{"schemaVersion":1,"date":"2026-10-04","scope":"Gezielter ergänzender Abgleich von 32 Porträts. Kein erneuter Vollabgleich aller 275 Porträts mit beiden Büchern.","independentReview":false,"sources":{"fan":{"id":"fan-5-2001","title":"Flora Agaricina Neerlandica, Band 5: Agaricaceae (2001)","author":"M. E. Noordeloos, Th. W. Kuyper & E. C. Vellinga (Hrsg.); Artbearbeitungen M. M. Nauta und E. C. Vellinga","url":"https://ucrisportal.univie.ac.at/de/publications/noordeloos-me-kuyper-thw-vellinga-ec-2001-flora-agaricina-neerlan/","kind":"Monografie · ausgewählte Artabschnitte gelesen","accessedAt":"2026-10-04"},"fn":{"id":"funga-nordica-2008-amanita","title":"Funga Nordica (2008): Amanita","author":"Jan Vesterholt; in H. Knudsen & J. Vesterholt (Hrsg.)","url":"https://researchprofiles.ku.dk/en/publications/funga-nordica-agaricoid-boletoid-and-cyphelloid-genera/","kind":"Bestimmungsschlüssel · Kapitel Amanita gelesen","accessedAt":"2026-10-04"}},"records":[{"id":"agaricus-campestris","book":"fan","pages":"S. 28–29; PDF-S. 29–30","finding":"Dünner, vergänglicher Ring und dunkler werdende Lamellen bestätigt. Nauta weist ausdrücklich auf die schwierige Abgrenzung innerhalb der campestris-Gruppe hin; die Behandlung von 2001 begründet keine heutige Bestimmung allein nach Hutfarbe.","name":"Wiesenchampignon"},{"id":"agaricus-bitorquis","book":"fan","pages":"S. 32–33; PDF-S. 33–34","finding":"Doppelte aufsteigende Ringstruktur und gelegentlicher zusätzlicher unterer Ring bestätigt. Die vorhandene Beschreibung vermeidet zu Recht die Forderung nach zwei vollständig getrennten Ringen.","name":"Stadt-Champignon"},{"id":"agaricus-silvaticus","book":"fan","pages":"S. 38–39; PDF-S. 39–40","finding":"Unter Agaricus sylvaticus behandelt: Rötung, braune Hutschuppen und Waldstandorte stimmen mit dem Porträt überein. Die abweichende Schreibweise im URL-Bezeichner bleibt technisch erhalten.","name":"Waldchampignon"},{"id":"agaricus-arvensis","book":"fan","pages":"S. 43–44; PDF-S. 44–45","finding":"Zahnradartige Unterseite des jungen Rings und anis- bis mandelartiger Geruch bestätigt. Die Quelle schließt A. fissuratus und A. leucotrichus ein; ihre Maßangaben gehören zu diesem weiteren Konzept.","name":"Weißer Anis-Champignon"},{"id":"agaricus-augustus","book":"fan","pages":"S. 44–45; PDF-S. 45–46","finding":"Beschuppung unter dem Ring und saprotrophe Lebensweise bei Laub- wie Nadelgehölzen bestätigt. Die Angabe „unter Bäumen“ ist weiterhin kein Mykorrhizabeleg.","name":"Riesenchampignon"},{"id":"agaricus-silvicola","book":"fan","pages":"S. 47–48; PDF-S. 48–49","finding":"Unter A. sylvicola behandelt. Nauta stellt A. essettei wegen Übergängen bei Knolle und Sporenmaßen zur selben Art. Die bestehende Warnung vor einer Bestimmung allein nach schiefer oder gerandeter Knolle wird dadurch gestützt.","name":"Dünnfleischiger Anis-Champignon"},{"id":"agaricus-xanthodermus","book":"fan","pages":"S. 54–55; PDF-S. 55–56","finding":"Rasche, wieder verblassende Gelbfärbung im Basisfleisch bestätigt. Auch zylindrische Stiele werden beschrieben; eine ausgeprägte Knolle ist keine notwendige Voraussetzung.","title":"Die fehlende Knolle schließt ihn nicht aus","text":"Eine deutlich verdickte Basis ist häufig, aber nicht konstant. Nauta dokumentiert auch zylindrische Stiele, ohne diese Funde deshalb als andere Art abzutrennen. Für den Vergleich ist daher die frische Verfärbung im Basisfleisch aussagekräftiger als die Silhouette allein. Auch sie gehört in die gemeinsame Beurteilung von Geruch, Ring, Lamellen und weiteren Champignonarten.","name":"Karbolchampignon"},{"id":"agaricus-moelleri","book":"fan","pages":"S. 56–57; PDF-S. 57–58","finding":"Gelbfärbung besonders an der Basis und variabler unangenehmer Geruch bestätigt. Die Quelle warnt vor historischen Verwendungen des amerikanischen Namens