kleine Stichprobe; an Tag 365 kein signifikanter MADRS-Unterschied.","sourceRefs":["ps-yngwe-2026"]},{"title":"Rucker 2026","design":"60 Personen · ein NHS-Standort, Placebokontrolle","endpoint":"Primär Machbarkeit; klinische Effektschätzung bis Woche 6","result":"MADRS-Gruppenunterschied Woche 3: −10,41 Punkte (95%-KI −14,86 bis −5,95).","limit":"Machbarkeitsstudie; keine abschließende bestätigende Wirksamkeitsprüfung.","sourceRefs":["ps-rucker-2026"]}],"related":["psilocin"],"review219":{"date":"2026-10-10","scope":"Redaktioneller Abgleich zentraler Aussagen und gezielte Ergänzung anhand ausgewiesener Primärquellen; kein vollständiger systematischer Review oder unabhängiges toxikologisches Gutachten."},"chemistry":{"id":"psilocybin","cid":10624,"formula":"C12H17N2O4P","molecularWeight":"284.25","smiles":"CN(C)CCC1=CNC2=C1C(=CC=C2)OP(=O)(O)O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/10624","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/10624/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/10624/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-05","image":"/assets/chemistry/psilocybin.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":10624,"MolecularFormula":"C12H17N2O4P","MolecularWeight":"284.25","ConnectivitySMILES":"CN(C)CCC1=CNC2=C1C(=CC=C2)OP(=O)(O)O"}]}}}},{"id":"psilocin","name":"Psilocin","category":"Hydroxytryptamin","target":"Unter anderem Serotonin-2A-Rezeptoren","syndrome":"Psychedelische Wirkung","checkedAt":"05.10.2026","species":["psilocybe-semilanceata","psilocybe-cyanescens","psilocybe-serbica","panaeolus-cinctulus"],"occurrenceRefs":["ps-gotvaldova-2022","tx041-gotvaldova-2022-cinctulus"],"summary":"Die eng mit Psilocybin verbundene Wirkform. Sie kommt in Pilzproben vor und entsteht im Körper aus Psilocybin. Für das Verständnis von Rezeptorwirkung und Stoffwechsel müssen beide Verbindungen unterschieden werden.","latency":"Die Plasmakonzentration und das akute Erleben verändern sich innerhalb von Stunden. Eine Eliminationshalbwertszeit ist weder die gesamte Wirkungsdauer noch eine Aussage über längerfristige klinische Effekte.","latencyRefs":["ps-holze-2023"],"sections":[{"title":"Was sich chemisch ändert","text":"Psilocin trägt eine Hydroxygruppe an der Position, an der Psilocybin phosphoryliert ist. Beide Verbindungen haben deshalb unterschiedliche Summenformeln und molare Massen. Die nebeneinander zugänglichen PubChem-Strukturen machen den Unterschied sichtbar. Die medizinische Literatur bezeichnet Psilocybin als Vorstufe; nach der Abspaltung der Phosphatgruppe entsteht Psilocin.","sourceRefs":["pubchem-psilocin","pubchem-psilocybin","ps-holze-2023"]},{"title":"Rezeptorbindung ist messbar","text":"In einer kleinen PET-Studie an gesunden Personen korrelierten Psilocinspiegel, Serotonin-2A-Rezeptorbesetzung und berichtete Wirkungsintensität. Die Messung erklärt einen Teil des akuten Wirkzusammenhangs. Sie liefert keine Formel, mit der sich persönlicher Nutzen oder Risiko vorhersagen ließen, und prüft keine Heilwirkung eines bestimmten Pilzes.","sourceRefs":["ps-madsen-2019"]},{"title":"Stoffwechsel und individuelle Unterschiede","text":"In den ausgewerteten pharmakokinetischen Studien erreichten Psilocinspiegel im Mittel nach etwa zwei Stunden ihren Höchststand. Die Konzentrationen unterschieden sich auch bei gleicher Studiengabe zwischen Personen. Gemessen wurden außerdem Psilocin-Glucuronid und 4-Hydroxyindol-3-essigsäure. Freies und nach Spaltung gebundener Metaboliten gemessenes Psilocin sind unterschiedliche Laborgrößen.","sourceRefs":["ps-holze-2023"]},{"title":"Warum die klinischen Studien beim Psilocybin stehen","text":"Die hier verglichenen Behandlungsstudien verabreichten Psilocybin unter definierten Bedingungen. Auch wenn Psilocin einen wesentlichen Teil der Wirkung vermittelt, sind das keine austauschbaren Belege für beliebige Psilocinprodukte. Das ausführliche Psilocybin-Porträt ordnet die Depressions-, Alkohol- und Microdosing-Forschung nach Vergleichsgruppe, Endpunkt und Nachbeobachtung ein.","sourceRefs":["ps-raison-2023","ps-rieser-2025"]},{"title":"Im Pilz bleibt die Zusammensetzung variabel","text":"Der analytische Nachweis in einer untersuchten Probe belegt ein Vorkommen. Er garantiert weder einen konstanten Gehalt innerhalb einer Art noch die Zusammensetzung eines anderen Fundes. Darum steht die chemische Einordnung neben der morphologischen Bestimmung und ersetzt sie nicht.","sourceRefs":["ps-gotvaldova-2022"]},{"title":"Zeitverlauf statt einzelner Spitzenwert","text":"Die Pharmakokinetik-Arbeit untersuchte gesunde Personen und verknüpfte Konzentrationskurven mit akuten subjektiven Wirkungen. Ein mittlerer Spitzenzeitpunkt beschreibt eine Studiengruppe, nicht den Verlauf jeder Person. Diese Größen sind zudem von längerfristigen klinischen Endpunkten wie einer Depressionsbesserung zu unterscheiden.","sourceRefs":["ps-holze-2023"]}],"related":["psilocybin"],"review219":{"date":"2026-10-10","scope":"Redaktioneller Abgleich zentraler Aussagen und gezielte Ergänzung anhand ausgewiesener Primärquellen; kein vollständiger systematischer Review oder unabhängiges toxikologisches Gutachten."},"chemistry":{"id":"psilocin","cid":4980,"formula":"C12H16N2O","molecularWeight":"204.27","smiles":"CN(C)CCC1=CNC2=C1C(=CC=C2)O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/4980","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/4980/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/4980/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-05","image":"/assets/chemistry/psilocin.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":4980,"MolecularFormula":"C12H16N2O","MolecularWeight":"204.27","ConnectivitySMILES":"CN(C)CCC1=CNC2=C1C(=CC=C2)O"}]}}}},{"id":"beta-amanitin","name":"β-Amanitin","category":"Amatoxin · bicyclisches Octapeptid","target":"Transkription · Amatoxingruppe","syndrome":"Amatoxin-Syndrom","species":["amanita-phalloides"],"occurrenceRefs":["tx219-kaya"],"summary":"Ein weiteres Amatoxin des Grünen Knollenblätterpilzes. Stoffidentität, Gewebeverteilung und das klinische Vergiftungssyndrom sind getrennte Ebenen.","latency":"Die zeitliche Einordnung gehört zum Amatoxin-Syndrom nach einer Pilzmahlzeit; sie ist nicht als separat ermittelte Latenz des reinen β-Amanitins zu verstehen.","latencyRefs":["dgfm-syndromes"],"sections":[{"title":"Verwandt, aber nicht identisch","text":"β-Amanitin und α-Amanitin gehören zur selben Giftstoffgruppe, besitzen aber unterschiedliche Summenformeln. Die Datenbank zeigt für β-Amanitin ein Sauerstoffatom mehr und ein Stickstoffatom weniger. Ein Analyseverfahren muss die Verbindungen unterscheiden; „Amanitin“ ist ohne nähere Angabe chemisch unvollständig.","sourceRefs":["pubchem-beta-amanitin","pubchem-alpha-amanitin"]},{"title":"Was im Fruchtkörper gemessen wurde","text":"Kaya und Kollegen untersuchten sechs Grüne Knollenblätterpilze aus einer türkischen Fundstelle. Sie bestimmten mehrere Amanitine und Phallotoxine getrennt nach Geweben. Die Amatoxine waren in dieser Stichprobe in den Lamellen besonders konzentriert. Das ist keine universelle Verteilung für jeden Fund und keine Grundlage, einzelne Teile als unbedenklich anzusehen.","sourceRefs":["tx219-kaya"]},{"title":"Mechanismus und Vergiftungsbild auseinanderhalten","text":"Amatoxine werden klinisch als Gruppe eingeordnet. Das Porträt zu α-Amanitin erläutert eine direkt untersuchte Polymerase-Struktur. Dieser konkrete Strukturversuch war kein Experiment mit β-Amanitin. Auch Beschwerden nach einer Pilzmahlzeit lassen sich ohne entsprechende Analytik nicht einem einzelnen Amatoxin zuschreiben.","sourceRefs":["bushnell-2002","dgfm-syndromes"]},{"title":"Warum ein zweiter Analyt wichtig ist","text":"Ein auf eine einzige Verbindung gerichteter Nachweis beschreibt nur einen Ausschnitt des Inhaltsstoffgemischs. Die gemeinsame Messung mehrerer Amatoxine macht die chemische Zusammensetzung besser nachvollziehbar. Die kleine regionale Untersuchung liefert jedoch weder eine allgemeine Konzentrationstabelle noch eine klinische Dosisprognose.","sourceRefs":["tx219-kaya"]}],"related":["alpha-amanitin","phalloidin"],"chemistry":{"id":"beta-amanitin","cid":76959217,"formula":"C39H53N9O15S","molecularWeight":"920.0","smiles":"CCC(C)C1C(=O)NCC(=O)NC2CS(=O)C3=C(CC(C(=O)NCC(=O)N1)NC(=O)C(NC(=O)C4CC(CN4C(=O)C(NC2=O)CC(=O)O)O)C(C)C(CO)O)C5=C(N3)C=C(C=C5)O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/76959217","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/76959217/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/76959217/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-10","image":"/assets/chemistry/beta-amanitin.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":76959217,"MolecularFormula":"C39H53N9O15S","MolecularWeight":"920.0","ConnectivitySMILES":"CCC(C)C1C(=O)NCC(=O)NC2CS(=O)C3=C(CC(C(=O)NCC(=O)N1)NC(=O)C(NC(=O)C4CC(CN4C(=O)C(NC2=O)CC(=O)O)O)C(C)C(CO)O)C5=C(N3)C=C(C=C5)O"}]}}}},{"id":"phalloidin","name":"Phalloidin","category":"Phallotoxin · bicyclisches Heptapeptid","target":"Aktinfilamente · Zellskelett","syndrome":"Experimentelle Lebertoxizität; vom Amatoxin-Syndrom abzugrenzen","species":["amanita-phalloides"],"occurrenceRefs":["tx219-kaya"],"summary":"Phalloidin bindet an F-Aktin. Seine ausgeprägte experimentelle Giftwirkung darf nicht mit der Aufnahme eines Stoffes aus einer Pilzmahlzeit gleichgesetzt werden.","latency":"Für das isolierte Phalloidin wird hier keine klinisch gesicherte Latenz nach einer Pilzmahlzeit angegeben. Tierexperiment und menschliche Mischvergiftung sind nicht austauschbar.","latencyRefs":["tx219-phalloidin"],"sections":[{"title":"Ein anderes Zellziel","text":"Während Amanitine mit der Transkription verbunden sind, bindet Phalloidin an filamentöses Aktin. Diese Filamente gehören zum dynamischen Zellskelett. Ein Pilz kann damit chemisch verwandte Peptidgifte enthalten, die an verschiedenen Zellstrukturen angreifen.","sourceRefs":["tx219-phalloidin","bushnell-2002"]},{"title":"Geringe Aufnahme ist nicht gleich keine Aufnahme","text":"Eine Studie von 2023 ermittelte bei Mäusen eine geringe orale Bioverfügbarkeit von etwa 2,4–3,3 Prozent. Die häufige Kurzformel „wird überhaupt nicht aufgenommen“ wäre deshalb zu absolut. Die Werte gelten für dieses Tiermodell; sie quantifizieren keine menschliche Pilzvergiftung.","sourceRefs":["tx219-phalloidin"]},{"title":"Transporter tragen zur Verteilung bei","text":"Versuche mit Zellen, die menschliche Lebertransporter exprimierten, zeigten eine carriervermittelte Aufnahme von Phalloidin. Das hilft zu erklären, warum Gewebe unterschiedlich erreicht werden. Ein Eingriff in einen Transportweg im Zellversuch ist noch kein Beleg für eine wirksame oder sichere Behandlung von Menschen.","sourceRefs":["tx219-transport"]},{"title":"Was der Stoffnachweis nicht beweist","text":"Phalloidin wurde zusammen mit Amanitinen in Grünen Knollenblätterpilzen analytisch untersucht. Daraus folgt nicht, dass alle nach Verzehr beobachteten Organschäden auf Phalloidin zurückgehen. Stoffvorkommen, Aufnahmeweg und klinische Ursächlichkeit müssen jeweils eigenständig beurteilt werden.","sourceRefs":["tx219-kaya","tx219-phalloidin"]}],"related":["alpha-amanitin","beta-amanitin"],"chemistry":{"id":"phalloidin","cid":441542,"formula":"C35H48N8O11S","molecularWeight":"788.9","smiles":"CC1C(=O)NC2CC3=C(NC4=CC=CC=C34)SCC(C(=O)N5CC(CC5C(=O)N1)O)NC(=O)C(NC(=O)C(NC(=O)C(NC2=O)CC(C)(CO)O)C)C(C)O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/441542","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/441542/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/441542/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-10","image":"/assets/chemistry/phalloidin.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":441542,"MolecularFormula":"C35H48N8O11S","MolecularWeight":"788.9","ConnectivitySMILES":"CC1C(=O)NC2CC3=C(NC4=CC=CC=C34)SCC(C(=O)N5CC(CC5C(=O)N1)O)NC(=O)C(NC(=O)C(NC(=O)C(NC2=O)CC(C)(CO)O)C)C(C)O"}]}}}},{"id":"illudin-s","name":"Illudin S","category":"Sesquiterpen","target":"Zellschädigung · Reaktivität gegenüber Zellbestandteilen","syndrome":"Omphalotus-Syndrom","species":["omphalotus-olearius"],"occurrenceRefs":["dgfm-syndromes"],"summary":"Ein toxischer Inhaltsstoff von Ölbaumtrichterlingen. Die zellschädigende Wirkung erklärt auch das Forschungsinteresse an chemisch veränderten Derivaten.","latency":"Die DGfM nennt für das Omphalotus-Syndrom eine Latenzzeit von einer halben bis vier Stunden. Dies ist eine Syndromangabe, keine exakt vorhersehbare Stofflatenz.","latencyRefs":["dgfm-syndromes"],"sections":[{"title":"Der Zusammenhang mit Ölbaumtrichterlingen","text":"Die DGfM ordnet Illudin S dem Dunklen Ölbaumtrichterling und dem Leuchtenden Ölbaumpilz zu. Sie nennt Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall, die einen bis fünf, selten bis sieben Tage anhalten können; in einigen Fällen wurde ein Absinken von Blutdruck und Herzfrequenz beschrieben. Nicht jede Vergiftung durch einen orangefarbenen Pilz ist deshalb bereits diesem Molekül zugeordnet.","sourceRefs":["dgfm-syndromes"]},{"title":"Zytotoxizität als Forschungsbefund","text":"Illudine werden wegen ihrer starken zellschädigenden Aktivität untersucht. Die unzureichende Trennung zwischen Tumorzellen und normalen Zellen begrenzt aber ihre therapeutische Nutzbarkeit. Eine Substanz, die Krebszellen schädigt, ist deshalb noch kein selektives Krebsmedikament.","sourceRefs":["tx219-illudin"]},{"title":"Derivat und Naturstoff getrennt betrachten","text":"Chemisch abgewandelte Illudine und Acylfulvene sollen andere Wirkungs- und Verträglichkeitsprofile erreichen. Ergebnisse solcher Derivate sind keine Belege für die Behandlung mit Illudin S selbst oder mit Ölbaumtrichterlingen. Auch eine verwandte Struktur macht Stoffe nicht austauschbar.","sourceRefs":["tx219-illudin"]},{"title":"Kein vollständiges Inhaltsstoffprofil","text":"Dieses Porträt behandelt Illudin S. Die Bezeichnung „Illudine“ umfasst mehrere Verbindungen; die Summenformel gehört ausschließlich zum ausgewiesenen Molekül. 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Häufige Syndrome“, Eintrag „Omphalotus-Syndrom“: Symptome, Latenzzeit (½ bis 4 Stunden), Pilzarten (Omphalotus olearius, O. illudens) und Gifte (Illudin S).","version":"Seitenstand laut DGfM: 04.12.2015, aktualisiert 22.01.2023","readAt":"2026-10-18","claims":["Artzuordnung","Zeitlicher Verlauf","Aspekt „Der Zusammenhang mit Ölbaumtrichterlingen“"],"note":"Die allgemeine Lesestandsangabe dieser Quelle zählt andere Syndromabschnitte auf; für Illudin S trägt der hier genannte Eintrag die Aussagen."}},"chemistry":{"id":"illudin-s","cid":344200,"formula":"C15H20O4","molecularWeight":"264.32","smiles":"CC1=C2C(C(C=C2C(=O)C(C13CC3)(C)O)(C)CO)O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/344200","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/344200/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/344200/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-10","image":"/assets/chemistry/illudin-s.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":344200,"MolecularFormula":"C15H20O4","MolecularWeight":"264.32","ConnectivitySMILES":"CC1=C2C(C(C=C2C(=O)C(C13CC3)(C)O)(C)CO)O"}]}}}},{"id":"acromelsaeure-a","name":"Acromelsäure A","category":"Kainoid · nicht proteinogene Aminosäure","target":"Schmerzverarbeitung · glutamaterge Signalwege","syndrome":"Acromelalga-Syndrom / Erythromelalgie","species":["paralepistopsis-amoenolens"],"occurrenceRefs":["tx219-acro-analysis"],"summary":"Ein Inhaltsstoff des Parfümierten Trichterlings, der mit anhaltenden brennenden Schmerzen in Verbindung steht. Analytische Nachweise und Schmerzmodelle ergänzen die klinischen Beobachtungen.","latency":"Das Syndrom kann deutlich verzögert beginnen und über längere Zeit anhalten. Die Fallserie belegt keine allgemeingültige Latenz für isolierte Acromelsäure A.","latencyRefs":["tx219-acro-cases","tx219-acro-model"],"sections":[{"title":"Ein analytischer Nachweis","text":"Eine LC-MS-Arbeit wies Acromelsäure A in Material nach, das als Clitocybe amoenolens und C. acromelalga bezeichnet wurde. Diese Arten werden heute zu Paralepistopsis gestellt. Der Nachweis betrifft die untersuchten Proben und bestätigt keinen konstanten Gehalt in jedem Fruchtkörper.","sourceRefs":["tx219-acro-analysis"]},{"title":"Europäische Fallbeobachtungen","text":"Eine Veröffentlichung von 2001 berichtete über sieben Personen aus einem französischen Alpental mit Erythromelalgie nach Pilzverzehr. C. amoenolens wurde als mögliche Ursache identifiziert. Diese Formulierung ist wichtig: Eine Fallzuordnung ist nicht automatisch ein chemischer Einzelnachweis bei jeder betroffenen Person.","sourceRefs":["tx219-acro-cases"]},{"title":"Was das Mausmodell untersucht","text":"Nach intrathekaler Gabe, also unmittelbar in den Liquorraum, lösten Acromelsäuren bei Mäusen Schmerzreaktionen auf normalerweise nicht schmerzhafte Berührung aus. Die Isomere A und B zeigten unterschiedliche pharmakologische Muster. Dieser spezielle Aufnahmeweg bildet eine Pilzmahlzeit nicht nach.","sourceRefs":["tx219-acro-model"]},{"title":"Frühe und späte Schmerzphasen","text":"Eine spätere Tierstudie unterschied frühe NMDA-bezogene Vorgänge von einer späteren Beteiligung spinaler Astrozyten. Das spricht gegen die einfache Erklärung durch einen einzigen unveränderlichen Mechanismus. 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Eine genaue Stundenangabe wäre hier nicht ausreichend belegt.","latencyRefs":["tx219-ustalic-food"],"sections":[{"title":"Vom Isolat zum Stoffnachweis","text":"2002 wurden Ustalsäure und verwandte Verbindungen aus japanischem, damals als Tricholoma ustale bezeichnetem Material isoliert und chemisch charakterisiert. Eine spätere LC-MS/MS-Arbeit konnte Ustalsäure auch in Mahlzeitresten eines Vergiftungsfalls nachweisen. Der Laborbefund verknüpft ein Molekül mit konkretem Untersuchungsmaterial.","sourceRefs":["tx219-ustalic-original","tx219-ustalic-food"]},{"title":"Die Artgrenze ist Teil des Ergebnisses","text":"Die neuere Arbeit von 2025 ordnet den bekannten japanischen Fruchtkörperbezug T. kakishimeji zu. Der historische Name T. ustale darf daher nicht ungeprüft als sicherer Stoffnachweis für mitteleuropäische Brandige Ritterlinge gelesen werden. Aus diesem Grund erhält das europäische Artporträt hier keine bestätigte Ustalsäure-Zuordnung.","sourceRefs":["tx219-ustalic-2025"]},{"title":"Biosynthese im Kulturversuch","text":"2025 wurde Ustalsäure in untersuchten Myzelkulturen von T. stans und T. albobrunneum nachgewiesen. Ein als uta bezeichneter Kandidaten-Gencluster und die Bildung von Polyporsäure in einem heterologen System lieferten neue Anhaltspunkte zur Biosynthese. Einzelne nachgelagerte Reaktionsschritte blieben offen.","sourceRefs":["tx219-ustalic-2025"]},{"title":"Mechanismus und klinische Reichweite","text":"Die Hemmung der Natrium-Kalium-ATPase ist ein experimenteller Wirkbezug. Ein solcher Befund, eine Labor-Kultur und ein positiver Lebensmitteltest beantworten unterschiedliche Fragen. Sie ergeben zusammen keine sichere Dosisprognose und keinen pauschalen Stoffnachweis für jede unter ähnlichem Namen geführte Art.","sourceRefs":["tx219-ustalic-2025","tx219-ustalic-food"]}],"related":[],"chemistry":{"id":"ustalsaeure","cid":21680754,"formula":"C19H14O6","molecularWeight":"338.3","smiles":"C1OC(=C(C2=CC=CC=C2)C(=O)O)C(=C(C3=CC=CC=C3)C(=O)O)O1","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/21680754","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/21680754/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/21680754/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-10","image":"/assets/chemistry/ustalsaeure.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":21680754,"MolecularFormula":"C19H14O6","MolecularWeight":"338.3","ConnectivitySMILES":"C1OC(=C(C2=CC=CC=C2)C(=O)O)C(=C(C3=CC=CC=C3)C(=O)O)O1"}]}}}},{"checkedAt":"10.10.2026","related":[],"id":"polyporsaeure","name":"Polyporsäure","category":"Terphenylchinon","target":"Unter anderem Pyrimidinbiosynthese","syndrome":"Hapalopilus-Vergiftung","species":["hapalopilus-nidulans"],"occurrenceRefs":["tx220-polyporic","tx220-hapalopilus"],"summary":"Ein untersuchter Inhaltsstoff des Zimtfarbenen Weichporlings. Experimentelle Befunde stützen seine Rolle als wahrscheinlich wirksamer Giftstoff bei Vergiftungen mit diesem Pilz.","latency":"Die Fallliteratur betrifft den ganzen Pilz. Eine verlässliche allgemeine Latenz für die isolierte Polyporsäure lässt sich daraus nicht festlegen.","latencyRefs":["tx220-hapalopilus"],"evidence":[{"label":"Stoffnachweis","text":"In Studien zu Hapalopilus rutilans untersucht; im Atlas unter H. nidulans geführt."},{"label":"Experimentelle Wirkung","text":"Enzymhemmung und zelluläre Effekte untersucht."},{"label":"Menschliche Vergiftungen","text":"Fallberichte vorhanden; Polyporsäure als wahrscheinlicher Auslöser eingeordnet."}],"sections":[{"title":"Ein Stoff aus einem untersuchten Pilz","text":"Die Arbeiten verwenden den Namen Hapalopilus rutilans für den Zimtfarbenen Weichporling. Der Atlas führt das zugehörige Porträt unter Hapalopilus nidulans. Eine Literaturzuordnung bestätigt weder einen konstanten Stoffgehalt noch eine sichere Bestimmung anhand eines Fotos.","sourceRefs":["tx220-polyporic","tx220-hapalopilus"]},{"title":"Was das Enzymexperiment erklärt","text":"Polyporsäure hemmt in den beschriebenen Versuchen die Dihydroorotat-Dehydrogenase. Dieses Enzym gehört zur Neubildung von Pyrimidinen, Bausteinen der Nukleinsäuren. Untersucht wurden außerdem Effekte auf kultivierte Zellen. Solche Befunde erklären einen möglichen Wirkweg, aber nicht automatisch jedes Symptom einer Pilzvergiftung.","sourceRefs":["tx220-polyporic"]},{"title":"Was beim Menschen belegt ist","text":"Die Veröffentlichung von 2013 ergänzt die seltene Fallliteratur um zwei Vergiftungen. Ihre Autoren bezeichnen Polyporsäure als wahrscheinlich wirksamen Giftstoff. Diese Zuordnung ist enger als eine vollständig geklärte Ursache-Wirkungs-Kette: Eine Pilzmahlzeit enthält ein Stoffgemisch.","sourceRefs":["tx220-hapalopilus"]},{"title":"Grenzen der Übertragung","text":"Enzymhemmung, Zellschädigung und der Verlauf eines behandelten Menschen sind unterschiedliche Beobachtungsebenen. Aus experimentellen Konzentrationen folgt keine sichere Verzehrmenge. Die kleine Zahl publizierter Fälle erlaubt keine belastbare Häufigkeitsangabe für einzelne Beschwerden.","sourceRefs":["tx220-polyporic","tx220-hapalopilus"]}],"chemistry":{"id":"polyporsaeure","cid":11056,"formula":"C18H12O4","molecularWeight":"292.3","smiles":"C1=CC=C(C=C1)C2=C(C(=O)C(=C(C2=O)O)C3=CC=CC=C3)O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/11056","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/11056/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/11056/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-10","image":"/assets/chemistry/polyporsaeure.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":11056,"MolecularFormula":"C18H12O4","MolecularWeight":"292.3","ConnectivitySMILES":"C1=CC=C(C=C1)C2=C(C(=O)C(=C(C2=O)O)C3=CC=CC=C3)O"}]}}}},{"checkedAt":"10.10.2026","related":[],"id":"cycloprop-2-encarbonsaeure","name":"Cycloprop-2-encarbonsäure","category":"Ungesättigte cyclische Carbonsäure","target":"Muskelgewebe · Rhabdomyolyse","syndrome":"Rhabdomyolyse nach Russula subnigricans","species":[],"occurrenceRefs":["tx220-cycloprop"],"summary":"Aus Russula subnigricans isolierter Stoff mit experimentell belegtem Bezug zur Muskelschädigung. Das zugehörige Pilzsyndrom kann lebensbedrohlich verlaufen.","latency":"Der klinische Verlauf betrifft Russula-subnigricans-Vergiftungen. Für den isolierten Stoff wird hier keine allgemeingültige menschliche Latenz angegeben.","latencyRefs":["tx220-russula"],"evidence":[{"label":"Stoffnachweis","text":"Aus Russula subnigricans isoliert."},{"label":"Experimentelle Wirkung","text":"Anstieg der Kreatinphosphokinase im Mausmodell."},{"label":"Menschliche Vergiftungen","text":"Schwere Rhabdomyolyse nach Pilzverzehr beschrieben; kein isolierter Stoffversuch am Menschen."}],"sections":[{"title":"Vom Pilz zum untersuchten Molekül","text":"Matsuura und Kollegen isolierten 2009 die kleine, chemisch gespannte Carbonsäure aus Russula subnigricans. Die Artzuordnung ist wesentlich: Der Befund darf nicht auf andere schwärzende Täublinge übertragen werden. Solange im Atlas kein passendes Artporträt vorliegt, wird keine ähnliche europäische Art ersatzweise verknüpft.","sourceRefs":["tx220-cycloprop"]},{"title":"Was Rhabdomyolyse bedeutet","text":"Bei einer Rhabdomyolyse zerfällt Muskelgewebe. Die Originalarbeit untersuchte den Anstieg der Kreatinphosphokinase bei Mäusen als Zeichen einer Muskelschädigung. Ein solcher Marker stützt die toxikologische Zuordnung, beschreibt aber noch nicht den vollständigen molekularen Mechanismus.","sourceRefs":["tx220-cycloprop"]},{"title":"Klinische Schwere richtig einordnen","text":"Ein Fallbericht von 2016 beschreibt nach Russula-subnigricans-Verzehr Rhabdomyolyse, akute Nierenschädigung, kardiogenen Schock und einen tödlichen Verlauf. Ein schwerer Einzelfall belegt die mögliche Gefährlichkeit; er ist keine allgemeine Sterblichkeitsquote und keine kontrollierte Exposition gegenüber dem reinen Stoff.","sourceRefs":["tx220-russula"]},{"title":"Chemische Instabilität ist keine Zubereitungsregel","text":"Die Isolationsarbeit beschreibt eine Polymerisierung, durch die die untersuchte Verbindung ihre Toxizität verlor. Dieser Laborbefund ist keine geprüfte Methode, Pilzmaterial genießbar zu machen. Reaktionsbedingungen und die Zusammensetzung eines Fruchtkörpers unterscheiden sich von einem chemischen Versuch.","sourceRefs":["tx220-cycloprop"]}],"chemistry":{"id":"cycloprop-2-encarbonsaeure","cid":25241629,"formula":"C4H4O2","molecularWeight":"84.07","smiles":"C1=CC1C(=O)O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/25241629","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/25241629/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/25241629/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-10","image":"/assets/chemistry/cycloprop-2-encarbonsaeure.