A. placomyces für europäische Funde.","title":"Agaricus placomyces ist kein beliebig austauschbarer Name","text":"Ältere europäische Literatur kann diesen Champignon unter A. placomyces führen. Nauta grenzt diese Verwendung ausdrücklich von der amerikanischen Art ab. Bei der Recherche deshalb nicht nur den Namen kopieren: Herkunft, Autor und Artbeschreibung mitlesen. Ein Treffer unter einem historischen Namen ist noch kein zusätzlicher unabhängiger Beleg für das heutige Porträt.","name":"Perlhuhn-Champignon"},{"id":"macrolepiota-procera","book":"fan","pages":"S. 65–66; PDF-S. 66–67","finding":"Stielzeichnung und mikroskopische Merkmale wurden gegen die Artbeschreibung geprüft. Außereuropäische Meldungen werden dort ausdrücklich unter Vorbehalt ähnlicher Arten genannt; daraus wird hier keine weltweite Verbreitung im engen Sinn abgeleitet.","name":"Parasol"},{"id":"macrolepiota-mastoidea","book":"fan","pages":"S. 68–70; PDF-S. 69–71","finding":"Die Behandlung umfasst mehrere zuvor getrennte Formen. Ihr Ring kann unterschiedlich ausgeprägt sein, einschließlich einer doppelten Krone. Das ergänzt die bisher zu pauschale Vorstellung eines stets einfachen Rings.","title":"Was „einfacher Ring“ leisten kann – und was nicht","text":"Das übliche Feldbild eines weniger kräftig gegliederten Rings hilft im Vergleich mit dem Parasol. Vellingas weiter gefasste Behandlung von 2001 beschreibt jedoch auch Ringe mit doppelter Krone. Ein einzelner Ringzustand erlaubt deshalb keine sichere Zuordnung; Hutbuckel, Stielzeichnung und das verwendete Artkonzept müssen hinzukommen. Messbereiche aus dieser Bearbeitung lassen sich nicht ungeprüft auf enger abgegrenzte Sippen übertragen.","name":"Zitzen-Riesenschirmling"},{"id":"chlorophyllum-rhacodes","book":"fan","pages":"S. 71–72; PDF-S. 72–73, als Macrolepiota rachodes","finding":"Historischer Konzeptvergleich: M. bohemica wird 2001 einbezogen, M. olivieri getrennt. Diese Behandlung ist keine vollständige Entsprechung der heutigen drei Chlorophyllum-Porträts; Maße und Speisewert wurden daraus nicht übernommen.","name":"Gemeiner Safranschirmling"},{"id":"chlorophyllum-brunneum","book":"fan","pages":"S. 71–72; PDF-S. 72–73, Diskussion zu M. rachodes, M. bohemica und M. venenata","finding":"Nur historischer Kontext geprüft, keine direkte Artbeschreibung von C. brunneum vorausgesetzt. Die diskutierten Namen und Trennmerkmale werden nicht automatisch synonymisiert. Die neueren Belege des Porträts bleiben maßgeblich.","name":"Garten-Safranschirmling"},{"id":"chlorophyllum-olivieri","book":"fan","pages":"S. 72; PDF-S. 73, Vergleich mit Macrolepiota olivieri","finding":"Dunkle Schuppen auf ebenfalls dunklem Grund bestätigt. Schon die Quelle von 2001 nennt Laubwaldfunde und verwirft eine ausschließliche Bindung an Fichtenpflanzungen als Trennmerkmal.","name":"Olivbrauner Safranschirmling"},{"id":"lepiota-clypeolaria","book":"fan","pages":"S. 116–117; PDF-S. 117–118","finding":"Sporenform als wichtiges Merkmal gegenüber L. magnispora bestätigt. Die Quelle vergleicht insbesondere die abaxiale Sporenkontur; bloße Gesamtlänge oder wolliger Stiel reichen zur Trennung nicht aus.","name":"Wolliggestiefelter Schirmling"},{"id":"lepiota-brunneoincarnata","book":"fan","pages":"S. 127; PDF-S. 128","finding":"Farbige Schuppengürtel am unteren Stiel und längliche Sporen bestätigt. Die ältere regionale Seltenheitsangabe wird nicht als aktuelle mitteleuropäische Häufigkeit übernommen.","title":"Die untere Stielhälfte gehört zur Dokumentation","text":"Die Hutschuppen allein erfassen nur einen Teil des Musters. Vellinga beschreibt auch unterhalb der helleren Stielspitze unvollständige Gürtel aus farbigen Schüppchen auf rosa bis bräunlichem Grund. Eine Aufnahme bis zur Basis ergänzt deshalb die Hutansicht. Dieses Muster ersetzt weder den Vergleich mit ähnlichen