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":25241629,"MolecularFormula":"C4H4O2","MolecularWeight":"84.07","ConnectivitySMILES":"C1=CC1C(=O)O"}]}}}},{"checkedAt":"10.10.2026","related":[],"id":"satratoxin-h","name":"Satratoxin H","category":"Makrozyklisches Trichothecen","target":"Zelluläre Stressreaktionen · Proteinsynthese","syndrome":"Vergiftung mit Podostroma cornu-damae","species":[],"occurrenceRefs":["tx220-satratoxin-isolation"],"summary":"Ein toxischer Inhaltsstoff von Podostroma cornu-damae. Neben chemischen und experimentellen Untersuchungen liegt ein Nachweis in menschlichen Proben eines tödlichen Vergiftungsfalls vor.","latency":"Der untersuchte tödliche Fall begründet keine einheitliche Latenz für Satratoxin H. Beschwerden und Folgeschäden einer Pilzvergiftung sind getrennt zu betrachten.","latencyRefs":["tx220-satratoxin-case"],"evidence":[{"label":"Stoffnachweis","text":"Aus Kulturmaterial und Fruchtkörpern isoliert."},{"label":"Experimentelle Wirkung","text":"Toxizität im Tiermodell; neuere Zellversuche zu Stressreaktionen."},{"label":"Menschliche Vergiftungen","text":"Analytischer Nachweis in Blut und Mageninhalt eines tödlichen Falls."}],"sections":[{"title":"Fruchtkörper und Kultur auseinanderhalten","text":"Die Arbeit von 2001 unterscheidet ausdrücklich zwischen Kulturbrühe und Fruchtkörpern. Satratoxin H wurde aus beiden Materialien isoliert. Weitere verwandte Verbindungen kamen ebenfalls vor. Damit ist die Verbindung als Inhaltsstoff belegt, ohne den Pilz auf einen einzigen Wirkstoff zu reduzieren.","sourceRefs":["tx220-satratoxin-isolation"]},{"title":"Ein Nachweis in menschlichen Proben","text":"Eine forensische Untersuchung von 2018 identifizierte Satratoxin H in Herzblut, peripherem Blut und Mageninhalt eines tödlichen Vergiftungsfalls. Das ist ein direkter Expositionsnachweis. Er beweist nicht, dass ausschließlich dieser Stoff sämtliche Folgen verursacht hat: Das untersuchte Pilzmaterial enthielt mehrere Trichothecene.","sourceRefs":["tx220-satratoxin-case"]},{"title":"Was die neuere Forschung untersucht","text":"Eine Studie von 2025 untersuchte unter anderem Satratoxin H an B16F10-Mausmelanomzellen. Beschrieben werden oxidativer Stress, Stress des endoplasmatischen Retikulums und Apoptose, also regulierter Zelltod. Molekulares Docking ergänzt diese Befunde als Modellrechnung; es ersetzt keinen experimentellen Bindungsnachweis.","sourceRefs":["tx220-satratoxin-cells"]},{"title":"Zelltoxizität ist kein Therapienachweis","text":"Die Abtötung von Tumorzellen in einer Kultur zeigt eine biologische Wirkung. Eine wirksame und verträgliche Krebsbehandlung beim Menschen folgt daraus nicht. Ebenso liefern solche Versuche keine Verzehrschwelle für einen Pilz oder seine Zubereitungen.","sourceRefs":["tx220-satratoxin-cells"]}],"chemistry":{"id":"satratoxin-h","cid":6438478,"formula":"C29H36O9","molecularWeight":"528.6","smiles":"CC1=C[C@@H]2[C@@]3(CC1)COC(=O)C=C4CCO[C@](C4O)(/C=C/C=C/C(=O)O[C@H]5[C@]3([C@]6(CO6)[C@@H](C5)O2)C)[C@H](C)O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/6438478","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/6438478/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES,IsomericSMILES,IUPACName/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/6438478/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-10","image":"/assets/chemistry/satratoxin-h.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":6438478,"MolecularFormula":"C29H36O9","MolecularWeight":"528.6","SMILES":"CC1=C[C@@H]2[C@@]3(CC1)COC(=O)C=C4CCO[C@](C4O)(/C=C/C=C/C(=O)O[C@H]5[C@]3([C@]6(CO6)[C@@H](C5)O2)C)[C@H](C)O","ConnectivitySMILES":"CC1=CC2C3(CC1)COC(=O)C=C4CCOC(C4O)(C=CC=CC(=O)OC5C3(C6(CO6)C(C5)O2)C)C(C)O","IUPACName":"(6R,11R,13R,14S,15S,16R,19E,21E,23R)-27-hydroxy-23-[(1S)-1-hydroxyethyl]-9,15-dimethylspiro[4,12,17,24-tetraoxapentacyclo[21.3.1.113,16.06,11.06,15]octacosa-1,9,19,21-tetraene-14,2'-oxirane]-3,18-dione"}]}},"sha256":"1b1a752bdc3f24d3e77cc46d80b46d69a198261e15d26646f99bc4f8eca213de","structureNote":"Struktur und eingezeichnete Stereochemie entsprechen dem verlinkten PubChem-Datensatz."}},{"checkedAt":"10.10.2026","related":[],"id":"bolesatin","name":"Bolesatin","category":"Toxisches Glykoprotein","target":"Nukleosidtriphosphate · Proteinsynthese","syndrome":"Experimentell untersuchter Inhaltsstoff des Satansröhrlings","species":["rubroboletus-satanas"],"occurrenceRefs":["tx220-bolesatin-isolation","tx220-bolesatin-mechanism"],"summary":"Ein aus dem Satansröhrling gereinigtes toxisches Protein. Die mechanistischen Arbeiten beschreiben eine Hemmung der Proteinsynthese im Zusammenhang mit der Spaltung von Nukleosidtriphosphaten.","latency":"Aus den hier ausgewerteten Reinigungs- und Mechanismusstudien lässt sich keine menschliche Latenz für isoliertes Bolesatin bestimmen.","latencyRefs":["tx220-bolesatin-mechanism"],"chemistryRefs":["tx220-bolesatin-structure","tx220-bolesatin-sequence"],"chemistryNote":"Bolesatin ist ein einkettiges Glykoprotein mit einer experimentell bestimmten Molekülmasse von etwa 63 ± 3 kDa. Die gelesenen Originalarbeiten beschreiben unter anderem eine Disulfidbrücke und einen N-terminalen Sequenzausschnitt. Eine verlässlich zugeordnete vollständige Strukturansicht liegt uns nicht vor. Deshalb zeigen wir weder eine spekulative Molekülskizze noch ein Modell eines anderen Proteins.","evidence":[{"label":"Stoffnachweis","text":"Aus Boletus satanas, heute Rubroboletus satanas, gereinigt."},{"label":"Experimentelle Wirkung","text":"Mechanistische Untersuchungen zur Hemmung der Proteinsynthese."},{"label":"Menschliche Vergiftungen","text":"Der Anteil des einzelnen Proteins am gesamten menschlichen Pilzsyndrom wird hier nicht als abschließend geklärt dargestellt."}],"sections":[{"title":"Ein Protein als Pilzinhaltsstoff","text":"Bolesatin wurde aus dem Satansröhrling gereinigt. Als Glykoprotein gehört es zu einer anderen Stoffklasse als die kleinen Moleküle vieler anderer Einträge. Die Charakterisierung eines isolierten Proteins ist von der Zusammensetzung einer gesamten Pilzmahlzeit zu unterscheiden.","sourceRefs":["tx220-bolesatin-isolation","tx220-bolesatin-mechanism"]},{"title":"Wie die Proteinsynthese beeinträchtigt wird","text":"Die mechanistische Arbeit von 1995 beschreibt die Hydrolyse von GTP und ATP. Diese Nukleosidtriphosphate werden in zellulären Prozessen benötigt; ihre Spaltung kann die Proteinsynthese beeinträchtigen. Die Autoren ordnen Bolesatin daher als Nukleosidtriphosphat-Phosphatase ein.","sourceRefs":["tx220-bolesatin-mechanism"]},{"title":"Warum die Bezeichnung präzise sein muss","text":"In den Versuchen blieben vorbehandelte, anschließend gewaschene Ribosomen aktiv. Die Autoren grenzen Bolesatin deshalb von klassischen ribosomeninaktivierenden Proteinen ab. Die Aussage, ein Stoff hemme die Proteinsynthese, benennt zunächst einen Effekt und nicht automatisch den genauen Angriffspunkt.","sourceRefs":["tx220-bolesatin-mechanism"]},{"title":"Die klinische Grenze","text":"Die hier ausgewerteten Arbeiten belegen Reinigung und experimentelle Wirkung. Sie liefern weder eine sichere Verzehrmenge noch einen vollständigen Nachweis, welcher Anteil menschlicher Beschwerden nach Satansröhrlingsverzehr auf Bolesatin allein entfällt. Auch Aussagen über eine zuverlässige Entgiftung durch Zubereitung werden daraus nicht abgeleitet.","sourceRefs":["tx220-bolesatin-mechanism"]}]},{"checkedAt":"10.10.2026","related":["acromelsaeure-a"],"id":"acromelsaeure-b","name":"Acromelsäure B","category":"Kainoid · nicht proteinogene Aminosäure","target":"Schmerzverarbeitung · Allodynie","syndrome":"Acromelalga-Syndrom / Erythromelalgie","species":[],"occurrenceRefs":["tx220-acromelic-analysis"],"summary":"Ein mit Acromelsäure A verwandter Stoff aus Paralepistopsis acromelalga. Analytische Nachweise und Schmerzmodelle erlauben einen Vergleich, ohne die beiden Stoffe gleichzusetzen.","latency":"Angaben zum Pilzsyndrom lassen sich nicht einer bekannten Menge Acromelsäure B allein zuordnen. Das experimentelle Modell bildet keine menschliche Pilzmahlzeit nach.","latencyRefs":["tx219-acro-model","tx220-acromelic-analysis"],"evidence":[{"label":"Stoffnachweis","text":"Gemeinsam mit A in Pilzresten eines Vergiftungsfalls nachgewiesen."},{"label":"Experimentelle Wirkung","text":"Schmerzreaktionen nach intrathekaler Gabe bei Mäusen untersucht."},{"label":"Menschliche Vergiftungen","text":"Der getrennte Anteil von A und B am menschlichen Syndrom bleibt offen."}],"sections":[{"title":"Analytik an Pilzresten","text":"Eine LC-MS-Untersuchung von 2017 wies Acromelsäure A und B in einer verbliebenen Probe eines Vergiftungsfalls mit Paralepistopsis acromelalga nach. Der Nachweis in Speiseresten verbindet die chemische Untersuchung mit einer konkreten Exposition. Er ist kein getrennter Wirkungsnachweis jedes Stoffes beim Menschen.","sourceRefs":["tx220-acromelic-analysis"]},{"title":"Schmerz durch normalerweise harmlose Berührung","text":"Allodynie bezeichnet Schmerzen durch Reize, die normalerweise nicht schmerzhaft sind. Die vergleichende Studie untersuchte Acromelsäure A und B nach intrathekaler Gabe bei Mäusen, also direkt in den Liquorraum. Beide lösten in diesem Modell Berührungsschmerz aus und zeigten unterschiedliche pharmakologische Muster.","sourceRefs":["tx219-acro-model"]},{"title":"Ein Aufnahmeweg setzt der Übertragung Grenzen","text":"Der direkte Zugang zum Liquorraum unterscheidet sich wesentlich vom Verzehr eines Pilzes. Aus den experimentellen Dosen dürfen deshalb keine menschlichen Verzehrschwellen oder zuverlässigen Potenzverhältnisse nach einer Mahlzeit berechnet werden.","sourceRefs":["tx219-acro-model"]},{"title":"Artzuordnung nicht aus Verwandtschaft ableiten","text":"Das vorhandene A-Porträt verknüpft den Parfümierten Trichterling. Für B wird diese Artenverknüpfung nicht automatisch übernommen: Die hier ausgewertete analytische Untersuchung betrifft P. acromelalga. Ein Nachweis des einen Stoffes ist kein Ersatz für den Nachweis seines Verwandten.","sourceRefs":["tx220-acromelic-analysis"]}],"chemistry":{"id":"acromelsaeure-b","cid":158974,"formula":"C13H14N2O7","molecularWeight":"310.26","smiles":"C1C(C(C(N1)C(=O)O)CC(=O)O)C2=C(NC(=O)C=C2)C(=O)O","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/158974","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/158974/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/158974/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-10","image":"/assets/chemistry/acromelsaeure-b.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":158974,"MolecularFormula":"C13H14N2O7","MolecularWeight":"310.26","ConnectivitySMILES":"C1C(C(C(N1)C(=O)O)CC(=O)O)C2=C(NC(=O)C=C2)C(=O)O"}]}}}},{"checkedAt":"10.10.2026","related":[],"id":"pleurocybellaziridin","name":"Pleurocybellaziridin","category":"Aziridinhaltige Aminosäure · Forschung","target":"Experimentell untersuchte neurotoxische Zusammenhänge","syndrome":"Hypothese zur Pleurocybella-assoziierten Enzephalopathie","species":["pleurocybella-porrigens"],"occurrenceRefs":["tx220-pleuro-existence","tx220-pleuro-model"],"summary":"Ein experimentell untersuchter Inhaltsstoff des Ohrförmigen Seitlings. Seine genaue Rolle bei menschlichen Vergiftungen ist noch nicht abschließend geklärt.","latency":"Für Pleurocybellaziridin allein ist aus den hier ausgewerteten Arbeiten keine gesicherte menschliche Latenz ableitbar.","latencyRefs":["tx220-pleuro-model"],"evidence":[{"label":"Stoffnachweis","text":"Die Existenz der instabilen Verbindung im Pilz wurde publiziert."},{"label":"Experimentelle Wirkung","text":"Kombination mit Pleurocybellin und einem Lektin im Mausmodell untersucht."},{"label":"Menschliche Vergiftungen","text":"Ein mechanistischer Erklärungsansatz; der Kausalanteil beim Menschen bleibt offen."}],"sections":[{"title":"Eine instabile Verbindung","text":"Die Originalpublikation von 2011 behandelt den Nachweis von Pleurocybellaziridin in Pleurocybella porrigens. Chemische Instabilität erschwert die Untersuchung. Der Existenznachweis einer Verbindung und der Nachweis ihrer Rolle bei einer menschlichen Erkrankung beantworten unterschiedliche Fragen.","sourceRefs":["tx220-pleuro-existence","tx220-pleuro-model"]},{"title":"Die Hypothese des Zusammenwirkens","text":"Die Arbeit von 2023 untersucht Pleurocybellaziridin zusammen mit dem Protein Pleurocybellin und einem Lektin aus dem Pilz. Pleurocybellin und das Lektin bilden einen Komplex. Die Autoren schlagen vor, dass das Zusammenwirken mehrerer Bestandteile zur Entstehung der Enzephalopathie beitragen könnte.","sourceRefs":["tx220-pleuro-model"]},{"title":"Was das Mausmodell tatsächlich zeigte","text":"Nach Injektion der Kombination beobachtete die Arbeitsgruppe mehr apoptotische Zellen im Hippocampus. Diese Hirnregion ist unter anderem an Gedächtnisprozessen beteiligt. Der Versuch stützt einen Erklärungsansatz, bildet aber weder die Aufnahme über eine Pilzmahlzeit noch sämtliche individuellen Voraussetzungen menschlicher Fälle nach.","sourceRefs":["tx220-pleuro-model"]},{"title":"Warum dieser Eintrag als Forschung markiert ist","text":"Die klinische Bedeutung des einzelnen Stoffes ist nicht abschließend geklärt. Das Porträt stellt deshalb eine begründete Forschungsfrage und ihre experimentelle Grundlage dar. Aus der offenen Stoffzuordnung folgt keine Entwarnung für den Pilz; ebenso wenig werden alle berichteten Folgen dem einzelnen Molekül zugeschrieben.","sourceRefs":["tx220-pleuro-model"]}],"chemistry":{"id":"pleurocybellaziridin","cid":53235787,"formula":"C5H9NO2","molecularWeight":"115.13","smiles":"CC1([C@H](N1)C(=O)O)C","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/53235787","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/53235787/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES,IsomericSMILES,IUPACName/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/53235787/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-10","image":"/assets/chemistry/pleurocybellaziridin.png","provider":"PubChem / NCBI","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":53235787,"MolecularFormula":"C5H9NO2","MolecularWeight":"115.13","SMILES":"CC1([C@H](N1)C(=O)O)C","ConnectivitySMILES":"CC1(C(N1)C(=O)O)C","IUPACName":"(2S)-3,3-dimethylaziridine-2-carboxylic acid"}]}},"sha256":"d603037a01a2774788e4c48eabeffcf7016eaa9a0461cdfd2c425a7ce15edd08","structureNote":"Dargestellt ist die (2S)-Form; nicht der stereochemisch unbestimmte Datensatz CID 55287082."}},{"id":"agaritin","name":"Agaritin","category":"Aromatisches Hydrazinderivat","target":"Genotoxizität im Versuch","syndrome":"Keine gesicherte Zuordnung","species":["agaricus-bisporus"],"occurrenceRefs":["agaritin-friederich-1986","agaritin-schulzova-2009"],"summary":"Ein natürlicher Inhaltsstoff von Champignons. Sein Vorkommen ist belegt; wie sich unterschiedliche Laborbefunde auf das gesundheitliche Risiko beim Menschen übertragen lassen, bleibt eine eigene Forschungsfrage.","latency":"Für Agaritin lässt sich aus den hier ausgewerteten Arbeiten keine verlässliche Zeitspanne bis zu Beschwerden beim Menschen angeben. Die zeitlichen Messungen im Mausversuch beschreiben den Stoffwechsel und einen Urinmarker, keinen menschlichen Vergiftungsverlauf.","latencyRefs":["agaritin-kondo-2008"],"hasEstablishedSyndrome":false,"checkedAt":"14.10.2026","related":[],"evidence":[{"label":"Chemisch belegt","text":"Agaritin wurde aus Agaricus bisporus isoliert und in weiteren Pilzproben analytisch untersucht. Gehalte unterscheiden sich zwischen Arten und Proben."},{"label":"Experimentell untersucht","text":"Bakterien-, Zell- und Tierversuche liefern je nach Präparat, Verfahren und Messgröße unterschiedliche Ergebnisse."},{"label":"Beim Menschen offen","text":"Die ausgewerteten Arbeiten belegen weder eine Krebswirkung noch einen therapeutischen Nutzen beim Menschen."}],"sections":[{"title":"Vorkommen: ein Inhaltsstoff, kein Arturteil","text":"Agaritin gehört zu den aromatischen Hydrazinderivaten und enthält einen Glutamylrest. Es wurde aus dem Zweisporigen Champignon isoliert. Eine Untersuchung von 53 wild gesammelten Agaricus-Arten aus Tschechien fand große Unterschiede zwischen den Arten. Der Gehalt lässt sich deshalb weder aus dem Namen „Champignon“ noch aus der Größe eines Fruchtkörpers zuverlässig ablesen. Hier ist nur das belegte Artporträt von Agaricus bisporus verknüpft; die Zuordnung bedeutet keine Messung seiner abgebildeten Fruchtkörper.","sourceRefs":["pubchem-agaritin","agaritin-friederich-1986","agaritin-schulzova-2009"]},{"title":"Umwandlungen hängen vom Versuchssystem ab","text":"Enzyme können Agaritin verändern. In einem Versuch mit Pilzhomogenat entstanden mindestens drei Metaboliten; das erwartete freie 4-(Hydroxymethyl)phenylhydrazin, kurz HMPH, wurde dabei nicht gefunden. Eine andere Arbeit wies HMPH nach Behandlung mit dem Enzym γ-Glutamyltransferase nach. Ein einziger, für Pilz, Extrakt und menschlichen Körper gleicher Abbauweg wäre deshalb eine zu starke Vereinfachung.","sourceRefs":["agaritin-walton-2001","agaritin-kondo-2008"]},{"title":"Warum Labortests zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen","text":"Gereinigtes Agaritin und einzelne Derivate lösten in bestimmten Salmonella-Teststämmen Mutationen aus; enzymatische Vorbehandlung verstärkte manche Reaktionen. Eine andere Untersuchung fand bei komplexen Champignonextrakten dagegen keinen genotoxischen Effekt in den geprüften Zell- und Tierversuchen. Sie erklärte erhöhte Bakterienkoloniezahlen mit einem möglichen Histidin-Artefakt. Das widerlegt nicht automatisch den Versuch am gereinigten Stoff: Untersucht wurden unterschiedliche Präparate und Endpunkte.","sourceRefs":["agaritin-friederich-1986","agaritin-pool-zobel-1990"]},{"title":"Tierbefunde richtig einordnen","text":"Im lacI-Mausmodell von 1995 erhöhte ein Extrakt mit 30 % Agaritin nach 15 Wochen die Mutationshäufigkeit in Niere und Vormagen. Die untersuchten Diäten mit frischen oder gefriergetrockneten Champignons zeigten keinen statistisch signifikanten Anstieg. Eine Arbeit von 2008 fand nach Agaritingabe einen erhöhten Urinwert des oxidativen Stressmarkers 8-OHdG. Mutationen, ein solcher Marker und tatsächlich entstandene Tumoren sind verschiedene Endpunkte. Diese Ergebnisse beziffern keine Krebswahrscheinlichkeit für Menschen.","sourceRefs":["agaritin-shephard-1995","agaritin-kondo-2008"]},{"title":"Krebsrisiko: was die historische Bewertung aussagt","text":"Eine lebenslange Trinkwasserstudie an Mäusen fand unter ihren Versuchsbedingungen keinen nachweisbaren kanzerogenen Effekt von Agaritin. Die IARC unterschied 1983 ausdrücklich zwischen Agaritin selbst und experimentell geprüften Derivaten seiner Metaboliten. Der Eintrag verweist auf die Einstufung in Gruppe 3 von 1987: hinsichtlich der Krebswirkung beim Menschen nicht klassifizierbar. Das ist weder ein Unbedenklichkeitsnachweis noch ein Nachweis menschlicher Krebsfälle. Die hier ausgewerteten späteren Laborarbeiten ersetzen keine belastbaren Humandaten.","sourceRefs":["agaritin-toth-1981","agaritin-iarc-1983","agaritin-shephard-1995","agaritin-kondo-2008"]},{"title":"Lagerung und Zubereitung verändern die Gehalte","text":"Eine Studie von 2002 untersuchte Kulturchampignons unter den Namen Agaricus hortensis und A. bitorquis. Je nach Verarbeitung sank der gemessene Agaritingehalt; beim Kochen ging ein Teil in das Wasser über. Weniger Agaritin im festen Pilz bedeutet daher nicht automatisch vollständigen Abbau. Eine Arbeit von 2025 fand ebenfalls geringere Gehalte nach Wärmebehandlung weißer Kulturchampignons und berichtete keine beobachtete Bildung toxischer Abbauprodukte. Ihr hier gelesenes Abstract erlaubt keine Aussage zu allen Nachweisgrenzen oder Zubereitungen. Die Untersuchungen liefern keine allgemeine Sicherheitsgarantie für eine Mahlzeit.","sourceRefs":["agaritin-schulzova-2002","agaritin-libenska-2025"]},{"title":"Medizinische Forschung ist noch keine Behandlung","text":"Eine Studie von 2023 knüpfte an Forschung zu Agaricus blazei an und untersuchte kommerziell bezogenes Agaritin-Monohydrat an vier Blutkrebszelllinien. In mehreren Linien nahm die Zelllebensfähigkeit ab; Hinweise auf programmierten Zelltod und Veränderungen an Mitochondrien waren je nach Zelllinie unterschiedlich. THP-1-Zellen reagierten nicht entsprechend. Das ist ein mechanistischer Zellversuch. Er belegt weder eine wirksame Krebsbehandlung beim Menschen noch einen Nutzen durch den Verzehr von Champignons oder Pilzpräparaten.","sourceRefs":["agaritin-ogasawara-2023"]}],"chemistry":{"id":"agaritin","cid":439517,"formula":"C12H17N3O4","molecularWeight":"267.28","smiles":"C1=CC(=CC=C1CO)NNC(=O)CCC(C(=O)O)N","sourceUrl":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/439517","propertiesURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/439517/property/MolecularFormula,MolecularWeight,CanonicalSMILES/JSON","imageURL":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/rest/pug/compound/cid/439517/PNG?record_type=2d&image_size=large","retrievedAt":"2026-10-14","image":"/assets/chemistry/agaritin.png","provider":"PubChem / NCBI","structureNote":"Darstellung des Agaritin-Datensatzes mit L-Glutamylrest; kein Gemisch und keine Dosisangabe.","raw":{"PropertyTable":{"Properties":[{"CID":439517,"MolecularFormula":"C12H17N3O4","MolecularWeight":"267.28","ConnectivitySMILES":"C1=CC(=CC=C1CO)NNC(=O)CCC(C(=O)O)N"}]}}}},{"checkedAt":"18.10.2026","related":[],"id":"mutterkornalkaloide","name":"Mutterkornalkaloide","category":"Ergolin-Alkaloide","target":"Adrenerge, serotonerge und dopaminerge Rezeptoren","syndrome":"Ergotismus (Mutterkornvergiftung)","species":["claviceps-purpurea"],"occurrenceRefs":["tx041-bfr-faq-2024","tx041-lgl-2024","tx041-efsa-2017","tx041-haarmann-2009"],"summary":"Eine Gruppe von Alkaloiden mit gemeinsamem Ergolin-Grundgerüst, die vor allem im Mutterkorn eingelagert ist. Sie wirken an adrenergen, serotonergen und dopaminergen Rezeptoren und lösten früher Ergotismus-Epidemien aus. Heute begrenzt die EU Mutterkorn und die Summe von zwölf Hauptalkaloiden in Getreide und Getreideerzeugnissen.","latency":"Die ausgewerteten Quellen nennen keine feste Zeitspanne bis zu ersten Beschwerden. Sie trennen kurzfristige (akute) Wirkungen nach einmaliger oder kurzzeitiger Aufnahme, etwa Kopfschmerzen, Missempfindungen in den Gliedmaßen, Halluzinationen oder Krämpfe, von Folgen langfristiger (chronischer) Aufnahme wie Gewebeschäden und andauernden Muskelkrämpfen. Den historischen Ergotismus beschreibt das LGL als chronische Vergiftung, die über Kribbeln der Haut zu starken Muskelkrämpfen oder zu absterbenden Gliedmaßen führen konnte.","latencyRefs":["tx041-bfr-2023","tx041-bfr-faq-2024","tx041-lgl-2024"],"chemistryRefs":["tx041-efsa-2012","tx041-efsa-2017","tx041-eu-2023-915","tx041-bfr-2023","tx041-crews-2015"],"chemistryNote":"Mutterkornalkaloide sind keine Einzelverbindung, sondern eine Gruppe von Abkömmlingen des tetrazyklischen Ergolin-Ringsystems. Für Überwachung und Höchstgehalte zählen die Hauptalkaloide von Claviceps purpurea: Ergometrin, Ergotamin, Ergosin, Ergocristin, Ergocryptin (α- und β-Form) und Ergocornin sowie die zugehörigen Epimere Ergometrinin, Ergotaminin, Ergosinin, Ergocristinin, Ergocryptinin und Ergocorninin. Ergometrin ist ein einfacher Lysergsäure-Abkömmling, die übrigen fünf sind Ergopeptine. Die -in- und -inin-Formen unterscheiden sich in der räumlichen Anordnung am Kohlenstoffatom C-8 (8R beziehungsweise 8S) und können sich ineinander umwandeln. Da die Zusammensetzung von Probe zu Probe wechselt und die EU-Höchstgehalte für eine Summe gelten, zeigen wir keine einzelne Strukturformel stellvertretend für die ganze Gruppe.","evidence":[{"label":"Stoffnachweis","text":"In den Sklerotien von Claviceps purpurea nachgewiesen; die Überwachung erfasst zwölf Hauptalkaloide in Getreide und Getreideerzeugnissen."},{"label":"Experimentelle Wirkung","text":"Rezeptorwirkungen und Tierversuche; die EFSA-Richtwerte beruhen auf einer Fütterungsstudie mit Ergotamin an Ratten."},{"label":"Menschliche Vergiftungen","text":"Ergotismus-Epidemien sind historisch belegt. Heute bewerten Behörden vor allem Gehalte in Getreideerzeugnissen, besonders aus Roggen."