Schirmlingen noch die mikroskopische Prüfung.","name":"Fleischbräunlicher Giftschirmling"},{"id":"lepiota-cristata","book":"fan","pages":"S. 138–139; PDF-S. 139–140","finding":"Gespornte Sporen als Unterscheidung von ähnlich aussehenden Arten bestätigt. L. apatelia kann äußerlich stark ähneln, besitzt aber elliptische Sporen; Geruch und Ringzustand bleiben variable Ergänzungen.","name":"Stinkschirmling"},{"id":"amanita-muscaria","book":"fn","pages":"S. 326–327, Schlüssel A1; PDF-S. 40–41","finding":"Helle Hüllreste, konzentrische Zonen an der Knolle und nicht amyloide Sporen bestätigt. Der nordische Schlüssel nennt unter anderem Birke, Kiefer und Fichte. Seine Giftangaben werden nicht als klinische Primärquelle verwendet.","name":"Fliegenpilz"},{"id":"amanita-regalis","book":"fn","pages":"S. 326–327, Schlüssel A1; PDF-S. 40–41","finding":"Abweichendes Artkonzept: als A. muscaria var. regalis behandelt. Das heutige eigenständige Porträt bleibt bestehen; historische Varietätsbehandlung wird sichtbar gemacht.","title":"Im älteren Schlüssel noch eine Varietät","text":"Funga Nordica von 2008 führt den Königsfliegenpilz als Varietät des Fliegenpilzes und nennt den Artnamen A. regalis daneben. MYKOLOG behält das eigenständige Porträt bei. Literaturangaben zu A. muscaria müssen deshalb darauf geprüft werden, ob braune regalis-Funde einbezogen waren. Besonders bei Giftanalysen oder Fallserien wäre eine ungeprüfte Zusammenfassung irreführend.","name":"Königsfliegenpilz"},{"id":"amanita-pantherina","book":"fn","pages":"S. 327, Schlüssel A4; PDF-S. 41","finding":"Nicht geriefte Ringoberseite, Hüllsaum der Knolle und nicht amyloide Sporen bestätigt. Laubwald- und Nadelwaldvorkommen werden differenziert beschrieben; keine Beschränkung auf eine einzelne Baumart.","name":"Pantherpilz"},{"id":"amanita-gemmata","book":"fn","pages":"S. 327, Schlüssel A3; PDF-S. 41","finding":"Vergänglicher Ring und gelber Hut bestätigt. Der nordische Text betont sandige Kiefernwälder; dieses regionale Muster wird nicht als Ausschlussregel für alle mitteleuropäischen Standorte verwendet.","name":"Narzissengelber Wulstling"},{"id":"amanita-ceciliae","book":"fn","pages":"S. 329, Schlüssel B9; PDF-S. 43","finding":"Graue Hüllreste und Laubwaldstandorte bestätigt. Eine zusätzliche Beobachtung ist das Dunkelgrauwerden des Stiels bei Berührung.","title":"Die Farbe nach Berührung mitbeobachten","text":"Vesterholt beschreibt neben den grauen Hüllresten ein Dunkelgrauwerden des Stiels bei Berührung. Für eine Funddokumentation lohnt deshalb ein Vergleich unverletzter und berührter Bereiche. Die Reaktion ist eine ergänzende Beobachtung innerhalb des Merkmalsbildes, keine eigenständige Bestimmungsregel für graue Scheidenstreiflinge.","name":"Riesen-Scheidenstreifling"},{"id":"amanita-fulva","book":"fn","pages":"S. 329, Schlüssel B13; PDF-S. 43","finding":"Ringlosigkeit, orangebrauner Hut und sackartige Volva bestätigt. Der Schlüssel beschreibt orangebraune Flecken außen an der Volva; diese helfen im Vergleich mit dem Safrangelben Scheidenstreifling.","title":"Die Außenseite der Scheide mitansehen","text":"Bei A. fulva kann die sackartige Scheide außen orangebraun flecken. Im Schlüssel steht dem A. crocea mit weißer Scheide und stärker gezeichnetem Stiel gegenüber. Ein einzelner Farbfleck genügt nicht, doch die Kombination aus Scheide, Stieloberfläche und Hutfarbe liefert mehr Information als eine Aufnahme von oben.","name":"Rotbrauner Scheidenstreifling"},{"id":"amanita-crocea","book":"fn","pages":"S. 330, Schlüssel B14; PDF-S. 44","finding":"Orange Stielgürtel und weiße sackartige Volva bestätigt. Der nordische Schlüssel betont Birke und Eiche, seltener Nadelbäume; daraus wird keine europaweit feste Rangfolge der Partner abgeleitet.","name":"Orangegelber Scheidenstreifling"},{"id":"amanita-vaginata","book":"fn","pages":"S. 