}],"sections":[{"title":"Wo Mutterkornalkaloide vorkommen","text":"Mutterkorn- oder Ergotalkaloide sind Stoffwechselprodukte bestimmter Pilze, darunter des Mutterkornpilzes Claviceps purpurea. Sie sind vor allem im Mutterkorn eingelagert: in den dunklen Sklerotien, die als Dauerform des Pilzes anstelle eines Korns aus den Ähren von Wildgräsern und Getreide ragen. Unter den Getreidearten ist besonders Roggen betroffen, seltener Triticale, Weizen, Hafer und Gerste. In Europa ist C. purpurea die am weitesten verbreitete Claviceps-Art; nach Übersichtsarbeiten kann sie rund 400 Grasarten befallen, darunter Getreide und Futtergräser. Ergotalkaloide bilden auch andere Pilze, etwa gräserbewohnende Endophyten der Gattung Epichloë.","sourceRefs":["tx041-bfr-faq-2024","tx041-lgl-2024","tx041-efsa-2012","tx041-efsa-2017","tx041-haarmann-2009","tx041-miedaner-2015"]},{"title":"Eine Stoffgruppe, zwölf Leitsubstanzen","text":"Kennzeichnend für die Ergotalkaloide ist nach EFSA und BfR das tetrazyklische Ergolin-Ringsystem; eine Übersichtsarbeit beschreibt sie als tri- oder tetrazyklische Abkömmlinge von prenyliertem Tryptophan. Die EFSA unterscheidet nach dem Rest am Kohlenstoffatom C-8 Clavin-Alkaloide, einfache Lysergsäure-Abkömmlinge, Ergopeptine und Ergopeptame; nach Übersichtsarbeiten bildet C. purpurea Vertreter all dieser Gruppen. Das LGL nennt über 50 bekannte Ergotalkaloide. EFSA und EU-Recht konzentrieren sich auf die Hauptalkaloide von C. purpurea: Ergometrin, Ergotamin, Ergosin, Ergocristin, Ergocryptin und Ergocornin samt ihren -inin-Epimeren. Ergocryptin ist nach der EFSA ein Gemisch aus α- und β-Form; beide Formen von Ergocryptin und von Ergocryptinin werden meist als Summe gemeldet und jeweils als ein Alkaloid gezählt. So ergeben sich zwölf Hauptalkaloide, obwohl der EFSA-Bericht von 2017 vierzehn Einzelverbindungen abdeckt. LSD kommt im Mutterkorn nicht natürlich vor: Es ist ein halbsynthetischer Lysergsäure-Abkömmling, den Albert Hofmann 1938 erstmals synthetisierte.","sourceRefs":["tx041-bfr-2023","tx041-efsa-2017","tx041-haarmann-2009","tx041-miedaner-2015","tx041-crews-2015","tx041-lgl-2024","tx041-eu-2023-915","tx041-efsa-2012"]},{"title":"Wie die Alkaloide wirken","text":"Über ihr Ergolin-Grundgerüst wirken Ergotalkaloide nach BfR und EFSA vor allem an adrenergen, serotonergen und dopaminergen Rezeptoren. Je nach Struktur können sie dort aktivierend, teilweise aktivierend oder blockierend wirken; auch die im Zielgewebe vorhandenen Rezeptortypen beeinflussen die Wirkung. Das LGL führt das auf die strukturelle Ähnlichkeit der Lysergsäure-Abkömmlinge mit den Botenstoffen Noradrenalin, Dopamin und Serotonin zurück; eine Übersichtsarbeit hält diese Erklärung für die wahrscheinlichste. Dieselbe Übersichtsarbeit schreibt den Ergopeptinen über adrenerge Rezeptoren gefäßverengende Wirkungen zu. Ergometrin wird nach dem LGL in der Medizin verwendet, um Gebärmutterkontraktionen auszulösen; nach dem BfR zeigen Humandaten, dass Ergotalkaloide solche Kontraktionen bereits bei geringen Aufnahmemengen hervorrufen können. In Tierversuchen zeigten sich nach einmaliger Gabe vor allem Zeichen von Neurotoxizität wie Muskelschwäche und Zittern, nach wiederholter Gabe unter anderem Durchblutungsstörungen vorwiegend in den Extremitäten.","sourceRefs":["tx041-bfr-2023","tx041-efsa-2017","tx041-haarmann-2009","tx041-lgl-2024","tx041-bfr-faq-2024"]},{"title":"Ergotismus: Krampfform und Brandform","text":"Die Vergiftung durch Mutterkorn wird heute als Ergotismus bezeichnet. Beim konvulsiven Ergotismus, im Deutschen auch Krampfseuche oder Kribbelkrankheit genannt, stehen Kribbeln, Muskelkrämpfe, Zuckungen und Halluzinationen im Vordergrund. Beim gangränösen Ergotismus kommt es zu brennenden Schmerzen und Gefühlsverlust in Fingern, Zehen oder ganzen Gliedmaßen, die schließlich absterben können. Eine Übersichtsarbeit führt die Krampfform auf eine serotonerge Wirkung einiger Alkaloide auf das Zentralnervensystem zurück, die Brandform auf ihre starke Gefäßverengung. Im Mittelalter hieß die Krankheit „St. Antonius-Feuer“ oder heiliges Feuer; sie trat vor allem nach dem Verzehr von Brot aus befallenem Roggen auf. Für das 10. Jahrhundert beschreiben Übersichtsarbeiten Epidemien in Frankreich mit vielen Toten, nennen dafür aber unterschiedliche Zahlen. Nachdem der Zusammenhang erkannt war und Getreide gereinigt wurde, wurden große Epidemien selten; Haarmann et al. nennen 1879–1881 als letzte in Deutschland sowie spätere Ausbrüche in Russland (1926–1927) und Äthiopien (1977–1978).","sourceRefs":["tx041-lgl-2024","tx041-haarmann-2009","tx041-miedaner-2015"]},{"title":"Lebensmittelsicherheit heute","text":"Große Mutterkorn-Epidemien sind nach dem LGL durch landwirtschaftliche Reduzierungsmaßnahmen heute praktisch ausgeschlossen. Ergotalkaloide gelangen aber weiterhin über Mutterkorn, dessen Bruchstücke oder Staub in Getreideerzeugnisse, und Verbraucherinnen und Verbraucher können sie nicht erkennen. Weil Ergotalkaloide auch ohne sichtbare Sklerotien vorkommen können, kamen 2022 zu den Höchstgehalten für Mutterkorn-Sklerotien in unverarbeitetem Getreide EU-weit Höchstgehalte für die Summe der Hauptalkaloide in Mahlerzeugnissen und weiteren Lebensmitteln hinzu; beide stehen heute in der Verordnung (EU) 2023/915. In der durch die Verordnung (EU) 2024/1808 geänderten Fassung gilt für Sklerotien in unverarbeiteten Getreidekörnern außer Mais und Reis ein Höchstgehalt von 0,2 g/kg, für Roggen seit dem 1. Juli 2025. Für die Alkaloidsumme in Roggenmahlerzeugnissen gelten 500 µg/kg, ab dem 1. Juli 2028 250 µg/kg; für Getreidebeikost für Säuglinge und Kleinkinder 20 µg/kg. Die EFSA leitete 2012 für die Summe der Alkaloide Gruppenrichtwerte ab: eine akute Referenzdosis von 1 µg je Kilogramm Körpergewicht und eine tolerierbare tägliche Aufnahme von 0,6 µg je Kilogramm Körpergewicht und Tag. An ihnen messen Behörden die geschätzte Aufnahme über Lebensmittel. Mit Überwachungsdaten der Jahre 2013 bis 2021 kam das BfR 2023 zu dem Schluss, dass bei Kindern von sechs Monaten bis unter sechs Jahren durch Roggenerzeugnisse akute gesundheitliche Beeinträchtigungen mit mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit auftreten können; die Wahrscheinlichkeit chronischer Beeinträchtigungen stufte es als gering ein.","sourceRefs":["tx041-lgl-2024","tx041-bfr-faq-2024","tx041-eu-2023-915","tx041-eu-2024-1808","tx041-eu-2023-915-kons","tx041-efsa-2012","tx041-bfr-2023"]},{"title":"Warum das Alkaloidprofil schwankt","text":"Welche Alkaloide ein Mutterkorn in welcher Menge enthält, hängt nach dem BfR von der Wirtspflanze und dem regional vorherrschenden Pilzstamm ab. Isolate von C. purpurea unterscheiden sich genetisch und umweltbedingt stark in ihrer Alkaloidzusammensetzung. In einem Roggenversuch veränderten Standort und Jahr bei gleichem Impfmaterial sogar die Anteile einzelner Alkaloide: In einem Jahr hatten Ergotamin und Ergosin die größten Anteile, im folgenden Jahr am selben Ort Ergosin und Ergocristin; die Autoren halten einen Einfluss des aus mehreren Isolaten gemischten Impfmaterials für möglich. Eine Feldstudie mit drei Isolaten aus drei Ländern fand bei den Isolaten ähnliche Spektren, aber unterschiedliche Mengen einzelner Alkaloide; zwischen ihren beiden Versuchsjahren verschoben sich vor allem die Anteile von Ergometrin und Ergotamin. Der Gesamtgehalt im Mutterkorn liegt nach dem LGL meist weit unter 1 %; eine Übersichtsarbeit nennt 0,01 bis 1 % der Trockenmasse. Bei Verarbeitung und Backen verschiebt sich das Verhältnis zugunsten der -inin-Epimere. Sichtbare Sklerotien zeigen Alkaloide in Getreideproben meist an; in den von der EFSA ausgewerteten Daten gab es aber auch Proben ohne erkennbare Sklerotien mit messbaren Gehalten und Proben mit Sklerotien, in denen keine Alkaloide quantifiziert wurden.","sourceRefs":["tx041-bfr-2023","tx041-miedaner-2015","tx041-kodisch-2020","tx041-lgl-2024","tx041-haarmann-2009","tx041-efsa-2017"]},{"title":"Die klinische Grenze","text":"Kenntnisse über Wirkungen beim Menschen beruhen nach BfR und EFSA auf unerwünschten Wirkungen beim Einsatz einzelner Alkaloide als Arzneistoffe und auf Krankheitsausbrüchen nach dem Verzehr stark belasteter Getreideprodukte. Die EFSA-Richtwerte selbst beruhen auf einer 13-wöchigen Fütterungsstudie mit Ergotamin an Ratten; als empfindlichster Endpunkt diente eine Schwanzmuskelatrophie infolge Gefäßverengung. Nach dem BfR wurden die Werte den Erkenntnissen aus der Arzneimittelanwendung gegenübergestellt. Weil sich die relative Wirkstärke der einzelnen Alkaloide nicht bestimmen ließ, nahm die EFSA für alle die gleiche an; die -inin-Formen gelten als biologisch inaktiv oder weniger toxisch, werden wegen der Umwandlung ineinander aber mitbewertet. Hinweise auf eine gentoxische Wirkung liegen nach dem BfR unter Verweis auf die EFSA nicht vor. Eine Übersichtsarbeit hält es für wahrscheinlich, dass die Beschwerden beim Ergotismus vom jeweiligen Alkaloidprofil des Mehls abhängen. Wie viel Alkaloid eine Probe enthält, lässt sich nach EFSA und einer Feldstudie nicht verlässlich aus ihrem Mutterkornanteil vorhersagen. Einzelne Wirkstoffe wie Ergotamin oder Ergometrin werden medizinisch eingesetzt; die frühere Verwendung von Mutterkorn als Wehenmittel war dagegen wegen des schwer kontrollierbaren Wirkstoffgehalts riskant.","sourceRefs":["tx041-bfr-faq-2024","tx041-efsa-2012","tx041-efsa-2017","tx041-bfr-2023","tx041-crews-2015","tx041-haarmann-2009","tx041-kodisch-2020","tx041-lgl-2024"]}]}],"sources":[{"id":"dgfm-poison-2026","title":"DGfM · Giftpilze mit Syndromen, nach Taxa","url":"https://www.dgfm-ev.de/files/dokumente/PSV/2026-06-01_giftpilze-nach-taxa.pdf","author":"DGfM-Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie","locator":"Arteinträge Inocybe geophylla und Pseudosperma rimosa [Listenschreibweise]: Muskarin-Syndrom; Stand 01.05.2026.","accessedAt":"2026-10-03","kind":"Fachgesellschaft"},{"id":"lepiota-amatoxins-2022","title":"Occurrence and chemotaxonomical analysis of amatoxins in Lepiota spp.","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34965486/","author":"Sarawi et al. (2022)","locator":"Abstract gelesen: 48 Kollektionen, 16 Arten, UHPLC-QTOF-MS/MS. Keine Volltextauswertung; keine Übertragung auf jede Population.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-03"},{"id":"bfr-muscimol-2025","title":"Fliegenpilzgift: gesundheitliche Risiken muscimolhaltiger „Fruchtgummis“","author":"BfR · Mitteilung 021/2025","url":"https://www.bfr.bund.de/mitteilung/fliegenpilzgift-gesundheitliche-risiken-muscimolhaltiger-fruchtgummis-kinder-sind-besonders-gefaehrdet/","locator":"Abschnitte zu Wirkstoffen und Vergiftungen; keine Übertragung von Produktmengen auf Fruchtkörper","kind":"Behördliche Einordnung","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"fda-amanita-2024","title":"Scientific Memorandum: Amanita muscaria","author":"US Food and Drug Administration · 09.09.2024","url":"https://www.fda.gov/media/184512/download","locator":"S. 4, 6 und 9: traditionelle Nutzung, Verarbeitung und experimentelle Anwendungen; Sicherheitsbewertung für Lebensmittel, keine klinische Wirksamkeitsstudie","kind":"Behördliche Evidenzbewertung","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"tsunoda-processing-1993","title":"Change in Ibotenic Acid and Muscimol Contents in Amanita muscaria during Drying, Storing or Cooking","author":"Tsunoda, Inoue, Aoyagi & Sugahara · 1993","url":"https://www.jstage.jst.go.jp/article/shokueishi1960/34/2/34_2_153/_article","locator":"Englisches Abstract gelesen; J. Food Hyg. Soc. Japan 34:153–160; DOI 10.3358/shokueishi.34.153","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"tsunoda-variation-1993","title":"Changes in Concentration of Ibotenic Acid and Muscimol in the Fruit Body of Amanita muscaria during the Reproduction Stage","author":"Tsunoda, Inoue, Aoyagi & Sugahara · 1993","url":"https://www.jstage.jst.go.jp/article/shokueishi1960/34/1/34_1_18/_article","locator":"Englisches Abstract gelesen; 34:18–24; DOI 10.3358/shokueishi.34.18","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"ordak-2023","title":"Reasons, Form of Ingestion and Side Effects Associated with Consumption of Amanita muscaria","author":"Ordak et al. · 2023","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37112610/","locator":"Abstract und indexierte Ergebnispassagen: Auswertung von Social-Media-Berichten; Toxics 11(4):383; DOI 10.3390/toxics11040383","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"heiss-2019","title":"Convection-Enhanced Delivery of Muscimol in Patients with Drug-Resistant Epilepsy","author":"Heiss et al. · 2019","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30407567/","locator":"Abstract und indexierte Methoden-/Ergebnispassagen: Phase 1, drei Erwachsene, direkte intrazerebrale Infusion; Neurosurgery 85:E4–E15; DOI 10.1093/neuros/nyy480","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"lurie-2009","title":"Mushroom poisoning from species of genus Inocybe: a case series with exact species identification","author":"Lurie et al. · 2009","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19566380/","locator":"Abstract gelesen; 14 behandelte Fälle; Clin. Toxicol. 47:562–565; DOI 10.1080/15563650903008448","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"bushnell-2002","title":"Structural basis of transcription: α-amanitin–RNA polymerase II cocrystal at 2.8 Å resolution","author":"Bushnell, Cramer & Kornberg · 2002","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11805306/","locator":"Indexiertes Abstract zur Röntgenstruktur des Hefe-Enzyms; PNAS 99:1218–1222; DOI 10.1073/pnas.251664698","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"orellanine-cohort-2017","title":"Long-term clinical outcome for patients poisoned by the fungal nephrotoxin orellanine","author":"Hedman, Holmdahl, Mölne, Ebefors, Haraldsson & Nyström · 2017","url":"https://link.springer.com/article/10.1186/s12882-017-0533-6","locator":"Abstract sowie Abschnitte Background und Results: 28 eingeschlossene Fälle; DOI 10.1186/s12882-017-0533-6","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"vohra-2024","title":"A 19-year longitudinal assessment of gyromitrin-containing (Gyromitra spp.) mushroom poisonings in Michigan","author":"Vohra, Dirks, Bonito, James & Carroll · 2024","url":"https://doi.org/10.1016/j.toxicon.2024.107825","locator":"Autoren-PDF, S. 1–2: Abstract, Einleitung und Methoden; 118 Meldungen, davon 83 symptomatisch; Toxicon 247:107825","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"coprin-enzyme-1977","title":"Effects on rat liver acetaldehyde dehydrogenases in vitro and in vivo by coprine","author":"Tottmar & Lindberg · 1977","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/577107/","locator":"Indexiertes Abstract: Coprin und 1-Aminocyclopropanol, Enzymversuche und Rattenmodell; kein klinischer Therapienachweis","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"coprin-human-cells-1988","title":"Effects of disulfiram, cyanamide and 1-aminocyclopropanol on aldehyde dehydrogenase activity in human erythrocytes and leukocytes","author":"Helander & Tottmar · 1988","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2848231/","locator":"Indexiertes Abstract zu menschlichen Blutzellen; Zellversuch, keine Anwendung am Menschen","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"dgfm-syndromes","title":"Vergiftungssyndrome","author":"DGfM · Fachausschuss Pilzverwertung und Toxikologie · Stand 22.01.2023","url":"https://www.dgfm-ev.de/de/beschreibung-symptome-und-karenzzeiten","locator":"Abschnitte Amatoxin, Gyromitrin, Orellanus, Muscarin, Pantherina, Coprinus und Paxillus; Artzuordnung und zeitliche Einordnung","kind":"Fachgesellschaft","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"helsenorge-poisons","title":"Poisonous mushrooms in Norway","author":"Norwegian Poisons Information Centre / Helsenorge","url":"https://www.helsenorge.no/en/poison-information/poisonous-mushrooms/","locator":"Abschnitte Hepatotoxic mushrooms und Nephrotoxic mushrooms; klinische Einordnung","kind":"Giftinformationszentrum","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"fn14-clitocybe-phyllophila","title":"First Nature · clitocybe phyllophila","url":"https://www.first-nature.com/fungi/clitocybe-phyllophila.php","author":"Pat O’Reilly","locator":"Artbeschreibung mit Bestimmungsmerkmalen, Mikroskopie, Ökologie und Artvergleichen gelesen. Britische Saison nicht als gesamteuropäischer Kalender verwendet.","accessedAt":"2026-10-04","kind":"Fachportal"},{"id":"ps-raison-2023","title":"Single-Dose Psilocybin Treatment for Major Depressive Disorder","author":"Raison et al. · JAMA · 2023","url":"https://doi.org/10.1001/jama.2023.14530","locator":"Abstract, Methoden, Ergebnisse und Einschränkungen der korrigierten Verlagsfassung gelesen; n=104.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"ps-carhart-2021","title":"Trial of Psilocybin versus Escitalopram for Depression","author":"Carhart-Harris et al. · NEJM · 2021","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33852780/","locator":"PubMed-Abstract gelesen; primärer Endpunkt nach sechs Wochen, n=59. Kein Volltextreview.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"ps-goodwin-2022","title":"Single-Dose Psilocybin for a Treatment-Resistant Episode of Major Depression","author":"Goodwin et al. · NEJM · 2022","url":"https://doi.org/10.1056/NEJMoa2206443","locator":"Abstract im Publikationsarchiv Stanford Health Care gelesen (861/861298.html); n=233. Kein Volltextreview.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"ps-episode-2026","title":"Efficacy and Safety of Psilocybin in Treatment-Resistant Major Depression: The EPISODE Randomized Clinical Trial","author":"Mertens, Koslowski, Betzler et al. · JAMA Psychiatry · 2026","url":"https://doi.org/10.1001/jamapsychiatry.2026.0132","locator":"Verlagsfassung: Abstract, Methoden und Ergebnisse gelesen. 144 randomisiert; 142 in der Intention-to-treat-Auswertung; primärer Endpunkt und schwerwiegende Reaktionen.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"ps-yngwe-2026","title":"Short-Term and Late-Term Effects of Psilocybin on Symptoms in Major Depression: A Randomized Clinical Trial","author":"Yngwe et al. · JAMA Network Open · 2026","url":"https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2026.12589","locator":"Verlagsabstract und Ergebnispassagen gelesen; n=35, primär Tag 8, weitere Nachbeobachtung bis Tag 365.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"ps-rucker-2026","title":"Psilocybin-assisted therapy for treatment-resistant major depressive disorder in a public healthcare setting: a randomized controlled trial","author":"Rucker et al. · Nature Medicine 32:3430–3437 · 2026","url":"https://doi.org/10.1038/s41591-026-04541-0","locator":"Veröffentlichtes Abstract im institutionellen Archiv King’s College London gelesen. Machbarkeitsstudie, n=60; klinische Effektschätzung ist nicht der primäre Machbarkeitsendpunkt.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"ps-bogenschutz-2022","title":"Percentage of Heavy Drinking Days Following Psilocybin-Assisted Psychotherapy vs Placebo in the Treatment of Adult Patients With Alcohol Use Disorder","author":"Bogenschutz et al. · JAMA Psychiatry · 2022","url":"https://doi.org/10.1001/jamapsychiatry.2022.2096","locator":"PubMed-Abstract gelesen; 95 randomisiert, 93 behandelt; Anteil schwerer Trinktage über 32 Wochen.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"ps-rieser-2025","title":"Psilocybin-assisted therapy for relapse prevention in alcohol use disorder: a phase 2 randomized clinical trial","author":"Rieser et al. · EClinicalMedicine 82:103149 · 2025","url":"https://doi.org/10.1016/j.eclinm.2025.103149","locator":"Vollständiges Abstract über Europe PMC (PMID 40144690) gelesen; 37 Teilnehmende in der Vierwochen-Auswertung nach Entzugsbehandlung.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"ps-cavanna-2022","title":"Microdosing with psilocybin mushrooms: a double-blind placebo-controlled study","author":"Cavanna et al. · Translational Psychiatry · 2022","url":"https://doi.org/10.1038/s41398-022-02039-0","locator":"Veröffentlichtes Abstract im institutionellen Archiv Tilburg University gelesen; n=34, akute und kurzfristige Effekte. Kein Volltextreview.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"ps-madsen-2019","title":"Psychedelic effects of psilocybin correlate with serotonin 2A receptor occupancy and plasma psilocin levels","author":"Madsen et al. · Neuropsychopharmacology · 2019","url":"https://doi.org/10.1038/s41386-019-0324-9","locator":"Abstract und Einleitung gelesen; PET-Studie an acht gesunden Freiwilligen. Korrektur veröffentlicht unter DOI 10.1038/s41386-019-0360-5; keine einzelnen Bindungsprozentwerte übernommen.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"ps-holze-2023","title":"Pharmacokinetics and Pharmacodynamics of Oral Psilocybin Administration in Healthy Participants","author":"Holze et al. · Clinical Pharmacology & Therapeutics · 2023","url":"https://doi.org/10.1002/cpt.2821","locator":"Verlagsfassung: Einleitung, Methoden und Ergebnisse einschließlich Tabelle 1 gelesen; Daten zweier Studien an gesunden Personen, keine Wirksamkeitsstudie bei Depression.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"ps-gotvaldova-2022","title":"Extensive Collection of Psychotropic Mushrooms with Determination of Their Tryptamine Alkaloids","author":"Gotvaldová et al. · International Journal of Molecular Sciences 23:14068 · 2022","url":"https://doi.org/10.3390/ijms232214068","locator":"Tabelle 1 und Abschnitte 2.1–2.3 sowie Diskussion: analytischer Nachweis und Variation. Keine Übertragung von Studienpräparaten auf Fruchtkörper.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"tx219-kaya","title":"Amatoxin and phallotoxin concentration in Amanita phalloides spores and tissues","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23719849/","locator":"Abstract gelesen; sechs Fruchtkörper, eine türkische Fundstelle, HPLC; online 2013, Heft 2015.","author":"Kaya et al.","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx219-phalloidin","title":"Toxicokinetics and tissue distribution of phalloidin in mice","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37598851/","locator":"Abstract gelesen; Mausmodell und Caco-2-Zellen, keine klinische Expositionsstudie (2023).","author":"Lim et al.","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx219-transport","title":"Characterization of the transport of the bicyclic peptide phalloidin by human hepatic transport proteins","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/14530907/","locator":"Abstract gelesen; transfizierte HEK293-Zellen mit menschlichen Transportern, keine Patientenbehandlung (2003).","author":"Thomas Fehrenbach, Yunhai Cui, Heinz Faulstich & Dietrich Keppler","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx219-illudin","title":"A Chemical Proteomic Analysis of Illudin-Interacting Proteins","url":"https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6900183/","locator":"Indexierte Einleitung und Zusammenfassung zu Zytotoxizität und Selektivitätsgrenzen gelesen (2019); keine klinische Wirksamkeitsbewertung.","author":"Philipp Le, Matthew B. Nodwell, Jürgen Eirich & Stephan A. Sieber","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx219-acro-analysis","title":"Mass spectrometric determination of acromelic acid A from a new poisonous mushroom: Clitocybe amoenolens","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15560485/","locator":"Abstract über Europe PMC gelesen; LC-MS-Nachweis in getrocknetem Pilzmaterial (2004).","author":"Bessard et al.","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx219-acro-cases","title":"Erythromelalgia and mushroom poisoning","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11527236/","locator":"Abstract über Europe PMC gelesen; sieben europäische Fälle, Artzuordnung als mögliche Ursache formuliert (2001).","author":"Saviuc et al.","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx219-acro-model","title":"Acute and late effects on induction of allodynia by acromelic acid","url":"https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC1575046/","locator":"Abstract, Einleitung und Versuchsansatz gelesen; intrathekale Gabe im Mausmodell, verschiedene Wirkungen der Isomere (2004).","author":"Minami et al.","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx219-acro-glia","title":"Comparison of mechanisms of allodynia induced by acromelic acid A between early and late phases","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25861935/","locator":"Abstract gelesen; frühe und späte Allodynie im Mausmodell (2015).","author":"Haruka Omoto, Shinji Matsumura, Manabu Kitano, Shinichiro Miyazaki, Toshiaki Minami & Seiji Ito","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx219-ustalic-original","title":"Ustalic acid as a toxin and related compounds from the mushroom Tricholoma ustale","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12125567/","locator":"Abstract gelesen; Isolierung, Spektraldaten und Synthese (2002). Historisches japanisches Artkonzept beachten.","author":"Sano et al.","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx219-ustalic-food","title":"Quantitative analysis of the Tricholoma ustale-derived toxin, ustalic acid, in mushroom and food samples by LC-MS/MS","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33147547/","locator":"Abstract gelesen; Methodik und Anwendung auf Mahlzeitreste eines Vergiftungsfalls; historische Artbezeichnung (2020).","author":"Yoshioka et al.","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx219-ustalic-2025","title":"Genomic and Metabolite Analysis-Driven Revision of Basidiomycete Natural Product Biosynthetic Pathway","url":"https://www.jstage.jst.go.jp/article/cpb/73/12/73_c25-00594/_html/-char/en","locator":"Abstract, Einleitung und Ergebnisse 3.1–3.4 gelesen; Kulturen von T. stans und T. albobrunneum, uta-Gencluster; Taxonbezug T. kakishimeji (2025).","author":"Kenji Watanabe","kind":"Übersichtsarbeit","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-bolesatin-structure","title":"Characterization of bolesatine … and its effects on kidney cells (1991)","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1707561/","locator":"Abstract gelesen: einkettiges Glykoprotein, relative Molekülmasse 63.000 ± 3.000, intramolekulare Disulfidbrücke; kein vollständiges Strukturmodell.