326 und 330, Schlüssel B18; PDF-S. 40 und 44","finding":"Grauer Hut, zusammenhängende helle Volva und rundliche Sporen bestätigt. Schon das Kapitel benennt Revisionsbedarf in der Gruppe; das traditionelle Namenskonzept bleibt ausdrücklich begrenzt.","name":"Grauer Scheidenstreifling"},{"id":"amanita-phalloides","book":"fn","pages":"S. 331, Schlüssel C2; PDF-S. 45","finding":"Sackartige Volva, faseriger Hut und auch weiße Formen bestätigt. Der Schlüssel stützt den vorhandenen Vergleich; keine neue Giftbewertung aus dem Bestimmungsbuch abgeleitet.","name":"Grüner Knollenblätterpilz"},{"id":"amanita-virosa","book":"fn","pages":"S. 331, Schlüssel C2; PDF-S. 45","finding":"Oft asymmetrischer Hut, flockiger Stiel und rundliche Sporen bestätigt. Saure Böden unter Laub- und Nadelbäumen werden genannt; dies ergänzt die örtliche Habitatbeurteilung, ohne einen Fund auszuschließen.","name":"Kegelhütiger Knollenblätterpilz"},{"id":"amanita-porphyria","book":"fn","pages":"S. 331–332, Schlüssel C4; PDF-S. 45–46","finding":"Kartoffelartiger Geruch und im Alter nachdunkelnder Ring bestätigt. Der im Porträt bereits erläuterte wechselnde Ringzustand bleibt wichtiger als die Forderung nach einer dauerhaft hellen Manschette.","name":"Porphyrbrauner Wulstling"},{"id":"amanita-citrina","book":"fn","pages":"S. 332, Schlüssel C4; PDF-S. 46","finding":"Auch weiße Formen und rundliche Knolle bestätigt. Das Porträt berücksichtigt diese Farbvariation bereits; kein zusätzlicher Absatz allein für denselben Sachverhalt eingefügt.","name":"Gelber Knollenblätterpilz"},{"id":"amanita-rubescens","book":"fn","pages":"S. 332, Schlüssel C5; PDF-S. 46","finding":"Langsame Rötung an Verletzungen und Fraßstellen sowie geriefte Ringoberseite bestätigt. Vorhandene Erklärung bleibt bestehen, ohne sie nochmals als neuen Aspekt zu wiederholen.","name":"Perlpilz"},{"id":"amanita-echinocephala","book":"fn","pages":"S. 332, Schlüssel C6; PDF-S. 46, unter A. solitaria","finding":"Namenszuordnung kontrolliert: A. echinocephala steht in diesem Schlüssel bei A. solitaria. Spitze Hüllreste, grünlich getönte Lamellen und zugespitzte Basis bestätigt. Keine automatische Umbenennung des Porträts.","name":"Stachelschuppiger Wulstling"},{"id":"amanita-strobiliformis","book":"fn","pages":"S. 332, Schlüssel C8; PDF-S. 46","finding":"Große unregelmäßige Hüllschollen, helle Lamellen und kalkreiche Laubwaldstandorte bestätigt. Die Gegenüberstellung mit den spitzeren Hüllresten von A. echinocephala bleibt fachlich sinnvoll.","name":"Fransiger Wulstling"},{"id":"amanita-excelsa","book":"fn","pages":"S. 332–333, Schlüssel C8; PDF-S. 46–47","finding":"Geriefter Ring und grauliche Hüllreste bestätigt. A. spissa wird hier bei A. excelsa geführt; diese historische Gleichsetzung ersetzt keine heutige Revision des Artenkomplexes.","name":"Grauer Wulstling"}],"additionalResearchSources":[{"id":"obermaier-mueller-2020","title":"Ibotenic Acid Biosynthesis in the Fly Agaric Is Initiated by Glutamate Hydroxylation","author":"Sebastian Obermaier & Michael Müller","url":"https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7383597/","kind":"Primärstudie · Volltext gelesen","locator":"Angew. Chem. Int. Ed. 59: 12432–12435. DOI 10.1002/anie.202001870; IboH-Experiment und vorgeschlagener Biosyntheseweg.","accessedAt":"2026-10-04"},{"id":"moss-hendrickson-2019","title":"Toxicity of muscimol and ibotenic acid containing mushrooms reported to a regional poison control center from 2002–2016","author":"Michael J. Moss & Robert G. Hendrickson","url":"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30073844/","kind":"Retrospektive Fallserie · Abstract gelesen","locator":"Clin. Toxicol. 57(2): 99–103; online 2018. DOI 10.1080/15563650.2018.1497169. 34 Fälle, davon 23 A. muscaria.","accessedAt":"2026-10-04"}]}