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-bolesatin-sequence","title":"Properties of bolesatine … Amino-terminal sequence determination (1992)","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1471233/","locator":"Abstract gelesen: N-terminaler Sequenzausschnitt und Charakterisierung; keine vollständige Aminosäuresequenz oder räumliche Struktur daraus ableitbar.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-polyporic","title":"Biological effects of the dihydroorotate dehydrogenase inhibitor polyporic acid … in rats and humans (1998)","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/9879809/","locator":"Indexierte Abstractpassagen: Enzymhemmung und Zellversuche; kein vollständiger Volltextreview.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-hapalopilus","title":"Tender Nesting Polypore (Hapalopilus rutilans) poisoning: report of two cases (2013)","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23937526/","locator":"Indexiertes Abstract: zwei Fälle; Polyporsäure als wahrscheinlich wirksamer Giftstoff bezeichnet.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-cycloprop","title":"Identification of the toxic trigger in mushroom poisoning (2009)","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19465932/","locator":"Abstract gelesen; Isolation aus Russula subnigricans, Kreatinphosphokinase im Mausmodell; DOI 10.1038/nchembio.179.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-russula","title":"A Case of Mushroom Poisoning with Russula subnigricans: Development of Rhabdomyolysis, Acute Kidney Injury, Cardiogenic Shock, and Death (2016)","url":"https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4901012/","locator":"Indexierte Zusammenfassung des Fallberichts gelesen; kein Einzelnachweis des isolierten Stoffes beim Patienten.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-satratoxin-isolation","title":"Toxic principles of a poisonous mushroom Podostroma cornu-damae (2001)","url":"https://doi.org/10.1016/S0040-4020(01)00824-9","locator":"Autorenabstract über Keio University gelesen: Kultur und Fruchtkörper getrennt; Satratoxin H aus beiden isoliert.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-satratoxin-case","title":"Identification of trichothecene-type mycotoxins … biological specimens from a fatal case by LC–QTOF/MS (2018)","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30227371/","locator":"Indexiertes Abstract: Satratoxin H in Herzblut, peripherem Blut und Mageninhalt; DOI 10.1016/j.forsciint.2018.08.043.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-satratoxin-cells","title":"Roridin E and satratoxin H … induce endoplasmic reticulum stress-dependent apoptosis … (2025)","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40811904/","locator":"Abstract gelesen: B16F10-Mausmelanomzellen und molekulares Docking; keine klinische Therapiestudie.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-bolesatin-isolation","title":"Purification and some properties of bolesatine … from the mushroom Boletus satanas (1989)","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/2774970/","locator":"Indexierte Publikationsangaben zur Reinigung und Hemmung der Proteinsynthese in vitro.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-bolesatin-mechanism","title":"Mode of action of bolesatine … Mechanistic approaches (1995)","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7624882/","locator":"Abstract vollständig gelesen: Nukleosidtriphosphat-Hydrolyse, Abgrenzung von ribosomeninaktivierenden Proteinen; DOI 10.1016/0300-483X(95)03058-N.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-acromelic-analysis","title":"Rapid LC-MS Determination of Acromelic Acids A and B … (2017)","url":"https://www.jstage.jst.go.jp/article/shokueishi/58/5/58_241/_article/-char/en","locator":"Abstract gelesen: Nachweis beider Stoffe in Pilzresten eines Vergiftungsfalls; DOI 10.3358/shokueishi.58.241.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-pleuro-existence","title":"Proof of the existence of an unstable amino acid: pleurocybellaziridine in Pleurocybella porrigens (2011)","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21268219/","locator":"Bibliografischer Originalnachweis; kein Abstract verfügbar. Experimentelle Einordnung anhand der ergänzend genannten Originalarbeit von 2023; DOI 10.1002/anie.201004646.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"tx220-pleuro-model","title":"Possible molecular mechanism for acute encephalopathy by angel-wing mushroom ingestion – Involvement of three constituents in onset (2023)","url":"https://doi.org/10.1016/j.toxicon.2022.106958","locator":"Autorenabstract über University of Fukui gelesen: Kombination von Pleurocybellin, Lektin und Pleurocybellaziridin im injizierten Mausmodell; menschliche Kausalität nicht abschließend bewiesen.","author":"Originalpublikation · Autoren im verlinkten Datensatz","kind":"Primärpublikation","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"agaritin-schulzova-2009","title":"Agaritine content of 53 Agaricus species collected from nature","author":"Schulzová, Hajšlová, Peroutka, Hlavásek, Gry & Andersson · 2009","url":"https://doi.org/10.1080/02652030802039903","locator":"Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen; Food Addit. Contam. A 26:82–93. Keine Auswertung der vollständigen artweisen Ergebnistabelle; daraus keine pauschale Stoffzuordnung zu allen Champignonporträts.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-14"},{"id":"agaritin-friederich-1986","title":"The mutagenic activity of agaritine and its derivatives detected with the Ames test","author":"Friederich, Fischer, Lüthy, Hann, Schlatter & Würgler · 1986","url":"https://doi.org/10.1007/BF01041921","locator":"Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 2876563: gereinigtes Agaritin und Derivate, Salmonella-Test mit unterschiedlichen Aktivierungsbedingungen.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-14"},{"id":"agaritin-pool-zobel-1990","title":"Mutagenic and genotoxic activities of extracts derived from the cooked and raw edible mushroom Agaricus bisporus","author":"Pool-Zobel et al. · 1990","url":"https://doi.org/10.1007/BF01612997","locator":"Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 2229137: Pilzextrakte, Histidin-Artefakt, Säugerzell- und In-vivo-Endpunkte. Kein Versuch mit ausschließlich reinem Agaritin.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-14"},{"id":"agaritin-shephard-1995","title":"Genotoxicity of agaritine in the lacI transgenic mouse mutation assay","author":"Shephard, Gunz & Schlatter · 1995","url":"https://doi.org/10.1016/0278-6915(94)00142-B","locator":"Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen; Food Chem. Toxicol. 33:257–264. 15 Wochen; Pilzdiäten und ein Extrakt mit 30 % Agaritin. Die modellierte menschliche Krebsrisikozahl wird nicht als Beobachtungsbefund übernommen.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-14"},{"id":"agaritin-walton-2001","title":"The metabolism and bioactivation of agaritine and of other mushroom hydrazines by whole mushroom homogenate and by mushroom tyrosinase","author":"Walton, Coombs, Walker & Ioannides · 2001","url":"https://doi.org/10.1016/S0300-483X(00)00430-3","locator":"Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 11297805: Homogenate, Enzyme und bakterielle Mutagenität; mindestens drei Metaboliten, dabei kein Nachweis des erwarteten freien HMPH im Homogenatversuch.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-14"},{"id":"agaritin-kondo-2008","title":"The metabolisms of agaritine, a mushroom hydrazine in mice","author":"Kondo, Watanabe, Akiyama & Maitani · 2008","url":"https://doi.org/10.1016/j.fct.2007.10.022","locator":"Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen, PMID 18061328; Food Chem. Toxicol. 46:854–862. LC-MS/MS, oraler Mausversuch, Urinmarker 8-OHdG; kein klinischer Krebsendpunkt.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-14"},{"id":"agaritin-toth-1981","title":"Attempted tumor induction with agaritine in mice","author":"Toth, Raha, Wallcave & Nagel · 1981","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/7201775/","locator":"Vollständiges Abstract über Europe PMC gelesen: lebenslange Trinkwasserexposition von Swiss-Mäusen; unter diesen Bedingungen kein nachweisbarer kanzerogener Effekt. Berichtete Krampfanfälle schließen eine pauschale Aussage „wirkungslos“ aus.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-14"},{"id":"agaritin-iarc-1983","title":"Agaritine · IARC Monographs, Volume 31","author":"IARC · 1983; Verweis auf Supplement 7 von 1987","url":"https://www.inchem.org/documents/iarc/vol31/agaritine.html","locator":"Historische Zusammenfassung und Bewertung vollständig gelesen, Abschnitte 5.1–5.3. Supplement 7: Gruppe 3. Diese zeitgebundene Bewertung wird weder als neue Bewertung noch als Unbedenklichkeitsbeleg dargestellt.","kind":"Historische behördliche Evidenzbewertung","accessedAt":"2026-10-14"},{"id":"agaritin-schulzova-2002","title":"Influence of storage and household processing on the agaritine content of the cultivated Agaricus mushroom","author":"Schulzová, Hajšlová, Peroutka, Gry & Andersson · 2002","url":"https://web.vscht.cz/~hajslovj/publications/schuzlova_agaritine_fac_vol19_p853-862.pdf","locator":"Volltext, gedruckte S. 853–862: Methoden, Ergebnisse und Diskussion gelesen. Tatsächlich untersuchte Proben: A. hortensis und A. bitorquis; Abb. 2 unterscheidet Pilz, Kochwasser und Gesamtsystem. DOI 10.1080/02652030210156340.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-14"},{"id":"agaritin-libenska-2025","title":"Influence of UV-B and culinary treatment on vitamin D2 and agaritine in button mushrooms","author":"Libenská, Kharoshka, Pulkrabová, Schulzová & Drábová · 2025","url":"https://doi.org/10.1016/j.jfca.2024.106879","locator":"Vollständiges Abstract über Europe PMC/AGR und Verlagsmetadaten gelesen; J. Food Compos. Anal. 137:106879. UV-behandelte weiße Kulturchampignons; Nachweisgrenzen und vollständige Methoden nicht geprüft. Aussage zu nicht beobachteten Abbauprodukten bleibt auf diese Untersuchung beschränkt.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-14"},{"id":"agaritin-ogasawara-2023","title":"Agaritine derived from Agaricus blazei Murrill induces apoptosis via mitochondrial membrane depolarization in hematological tumor cell lines","author":"Ogasawara, Doi, Matsui, Tokunaga, Amakawa & Akiyama · 2023","url":"https://www.jstage.jst.go.jp/article/fmj/9/2/9_2022-021/_article","locator":"Abstract sowie Volltextabschnitte Materials and Methods, Results, Discussion und Conclusion über Europe PMC/PMC10206889 gelesen; Fujita Med. J. 9:147–153, DOI 10.20407/fmj.2022-021. Kommerzielles Agaritin-Monohydrat, vier Tumorzelllinien, drei unabhängige Experimente; keine Behandlung von Menschen.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-14"},{"id":"tx041-bfr-faq-2024","title":"Fragen und Antworten zu Ergotalkaloiden in Getreideerzeugnissen","url":"https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/fragen-und-antworten-zu-ergotalkaloiden-in-getreideerzeugnissen/","locator":"Seite vollständig im Original-HTML gelesen, alle zehn Fragen: Vorkommen im Mutterkorn, akute und chronische Wirkungen, EFSA-Richtwerte 2012, Eintrag über Bruchstücke und Stäube, Nicht-Erkennbarkeit für Verbraucher, empfindliche Gruppen, BfR-Bewertung 2023, Höchstgehalte nach VO (EU) 2021/1399 und 2024/1808. Seitendatum 25.07.2024; auf derselben Seite steht zusätzlich der Vermerk „Aktualisierte Fassung vom 12. November 2013“. Das verlinkte PDF wurde nicht gesondert gelesen.","author":"Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) · 25.07.2024","kind":"Behördliche Einordnung","accessedAt":"2026-10-18"},{"id":"tx041-bfr-2023","title":"Bewertung gesundheitlicher Risiken durch Ergotalkaloide in ausgewählten Getreideprodukten","url":"https://www.bfr.bund.de/cm/343/bewertung-gesundheitlicher-risiken-durch-ergotalkaloide-in-ausgewaehlten-getreideprodukten.pdf","locator":"PDF (66 S., DOI 10.17590/20230925-094324-0) in Abschnitten gelesen: Zusammenfassung S. 1–2, Abschnitte 1–2 (S. 2–4), 3.1.1 Gefahrenidentifizierung (S. 4–5), 3.1.2 Gefahrencharakterisierung (S. 5–6), 3.2 (S. 38–39) sowie Nachtrag Abschnitte 4–5 (S. 40–41). Expositionstabellen und Abschnitte 3.1.3, 3.1.4 und 6 nur über die Ergebnisabschnitte. Die Bewertung bezieht sich auf die damals für den 1. Juli 2024 geplanten Absenkungen nach VO (EU) 2021/1399; VO (EU) 2024/1808 verschob einen Teil davon später.","author":"BfR · Stellungnahme Nr. 041/2023 vom 25.09.2023","kind":"Behördliche Evidenzbewertung","accessedAt":"2026-10-18"},{"id":"tx041-lgl-2024","title":"Mutterkorn und Mutterkornalkaloide in Getreide und Mehl","url":"https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/schimmelpilzgifte/mutterkornalkaloide/index.htm","locator":"Seite vollständig im Original-HTML gelesen: Vorkommen und Bildung, Chemische Struktur, Gesundheitliche Beurteilung, Höchstgehaltsregelungen, Untersuchungen, Quellenliste; aktualisiert 15.10.2024. Die dort genannten JECFA-Werte von 2021 wurden nicht übernommen (JECFA-Bericht nicht gelesen); die Bezeichnungen „Familie Claviceps“ und „Schimmelpilz“ wurden nicht übernommen.","author":"Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit · H. Knapp & T. Wenk · 15.10.2024","kind":"Behördliche Einordnung","accessedAt":"2026-10-18"},{"id":"tx041-efsa-2012","title":"Scientific Opinion on Ergot alkaloids in food and feed","url":"https://doi.org/10.2903/j.efsa.2012.2798","locator":"Nur Abstract gelesen (PMC-Datensatz PMC13093078 mit Abstract, Gremienangaben und Literaturliste). Der Volltext (158 S.) wurde nicht gelesen: PDF bei PMC hinter einer Bot-Prüfung, Verlagsseite HTTP 403, kein Volltext über Europe PMC; nicht umgangen. Hauptalkaloide, Referenzpunkt und Richtwerte zusätzlich in EFSA 2017 (Einleitung) und BfR 2023 (Abschnitt 3.1.2) bestätigt.","author":"EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM) · EFSA Journal 10(7):2798 · 2012","kind":"Behördliche Evidenzbewertung","accessedAt":"2026-10-18"},{"id":"tx041-efsa-2017","title":"Human and animal dietary exposure to ergot alkaloids","url":"https://doi.org/10.2903/j.efsa.2017.4902","locator":"Volltext über Europe PMC (PMC7010019) gelesen: Summary, Introduction mit 1.1, Abschnitte 3.1–3.1.4 (Vorkommen, Anteile der Epimere, Sklerotiendaten), Abschnitt zu Sklerotien und Alkaloidgehalten, Uncertainties, Conclusions und Recommendations. Expositionsabschnitte nur über Summary und Conclusions; Tabellen und Anhänge nicht ausgewertet.","author":"EFSA · D. Arcella, J. Á. Gómez Ruiz, M. L. Innocenti & R. Roldán · EFSA Journal 15(7):4902 · 2017","kind":"Behördlicher wissenschaftlicher Bericht","accessedAt":"2026-10-18"},{"id":"tx041-eu-2023-915","title":"Verordnung (EU) 2023/915 der Kommission vom 25. April 2023 über Höchstgehalte für bestimmte Kontaminanten in Lebensmitteln","url":"https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32023R0915","locator":"Ursprungsfassung (ABl. L 119 vom 5.5.2023, S. 103) im EUR-Lex-HTML gelesen: Art. 8, Art. 10 Abs. 1 Buchst. b und Anhang I Nr. 1.8 (Mutterkorn-Sklerotien; Ergotalkaloide als Untergrenze der Summe aus sechs Epimerenpaaren, Ergocryptin/Ergocryptinin in α- und β-Form). Die Zahl „zwölf“ steht nicht im Verordnungstext, sondern bei BfR, LGL und EFSA. Spätere Änderungen von Nr. 1.8 über VO (EU) 2024/1808 und die konsolidierte Fassung.","author":"Europäische Kommission · ABl. L 119 vom 5.5.2023","kind":"EU-Rechtsakt","accessedAt":"2026-10-18"},{"id":"tx041-eu-2024-1808","title":"Verordnung (EU) 2024/1808 der Kommission vom 1. Juli 2024 zur Änderung der Verordnung (EU) 2023/915 in Bezug auf den Zeitpunkt, ab dem niedrigere Höchstgehalte für Mutterkorn-Sklerotien und Ergotalkaloide in Lebensmitteln gelten","url":"https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2024/1808/oj","locator":"Volltext im EUR-Lex-HTML gelesen: Erwägungsgründe 1–8 (u. a. gestiegene Prävalenz aufgrund klimatischer Bedingungen), Art. 1–2, Anhang mit Nr. 1.8.1.2 (Roggen 0,5 g/kg, 0,2 g/kg ab 1. Juli 2025), 1.8.2.1, 1.8.2.1a und 1.8.2.3 (Roggenmahlerzeugnisse 500 µg/kg, 250 µg/kg ab 1. Juli 2028).","author":"Europäische Kommission · ABl. L, 2024/1808, 2.7.2024","kind":"EU-Rechtsakt","accessedAt":"2026-10-18"},{"id":"tx041-eu-2023-915-kons","title":"Verordnung (EU) 2023/915 · konsolidierte Fassung vom 19.08.2026","url":"https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:02023R0915-20260819","locator":"Konsolidierte Fassung 02023R0915-20260819 im EUR-Lex-HTML gelesen: Änderungsliste M1–M11 und Anhang I Nr. 1.8. Nr. 1.8 ist darin nur durch M7 (VO 2024/1756, Anmerkungen zu Nr. 1.8.1) und M8 (VO 2024/1808) geändert. Konsolidierte Texte haben laut EUR-Lex keine Rechtswirkung; maßgeblich bleiben die im Amtsblatt veröffentlichten Rechtsakte.","author":"Amt für Veröffentlichungen der EU · EUR-Lex · Stand 19.08.2026","kind":"EU-Rechtsakt · konsolidierte Fassung","accessedAt":"2026-10-18"},{"id":"tx041-haarmann-2009","title":"Ergot: from witchcraft to biotechnology","url":"https://doi.org/10.1111/j.1364-3703.2009.00548.x","locator":"Volltext über PMC (PMC6640538) im HTML gelesen: Summary, Abschnitte 1.1, 1.2, 2.1, Anfang von 2.2, 2.3, 3.1 und 3.2. Historische Angaben beruhen auf Sekundärliteratur der Autoren; die Opferzahl für 944–945 weicht von Miedaner & Geiger 2015 ab und wurde nicht übernommen.","author":"T. Haarmann, Y. Rolke, S. Giesbert & P. Tudzynski · Molecular Plant Pathology 10(4):563–577 · 2009","kind":"Übersichtsarbeit","accessedAt":"2026-10-18"},{"id":"tx041-miedaner-2015","title":"Biology, Genetics, and Management of Ergot (Claviceps spp.) in Rye, Sorghum, and Pearl Millet","url":"https://doi.org/10.3390/toxins7030659","locator":"Volltext über Europe PMC (PMC4379517) gelesen: Abstract, Abschnitte 1–4, 5–5.2, 6.4 (genetische und umweltbedingte Variation der Alkaloidgehalte), 7.3 und 8. Abschnitte zu Resistenzzüchtung und Fungiziden nicht ausgewertet. Lizenz CC BY.","author":"T. Miedaner & H. H. Geiger · Toxins 7(3):659–678 · 2015","kind":"Übersichtsarbeit","accessedAt":"2026-10-18"},{"id":"tx041-kodisch-2020","title":"Covariation of Ergot Severity and Alkaloid Content Measured by HPLC and One ELISA Method in Inoculated Winter Rye across Three Isolates and Three European Countries","url":"https://doi.org/10.3390/toxins12110676","locator":"Volltext über Europe PMC (PMC7692364) gelesen: Abstract, Einleitung, Ergebnisse 2.4–2.5 (Isolate, Alkaloidspektrum), Diskussion 3.1–3.4, Schlussfolgerungen und Methoden 5.1 (Herkunft der drei Inokula: Deutschland, Polen, Österreich); übrige Ergebnis- und Methodenabschnitte nicht im Detail. Künstlich inokulierter Winterroggen, 372 Proben aus drei Ländern und zwei Jahren.","author":"A. Kodisch et al. (17 Autorinnen und Autoren, Korrespondenz T. Miedaner) · Toxins 12(11):676 · 2020","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-18"},{"id":"tx041-crews-2015","title":"Analysis of Ergot Alkaloids","url":"https://doi.org/10.3390/toxins7062024","locator":"Volltext über Europe PMC (PMC4488688) gelesen: Abschnitte 1.1–1.3 (Stoffklassen, Epimerisierung an C-8), 2 (Stabilität) und 15. Methodenteil nicht ausgewertet. Die Einordnung von Ergometrin unter die Ergopeptine in Abschnitt 1.3 wird nicht übernommen (EFSA 2017: Lysergsäure-Abkömmling); die Angaben zur Rechtslage (Stand 2015) sind überholt.","author":"C. Crews · Toxins 7(6):2024–2050 · 2015","kind":"Übersichtsarbeit","accessedAt":"2026-10-18"},{"id":"tx041-gotvaldova-2022-cinctulus","title":"Extensive Collection of Psychotropic Mushrooms with Determination of Their Tryptamine Alkaloids · Panaeolus cinctulus","author":"Gotvaldová et al. · International Journal of Molecular Sciences 23:14068 · 2022","url":"https://doi.org/10.3390/ijms232214068","locator":"Abschnitt 2 (Einleitungsabsatz: ganze Fruchtkörper, Hut und Stiel, mg/g Trockenmasse) und Tabelle 1: Panaeolus cinctulus, 12 Fruchtkörper aus 3 Kollektionen – Psilocybin 0,114–1,578, Psilocin 0,007–0,257; Abschnitt 2.1: in älteren Studien als P. subbalteatus geführt, Literaturwerte nach Stamets stark schwankend. Nur die Angaben zu P. cinctulus für die Artzuordnung genutzt; Gehalte gelten für die untersuchten getrockneten Proben, nicht als Artkonstante.","kind":"Primärstudie","accessedAt":"2026-10-18"},{"id":"pubchem-muscimol","title":"PubChem · Muscimol · CID 4266","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/4266","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"pubchem-ibotensaeure","title":"PubChem · Ibotensäure · CID 1233","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/1233","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"pubchem-muscarin","title":"PubChem · Muscarin · CID 9308","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/9308","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"pubchem-alpha-amanitin","title":"PubChem · α-Amanitin · CID 9543442","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/9543442","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"pubchem-orellanin","title":"PubChem · Orellanin · CID 89579","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/89579","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"pubchem-gyromitrin","title":"PubChem · Gyromitrin · CID 9548611","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/9548611","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"pubchem-coprin","title":"PubChem · Coprin · CID 108079","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/108079","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-01"},{"id":"pubchem-psilocybin","title":"PubChem · Psilocybin · CID 10624","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/10624","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"pubchem-psilocin","title":"PubChem · Psilocin · CID 4980","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/4980","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-05"},{"id":"pubchem-beta-amanitin","title":"PubChem · β-Amanitin · CID 76959217","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/76959217","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"pubchem-phalloidin","title":"PubChem · Phalloidin · CID 441542","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/441542","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"pubchem-illudin-s","title":"PubChem · Illudin S · CID 344200","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/344200","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"pubchem-acromelsaeure-a","title":"PubChem · Acromelsäure A · CID 108086","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/108086","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"pubchem-ustalsaeure","title":"PubChem · Ustalsäure · CID 21680754","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/21680754","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. 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Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"pubchem-acromelsaeure-b","title":"PubChem · Acromelsäure B · CID 158974","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/158974","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. Datenbankangaben belegen keine medizinische Wirksamkeit.","kind":"Chemische Referenzdatenbank","accessedAt":"2026-10-10"},{"id":"pubchem-satratoxin-h","title":"PubChem · Satratoxin H · CID 6438478","author":"NCBI / National Library of Medicine","url":"https://pubchem.ncbi.nlm.nih.gov/compound/6438478","locator":"Compound-Datensatz; Summenformel, molare Masse und 2-D-Struktur über PUG REST abgerufen. 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